= Die Notwendigkeit der Zeit =
(Einheit 1)
Hier auf unserer Erde haben wir Menschen genug von allem, was wir zum Leben brauchen. Es ist alles da. In Wirklichkeit besteht kein Mangel. Neben den materiellen Dingen haben die Menschen auch eine innere Vorstellung von Frieden, Zuneigung, Freundschaft und Liebe. Dabei handelt es sich offenbar um immaterielle Güter, die zum menschlichen Zusammenleben gehören. Die Fähigkeit, solche zwischenmenschlichen Beziehungen herzustellen, ist eine beinahe unerschöpfliche Quelle der Natur. Der gemeinsame Austausch könnte "grenzenlos" sein.
Doch was begrenzt die bedingungslose Gemeinschaft? Was hindert den Menschen daran, den materiellen und immateriellen Austausch zum gemeinschaftlichen Wohl aufblühen zu lassen? Dahinter steckt eines der großen Rätsel unserer Zeit. Die Frage nach den Grenzen der Gemeinschaft ist immer auch eine Frage nach der Begrenzung durch den Menschen selbst!
["Die Notwendigkeit der Zeit (Eine Überlegung) I" mehr »]
Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese
Duckhome hatte hier und hier über den Fall Kalisch berichtet;
["Muhammad Sven Kalisch - eine Nachlese" mehr »]
Muhammad Sven Kalisch - keine große Sache.
Die "islamkritische" Szene jubelt: haben die Muslime doch anscheinend wieder ihre Demokratieunfähigkeit bewiesen und erdreisten sich jetzt auch noch, in die Besetzung von Professorenposten hineinzureden. Und so probiert man sich wieder in agenda setting. In diesen Diskurs sind die "Mainstream-Medien" längst eingestiegen. Höhepunkt war dann vorgestern - zum 3. Oktober, dem "Tag der offenen Moschee" - dieser Bericht in den Tagesthemen.
["Muhammad Sven Kalisch - keine große Sache." mehr »]
["Muhammad Sven Kalisch - keine große Sache." mehr »]
Bitte, Bitte kein Wettbewerb für die Privaten Krankenkassen
Jahrelang haben die privaten Krankenversicherer gebarmt, weil es ihrer Meinung nicht genug Wettbewerb gab. Am liebsten hätten sie die solidarischen Versicherungssysteme verboten. Der freie Markt für freie Neolberale galt als die oberste Maxime. Nun rudern sie heftig und unter lautem Wehgeschrei zurück. ["Bitte, Bitte kein Wettbewerb für die Privaten Krankenkassen" mehr »]
Sterbehilfe: Wo Roger Kusch draufsteht ist meist nichts gutes drin
Es gibt Leute denen würde ich nicht einmal für viel Geld die Hand geben. Zu diesen Leuten gehört der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch. Ich halte diese ganze Truppe um Ole von Beust, Kusch und Schill für dermaßen übrig, das sie normalerweise keinen Zeitaufwand rechtfertigen. Es ändert auch nichts daran, dass Schill und Kusch nicht mehr mit Beust zusammenarbeiten, es ist dieser perfide Geist, der da aus allen Ecken und Kanten hervor blitzt und den ich nur allzu gut zu kennen glaube.
Sterbehilfe ist etwas viel zu wichtiges als dass ich es Leuten wie Roger Kusch überlassen würde da tätig zu werden. Bei mir bekäme Herr Kusch nicht einmal die Aufgabe alte Briefumschläge aufzuschlitzen damit sie als Notizpapier genützt werden können, oder Altpapier für die Altstoffsammlung zu bündeln.
Der Bundestag befindet sich gerade in der Phase, wo es die Bürger mit viel Glück erreichen könnten, das endlich ihre Patientenverfügungen ernst genommen würden und sie nicht als Gefangene von einnahme- und experimentierfreudigen Medizinern zu deren Vergnügen an Apparaten leben müssen, wenn sie das nicht wollen. In dieser Phase hält man am besten die Klappe um wenigsten ein Miniziel zu erreichen.
Natürlich gehört es zu den Rechten eines mündigen Bürgers jederzeit über seinen Tod bestimmen zu können. Aber in der gerade laufenden Phase des Abbaus von Bürgerrechten und der Totalkontrolle ist das ein Thema das überhaupt nicht diskussionsfähig ist.
In dieser schwierigen Situation presseerklären sich erst der Verein Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V. und der Maestro des maschinellen Tod, will heute folgen:
Der ehemalige Hamburger Justizsenator Roger Kusch hat nach eigenen Angaben am Wochenende in einem Fall Sterbehilfe geleistet. Der Sprecher des Vereins „Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.“, Guy Seidel, sagte der Nachrichtenagentur AP am Sonntag, der Fall habe sich in Deutschland ereignet, aber nicht in Hamburg. Kusch rechne mit juristischen Konsequenzen: „Das wird natürlich ein Nachspiel haben“, sagte Seidel. Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.
Kusch hatte Ende März einen selbst entwickelten Selbsttötungsautomaten für Sterbehilfe vorgestellt und angekündigt, das Gerät bei den Patienten aufbauen und diese beim Sterben begleiten zu wollen. Bei Ärzten, Politikern und der Hospizbewegung stieß seine Erfindung auf Empörung und entschiedene Ablehnung.
Leider, leider wird es nicht die richtigen Konsequenzen haben. Denn ebenso wie die Schergen dieses Schweizer Tötungsvereins geht es Kusch nicht um die Kranken die den Wunsch nach dem Tod haben. Diese Auseinandersetzung hätte er als Jurist auch vor Gerichten führen können. Es ging ihm wie leicht zu sehen ist um eine Show, um den Medienrummel. Damit ist das ganze für mich nämlich keine Beihilfe zum Selbstmord mehr sondern Beihilfe zur Selbsttötung aus niederen Motiven oder Totschlag mit Zustimmung, auf jeden Fall aber unterlassene Hilfeleistung aus eigennützigen Motiven.
Natürlich kann ich mir diese meine Rechtsmeinung vor das Knie nageln. Sie ist innerhalb dieses Rechtssystems bedeutungslos. Man wird Kusch ein paar Euro Geldstrafe abnehmen und der wandert mit der Vermarktung seiner Ermordungsmaschine weiter.
Durch den zu erwartenden Zirkus, wir das Recht auf Selbsttötung noch lange auf sich warten lassen und humane Wege dazu auch. Anstatt mittelfristig ein vernünftiges Gesetz zu bekommen haben wir den Roger Kusch Zirkus, mit Auftritten in allen Medien.
Wahr aber trotzdem falsch
Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse die machen einen trotzdem das sie wahr und eigentlich ganz toll sind, nicht so richtig glücklich:
Kein Wunder, dass der Präsident der Eidgenössischen Kommission für Aidsfragen, Pietro Vernazza, für Verunsicherung sorgte, als er Anfang des Jahres in der Schweizerischen Ärztezeitung einen Artikel mit der Überschrift veröffentlichte: „HIV-infizierte Menschen ohne andere STD (sexuell übertragbare Erkrankungen) sind unter wirksamer antiretroviraler Therapie sexuell nicht infektiös.“
..
Die Ergebnisse, die Vernazza aus mehreren Studien zieht, sind weder neu, noch richten sie sich vor allem an Homosexuelle. Im Gegenteil: Seit Jahren wird beobachtet, dass die sogenannte Viruslast im Blut und vor allem im Sperma von Aidskranken mit einer wirksamen und konsequenten Therapie unter der Nachweisgrenze liegt, dass das Übertragungsrisiko gleich null ist. In der Schweiz, in der viel mehr Heterosexuelle HIV-infiziert sind als in Deutschland (2007 waren in der Schweiz von 750 neuen Fällen 345 heterosexuell, 310 homosexuell, in Deutschland waren es von 2752 Neudiagnosen 1543 Homosexuelle und 413 Heterosexuelle), geht es bei serodifferenten Paaren daher besonders um die Erfüllung ihres Kinderwunsches.
Bei einer Studie mit 62 Paaren - der HIV-positive Mann erhielt antiretrovirale Medikamente - kam es zu keiner Infektion. Ausschließen müssen die Ärzte dabei allerdings, dass der Aidspatient unter einer weiteren sexuell übertragbaren Erkrankung leidet, zum Beispiel Syphilis oder Herpes. Sonst kann das Infektionsrisiko schnell um das Zehn- oder sogar Hundertfache steigen.
Vergleichbare Studien mit homosexuellen Paaren gibt es noch nicht.
