Wenn der Anlass nicht so traurig wäre, könnte man schreiben: dass nächste Erdbeben erreicht Haiti. Dieses mal in Form von Gen- Mais- Samen der Firma Monsanto. Als Draufgabe gibt es bestimmt noch ein Monsanto Herbizid. Und irgendwann, in naher Zukunft wird es nur noch Monsanto Samen auf Haiti geben und die Unabhängigkeit, wenn die Bauern jemals unabhängig waren, ist vorüber. Und für zukünftige neue Ernten, wird Monsato Lizenzgebühren bei den Bauern eintreiben. Und noch ein übler Nachgeschmack bleibt: Der Monsanto Vertreter auf Haiti ist Jean- Robert Estimé, der als Außenminister unter der 29- jährigen Zwangsherrschaft der Duvalier Familie diente. Haitianer wehrt Euch dagegen. Ihr habt Euch schon einmal von einer Unterjochung befreit.
Tausende Haitianer werden sterben, wenn die USA ihre Hilfsanstrengungen nicht verstärkt
Am 10. März entschuldigte sich Ex- Präsident Clinton für die Rolle, die seine Regierung bei der Zerstörung eines Großteils der haitianischen Landwirtschaft gespielt hatte: “Es mag vorteilhaft gewesen sein für einige unserer Farmer in Arkansas, aber es hat nicht funktioniert . . .
Ich muss jeden Tag damit leben, dass mein Tun zum Verlust der Fähigkeit geführt hat, eine Reisernte in Haiti zu ermöglichen und dieses Volk zu ernähren. ”
Anfang der 1980er Jahre vernichtete subventionierter US-Reis die Existenz Tausender Reisbauern auf Haiti und ließ das Land abhängig werden von Lebensmittelimporten.
Clinton Entschuldigung ist wichtig und stellt eine Chance dar, die Politik der USA gegenüber Haiti zu verändern, die eine Hauptursache für das Leid in dem hoffnungslos armen Land gewesen ist.
Die derzeitige Hilfsmaßnahme muss dringendst aufgestockt werden, um den 1,3 Millionen obdachlosen Haitianern unverzüglich zu helfen, bevor Tausende in der Regenzeit oder durch Orkane getötet werden. Nach einem relativ kurzen Regenschauer am 19. März gab es Bilder von Haitianern, die sich in armseligen Lagern durch den Schlamm kämpfen, um zu verhindern, dass sie von den Fluten überschwemmt werden.
Die Regenzeit beginnt gerade erst und es wird weit schlimmer kommen, besonders für mehr als 200.000 Obdachlose in 29 Lagern, die von heftigen Regenfällen weggeschwemmt werden könnten.
Danny Glover ist Schauspieler und Vorsitzender des TransAfrica Forums. Beide, er und TransAfrica, sind seit vielen Jahren tätig, um Haiti zu helfen.
“Es ist nicht einleuchtend, dass man den Leuten nicht einmal Zelte zur Verfügung stellen kann zweieinhalb Monate nach dem Erdbeben” erklärte er mir in Washington. Tatsächlich ergibt es keinen Sinn: die benötigten Zelte kosten etwa 100 $ pro Stück; auch wenn wir die von der Regierung angeforderte Zahl von 200.000 Zelten verdoppeln, betragen die Kosten von 40 Millionen Dollar nicht einmal zwei Prozent der öffentlichen und privaten Spenden aus den USA und anderen Ländern.
Der Kongress muss den Druck verstärken durch die sofortige Ankündigung seine Aufsichtsfunktion zu erfüllen, ergänzt durch Anhörungen und einen Bericht darüber, wie die US-Dollars der Steuerzahler und privaten Stiftungen in Haiti ausgegeben wurden. Das würde größeren Organisationen und Vertragspartnern der US-Regierung einigen Anreiz bieten, Tausenden von Haitianern zu helfen, bevor sie in der im Juni beginnenden Regenzeit und Orkansaison zu Tode kommen.
Chemonics erhielt mehrere Verträge von insgesamt über zehn Millionen Dollar durch USAID (United States Agency for International Development). Es ist eine Tochterfirma von ERLY Industries, die auch Mutterkonzern der American Rice Corporation sind, einem Hauptnutznießer jener Politik, für die sich Clinton entschuldigte.
Das amerikanische Rote Kreuz hat schätzungsweise ein Drittel der Dollarmilliarden erhalten, die US-Hilfsorganisationen für Haiti gesammelt hatten. Es war in den vergangenen Jahren in einige Skandale verwickelt, wo Hunderte Millionen Dollar an Spendengeldern nicht für die speziellen Hilfsmaßnahmen ausgegeben wurden, für die man sie eingenommen hatte.
