OECD dämpft Arbeitsmarkt-Hoffnungen
Die Organisation der 30 Industrieländer schätzt in ihrem Beschäftigungsausblick für Deutschland, dass die Erwerbslosenzahl dieses Jahr um 400 000 auf 3,2 Millionen fällt und 2009 auf diesem Niveau verharrt. Die Arbeitsmarktlage charakterisiert die Organisation als verbessert, aber weiter problematisch.
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Zudem entfalle ein großer Teil des Beschäftigungswachstums auf Teilzeitarbeitsplätze; mit 22 Prozent aller Beschäftigten habe Deutschland hier einen der höchsten Anteile innerhalb der OECD. Auch bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen tut sich Deutschland besonders schwer: Gut 56 Prozent aller Arbeitslosen suchten 2007 bereits seit mehr als einem Jahr eine Stelle, verglichen mit weniger als 30 Prozent im OECD-Durchschnitt. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen lag damit nur in der Slowakei höher.
Frauen und Migranten seien auf dem Arbeitsmarkt noch immer benachteiligt, bemängelte die Organisation weiter. Etwa 15 Prozent weniger Frauen als Männer mittleren Alters hätten eine Stelle und verdienten als Vollzeitbeschäftigte im Schnitt auch rund ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. "Unter den 20 OECD-Ländern, für die Daten vorliegen, ist der Lohnabstand zwischen Männern und Frauen damit nach Japan und Korea in Deutschland am stärksten ausgeprägt", heißt es im OECD-Beschäftigungsausblick.
Ebenso liege in Deutschland bei jungen Menschen mit Migrationshintergrund die Beschäftigungsquote um etwa 15 Prozentpunkte niedriger als in der vergleichbaren Gruppe ohne ausländische Wurzeln. "Dies ist nur knapp zur Hälfte durch Unterschiede im Bildungsniveau zu erklären. Ein weiterer bedeutender Faktor dürfte die Diskriminierung am Arbeitsmarkt sein", schrieben die Autoren der Studie.
Krawumms. Deutlicher und kräftiger kann der Einschlag kaum noch sein. Würde die OECD jetzt noch Zahlen erhalten die nicht gefälscht sind, wäre das Drama noch größer. Zwar betrügen auch andere Länder bei den Statistiken aber so dreist wie die Deutschen tut das wohl kein Land.
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HartzIV-Kochkurs - Doofe Tütensuppen
Er hat für Staatsgäste gekocht, für die Bundesbank und die Chefs der Europäischen Zentralbank. Dort wurde "essen zelebriert", erinnert sich Koch Oliver Schneider. Seit Februar gibt der 28-Jährige, der heute das Lokal "Olivers" in Bockenheim führt, so genannte "Hartz-IV-Kochkurse". Mehr als vier Euro muss niemand für eine Mahlzeit inklusive Suppe vorneweg ausgeben, sagt Schneider. "Ohne Fleisch kommt man sogar unter zwei Euro."
Also ist Erziehung zur Esskultur gefragt. Die gibt es an jedem ersten Montag im Monat im "Olivers" in der Bockenheimer Adalbertstraße. Neun Euro kostet der "Hartz-IV-Kochkurs", der in drei Stunden zeigt, wie man die Produkte der Saison kostengünstig zu einem Zwei-Gänge-Menü verarbeitet. Zum Beispiel zu einer Karotten-Ingwer-Suppe, danach Parmesan-Polenta mit Hühnerbrust an Balsamico-Honigsauce, garniert mit einem knackigen Wildkräutersalat.
Nun bin ich als verfressener und von meiner Umwelt als guter Koch verleumdeter Mensch durchaus in der Lage mir die Karotten-Ingwer-Suppe vorzustellen und kann auch eine Parmesan Polenta herstellen. Wenn aber so ein gutherziger Mensch wie Oliver Schneider, der ja nur ein wenig mit seiner Kneipe in die Presse wollte, erzählt, das er dieses Gericht für vier Euro einkaufen und herstellen kann, dann lügt er mich einfach an, oder kauft anders ein. Wenn ich 60 Kg Hühnerbrust kaufe komme ich auch bei Qualität auf weniger als 2 Euro pro Hühnerbrust. Kaufe ich aber für eine Familie, dann liege ich bei Qualitätsware schon fast bei drei Euro.
Vermutlich meint er den Billigdreck vom Discounter. Dann brauche ich mir die Mühe mit der Kocherei allerdings nicht zu machen. Vor allem wenn ich daran denke was so eine Küche einfach an Grundbedarf hat, der ständig erneuert werden muss und von dem auch zwangsläufig etwas verdirbt. Was mag er wohl f'ür seinen Parmesan zahlen. Bei uns verteuert der schon den Nudelauflauf erheblich auch wenn er nur unter billigeren Käse gerieben wird.
Nein da macht sich jemand über die Armen lustig. Ich wohne nicht in seiner Gegend, aber dieses Lokal würde ich nicht betreten. Jemand der so kalkuliert kann mir sicher nicht die Ware bieten die ich haben möchte. Jemanden mit seiner Einstellung möchte mein Geld auch nicht kennenlernen.
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Thierse lehnt umfassende Wahlrechtsreform ab
Nach dem Karlsruher Urteil zum negativen Stimmgewicht bei Bundestagswahlen hat sich Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse gegen eine umfassende Wahlrechtsreform ausgesprochen. Man habe ein vorzügliches Wahlrecht, das fair und gerecht sei durch eine Kombination von Erst- und Zweitstimmen, sagte Thierse der «Passauer Neuen Presse». Er plädierte dafür, sich auf die Änderungen zu beschränken, die das Bundesverfassungsgericht verlangt hat. Eine umfassende Reform sei nicht erforderlich.