Das erste was einem dazu einfällt ist "El Condom basta" jene schreckliche Verballhornung von dem alten Inkalied El Condor Pasa. Schluss mit dem Kondom. Wer seine sexuellen Erinnerungen noch aus jenen seeligen Vor-Aids-Zeiten bezieht, der weiß, wieviel Spaß die Gummis gekostet haben, wieviel schlechtes Gewissen sie verursachen wenn man sie heute vergißt.
Dummerweise ist dieser Traum aber immer noch ausgeträumt. Er gilt bestenfalls für Männer die antiretrovirale Medikamente erhalten und auch regelmäßig einnehmen und deren feste Partnerinnen. Männer und Medikamente. Man könnte ein Buch daraus machen. Wenn Männer die Pille nehmen müsste würde die Geburtenrate drastisch steigen. Wer jetzt den Schluss zieht das man mit den dämlichen Kondomen aufhören könnte, gefährdet sich und andere.
Was wir haben ist der Hauch einer Chance für die Zukunft. Wer die sich jetzt verbaut, verbaut sie auch anderen. Lassen wir zunächst einmal die Paare mit Kinderwunsch unter ärztlicher Überwachung der Werte ihre Chance. Alle anderen sollten sich schöne bunte Kondome kaufen und gleichzeitig ihre Politiker in den Hintern treten, damit genügend Geld für eine wachsende Forschung und vor allem für eine Behandlung und Überwachung aller infizierten vorhanden ist. Dann haben wir eine gute Chance, dass unsere Urenkel dieses Problem nicht mehr haben.
Bis dahin ertragen wir ruhig auch die dümmlichste Kondomwerbung. Denn das mieseste Kondom ist immer noch besser als der schönste Tod. Nein das sind nicht die sauren Trauben, es ist die offensichtliche Unerreichbarkeit dieser Trauben.
Muslimische Gewalt
Es macht normalerweise keinen Sinn als Blogger in Deutschland über das Fehlverhalten einzelner Menschen zu berichten. Dank unserem Innenminister leben wir ja in einer ständigen Bedrohung durch Al Qaida, einer sogenannten muslimischen Terrororganisation, die in weiten Teilen wohl mehr Glaubens- als Wissenssache ist. Damit haben wir eine Vorbelastung für alle Muslime die auch so gewollt ist, weil die USA eine antimuslimische Weltmeinung braucht um leichter ihre Raubüberfälle nach Öl durchzuziehen.
Das mit den Raubüberfällen klappt so recht nicht, weil man zwar Bomben aus großer Höhe auf Zivilisten werfen, aber aus dieser Höhe kein Öl stehlen kann. Das ist wie mit dem Verbrecher der in den USA einen Schnapsladen überfallen will. Er muss in den Laden hinein und da könnte im Ernstfall eine bewaffnete Oma stehen oder ihm ein Kind ein Bein stellen. Die muss er dann sofort erschießen. Amerikanischer Alltag.
Die gleiche Methode haben die Amerikaner im Irak angewandt. Hat nur nicht funktioniert. Die Omas und Kinder sind natürlich genau so leicht zu töten wie in amerikanischen Schnapsläden, aber da gibt es auch noch Männer die sich wehren. Damit hatten die staatlichen amerikanischen Diebe natürlich nicht gerechnet und es ist auch unfair wenn sich der Bestohlene wehrt. Witzigerweise lässt sich Öl auch nicht so leicht klauen wie Schnaps oder die Ladenkasse.
In dieser Situation muss die Gefährlichkeit aller Muslime bis ins Unendliche immer größer gemacht werden um zu verbergen das die großartige USA wieder einmal vollständig versagt hat, als sie versuchte ein Land dauerhaft zu besetzen. Schon die Ausbildungsmethoden der USA schaffen die Grundlage dafür, das ein solcher Versuch nicht gelingen kann. Bewusst zerbrochene Menschen ohne jedes Selbstwertgefühl, wie sie die USA als Soldaten wollen, sind zwar erstklassige Kampfmaschinen, gehorchen ohne Nachzudenken, aber sie sind eben nicht in der Lage gerechte Entscheidungen zu treffen.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Krieg und der nachfolgenden Besatzungszeit. Wer sich in der Besatzungszeit wie im Krieg verhält, verliert den Krieg nachdem der Krieg eigentlich schon gewonnen und vorbei ist. Die Amerikaner suchen in jedem neuen Krieg, das, was sie in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg erreicht hatten. Sie haben einfach nicht begriffen das die Deutschen ein gehorsames Volk waren, das nie Freiheit gekannt hat. Ob das heute noch so wäre wage ich zu bezweifeln.
Je größer die Niederlage, desto größer die Propagandamaschine die gegen die Muslime in Stellung gebracht wird. Das kennen wir ja noch aus Vietnam. Natürlich spielt in diesem Fall auch ein religiöser Bezug eine Rolle. Hinter Bush stehen die amerikanischen Evangelikalen aber auch die anderen fundamentalistischen Glaubensrichtungen die es in den USA in allen möglichen Ausprägungen gibt. Religionen haben andere Religionen schon immer gerne mit Gewalt bekämpft, wenn die jeweiligen "Heiden" sich nicht friedlich unterwarfen.
In dieser Situation kann man über das was Menschen mit muslimischem Hintergrund an Fehlern machen, nicht mehr berichten. Man kann nicht mehr kritisieren, weil jede Kritik in Form einer Veröffentlichung sofort in einer Kakophonie die sich selbst immer wieder rekursiv aufruft und verstärkt, untergehen würde. Es passiert genau das, was in der Absicht der Leute lag, die, die Propaganda gestartet haben. Die Muslime, die alles andere als eine homogene Gruppe sind, beginnen die Schotten dicht zu machen und Wagenburgen zu bilden.
Dabei werden auch die Muslime, die eigentlich nur dem Namen nach Muslime sind, aber wie die meisten Christen in Deutschland ihre Kirchen, eine Moschee nur an hohen Feiertagen von innen sehen, in die Wagenburg getrieben. Die weltweit einsetzende Säkularisierung der Muslime ist fast gestoppt und viele die auf der Kippe standen wurden direkt in die Moschee zurückgedrängt. Die Moschee als letzter Rettungspunkt. Das war für die Juden in Bedrängnis immer die Synagoge. Bedrängung macht fromm.
Wer häufig nicht nur auf Oberflächlichkeiten beschränkten Umgang mit Muslimen in Deutschland hat, der weiß das es in der muslimischen wie in der deutschen Jugend eine sehr hohe Gewaltbereitsichaft gibt. Allgemein darf als sicher gelten, dass durch die Einsparungen in den Schulen, die zu großen Klassenverbände und die oft nicht mehr interessierten Lehrer (verständlich), die Chancen auf einen Aufstieg klein sind.
Die ersten Generationen die sich in Deutschland zu guten Zeiten eingerichtet haben, konnten noch Geschäfte und Vermögen aufbauen. Viele taten das in ihren Heimatländern aber eine Zahl von der kein Statistiker je geträumt hätte, tat es hier. Häuser, Wohnungen, Werkstätten und Geschäfte. Eigentlich eine unglaubliche Erfolgsstory.
Allerdings nahm die Anzahl der Kinder nicht so schnell ab, wie bei erfolgreichen deutschen Familien. Das führt entweder zur Vermögenszersplitterung oder zu Vererbungsformen die den Erstgeborenen bevorzugen und alle anderen zurücksetzen. Kennen wir ja aus unserer Geschichte zur Genüge. Es bleiben also viele Verlierer übrig, die ihren Platz weder zwischen den erfolgreichen muslimischen Geschäftsleuten noch dem in Arbeit befindlichen muslimischen Bürgertum finden, aber auch nicht in die deutsche Gesellschaft aussweichen können, weil dort ebenfalls keine erfolgreichen Pfade mehr zu sehen sind.
Die von den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten erzeugte allgemeine Hoffnungslosigkeit und Zukunftsangst führt dazu das niemand mehr Chancen sieht, selbst wenn sie da sind. Das gilt für Jugendliche, die nichts anderes als die aktuell traurige gesellschaftliche Ordnungslosigkeit kennen, ganz besonders. Für alle Jugendliche unabhängig von der Herkunft. Egal wie schlecht sie ausgebildet sind. Das sie machen können was sie wollen, wenn sie Ackermann, von Pierer oder Hartz heißen, aber egal was sie machen ständig was aufs Maul bekommen, wenn sie von Hartz IV leben müssen, erzeugt Wut. Logische Wut.
Erwachsene und gerade deutsche Erwachsene ziehen sich dann in ihr Schneckenhaus zurück oder lassen sich voll laufen. Jugendliche schlagen zu. Natürlich nicht bei den Schuldigen sondern bei allen anderen. Je unverstandener und je mutloser jemand ist, je weniger jemand zu verlieren hat, desto rücksichtsloser wird er. Merken diese Rücksichtslosen dann noch, dass eigentlich keine Bestrafung erfolgt, verlieren sie und andere jeden Respekt, den sie sonst so deutlich einfordern. Die Ergebnisse kennen wir.
