Der brave Soldat Schwejk hätte sein größtes Vergnügen an dem Baudirektor Sven Hischke gehabt, der Servicebereichsleiter in der Serviceabteilung Strategischer Einkauf (SAbt E) beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) in Koblenz ist. Der gute Mann hat nämlich nachdrücklich mit an der Umwandlung des Bestellsytems der Bundeswehr mitgearbeitet.
"„Wir haben es hier mit einem Wechsel von der Depotlogistik zu einer direkten Zulieferlogistik zu tun,“" erklärt Hischke. Was sein Team entwickelt hat, ist eben in der freien Wirtschaft schon längst etabliert, für die Bundeswehr aber ein erheblicher Fortschritt.["Lachend einkaufen bei der Bundeswehr" mehr »]
Auch beim Bestellen ändert sich etwas – mit Hilfe der elektronischen Kataloge. Wer seine DVDs bei einem Internet-Versandhändler kauft, kennt die Vorgehensweise: Man gibt den entsprechenden Filmtitel in eine Suchmaske ein. Das DVD-Cover wird daraufhin angezeigt, zusätzlich gibt es eine Inhaltsangabe und Fotos.
Um den Film zu kaufen, klickt man das Feld „Zur Kasse“ an und schickt die Bestellung ab. Suchen, auswählen, bestellen – das geht alles schnell und bequem über das Internet. Bei der Bundeswehr ist das noch nicht in vollem Umfang möglich, weil die elektronischen Kataloge nur im Intranet des BWB liegen.
In ihnen können zwar Produkte gesucht und gefunden werden, nach dem Klick auf das Feld „Bestellung“ aber rauscht der Auftrag nicht durch die Datenleitung, sondern erscheint in einem vorgefertigten Formular auf dem Bildschirm. Das muss ausgedruckt und als Fax verschickt werden.
Über eine Internetverbindung wäre es einfacher, Bestellungen aufzugeben, doch "„da gibt es noch Sicherheitsprobleme“", sagt Regierungsoberamtsrat Ralf Heimes (50), Referent in der SAbt E. "„Die Bundeswehr arbeitet hier an einer entsprechenden Lösung.“"
Mit den notwendigen Freigaben und Unterschriften versehen, geht das Fax an den Vertragspartner. Die Bestellung werde rund vier Tage später ausgeliefert, so Heimes.





















