Habe ich jemals für Steuerehrlichkeit und ähnliches plädiert? Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, denn ich habe akuten Bürokratiefrust.
Mit einem Bein steht man als arbeitender Mensch immer schon im Gefängnis, weil man irgendwelche Vorschriften nicht kennt bzw. beachtet. Das andere Bein hat man dann frei, um Geld ranzuklotzen, damit man alle Abgaben, Gebühren, Steuern und wie sie auch immer heißen, die Gelder, die der Staat einkassiert, pünktlich bereit halten kann. Also wirklich.
Ein Bekannter, selbständiger Handwerker, muß seitenweise Sicherheitsvorschriften dokumentieren, - z.B. ob er seinen Mitarbeitern erklärt hat, wie man sicher auf eine Leiter steigt, oder so ähnlich. Eine andere Bekannte, Kleingewerbetreibende, hat einen derartig komplizierten Steuerbescheid bekommen, den selbst die Beamten nicht zu verstehen scheinen. Nimmt sie jetzt auch noch einen Steuerberater in Anspruch, bleibt ihr nicht mehr genug Geld zum Leben. Und was macht der Finne, der hier 6 Monate lebt und der Krankenvesicherungspflicht unterliegt, - na? Der muß erstmal einen Strafbeitrag nachzahlen, weil er ein paar Monate unversichert war. Da staunt er, der freundliche Finne. Und der Nachbar, der seine Freundin aus dem schönen Baltikum zu sich nach Deutschland kommen ließ, auch!
Aber über allem thront die deutsche Bürokratie. Die läßt sich auch von der Globalisierung nicht kleinkriegen!
Aufgelesen und kommentiert 2010-09-17
Von der Leyen: "Wir kürzen nur in Bereichen, wo das Geld kaum Wirkung habe"
Hartz macht echt Spass (ironie off)
Gesundheitsreform: Krankenkassen-Zusatzbeiträge ohne Deckelung
Gesundheitsreform: Kassenrabatt für Gutverdiener
Gesundheitsreform: Nun doch Zusatzbeiträge auch für Arbeitslose
Krise? Nicht für die Reichen
Die Schweine und der Wettbewerb
Onlineshop Discount-Zeitarbeit.de
Skandale bei Burger King: Acht Stunden mit der Zahnbürste das Klo putzen
Die Gier der Nichtbanken
Ex-Arbeitsminister Scholz (SPD) und seine Mindestlohnkommission: Ein Rohrkrepierer
Atommüll? Ist doch gar nicht so schlimm!
CDU plant Rotation von Soldaten zwischen Kaserne und öffentlichem Dienst
SPIEGEL-Propaganda: Nur Jubelmeldungen über 175 Jahre Bertelsmann
Von der Leyens Sozialpolitik ["Aufgelesen und kommentiert 2010-09-17" mehr »]
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Aufgelesen und kommentiert 2010-08-20
Die Renten-Lüge
Rentendebatte: Franz Müntefering sorgt sich um die Glaubwürdigkeit der SPD
Berufsüberblick: Wer arbeitet eigentlich noch im Alter 60 Jahre?
Die Rente ist sicher - für die, die keine nötig haben
Früher haben wir Brillen für Bangladesh gesammelt - heute für Bedürftige in Deutschland
Dramatisch gesunkene Löhne: US-Callcenter inzwischen billiger als indische
ARD-Video: Die Arbeitswirklichkeit hinter der neuen Fassade von Schlecker
Arbeitgeberverbände fordern Urlaubsverzicht: "Vier Wochen reichen"
Lehrer darf trotz Kinderporno-Besitz weiter Beamter bleiben
Brandbrief: Manager meutern gegen Merkels Atompolitik
Schwarz/Gelb weiter ohne schnelle Einigung bei Vorratsdatenspeicherung
Afghanistan macht Fortschritte ["Aufgelesen und kommentiert 2010-08-20" mehr »]
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Deutsch-Land unter! Im Westen nichts Neues..
Verkaufen, verkaufen, verkaufen. Alles was es noch zu verkaufen gibt - und sei es das Großmütterchen - sehen Sie zu, dass Sie es noch loswerden.. solange Sie noch können!
["Deutsch-Land unter! Im Westen nichts Neues.." mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-04-25
Menschenkette gegen schwarz-gelbe Atompolitik: Die Anti-Atomkraft-Bewegung lebt
Hamburger GRÜNE geben KEINE (!) Unterstützung für die Anti-AKW-Menschenkette
NRW-Wahl: GRÜNE kündigen Verhandlungen mit der CDU an
Die CSU und die BayernLB
Deutschland und die Griechenlandkrise
Pleite Griechenlands - Eine zarte Versuchung
Krisengewinner 2009: Rekordzuwächse für Superreiche
Abstiegsangst der Bürger wächst
Minus 7,6 Prozent: Zahl der Ausbildungsverträge ist 2009 zurückgegangen
Wie viel ist die Würde eines Niedriglohnarbeiters wert?
Deutschland drängt auf europaweite Datei für Globalisierungskritiker
Wenn der eigene Sohn nach Afghanistan muss
Video: Gregor Gysi zur Kriegserklärung von Merkel
NRW-Wahl wird zum Prüfstein der Piratenpartei
Clement und Merz mischen sich in den NRW-Wahlkampf ein
NDR-Video: Wie Konzernwerbung als angebliche Nachrichtenbeiträge im deutschen Fernsehen landet
Jobberatung nach Rücktritt: Was kann Bischof Mixa jetzt machen? ["Aufgelesen und kommentiert 2010-04-25" mehr »]
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China - Globalisierung und Qualität
Eginhard Vietz ist ein Konvertit und gleichzeitig Inhaber und Geschäftsführer der Firmengruppe Vietz die viele Produkte rund um den Pipelinebau, darunter im wesentlichen Schweißtechnik herstellt und vertreibt. Aber Vietz ist ein Mehrfachkonvertit, was den Fall besonders spannend macht. Zuerst setzte Vietz wie viele andere vor und nach ihm voll auf die chinesische Karte:
Sechs Jahre ist es her, da stand Eginhard Vietz wie ein kleiner Kaiser in seiner brandneuen Pekinger Niederlassung und proklamierte: »China ist die Zukunft.« Gerade war er in das dreistöckige Eckgebäude mit der grünen, runden Glasfassade eingezogen. Vier Säulen schmückten den Eingang, die private Vorfahrt erinnerte an die eines Luxushotels, und draußen im Wind flatterten eine deutsche Fahne, eine chinesische Fahne und eine mit dem gelb-blauen Vietz-Firmenlogo. Die Welt sollte sehen: Hier residiert ein Schweißraupenhersteller aus Hannover, der der Globalisierung mit offenen Armen entgegenläuft.["China - Globalisierung und Qualität" mehr »]
Versager auf ganzer Linie - Millionen Tote für Nichts
Unabhängigkeit. Was ist Unabhängigkeit?