Es ist ja nicht die böse Absicht unserer Justiz, dass sie Verfahren erst nach langer Zeit in Gang bringt und wenn es uns selbst betrifft finden wir die Staffelung der Strafen völlig in Ordnung. Ersttäter brauchen ja oft wirklich nur einen Warnschuß. Dumm ist nur wenn dieser Warnschuss erst ein Jahr nach der Tat erfolgt und in der Zwischenzeit schon weitere Straftaten angefallen sind.
Dann passt nämlich unser Bestrafungssystem nicht mehr und das was als Lehre dienen sollte, verpufft wirkungslos. Der Täter ist viel schneller, die Strafwirkung erreicht ihn nicht mehr. Es beginnt eine Gefängniskarriere die auch noch niemanden geläutert hat. Solange wir nicht den sehr schnellen Bezug zwischen Tat und Strafe zumindest bei Jugendlichen herstellen können, wird unser Justizsystem ständig versagen und immer kontraproduktiv sein. Das kostet Geld. Geld das unsere herrschende neoliberale und wirtschaftsfaschistische Klasse aber lieber an Börsen im Ausland verspekuliert, als unsere Jugend zu erziehen, auszubilden und notfalls effizient und schnell zu bestrafen.
Natürlich gibt es Gewalttaten von Menschen mit muslimischem Hintergrund. Viel zu viele und vor allem zeichnet diese Taten meist eine völlige Sinnlosigkeit aus. Die meisten Taten sollen keinen Gewinn erbringen sondern sind reiner Vandalismus. Vandalismus aber ist Frustabbau, der genau so bestraft werden muss, wie andere Delikte, der uns aber gleichzeitig sagt, das wir gute Chancen haben, diesen Vandalismus einzudämmen, wenn wir die Ursachen des Frusts ermitteln und bekämpfen.
Vor allem aber muss wieder klar und deutlich gesagt werden, das es nicht eine Frage des Glaubens ist ob irgendwer eine Schlägerei in der U-Bahn oder sontwo anfängt oder mutwillig Dinge zerstört. Das ist eine Frage mangelnden Verstandes und von Verantwortungslosigkeit. Verantwortungslosigkeit finden wir in unserer aktuellen Gesellschaft aber überall. Unsere Elite hat sich von Verantwortung total befreit.
Man kann den Fall des Sajed A. der einen Rabbi mit dem Messer verletzte aufgrund der in der Öffentlichkeit bekannten Fakten nicht wirklich beurteilen. Es ist egal ob der Rabbi ein guter oder schlechter Mensch ist, man darf ihn nicht mit dem Messer verletzen. Ob da wirklich Notwehr im Spiel gewesen sein mag, konnte wohl auch da Gericht nicht letztendlich ermitteln. Sajed A. sieht im Gegensatz zu dem Rabbi deutlich unfertig aus. Vielleicht sind da auch nur zwei mit einem schlechten Tag aufeinandergestoßen und haben ihn sich noch gründlicher versaut.
Tatsache ist das Sajed A. wie die FAZ ganz sicher kein Sympathieträger sondern eher ganz einfach ein böser Junge ist:
Die Banalität des Bösen, wie sie im Prozess vor dem Frankfurter Landgericht zutage trat, hat die Angstvorstellungen vom muslimischen Gewalttäter korrigiert. Sajed A. kann vielleicht Salem aleikum sagen, um einen Juden zu ärgern, aber sonst kein Wort Arabisch. „Scheißjude“ geht ihm ebenso geläufig von den Lippen wie „Scheißdeutscher“, und er bedroht einen türkischen Busfahrer genauso wie einen italienischen Fahrgast.
Er gibt sich ganz offen als einer jener jungen Misanthropen, die es zu nichts gebracht haben, dem Schicksal seinen Lauf lassen und die Schuld bei anderen suchen. A. ist leicht reizbar, aggressiv, gewalttätig und vorbestraft. Er ist wahrlich kein Sympathieträger, aber neben den vielen Defiziten, die er als Mensch haben mag, gehört wohl auch der Mangel an Haltung. Das, was über ihn vor Gericht zutage getreten ist, legt nahe, dass es bei ihm zu gar keiner Überzeugung reicht, auch keiner antisemitischen.
Wenn wir mal ehrlich sind, kennen wir alle genügend Typen von dieser Sorte. Egal wo die herkommen. Es gibt sie einfach überall. Bewundernswert ist bei dieser Gemengelage der Richter:
Richter Klaus Drescher hat als Kammervorsitzender während des Prozesses gespürt, dass ein Teil der Öffentlichkeit mehr erwartet, als die Justiz zu leisten imstande ist. Er hat der Urteilsbegründung die Bemerkung vorangestellt, trotz gesellschaftlicher Dimensionen hätte man es mit einem eher gewöhnlichen Kriminalfall zu tun.
Genau das ist unser Problem. Die Justiz kann solche bösen Jungs nicht heilen. Das muss die Gesellschaft schon viel früher in Angriff nehmen. Es ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe die nichts mit irgendeiner Herkunft zu tun hat. Sajed A. mag afghanische Wurzeln haben, aber er hasst alle.
Solche Leute sind nur von der gesamten Gesellschaft erreichbar. So wie die christlichen Kirchen keinen erreichen können, der ihnen nicht zuhört, geht es auch den Muslimen. Da hilft kein Predigen. Wahrscheinlich hilft da auch keine Strafe mehr. Alle Menschen in diesem Land brauchen faire Chancen, aber selbst wenn wir das für alle erreicht haben, bedeutet es nicht, das uns Straftäter komplett erspart blieben. Wir können die Zahl verringern, aber nicht die Boshaftigkeit an sich.
Juchu. Ich bin nicht verfressen ich bin eine genetische Naschkatze
Bisher habe ich meine Lust auf Süßes ja immer meiner natürlichen Verfressenheit und der nicht vorhanderen Selbstkontrolle zugeschrieben. Aber nein. Das ist es nicht. Ich bin unschuldig, ich bin eine genetisch bedingte Naschkatze
Ob jemand eine Naschkatze ist oder nicht, liegt in seinen Genen. Eines der wichtigsten dabei ist ein Gen namens GLUT2, haben kanadische Forscher entdeckt: Menschen mit einer bestimmten Variante dieses Gens konsumieren messbar mehr Zucker und Süßigkeiten als Gleichaltrige mit der herkömmlichen Genvariante. Das betreffende Gen trägt den Bauplan für einen Zuckertransporter, der im Gehirn als eine Art Zuckersensor fungiert. Aufgrund des Austauschs eines Bausteins scheint er bei den Variantenträgern jedoch nicht ganz so empfindlich zu sein – und das bedingt wohl wiederum den größeren Zuckerkonsum, glaubt das Team um um Karen Eny von der Universität von Toronto.
GLUT2, eine Abkürzung für "Glukose-Transporter Typ 2", ist in der Bauchspeicheldrüse, der Leber, dem Dünndarm, den Nieren und dem Gehirn aktiv. Dort ist sein Genprodukt – der Transporter, dessen Bauplan im Erbgut hinterlegt ist – dafür zuständig, Glukose aus dem Blut in das Innere der Zellen hineinzuschleusen. Besonders im Gehirn ist es dabei wichtig, dass weder zuviel noch zuwenig Zucker in die Zellen gelangt, da es dort noch mehr als in den anderen Organen auf eine optimale Versorgung mit dem essenziellen Brennstoff ankommt. Daher gibt es schon länger die Vermutung, dass GLUT2 auch eine Sensorfunktion für die Verfügbarkeit von Zucker besitzt. Dafür spricht auch, dass Störungen in der GLUT2-Funktion mit einen erhöhten Risiko für Diabetes einhergehen.
Na bitte. Diabetiker bin ich auch. Mag also wirklich sein, das dieses Gen schuld ist. Aber momentan ist es zwar als Ausrede brauchbar, bringt einen aber nicht weiter:
Der Zuckertransporter wird im Gehirn genau dort produziert, wo auch die Kontrollzentren für Hungergefühle sitzen und die Regulation der Nahrungsaufnahme stattfindet, erläutern die Forscher. Wenn die veränderte GLUT2-Variante also weniger effizient Zucker transportiert und damit die Verfügbarkeit des Zuckers auch weniger empfindlich anzeigt, erkläre das, warum manche Menschen mehr Süßes brauchen, um das Stopp-Signal auszulösen. Gelänge es, in diesen Regelkreis einzugreifen und das Signal künstlich zu setzen, könnte das in Zukunft vielleicht bei der Bekämpfung von Übergewicht helfen, lautet das Fazit der Wissenschaftler.
