Braunschweig - im Jahre der Odyssee 2001
Liebes Tagebuch,
ja, wie Du sicher bemerkt haben wirst - eine lange Pause ist zwischen uns getreten.
Die Dessauer haben mich schnöde zurück gewiesen, meine Kanzlei lieft so ereignislos, dass ich Dir, liebe Buch, das Du weitaus Bewegenderes und Wichtigeres zu vernehmen gewohnt bist, das Einerlei des Mittelmaßes nicht zumuten wollte, was meiner Person im Alltage, den man landläufig normal zu nennen pflegt, begegnet war.
Nun aber genug des Rückblicks in diese tristen ereignislosen Jahre, liebes Buch. JETZT bin ich bald wieder wer, bin ganz groß im Kommen, sage ich Dir.
Im September werde ich - so hoffen Parteifreunde von mir - wieder die politische Bühne betreten. Wenn auch bescheidener, muss ich sagen, wird es eher eine kleinere Provinzbühne sein - aber dennoch größer als die Bühne, die man mir in Gifhorn damals bereitet hat.
Offensichtlich weiß man meine bisherigen Arbeiten sehr zu schätzen. Das wird mir auch teilweise versichert - gerade aus Braunschweiger Partei-Kreisen - die offensichtlich nichts aus den eigenen Reihen vorzuweisen haben - was zu diesem halbwegs wichtigen Amte taugt. Das aber bleibt unter uns, liebes Tagebuch. ...
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Aus dem Tagebuch - 1993 - 1998 Dessauer Jahre
Dessau, den 10. März 1993
Lieber Freund,
da die Sache mit der merkwürdig verkannten Treuhandsgeschichte mir nicht mehr geheuer ist, schweig ich fein still und versuch's lieber mal wieder mit Gärtnerin und Landschaftsgestaltung.
Heute habe ich eine Kulturstiftung namens Förderverein des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. mitbegründet, die die landschaftlich historische Anlage mit Geldern versorgen soll. Das Dessauer Gartenreich ist aus der 1918 von Joachim Ernst von Anhalt gegründeten und zunächst nach ihm benannten Stiftung* hervorgegangen ...
(*Anmerkung: Diese Stiftung wurde 1994 wiederbelebt. Später nennt sich der Förderverein “Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Anlagen e.V.”)
Organe der Stiftung sind natürlich das Kuratorium und der Vorstand - also ich. Das Kuratorium beschließt vor allem grundsätzliche Angelegenheiten der Stiftung. Dazu zählen die Feststellung des Haushaltsplanes, die Verwendung von öffentlichen Mitteln oder die Ernennung des Vorstandes. Vorstandsvorsitzender im Jahr 1993 wurde selbstverständlich und gebührend meine eigene Person, was sonst?
Gratuliere mir, liebstes Tagebuch, zu diesem großen Erfolg...
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Lieber Freund,
da die Sache mit der merkwürdig verkannten Treuhandsgeschichte mir nicht mehr geheuer ist, schweig ich fein still und versuch's lieber mal wieder mit Gärtnerin und Landschaftsgestaltung.
Heute habe ich eine Kulturstiftung namens Förderverein des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. mitbegründet, die die landschaftlich historische Anlage mit Geldern versorgen soll. Das Dessauer Gartenreich ist aus der 1918 von Joachim Ernst von Anhalt gegründeten und zunächst nach ihm benannten Stiftung* hervorgegangen ...
(*Anmerkung: Diese Stiftung wurde 1994 wiederbelebt. Später nennt sich der Förderverein “Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Anlagen e.V.”)
Organe der Stiftung sind natürlich das Kuratorium und der Vorstand - also ich. Das Kuratorium beschließt vor allem grundsätzliche Angelegenheiten der Stiftung. Dazu zählen die Feststellung des Haushaltsplanes, die Verwendung von öffentlichen Mitteln oder die Ernennung des Vorstandes. Vorstandsvorsitzender im Jahr 1993 wurde selbstverständlich und gebührend meine eigene Person, was sonst?
Gratuliere mir, liebstes Tagebuch, zu diesem großen Erfolg...
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Aus dem Tagebuch - 1982-1989 Gifhorner Jahre
1982 immer noch Gifhorn!
Hallo Tagebuch,
ein beswingter Gruß Dir, das mir immer ein mildgestimmtes Ohr leiht, wo andere mir nicht ganz so aufmerksam entgegen treten.
Wie bereits berichtet, bin ich zum Stadtdirektor der Stadt Gifhorn ernannt. Aber ehrlich - ich langweile mich hier zu Tode, jetzt wo ich alles allein tun kann und mir niemand ins Handwerk pfuscht. Die Opposition hier ist auch ziemlich langweilig und auch sonst gibt es kaum was tun für mich. Gähn!
Wie kann man hier Abhilfe schaffen?
Neulich kam mir eine blendende Idee, mein dröges Image wieder ein wenig aufzupeppen.