Unabhängigkeit bedingt die Autarkie. Selbstständig Ressourcen verwalten, zu nutzen, oder auch herstellen. Autark zu sein ist sich mit den selbstständig erwirtschafteten Ressourcen zufrieden zu geben die man notwendigerweise zum überleben braucht. Unabhängig von Ressourcen anderer Staaten, Länder und Kontinente. Unabhängigkeit, Autarkie, schließt den Handel mit anderen Ländern nicht aus -solange wie er gerecht stattfindet und nicht erzwungen wird -solange wie man keine Bündnisse und Übereinkommen abschließt die andere in einen Nachteil geraten lassen.
["Versager auf ganzer Linie - Millionen Tote für Nichts" mehr »]
Innenminister Schäuble zu Gast am KIT - Öffentlicher Vortrag im „Colloquium Fundamentale“ zum 60-jährigen Bestehen des Grundgesetzes
Christa Zemke, Stabsabteilung Presse, Kommunikation und Marketing
Karlsruher Institut für Technologie 22.01.2009
Am Donnerstag, den 29. Januar 2009 ist Dr. Wolfgang Schäuble, MdB und Bundesminister des Innern, zu Gast am Karlsruher Institut für Technologie. Sein Vortrag "60 Jahre Grundgesetz: Verfassungsanspruch und Wirklichkeit" beschließt die Veranstaltungsreihe "Colloquium Fundamentale" des ZAK | Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale der Universität Karlsruhe (TH). Der Vortrag beginnt um 17.00 Uhr (Einlass ab 16.30 Uhr) und ist öffentlich. Veranstaltungsort ist das Audimax der Universität (Straße am Forum 1, Geb. 30.95). Der Eintritt ist frei.
["Innenminister Schäuble zu Gast am KIT - Öffentlicher Vortrag im ... »]
Belgien verzögert seine Gaza-Mission aufgrund der anhaltenden Kämpfe
Belgium delays Gaza mission as evacuee flow stops
BRUSSELS, Jan 12 (Reuters) - Belgium has postponed a humanitarian mission to treat and transport injured Palestinian children from Gaza because security conditions are hampering their evacuation, the foreign ministry said on Monday.
Belgien verzögert seine Gaza-Mission, da die Flut der zu Evakuierenden gestoppt wurde.
Freie und gekürzte Übersetzung aus dem Englischen
["Belgien verzögert seine Gaza-Mission aufgrund der anhaltenden ... »]
Breaking news: Chemical Ali das zweite Mal zum Tode verurteilt - und Bush findet, dass der Irak-Krieg ein Fehler war:
Die Verurteilungs- und Hinrichtungspraxis im Irak finde ich interessant. Während Saddam Hussein ja blitzartig für ein - gemessen an dem, was man ihm sonst vorwarf - relativ geringes Verbrechen verurteilt und
["Breaking news: Chemical Ali das zweite Mal zum Tode verurteilt - ... »]
Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und Juan Cole kommentiert das
Juan Cole kommentiert. Das Blog "Informed Comment" des amerikanischen Historikers und Autors gehört zu den must read's. Heute beschäftigt er sich mit der website des "President-Elect", Barack Obama, aktuell mit dessen Positionen zur Wirtschaftskrise. Hier ist zunächst das Video:
["Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und ... »]
["Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und ... »]
Obama ist Präsident und Teile der Neocons verlassen das sinkende Schiff
Gott, was isses schön! Daß ich das noch erleben darf! Obama ist Präsident, aber es gibt noch bessere Nachrichten:
Teile der US-Neocons setzen sich von Bush und vom Irak-Krieg ab und behaupten, sie sind es nicht gewesen. Bush wird jetzt der alleinige Buhmann, was "wir" ja von 1945 kennen. Da war es auch der Adolf alleine.
Aber das heisst nicht, dass die Neoconnerie als Ganzes jetzt Geschichte ist, denn andere Teile drehen auf und finden sich in den Reihen von McCain. Von diesen stellen einige aus meiner Sicht das Bindeglied zu einem Teil unserer vernetzten europäischen Rechten dar, denn einige von ihnen wohnen in Brüssel, sei es, weil sie Funktionen bei der NATO haben, sei es, weil sie ihre Ehepartner dorthin begleiten, sei es, weil es in "Old Europe", dem "irrelevant museum" doch angenehmer zu sein scheint als in der Heimat.
Daß sie McCain nichts genützt haben, hat man ja jetzt gesehen - aber ist das solch ein Grund zum Jubeln?
["Obama ist Präsident und Teile der Neocons verlassen das sinkende ... »]
Teile der US-Neocons setzen sich von Bush und vom Irak-Krieg ab und behaupten, sie sind es nicht gewesen. Bush wird jetzt der alleinige Buhmann, was "wir" ja von 1945 kennen. Da war es auch der Adolf alleine.
Aber das heisst nicht, dass die Neoconnerie als Ganzes jetzt Geschichte ist, denn andere Teile drehen auf und finden sich in den Reihen von McCain. Von diesen stellen einige aus meiner Sicht das Bindeglied zu einem Teil unserer vernetzten europäischen Rechten dar, denn einige von ihnen wohnen in Brüssel, sei es, weil sie Funktionen bei der NATO haben, sei es, weil sie ihre Ehepartner dorthin begleiten, sei es, weil es in "Old Europe", dem "irrelevant museum" doch angenehmer zu sein scheint als in der Heimat.