Künftig bei der Bekämpfung von Übergewicht helfen. Künftig aber nicht heute. Das macht uns allerdings nicht wehr- und hilflos. GLUT2 schaltet nämlich nicht die Selbstkontrolle und auch nicht Eigenverantwortung ab. Wer weiß, das er persönlich gefährdet ist, muss sich einfach mehr Mühe geben und ein wenig Geschick entwicklen. Ja. Ich weiß wovon ich rede. Die Elefanten im Zoo haben schon immer ganz pikiert gekuckt, weil ich schwerer war als sie.
Den gesamten Diätkram habe ich nie ausprobiert. Das einzige was funktioniert, ist bewusstes Essen, gerade von Süßigkeit und das Betrügen des eigenen Körpers. Es reicht ganz wenig Zucker um den Körper zu belügen. Wenn man stark genug ist, sich nur die geringste denkbare Menge pro Verzehr zu genehmigen, dann reicht das normalerweise aus.
Setzt man dazu noch auf die eigene Faulheit und packt alles Süße in Dosen und zwingt sich dazu immer wieder aufstehen, in die Küche gehen, Dose öffnen, ein Stück Schokolade entnehmen, Dose schließen zu müssen, kommt irgendwann der Punkt, wo man lieber verzichtet. Das ganze ist auch eine Trainingsfrage. Der Körper gewöhnt sich an immer weniger Zucker.
Gewohnheit und Faulheit sind gute Helfer beim Zuckerverzicht. Sie ersetzen bei Diabetes natürlich nicht den Arzt.
Nutzloses Blättchen bringt nutzlose Nachrichten
Es gibt Pressemitteilungen bei denen rollen sich mir die Hufnägel auf:
Haustiere tun ihren Haltern gut - Katzen Männern ganz besonders. Frauen finden Katzenhalter sensibler und einfühlsamer als Männer ohne Schmusekater, berichtet die "Apotheken Umschau". 60 Prozent der vom Bremer Marktforschungsinstitut TheConsumerView unter 1016 Personen befragten Frauen gestehen den Katzenfreunden diese Eigenschaft zu. Aber auch knapp 47 Prozent der Männer teilen die Ansicht.
Wenn mich Männer für einfühlsam und sensibel halten, kennen sie mich nicht. Männer müssen bei mir immer in voller Härte durch das Leben. Schließlich haben sie nichts besseres verdient, sie wurden ja gerade deshalb als Männer geboren.
Ich mag es wenn mich Frauen mögen. Ich mag Katzen und trauere meinem Fridolin auch nach so vielen Jahren noch nach. Mit etwas mehr Platz und einer Lebensabschnittsgefährtin ohne Katzenhaarallergie hätte ich auch wieder einen Stubentiger. Selbst der Dackel mag Katzen. Haben meine Hunde immer gemocht. Der Dackel mag sogar Zwerghamster. Nicht zum Essen. Er wedelt wie verrückt mit dem Schwanz und lässt die Hamsterin auf seinem Rücken rumturnen.
Aber wenn Frauen mich wegen meiner Katze besser bewerten, dann zeigt das nur das diese Frauen keine Ahnung haben. Hitler mochte seine Schäferhündin sehr.
Normalerweise sind mehr derartige Pressemitteilungen egal, aber diese blödsinnige Apotheken Umschau geht mir auf den Wecker. Andauernd werde ich in irgendeiner dummen Werbung angehauen in meiner Apotheke nach der Apotheken Umschau zu fragen. So als würde dieses Blättchen für mich die wichtigste Information überhaupt sein.
Dabei wollen die mich nur als Erpresser gegenüber den Apotheken benutzen. Das Käseblatt schafft es nämlich nicht, sich durch Werbung zu finanzieren oder ist zu faul um sich um Werbekunden zu kümmern, möchte aber trotzdem existieren und Gewinne abwerfen. Deshalb sollen die Apotheker dazu gebracht werden den Mist, mit 35 Cent pro Blättchen zu kaufen um ihn dann kostenlos zu verteilen.
Ich finde die Methode des Vertriebs schon mehr als anrüchig. Der Inhalt des einen Heftchens das sich die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen mal hat andrehen lassen, war schlicht und ergreifend Müll, genau wie die obige Umfrage.
Es spricht nichts dagegen seine Meinung der Umwelt kund zu tun. So unwichtig sie auch sein mag. Genau das mache ich hier in diesem Blog ja schließlich auch. An der Apotheken Umschau stört mich, das für diese inhalte auch noch Bäume sterben müssen und das ich über die Apotheken diesen Unfug finanzieren soll. Denn die Kosten gibt der Apotheker natürlich auch an mich weiter. Bei 14 tägigem Erscheinen sind das 8,40 Euro pro Kunden und Jahr.
Für manche Menschen ist das ja genau der Betrag der ihnen fehlt um sich dringend notwendige Medikamente leisten zu können. Deshalb ist die Apotheken Umschau nicht nur unnütz sondern auch noch schädlich für die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Jeder Apotheker der den Mist verteilt, versündigt sich an seinen armen Kunden. Er sollte das Geld das er jetzt für das Blättchen ausgibt einsparen, um wenigsten den ärmsten von seinen Kunden zu helfen.
Dann müssten die Apotheken Umschauer ihr Geld zwar wieder mit Arbeit verdienen, aber damit kann ich gut leben. Katzenmänner sind eben doch nicht so sensibel und einfühlsam.
China erwägt Umbennung der Hauptstadt anlässlich der olympischen Spiele
Statt Peking soll die Hauptstadt dann für die Zeit von Olympia Doping heißen. Das würde es zumindest den Sportberichterstattern erleichtern ihre Werbestunden an den Zuschauer zu bekommen, ohne die Wahrheit sagen zu müssen. Das Wort Doping fällt dann ja andauernd, und so kann man sich später darauf berufen, ständig über Doping gesprochen zu haben, wenn man nicht gerade Werbetafeln abbilden musste.
Wenn die Wintersportberichterstattug eines gezeigt hat, dann das die Werbewirtschaft die öffentlich rechtlichen Fernsehprogrammen braucht. Nicht nur das die Vollidioten auch noch Geld für die Übertragungsrechte bezahlten, sie zeigten auch stundenlang jede nur mögliche Werbetafel und entschuldigten sich dafür, das sie überhaupt daran gedacht hatten, über Doping zu reden.
Die OberÖsterreichischen Nachrichten werden sich, obwohl sie normalerweise gut unterrichtet sind, diesen Text vermutlich aus den Fingern gesaugt haben:
Die Staatsanwaltschaft gab gestern den Auftrag, gegen 31 Sportler, darunter zehn aus Deutschland, zu ermitteln. Ausschlaggebend war die anonyme Anzeige, in der auch die Namen von Olympiasiegern und Weltmeistern auftauchen. Der Inhalt: Drei österreichische Mediziner sollen in Wien und Linz systematisch Blutdoping betrieben haben und das bis heute fortsetzen. „Verrechnet wird dieses Blutdoping via (Zusatz-)Versicherung.“
..
Aufgrund dieses Vorwurfes des Versicherungsbetruges hat die Justiz nun die Möglichkeit, eigenständig in der Blutdoping-Causa aktiv zu werden, und nicht nur aufgrund Rechtshilfeersuchen italienischer Behörden im Zusammenhang mit dem Dopingskandal bei den Olympischen Spielen 2006 in Turin.
Selbstverständlich ist das nur eine Rufmordkampagne an deutschen Sportlern, die jetzt ja sogar eidesstattliche Erklärungen abgeben wollen:
DSV-Sprecher Schwarzbach sprach von einer «Hexenjagd». Vor drei Wochen habe er noch gesagt, «wir sind an der Grenze zum Rufmord. Ich denke, diese Grenze ist jetzt überschritten.» Eine eidesstattliche Erklärung sei «kein Schulhof-Versprechen», sagte er. «Im Falle einer Falschversicherung droht eine empfindliche Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Darüber wurden alle Athleten noch einmal aufgeklärt.»
Ja. Ja. Am gleichen Tag meldete die deutsche Biathlon-Staffel der Herren hat bei der WM im schwedischen Östersund die 6 Deutsche Medaille dieser WM. Natürlich ohne Doping. Das ist so ähnlich wie bei den Fußballern die immer häufiger einfach tot umfallen, während des Spiels. Da sind das immer nur die Sportler, die nach einem grippalen Infekt zu früh wieder spielen. Seltsam nur das Hochleistungsarbeiter in Unternehmen, die sich, um nicht entlassen zu werden, gar keine Auszeit nehmen, von diesem plötzlichen Tod praktisch unbetroffen sind.
