"DIE VERGANGENHEIT IST NIEMALS TOT"
DIE VERGANGENHEIT ...
Ein Zitat von
William Faulkner
(1887-1962)
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Das eigentlich Schlimme ist, ..
Systemwechsel mit Format C
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Westerwelle ein geschichtsloser Schwuler?
Schon als Klaus Wowereit den Spruch "Ich bin schwul – und das ist auch gut so!" prägte, war klar, dass Schwulsein eben nichts, mit gut sein zu tun hat. Wowereit hat das immer wieder bestätigt und seine Amtsführung ist eine Schande für alle Menschen, egal welcher sexueller Orientierung. Bei Westerwelle ist es noch schlimmer. ["Westerwelle ein geschichtsloser Schwuler?" mehr »]
Von Räuberhöhlen und ihren Befreiern
Wenn uns eines die Geschichte lehrt, dann doch dieses:
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Gestern, heute, morgen - Einmal vorwärts und zurück (Szene 1)
Von Zeit zu Zeit werde ich die Aktualität der Geschichte zum Anlass nehmen verschiedene Dokumente auf Duckhome zu veröffentlichen. ["Gestern, heute, morgen - Einmal vorwärts und zurück (Szene 1)" mehr »]
Georg Elser - Ein einfacher Schreiner?
War Hitlerattentäter Georg Elser, ein einfacher Schreiner?
Der Schwabe Hellmut G. Haasis wundert sich, was denn dann wohl ein zweifacher Schreiner wäre. Am Dienstag den 6. Oktober stellte er seine neue, überarbeitete und stark erweiterte Elser Biografie in Berlin im Haus der Demokratie vor:
siehe auch: GEORG ELSER „Den Hitler jag ich in die Luft“
völlig umgearbeitete und stark erweiterte neue Ausgabe.
NAUTILUS Hamburg, 400 Seiten. 33 Fotos (viel neue)
Viel Neues in Haasis’ umgearbeiteter und erweiterter Elser-Biografie
von Wladimir Krutthofer (Moskau)
(...)Uns beeindruckt ungeheuerlich, dass Hitler spürte, wie überlegen Elser ihm war. Hitler hatte einen hohen Respekt vor Elser. Dieser schwäbische Schreiner (was sind denn die Schwaben für eigenartige Leute? denken wir hier in Moskau immer wieder) war der einzige Gegner, an dessen Anblick Hitler sich nicht weiden wollte
Während der Reichskanzler und oberste Feldherr sich immer wieder an einem Film über die Hinrichtung der 20. Juli-Widerständler aufreizte, wollte er einen heimlich aufgenommenen Film mit Elsers Verhör nie sehen(...)
lesen...
sowie: ["Georg Elser - Ein einfacher Schreiner?" mehr »]
Große Rede mit kleinem Wissen
Vor 20 Jahren hat sich etwas zugetragen, was einerseits die Welt aber vor allen Dingen Deutschland verändert hat. Damals ist die DDR unter ihren inneren Wiedersprüchen zusammengebrochen. Sie ist quasi an der Last der Probleme, die sie sich in ihrer eigenen Geschichte aufgeladen hatte erstickt. Nun war das zwar ein logisch nachvollziehbarer aber im Großen und Ganzen doch sehr jämmerlicher Abgang. Darum wurde auch schnell die Legende von der “friedlichen Revolution” gestrickt. Ich lasse einmal die Wortklauberei von wegen seid wann Revolutionen friedlich sein können. Es macht sich halt besser in Politikerreden. Ein solche hält ja auch gerne einmal der Horst Köhler. Seines Zeichens momentaner Bundespräsident dieser Republik.
["Große Rede mit kleinem Wissen" mehr »]Deutsche Einheit am Balaton
Zum 20-jährigen Jubiläum des Mauerfalls richtet sich der Fokus der Öffentlichkeit ungewöhnlich oft auf Ungarn, das früher als alle anderen Länder die Grenzzäune einriss. Ungarn spielte aber auch in den deutsch-deutschen Beziehungen während des Kalten Krieges eine ungewöhnliche und wichtige Rolle. Für unzählige Familien und Freunde, die durch die Mauer voneinander getrennt waren, bot Ungarn, insbesondere der Balaton, seit den 60er Jahren einen Ort der Begegnung und der unzensierten Austausches – ein Ort deutsch-deutscher Einheit im Privaten. Die Situation innerhalb beider Länder führte zu der Entwicklung ihrer symbiotischen Beziehung, welche der Grundstein für die friedliche Revolution und die Wende im Jahr 1989 legte...