Daß sie McCain nichts genützt haben, hat man ja jetzt gesehen - aber ist das solch ein Grund zum Jubeln?
["Obama ist Präsident und Teile der Neocons verlassen das sinkende ... »]
Condi's Krieg oder Scheisse am Hacken
Tja, wir werden uns weiter mit der Neoconnerie, den US-Neocons beschäftigen, die uns diese Woche richtig viel Arbeit machen, sei es, weil sie jetzt alle im Chor begehren, nicht schuld zu sein, sei es, weil sie den bedrängten Freunden vom Vlaams Belang helfen müssen (denn nach Elfmeter-Bart hat jetzt auch Frank Vanhecke einige Probleme, denen ich mich unten schon gewidmet habe), sei es, daß sie weiter fleissig gegen Europa hetzen müssen. Da ist es vielleicht hilfreich, sich mal zu erinnern, wie munter sie noch im Jahr 2006 waren, und nach "Ist das der neue Nahe Osten" fische ich einen Beitrag aus meinem Archiv, den ich 2006 auf mein persönliches Blog gestellt habe, mit dem Hauptteil aus einer Übersetzung aus "de Groene Amsterdammer":
Scheisse am Hacken, oder: da ist was los... ["Condi's Krieg oder Scheisse am Hacken" mehr »]
Scheisse am Hacken, oder: da ist was los... ["Condi's Krieg oder Scheisse am Hacken" mehr »]
Polnische Geschichte - eine Ergänzung
Als Antwort auf und Ergänzung zu Jochens aktuellen Polen-Artikel reiche ich ein wenig Geschichte nach. Das kann naturgemäss nur ein sehr kurzer sein und auch nur das absolute Minimum umfassen.
["Polnische Geschichte - eine Ergänzung" mehr »]
Watchblog revisited: Englisch lernen mit den Neocons
Ich habe den Artikel zwar schon mal im alten watchblog gepostet, aber jetzt noch mal überarbeitet, denn ich ich finde, er ist eine entspannende Sonntagslektüre und führt ersteinmal in eine Namensliste ein, die man schon im Hinterkopf haben sollte:

Es fing alles damit an, dass ich mir auf dem Köln-Bonner Flughafen ein Sprachenmagazin gekauft hatte, ein ganz entspanntes für relative Anfänger und was sah ich da? Eine veritable Neocon-Riege: Niall Ferguson,(Foto rechts, auf das thumbnail klicken)
der beim American Enterprise Institute publiziert, die Familie Kagan von denen Frederick zur Zeit auch Fellow am AEI ist, Robert, laut einer Besprechung seines neuesten Buches in der "Zeit"
["Watchblog revisited: Englisch lernen mit den Neocons" mehr »]
Freunde kennenlernen mit Big Berta.
Auf das thumbnail klicken.
Auf das thumbnail klicken.
der beim American Enterprise Institute publiziert, die Familie Kagan von denen Frederick zur Zeit auch Fellow am AEI ist, Robert, laut einer Besprechung seines neuesten Buches in der "Zeit"
der drittberühmteste Großdeuter der Weltpolitik,über den in dieser Besprechung steht:
Der Verfasser gehört zum außenpolitischen Beraterkreis von John McCain – nicht auszuschließen, dass sich in diesem Band das Weltbild der nächsten US-Präsidentschaft spiegelt. Kagan ist ein Anti-Fukuyama.und Schwiegertochter Kimberly,und das Klärchen Berlinski haut auf den Putz.
["Watchblog revisited: Englisch lernen mit den Neocons" mehr »]
Aufgelesen: 64
• Anklage gegen den Leiter eines Jobcenters wg. des Einsatzes von 1 €-Jobbern in einem Altenheim
• Vom Leben und Tauschen im Untergrund
• Mit Biden als Vize hat Obama seine Basis verraten
• Neoliberalismus: Eigentum als oberste Direktive
• Trendumkehr bei der Globalisierung ["Aufgelesen: 64" mehr »]
Die Globalisierung kannst du abheften
Ich hatte am Sonntag Anrufe von zwei hochrangigen Managern, die beide in weltweit operierenden Konzernen arbeiten und die mich noch aus gemeinsamer Arbeit in einem solchen Konzern kennen. Wir haben uns in den letzten zwanzig Jahren nie aus den Augen verloren. Grund für die Anrufe war ein Artikel in der New York Times. ["Die Globalisierung kannst du abheften" mehr »]
Die Produktion kommt zurück
Es gab ja schon lange ein Rumoren unter den Firmen die sich auf Anraten ihrer tollen Berater mit ihren Produktionen ins Ausland begeben hatten und teilweise auf genau so dämliche Ratschläge hin ihre Produktion aufgaben. Aber Outsourcing war eben über lange Zeit das Wort, mit dem jeder Unternehmensberater bei seinen Kunden auftauchte und wahre Wunder versprach. Für den Berater bedeutete Outsourcing immer eine lange Beratungsdauer, da er ja den gesamten Weg begleiten musste.
Die zweite tolle Idee war die Produktion im Ausland. Egal ob gleich hinter der Deutschen Grenze oder im weit entfernten China. Im Verhältnis zu Deutschland kostet Arbeitskraft bis heute dort nicht viel, aber auch diese Kosten steigen. Die Firmen die hinter die tschechische Grenze gezogen sind, müssen heute Leute aus Deutschland einstellen, weil die teilweise schon billiger als die Tschechen sind. Facharbeiter sind hinter mancher Grenze schon Mangelware.
Die Polen haben England verlassen, weil es sich nicht lohnt dort zu arbeiten und auf den deutschen Spargelfeldern sind jetzt die Leute aus Rumänien, weil Polen oder Ungarn schon lange nicht mehr kommen. Aber auch die Rumänen werden bald zu Hause bleiben. Der Staat zahlt schon Prämien an Heimkehrer.
