Die Deutschen werden immer gesünder
Die Zahl der wegen Krankheit ausgefallenen Arbeitstage hat mit einem Mittelwert von 3,6 Tagen im ersten Halbjahr 2007 einen historischen Tiefstand erreicht. So gesund waren wir sein Einführung der Lohnfortzahlung im Jahre 1970 nicht mehr. Mensch was sind wir gesund.
Allerdings habe ich da einen leisen Zweifel. Könnte es sein, das sich die Leute einfach nicht mehr trauen krank zu sein. Die Kranken und Schwachen fliegen bekanntlich als Erste. Da es kaum noch Kündigungsschutz gibt und selbst dieser mit Unterstützung der Arbeitsgerichte oft umgangen wird, kann es sich keiner mehr leisten krank zu sein. Geschweige denn krank zu feiern wie es früher einmal hieß.
Aber wenn das so ist, dann sind die Deutschen vielleicht gar nicht gesünder geworden, sondern gehen einfach krank zur Arbeit. Dann kurieren die Leute ihre Leiden nicht mehr aus, sondern verschleppen sie nur. Wer die Reparaturen an seinem Haus verschleppt, zahlt doppelt. Für die verschleppten Krankheiten dürfte das gleiche gelten und zahlen tut die Gemeinschaft der Versicherten. Das ist dann wirklich krank.
Müdes Versprechen
Laut Avie-Geschäftsführer Dr. Thomas Kerckhoff soll sich bis 2015 die Anzahl der Apotheken von zur Zeit 22.000 auf etwa 15.000 reduzieren. Wer heute durch unsere Städte geht, findet überall Apotheken, häufig mehrere in einer Straße, die sich aber gegenseitig keine Konkurrenz machen dürfen, sondern einfach alle am Tropf des Gesundheitssystems hängen.
Bei den teilweise mehr als mangelhaften Leistungen unserer Apotheken und angesichts der durch diese entstehenden Kosten, ist die Zahl deutlich zu hoch und der Zeitraum bis 2015 viel zu lang. Kurzfristig müsste die Anzahl der Apotheken halbiert werden und es muss möglich gemacht werden, Verschreibungen vom Arzt direkt an eine Internetapotheke transferieren zu lassen.
Niemand der ein Medikament von einem Arzt verschrieben bekommt, will dazu noch eine Beratung vom Apotheker. Frei verkäufliche Medikamente werden in den seltensten Fällen beraten. Deshalb ist die hohe Apothekendichte, grober wirtschaftlicher Unfug, auf Kosten der Versichertengemeinschaft. Natürlich ist das ein typisches FDP-Klientel, das diese auch zu schützen versucht, aber das darf verantwortungsvolles Handeln, nicht verhindern.
Koma ist eben nicht gleich Koma
Das bezieht sich nicht auf unseren Bundesinnenminister, sondern, auf meinen gestrigen Bericht über Jan Grzebski, der nach den mir vorliegenden Berichten, nach 19 Jahren aus dem Koma aufgewacht sein sollte. Wie mir der Pixelroiber in einem Kommentar auf diese Geschichte mitteilte, war es leider nicht ganz so toll.
Der Spiegel berichtet, das sich Jan Grzebski nur die ersten vier Jahre im Koma befand und dann weitere 15 Jahre gelähmt war. Es handelt sich also um einen langen Heilungsprozess zurück ins Leben und nicht um ein plötzliches Aufwachen.
Natürlich ist auch das ein Grund zur Freude, wenn auch nicht ganz die Sensation des Guten, die wir in diesen Zeiten so gerne hätten.
Nach 19 Jahren aus dem Koma erwacht
Wie die FAZ und andere Medien übereinstimmend berichten, ist ein polnischer Bahnarbeiter, nach 19 Jahren aus dem Koma erwacht. Den Fernsehbildern nach zu urteilen ist er wirklich komplett wieder zurückgekehrt, obwohl er schwerste Kopfverletzungen hatte. Ich halte das für sehr bemerkenswert, zumal ich bisher immer davon ausgegangen bin, das es keinen Sinn macht länger als ein oder zwei Jahre zu warten.
„Ich bin jedes Mal wütend geworden, wenn jemand gesagt hat, dass Leute wie er Sterbehilfe erhalten sollten“, erklärte Gertruda Grzebska. „Ich habe daran geglaubt, dass Janek wieder gesund wird.“
Ist ein Satz den ich so schnell nicht vergessen werde. Natürlich kann man von diesem Fall nicht auf alle anderen schließen. Aber da steckt Hoffnung drin.
Ein Anästhesist auf Abwegen
Gestern Nachmittag war ich nahe daran die Operation meiner Tochter abzusagen. Dabei war ich doch eigentlich so glücklich, das wir einen Termin für die Operation beim besten Berliner Augenarzt hatten, der sie mit seinem Team auch schon vorher bestens versorgt hat. Termine sind da kaum zu bekommen. Nicht weil es um das große Geld geht, sondern weil einfach zu viele Patienten sich um die wenigen guten und fleißigen Ärzte drängeln.
Dabei hatte der Nachmittag eigentlich so gut angefangen. Meine Tochter hatte mich als Begleitperson bei dem Gespräch mit dem Anästhesisten auserkoren und Mutter sollte mit zur OP, wobei ich aber auch da mit geduldet gewesen wäre. Als Zusatz.
Also taperten wir beide los. Das ambulante OP-Zentrum ist zwei Querstraßen weiter auf einem kleinen Hügel. Fünf meiner Kinder wurden in dem Krankenhaus geboren. Unzählige Kinder von meinen Freunden, aber das Haus hat nachgelassen. Sehr nachgelassen. Ärztliche Inkompetenz und Unwilligkeit retten auch die netten Ordensschwestern und das tolle Personal nicht.
Ich merkte schon wie mein Töchterchen, das sonst eher wie ein Wasserfall plaudert - von wem mag sie das nur haben - immer ruhiger und schweigsamer wurde. Als wir vor dem Gebäude standen, stockte ihr Schritt. Also haben wir uns erst einmal draußen auf die Bank gesetzt, wir hatten ja Zeit. Wir haben es noch mal durchgekaut. Das man gegen das Schielen was machen muss, das die Brille, abkleben und diverse Prismenfolien es eben nicht gebracht haben. Ich könnte dem Papst ein Doppelbett verkaufen. Sie hat sogar wieder gelacht.
Wir also rauf zu Anmeldung. Andere Kinder vor uns, auch Erwachsene. Nettes Personal. Wir hatten unsere Papiere ausgefüllt. Alles in Butter. Nun mussten wir nur noch mit dem Anästhesisten reden. Während wir warteten spielte meine Tochter in der sehr gut eingerichteten Spielecke.
Es dauert auch nicht lange. Ein Doktor X rief uns auf und führte uns in einen kleinen Besprechungsraum. Töchterchen war nicht begeistert, aber der Arzt brauchte noch einmal ihre Versicherungskarte und sie durfte sie in den Leser stecken. Ein wenig Blutdruckmessen, abhören, ein kurzer Blick in die Unterlagen und dann ging es los.