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Ich habe meine Wahl getroffen
Meine Stimmen zur Landtagswahl in Brandenburg und auch zur Bundestagswahl habe ich per Briefwahl abgegeben. Für mich ist eine demokratische Wahl noch immer ein hohes Gut. Es mag sein, dass das bundesdeutsche Parteiensystem und die damit verbundene Verhältniswahl nicht optimal sind. Doch aus meiner Sicht sind sie immer noch besser, als das Wahlrecht, welches mir bis vor zwanzig Jahren zugebilligt wurde. Denn mit dem Sinn des Wortes wählen hatte das nicht sehr viel zu tun. Denn wenn man eine Wahl als eine Entscheidung zwischen Alternativen betrachtet, dann war das keine Wahl. Denn wie sollte man sich denn zwischen Alternativen entscheiden. Es gab keine. Man konnte einen Zettel nehmen, diesen falten und in eine Wahlurne stecken. Damit hatte man dann automatisch gewählt. Die Einheitspartei und deren Blockflötenanhang. Selbstverständlich konnte man seinen Stimmzettel ungültig machen. Dazu mussten man mit ihm einfach etwas anders tun als ihn falten und in die Urne stecken. Denn jede Abweichung von diesem Vorgehen machte den Stimmzettel automatisch ungültig. Einfach nicht wählen war auch möglich, aber nicht so einfach wie es klingt. Doch dazu später. So gesehen war das also die einzigen Alternativen.
["Ich habe meine Wahl getroffen" mehr »]Deutschlandgedanke: Ist der Ruf erst einmal ruiniert..
Afghanistan ist dieser Tage mal wieder in aller Munde. Militärischer Einsatz: richtig oder falsch? Da streiten sich die Geister. Zunächst ist "Terror" eine subjektive Wahrnehmung. Leider hilft diese Erkenntnis aber in keinster Weise bei der Entscheidungsfindung ob weiterhin Militär in Afghanistan verbleiben oder besser abgezogen werden soll. Man streitet sich lieber darüber anstatt sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen was für alle Beteiligten das Beste wäre.
Mit Beteiligte meine ich aber -im Gegensatz zu den Aussagen der Regierungsvertreter aller Verbündeter -die Direktbeteiligten. Die Soldaten, die Zivilisten und deren Angehörige. Jene die dort unten im Land verharren, sich verstecken, sich schützen und beschützen müssen.
Seit vergangenem Jahr ist die Faktenlage klar, dass die eigentliche Mission -die Aufbauarbeit -in der zuvor beschlossenen Art und Weise nicht mehr möglich ist. Auf Grund der erhöhten Bekämpfung von Aufständigen müssen die Selbstschutzmaßnahmen verstärkt werden. Jene Selbstschutzmaßnahmen und die erhöhte Aktivität der Aufständigen stehen der eigentlichen Mission entgegen.
Die Schweiz hat diese Tatsache dazu gebracht ihre paar Männikens aus Afghanistan abzuziehen. Viel sinnvoller wäre der Einsatz ziviler Aufbaukräfte. Jene Organisationen, die vor Ort bereits agieren, verbuchen keinerlei Opfer. Weder auf der zivilen, noch auf der militärischen Seite. Dort wo sie sind funktioniert die Aufbauarbeit und die Menschen nehmen dies dankbar an.
Die militärische Einbringung intensiviert die Aktivitäten der Aufständigen und fordert nicht nur Todesopfer auf beiden Seiten, sondern ist dazu noch eine nicht unerheblich finanzielle Belastung. Geld welches für den Aufbau und die Strukturierung des Landes letztendlich fehlt. Der einzige Gewinner dieses Krieges ist die Rüstungsindustrie.