Da habe ich mal kurz überlegt und halte moderne und jugendliche Rhythmen für äußerst geeignet, mir ein wenig Anerkennung gerade bei unserer Jugend (auf die ich ja bereits in früherer Zeit so viel Wert gelegt und Hoffnung gesetzt habe) zu verschaffen. Deshalb bin ich auf die glanzvolle Idee gekommen, den Jazz-Club Gifhorn e.V. mit zu gründen. Da geht die Post ab!
Irgendjemand hat mir neulich schelmisch erzählt, das wäre eigentlich nicht direkt das, was man unter deutscher Musik und Förderung deutschen Kulturgutes verstünde. Macht nix - Hauptsache es ist nicht solche Negermusik.
Gerade einmal 2 Jahre bin ich jetzt in Gifhorn im Amt, das langweilt zudem. Mal sehen, vielleicht kann ich ja mal wieder eine Bewerbung aufsetzen. Werde mal nachgucken, wo ich mich als nächstes bewähren kann - hier habe ich ja fast alles erreicht. Hildesheim vielleicht? In Hildesheim dort könnte ich was Wildes sein - HA HA HA, war der gut! Da sage noch einer, ich hätte keinen Humor.
Mal sehen! Vielleicht auch ein neues Werk, ein Buch?
Tschüssi für heut'

1983 Gifhorn - immer noch!
Liebes Buch,
gerade einmal 2 Jahre im Amt, habe mich heut' für das Amt des Oberstadtdirektors in Hildesheim beworben. Ein Desaster, sage ich Dir!
Nein, nein, nicht meine Bewerbung und auch nicht meine Eloquenz. Dennoch musste ich nach Bekanntwerden meiner ehemaligen NPD-Mitgliedschaft leider meine Kandidatur zurückziehen. Man kann eben nicht immer Glück haben. Die Hildesheimer scheinen da penibler als die Gifhorner. So werde ich erstmal hier bleiben und sehen, wie ich anderswo weiterkomme. Es gibt ja in Niedersachsen noch mehr Städte, wo man einen wie mich verzweifelt sucht und gut gebrauchen kann...
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Hallo Tagebuch,
ein beswingter Gruß Dir, das mir immer ein mildgestimmtes Ohr leiht, wo andere mir nicht ganz so aufmerksam entgegen treten.
Wie bereits berichtet, bin ich zum Stadtdirektor der Stadt Gifhorn ernannt. Aber ehrlich - ich langweile mich hier zu Tode, jetzt wo ich alles allein tun kann und mir niemand ins Handwerk pfuscht. Die Opposition hier ist auch ziemlich langweilig und auch sonst gibt es kaum was tun für mich. Gähn!
Wie kann man hier Abhilfe schaffen?
Neulich kam mir eine blendende Idee, mein dröges Image wieder ein wenig aufzupeppen.
Da habe ich mal kurz überlegt und halte moderne und jugendliche Rhythmen für äußerst geeignet, mir ein wenig Anerkennung gerade bei unserer Jugend (auf die ich ja bereits in früherer Zeit so viel Wert gelegt und Hoffnung gesetzt habe) zu verschaffen. Deshalb bin ich auf die glanzvolle Idee gekommen, den Jazz-Club Gifhorn e.V. mit zu gründen. Da geht die Post ab!
Irgendjemand hat mir neulich schelmisch erzählt, das wäre eigentlich nicht direkt das, was man unter deutscher Musik und Förderung deutschen Kulturgutes verstünde. Macht nix - Hauptsache es ist nicht solche Negermusik.
Gerade einmal 2 Jahre bin ich jetzt in Gifhorn im Amt, das langweilt zudem. Mal sehen, vielleicht kann ich ja mal wieder eine Bewerbung aufsetzen. Werde mal nachgucken, wo ich mich als nächstes bewähren kann - hier habe ich ja fast alles erreicht. Hildesheim vielleicht? In Hildesheim dort könnte ich was Wildes sein - HA HA HA, war der gut! Da sage noch einer, ich hätte keinen Humor.
Mal sehen! Vielleicht auch ein neues Werk, ein Buch?
Tschüssi für heut'

1983 Gifhorn - immer noch!
Liebes Buch,
gerade einmal 2 Jahre im Amt, habe mich heut' für das Amt des Oberstadtdirektors in Hildesheim beworben. Ein Desaster, sage ich Dir!
Nein, nein, nicht meine Bewerbung und auch nicht meine Eloquenz. Dennoch musste ich nach Bekanntwerden meiner ehemaligen NPD-Mitgliedschaft leider meine Kandidatur zurückziehen. Man kann eben nicht immer Glück haben. Die Hildesheimer scheinen da penibler als die Gifhorner. So werde ich erstmal hier bleiben und sehen, wie ich anderswo weiterkomme. Es gibt ja in Niedersachsen noch mehr Städte, wo man einen wie mich verzweifelt sucht und gut gebrauchen kann...