Aber nicht nur die Lohnkosten sondern auch die Qualität wird immer mehr zum Thema. Meist fällt China auf. Die Rückrufaktionen von Spielzeug soll den Hersteller Matell über 100 Millionen Dollar gekostet haben, der Imageverlust seiner Marken ist ein vielfaches davon. Natürlich sind auch andere Hersteller betroffen. Die Palette umfasst alle nur denkbaren Umweltgifte und reicht bis zur atomaren Verseuchung von Stahl, weil im chinesischen oder indischen Stahlwerk eben nicht die Standards herrschen von denen man in Europa ausgehen kann.
Es sind auch nicht nur die oft hochbelasteten Materialien die Probleme bereit, genauso häufig wird einfach ein Material durch ein billigeres aber nicht gleichwertiges ersetzt ohne das der Auftraggeber informiert wird. Das kann erheblichen Einfluss auf die Betriebssicherheit haben. Überbrückte Thermosicherungen an Kaffeemaschinen sind da nur ein Teil des Problems.
Natürlich müssen die Haftungsrisiken in die Produktionskosten eingerechnet werden. Ein weiteres Problem ist der geistige Diebstahl. Wer für eine Marke Schuhe fertigt, verfügt auch über das Wissen gleichzeitig jede Menge Plagiate herzustellen. Häufig laufen der Originalschuh und die Kopie auf der gleichen Fertigungsstrecke nacheinander.
Dazu kommt der immer größer werdende Bedarf an Kommunikation. Es ist viel schwieriger in der Ukraine oder in China einen Betrieb zu führen und mit anderen Fertigungsstätten zu koordinieren, als all dies vor der eigenen Haustür zu haben. So ist auch der aktuelle Schritt von Lego, das Outsourcing der Produktion zu beenden und die Werke in denen gefertigt wird zu kaufen, nur der erste Schritt. Lego wird schon bald den zweiten Schritt tun müssen und die Arbeit zurück nach Dänemark holen.
Die Firma Steiff ist da schon einen Schritt weiter. Sie holt ihre gesamte Fertigung aus China nach Deutschland zurück und begründet das damit, dass Qualitätsprobleme und Lieferzeiten die Produktion der hochwertigen Steiff-Produkte in Fernost einfach nicht kalkulierbar machten. Das gilt eigentlich schon jetzt für viele Produkte. Auch andere Marken werden folgen müssen.
Hersteller die aufgrund des Preisdrucks meinen die Fertigung nicht zurückholen können, werden viel Geld in die Hand nehmen müssen um durch aktive und nachträgliche Qualitiätskontrolle die Risiken klein zu halten. Dabei stellt sich sehr schnell die Frage ob diese Kosten für Kontrolle nicht höher sind, als gleich hier zu fertigen.
Für innovative Firmen die wie der Maschinenbau sehr auftragsbezogen oder nur in Kleinserien fertigen stellt sich diese Frage überhaupt nicht. Entwicklung und Produktion eng beieinander zu halten, ist die Voraussetzung für den Erfolg.
Es macht übrigens wenig Sinn über Länder wie Indien und China zu schimpfen. Der Preisvorteil bestand ja vor allem darin, das weder Umweltschutz noch Arbeitsbedingungen ein Thema waren. Anstatt also nur unsere Maschinen und die Tätigkeiten dort hin zu bringen, hätten wir auch unsere Standards exportieren müssen. Unsere Standards sind aber zu diesen Preisen und Bedingungen auch in China nicht zu haben.
China und Indien können sich keine gerechte Marktteilnahme erarbeiten, wenn sie nur als verlängerte Werkbank für geringen Lohn, miese Arbeitsbedingungen und mit großer Umweltverschmutzung genutzt werden. Das wird gerade für China noch schwieriger weil selbst die im inneren so teuer bezahlten Exporterfolge meist Erfolge in Dollar sind. Einem Dollar der mit wachsender Geschwindigkeit schmilzt.
Natürlich macht der sterbende Dollar es für manche Glücksritter noch interessanter sich aus China mit Waren zu versorgen, aber der sinkende Dollar treibt auch dort die Kosten für Energie und Nahrungsmittel und damit die Löhne. Der Vorteil wird nur kurz vorhanden sein. Wer dauerhaft mit hoher Qualität schnell liefern will, kommt nicht darum herum dem Beispiel Steiff, und einiger Mittelständler zu folgen und die Arbeit zurück nach Deutschland zu holen.
Siemens will den anderen Weg gehen und sich dabei als Weltkonzern auch im Vorstand und dann im Aufsichtsrat international aufzustellen. Dagegen ist nichts zu sagen. Bei Siemens sind die Kosten für Kommunikationsprobleme schon jetzt in einer Größenordnung, das ihr Ansteigen gar nicht mehr bemerkt wird. Effizienz ist in solchen Weltkonzernen mit sehr gemischter Produktpalette häufig kein Unternehmensziel mehr, weil sie sich nicht mehr erreichen lässt.
Kleinere Unternehmen sollten aber immer abwägen ob die Verluste die durch schlechte Kommunikation entstehen nicht eventuell höher sind, als die Gewinne die mit billigen Standorten gemacht werden können. Insbesondere die schnelle Umsetzung von Produktideen oder Produktvarianten ist häufig nach der Auslagerung nicht mehr möglich.
Wer also jetzt zurückkehrt gehorcht der wirtschaftlichen Vernunft. Es macht überhaupt keinen Sinn diese Firmen mit Vorwürfen zu belegen. Meist waren die Auslöser sogenannte Unternehmensberater die meist keine Erfahrung in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben und fast immer die Bedeutung des internen Zusammenspiels unterschätzen.
Unternehmensberater glauben an Unterlagen wie Arbeitspläne oder Stellenbeschreibungen. Stellenbeschreibung sind in Deutschland meist der pure Hohn, weil sie von Leuten angefertigt wurden, die den Arbeitsplatz um den es geht nie gesehen haben. Da wird der Hilfsarbeiter im Bereich Transport entlassen, weil die Gabelstabler schneller fahren können, aber niemand hat daran gedacht, das dieser Hilfsarbeiter die Bereitstellung für die Arbeitsfolge an verschieden Arbeitsplätzen erledigte und der Gabelstabler die kleinen Behälter gar nicht transportieren kann.