Es ist keine Frage der Aufrechterhaltung des Rufes von Macht. Aber: Machtgelüste mit militärischen Maßnahmen können den Ruf durchaus schädigen. Genau dies passiert, die vergangenen Tage sogar unwiderruflich für Deutschland. Denn immer mehr kristallisiert sich heraus, daß Deutschland sich an einem Angriffskrieg beteiligt hat, was es vom Grundgesetz her nicht hätte gedurft. Der Gute Wille allein, 'Aufbauarbeit' in Afghanistan zu leisten um den Ruf gegenüber Amerika aufrecht zu erhalten, reicht nicht aus. Der Wille einem Volk zur Seite zu stehen und ihm zu helfen aufrecht zu stehen, wird mit dem Tod ziviler und militärischer Opfer zu einer enttarnten Lüge.
Will Deutschland seinen Ruf weltweit wieder herstellen, muß es sich genau jetzt aus der amerikanischen Verbundenheit lösen und tatsächlich demokratische Wege gehen. Deutschland könnte so als Positivbeispiel einer wahrhaften Demokratie in die Geschichte eingehen. Deutschlands Geschichte gebietet dies sogar.
Ja, wir sind verpflichtet Menschen zu helfen, aber das funktioniert nur ohne Waffengewalt. Benutzen wir weiterhin Waffen, haben wir aus der Geschichte nichts gelernt.
Sonntagsgedanke: Falscher Stolz und kollektive Ehrverletzung
Im Wikipedia lesen wir zum Wort "Stolz" :
“.. ist das Gefühl einer großen Zufriedenheit mit sich selbst, einer Hochachtung seiner selbst – sei es der eigenen Person, sei es in ihrem Zusammenhang mit einem hoch geachteten bzw. verehrten „Ganzen“. Er entspringt der (subjektiven) Gewissheit, etwas Besonderes, Anerkennenswertes oder Zukunftsträchtiges geleistet zu haben oder daran mitzuwirken.”
Zum Wort "Ehrverletzung" unter dem Begriff Ehre finden wir kurz und auf den Punkt bringend das Wort "Demütigung". Dabei können ganze Gruppen, sowie auch einzelne Individuen betroffen sein.
Politiker beziehen sich gern auf ihre Aktivitäten, auf ihr Mitwirken in -mit Verlaub -"ihrer" Demokratie. Sie plustern sich meist stolz wie ein Pfau in der Öffentlichkeit auf. Sie sind stolz auf Hartz IV, stolz auf freiheitsbeschneidende Gesetze, stolz auf jeden Soldaten den sie auf Grund gebrochener Gesetze in den Tod schicken. Bei allem auffindbar möglichen Respekt: Sie sind stolz die Ehre jener Menschen zu verletzen. Sie sind stolz darauf die Ehre jenes Landes zu verletzen, welches jahrzehntelang den Versuch unternahm selbige wieder mühevoll herzustellen, nach dem eine Gruppe von faschistoiden Führungspersonen dieses Land in den Abgrund stieß.
Politiker sind stolz darauf Grundgesetze nach ihrem Gutdünck umzuschreiben,... kaputtzuschreiben. Es ist ihnen eine Ehre solches bekannt zu geben. Interessieren tut dies nur Wenige und die Wenigen die aufstehen können wahrlich voller Stolz sein. Ihnen gilt meine Ehrerbietung. Es ist mir eine Ehre dies hier noch sagen zu dürfen, solange mir dieses Recht nicht auch noch genommen wird.
„Demokratischer Rechtsstaat“ BRD - eine Illusion
Von Hans Fricke am 24. Juni 2009
Aus dem Partnernetzwerk
Solange die Bundesrepublik Deutschland existiert, solange bemühen sich die Herrschenden, assistiert von den Konzernmedien, den Bundesbürgern die Illusion zu vermitteln, sie würden in einem Rechtsstaat leben, dem die demokratische Willensbildung des Volkes, des „Souveräns“, wesenseigen sei. Dabei bedarf es nur eines Minimums an kritischer Sicht und Erinnerungsvermögen, um die Haltlosigkeit dieser Bemühungen zu erkennen.