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Aus dem Tagebuch - 1972-1981 Streifzüge durch die Provinz
Göttingen, 1972
Liebes Tagebuch,
hier bin ich wieder. Ach, soviel Ereignisse sind ins Land gegangen, über die ich Dir hier treulich berichten will.
1972 bin ich ja, wie Du bereits weißt, stellvertretender Kreisvorsitzender der JU (Jungen Union heißt es übrigens!) geworden. Auch hier erarbeitete ich mir schnell den Posten eines Vorsitzenden. Kurz darauf wurde ich sogar Pressesprecher des CDU-Kreisverbandes. Exorbitantes kann ich jedoch nicht berichten. Ich fühle mich jedoch, das sei Dir anvertraut, zu weitaus Höherem berufen.
Dein Vertrauter ...
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Aus dem Tagebuch - 1970: Parteiwechsel - und der Ätzard!
Im Jahr 1970, Universität Göttingen
Liebes Tagebuch!
Verzeih', wenn ich dich längere Zeit warten ließ - ich hatte so viel zu tun in diesen bewegten Zeiten, so daß ich nur schwerlich Zeit erübirgen konnte, mich dir zu widmen.
Habe nun ein neues Refugium, selbst tapeziert und eingerichtet. Bin mächtig stolz auf mich. Die Kommilitonen oder -tanten tapezieren ihre Buden, wie sie sagen, lediglich mit großen Plakaten - Poster genannt. Da sind Persönlichkeiten aus dem Künstlermetier abgebildet, zuweilen auch solcher Art dargestellt, wo ich lieber heimlich hingucken möchte. Da kann man jedes Detail bis ins kleinste Raster hinein kaum übersehen. Weil ja Mutti öfter kommt, etwas aufräumt und mir Tee, Kekse und sonstiges, was ich brauche, vorbeibringt, habe ich mich für Gemälde und weniger bunte Darstellungen entschieden. Jedenfalls ist es recht gemütlich geworden in meiner kleinen Studentenbude.
Damenbesuch hatte ich bisher noch keinen! - (Nachtrag: Ich meine, außer Mutti natürlich!)
Wie bereits angedeutet, hat mein Zeitungsaufruf noch Hoffnung geborgen, die ich jedoch infolge UNSerer Wahlerfolge nun mehr und mehr verliere. Dabei gebe ich der Partei keinerlei Schuld - lag es eher an der Offenheit unseres Programmes und der alten Dickköpfe, die den Krieg und das Gestrige einfach nicht vergessen wollen.
Versteh' mich nicht falsch, liebes Buch, auch ich kann die uns durch die Ausländer und Alliierten entstandene Schmach nicht vergessen, sehe jedoch beim deutschen Volke, daß es die Schmach seines Tuns endlich so verinnerlicht hat, daß es wohl für unsere Partei-Ideen noch etwas zu früh ist. Die Deutschen wollen eben Frieden. Innerhalb kürzester Zeit ist meine Partei wieder aus allen Landes- und fast allen Kommunalparlamenten verschwunden und verliert derzeit Tausende ihrer Mitglieder. Diese mutlosen feigen Verräter glauben nicht mehr an den endlichen Sieg unserer Idee. Lediglich 2% sind für unsere Art, das zukünftige deutsche Schicksal zu gestalten. Wie kann man sich nur so kleinmütig entscheiden? ...
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Liebes Tagebuch!
Verzeih', wenn ich dich längere Zeit warten ließ - ich hatte so viel zu tun in diesen bewegten Zeiten, so daß ich nur schwerlich Zeit erübirgen konnte, mich dir zu widmen.
Habe nun ein neues Refugium, selbst tapeziert und eingerichtet. Bin mächtig stolz auf mich. Die Kommilitonen oder -tanten tapezieren ihre Buden, wie sie sagen, lediglich mit großen Plakaten - Poster genannt. Da sind Persönlichkeiten aus dem Künstlermetier abgebildet, zuweilen auch solcher Art dargestellt, wo ich lieber heimlich hingucken möchte. Da kann man jedes Detail bis ins kleinste Raster hinein kaum übersehen. Weil ja Mutti öfter kommt, etwas aufräumt und mir Tee, Kekse und sonstiges, was ich brauche, vorbeibringt, habe ich mich für Gemälde und weniger bunte Darstellungen entschieden. Jedenfalls ist es recht gemütlich geworden in meiner kleinen Studentenbude.
Damenbesuch hatte ich bisher noch keinen! - (Nachtrag: Ich meine, außer Mutti natürlich!)
Wie bereits angedeutet, hat mein Zeitungsaufruf noch Hoffnung geborgen, die ich jedoch infolge UNSerer Wahlerfolge nun mehr und mehr verliere. Dabei gebe ich der Partei keinerlei Schuld - lag es eher an der Offenheit unseres Programmes und der alten Dickköpfe, die den Krieg und das Gestrige einfach nicht vergessen wollen.