Seltsam auch, das selbst die Staatsanwaltschaft in Bonn mittlerweile wohl begriffen hat, das sie die Telekom beim Doping nicht für unschuldig erklären kann, egal was sie sich zurechtlügt, aber trotzdem niemand auf die Idee kommt, andere Sportarten bei denen die Telekom als Großsponsor auftritt, mal genauer auf Doping zu untersuchen.
Natürlich glaube ich nicht das der FC Bayern dopt. Die siegen mit anderen Mitteln, die haben schließlich den Zwanziger. Aber was kann es schaden, da mal genauer und öfter nachzusehen. Ich meine bevor ein Sportler von denen plötzlich tot umfällt.
Es könnte vielleicht auch mal Sinn machen, bei dem unschuldigen Arzt in Linz nachzufragen, ob er auch Blutdoping an in Deutschland spielenden Fußballstars als völlig haltlos zurückweist. Ich meine Nachfragen kostet ja nichts. Vor allem würden dann diese bösen Gerüchte von Bayernaudis in Linz auf die Zufälle reduzieren lassen, die sie sicherlich sind. Die waren auf dem Weg nach Wels zur Pferdemesse, oder haben sich einfach bei der Suche nach dem Wolfgangsee verfahren.
Natürlich hat niemand gedopt. Warum auch. Doping bringt ja gar nichts. Deshalb flüchtet ja auch niemand vor Dopingkontrollen und alle Beteiligten spielen gerne mit offenen Karten. Deshalb freuen wir uns schon alle auf die olympischen Spiele in Doping. Hoffentlich fällt nur vorher nicht noch ein Fußballer in Deutschland tot um.
Wir haben nur zwei Möglichkeiten. Entweder engmaschige Dopingkontrollen oder totale Dopingfreigabe. Ich halte Kontrollen für nicht machbar. Also sollen sie sich offiziell umbringen dürfen, oder wir verbieten die Teilnahme an Wettbewerben, was genauso illusorisch ist. Wir könnten allerdings ohne Probleme sofort mit der Sportförderung für Leistungssport aufheben und Einnahmen aus Leistungssport normal versteuern.
Auf jeden Fall sollten wir sofort damit aufhören, so zu tun, als gäbe es kein Doping. Eine Lüge wird auch durch Wiederholung nicht zur Wahrheit.
Coram iudice et in alto mare in manu dei soli sumus
Vor Gericht und auf hoher See sind wir allein in Gottes Hand. Das ist sicherlich eine Binsenweisheit, aber eine, die sich auch ständig neu bestätigt. Welcher Gott da gerade gemeint ist, kommt auf den Einzelfall an. Meist ist es Gott Mammon, aber es kann auch ein anderer Ungeist sein. Einige Urteile erscheinen einem gerecht, andere als ungerecht. Tolstoi sagte das da, wo Gericht ist, auch Ungerechtigkeit ist. Das wird wohl auch von niemandem bestritten.
Huib Riethof meldete es auf seinem Blog und Dietmar Näher von Politisch Korrekt befasste sich ebenfalls mit dem Thema Bart Debie
Ein Jahr Gefängnis für Ex-Polizeikommissar Debie (VB)
Das antwerpener Gerichtshof hat den vorherigen antwerpener Polizeikommissar und gegenwärtiges Vlaams-Belang Abgeordnete in der antwerpener Stadtrat Bart Debie (33) am Donnerstag verurteilt zu vier Jahren Haft, wovon einen Jahr ohne Aufschub, und 1250 Euros Bussgeld. Der Mann ist auch verurteilt zu fünf Jahren Bürgerrechtsentziehung.
Das heisst dass Debie, "Sicherheitsexperte" des Vlaams Belangs und ebenfalls Fraktionssekretär des VB im flämischen Parlament, kein öffentliches Amt inhaben darf und auch nicht wählbar mehr ist, was fatal sein möchte für dessen politischen Laufbahn. Debie hat unmittelbar appeliert beim Kassationshofe.
..
Die extremrechte Partei Vlaams Blok (jetzt: Vlaams belang, nach deren Verurteilung wegen Rassismus in 2004) hat ihn gerne aufgenommen und als Kandidat im antwerpener Stadteil Borgerhout gestellt. Dort litt er jedoch eine relative Niederlage: Die verhoffte Mehrheit fürs VB im Stadtteilrat kam nicht zustande.
Obwohl Debie, wie Ulfkotte, behauptet kein "Rassist" zu sein, wird er trotzdem wegen Rassismus verurteilt!
Ein wichtiges Unterschied zwischen den beiden Urteilen, ist, dass der Gerichtshof, im Gegensatz zu dem Arrondissementsgerichte, Debie auch verurteilt hat wegen "Rassismus", oder besser gesagt: dem "Schüren von Rassismus". Deswegen ist sein Straf auch erschwert.
..
Gibt es Unterschied zwischen Debie und Ulfkotte was dem (klammheimlichen) Rassismus anbetrifft? Entweder Debie, noch Ulfkotte hat je von einem Unterschied auf diesem Punkte zwischen den beiden gesprochen. Nach meiner Wahrnehmung gibt es so etwas auch nicht. Die Verurteilung ebies wird somit, wenn ich es gut verstehe, schweren Folgen haben für den Herrn Ulfkotte.
Bedeutung hat dieses Urteil auch für die so genannte islamkritische Szene in Deutschland, weil deren prominentestem Vertreter, Udo Ulfkotte, Kontakte zum Vlaams Belang nachgesagt werden. Ulfkotte hat sich inzwischen zwar vom Vlaams Belang distanziert, doch besonders glaubwürdig wirkt das nicht. Als Ulfkotte im September letzten Jahres wegen des Verbots der 9/11-Demonstration durch Brüssels Bürgermeister Freddy Thielemans vor Gericht ging (und mit seiner Klage scheiterte), ließ er sich vom Vlaams-Belang-Anwalt Hugo Coveliers vertreten. Mit an Ulfkottes Seite als Übersetzer: Bart Debie
Zunächst einmal ist die Verurteilung von Bart Debie ein wichtiger Sieg gegen den Rassismus in Europa , auch wenn im Rahmen des Berufungsverfahrens die Strafe vermutlich noch etwas, wenn auch unbedeutend abgemildert wird. Ich tippe darauf das er nicht in Haft muss und ihm die bürgerlichen Ehrenrechte verbleiben, während die Geldstrafe erhöht wird. Das ist so die Art Kuhhandel. den ich zumindest in Deutschland erwarten würde.
Allerdings haben die anderen Europäer ein etwas anderes Verhältnis zu Faschisten und Rassisten als wir in Deutschland. Bei uns in Deutschland ging es nach 1945 darum die Vergangenheit möglichst schnell zu vergessen und wieder zur Tagesordnung über zu gehen. Bei der Menge an Schuld, wäre es schwer, wenn nicht gar unmöglich gewesen, diese wirklich aufzuarbeiten. Also wurde das Ende der Nürnberger Prozesse, im Prinzip auch als das Ende der Aufarbeitung gesehen.
Insbesondere die deutsche Justiz, die in ihren eigenen Reihen mit erheblicher Schuld zu kämpfen hatte, war nicht wirklich an einer weiteren Verfolgung interessiert, zumal die Täter ja alle staatstragend waren, und ihre Befehle befolgt, ja teilweise mit viel Freude auch übererfüllt hatten. Die deutsche Justiz, die sich ja immer als staatstragend verstanden hat und staatlichem Unrecht meist reaktionslos gegenüberstand und gegenübersteht, hat diesen Bereich bis heute praktisch geschlossen, auch wenn in letzter Zeit ein paar Verfahren für Aufsehen sorgten, weil eben doch bestraft wurde.
Im restlichen Europa waren die Täter ja nicht nur Rassisten oder Faschisten sondern häufig auch Kollaborateure, also Leute die mit den Deutschen, dem Feind, zusammengearbeitet hatten. Das führte von Anfang an zu einer anderen rechtlichen Betrachtungsweise als bei uns. Natürlich war auch der Umgang mit den Kollaborateuren nicht immer einwandfrei.
Während es in Deutschland schwer bis unmöglich ist, eine Staatsanwaltschaft dazu zu bekommen, das sie wegen Volksverhetzung oder Aufruf zum Rassenhass ermitteln, geht das in anderen Teilen Europas einfacher. Auch wenn dort ansonsten ein weniger obrigkeitsgläubiges Rechtssystem als bei uns vorherrscht. Unsere Rassisten und auch die Faschisten und Faschistoiden geben sich ja meist staatstragend. Als Beschützer jenen Deutschseins, das es zwar real nie gegeben hat, das aber für viele eine schöne Fiktion ist.