Das gleiche passiert auf der Ebene der Arbeitspläne. Es ist eben keine Ausnahme, das eine Fertigung gar nicht auf der Maschine läuft, die im Arbeitsplan steht. Es ist leicht denkbar das es diese Maschine schon seit Jahren nicht mehr gibt. Normalerweise verlässt man sich im Alltag auf die Arbeitsvorbreitung durch den Meister, während sich die eigentliche Arbeitsvorbereitung meist nur mit neuen Produkten oder mi Kostensenkungen für Einzelprodukte beschäftigt.
Wer also nur theoretisch mit falschen Unterlagen und ohne jede Kenntnisse des Unternehmens plant, wie es viele Unternehmensberater machen, der kann nur zu falschen Ergebnissen kommen. Unternehmensberater sind häufig wie die vielen Trainer an deutschen Tresen. Sie wissen vortreffliches zu sagen über Dinge von denen sie leider nichts verstehen.
Die Wirtschaft brauchte also Unternehmensberater, die ein Unternehmen bei der Auswahl eines Unternehmensberaters beraten. Man kann allerdings auch den eigenen wirtschaftlichen Sachverstand der im Unternehmen ist benutzen und seine eigenen Entscheidungen treffen. Wenn es zum Schwur kommt, ist der Unternehmensberater schon lange weg und selbst wenn man ihn fragt, wird er mit vielen schönen Worten aufzeigen, das man einfach schon längst hätte weiterziehen müssen mit seinem Betrieb.
Betriebe brauchen aber Ruhe und Kontinuität um hohe Leistung zu erbringen. Die Firmen die jetzt vor der Entscheidung stehen wieder nach Deutschland zurückzukehren, sollten dies erhobenen Hauptes tun. Sie wurden falsch beraten und im Prinzip weiß das jeder. Anders als die Politik die auf eben diese Berater auch herein gefallen ist, haben Unternehmer etwas zu verteidigen. Einen Fehler zuzugeben und zu korrigieren ist immer noch besser als den Fehler solange zu verneinen bis es zur Katastrophe, dem Firmenzusammenbruch kommt.
Die Politik wird nie zur Verantwortung gezogen und darf deshalb verantwortungslos handeln, genau wie viele dieser Berater. Ein Unternehmer oder Manager der seinen Gesellschaftern oder Aktionären noch direkt verantwortlich ist, wird die Verantwortung immer übernehmen müssen. Nur die ganz Großen, die DAX-Unternehmen und ihre Vorstände sind nicht mehr zur Verantwortung zu ziehen, weil sie sich gegenseitig abdecken und von Politik und Justiz geschont werden.
Natürlich kostet die Rückkehr nach Deutschland Geld und die Lohnkosten sind hoch. Andererseits ist es aber auch eine Chance durch effizientere Produktion und größere Produktvielfalt und mehr Varianten diese Kostensteigerung nicht nur auszugleichen, sondern sogar mehr Gewinn zu erwirtschaften.
Die Globalisierung geht fröhlich weiter
Nein, ich bin wirklich und ganz ehrlich nicht schadenfroh. Die betroffenen Menschen tun mir leid. Sie sind an der Situation nicht schuld. Aber so langsam aber sicher, beginnt mir die Sache mit der Globalisierung Spaß zu machen. Der Tagesanzeiger aus der Schweiz bringt einen Bericht den Susan Fenton für Reuters geschrieben hat:
Arbeit ist in Südchina bereits zu teuer
Die Goldgräberstimmung in der Boom-Region Guangdong ist verflogen. Der Provinz droht eine Abwanderungswelle von Tausenden Investoren.
Ärmere Provinzen im Reich der Mitte und das aufstrebende Nachbarland Vietnam machten dem südchinesischen Gebiet zunehmend Investoren abspenstig. Guangdong habe in diesem Standort-Wettbewerb schlechte Karten, meint er Präsident des Chinesischen Gewerbeverbandes von Hongkong, Paul Yin: «Die Kosten sind in einigen Fabriken in den vergangenen Jahren um 30 bis 50 Prozent gestiegen – in manchen sogar um 100 Prozent.»
In den vergangenen Monaten hat sich der Kostendruck durch ein neues Arbeitsgesetz und steigende Rohstoffpreise weiter verschärft. Auch weil der Staat nun nicht mehr so üppige Steuerrabatte auf Exportwaren gewährt, kommen die Firmen zunehmend in die Bredouille. Wenn die Landeswährung Yuan wie erwartet dieses Jahr noch um 8 bis 9 Prozent weiter aufwertet, wird das Ausfuhrgeschäft für die Firmen noch schwieriger werden, meinen Experten.
Insgesamt seien 60'000 bis 70'000 Werke im Perlfluss-Deltagebiet im Besitz von Firmen aus Hongkong. Rund 10'000 Werken drohe bereits in den kommenden Monaten die Schliessung oder zumindest ein Zusammengehen mit anderen Standorten. Manche Investoren denken offenbar über einen Umzug nach Zentralchina oder in die Nachbarprovinz Guangxi nach. Dort sind die Löhne niedriger und der Wettbewerb um Arbeitskräfte noch nicht so ausgeprägt.
Noch einmal die Arbeiter die jetzt und in der nächsten Zeit dort ihren Arbeitsplatz verlieren, können uns nur leid tun. Sie sind extra zu den Arbeitslplätzen gezogen, sehen über Jahre ihre Familien nicht und leben unter menschenunwürdigen Zuständen in Gemeinschaftseinrichtungen, bei schlechter Verpflegung und auch für dortige Lebenverhältnisse, beschissener Entlohnung.
Aber nun reicht auch das nicht mehr. Schon zieht die Horde weiter. Was machen aber diese Ausbeuter wenn es in China, Laos, Vietnam, Indien und Kambodscha niemanden billigeres mehr gibt. Was soll passieren wenn die Produkte einfach nicht mehr billiger werden können und die Menschen gleichzeitig kein Geld mehr haben, diese Produkte zu kaufen. Wahrscheinlich bilden sich erst immer größere Einheiten um die Löhne zu drücken. Aber das wird auch nicht ewig gehen.