Versteh' mich nicht falsch, liebes Buch, auch ich kann die uns durch die Ausländer und Alliierten entstandene Schmach nicht vergessen, sehe jedoch beim deutschen Volke, daß es die Schmach seines Tuns endlich so verinnerlicht hat, daß es wohl für unsere Partei-Ideen noch etwas zu früh ist. Die Deutschen wollen eben Frieden. Innerhalb kürzester Zeit ist meine Partei wieder aus allen Landes- und fast allen Kommunalparlamenten verschwunden und verliert derzeit Tausende ihrer Mitglieder. Diese mutlosen feigen Verräter glauben nicht mehr an den endlichen Sieg unserer Idee. Lediglich 2% sind für unsere Art, das zukünftige deutsche Schicksal zu gestalten. Wie kann man sich nur so kleinmütig entscheiden? ...
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Jetzt ist aber langsam mal gut!!
*schnaub*
Zwei deutsch-marokkanische Brüder aus Bonn rufen offenbar in einem neuen Droh-Video zu Selbstmord-Anschlägen gegen Deutschland auf. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf das Bundeskriminalamt (BKA).
[..]
Dem Bericht zufolge soll der ältere Bruder von 2003 bis 2007, bevor er sich nach Pakistan absetzte, Mitarbeiter im Statistischen Bundesamt gewesen sein.
Mir ist bekannt, dass Werbung überall gemacht werden darf. Selbst religöses Material (Stichwort: Gideon-Bibel) darf völlig legitim direkt vor Schulen, selbst an Grundschüler schon, verteilt werden. Da wundert es einen auch nicht, dass man den NPD-CDs keinen Riegel vorschieben kann.
Das überall nun aber auch Videonachrichten von "angeblichen" Terroristen unters Volk gebracht werden, fängt allmählig an zu nerven. Ich habe ja das beklemmende Gefühl, dass bald überall der Staatschutz deswegen positioniert wird - was widerum, natürlich rein zufällig, auch bei Volksaufständen, Demonstrationen und Streiks sehr nützlich wäre. Es erinnert mich irgendwie, ich kann mir nicht helfen, an die Ordnungspolizei. In Anbetracht der aktuellen Wirtschafts- und Finanzlage Deutschlands kann ich vermehrte Ausschreitungen in spe auch nicht mehr wirklich ausschliessen - will ich auch gar nicht. Die EU gibt mir sogar recht.
-Think about-
Aus dem Tagebuch 1968 - 1969 Beginn einer politischen Karriere...
Göttingen im Sommer 1968
Liebes Tagebuch!
Wie du ja bereits weißt, bin ich nun Student an der Göttinger Universität, dort hat man für uns Jurastudenten sogar extra einen Bau für die juristische Falkultät errichtet, der den ehrenvollen Namen "Juridicum" trägt. Ich könnte jedoch mehr Stolz aufbringen, wenn derzeit nicht solch' unordentliche Zustände hier herrschen würden.
Die Unruhe unter der Studentenschaft - weiß Gott, wo sie herrührt - lenkt mich zusehends von meiner wichtigen Arbeit hier ab, so dass ich mich gezwungen sehe, um meines beabsichtigten guten Studienabschlusses willen, mich mehr in politischer Hinsicht zu engagieren, damit wieder mehr Ruhe in diesen Hallen einkehre.
Die Universität verkommt zusehends auch zur Massenuniversität und wird demzufolge egalitär. Wo kommen wir hin, wenn jeder Hinz und Kunz zum Studium kommt. Neuerdings sind auch viele Emporkömmlinge aus Arbeiterkreisen und Sozis hier vertreten. Einer heißt Gerd - nach seinem Nachnamen immer von seinen Genossen "Schröder" gerufen, der ist bereits Altsemester und seit 1966 hier in Göttingen. Aus dem wird nie was, so schludrig, wie der daherkommt.
Mutti hat mir diverse Kravatten geschickt, da ich ja künftig mehr in Verantwortung stehen werde und einen guten Eindruck machen soll, schrieb sie im Begleitbrief. So bin ich bestens ausgestattet und wohl gerüstet. Eine Kravatte sagt mehr als tausend Worte - war das von Konfuzius? Ist ja auch egal!
Ach, liebes Tagebuch, ich bin in meiner neuen NHB-Gruppe prima aufgenommen worden und habe mich sogar als Kandidat für die UNS zur Hochschulwahl aufstellen lassen. Ich hatte auch gleich eine hervorragende Idee zur Wahlplakatgestaltung...

Dank an die Mutter - für die Kravatte!*
... ["Aus dem Tagebuch 1968 - 1969 Beginn einer politischen ... »]
Liebes Tagebuch!
Wie du ja bereits weißt, bin ich nun Student an der Göttinger Universität, dort hat man für uns Jurastudenten sogar extra einen Bau für die juristische Falkultät errichtet, der den ehrenvollen Namen "Juridicum" trägt. Ich könnte jedoch mehr Stolz aufbringen, wenn derzeit nicht solch' unordentliche Zustände hier herrschen würden.