Darüber kann man schimpfen und wütend sein, aber das ändert nichts an den Tatsachen. Es gibt auch so richtig keinen Grund mehr wütend zu sein. Wir leben mittlerweile alle im gleichen Europa. Das bedeutet nicht nur für einige eine gemeinsame Währung, gemeinsame Grenzen, gemeinsame Gesetze und Vorschriften sondern auch gemeinsame Europäische Gerichte als letzte Instanz.
Wenn nationale Gerichte sich weit von europäischen Normen entfernen oder gar Menschenrechtsfragen berührt werden, dann macht es Sinn mit seinen Anliegen nach Europa zu gehen. Während in Deutschland die Verurteilung von Bart Debie bedeutungslos ist, bildet sie in Europa die neue, europäische Rechtstradition mit aus und wird in einigen Jahren oder Jahrzehnten, nach den entsprechenden höchstrichterlichen Urteilen auch die deutsche Rechtstradition verändern.
Die Annahme von Huib Riethof und Dietmar Näher, das die Verurteilung von Bart Debie etwas für die Verfahren Ulfkotte und Pax Europa gegen Blogger und dann auch gegen die beklagten Journalisten und Wissenschaftler bringt, teile ich nicht. Wie bereits angeführt ist ein belgisches Urteil in Deutschland belanglos. Da würde die Einschätzung des Brüsseler Bürgermeisters der die Verantwortlichen der von Dr. Udo Ulfkotte angemeldeten Demonstration als Rassisten bezeichnete und dabei auch auf die belgischen Sicherheitskräfte verwies, die, diese Einschätzung wohl getroffen hatten, viel mehr bringen. Aber auch sie scheint in der ersten Instanz eher belanglos zu sein.
Bart Debie ist eine Einzelperson, die zwar sehr nahe mit Dr. Ulfkotte verbunden ist, aber wenn Bart Debie einen Banküberfall begeht, würden wir ja auch nicht automatisch annehmen, das Udo Ulfkotte sein Komplize ist. Selbst das beide sich als Sicherheitsexperten bezeichnen spielt keine Rolle. Schuld ist eine individuelle Angelegenheit. Die Schuld des Bart Debie wurde vom belgischen Gericht jetzt bestätigt. Seine individuelle Schuld. Nicht die von Udo Ulfkotte.
Das ist mir deshalb so wichtig, weil ich ja eben Herrn Ulfkotte vorwerfe, das er die Moslems für etwas verantwortlich machen will, was vielleicht ein einzelner Moslem getan hat, oder nur in irgendwelchen Fantasien existiert. Wenn ich Herrn Ulfkotte für Bart Debie verantwortlich mache, dann benutze ich die gleiche Methode, die ich überall vehement bekämpfe.
Natürlich bin ich persönlich fest davon überzeugt, das beide für die gleiche Sache kämpfen und das die Verflechtungen sehr viel intensiver sind, als wir alle annehmen. Natürlich reicht das von bulgarischen Rechtsradikalen bist zu den Resten französischer Rechtsterroristen. Aber das muss bewiesen werden. In Einzelschritten. Genau das wird in Frankfurt und in den Folgeprozessen passieren. Es ist eine reine Fleißarbeit, die über Jahre gehen wird. Ein Verfahren wird sich an das andere reihen. Mal obsiegt die eine, mal die andere Seite. Bis es das Urteil in letzter Instanz gibt.
Das kostet Zeit und Nerven. Allerdings glaubte auch Bart Debie schon einmal davon gekommen zu sein. Nun hat ihn die harte Realität eingeholt. Bei jeder Niederlage gibt es natürlich auch ehemalige Mitstreiter, die dann erzählen wie einiges wirklich war. Dem Frieden, den PI und die Leute die für Brüssel gespendet hatten, mit Dr. Ulfkotte heute scheinbar haben, dem Frieden traue ich nicht. Auch da werden wir noch einiges erleben. Im Laufe der Zeit.
Vor Gericht und auf hoher See ist Ungeduld ein schlechter Ratgeber.
Mein Haus, mein Auto, meine Gene
Das wir in einer seltsamen Gesellschaft von Vergleichsfreaks leben ist eigentlich schon lange klar. Nun gibt es eine neue Vergleichsmöglichkeit. Die eigenen Gene und Don Alphonso aka Rainer Meyer fühlt sich völlig zu recht persönlich angepisst.
Aber wenn jeder irgendwelche Genproben an ein Startupwie 23andme schicken kann, das sich einen Dreck um effektiven Datenschautz kümmert und die Daten aus der Genomanalyse auch an Dritte weitergibt, und für das eigene Portal verarbeitet, dann ist der Moment da, in dem Himmler, das Ahnenerbe und Mengele putzmunter in der Jedermannversion2.0 vorliegen - das Projekt ist ziemlich genau das, was der feuchte Traum dieser Herrschaften war. Ich verstehe nicht, wie man so einem zutiefst unethischen Projekt ein Podium geben kann, und ich begreife auch nicht, warum man diese Leute beim DLD nicht von der Bühne gebuht hat. Ist die Domain GenomKZ eigentlich noch frei, zum Sammeln, Vergleichen und Selektieren möglichst sauberer DNA-Stränge?
Wie er schon sagt, es ist der alte feuchte Traum.
Im Gegensatz zu ihm finde ich aber das diese Truppe sehr gut zum DLD passt. Stehen die da nicht alle jeden Morgen auf und sehen aus dem Fenster, nicht um wie bei Kempowski ein hübsches Mädchen zu sehen, das den Tag versüßt, sondern um Schmulchen Stiefelbein zu entdecken, auf das sie sich, über jemand anderen erheben können? Auf die einzige Art die ihnen möglich ist.
Mein Haus, mein Auto mein rasiertes Arschloch und nun eben meine tollen Gene. Wahrscheinlich werden schnell die ersten mit falschen Genen dort antreten. Die vom sportlichen und intelligenten Nachbarn und nicht von dem alten fetten dummen Sack, der sie selber sind.
Es geht um Selbstdefinition. Und es geht um eine neoliberale Gesellschaft in der man sich eben nicht durch Leistung und Verantwortung definiert. Da geht es um Schein. Scheingewinne, Scheinleistungen, Scheinverantwortung. Ob Burda, Springer oder Mohn/Bertelsmann. In Wirklichkeit leisten diese Leute ja nichts, sie zerstören ja nur das, was andere geleistet haben. Unseren Staat und unsere Wirtschaft. Da die und ihre Handlanger nicht wirklich so dumm sind, das sie das nicht selbst sehen, müssen sie ihr Tun irgendwie rechtfertigen.
Da sie nicht von adeliger Geburt sind und auch nicht klüger oder schöner als die anderen Menschen sind, bleibt nicht viel. Bisher sprachen sie über Verantwortung und Bildung, meinten aber Gewissenlosigkeit und die Kenntnis von Gesetzeslücken. Aber das reicht heute nicht mehr. Wo ein Schäuble das Grundgesetz schon vor dem Aufstehen bricht und Richter in Chemnitz über bundesweite Streikverbote Unrecht sprechen, da muss größeres her.
Das Geonom ist eine tolle Sache. Genetisch bedingte wirtschaftliche Unfähigkeit und schon wären all die Pfeifen gerettet. Sie kämen morgens wieder am Spiegel vorbei, ohne sich schämen zu müssen oder doch zumindest dieses ulkige Gefühl zu haben.
Slashdot berichtet über ein 1000 Personen Geonomprojekt, bei dem Leute aus allen Teilen der Erde untersucht werden sollen um die Informationsbasis über den Zusammenhang zwischen Genen und Krankheiten zu verbreitern und so bessere Rückschlüsse zuzulassen:
An international consortium of specialists in genetics has announced the 1000 Genomes Project, in which at least 1,000 people from around the world will have their genomes fully sequenced as part of an effort to discover the relationship between genetics and disease. At present, over 100 regions of DNA are known to be related to illnesses, but the maps that exist are vague and are drawn from an extremely small population pool. According to the article, this results in the need for slow, expensive, and laborious studies to pinpoint causes, especially for rarer conditions. This project aims to find conditions that might only appear once in every 2,000 people (though how they intend to do that with half that number is unclear). The researchers hope to massively speed up the diagnosis of genetically linked illnesses and to improve the reliability of such diagnoses
Damit kann man dann auch das unmoralische Handeln von 23andme und seinen Propagandisten begründen, obwohl die mit großer Sicherheit etwas anderes wollen. Don Alphonso erinnert uns zu recht an unsere Vergangenheit:
Das klingt für manche vielleicht überzogen, aber a) sitze ich in einem Haus, das man meinem Clan durch Verbringung nach Bergen-Belsen und andernorts nehmen wollten, b) ist Rassismus und Biologismus seintdem keinesfalls ausgestorben, wie auch c) die Dreckschweine in Politik und Wirtschaft, denen bei diesen Möglichkeiten einer abgeht und d) ist jeder Mensch gleich wertvoll, egal wie seine DNA-Struktur aussieht. Aber die unerträgliche Promoshow bei 23andme von den genetisch bedingten Talenten bis zu den Defekten sagt was anderes, zugunsten des Gewinnstrebens der Gründer.