Das wundert mich nicht. Gegenüber dem Wahlrecht der DDR mit dem Thierse groß geworden ist, ist unseres eine optische Verbesserung. Es zementiert allerdings die Diktatur der Parteien. Natürlich können wir wählen. Aber es ist egal was wir wählen. Ulla Schmidt bleibt Gesundheitsministerin, Leute wie Steinbrück und Gabriel schwimmen immer oben, egal wie oft man sie abwählt und die Strucks haben die Macht ihre Kandidaten selbst auszusuchen und wenn diese als Abgeordnete nicht artig und gehorsam sind, abzustrafen und ihnen das Mandat zu nehmen.
Das mag für Thierse ein tolles Wahlrecht sein. Das sagt aber mehr über Thierse aus, als ihm lieb sein kann. Nach dem Projekt 18 der SPD wird für ihn hoffentlich kein Platz mehr im Deutschen Bundestag sein. Die Bürger werden kein direktes Wahlrecht bekommen und die Diktatur breitet sich weiter aus.
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Pressefreiheit eingeschränkt - FC Klinsmann in der Kritik
Der Bayerische Journalisten-Verband (BJV) befürchtet beim deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München eine "massive Einschränkung der Pressefreiheit". Die Neuerung, dass künftig bei Pressekonferenzen nur in den ersten drei Minuten Fotos vom neuen Trainer Jürgen Klinsmann gemacht werden dürfen, stelle eine "massive Einflussnahme" dar, erklärte der BJV in München. "Jürgen Klinsmann will beim FC Bayern offensichtlich amerikanische Verhältnisse einführen", erklärte der BJV-Vorsitzende Wolfgang Stöckel. Der FC Bayern reagierte mit "völligem Unverständnis" auf die Vorwürfe.
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Massiv kritisiert der BJV auch die Neuerung, dass sich künftig alle Medienvertreter für die tägliche Pressekonferenz einen Tag vorher akkreditieren lassen müssen. Der BJV befürchtet, dass kritisch berichtende Journalisten keine Akkreditierung erhalten könnten. Hörwick erklärte dazu: "Die Akkreditierung soll allein den Zugang regeln, wie es bei allen Pressekonferenzen auf der Welt üblich ist."
Auch die neue Regelung, von nicht-öffentlichen Trainingseinheiten Fernsehbilder und Interviews ausschließlich über das eigene Bayern-TV zu verbreiten, stieß beim Verband auf Kritik. Dies sei "hauseigene Hofberichterstattung", befand der BJV. "Das ist ein Service für die Redaktionen. Bei allen anderen gibt es gar keine Bilder", sagte Bayern-Sprecher Hörwick. "Es muss kein einziger die Bilder nehmen."
Es hat schon eine gewisse Komik, das die Hofberichterstatter des FC Bayern erwartet habe, das die Bayern sich mit dem ausgestreckten Finger begnügen. Nein. Ulli Hoeneß will nicht nur die ganze Hand sondern den ganzen Journalisten. In Zukunft berichtet der FC Bayern über den FC Bayern, Das ist auch gut so. Dann unterbleiben wenigstens unbequeme Fragen.
All die Journalisten die sich zur Zeit aufregen, werden weiterhin auch brav als Pressestelle der Bayern fungieren und aus Faulheit deren Lügen weiterverbreiten. Deutscher Qualitätsjournalismus. Lauter Waldemar Hartmanns. Sie hätten früher Abstand halten müssen. Jetzt stehen sie als die Komiker da, die sie sind. Beim Fußball ist das noch egal. Aber bei Wirtschaftsthemen und Politik ist es nicht anders.
Im nächsten Schritt gibt es nur noch Unternehmensnachrichten. Dazu braucht es allerdings keine Journalisten mehr. Sie haben sich selbst erübrigt.
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UBS braucht kein frisches Kapital
Die Schweizer Großbank UBS hat im zweiten Quartal zwar weitere Verluste auf ihre Positionen im amerikanischen Hypothekenmarkt verzeichnet.
Mit Hilfe einer Steuergutschrift von drei Milliarden Franken und den Erträgen aus dem zweiten Standbein Vermögensverwaltung wird sie aber auf ein ausgeglichenes bis leicht negatives Ergebnis kommen. Daher bestehe keine Notwendigkeit, zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen, erklärte die Bank am Freitag weiter.
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Händler rechneten an der Börse erst einmal mit Deckungskäufen. UBS habe den Tag für die Bekanntgabe der ersten Abschlussangaben geschickt gewählt, hieß es weiter. Die US-Börsen sind geschlossen und von dort können dann am Nachmittag keine Gewinnmitnahmen kommen.
Am vergangenen Mittwoch hatte auch die Deutsche Bank vorab Informationen über das zweite Quartal veröffentlicht. Die Bank stellte einen Gewinn in Aussicht und betonte, sie brauche kein frisches Kapital. Die Aktien der größten deutschen Bank hatten daraufhin kräftig angezogen.
Ja, ja. Wenn so ein Banker erzählt. Dann erzählt er auch oft etwas was er eigentlich nicht erzählen sollte. Drei Milliarden Franken zahlen die Schweizer Steuerzahler. Das ist natürlich keine Kapitalerhöhung, weil die Steuerzahler dadurch ja keine Rechte bekdommen. Sie decken nur die Spekulationsverluste ab. Das kennen wir auch von der Deutschen Bank, die machte es dann gleich über die IKB.
Es ist schön das die beiden eigenkapitalschwachen Banken kein frisches Kapital brauchen. Sie konnten ja beide reichlich eigene Aktien zu den getricksten Bedingungen verkaufen. Vielleicht hält die gute Stimmung ja bis Montag 9 Uhr. Zumal die Amerikaner am 4.Juli nicht gehandelt haben.
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