Die Unruhe unter der Studentenschaft - weiß Gott, wo sie herrührt - lenkt mich zusehends von meiner wichtigen Arbeit hier ab, so dass ich mich gezwungen sehe, um meines beabsichtigten guten Studienabschlusses willen, mich mehr in politischer Hinsicht zu engagieren, damit wieder mehr Ruhe in diesen Hallen einkehre.
Die Universität verkommt zusehends auch zur Massenuniversität und wird demzufolge egalitär. Wo kommen wir hin, wenn jeder Hinz und Kunz zum Studium kommt. Neuerdings sind auch viele Emporkömmlinge aus Arbeiterkreisen und Sozis hier vertreten. Einer heißt Gerd - nach seinem Nachnamen immer von seinen Genossen "Schröder" gerufen, der ist bereits Altsemester und seit 1966 hier in Göttingen. Aus dem wird nie was, so schludrig, wie der daherkommt.
Mutti hat mir diverse Kravatten geschickt, da ich ja künftig mehr in Verantwortung stehen werde und einen guten Eindruck machen soll, schrieb sie im Begleitbrief. So bin ich bestens ausgestattet und wohl gerüstet. Eine Kravatte sagt mehr als tausend Worte - war das von Konfuzius? Ist ja auch egal!
Ach, liebes Tagebuch, ich bin in meiner neuen NHB-Gruppe prima aufgenommen worden und habe mich sogar als Kandidat für die UNS zur Hochschulwahl aufstellen lassen. Ich hatte auch gleich eine hervorragende Idee zur Wahlplakatgestaltung...

Dank an die Mutter - für die Kravatte!*
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Aus dem Tagebuch 1967 - 1968
Fliegerhorst Wesendorf, den 4. Juno im Jahre 1967
Liebes Tagebuch!
Du wirst es nicht glauben, heute hat eine gute Partei für eine gute Sache einen Wahlsieg erreicht.
Leiste soeben meinen Beitrag für's Vaterland in Wesendorf. Habe mich, weil Abiturient gleich mal beim Flieger Horst gemeldet. Mal sehen...
Gerade von einem Freigang zurück, habe das Meisterschaftsspiel bei Eintracht Braunschweig gesehen, Jubel ohne Ende. Wir kommen wieder voran! Muss kurz zur Toilette, warte aber, bis die anderen Jungs schlafen, damit ich alleine hingehen kann. Man lacht mich vielleicht aus, deshalb gehe ich lieber, wenn mir niemand dabei zusieht...
Da bin ich wieder, liebes Tagebuch.
Wesendorf ist klein und beengt, im Vergleich zu Berlin ein Kaff. Hier kommen Flüchtlinge und Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges gerade jede Menge Häuser errichtet. Eine rege Bautätigkeit in Wesendorf, kann ich nur sagen, so dass bis 1968 wird die Zahl der Wohngebäude auf 406 angewachsen sein (> Quelle: Wesendorf)
In Gifhorn gibt es seit den 60er Jahren eine Ansiedlung vornehmlich griechischer Ausländer. Seit kurzem hat man einen Schießsportverein dort, der sich gegründet hat - "eine bewegte Zeit".
Auch im restlichen Niedersachsen tut sich was, Karl Waldemar Schütz, (seit 1937 Ordensjunker, Mitglied der NSDAP u. SS, Gründer der Göttinger Verlagsanstalt, ab 1955 Mitglied der DRP - der Deutschen
Reichspartei), 1955 als DRP-Mitglied im niedersächsischen Landtag, Mitbegründer der “Deutschen Wochenzeitung”, ab 1964 Mitglied der NPD) wird 1967 Mitglied des niedersächsischen Landtages. (Quelle: Wikipedia)
In Göttingen, wo ich vermutlich mal studieren werde, ist Adolf von Thadden seit 1952 Bürgermeister, der stammt aus altem pommerschen Adelsgeschlecht, ist ab 1939 NSDAP-Mitglied. Bis 1958 war er Senator der Stadt und ab 1960 Mitherausgeber der “Deutsche Nachrichten” (NPD-Wochenzeitung), in die ich nun öfter mal reinschaue. Man muss ja rechtens informiert sein...
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Liebes Tagebuch!
Du wirst es nicht glauben, heute hat eine gute Partei für eine gute Sache einen Wahlsieg erreicht.
Leiste soeben meinen Beitrag für's Vaterland in Wesendorf. Habe mich, weil Abiturient gleich mal beim Flieger Horst gemeldet. Mal sehen...
Gerade von einem Freigang zurück, habe das Meisterschaftsspiel bei Eintracht Braunschweig gesehen, Jubel ohne Ende. Wir kommen wieder voran! Muss kurz zur Toilette, warte aber, bis die anderen Jungs schlafen, damit ich alleine hingehen kann. Man lacht mich vielleicht aus, deshalb gehe ich lieber, wenn mir niemand dabei zusieht...