"Also ich mache bei Kindern ja immer eine Akkupunktur, damit die Fäden an den Augen nicht so kratzen." erläuterte mir der Doktor, nachdem er schon die dritte Änderung an der Bestellung für den Beruhigungsdrink machte. Erst waren es 9, dann 8 und jetzt 7 x irgendwas. Mein Vertrauen wurde sichtlich kleiner. Aber er wusste was er wollte. "Leider bezahlt das ihre Krankenkasse nicht." Er sah mich abschätzend an, und ich konnte ihn rechnen sehen. Aber für 25 Euro, die sie privat bezahlen können wir das natürlich trotzdem machen. Es ist sehr sinnvoll."
Wer mich kennt, weiß das aus meinen Augen zu diesem Zeitpunkt schon Mord sprach. Aber das Doktorchen kannte mich natürlich nicht. Siegesgewiss grinste er mich an. Ich habe meine Entscheidung in Bruchteilen von Millisekunden gefällt und zurückgegrinst und ins Hemd zum Geld gegriffen. Aber auf die Art wollte der kleine Nutterich dann doch nicht bezahlt werden. "Nein Sie müssen nur hier unterschreiben, ich lege ihnen für morgen eine Quittung hin."
Natürlich habe ich unterschrieben und war mit meiner Wut alleine. Die 25 Euro interessieren mich nicht. Er hätte auch fünfhundert haben können wenn es denn notwendig wäre. Allerdings hatte ich mit dem Augenarzt und Operateur schon alles notwendige abgesprochen. Der hatte mir Idioten erklärt, was genau er machen wird und ich habe brav so getan, also ob ich es verstanden hätte. Wenn ich dem einen Computer erkläre sieht der wahrscheinlich genauso blöd aus.
Nein, der miese kleine Anästhesist macht hier ein nettes kleines Nebenbeigeschäft und zwar eines der ganz sicheren Sorte. Ich hatte genau drei Möglichkeiten. Ich hätte ihm aufs Maul hauen und die Polizei wegen versuchter Erpressung rufen können. Ich hätte nein sagen können und riskieren das dieser Drecksack aus meinem süßen Töchterlein eine geistige Ruine macht, weil er seinen Nuttenlohn nicht gekriegt hat, oder ich musste gute Miene zum bösen Spiel machen.
Ich war feige, ich wollte nicht auf den OP-Termin verzichten. Das Risiko nein zu sagen, wäre ich nie eingegangen. Ich habe mich selbst geleimt. Vaterliebe war der Leim. Ansonsten ist es wahrscheinlich Mutterliebe auf die dieser "Arzt" setzt. Seine Leimruten sind unüberwindlich und gerade deshalb so gemein.
Ich habe die ganze Nacht überlegt ob ich nicht doch absagen soll. Ich war mir nicht sicher ob solch ein medizinischer Betrüger wenigstens sein Handwerk beherrscht. Bei mir standen alle Signale auf Rot. Es scheint gut gegangen, aber die Angst hat der Dreckskerl nie wieder gut machen.
Gäbe es ein Recht in Deutschland und nicht nur eine Justiz, dann dürfte dieser Kerl nie wieder an einen Patienten und würde wenigstens ein paar Jahre gesiebte Luft atmen. So wird sein Vorgesetzter meine E-Mail mit dem Hinweis auf diesen Artikel einfach übersehen, genau wie die Kassenärtzliche Vereinigung und die Staatsanwaltschaft.
Allerdings bin ich nicht so vergeßlich. Ganz und gar nicht.
Der gemeine Igelarzt
Wer denkt bei einem Igel schon an etwas böses. Der gemeine Igel ist ein sehr nützliches Tier, was man von dem gemeinen Igelarzt mit Sicherheit nicht behaupten kann. Der Igelarzt beschäftigt sich nämlich nicht, wie der Name vermuten ließ mit Igeln, sondern mit IGeLn, sogenannten "Individuellen Gesundheitsleistungen".
Diese sind laut AOK in erster Linie um eine Marketing-Maßnahme der Ärzteschaft zur allgemeinen Gewinnoptimierung.
Der Begriff IGeL wurde 1998 von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) eingeführt. Marketing-Gesichtspunkte standen dabei im Vordergrund. Mit der so genannten IGeL-Liste hat die KBV einen bis dahin bestehenden Grundkonsens mit den gesetzlichen Krankenkassen aufgekündigt: Ärzte und Krankenkassen definieren einvernehmlich den Umfang einer wirtschaftlichen, ausreichenden und zweckmäßigen ärztlichen Versorgung.
Lukrative zusätzliche Einnahmequelle
Der IGeL-Katalog umfasst inzwischen fast 250 Zusatzangebote. Sie werden in der ärztlichen Fachpresse und auf Kongressen massiv beworben. IGel gelten als willkommene Möglichkeit, lukrative zusätzliche Einnahmequellen für Ärzte und Zahnärzte zu erschließen oder Umsatzverluste auszugleichen. Ärzten wird geraten, ihrer jeweiligen Patientenklientel gezielt Zusatzleistungen anzubieten. Das reicht von zusätzlichen Vorsorgemaßnahmen über Reisemedizin und Naturheilverfahren bin zu Anti-Aging-Maßnahmen.
Wenig Sinnvolles, viel Überflüssiges
Einige der ärztlichen Zusatzleistungen sind durchaus nützlich, zum Beispiel eine reisemedizinische Beratung. Viele sind jedoch schlicht überflüssig. Einzelne Angebote sind dagegen medizinisch umstritten und können sogar gesundheitsschädlich sein. Im Bereich der Vorsorge können etwa unzuverlässige Diagnose- und Behandlungsmethoden Patienten in falscher Sicherheit wiegen oder sie unnötig in Sorge versetzen.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen, wäre da nicht das besondere Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Ausgehend vom Schamanen, über die Druiden und Medizinmänner bis in die heutige Apparatemedizin war ein wesentlicher Teil des Behandlungserfolges der Glaube an den Arzt, zumindest soweit es die Heilung betrifft. Der Patient wird von unserem Gesundheitssystem sogar dazu gezwungen sich einem Hausarzt anzuvertrauen, der genau zu einem Facharzt überweist. Vergleichsbesuche bei mehreren Ärzten sind aus Kostengründen ausdrücklich nicht erwünscht.
In dieser Abhängigkeitssituation kommt also der Arzt, umgeben mit dem mythischen Schleier des Heilers und verordnet. Der Arzt muss sich dabei beeilen, weil Beratung ja nicht bezahlt wird, der Patient versteht im Normalfall von der ganzen Sache überhaupt nichts, was auch nicht unbedingt verkehrt ist, weil neunmalkluge Eigendiagnostiker per Internet, auch eine ziemliche Seuche sind und mehr Schaden anrichten, als Nutzen. Aber wenn der Arzt aus dieser Vertrauenssituation dem Kunden ein Geschäft anbietet und nichts anderes sind IGeL-Verkäufe, dann hat er einen mächtigen Hebel in der Hand.
