Derzeit kommt es im Gebiet der Süd- und Weststeiermark zu einem Bienensterben. Verursacher, so Experten, sei ein Beizmittel. Der Imker Hauptbeschäftigung sei dieser Tage das Einsammeln verendeter Bienen.
"Wir haben dieses Mittel schon in den letzten vier Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt - es ist ja per Verordnung festgeschrieben die Beizung durchzuführen, um den Maiswurzelbohrer in unserem Bundesgebiet zu verhindern", erklärt Peter Klug von der Landwirtschaftskammer Steiermark.
Vertreter von BAYER versuchen, das Bienensterben als einmaligen Vorgang darzustellen, der auf einen fehlerhaften Abrieb der Wirkstoffe bei der Aussaat von Mais zurückzuführen sei. Dabei hatte Dr. Richard Schmuck von BAYER CropScience bei einem Expertengespräch des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums am 8. Mai 2008 selbst eingeräumt, dass er auch bei einer ordnungsgemäßen Aussaat von Mais mit einem Abrieb von Clothianidin von 2g/Hektar rechne.
Auch in Österreich wird nun eine neue Technik zur Aussaat für das kommende Jahr festgeschrieben. Ob durch verhinderten Abrieb das Problem des Bienensterbens gelöst werden kann, bleibt abzuwarten. Erste Ergebnisse wird man wohl dieses Jahr in Deutschland sehen.
Information:
ORF
CBG Network
Clothianidin unterbricht den Kreislauf der Natur