Da bin ich wieder, liebes Tagebuch.
Wesendorf ist klein und beengt, im Vergleich zu Berlin ein Kaff. Hier kommen Flüchtlinge und Vertriebenen des Zweiten Weltkrieges gerade jede Menge Häuser errichtet. Eine rege Bautätigkeit in Wesendorf, kann ich nur sagen, so dass bis 1968 wird die Zahl der Wohngebäude auf 406 angewachsen sein (> Quelle: Wesendorf)
In Gifhorn gibt es seit den 60er Jahren eine Ansiedlung vornehmlich griechischer Ausländer. Seit kurzem hat man einen Schießsportverein dort, der sich gegründet hat - "eine bewegte Zeit".
Auch im restlichen Niedersachsen tut sich was, Karl Waldemar Schütz, (seit 1937 Ordensjunker, Mitglied der NSDAP u. SS, Gründer der Göttinger Verlagsanstalt, ab 1955 Mitglied der DRP - der Deutschen
Reichspartei), 1955 als DRP-Mitglied im niedersächsischen Landtag, Mitbegründer der “Deutschen Wochenzeitung”, ab 1964 Mitglied der NPD) wird 1967 Mitglied des niedersächsischen Landtages. (Quelle: Wikipedia)
In Göttingen, wo ich vermutlich mal studieren werde, ist Adolf von Thadden seit 1952 Bürgermeister, der stammt aus altem pommerschen Adelsgeschlecht, ist ab 1939 NSDAP-Mitglied. Bis 1958 war er Senator der Stadt und ab 1960 Mitherausgeber der “Deutsche Nachrichten” (NPD-Wochenzeitung), in die ich nun öfter mal reinschaue. Man muss ja rechtens informiert sein...
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Aus dem Tagebuch
Berlin 1967
Liebes Tagebuch,
heute habe ich dich zur Abiturfeier erhalten und so will ich dich reinlich und sauber halten, mit meinen geheimsten Gedanken und reichlichen Ereignissen füllen, die sich zukünftig zutragen werden.
Zuvor aber einiges, was du wissen solltest, liebes Tagebuch.
Ich wurde im schönen Lenz ein Jahr nach der fürchterlichen Schmach geboren, wie mein Vater mir zuweilen berichtet. Was für eine Schmach er meinte, wird mir nicht ganz klar.
Geboren also in Berlin-Kreuzberg - was sich seine schöne deutsche Kultur bewahrt hat mit seinen Tante-Emma-Läden und den sauberen Gehsteigen, wohlgeordnet und heiter, fleißig und im Aufbau begriffen, um die schändlichen Flecken der Kriegsjahre, die ich ja nicht miterleben mußte, entschwinden zu lassen.
Hier klebe ich eine erste Photographie* von mir ein:

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Liebes Tagebuch,
heute habe ich dich zur Abiturfeier erhalten und so will ich dich reinlich und sauber halten, mit meinen geheimsten Gedanken und reichlichen Ereignissen füllen, die sich zukünftig zutragen werden.
Zuvor aber einiges, was du wissen solltest, liebes Tagebuch.
Ich wurde im schönen Lenz ein Jahr nach der fürchterlichen Schmach geboren, wie mein Vater mir zuweilen berichtet. Was für eine Schmach er meinte, wird mir nicht ganz klar.
Geboren also in Berlin-Kreuzberg - was sich seine schöne deutsche Kultur bewahrt hat mit seinen Tante-Emma-Läden und den sauberen Gehsteigen, wohlgeordnet und heiter, fleißig und im Aufbau begriffen, um die schändlichen Flecken der Kriegsjahre, die ich ja nicht miterleben mußte, entschwinden zu lassen.
Hier klebe ich eine erste Photographie* von mir ein:

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Aufgelesen 85
- Roland Koch und "Das Braune Mädchen"
- Das Problem mit Namen Demokratie
- Ärzte entsetzt über israelischen Einsatz von DIME-Munition in Gaza
- Wertlos
- amnesia catholica tempora
- Na dann.
- Das Ende der Zweistaatenlösung
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Im Westen nichts Neues
Seit Jahren weisen Institutionen, Organisationen und auch vereinzelte Parteien immer wieder auf steigende rechtsextremistische Gewalttaten hin. Bis vor kurzem negierten die Regierungsparteien die steigende Tendenz oder rechneten Zahlen schön. Erst vor wenigen Tagen gestand Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble eine Zunahme rechtsextremer Gewalt und forderte, gewalttätige Gruppierungen stärker ins Visier zu nehmen.
Laut Frankfurter Rundschau wurden bis Ende Oktober fast 12.000 Delikte mit rechtsextremistischem Hintergrund registriert. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum handelt es sich um fast 30% mehr Straftaten.
Dass die Steigerung derartiger Straftaten nichts Neues ist, darauf verweisen auch Studien (Friedrich-Ebert-Stiftung), die vor kurzem veröffentlicht wurden. Demnach würden sogar 22,2 Prozent der Westdeutschen eine rechtsautoritäre Diktatur befürworten.