Die dringendsten Bedürfnisse sind klar: zusätzlich zu den notwendigen Unterkünften und Umsiedlungsmaßnahmen muss mehr Hilfe außerhalb von Port-au-Prince bereit gestellt werden, damit die Menschen eher in der Lage sind, anderswo zu leben. Zudem ist mehr Agrarhilfe für die laufende Pflanzsaison dringend erforderlich.
Die internationale Gemeinschaft stellt gegenwärtig die meisten Nahrungsmittel für Haiti bereit. Sie sollte sich verpflichten, wenigstens in dieser und der nächsten Saison die vor Ort produzierte Reisernte zu einem gewinnbringenden Festpreis aufzukaufen, bevor irgendwelcher Importreis verteilt wird.
Wie in der Vergangenheit geschehen, drückt importierter Reis derzeit den Preis für lokalen Reis und kann den Bauern das Überleben schwer oder unmöglich machen.
Die Regierung von Haiti braucht zudem Unterstützung des Staatshaushaltes. Gegenwärtig erhält sie nur einen winzigen Bruchteil an Geldern von der US-Regierung, nicht annähernd genug, um als arbeitsfähige Regierung den Kraftaufwand zu leisten, der für den Wiederaufbau nötig wäre.
Es ist sowohl falsch als auch kontraproduktiv zu versuchen, die Haitianer von einem Mitspracherecht für die Zukunft ihres eigenen Landes auszuschließen.
Mark Weisbrot ist Co-Direktor des Zentrums für Wirtschafts- und Politikforschung (Center for Economic and Policy Research) in Washington, D.C. Den Doktorgrad in Wirtschaftswissenschaften erhielt er an der Universität Michigan.
Er hat zahlreiche Forschungsarbeiten über Wirtschaftspolitik verfasst, vor allem zu Lateinamerika und internationaler Wirtschaftspolitik.
Zudem ist er Mitverfasser von Dean Baker’s “Social Security: The Phony Crisis” (University of Chicago Press, 2000) und Präsident von Just Foreign Policy, einer Initiative, die sich für gerechte Außenpolitik einsetzt.
Anmerkung des Übersetzer:* Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung
Quelle: Qrginalartikel in englischer Sprache von: Mark Weisbrot-cepr |- http://www.cepr.net/index.php/blogs/relief-and-reconstruction-watch/haiti-relief-effort-needs-immediate-ramp-up-to-avoid-another-disaster/
Übersetzt von Peter Djordjevic vom womblog.de.
Ich muss jeden Tag damit leben, dass mein Tun zum Verlust der Fähigkeit geführt hat, eine Reisernte in Haiti zu ermöglichen und dieses Volk zu ernähren. ”
Anfang der 1980er Jahre vernichtete subventionierter US-Reis die Existenz Tausender Reisbauern auf Haiti und ließ das Land abhängig werden von Lebensmittelimporten.
Clinton Entschuldigung ist wichtig und stellt eine Chance dar, die Politik der USA gegenüber Haiti zu verändern, die eine Hauptursache für das Leid in dem hoffnungslos armen Land gewesen ist.
Die derzeitige Hilfsmaßnahme muss dringendst aufgestockt werden, um den 1,3 Millionen obdachlosen Haitianern unverzüglich zu helfen, bevor Tausende in der Regenzeit oder durch Orkane getötet werden. Nach einem relativ kurzen Regenschauer am 19. März gab es Bilder von Haitianern, die sich in armseligen Lagern durch den Schlamm kämpfen, um zu verhindern, dass sie von den Fluten überschwemmt werden.
Die Regenzeit beginnt gerade erst und es wird weit schlimmer kommen, besonders für mehr als 200.000 Obdachlose in 29 Lagern, die von heftigen Regenfällen weggeschwemmt werden könnten.
Danny Glover ist Schauspieler und Vorsitzender des TransAfrica Forums. Beide, er und TransAfrica, sind seit vielen Jahren tätig, um Haiti zu helfen.
“Es ist nicht einleuchtend, dass man den Leuten nicht einmal Zelte zur Verfügung stellen kann zweieinhalb Monate nach dem Erdbeben” erklärte er mir in Washington. Tatsächlich ergibt es keinen Sinn: die benötigten Zelte kosten etwa 100 $ pro Stück; auch wenn wir die von der Regierung angeforderte Zahl von 200.000 Zelten verdoppeln, betragen die Kosten von 40 Millionen Dollar nicht einmal zwei Prozent der öffentlichen und privaten Spenden aus den USA und anderen Ländern.
Der Kongress muss den Druck verstärken durch die sofortige Ankündigung seine Aufsichtsfunktion zu erfüllen, ergänzt durch Anhörungen und einen Bericht darüber, wie die US-Dollars der Steuerzahler und privaten Stiftungen in Haiti ausgegeben wurden. Das würde größeren Organisationen und Vertragspartnern der US-Regierung einigen Anreiz bieten, Tausenden von Haitianern zu helfen, bevor sie in der im Juni beginnenden Regenzeit und Orkansaison zu Tode kommen.