Ich bin allerdings misstrauischer. Ich glaube eher das es gar nicht um das Gewinnstreben der Gründer geht. Irgendwann wird ein Arbeitgeber nur noch die Leute einstellen, deren Gene er auf diese Weise vorher auswerten lassen kann um das Risiko von Krankheit zu vermeiden. Das gleiche gilt für Krankenkassen und Versicherungen. So kann man Gewinne optimieren. Da dürfen auch solche Gründer ein wenig mit verdienen. Aber es geht um Größeres.
Das dann auch noch die braunen Horden kommen werden um ihr Süppchen auf der Gendatenbasis zu kochen ist klar. Ich kenne einen der sogar ein Buch darüber geschrieben hat, das man aufgrund von Genen alle Palästinenser umbringen könnte, wenn auch nur in einem Roman. Aber es ist der gleiche alte feuchte Traum. Wir wissen zwar heute wissenschaftlich, das die genetischen Unterschiede zwischen Rassen völlig unbedeutend sind, aber Wissenschaft hat die Braunen ja noch nie gekümmert. So wie sie mal Köpfe vermessen, oder Zwillinge zerschnitten haben um ihre Ansicht von Wissenschaft zu beweisen werden sie auch mit den Genen derartiges anfangen.
Aber es ist nicht das Netz, das solche miesen Charaktere hervorbringt. Es ist eine verkommene Gesellschaft, in der die verkommensten Typen an der Spitze stehen. In einer Gesellschaft in der Verkommenheit ein Gütezeichen ist, sind auch solche Truppen gern gesehen. Die Burdas, Mohns und Springer sind ja nicht betroffen. Die profitieren nur. Wer allerdings mit denen ins Bett steigt und sei es nur für die Verpflegung am Rande des DLD, der muss sich fragen lassen, warum er sich mit diesen Leuten abgibt. Jeder muss doch vorher wissen, das da nichts Gutes kommen wird.
Von mir bekommt Burda nicht einmal meinen rosigen Arsch zu sehen. Ich diene ihnen nicht als Staffage. Wenn das kein anständiger Mensch mehr tut, dann sind diese Vögel ziemlich alleine und auch bald erledigt. Die leben nämlich davon das die Anständigen immer wieder den Versuch unternehmen zu kommunizieren. Aber man kann nicht mit Verantwortungslosen diskutieren. Da macht es mehr Sinn mit Bäumen zu reden. Die sind wenigstens freundlich und nützlich.
Heute ist Sex-Tag
Nein. Das ist kein Scherz. Eigentlich sollte ja jeder Tag ein guter Tag für Sex sein, aber der heutige Mittwoch wurde in der russischen Provinz Uljanowsk offiziell zum Sex-Tag durch den Gouverneur ausgerufen:
Der Gouverneur der russischen Provinz Uljanowsk hat dazu aufgerufen, am Mittwoch Sex zu haben statt zur Arbeit zu gehen. Um die Geburtenrate zu steigern, dürften Arbeitnehmer einen Tag schwänzen, erklärte Sergej Morosow. Für Kinder, die exakt neun Monate später geboren würden gäbe es eine Belohnung, wie etwa einen Kühlschrank oder einen Fernseher. Ein Trauschein ist nicht erforderlich, um die Belohnung einzustreifen, nur ein Baby. "Ob es ein Mädchen oder ein Junge wird, ist egal", sagte eine Sprecherin.
Entgegen anders lautender Meldungen stimmt es nicht das Eva Herman schon gestern einen Flieger bestiegen hat, um ihre Mutterkreuzlerinnenpflichten zu erfüllen. Es ist auch nicht wahr, das sie sich zu diesem Zwecke mit dem Kreuzträger Pofalla trifft.
Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen meinte übrigens, das wir ja schon den größten Teil des Sex-Tages verpasst hätten, weil ich wieder die wichtigen nicht von den unwichtigen Nachrichten trennen konnte. Wir werden den Sex-Tag um eine Woche verschieben, um ihn komplett auszukosten.
Allen die auch ein wenig spät dran sind, empfehlen wir gleiches zu tun. Der Sex-Tag geht auch außerhalb von Uljanowsk und Russlands. Viel Spaß und ganz viel Phantasie.
Rennen ohne Rücksicht
Otaku schreibt in seinem Brother Wolfs Siberian Husky Blog über den Siberian Husky Club Deutschland e.V. der sich rühmt dem Tierschutz ein Schnippchen geschlagen zu haben.
Laut WSA Präsident Bernd Keusemann braucht das Alter der Hunde nicht 18 Monate betragen, obwohl das schwedische Tierschutzgesetz etwas anderes aussagt. Sonderkonditionen vom SHC für Musher die zur Schlittenhunde WM 2008 nach Schweden fahren wollen.
Die einzig vernünftige Folge eines solchen Verhaltens kann nur die Aberkennung der Gemeinnützigkeit und eine dreijährige Sperre für internationale Rennen sein. Es ist schon traurig genug, das der Tierschutz bei uns nicht wirklich ernst genommen wird, wer aber dann auch noch vernünftige Gesetze in anderen Ländern unterläuft, muss bestraft werden.
Ich finde den Einsatz von Schlittenhunden eine tolle Sache und kenne sowohl die Fahrt mit dem Schlitten, als auch mit dem Trainingswagen. Sie macht den Tieren Spaß, ähnlich wie es Pferde gibt die begeistert vor dem Wagen arbeiten. Ich halte Rennen mit Tieren immer für bedenklich, da sie voraussetzen, das die Menschen, die, die Tiere führen, verantwortungsvoll handeln. Bei manchen Menschen zählt der Sieg mehr, als der Preis den die Tiere dafür bezahlen.
Deshalb braucht es Regeln. Eine Schutzregel für junge Tiere und eine maximale Einsatzdauer, pro Tag und Saison für alle, sind dabei eine wichtige Voraussetzung. Ich kenne den Hunderennsport und den Hundeschlittensport zu wenig, um die Belastung wirklich einschätzen zu können. Aber ein Leonberger darf frühestens mit 18 Monaten auf Hüftgelenksdysplasie getestet werden, weil er davor einfach nicht ausgewachsen genug ist, um aus den Bildern vernünftige Schlüsse zu ziehen.
Ich persönlich empfehle sogar immer bis zum 20. Lebensmonat zu warten oder bei Spätentwicklern auch bis zum 24. Nach einer Schweizer Studie aus den Jahren 1991 und 1994 sind die Hüftgelenke bei den Siberian Husky, die besten aus der gesamten Studie, aber es wird auch darauf hingewiesen, das es neben der genetischen und ernährungsbedingten Dysplasie auch eine belastungsbedingte Dysplasie gibt, weshalb wir ja bei mittelgroßen und größeren Hunden auch das Treppensteigen in der Jugend vermeiden.
Wenn ich aus wachstumsbedingten Gründen vor dem 18. Lebensmonat nicht röntgen kann, dann kann ich auch kein Rennen mit diesen Tieren fahren oder sie zum Deckeinsatz bringen.
Aber wir erleben es ja täglich, vor allem im Galopprennsport das um des lieben Geldes wegen, der Verstand und die Tierliebe, aber auch jede Verantwortung zu Hause bleiben.
Was sich seit Marx geändert hat
Ich befürchte ich habe mit meinem Beitrag "Kommunismus ist nichts statisches" Daniel Weigelt von "Das rote Blog" nicht sehr glücklich gemacht, wenn ich seinen Artikel Gibt es heute noch Bourgeoisie und Arbeiterklasse? lese.
Ich bin darüber allerdings nicht traurig, weil ich schon lange der Ansicht bin, das diese Diskussion geführt werden muss.
Daniel schreibt:
Doch sind die grundsätzlichen Dinge des Kapitalismus, die Ausbeutung des Menschen durch die Aneignung seiner Arbeitskraft und des von ihm produzierten Mehrwertes heute noch immer die selben. Ohne genau diese Tatsachen, wäre es kein Kapitalismus mehr.
Das ist zweifellos richtig. Zu Zeiten von Karl Marx, konnte der Proletarier aber seinen Ausbeuter und dessen Handlanger noch benennen. Friedrich und Alfried Krupp waren sehr persönliche Gegner auch wenn sich Ausbeuter und Ausgebeuteter, wahrscheinlich niemals begegneten. Es gab einem Bezug.