Wollen wir von einem Patienten wirklich verlangen, das er dem Arzt, dessen Behandlungskünsten er sein volles Vertrauen schenkt und auch schenken soll, an dieser Stelle widerspricht. Geht doch gar nicht. Wenn er den Arzt hinterfragen soll, dann muss er das immer tun. Bei jeder Rezeptur, bei jeder Untersuchung. Er muss den Arzt als gerissenen Verkäufer von wertlosen Dienstleistungen sehen und unterscheiden zwischen faulem Zauber und echter Notwendigkeit. Der Patient müsste selbst Arzt sein. Aber wir wissen gleichzeitig das der Anwalt der sich selbst verteidigt den schlechtesten Verteidiger hat.
Abschlüsse über IGeL-Leistungen kommen also aus einem Umfeld das für solche Geschäfte ausdrücklich nicht geeignet ist. Sie sind in den meisten Fällen, in denen sie vom Arzt angeboten werden, Betrug.
Dabei soll ausdrücklich erwähnt werden, das es natürlich umstrittene Leistungen, Behandlungen und Medikamente gibt, deren Einsatz sich in einem genau ausgeloteten Umfeld und nach sehr ausführlicher Beratung als sinnvoll erweisen kann.
Auch wenn ich für mich z.B. Homöopathie oder gar Bachblüten, als Schwachsinn abtue, komme ich nicht um hin, zu resümieren, das die Homöopathie zumindest bei einem Pferd scheinbar genutzt hat und die Bachblüten einen Hund wieder hochbrachten. Aber da gleichzeitig andere Behandlungen liefen, sind das eben keine Beweise, sondern Bauchgefühle.
Keine Ton- und Bildaufnahmen wegen Vertrauensschutz
Heute morgen musste ich wieder Willen über die Marien-Apotheke bei mir im Hause lachen. Prangt da doch ein Blatt Papier im Schaufenster das Ton- und Bildaufnahmen in der Apotheke verbietet. Angeblich aus Gründen des Vertrauensschutzes.
Ich war in dieser Apotheke mal Kunde und wurde so richtig hängen gelassen, weil die Mitarbeiter weder in der Lage noch Willens waren Augenpflaster für meine Tochter zu beschaffen. Der Hintergrund lag darin, das sie angeblich nicht wussten, ob die Krankenkasse diese bezahlt, aber mich auch nicht informierten. bis mir der Kragen platzte, ich mein Rezept wiederholte und in der nächsten Apotheke anstandslos die Pflaster bekam und lediglich 30 Euro hinterlegen musste, falls die Kasse nicht bezahlt. Die Mitarbeiterin der Sylter Apotheke rief mich zwei Tage später an und teilte mir mit, das ich das Geld wieder abholen könne. Natürlich habe ich die Marien-Apotheke nie wieder betreten und warne auch meinen gesamten Bekanntenkreis vor denen.
Welches Vertrauen wollen die denn nun mit ihrem Verbot schützen? Oder wollen die vielleicht nur verhindern, das ein zufällig auftauchendes Fernsehteam, sich ein eigenes Bild von deren Kompetenz und Fähigkeiten macht?
Ich würde einen solchen Film genießen und glaube das Ergebnis schon zu kennen.
Ronald Pofalla und der faire Wettbewerb der Versicherungssysteme
Deutschlands liebste Pofalte, jener Geistesriese vom Niederrhein, hat den Deutschen wieder einmal eine notwendige Lektion erteilt. Er, der in seinem Leben der Arbeit stets erfolgreich aus dem Wege gegangen ist und sich nach dem Studium sogleich, mit all seiner Erfahrung, als Berufspolitiker von der Allgemeinheit aushalten ließ, referierte über Wettbewerb.
Nun ist es zwar üblich, das deutsche Politiker über Dinge reden, von denen sie keine Ahnung haben, was schon alleine daran liegt, das sie sonst ständig schweigen müssten. Bei einigen ist die Ahnungslosigkeit noch mit einer akuten Dummdreistigkeit gepaart, die sich auch nicht mehr durch Bestechung alleine erklären lässt.
So glaubte er heute feststellen zu müssen, das es den Regeln des fairen Wettbewerbs widerspricht, wenn sich auch die in der PKV Versicherten, an den allgemeinen sozialen Lasten beteiligen müssen. Gut von Pofalla ist keine Fairness zu erwarten. Schließlich ist er Politiker und damit gegen jeden Anfall von Fairness und Rechtschaffenheit gefeit.
Dummheit alleine ist auch nicht strafbar. Aber Pofalla übertreibt es komplett. Anstatt endlich einmal zuzugeben, das die private Krankenversicherung, eben nur die jungen Gesunden und die alten wirtschaftlich sehr Starken versichert und alles andere den solidarischen Systemen überlässt, möchte der dreiste Lügner und Worteverdreher ein Bild durchsetzen, in dem es unfair ist, von einem Ronald Pofalla und den anderen Privatversicherten zu verlangen, das sie die alte Rentnerin, mit ihren Beiträgen ebenso unterstützen, wie es jeder Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung zwangsweise machen muss.
Es ist in seinen Augen fair die Geringverdiener zur Solidarität untereinander zu verurteilen und die Abzocker und Politganoven von jeder solidarischen Verantwortlichkeit freizuhalten.
Das einzige was im Zusammenhang mit den Ausführungen von Ronald Pofalla interessant wäre, ist, von wem er und seine Partei, die wie auch immer getarnten Bestechungsgelder erhalten. Einen Pofalla werden wir in Deutschland mit friedlichen Mitteln genauso wenig los, wie Scheiße am Schuh. Aber wenigsten könnte man gegen die Versicherung vorgehen. Und sei es auch nur mit Boykott.
Nun ist es zwar üblich, das deutsche Politiker über Dinge reden, von denen sie keine Ahnung haben, was schon alleine daran liegt, das sie sonst ständig schweigen müssten. Bei einigen ist die Ahnungslosigkeit noch mit einer akuten Dummdreistigkeit gepaart, die sich auch nicht mehr durch Bestechung alleine erklären lässt.
So glaubte er heute feststellen zu müssen, das es den Regeln des fairen Wettbewerbs widerspricht, wenn sich auch die in der PKV Versicherten, an den allgemeinen sozialen Lasten beteiligen müssen. Gut von Pofalla ist keine Fairness zu erwarten. Schließlich ist er Politiker und damit gegen jeden Anfall von Fairness und Rechtschaffenheit gefeit.
Dummheit alleine ist auch nicht strafbar. Aber Pofalla übertreibt es komplett. Anstatt endlich einmal zuzugeben, das die private Krankenversicherung, eben nur die jungen Gesunden und die alten wirtschaftlich sehr Starken versichert und alles andere den solidarischen Systemen überlässt, möchte der dreiste Lügner und Worteverdreher ein Bild durchsetzen, in dem es unfair ist, von einem Ronald Pofalla und den anderen Privatversicherten zu verlangen, das sie die alte Rentnerin, mit ihren Beiträgen ebenso unterstützen, wie es jeder Arbeitnehmer in der gesetzlichen Krankenversicherung zwangsweise machen muss.