Allein die Fremdbestimmtheit des Zustandekommens des Grundgesetzes und der Gründung der BRD - beides erfolgte auf der Basis eines Befehls der westlichen Militärgouverneure - und der Inhalt dieses Grundgesetzes machen deutlich, was es mit demokratischer Willensbildung des Volkes und mit Rechtsstaatlichkeit in Wahrheit auf sich hat.
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Aufgelesen 164
● Vor Gericht: Polizist soll Gäste als“ Scheiß Studenten“ beschimpft haben
● Geschichte wird gemacht
● Rio baut Mauer um Elendsviertel
● Dramatisch steigende Arbeitslosigkeit
● Warnung vor erheblicher Gefährdung von Grundrechten
● Deutschland bis zur Brust im Korruptionssumpf
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Verschwiegene Geschichte
Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung der Texte auf Duckhome.de durch Heinrich Hannover am 22. Mai 2009
Erschienen auf Heinrich-Hannover.de
Bei Gesprächen mit jungen Menschen ist mir immer wieder aufgefallen, daß nur geringe Kenntnisse über die historische Entwicklung nach dem Ende des 2. Weltkrieges vorhanden sind. Bezeichnend für diese Wissenslücke sind die in einer Sondernummer der „Zeit“ (April 2005) veröffentlichten Antworten junger Autoren, die für ein vom Landestheater Tübingen veranstaltetes Festival Stücke über das Ende des 2. Weltkriegs geschrieben hatten, also über ein gewisses Maß von Geschichtskenntnissen verfügen sollten. Der eine sagte:
Nach 1945 kommt für mich ganz schnell der Mauerbau. Dazwischen ist wenig...
Oder ein anderer:
Ich denke bei 1945 auch sofort an 1968, weil mein Blick aufs „Dritte Reich“ extrem geprägt ist durch die 68er-Generation, vor allem durch unsere Lehrer. Zwischen heute und 1945 ist dann vielleicht nur noch der Mauerfall. So verdichtet sich für mich deutsche Geschichte.
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Leidige Themen
Nun auch Struck gegen pauschale DDR-Kritik
Wundern tut es uns längst nicht mehr. Nach Sellering und Thierse spricht sich auch der ehemalige Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) gegen die allgemeine Verteufelung der DDR aus. Eine unselige Geschichtsdebatte - eine von so vielen. Parallelen sollen ausgeblendet werden.
Das eigentliche Problem, von dem abgelenkt wird, ist aber ein ganz anderes, einfaches. Wie lange stand die Mauer? Was haben "wir" - die es gesehen haben - dagegen getan? Nichts! Wir haben es hingenommen und uns darauf verlassen, dass es irgendwer, irgendwann, mal ändern wird. Alle "Verteufler", aber auch sogenannte "Verklärer" in westlichen Landen, tragen eine Mitschuld, von der sie "heute" ablenken wollen, indem sie Schuld versuchen zuweisen!
Wenn wir gegen etwas sind, hilft kein nachträgliches Herumlamentieren, kein einziger Rechtfertigungsversuch, kein Schönreden, kein Herabwürdigen. Schauen wir Jahrzehnte zu, wenn unserer Meinung nach Unrecht geschieht, und bleiben still, so haben wir zukünftig wenigstens eine Möglichkeit, etwas zu tun. Nämlich: Wenn sich erneutes Unrecht offenbart haben wir aufzustehen und dagegen etwas zu unternehmen!
-Martin Luther King-
Aus dem Tagebuch - Braunschweiger Odyssee 2001
Liebes Tagebuch,
ja, wie Du sicher bemerkt haben wirst - eine lange Pause ist zwischen uns getreten.
Die Dessauer haben mich schnöde zurück gewiesen, meine Kanzlei lieft so ereignislos, dass ich Dir, liebe Buch, das Du weitaus Bewegenderes und Wichtigeres zu vernehmen gewohnt bist, das Einerlei des Mittelmaßes nicht zumuten wollte, was meiner Person im Alltage, den man landläufig normal zu nennen pflegt, begegnet war.
Nun aber genug des Rückblicks in diese tristen ereignislosen Jahre, liebes Buch. JETZT bin ich bald wieder wer, bin ganz groß im Kommen, sage ich Dir.