Rechte Gewalt wächst seit Jahren
(dpa)
Nach vorläufigen Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) hat die Zahl der rechten Straftaten zwischen Januar und September dieses Jahres noch einmal um fast 9 % zugelegt.
Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt haben seit 1990 mindestens 136 Todesopfer rechter und rassistischer Gewalt in Deutschland gezählt. Dagegen habe die Bundesregierung nur 40 Tötungsdelikte mit rechtem Hintergrund genannt, kritisieren die in Ostdeutschland arbeitenden Initiativen.
Siehe auch:
Rechts-Extremismus: In der Mitte wird es braun
Rechtsextreme Verlage verkaufen auch scheinbar unauffällige Magazine im Supermarkt
Rechtsextreme Verlage verkaufen auch scheinbar unauffällige Magazine im Supermarkt
Eigentlich recherchierte ich nach weiteren Informationen über das Thema "In der Mitte wird es braun", jedoch - wie es mir in letzter Zeit häufiger passiert - stieß ich auf etwas ganz anderes. Dem von mir vorgestellten Video-Beitrag des NDR war zu entnehmen, dass verschiedene CDU Parteigrößen - unter anderem Jörg Schönbom und Dr. Roland Koch - zur Zeit der Sendungsaufnahme immer wieder in Verbindung mit Rechtsradikalen gebracht wurden. Es war die Rede von unterstützenden Maßnahmen zur Publikation verschiedener geschichtsrevisionistischer Bücher und deren Autoren. Veranstaltungen, in denen die Vertreter der CDU Seite an Seite mit Revisionisten und NPD-Parteigrößen enthusiastisch die Deutsche Nationalhymne sangen. Die Straßenarbeit der NPD gelobt und gepriesen wurde.
Natürlich wussten und wissen die CDU-Mitglieder überhaupt nichts über die ideologischen Vorstellungen ihrer eigenen Parteibrüder, für die sie sogar Buchvorstellungen einläuteten.
Die Sendung Panorama beleuchtete akribisch diese Hintergründe und wies - für jeden nachvollziehbar - Verbindungen zu geschichtsrevisionistischen Verlagen sowie zu Vereinen und Burschenschaften nach. Ein Verein, in dem einige Autoren tätig sind, nennt sich zum Beispiel "Gesellschaft für freie Publizistik" und ist dem Verfassungsschutz durchaus als rechtsextremistisch bekannt.
["Rechtsextreme Verlage verkaufen auch scheinbar unauffällige ... »]
Natürlich wussten und wissen die CDU-Mitglieder überhaupt nichts über die ideologischen Vorstellungen ihrer eigenen Parteibrüder, für die sie sogar Buchvorstellungen einläuteten.
Die Sendung Panorama beleuchtete akribisch diese Hintergründe und wies - für jeden nachvollziehbar - Verbindungen zu geschichtsrevisionistischen Verlagen sowie zu Vereinen und Burschenschaften nach. Ein Verein, in dem einige Autoren tätig sind, nennt sich zum Beispiel "Gesellschaft für freie Publizistik" und ist dem Verfassungsschutz durchaus als rechtsextremistisch bekannt.
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Psychisches Terrorsystem - Die totale Kontrolle
Einige Autoren leisteten bislang gute Vorarbeit. Diese ist die Steilvorlage für folgend zusammengebrachte Videos. Besonderer Dank geht somit an: morbus kitahara, BigBerta, und selbstverständlich an Jochen Hoff
Heutiges Thema: Psychisches Terrorsystem - Die totale Kontrolle
Film ab!
["Psychisches Terrorsystem - Die totale Kontrolle" mehr »]
Die Krisen, die Steuerboni und die Schuld(en)frage
Worte wie Haushaltskrise, Rentenkrise, Gesundheitskrise prägen die Politik wie keine anderen.
Heute hört man diese Worte seltener bis nie, und dennoch wird politisch versucht, diesen Dingen entgegenzuarbeiten. Durch Kürzungen, Sparmaßnahmen, verpflichtend höhere Kassensätze und repressierte Privatrenten. Alles hinter dem Rücken der aktuellen Wirtschaftskrise.
Das Prinzip des Kampfes gegen den "bösen" Sozialismus ist frappierend synonym zum Zeitgeschehen von damals. Gebündelt mit dem Problem des gescheiterten Kapitalismus waren es die Strukturen, die zum Aufflammen und zur Festigung des Nationalsozialismus führten. Die Repressionen aus dem Versailler Vertrag trugen entschieden dazu bei.