Es ist in seinen Augen fair die Geringverdiener zur Solidarität untereinander zu verurteilen und die Abzocker und Politganoven von jeder solidarischen Verantwortlichkeit freizuhalten.
Das einzige was im Zusammenhang mit den Ausführungen von Ronald Pofalla interessant wäre, ist, von wem er und seine Partei, die wie auch immer getarnten Bestechungsgelder erhalten. Einen Pofalla werden wir in Deutschland mit friedlichen Mitteln genauso wenig los, wie Scheiße am Schuh. Aber wenigsten könnte man gegen die Versicherung vorgehen. Und sei es auch nur mit Boykott.
Nu geht es aber gleich los - Müntefering macht Ernst mit der Bekämpfung der Arbeitslosen
Was hatten wir doch für eine schöne Woche. Ist es nicht beruhigend endlich wieder regiert zu werden? Zumal sich aus den Regierungserklärungen jeder raussuchen kann, was ihm gerade in den Kram passt. Lächelnde Unverbindlichkeit und feste Zusage für das Jahr irgendwann. Alle Regierungsmitglieder haben auch schon diesen Regierungsbankblick. Dümmlich arrogant grinsend überhörten sie, wie ihre fadenscheinigen Plänchen wenigstens ab und an von der Miniopposition angekratzt wurden. Dieser Leck-mich-am-Arsch-Blick, den wir seit Jahrzehnten ständig von der Regierungsbank gewöhnt sind, wie mag er wohl hergestellt werden. Ob es da kleine bunte Pillen gibt, die ihn erzeugen, ob es am Wasser in den Gläsern liegt oder daran, das in Deutschland nur Leute in die Regierung kommen, die nichts mehr begreifen, man weiß es nicht.
["Nu geht es aber gleich los - Müntefering macht Ernst mit der ... »]
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Der Köter kläfft, dummerweise beißt dieser auch
Arbeitgeberpräsident Hundt hat es jetzt auf die Unfallversicherung der Arbeitnehmer abgesehen. Man darf diesen feinen Herrn leider nicht als Drecksack bezeichnen, was aber im wesentlichen daran liegen dürfte, dass selbst die dreckigsten Säcke noch einen Nutzen haben, man kann Sie für den Transport dreckiger Sachen benutzen. Auch der Hundt hat einen Nutzen. Er bestiehlt die Arbeitnehmer.
Natürlich tut er das auf eine Art und Weise, die von schlauen Leuten ausgedacht wurde, damit die Arbeitnehmer und die sonstigen Bürger nicht merken wie gemein und hinterlistig dieses Diebsgesindel agiert. Da werden die schweren Lasten der Arbeitgeber angeführt und auf die angebliche Doppelzahlung von Unfall- und Altersrente wird scheinheilig aufmerksam gemacht. Das durch den Unfall, die berufliche Weiterentwicklung des Menschen beendet wurde und die Unfallrente damit einen Ausgleich auf entgangene Chancen leistet, das verschweigt der Köter vornehm. Nein wollen wir nicht von Kötern reden, die haben wenigstens noch freundliche und ehrliche Seiten.
Reden wir vom Arbeitgeberpräsidenten Hundt, der im Prinzip vor allem den Unfallschutz in den Unternehmen lockern will und damit die Verantwortung für die Produktionsprozesse auch noch den Arbeitnehmern auflasten will. Der Arbeitnehmer ist doch selber schuld, wenn Herr Hundt die Kranketten nicht erneuern lässt um seiner Frau einen weiteren Diamanten zu kaufen. Würde der Arbeitnehmer auf seinen Lohn total verzichten, könnte der Hundt auch neue Ketten kaufen und der Arbeiter würde seinen Fuß nicht verlieren.
Herr Arbeitgeberpräsident, sie sind mit Verlaub gesagt ein derartig mieser Typ, das mir die Worte fehlen Sie zu beschreiben. Allerdings scheinen Sie auch ein ziemlich dummer Arbeitgeberpräsident zu sein. Sie scheinen weder die Geschichte vom Krug zu kennen, der nur solange zum Brunnen geht, bis er bricht, noch die Geschichte Ihrer Amtsvorgänger.
Wir haben zum Glück noch keinen neuen Terrorismus, aber Leute wie Sie tun alles, um einen solchen heranzuzüchten. Wenn das die Welt ist, die Sie schaffen wollen. Na bitte. Aber ich werde in einer solchen Welt nicht nur klammheimliche Freude zeigen, sondern eher ein großes Fest geben. Ich sehe kaum noch Hoffnung eine solche Entwicklung zu verhindern, weil Leute wie Sie nicht zur Vernunft kommen werden. Sie pressen die Leute aus und wollen Sie jetzt noch im Falle eines Unfalles unversorgt lassen. Sie sollen nicht unfallversichert sein und auch nicht krankenversichert sein.
Herr Hundt Sie und Ihresgleichen sind es nicht wert, als Dreck bezeichnet zu werden, für Sie müssten neue Worte gefunden werden um den Ekel auszudrücken, den Ihre Handlungen hervorrufen.
Natürlich tut er das auf eine Art und Weise, die von schlauen Leuten ausgedacht wurde, damit die Arbeitnehmer und die sonstigen Bürger nicht merken wie gemein und hinterlistig dieses Diebsgesindel agiert. Da werden die schweren Lasten der Arbeitgeber angeführt und auf die angebliche Doppelzahlung von Unfall- und Altersrente wird scheinheilig aufmerksam gemacht. Das durch den Unfall, die berufliche Weiterentwicklung des Menschen beendet wurde und die Unfallrente damit einen Ausgleich auf entgangene Chancen leistet, das verschweigt der Köter vornehm. Nein wollen wir nicht von Kötern reden, die haben wenigstens noch freundliche und ehrliche Seiten.
Reden wir vom Arbeitgeberpräsidenten Hundt, der im Prinzip vor allem den Unfallschutz in den Unternehmen lockern will und damit die Verantwortung für die Produktionsprozesse auch noch den Arbeitnehmern auflasten will. Der Arbeitnehmer ist doch selber schuld, wenn Herr Hundt die Kranketten nicht erneuern lässt um seiner Frau einen weiteren Diamanten zu kaufen. Würde der Arbeitnehmer auf seinen Lohn total verzichten, könnte der Hundt auch neue Ketten kaufen und der Arbeiter würde seinen Fuß nicht verlieren.
Herr Arbeitgeberpräsident, sie sind mit Verlaub gesagt ein derartig mieser Typ, das mir die Worte fehlen Sie zu beschreiben. Allerdings scheinen Sie auch ein ziemlich dummer Arbeitgeberpräsident zu sein. Sie scheinen weder die Geschichte vom Krug zu kennen, der nur solange zum Brunnen geht, bis er bricht, noch die Geschichte Ihrer Amtsvorgänger.