Was passiert dann. Sklaverei. Ganz offen. Oder Eroberungskriege der Firmenriesen um Arbeiter und Abnehmer. Wollen wir diesem Wahnsinn weiter zusehen. Das dieser ganze Quatsch völlig unvernünftig ist, kann man sich von einem Dreijährigen erklären lassen. Gut der hat auch mehr Verstand als unsere Politiker, unsere sogenannten Wirtschaftswissenschaftler und das ganze verbrecherische, neoliberale Pack von Wirtschaftsfaschisten. Natürlich hätte auch eine Dreijährige mehr Verstand als diese Vögel.
Wenn wir der Wirtschaft erlauben verantwortungslos zu sein und zu handeln, dann können wir nicht erwarten, das diese Art von Wirtschaftsfachleuten und Managern etwas anderes als ihre kriminelle Energie offenbart. Wir müssen der Wirtschaft und dem Kapital harte Regeln verpassen. Wir müssen die Verbrechen der Wirtschaft, mit dem Einzug der Hilfsmittel mit denen die Verbrechen begangen wurden, bestrafen.
Wer seine Firma benutzt um Verbrechen zu begehen, dem muss man die Firma nehmen, wer seine Medien zur Demagogie und zum Lügen benutzt, dem müssen sie genommen werden. Wer mit seiner Bank betrügt, dem muss sie genommen werden. Den Managern ist Berufsverbot zu erteilen, die Kapitalanleger verlieren ihr Geld und müssen zusätzlich den Schaden ersetzen. Nein. Ich bin eben nicht für Staatswirtschaft oder Sozialismus. Die eingezogenen Firmen müssen sofort über die Börse wieder veräußert werden. Der Staat taugt nichts als Firmenlenker.
Wir brauchen die Freiheit des Autofahrens, aber wir alle wissen, das wir Gesetze brauchen, die diese Freiheit zum Schutz anderer begrenzen. Genau die gleichen Gesetze brauchen wir für die Freiheit des Kapitals. Wir waren eine zeitlang auf einem guten Weg. Der dicke Kohl, der bis heute nicht zugab, wer ihn bestach, hat diesen Weg zerstört. Das heute ein Schäuble bei uns Innenminister sein kann, das ein Lambsdorff Ehrenvorsitzender der FDP ist, sind die Zeichen dafür, wie weit wir uns von der Vernunft, der Wahrheit und der Gerechtigkeit entfernt haben.
Aber die Ungerechtigkeit zeugt nicht einmal Arbeitsplätze. Sie schafft auch keine Gewinne. Sie verbrennt nur Geld. So als würde man beim Autofahren immer Gas geben und gleichzeitig bremsen. Es kann so nicht weiter gehen.
Tragisch! Tragisch!
Die Welt berichtet:
Volksmusik-Star Marianne brach zusammen
Die Lage an der Volksmusikfront wird immer dramatischer. Volksmusik-Star Marianne brach nach der letzten Ausstrahlung der TV-Show "Die lustigen Musikanten" zusammen. Ihr Ehemann Michael ist sich sicher: Das Ende der Show brach ihr das Herz.
Selbst Heino konnte diesen Tiefpunkt der Volkstümlei nicht mehr retten. Wie man aus uninformierten Kreisen nicht hören konnte, soll die gesamte Produktion von Trallala im Rahmen der Globalisierung nach Bollywood ausgelagert werden. Die gleichen Kreise teilten uns auch nicht mit, das es in bereits Ausschreitungen im indischen Mumbai (früher Bombay) gibt, weil ständig aus allen Ecken. "Im Frühtau zu Berge" und "Oh du schöner Westerwelle" erschallt. Jodeln soll auf die Zeit zwischen 9 und 12 Uhr sowie 16 und 20 Uhr begrenzt werden und muss mit Abbruchhämmern begleitet werden.
Juhi Chawla soll für eine Neuverfilmung der Geierwally vorgesehen sein und Takeo Ischi, der japanische Jodlerkönig soll ihren stürmischen Liebhaber geben. Für die Fans des Trallala ändert sich nur wenig, aber es wird billiger. Marianne du musst nun wieder aufstehen, der Platz wird für die neuen Stars gebraucht. Michael trag doch mal die Marianne raus.
Globalisierungsgegner
271000 Einträge hat Google zum Thema Globalisierungsgegner. Nun gut. Fragen wir also mal Wikipedia, wie immer, wenn wir Antworten suchen:
Globalisierungskritik ist ein Sammelbegriff für die Anliegen der verschiedensten politischen Positionen, die die Globalisierung ganz oder in ihrer aktuellen, von ihnen als neoliberal kritisierten Form, ablehnen. Die (seltenen) Positionen, die Globalisierung vollständig ablehnen und die globale Verflechtung reduzieren wollen, werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Die häufigere Position ist die der Globalisierungskritik im engeren Sinn, die sich für eine andere Globalisierung einsetzt (daher auch französisch altermondialisation und englisch alter-globalization von alter = anders). Im allgemeinen Sprachgebrauch und auch in den Medien werden die Globalisierungskritiker teilweise unzutreffend als Globalisierungsgegner bezeichnet.
Wir haben also wieder einmal das, was unsere Medien und die gekauften Politclowns am besten können, einen Etikettenschwindel. Globalisierungskritiker werden als Globalisierungsgegner bezeichnet. Das macht durchaus Sinn. Selbst Lieschem Müller weiß, das sie auf einem kugelförmigen Globus lebt. Wer also gegen Globalisierung ist, will aus dem Ding eine Scheibe oder einen Würfel machen. Der muss also falsch liegen.
Der Begriff Globalisierungsgegner ist auf jeden Fall diskriminierend gemeint und man sollte sich dagegen wehren.