Chemonics erhielt mehrere Verträge von insgesamt über zehn Millionen Dollar durch USAID (United States Agency for International Development). Es ist eine Tochterfirma von ERLY Industries, die auch Mutterkonzern der American Rice Corporation sind, einem Hauptnutznießer jener Politik, für die sich Clinton entschuldigte.
Das amerikanische Rote Kreuz hat schätzungsweise ein Drittel der Dollarmilliarden erhalten, die US-Hilfsorganisationen für Haiti gesammelt hatten. Es war in den vergangenen Jahren in einige Skandale verwickelt, wo Hunderte Millionen Dollar an Spendengeldern nicht für die speziellen Hilfsmaßnahmen ausgegeben wurden, für die man sie eingenommen hatte.
Die dringendsten Bedürfnisse sind klar: zusätzlich zu den notwendigen Unterkünften und Umsiedlungsmaßnahmen muss mehr Hilfe außerhalb von Port-au-Prince bereit gestellt werden, damit die Menschen eher in der Lage sind, anderswo zu leben. Zudem ist mehr Agrarhilfe für die laufende Pflanzsaison dringend erforderlich.
Die internationale Gemeinschaft stellt gegenwärtig die meisten Nahrungsmittel für Haiti bereit. Sie sollte sich verpflichten, wenigstens in dieser und der nächsten Saison die vor Ort produzierte Reisernte zu einem gewinnbringenden Festpreis aufzukaufen, bevor irgendwelcher Importreis verteilt wird.
Wie in der Vergangenheit geschehen, drückt importierter Reis derzeit den Preis für lokalen Reis und kann den Bauern das Überleben schwer oder unmöglich machen.
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Es ist sowohl falsch als auch kontraproduktiv zu versuchen, die Haitianer von einem Mitspracherecht für die Zukunft ihres eigenen Landes auszuschließen.
Mark Weisbrot ist Co-Direktor des Zentrums für Wirtschafts- und Politikforschung (Center for Economic and Policy Research) in Washington, D.C. Den Doktorgrad in Wirtschaftswissenschaften erhielt er an der Universität Michigan.
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Anmerkung des Übersetzer:* Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung
Quelle: Qrginalartikel in englischer Sprache von: Mark Weisbrot-cepr
Übersetzt von Peter Djordjevic vom womblog.de.
Aufgelesen und kommentiert 2010-02-04
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Ganz Lateinamerika eilt Haiti zu Hilfe
Während US-amerikanische Soldaten offiziell die Kontrolle über die einzige Flugbahn auf Haiti übernommen haben, heißt es offensichtlich Schlange stehen für andere Länder, die Hilfe schicken. Flüge mit Hilfsgütern aus Argentinien, Mexiko und Peru werden über die Dominikanische Republik und auf benachbarte Inseln umgeleitet, lese ich gerade bei Zeit-online, wo "Massive Kritik am Krisenmanagement der USA" geäußert wird. Zugangswege ins Land, Koordination der Hilfsorganisationen, Verteilung der Güter - wer hat die Kontrolle über all das? Außerdem fragt man sich als Normalbürger, warum es so viele Tage dauert, bis Essen und Getränke verteilt werden. Darüber hinaus sollte man zur Kenntnis nehmen, dass außer dem Nachbarn USA ganz Lateinamerika zur Hilfe eilt:
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Cuba hilft seinem Nachbarland Haiti schon lange
"Haiti ist ein reines Produkt des Kolonialismus und Imperialismus, von mehr als einem Jahrhundert Ausbeutung seiner Menschen durch härteste Arbeiten, von Militärinterventionen und der Entziehung seiner Reichtümer. Dieses historische Vergessen wäre nicht so schwerwiegend wie die reale Tatsache, daß Haiti eine Schande unserer Epoche darstellt, in einer Welt, in der die Ausbeutung und Ausplünderung der großen Mehrheit der Bewohner des Planeten vorherrscht. Milliarden Menschen in Lateinamerika, Afrika und Asien leiden unter ähnlichem Mangel, wenn auch vielleicht nicht zu einem so hohen Anteil wie Haiti". Sagt Fidel Castro in "Die Lehre Haitis". (Stammt von RedGlobe, ich habe es bei womblog entdeckt.)
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Lateinamerika - Das Imperium USA schlägt zurück
Eigentlich ist es ja Quatsch, dass in Lateinamerika überhaupt Wahlen abgehalten werden. Deren Ergebnisse gelten normalerweise nur dann, wenn sie den Wünschen Washingtons entsprechen. In allen anderen Fällen sind die Wahlen gefälscht und die jeweiligen Wahlgewinner müssen um ihr Leben fürchten. Es gilt immer noch das gleiche alte Lied.
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