Wir haben zum Glück noch keinen neuen Terrorismus, aber Leute wie Sie tun alles, um einen solchen heranzuzüchten. Wenn das die Welt ist, die Sie schaffen wollen. Na bitte. Aber ich werde in einer solchen Welt nicht nur klammheimliche Freude zeigen, sondern eher ein großes Fest geben. Ich sehe kaum noch Hoffnung eine solche Entwicklung zu verhindern, weil Leute wie Sie nicht zur Vernunft kommen werden. Sie pressen die Leute aus und wollen Sie jetzt noch im Falle eines Unfalles unversorgt lassen. Sie sollen nicht unfallversichert sein und auch nicht krankenversichert sein.
Herr Hundt Sie und Ihresgleichen sind es nicht wert, als Dreck bezeichnet zu werden, für Sie müssten neue Worte gefunden werden um den Ekel auszudrücken, den Ihre Handlungen hervorrufen.
Rechnen ist langweilig
Uns Angela und der gestoiberte Edmund haben miteinander ein Wechselbalg gezeugt. Das auch noch ohne jeden Spaß an der Freude. Das Ergebnis ist die Kopfpauschale. Da es sich um spätgebärende und spätzeugende handelt, wurde während des Zeugungsprozesses ständig die ordnungsgemäße Durchführung und die Entwicklung der ersten Zellen, von berufenen Experten untersucht. Trotz schwerster Bedenken aller, soll das Kind nun ausgetragen und in Gesetzesform gepresst werden, da von beiden Elternteile keine besseren Ergebnisse zu erwarten sind.
Welch schöne neue Welt tut sich da auf. Die Arbeitgeber werden entlastet, weil sie nun maximal 6,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens zahlen müssen. Merkel und Stoiber scheinen die Arbeitgeber wirklich für völlig bescheuert zu halten. Der Prozentsatz steigt mit den Lohnsteigerungen und ist Spielball der Politik weil die Beitragsbemessungsgrenze bis auf unendlich angehoben werden kann. Das wird richtig teuer, weil ja an allen Ecken Geld fehlt.
Die Arbeitnehmer sollen maximal 7 Prozent ihres Einkommens zahlen. Sehr schön. Da das Geld nicht reicht, können wir schon jetzt, jährliche Anhebungen voraussetzen. Da der Ausgleich über die Steuererklärung erfolgen soll müssen Ehepaare mit nur einem Einkommen über das ganze Jahr 14 Prozent zahlen und damit dem Staat einen zinslosen Kredit geben. Alle die weniger als 1557 Euro im Monat verdienen, müssen eine Steuererklärung abgeben, um Arbeitsplätze für Beamte zu schaffen und ihre Gesundheitsprämie wiederzubekommen.
Im Jahre 2002 betrugen die Gesamtausgaben aller Leistungsträger des Gesundheitswesens 234 Milliarden Euro. Wir hatten 42 Millionen Erwerbstätige und 24 Millionen Rentner was 66 Millionen Zahlern entsprechen würde. Damit kämen Merkel/Stoiber auf theoretische Einnahmen von 134 Milliarden. Ups. Im Jahre 2002 fehlen den beiden Rechenkünstlern mal eben 100 Milliarden. Nun gut, da gab es ein Gesundheitsreförmchen, das aber in 2004/2005 nicht ausreicht um die Beiträge zu senken. Gleichzeitig werden aber die Löhne auf breiter Front gedrückt, und die Kosten steigen.
Außerdem ist es eine Milchmädchenrechnung anzunehmen, dass alle 66 Millionen möglichen Zahler ihre 109 Euro erbringen. Ungefähr 40 Prozent der Rentenempfänger und 23 Prozent der Beschäftigten werden das nur teilweise müssen, weil sie unter 1557 Euro im Monat verdienen. Die Durchschnittsrente in Deutschland beträgt 1053 Euro. Ups. Da werden wohl noch mal so 20 Milliarden Euro fehlen.
Da alle maximal 109 Euro im Monat zahlen, fehlt aber auch der Ausgleich der Besserverdienenden. Ich zahle zur Zeit 386,40 Euro an meine PKV. Ein tolles Geschäft für mich, ich muss in Zukunft nur 109 Euro bezahlen und spare 287,40 Euro. Geradezu genial. Ach ja die Beiträge für meine Kinder entfallen auch noch. Ich werde reich. Danke Angela, danke Edmund.
Das ist wirklich ein Geniestreich. Klar dafür wollt ihr die Steuern weniger senken als geplant. Ich lach mich weg. Da ich die Höhe meiner Steuern durch Abschreibungen selbst bestimmen kann, betrifft mich euer Steuersatz doch eh nicht. Das ist doch nur was, für die Dummen.
Natürlich werdet ihr die Steuern erhöhen müssen. Wahrscheinlich die Mehrwertsteuer. Aber auch die trifft den Arbeiter, Rentner und Arbeitslosen viel mehr als mich. Die geben 100 Prozent ihres Einkommens für Konsum aus, ich weniger als 50 Prozent. Dumm gelaufen für die Armen in diesem Land, aber auch dumm gelaufen für die Firmen, die Personal beschäftigen. Wirklich eine grandiose Leistung.
Welch schöne neue Welt tut sich da auf. Die Arbeitgeber werden entlastet, weil sie nun maximal 6,5 Prozent des beitragspflichtigen Einkommens zahlen müssen. Merkel und Stoiber scheinen die Arbeitgeber wirklich für völlig bescheuert zu halten. Der Prozentsatz steigt mit den Lohnsteigerungen und ist Spielball der Politik weil die Beitragsbemessungsgrenze bis auf unendlich angehoben werden kann. Das wird richtig teuer, weil ja an allen Ecken Geld fehlt.
Die Arbeitnehmer sollen maximal 7 Prozent ihres Einkommens zahlen. Sehr schön. Da das Geld nicht reicht, können wir schon jetzt, jährliche Anhebungen voraussetzen. Da der Ausgleich über die Steuererklärung erfolgen soll müssen Ehepaare mit nur einem Einkommen über das ganze Jahr 14 Prozent zahlen und damit dem Staat einen zinslosen Kredit geben. Alle die weniger als 1557 Euro im Monat verdienen, müssen eine Steuererklärung abgeben, um Arbeitsplätze für Beamte zu schaffen und ihre Gesundheitsprämie wiederzubekommen.
Im Jahre 2002 betrugen die Gesamtausgaben aller Leistungsträger des Gesundheitswesens 234 Milliarden Euro. Wir hatten 42 Millionen Erwerbstätige und 24 Millionen Rentner was 66 Millionen Zahlern entsprechen würde. Damit kämen Merkel/Stoiber auf theoretische Einnahmen von 134 Milliarden. Ups. Im Jahre 2002 fehlen den beiden Rechenkünstlern mal eben 100 Milliarden. Nun gut, da gab es ein Gesundheitsreförmchen, das aber in 2004/2005 nicht ausreicht um die Beiträge zu senken. Gleichzeitig werden aber die Löhne auf breiter Front gedrückt, und die Kosten steigen.