Aber unter dem ganzen liegt noch eine weitere Lüge der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Es geht nämlich gar nicht um Globalisierung. Es geht nur darum, das ungefähr 7 Prozent der Weltbevölkerung einen Trick brauchten, um die Arbeitserträge der anderen 93 Prozent, für sich reklamieren zu können. Deshalb wurde das Schlagwort Globalisierung erfunden, das eigentlich nur sagen soll, das, wenn es irgendwo Tageslöhne von einem Euro gibt, es überall Tageslöhne von einen Euro geben muss.
Ein guter Trick, aber natürlich Blödsinn. Schon Karl Marx hatte Schwierigkeiten damit, Arbeit vergleichbar zu machen und er musste sich nicht mit den riesigen Unterschieden der heutigen Zeit beschäftigen. Arbeit ist nämlich nur im Kontext der nationalen Wirtschaft und der individuellen Fähigkeiten in Zusammenhang mit der Produktivität zu bewerten. Praktisch also kaum vergleichbar.
Weiterhin ist es grober Unfug so zu tun, als ob man auf einem Billiglohnmarkt auf Dauer Produkte für einen Hochlohnmarkt mit Hochlohnpreisen fertigen könne und gleichzeitig die Arbeitsplätze auf dem Hochlohnmarkt abbauen, bzw. die Löhne drücken könne. Das funktioniert eben nicht. Die Löhne eines Marktes und die auf diesem Markt erzielbaren Preise, hängen nämlich eng zusammen.
Die Profite die durch Produktionserlagerung in Billiglohnmärkte entstehen, werden durch Kostenverlagerung auf die Allgemeinheit in den Hochlohnmärkten bezahlt und führen letztendlich dazu, das nur Billiglohnmärkte exisitieren, die gleichzeitig auch nur Billigpreismärkte sind. Es ist also eine kurzfristige und dumme Vorgehensweise, die nur Sinn macht, wenn man das Denken auf Quartale oder nur wenige Jahre beschränkt.
Die gesamte Globalisierungsfrage stellt sich also gar nicht. Sie ist nur Augenwischerei, die verhindern soll, das die wirklichen Probleme benannt werden.
Welteke, Esser, Ackermann, Pierer und Kumpane
Also mal ganz ehrlich. Die 7.661,20 Euro die Ernst Welteke mit seiner Familie, auf Kosten der Dresdner Bank, im Berliner Hotel Adlon ausgegeben hat um den Euro zu feiern sind doch wirklich nicht der Rede wert. Peanuts. Ein durchschnittlicher Arbeitsloser kriegt das in acht Monaten an Stütze ausbezahlt und selbst ein Sozialhilfeempfänger bekommt diese Summe in 26 Monaten als großzügiges Geschenk vom Staat. Das ist doch alles nur blanker Sozialneid.
Das Gleiche bei dem armen Herrn Esser. Was sind schon dreißig Millionen Abfindung? Will er seinen Kindern die Summe vererben, muss er das Geld für kümmerliche sechs Prozent anlegen und kann dann im Monat lediglich 150.000 Euro ausgeben. Das reicht kaum für die Brötchen. Es ist geradezu bösartig ihm vorzurechnen, dass mit diesem Geld 154 Arbeitslose oder 515 Sozialhilfeempfänger versorgt werden könnten.
Zum Glück sind wir in Deutschland. Da wird einer zurückgetreten, der andere bleibt und selbst die Ermittlungen einer erstaunlicherweise übereifrigen Staatsanwaltschaft enden in einem Rechtsgespräch. Wie bitte, bei Ihrer letzten Verurteilung gab es kein Rechtsgespräch?
Sie wurden einfach verdonnert? Das muss an Ihrem Billiganwalt liegen. Solche Rechtsgespräche sind durchaus üblich.
Schließlich handelt es sich um Manager. Das sind laut Brockhaus mit weitgehender Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis ausgestattete Führungskräfte in einem Unternehmen.
Da denkt man doch gleich an Loriots Pferderennen und fragt sich, wo führen sie den hin und was entscheiden sie denn. Also, der Herr Pierer entlässt jetzt mal eben 10.000 Leute, damit Siemens die nicht mehr bezahlen muss. Die bezahlt dann der Steuerzahler. Das macht im ersten Jahr eine Mehrbelastung von 116 Millionen Euro für alle Steuerzahler. Wenn Siemens dann gleichzeitig noch richtig Subventionen abgreift, dann steigt sogar der Aktienkurs. Das ist Führung und Entscheidung und dabei verfügt er mal eben über das Geld aller anderen.
Der Esser hat auch den Aktienkurs nach oben gebracht und die Arbeiter von Mannesmann dem Steuerzahler überlassen. Weg damit. Neun Monate derartig erfolgreicher Führungstätigkeit wurden dann ja auch mit mehr als 3 Millionen Euro je Monat zusätzlich vergütet. Der Ackermann hat das auch so gesehen, sonst hätte er ja nicht zugestimmt.
Natürlich hat sein Hauptberuf bei der Deutschen Bank nichts mit dieser Sache zu tun. Selbstverständlich hat die Bank nichts daran verdient. Natürlich fließen die Informationen aus Aufsichtsratsmandaten nicht in Eigengeschäfte der Bank, das wäre doch verbotener Insiderhandel. Die Deutsche Bank handelt selbstlos.
Das alles ist nur eine Frage der Globalisierung. Pierer entlässt ja nur, weil er den gleichen Kram woanders billiger produzieren kann. Bei einem Handy machen die Lohnkosten vier Prozent der Kosten aus. Wenn er die halbiert, steigt sein Gewinn. Das ist Führungsqualität.
Den Ackermann anzugreifen ist übrigens hochgradig kontraproduktiv. Das hat er selbst gesagt. Wenn man gegen Ackermann ermittelt, kommen nämlich keine Investoren mehr nach Deutschland.
Es gibt auch gar keinen Grund unsere Manager anzugreifen. Das Lexikon der Psychologie verrät uns nämlich, dass in der angelsächsischen Terminologie alle Firmenmitglieder, die Vorgesetztenfunktion wahrnehmen, als Manager bezeichnet werden. Der Antreiber von drei unwilligen Aushilfsputzkräften ist demnach ein Manager. Dafür hatten wir in Deutschland eigentlich das Wort Vorarbeiter, wobei dieses aber auch nicht stimmt, da es voraussetzt, dass da jemand etwas vormachen könnte. Obwohl, eigentlich machen sie uns ja eine ganze Menge vor.
