Bei mir auf der Straße wächst Getreide. Roggen, Weizen und Hafer. Klar, es sind verwilderte Formen. Das Grün soll eigentlich Gras sein. Aber es ist Getreide. Gut zu besichtigen, weil aus irgendwelchen Gründen nur die Ränder gemäht wurden und der Rest stehen blieb. Das ist in Berlin nichts neues. In schlechten Zeiten hatten wir hier schon Kartoffeln in Parks und auf Verkehrsinseln. Es stört mich auch nicht wirklich.
Genmais stört mich natürlich auch nicht. Horst Seehofer und der dicke Umweltminister, bei dem da ja mal was mit Nutten und dem Peter Hartz war, haben gesagt, das das alles völlig unbedenklich ist. Das ich nur schwarz sehe. Ist ja wahrscheinlich auch so. Ich sehe schwarz, dabei sehe ich nur in Richtung Zukunft. Könnte ich wirklich in die Zukunft sehen, wäre die wahrscheinlich grün. Maisgrün.
Kirsten Tackmann von den Linken ist auch so eine Schwarzseherin:
Risiken der Agro-Gentechnik sind nicht beherrschbar
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Der von Greenpeace veröffentlichte Verdachtsfall von illegalem Gen-Mais-Anbau in Brandenburg zeigt erneut, dass diese Risikotechnologie nicht beherrschbar ist. Neben den bekannten gesundheitlichen und ökologischen Gefährdungen weist dieser Fall auf ein weiteres Risiko hin: den Menschen. Weder kriminelles Handeln noch menschliches Versehen oder Versagen kann ausgeschlossen werden und das mit weitreichenden Folgen für alle.
Der Brandenburger Verdachtsfall zeigt: Zur Verhinderung illegalen Anbaus wäre eine lückenlose Überwachung aller konventionellen Maisfelder durch die zuständigen Landesbehörden notwendig. Die Untersuchung jedes Maisfeldes auf Spuren von transgenem Mais wäre eine prima Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. Aber wer soll das bezahlen?
Das kann natürlich keiner bezahlen. Deshalb wird ja auch nicht kontrolliert. Deshalb kann jeder machen was er will. Demnächst wächst dieser Mais in unseren Grünanlagen. Dem ist nämlich, wenn es nicht um hohen Ertrag geht, nicht beizukommen. Für Ertrag braucht er noch die Pestizide von Monsanto. Die töten dann alles außer dem Mais. Aber auch die müssen jedes Jahr stärker werden. Auf allen anderen Flächen wird dieser Mais nicht mehr zu bremsen sein.
Natürlich können wir öfter mähen. Aber wir schaffen es ja heute schon nicht mehr die Grünflächen in Ordnung zu halten. Kein Geld. Also wird es in ein paar Jahren keinen normalen Mais mehr geben. Überall nur den Gendreck. Dann muss jeder für das Saatgut an Monsanto zahlen. Ober vielleicht doch nicht.
German Foreign Policy berichtet, das es vielleicht nicht dabei, bleibt das uns nur Monsanto umbringt.
Bayer CropScience, die für diese Bereiche zuständige Agro-Sparte des deutschen Konzerns, hat jetzt angekündigt, für 310 Millionen US-Dollar den Baumwollsaatgut-Hersteller Stoneville vom US-Konkurrenten Monsanto zu kaufen.
Das ist im Moment nur Baumwolle, die hier nicht wächst, aber ähnlich wie schon beim Reis, strebt Bayer die totale Kontrolle an:
Der Umsatz von Bayer CropScience lag 2006 bei 5,7 Milliarden Euro; knapp 90 Prozent entfielen auf den Handel mit gentechnisch verändertem Saatgut und Pflanzenschutzmitteln. Mehr als ein Drittel des Umsatzes wurde in den Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas realisiert. Mittlerweile ist Bayer neben dem US-Konzern Monsanto der weltweit größte Anbieter von Gen-Saatgut.
Da geht es um Arbeitsplätze, da werden wir uns nicht wehren können. Wir können nur hoffen. Wenn in den USA die Bienen schneller aussterben, als die Genfirmen Europa erobern, könnte es klappen, das man bei uns wach wird. Irgendwer wird Amerika ja versorgen müssen, wenn die auf Jahrzehnte hinaus keine Bestäuber mehr haben. Die Chancen stehen gut, das dies zeitlich noch klappt. Auch wenn wir zur Zeit immer nur hören, das die Gentechnik selbstverständlich nichts mit dem Bienesterben zu tun hat.
Das dürfte sogar fast stimmen. Ich habe nur ganz selten eine gentechnisch veränderte Pflanze gesehen die Bienen erschlägt oder erschießt. Tatsächlich ist es jedoch mehr als erstaunlich, das der Bienentod, dem Einsatz gentechnisch veränderter Pflanzen, nach einigen Jahren zu folgen scheint. Ob es die Pflanzen oder die im Zusammenhang mit den Pflanzen eingesetzten, sehr starken Pflanzenschutzmittel sind, werden wir rausfinden. Wahrscheinlich wenn die letzte amerikanische Biene tot ist.
Aber die Natur ist stark. Wenige hundert Jahre später ist das Problem behoben, wenn aus der Fläche keine Wüste wurde. Wurde doch eine Wüste daraus, dann braucht man ja auch keine Bienen mehr. Genmais ist wirklich kein Problem.




