Außerdem ist es eine Milchmädchenrechnung anzunehmen, dass alle 66 Millionen möglichen Zahler ihre 109 Euro erbringen. Ungefähr 40 Prozent der Rentenempfänger und 23 Prozent der Beschäftigten werden das nur teilweise müssen, weil sie unter 1557 Euro im Monat verdienen. Die Durchschnittsrente in Deutschland beträgt 1053 Euro. Ups. Da werden wohl noch mal so 20 Milliarden Euro fehlen.
Da alle maximal 109 Euro im Monat zahlen, fehlt aber auch der Ausgleich der Besserverdienenden. Ich zahle zur Zeit 386,40 Euro an meine PKV. Ein tolles Geschäft für mich, ich muss in Zukunft nur 109 Euro bezahlen und spare 287,40 Euro. Geradezu genial. Ach ja die Beiträge für meine Kinder entfallen auch noch. Ich werde reich. Danke Angela, danke Edmund.
Das ist wirklich ein Geniestreich. Klar dafür wollt ihr die Steuern weniger senken als geplant. Ich lach mich weg. Da ich die Höhe meiner Steuern durch Abschreibungen selbst bestimmen kann, betrifft mich euer Steuersatz doch eh nicht. Das ist doch nur was, für die Dummen.
Natürlich werdet ihr die Steuern erhöhen müssen. Wahrscheinlich die Mehrwertsteuer. Aber auch die trifft den Arbeiter, Rentner und Arbeitslosen viel mehr als mich. Die geben 100 Prozent ihres Einkommens für Konsum aus, ich weniger als 50 Prozent. Dumm gelaufen für die Armen in diesem Land, aber auch dumm gelaufen für die Firmen, die Personal beschäftigen. Wirklich eine grandiose Leistung.
Die Caspers merkt nichts mehr!
Wenn Ignoranz weh tun würde, wäre unsere Bundesdrogenbeauftragte Marion Caspers-Merk
wohl nur noch mit höchsten Morphingaben ruhig zu stellen. Nachdem sie unsere Zigarettenpackungen großflächig mit allerlei sinnigen Sprüchen verziert hat und die Drogentoten wiederholt zurückgegangen sind, braucht Mutter Marion einen neuen Gegner.
Den hat sie auch schnell gefunden. Jetzt sind es die unsäglichen Alcopops, die zugegebener Maßen geschmacklich noch schlimmer als die grausamsten Lollipops meiner Jugend sind.
Denn Caspers-Merk hat bei Kindern und Jugendlichen einen Trend zum Koma-Trinken entdeckt. Kein Wunder bei den Zukunftsaussichten, die Kinder heute haben. Das Gelabere unserer Politiker ist nur im Vollrausch zu ertragen. Aber im Ernst. Keine Frage nach den Ursachen. Das passt ja auch nicht ins Kasperle-Theater. Da wird dann immer gleich zu gehauen.
["Die Caspers merkt nichts mehr!" mehr »]
wohl nur noch mit höchsten Morphingaben ruhig zu stellen. Nachdem sie unsere Zigarettenpackungen großflächig mit allerlei sinnigen Sprüchen verziert hat und die Drogentoten wiederholt zurückgegangen sind, braucht Mutter Marion einen neuen Gegner.
Den hat sie auch schnell gefunden. Jetzt sind es die unsäglichen Alcopops, die zugegebener Maßen geschmacklich noch schlimmer als die grausamsten Lollipops meiner Jugend sind.
Denn Caspers-Merk hat bei Kindern und Jugendlichen einen Trend zum Koma-Trinken entdeckt. Kein Wunder bei den Zukunftsaussichten, die Kinder heute haben. Das Gelabere unserer Politiker ist nur im Vollrausch zu ertragen. Aber im Ernst. Keine Frage nach den Ursachen. Das passt ja auch nicht ins Kasperle-Theater. Da wird dann immer gleich zu gehauen.
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Sonderwirtschaftszone
Da soll doch noch einer sagen, die Spaßgesellschaft sei tot. Nein, sie lebt und der Kongress tanzt. Diesmal war es keine Kommission und auch kein Arbeitskreis, es war ein Gesprächskreis um den ehemaligen Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi. Andere sprechen von einem Beraterkreis.
Das Ergebnis war die weltbewegende Erkenntnis, das mit dem Aufbau Ost und der tollen Förderung war so richtig nichts. Für diese Erkenntnis hätte sich niemand im Kreis hinsetzen müssen und auch nicht im Rechteck. Da hätte ein Anruf bei irgendeinem Bürgermeister zwischen Rügen und Zittau gereicht, um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Dank den fachlich kompetenten Empfehlungen, die unser zukünftiger Bundespräsident Horst Köhler seinem dicken Kanzlerfreund Kohl eingeflüstert hatte, war jede Chance für die neuen Länder von Anfang an vertan. Wie immer in Deutschland werden jetzt die Schuldigen befördert, so wird Herr Köhler Bundespräsident und darf aufgrund seines damaligen Versagens noch mehr Schaden anrichten. Die Unschuldigen, die neuen Bundesbürger, also die ehemaligen Einwohner der sowjetischen Besatzungszone, werden Laborratten bei dem Versuch Sonderwirtschaftszone. Hauptsache Zone.
Großes Lob von allen, die keine Ahnung haben oder selbst nicht gefährdet sind. Endlich Schluss mit Tariflöhnen und Arbeitsschutz, Krankenkasse und Sozialversicherung. Freies Unternehmertum schafft sich ein Kalkutta mitten in Deutschland, und das mit noch kürzeren Transportwegen auf guten deutschen Autobahnen. Der Traum aller unfähigen Manager.
Das ist Spaßgesellschaft pur. Für zwei Euro die Stunde am Fließband schuften und 800 Euro für Miete und Heizung ausgeben. Wenn da kein Aufschwung kommt. Wie bitte, dann müssten die Leute ja schon 400 Stunden für die Wohnung arbeiten. Ja und. Da soll die Mutter ruhig mal mit ran, und dass die Kinder nur auf der Straße rumhängen, muss ja auch nicht sein. Die können doch Fußbälle für den DFB nähen, das machen die Kinder in Pakistan auch, wenn keine Kameras da sind. Ansonsten müssen die sich halt Zelte kaufen und in Sonderlagern leben.
Am besten mit Sichtschutzzäunen von der Autobahn getrennt und mit Lärmschutzwällen von den Nachbarn abgeschottet. Slums gibt es überall auf der Welt, warum nicht bei uns? Die Gewerkschaften werden schon mitmachen. Frau Dr. Ursula Engelen-Kefer und Herr Michael Sommer sind zwar noch nicht so richtig dafür, aber das wird sich geben.
Frau Engelen-Kefer ist sich als Multifunktionärin ja schon häufig nicht mehr sicher gewesen, für wen sie gerade spricht. Die wird das schon managen. Wahrscheinlich wird der DGB dafür sorgen, dass einmal im Monat jeder gewerkschaftlich organisierte Slumbewohner Anspruch auf eine fünfminütige lauwarme Dusche in zentralen, automatisierten Duschanlagen haben wird. Das ist dann soziale Gerechtigkeit.
Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper ist natürlich begeistert, sie kommt ja aus der Spaßpartei. Und der ewige zweite Mann Nordrhein-Westfalens, der dortige Wirtschaftsminister Harald Schartau, verlangt sogar Subventionen für die Umsiedlung von Firmen aus den alten Bundesländern in die Sonderwirtschaftszone. Da steckt Humor drin. Wenn schon im Arsch, dann auch richtig.
Da ist selbst Friedrich Merz, dem Bierdeckeldompteur, noch nichts eingefallen, was man da noch oben drauf setzen könnte. Auch Papa Genscher, der Hallenser mit Leib und Seele, der vorsichtshalber aber nicht dort leben möchte, verdient sich seine 40.000 Euro bei der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom AG redlich und ist natürlich auch dafür, eine Sonderwirtschaftszone einzurichten.
Dr. Michael Rogowski, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und anerkannter Fachmann für unsinnige Wortmeldungen, kann nun endlich das deutsche Tarifrecht öffentlich verbrennen und ausbeuten lassen, was das Zeug hält. Da kommt Freude auf, das ist Spaß pur.
Vor allem ist das ganze Gelabere völlig ungefährlich. Der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat bereits klar signalisiert, dass diese Pläne gegen das EU-Recht verstoßen und nicht genehmigungsfähig sind. Und tschüss. Aber Spaß hat es doch gemacht.
Das Ergebnis war die weltbewegende Erkenntnis, das mit dem Aufbau Ost und der tollen Förderung war so richtig nichts. Für diese Erkenntnis hätte sich niemand im Kreis hinsetzen müssen und auch nicht im Rechteck. Da hätte ein Anruf bei irgendeinem Bürgermeister zwischen Rügen und Zittau gereicht, um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Dank den fachlich kompetenten Empfehlungen, die unser zukünftiger Bundespräsident Horst Köhler seinem dicken Kanzlerfreund Kohl eingeflüstert hatte, war jede Chance für die neuen Länder von Anfang an vertan. Wie immer in Deutschland werden jetzt die Schuldigen befördert, so wird Herr Köhler Bundespräsident und darf aufgrund seines damaligen Versagens noch mehr Schaden anrichten. Die Unschuldigen, die neuen Bundesbürger, also die ehemaligen Einwohner der sowjetischen Besatzungszone, werden Laborratten bei dem Versuch Sonderwirtschaftszone. Hauptsache Zone.
Großes Lob von allen, die keine Ahnung haben oder selbst nicht gefährdet sind. Endlich Schluss mit Tariflöhnen und Arbeitsschutz, Krankenkasse und Sozialversicherung. Freies Unternehmertum schafft sich ein Kalkutta mitten in Deutschland, und das mit noch kürzeren Transportwegen auf guten deutschen Autobahnen. Der Traum aller unfähigen Manager.
Das ist Spaßgesellschaft pur. Für zwei Euro die Stunde am Fließband schuften und 800 Euro für Miete und Heizung ausgeben. Wenn da kein Aufschwung kommt. Wie bitte, dann müssten die Leute ja schon 400 Stunden für die Wohnung arbeiten. Ja und. Da soll die Mutter ruhig mal mit ran, und dass die Kinder nur auf der Straße rumhängen, muss ja auch nicht sein. Die können doch Fußbälle für den DFB nähen, das machen die Kinder in Pakistan auch, wenn keine Kameras da sind. Ansonsten müssen die sich halt Zelte kaufen und in Sonderlagern leben.
Am besten mit Sichtschutzzäunen von der Autobahn getrennt und mit Lärmschutzwällen von den Nachbarn abgeschottet. Slums gibt es überall auf der Welt, warum nicht bei uns? Die Gewerkschaften werden schon mitmachen. Frau Dr. Ursula Engelen-Kefer und Herr Michael Sommer sind zwar noch nicht so richtig dafür, aber das wird sich geben.
Frau Engelen-Kefer ist sich als Multifunktionärin ja schon häufig nicht mehr sicher gewesen, für wen sie gerade spricht. Die wird das schon managen. Wahrscheinlich wird der DGB dafür sorgen, dass einmal im Monat jeder gewerkschaftlich organisierte Slumbewohner Anspruch auf eine fünfminütige lauwarme Dusche in zentralen, automatisierten Duschanlagen haben wird. Das ist dann soziale Gerechtigkeit.
Die FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper ist natürlich begeistert, sie kommt ja aus der Spaßpartei. Und der ewige zweite Mann Nordrhein-Westfalens, der dortige Wirtschaftsminister Harald Schartau, verlangt sogar Subventionen für die Umsiedlung von Firmen aus den alten Bundesländern in die Sonderwirtschaftszone. Da steckt Humor drin. Wenn schon im Arsch, dann auch richtig.
Da ist selbst Friedrich Merz, dem Bierdeckeldompteur, noch nichts eingefallen, was man da noch oben drauf setzen könnte. Auch Papa Genscher, der Hallenser mit Leib und Seele, der vorsichtshalber aber nicht dort leben möchte, verdient sich seine 40.000 Euro bei der Berliner PR-Agentur WMP EuroCom AG redlich und ist natürlich auch dafür, eine Sonderwirtschaftszone einzurichten.
Dr. Michael Rogowski, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie und anerkannter Fachmann für unsinnige Wortmeldungen, kann nun endlich das deutsche Tarifrecht öffentlich verbrennen und ausbeuten lassen, was das Zeug hält. Da kommt Freude auf, das ist Spaß pur.
Vor allem ist das ganze Gelabere völlig ungefährlich. Der EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti hat bereits klar signalisiert, dass diese Pläne gegen das EU-Recht verstoßen und nicht genehmigungsfähig sind. Und tschüss. Aber Spaß hat es doch gemacht.
Kein Rückenwind aus Berlin
Damit hat der designierte Generalsekretär der SPD Franz Müntefering die grausame Niederlage in Hamburg kommentiert. Der leider noch amtierende Generalsekretär der SPD, der unsägliche Elitendisputant Olaf Scholz, setzt für die kommenden Wahlen auf einen Stimmungsumschwung. Gerhard Schröder betont, dass die Reformen weitergehen.
Ende der Meldungen. Vielen Dank auch. Das stimmt mich als SPD-Wähler so richtig glücklich. Ich bin begeistert. Dazu noch die Einigung mit Toll-Collect für 2005 und vielleicht auch erst 2022. Da kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen. Es ist alles in schönster Ordnung.
Lieber Gerhard und lieber Franz, wenn ihr keine Lust mehr habt, dann hört einfach auf. Das ist bestimmt ein Burn-Out-Syndrom. Haben ja heute so ziemlich alle. Aber bitte hört auf. Das was ihr da momentan treibt, hat weder die SPD noch unser Land verdient. Oder habt ihr mittlerweile einen Vertrag mit Merkel, Westerwelle und Stoiber um die an die Regierung zu bringen?