Es ist unser Fehler, dass wir Manager mit Unternehmern verwechseln.
Das Gleiche bei dem armen Herrn Esser. Was sind schon dreißig Millionen Abfindung? Will er seinen Kindern die Summe vererben, muss er das Geld für kümmerliche sechs Prozent anlegen und kann dann im Monat lediglich 150.000 Euro ausgeben. Das reicht kaum für die Brötchen. Es ist geradezu bösartig ihm vorzurechnen, dass mit diesem Geld 154 Arbeitslose oder 515 Sozialhilfeempfänger versorgt werden könnten.
Zum Glück sind wir in Deutschland. Da wird einer zurückgetreten, der andere bleibt und selbst die Ermittlungen einer erstaunlicherweise übereifrigen Staatsanwaltschaft enden in einem Rechtsgespräch. Wie bitte, bei Ihrer letzten Verurteilung gab es kein Rechtsgespräch?
Sie wurden einfach verdonnert? Das muss an Ihrem Billiganwalt liegen. Solche Rechtsgespräche sind durchaus üblich.
Schließlich handelt es sich um Manager. Das sind laut Brockhaus mit weitgehender Verfügungs- und Entscheidungsbefugnis ausgestattete Führungskräfte in einem Unternehmen.
Da denkt man doch gleich an Loriots Pferderennen und fragt sich, wo führen sie den hin und was entscheiden sie denn. Also, der Herr Pierer entlässt jetzt mal eben 10.000 Leute, damit Siemens die nicht mehr bezahlen muss. Die bezahlt dann der Steuerzahler. Das macht im ersten Jahr eine Mehrbelastung von 116 Millionen Euro für alle Steuerzahler. Wenn Siemens dann gleichzeitig noch richtig Subventionen abgreift, dann steigt sogar der Aktienkurs. Das ist Führung und Entscheidung und dabei verfügt er mal eben über das Geld aller anderen.
Der Esser hat auch den Aktienkurs nach oben gebracht und die Arbeiter von Mannesmann dem Steuerzahler überlassen. Weg damit. Neun Monate derartig erfolgreicher Führungstätigkeit wurden dann ja auch mit mehr als 3 Millionen Euro je Monat zusätzlich vergütet. Der Ackermann hat das auch so gesehen, sonst hätte er ja nicht zugestimmt.
Natürlich hat sein Hauptberuf bei der Deutschen Bank nichts mit dieser Sache zu tun. Selbstverständlich hat die Bank nichts daran verdient. Natürlich fließen die Informationen aus Aufsichtsratsmandaten nicht in Eigengeschäfte der Bank, das wäre doch verbotener Insiderhandel. Die Deutsche Bank handelt selbstlos.
Das alles ist nur eine Frage der Globalisierung. Pierer entlässt ja nur, weil er den gleichen Kram woanders billiger produzieren kann. Bei einem Handy machen die Lohnkosten vier Prozent der Kosten aus. Wenn er die halbiert, steigt sein Gewinn. Das ist Führungsqualität.
Den Ackermann anzugreifen ist übrigens hochgradig kontraproduktiv. Das hat er selbst gesagt. Wenn man gegen Ackermann ermittelt, kommen nämlich keine Investoren mehr nach Deutschland.
Es gibt auch gar keinen Grund unsere Manager anzugreifen. Das Lexikon der Psychologie verrät uns nämlich, dass in der angelsächsischen Terminologie alle Firmenmitglieder, die Vorgesetztenfunktion wahrnehmen, als Manager bezeichnet werden. Der Antreiber von drei unwilligen Aushilfsputzkräften ist demnach ein Manager. Dafür hatten wir in Deutschland eigentlich das Wort Vorarbeiter, wobei dieses aber auch nicht stimmt, da es voraussetzt, dass da jemand etwas vormachen könnte. Obwohl, eigentlich machen sie uns ja eine ganze Menge vor.
Es ist unser Fehler, dass wir Manager mit Unternehmern verwechseln.
Produktion aus Deutschland verlagern
Da sind sie sich einig, der Dr. jur. Dr.-Ing. E.h. Heinrich v. Pierer, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG und Dr. Giancarlo Galli, Leiter der Geschäftsführung der Rodenstock GmbH, sie wollen immer mehr Produktion in Billiglohnländer verlagern. Das ist völlig in Ordnung so.
Meine letzten Brillengläser von Rodenstock kosteten 348 Euro, das biegsame Gestell etwas über 300 Euro. Da muss etwas geschehen. Diese Brillen sind für Deutschland eindeutig zu teuer. Rodenstock muss sich tragfähigere Märkte erschließen. Zum Beispiel die Ukraine. Nach nur fünf bis zwölf Monaten Arbeit kann sich eine Sekretärin dort schon eine solche Brille leisten, wenn sie auf Essen, Kleidung und Wohnung verzichtet. Eine chinesische Näherin braucht nur knapp zwei Jahre so zu arbeiten und schon besitzt sie diese schöne Brille.
Da die Produkte sogar etwas taugen, wäre das eine lohnende Investition, wenn auch eine unbezahlbare.
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Meine letzten Brillengläser von Rodenstock kosteten 348 Euro, das biegsame Gestell etwas über 300 Euro. Da muss etwas geschehen. Diese Brillen sind für Deutschland eindeutig zu teuer. Rodenstock muss sich tragfähigere Märkte erschließen. Zum Beispiel die Ukraine. Nach nur fünf bis zwölf Monaten Arbeit kann sich eine Sekretärin dort schon eine solche Brille leisten, wenn sie auf Essen, Kleidung und Wohnung verzichtet. Eine chinesische Näherin braucht nur knapp zwei Jahre so zu arbeiten und schon besitzt sie diese schöne Brille.
Da die Produkte sogar etwas taugen, wäre das eine lohnende Investition, wenn auch eine unbezahlbare.
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