Deutschlands Kinderspielplätze sind Dreckslöcher und zudem lebensgefährlich. Dies stellte nun eine bundesweite Überprüfung bei der Kontrolle von 75 Spielplätzen fest. Glasscherben (u.a. Bierflaschen), rostige oder morsche Spielgeräte, Abnutzung und Verschleiß. Bereits vor 5 Jahren wurden diverse Mängel bei einer Überprüfung angegeben, geändert hat sich seit damals also so gut wie nichts.
Frau Ursula von der Leyen zeigte sich bestürtzt, man "muss alle Verantwortlichen wachrütteln. Spätestens jetzt kann keiner mehr sagen, er habe nichts von der Gefahr gewusst". Wie das Wachrütteln der Ministerin aussehen könnte, hatte sie bereits hinlänglich beim Thema Kinderpornografie im Internet bewiesen. Dort soll vor jede Webseite mit kinderpornografischen Inhalt ein Schleier des Schweigens gehängt werden, statt Inhalte konsequent aus dem Netz zu nehmen. Das hierbei auch Internetseiten ohne kinderpornografische Inhalte mit auf die Liste der BKA-Ermittler aufgenommen werden ist den Unterstützern der Ministerin, sowie ihr selbst, egal. Hinzu kommt, dass keine Kontrollinstanz die Eintragungen in derart Listen auf ihre Richtigkeit hin überprüft.
Was wir von Frau von der Leyen bezüglich der maroden Kinderspielplätze zu erwarten haben, wird sich erst noch zeigen müssen. Es ist aber ein allgemein bekanntes Fakt, dass derart Zustände auf Deutschlands Spielplätzen seit Jahrzehnten die Regel sind. Neben dem üblichen Verschleiß der Gerätschaften, wird auch regelmäßig Spritzbesteck aufgefunden. Besonders in Großstädten ist dies ein ernstzunehmendes Problem.
Mit dem Argument der "knapp bei Kasse" stehenden Kommunen sind die Gefahren, denen die Kinder auf Spielplätzen ausgesetzt sind, nicht beseitigt und den Kindern nicht geholfen. Erst recht nicht, wenn kleinere Kommunen lieber das vorhandene Geld für eine 5. Turnhalle ausgeben, die -in einer 7.000 Seelengemeinde -völlig am Nutzen vorbei geht.
Aus den Berichten über die stattgefundene Prüfung der Spielplätze geht nicht hervor, dass vielerorts von der Bepflanzung jener Kinderfreiräume selbst eine Gefahr ausgeht. Sehr oft finden sich Giftpflanzen, wie zum Beispiel der Schneeball (Viburnum opulus), oder auch das Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus). Auch geht nicht daraus hervor, dass es Kindern bisweilen verboten ist auf den Spielplätzen Fussball zu spielen.
Information:
Die Welt
Petition gegen inkonsequente Internetsperren und für die Löschung von verbotenen Inhalten