Wir Bürger sind nämlich gar nicht so doof. Wir wissen ziemlich genau, was in unserem System falsch läuft. Reformen sind mit uns machbar. Nur erklären müsstet ihr schon einmal. was ihr wollt. Universitäten fördern, wie die Weimarer Papiere sagen, ist genau im Trend, solange ihr den Scholz nicht darüber reden lasst, der dann von Eliten faselt. Dass die Renten nicht sicher und kaum noch bezahlbar sind, wissen wir schon, seit Norbert Blüm uns belog.
Subventionskürzung gerne, nur nennt uns die Zahlen. Was kostet die Eigenheimzulage, wem nutzt sie und ist die Pendlerpauschale mehr Fluch als Segen, dann belegt das. Aber dann seid auch ehrlich mit den anderen Subventionen. Wozu bezahlen wir Siemens Forschungsgelder, wenn die Arbeitsplätze im Ausland entstehen, warum jagen wir den polnischen Schwarzarbeiter mit riesigem Aufwand, legen aber seinem Auftraggeber nicht das Handwerk?
Weshalb können die großen Aktiengesellschaften mit Riesengewinnen prahlen und gleichzeitig nicht ausbilden und keine Steuern zahlen? Warum kann uns die Pharmaindustrie ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, ohne dass ihr etwas tut? Kein Rückenwind? Ihr produziert Gegenwind.
Ihr lasst euch von dieser lächerlichen Opposition ohne Gegenwehr jagen. Ihr sollt nicht die andere Wange hinhalten, sondern Politik machen. Das bedeutet, dem Gegner notfalls kräftig, aber natürlich verbal aufs Maul zu hauen. Mein lieber Franz, da reicht so ein halbherziger Spruch mit dem Merz und seinem Bierdeckel nicht aus. Deren Steuerpläne sind Müll, sollen nur die Wähler verdummen, aber das müsst ihr immer und immer wieder betonen.
Ihr seid nicht die Enkel von Willy Brandt und Onkel Herbert Wehner, ihr seid die Enkel von Heinrich Lübke. Ja, Franz du hast deine Fraktion im Zaum, die Kanzlermehrheit ist gesichert. Wie schön, wen interessiert es? Wir wollen sehen, dass ihr kämpft oder dass ihr geht. Mit der Hand an der Mütze auf der Brücke des sinkenden Schiffs zu stehen, ist vielleicht ehrenvoll aber ziemlich dumm. Die SPD vertritt in Wirklichkeit zirka 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, eure Regierung zur Zeit nicht einmal 20 Prozent. Das liegt übrigens nicht an den Themen, sondern nur an der Art, wie ihr euch verkauft. Entschuldigung, ihr verkauft euch ja gerade nicht.
Wenn ich bei einer Fee einen Wunsch frei hätte, würde ich mir einen Herbert Wehner für die SPD wünschen. Lieber Franz, lieber Gerhard, wir haben noch ein paar Wahlen in diesem Jahr. Kommt endlich aus eurem vorgezogenen Ruhestand zurück und bewegt euch. Es ist keine Frage des Könnens, sondern eine des Wollens. Wenn ihr nicht wollt, dann geht.
Ende der Meldungen. Vielen Dank auch. Das stimmt mich als SPD-Wähler so richtig glücklich. Ich bin begeistert. Dazu noch die Einigung mit Toll-Collect für 2005 und vielleicht auch erst 2022. Da kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen. Es ist alles in schönster Ordnung.
Lieber Gerhard und lieber Franz, wenn ihr keine Lust mehr habt, dann hört einfach auf. Das ist bestimmt ein Burn-Out-Syndrom. Haben ja heute so ziemlich alle. Aber bitte hört auf. Das was ihr da momentan treibt, hat weder die SPD noch unser Land verdient. Oder habt ihr mittlerweile einen Vertrag mit Merkel, Westerwelle und Stoiber um die an die Regierung zu bringen?
Wir Bürger sind nämlich gar nicht so doof. Wir wissen ziemlich genau, was in unserem System falsch läuft. Reformen sind mit uns machbar. Nur erklären müsstet ihr schon einmal. was ihr wollt. Universitäten fördern, wie die Weimarer Papiere sagen, ist genau im Trend, solange ihr den Scholz nicht darüber reden lasst, der dann von Eliten faselt. Dass die Renten nicht sicher und kaum noch bezahlbar sind, wissen wir schon, seit Norbert Blüm uns belog.
Subventionskürzung gerne, nur nennt uns die Zahlen. Was kostet die Eigenheimzulage, wem nutzt sie und ist die Pendlerpauschale mehr Fluch als Segen, dann belegt das. Aber dann seid auch ehrlich mit den anderen Subventionen. Wozu bezahlen wir Siemens Forschungsgelder, wenn die Arbeitsplätze im Ausland entstehen, warum jagen wir den polnischen Schwarzarbeiter mit riesigem Aufwand, legen aber seinem Auftraggeber nicht das Handwerk?
Weshalb können die großen Aktiengesellschaften mit Riesengewinnen prahlen und gleichzeitig nicht ausbilden und keine Steuern zahlen? Warum kann uns die Pharmaindustrie ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, ohne dass ihr etwas tut? Kein Rückenwind? Ihr produziert Gegenwind.
Ihr lasst euch von dieser lächerlichen Opposition ohne Gegenwehr jagen. Ihr sollt nicht die andere Wange hinhalten, sondern Politik machen. Das bedeutet, dem Gegner notfalls kräftig, aber natürlich verbal aufs Maul zu hauen. Mein lieber Franz, da reicht so ein halbherziger Spruch mit dem Merz und seinem Bierdeckel nicht aus. Deren Steuerpläne sind Müll, sollen nur die Wähler verdummen, aber das müsst ihr immer und immer wieder betonen.
Ihr seid nicht die Enkel von Willy Brandt und Onkel Herbert Wehner, ihr seid die Enkel von Heinrich Lübke. Ja, Franz du hast deine Fraktion im Zaum, die Kanzlermehrheit ist gesichert. Wie schön, wen interessiert es? Wir wollen sehen, dass ihr kämpft oder dass ihr geht. Mit der Hand an der Mütze auf der Brücke des sinkenden Schiffs zu stehen, ist vielleicht ehrenvoll aber ziemlich dumm. Die SPD vertritt in Wirklichkeit zirka 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, eure Regierung zur Zeit nicht einmal 20 Prozent. Das liegt übrigens nicht an den Themen, sondern nur an der Art, wie ihr euch verkauft. Entschuldigung, ihr verkauft euch ja gerade nicht.
Wenn ich bei einer Fee einen Wunsch frei hätte, würde ich mir einen Herbert Wehner für die SPD wünschen. Lieber Franz, lieber Gerhard, wir haben noch ein paar Wahlen in diesem Jahr. Kommt endlich aus eurem vorgezogenen Ruhestand zurück und bewegt euch. Es ist keine Frage des Könnens, sondern eine des Wollens. Wenn ihr nicht wollt, dann geht.



