Diesen Bezug gibt es zu der ThyssenKrupp AG eben nicht. Dr.-Ing. Ekkehard D. Schulz als Vorstandvorsitzender ist kein Gegenüber mehr, zumal der sofort sagt, das er ja nur das macht, was sein Aufsichtsrat will. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Gerhard Cromme erzählt uns dann sofort, das er ja nur die Interessen der Kapitaleigentümer vertritt. Schuld, Verantwortung und Verpflichtung verlieren sich im Brei der Hauptversammlung. Der natürliche Gegner des Proletariats, das Kapital ist irgendwie diffundiert.
Daniel schreibt weiter:
Man liest also bei Jochen Hoff: “Ein Begriff wie Bourgeoisie ist genauso tot wie Karl Marx und der Begriff Arbeiterklasse.” Das ist einfach mal völlig falsch. In der Ausgabe des Kommunistischen Manifest von 1888 kommentiert Friedrich Engels die Überschrift “Bourgeois und Proletarier” folgendermaßen: “Unter Bourgeoisie wird die Klasse der modernen Kapitalisten verstanden, die Besitzer der gesellschaftlichen Produktionsmittel sind und Lohnarbeit ausnutzen. Unter Proletariat die Klasse der modernen Lohnarbeiter, die, da sie keine eigenen Produktionsmittel besitzen, darauf angewiesen sind, ihre Arbeitskraft zu verkaufen, um leben zu können.” Bisher hat es niemand geschafft, zu beweisen, dass diese Aussage heute nicht mehr zutrifft.
Ich werde mich hüten den wahren Kern dieser Aussage zu bestreiten. Wozu auch. Ich will wie schon zuvor darauf hinaus, das es den Besitzer der Produktionsmittel nicht mehr gibt oder besser, das er den Produktionsmitteln nicht mehr zuzuordnen ist. Nehmen wir Madeleine Schickedanz die rund fünfzig Prozent von KarstadtQuelle besitzt. Die Frauen die täglich über drei Stunden mit Bussen von und zur Arbeit in der Quelle-Kommissionierung in Fürth gekarrt werden und für einen 12-15 Stunden Tag eben nur acht Stunden miserabel bezahlt werden, können ihr trotzdem nicht zugeordnet werden. Sie lässt den Konzern verwalten. Nicht etwa über den Vorstandsvorsitzenden, der ist Angestellter, sondern über ihre Handlanger, die ihre Interessen durchsetzen, die aber niemand kennt.
Selbst in diesem einfachen Fall schaffen wir es kaum die Zusammenhänge herzustellen.
Daniel bemerkt weiter:
Solange er für den Besitzer der Produktionsmittel arbeitet, solange er selber keine Produktionsmittel besitzt, solange verkauft er seine Arbeitskraft als Ware an die Kapitalisten, solange wird er ausgebeutet. Da spielt auch der lächerliche Besitz von 5 rosa Aktien keine Rolle.
Den Besitzer der Produktionsmittel können wir leider nicht ausmachen. Wir verkaufen auch nicht mehr unsere körperliche Arbeitskraft sondern eine Mischung aus Erfahrung, Leistung, Wissen und Einsatzbereitschaft, die mit den Meßinstrumenten, die zur Akkordbestimmung in alten Zeiten benutzt wurden, nicht mehr meßbar sind. Arbeit hat in vielen Punkten ihre Vergleichbarkeit verloren. Selbst am Fließband und in der Zeche.
Natürlich ändert der lächerlichste Besitz etwas. Er symbolisiert Aufstieg. Weshalb wurde wohl der Begriff der Volksaktie erfunden. Natürlich um die Dummen zu fangen, aber auch um den Leuten vorzuspielen, das sie etwas zu verteidigen hätten. So hat Krupp schon seine Zechenhäuser für die Mitarbeiter gebaut. Gib einem Besitzlosen eine Ziege und er wird zum glühenden Verfechter des Besitzes.
Um eine Solidarität der Arbeitnehmer untereinander zu erreichen, auch die leitenden Angestellten sind übrigens Arbeitnehmer, fehlt also zum einen der Gegner und zum anderen steht der Schutzgedanke des eigenen Eigentums, der Stellung und der Ersparnisse im Wege. Das ist teuflisch gut gemacht und verhindert Solidarität in sehr weiten Bereichen.
Nehmen wir dazu die Medien, die von INSM und partikularen Interessen, wie der Familie Mohn gesteuert werden, mit den Wirtschaftsinstituten die alles beweisen, die Demoskopen die jede Jahrmarktswahrsagerin bei weitem übertreffen und ein Gebührenfernsehen das Handlanger einer gekauften Politikerkaste ist.
Deshalb werden ja sogenannte private Versorgungsformen wie Riesterrente gefördert und die Sozialversicherung immer mehr personalisiert. Wer Riester anlegt, muss ja die Interessen des vermeintlichen "Kapitals" vertreten, auch wenn er nur das wiederkaut, was andere, aus völlig anderen Interessen ihm vorgekauft haben.
Wir haben ihn also wirklich nicht mehr, den Proletarier und den Kapitalisten auch nicht. Zumindest nicht mehr für den normalen Bürger erkennbar.
Deshalb sind die alten Sätze vom Kampf des Proletariats gegen die Bourgeoisie auch nicht mehr vermittelbar. Auch wenn sie in ihrem Kern richtig sind. Sie passen nicht mehr in diese Zeit. Wer hat denn Christan Klars Kapitalismuskritik in seinem Grußwort zur Rosa-Luxemburg-Konferenz verstanden. Eine Handvoll alter Männer und Frauen. Weder die Sprache, noch die Inhalte sind vermittelbar. Das ist auch mein ständiger Vorwurf an die Kommunistische Plattform. Redet so, das die Menschen es mit der Bildung, die man ihnen gelassen hat, auch verstehen können.
Wie soll ich heutzutage jemanden mit einem Marx-Zitat begeistern und aufwecken, der Big-Brother und DSDS sieht und Bild liest. Ich erinnere mich noch, das ich als sehr junger Jugendlicher beim Bier einigen meiner Schützenbrüder Dutschke übersetzt habe. Rudi hatte Recht, aber er konnte nicht zu den Massen sprechen. Er kannte ihre Sprache nicht und sie verstanden seine Sprache nicht.
Nicht einmal annäherungsweise einig bin ich mit Daniel in seiner Betrachtung von Hoffnung und Sehnsucht:
Ich überspringe den Teil des Beitrages von Hoffen und Sehnen und komme zum Schluss. “Denn Träume und Hoffnungen geben Kraft aus der mit ein wenig Wut und Entschlossenheit auch wieder Freiheit wird.” Träumen und Hoffen, verehrter Herr Bloggerkollege, hat noch nie einen Menschen satt gemacht. Hätten Che&Castro gehofft und von einem freuen Kuba geträumt, wäre die Insel heute noch immer quasie Privatbesitz von Bapista. Die Wut und die Entschlossenheit müssen eines bedeuten: Kämpfen! Kämpfen! Kämpfen!
Che und Fidel konnten gegen etwas kämpfen und sich selbst und ein paar Getreue motivieren. Das Volk konnten sie aber nur mit einem Traum gewinnen. Erst als das Volk Hoffnung auf Veränderung hatte, war es bereit zu kämpfen.
Dieses dreifache Kämpfen erinnert mich an einen der letzten Fernsehauftritte Möllemanns wo er uns an seinen Gedanken mit dem Satz "Kämpfen Jürgen! Kämpfen Jürgen! Kämpfen!" mitteilte und an die RAF, bei der es irgendwann nur noch um den Kampf ging.
Kampf ist völlig sinnlos, wenn es keine Sache gibt für die gekämpft werden kann. Sozialismus und Kommunismus sind Wegmarken aus der Vergangenheit. Wir aber müssen Ausschau nach Wegmarken für die Zukunft halten. Natürlich wäre es dumm, die Fundamente die uns Marx und andere liefern dabei zu zerstören. Nein wir können auf ihnen gut aufbauen, aber wir müssen sie eben auch so umbauen, das sie in unsere Zeit passen und auch noch für die nähere Zukunft geeignet sind.
Wir brauchen eine neue theoretische Diskussion die sich an unserer Wirklichkeit orientiert. Das ist machbar Herr Nachbar. Daraus lassen sich in unserer Sprache und innerhalb unserer Welt neue Ziele definieren. Neue Ziele und Träume bedeuten neue Hoffnung. Hoffnung bedeutet Kraft. Kraft ist die Grundlage um etwas zu verändern.


