Im September werde ich - so hoffen Parteifreunde von mir - wieder die politische Bühne betreten. Wenn auch bescheidener, muss ich sagen, wird es eher eine kleinere Provinzbühne sein - aber dennoch größer als die Bühne, die man mir in Gifhorn damals bereitet hat.
Offensichtlich weiß man meine bisherigen Arbeiten sehr zu schätzen. Das wird mir auch teilweise versichert - gerade aus Braunschweiger Partei-Kreisen - die offensichtlich nichts aus den eigenen Reihen vorzuweisen haben - was zu diesem halbwegs wichtigen Amte taugt. Das aber bleibt unter uns, liebes Tagebuch. ...
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Aus dem Tagebuch - 1993 - 1998 Dessauer Jahre
Lieber Freund,
da die Sache mit der merkwürdig verkannten Treuhandsgeschichte mir nicht mehr geheuer ist, schweig ich fein still und versuch's lieber mal wieder mit Gärtnerin und Landschaftsgestaltung.
Heute habe ich eine Kulturstiftung namens Förderverein des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. mitbegründet, die die landschaftlich historische Anlage mit Geldern versorgen soll. Das Dessauer Gartenreich ist aus der 1918 von Joachim Ernst von Anhalt gegründeten und zunächst nach ihm benannten Stiftung* hervorgegangen ...
(*Anmerkung: Diese Stiftung wurde 1994 wiederbelebt. Später nennt sich der Förderverein “Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Anlagen e.V.”)
Organe der Stiftung sind natürlich das Kuratorium und der Vorstand - also ich. Das Kuratorium beschließt vor allem grundsätzliche Angelegenheiten der Stiftung. Dazu zählen die Feststellung des Haushaltsplanes, die Verwendung von öffentlichen Mitteln oder die Ernennung des Vorstandes. Vorstandsvorsitzender im Jahr 1993 wurde selbstverständlich und gebührend meine eigene Person, was sonst?
Gratuliere mir, liebstes Tagebuch, zu diesem großen Erfolg...
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Aus dem Tagebuch - 1990-1992 Go east!
Liebes Tagebuch,
nun ist es soweit, ich werde Gifhorn endgültig verlassen.
Durch die Wiedervereinigung des Deutschen Reiches zeigen sich überall im Lande neue Möglichkeiten, von denen so mancher von uns jahrzehntelang nur zu Träumen gewagt hat. So streift auch mich das neue Erblühen diverser Landschaften, die uns unser Kanzler versprach und ich schnuppere Frühlingsluft im Osten. Die Ostgebiete weisen auch für mich DIE Gelegenheit auf, mich aus diesem kleinen Gifhorner Mief endgültig zu verabschieden. Hier kann ich nichts Großes werden. Hier ist kein Weiterkommen für mich. Man kratzt mir hier zu sehr an meinem Image, versteht mich nicht und möchte mir weitere Sprosse meiner Karriereleiter zersägen. Daher mache ich's wie jeder heutzutage: Go East! So die Devise, wer hier nichts wird, geht nach drüben. Dort eröffnen sich ungeahnte Chancen, wie viele zu berichten wissen, die bereits drüben ihre Geschäfte machen.
Es gibt einfach zu wenig geschultes Personal dort drüben und so war es ein leichtes, mich umzuhören und zu erfahren, dass man Regierungspersonal händeringend sucht, weil so viele gegangen werden mussten aufgrund ihrer Staatssicherheitsmitarbeit. Da ich glaube, in puncto Staatssicherheit einiges verstanden zu haben, erachte ich mich durchaus als hervorragend geeignet, die präsidialen Regierungsgeschäfte in einem Städtchen in der Zone übernehmen zu können. Desweiteren weiß dort kaum einer, aus welcher politischen Ecke ich zuvor gekommen, womöglich besteht sogar die Möglichkeit, meinen recht strammen Führungsstil als angenehm zu empfinden. Man ist es ja dort bereits seit Jahrzehnten sozusagen gewohnt. HA HA!...
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Aus dem Tagebuch 1968 - 1969 Beginn einer politischen Karriere...