"Die wirtschaftlichen Interessengegensätze zwischen den Völkern sind in der neueren Zeit in einer Weise ausgetragen worden, die wir als "Wirtschaftskampf" zu bezeichnen bereits gelernt haben. Die Wirkungen dieser gewaltsamen Austragung von Gegensätzen auf alle Kulturvölker, selbst die im Kriege siegreichen, sind derart mannigfaltig und tiefgreifend", schreibt
Prof. Dr. Adolf Lenz, Universität Graz, 1920 in seinem Buch "Wirtschaftskampf der Völker".Er spricht über den Drang der führenden Völker nach einem wachsendem Anteil an der Weltherrschaft. Diesen Drang bezeichnet er folgerichtig als "Schicksalsfrage". Das politische Ziel sei nicht mehr nur Ziel eines bestimmten Volkes, sondern es handle sich um eine weitestgehende Selektierung von bestimmten Nationen, die eine Stellung in der Weltpolitik einnehmen sollen.
Hier handelt es sich also ganz offensichtlich nicht mehr um demokratische Vorgänge, sondern um puren Imperialismus. Prof. Dr. Lenz beschreibt die Bedeutung des Wortes, trotz verschiendener Verwendungsweisen, als eine "im Kern unstillbare Energie" die nach der Expansion der Volkskraft strebe. Die Kennzeichen dieses imperialistischen Vorgehens seiner Meinung nach: Die Ausdehnung des Wettbewerbes auf alle verflochtenen Interessen, besonders aber die Ausweitung von Macht über die Meere hinweg. Friedlicher Natur, sowie gewaltsame Schädigung oder gar Vernichtung eines oder mehrerer Mitstreiter.
Herr Lenz ging damals sogar soweit zu behaupten dem wirtschaftlichen Imperialismus folge der politische Imperialismus. Dies machte er am Beispiel Englands fest.
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Unser Beitrag zum CDU-Vorstoß: Gesetzlicher Schutz der deutschen Sprache
(RP)
Die CDU will die deutsche Sprache durch das Grundgesetz schützen. Die Mehrheit der Delegierten des CDU-Bundesparteitages beschloss am Dienstag in Stuttgart, das Bekenntnis „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“ in der Verfassung zu verankern. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich gegen den Vorstoß. Auch in den anderen Parteien stieß der Vorschlag auf Ablehnung.
Der Vorstoß könnte auch für die CDU einen gravierenden Einschnitt bedeuten:
Urheber des Vorstoßes, Leodegar Probst (*geb. 1929), Ehrenvorsitzender des CDU-Ortsverbandes Völklingen-Heidstock (Saarland), ist mehr als verwundert, das sein Vorschlag solche Kreise zieht. Tja, war wohl nicht so vorgesehen, hm?
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Die CDU will die deutsche Sprache durch das Grundgesetz schützen. Die Mehrheit der Delegierten des CDU-Bundesparteitages beschloss am Dienstag in Stuttgart, das Bekenntnis „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“ in der Verfassung zu verankern. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich gegen den Vorstoß. Auch in den anderen Parteien stieß der Vorschlag auf Ablehnung.
Der Vorstoß könnte auch für die CDU einen gravierenden Einschnitt bedeuten:
Urheber des Vorstoßes, Leodegar Probst (*geb. 1929), Ehrenvorsitzender des CDU-Ortsverbandes Völklingen-Heidstock (Saarland), ist mehr als verwundert, das sein Vorschlag solche Kreise zieht. Tja, war wohl nicht so vorgesehen, hm?
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Rechts-Extremismus: In der Mitte wird es braun
Bereits am 30. November diesen Jahres kratzte unsere Blogger-Kollegin, BigBerta, das Thema an.
Heute versuchen wir, die Thematik des schleichenden Farbwechsels der politischen Mitte etwas näher zu betrachten und - soweit es uns möglich ist - aufzuschlüsseln.
Es geht um "Freigeister" oder solche, die sich darauf berufen. Zunächst ist dies nichts Verwerfliches. Wenn aber dieser freie Geist ganz offensichtliche Gesinnungswechsel offenbart, ist äußerste Vorsicht geboten.
Kürzlich wurde eine Studie zur Entwicklung des bundesdeutschen Rechtsextremismus publiziert. Je nachdem, auf welchem Medium man über den Inhalt dieser Studie liest, hat man die Wahl zwischen "Rückgang" und "Anstieg" des Rechtsextremismus.
["Rechts-Extremismus: In der Mitte wird es braun" mehr »]
Heute versuchen wir, die Thematik des schleichenden Farbwechsels der politischen Mitte etwas näher zu betrachten und - soweit es uns möglich ist - aufzuschlüsseln.
Es geht um "Freigeister" oder solche, die sich darauf berufen. Zunächst ist dies nichts Verwerfliches. Wenn aber dieser freie Geist ganz offensichtliche Gesinnungswechsel offenbart, ist äußerste Vorsicht geboten.
Kürzlich wurde eine Studie zur Entwicklung des bundesdeutschen Rechtsextremismus publiziert. Je nachdem, auf welchem Medium man über den Inhalt dieser Studie liest, hat man die Wahl zwischen "Rückgang" und "Anstieg" des Rechtsextremismus.
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