Liebes Tagebuch!
Wie du ja bereits weißt, bin ich nun Student an der Göttinger Universität, dort hat man für uns Jurastudenten sogar extra einen Bau für die juristische Falkultät errichtet, der den ehrenvollen Namen "Juridicum" trägt. Ich könnte jedoch mehr Stolz aufbringen, wenn derzeit nicht solch' unordentliche Zustände hier herrschen würden.
Die Unruhe unter der Studentenschaft - weiß Gott, wo sie herrührt - lenkt mich zusehends von meiner wichtigen Arbeit hier ab, so dass ich mich gezwungen sehe, um meines beabsichtigten guten Studienabschlusses willen, mich mehr in politischer Hinsicht zu engagieren, damit wieder mehr Ruhe in diesen Hallen einkehre.
Die Universität verkommt zusehends auch zur Massenuniversität und wird demzufolge egalitär. Wo kommen wir hin, wenn jeder Hinz und Kunz zum Studium kommt. Neuerdings sind auch viele Emporkömmlinge aus Arbeiterkreisen und Sozis hier vertreten. Einer heißt Gerd - nach seinem Nachnamen immer von seinen Genossen "Schröder" gerufen, der ist bereits Altsemester und seit 1966 hier in Göttingen. Aus dem wird nie was, so schludrig, wie der daherkommt.
Mutti hat mir diverse Kravatten geschickt, da ich ja künftig mehr in Verantwortung stehen werde und einen guten Eindruck machen soll, schrieb sie im Begleitbrief. So bin ich bestens ausgestattet und wohl gerüstet. Eine Kravatte sagt mehr als tausend Worte - war das von Konfuzius? Ist ja auch egal!
Ach, liebes Tagebuch, ich bin in meiner neuen NHB-Gruppe prima aufgenommen worden und habe mich sogar als Kandidat für die UNS zur Hochschulwahl aufstellen lassen. Ich hatte auch gleich eine hervorragende Idee zur Wahlplakatgestaltung...

Dank an die Mutter - für die Kravatte!*
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Aus dem Tagebuch
Liebes Tagebuch,
heute habe ich dich zur Abiturfeier erhalten und so will ich dich reinlich und sauber halten, mit meinen geheimsten Gedanken und reichlichen Ereignissen füllen, die sich zukünftig zutragen werden.
Zuvor aber einiges, was du wissen solltest, liebes Tagebuch.
Ich wurde im schönen Lenz ein Jahr nach der fürchterlichen Schmach geboren, wie mein Vater mir zuweilen berichtet. Was für eine Schmach er meinte, wird mir nicht ganz klar.
Geboren also in Berlin-Kreuzberg - was sich seine schöne deutsche Kultur bewahrt hat mit seinen Tante-Emma-Läden und den sauberen Gehsteigen, wohlgeordnet und heiter, fleißig und im Aufbau begriffen, um die schändlichen Flecken der Kriegsjahre, die ich ja nicht miterleben mußte, entschwinden zu lassen.
Hier klebe ich eine erste Photographie* von mir ein:

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Rede des tschechischen Präsidenten im Europäischen Parlament
Václav Klaus, Europäisches Parlament, Brüssel, 19. Februar 2009
Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte mich bei Ihnen für die Möglichkeit bedanken, vor dem Europäischen Parlament, einer der wichtigsten Institutionen der Europäischen Union, sprechen zu dürfen. Ich war hier schon mehrmals, hatte aber bisher nie die Möglichkeit auf einer Plenarsitzung zu sprechen. Deshalb ist für mich diese Gelegenheit so wichtig. Die gewählten Vertreter der 27 EU-Länder mit ihrem breiten Spektrum an politischen Meinungen und Einstellungen stellen ein ganz besonderes Auditorium dar, ebenso wie die Europäische Union selbst, die – schon mehr als ein halbes Jahrhundert – ein einmaliges und im Grunde revolutionäres Experiment ist, Entscheidungen in Europa dadurch besser zu machen, dass ein wesentlicher Teil von diesen von den einzelnen Staaten auf die gesamteuropäischen Institutionen übertragen wird.
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