Weltwirtschaftskrise - Banken, Gold und Währungskrieg
Wie der Fall Hypo Real Estate (HRE) zeigt, führt jetzt die Einrichtung von sogenannten Bad Banken dazu, dass die Nationalstaaten erneut Milliardenschulden als Bankensubvention tragen müssen. Natürlich lügen sich Politiker wie Wolfgang Schäuble etwas von rein statistischen Summen zusammen, aber die Wahrheit sieht anders aus. ["Weltwirtschaftskrise - Banken, Gold und Währungskrieg" mehr »]
Weltwirtschaftskrise - Leider kein Sommermärchen
Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat ihr bestes gegeben und dabei schönen Fußball gespielt. Beim Kampf um Platz Drei war der Bundespräsidentendarsteller Wulff im Einsatz. Die Drei scheint sich für ihn zu manifestieren. Aber seine Kanzlerin fand trotzdem einen Weg die Leistung anderer auf sich umzumünzen: ["Weltwirtschaftskrise - Leider kein Sommermärchen" mehr »]
Middelhoff soll zahlen
Na endlich!
"Karstadt: Insolvenzverwalter fordert Schadenersatz. Herr Middelhoff, bitte zahlen!" betitelt die Süddeutsche ihren Bericht.
Noch ein paar interessante Infos und Namen bei "Der Handel - Wirtschaftsmagazin".
"Karstadt: Insolvenzverwalter fordert Schadenersatz. Herr Middelhoff, bitte zahlen!" betitelt die Süddeutsche ihren Bericht.
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Weltwirtschaftskrise - Ein kleiner Rundblick
Natürlich ist die Weltwirtschaftskrise vorbei. Alle die sich noch mit diesem Thema beschäftigen sind doch nur Miesmacher und Schwarzseher. Alles wird gut. Es ist doch immer noch alles gut gegangen. ["Weltwirtschaftskrise - Ein kleiner Rundblick" mehr »]
Das Ende von Euro und EU?
Die Ratingagentur Moody's hat Griechische Anleihen praktisch zu Junk erklärt und damit den europäischen Stützungsmaßnahmen für Griechenland ein Stück weit den Boden entzogen. Tatsächlich haben die Ratingagenturen z.B. im Zusammenhang mit der Immobilienkrise in den USA, aber auch in Spanien und bei vielen anderen Fällen bewiesen, dass ihre Aussagen zumeist Müll sind. ["Das Ende von Euro und EU?" mehr »]
Weltwirtschaftskrise - Flucht in die Sachwerte
Gestern noch konnte man in keiner Kneipe sitzen ohne das alle paar Minuten jemand vorbeikam und fragte: "Wollen Gold kaufen? Prima Hafen in Krise!". Selbst in bestens abgeschirmte Büros drangen Anfrufe die scheinbar von den Börsen dieser Welt kamen und die letzte Chance für einen Einstieg in die einzig sichere Anlageform boten.
Nachdem aber nun schon einige Leute bepackt mit Gold wie die Lastesel durch die Gegend geistern und andere immer größere Teile ihres Goldschatzes für Bewachung und Sicherung, sowie Bewachung der Bewachung ausgeben müssen, scheint der Trend zu brechen. Zumindest was die Empfehlungen angeht. ["Weltwirtschaftskrise - Flucht in die Sachwerte" mehr »]
Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?
Jeder erinnert sich an die dauerhafteste Lüge in der Bankenkrise. Die deutsche Bank ist nicht betroffen! Dabei war es Josef Ackermann der immer sofort zur Stelle war und lauthals forderte, dass der Staat die IKB, die Hypo Real Estate und andere rettete. Es war die deutsche Bank die dort und auch beim amerikanischen Steuerzahler kassierte und immer wieder ihre Grundlüge aufrecht erhielt.
Bis auf die Leser der Springer-Blöd-Presse und die Anhänger der neoliberalen Religion mit ihren Wirtschaftsblättchen hat eigentlich jeder diese Lüge längst durchschaut. Nun geht die Lüge aber in ihre nächste Runde. Schon vor knapp einem Jahr hatte Josef Ackermann einen Europäischen Banken- oder Währungsfond mit Staatsgarantie gefordert. Natürlich selbstlos. ["Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?" mehr »]
Wenn schon prekäre Arbeitsverhältnisse, dann muss auch die Wohnung unsicher sein
Die Hornissenkoalition ist zügig bei der Abwicklung der Aufträge des Kapitals. Nachdem die Arbeitsverhältnisse aller Menschen in Deutschland bewusst prekär gemacht wurden, sollen nun die Wohnverhältnisse für Mieter bis zur totalen Rechtlosigkeit in Bruchbuden gebracht werden. Der wichtigste Punkt ist die Mietminderung. Der Abzocker muss es sich in Zukunft dank schwarz/gelb nicht mehr gefallen lassen, wenn Mängel mit Mietminderung bis zur Einstellung der Mietzahlungen beantwortet werden.
Nach Merkel und Westerwelle dürfen die Abzocker auch bei Schimmel, kaputten Fenstern und nichtlaufender Heizung oder ohne Wasser den vollen Mietpreis kassieren. Aber das reicht noch nicht. Selbstverständlich sollen sie die Mieter nach Gutsherrenart rauswerfen können. Es ist wie beim Kündigungsschutz für Arbeitnehmer. Die Koalition der bösen und kalten Herzen will die Menschen absolut schutzlos machen, damit ihre Freunde aus dem verbrecherischen Kapital sich um so leichter bereichern können. ["Wenn schon prekäre Arbeitsverhältnisse, dann muss auch die ... »]
Aufgelesen 134
● Hat der dicke Willi die Stadtallendorfer Moschee angezündet?
● Die Inkasso-Abzocker
● Blicke ich in den Spiegel, sehe ich einen Gauner
● Deutschen Anlegern drohen Verluste in Texas
● HSH-Nordbank: Anleger gehen leer aus
● England: Zwangsmaßnahmen gegen Einwanderer
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Sarrazins böse Abschiedsworte
Dass Thilo Sarrazin sein höchstes Vergnügen darin findet, Schwache zu beleidigen, ist allgemein bekannt. Es ist übrigens ein typisches Verhalten für Leute, die selbst moralisch verwahrlost sind, auf die angeblich bösen Anderen hinzuweisen. Sarrazin verlässt nun ja glücklicherweise den Senat, zieht aber leider nicht nach Frankfurt, sondern will ständig, auf Kosten des Steuerzahlers, hin- und herpendeln. Dabei würde sich ganz Berlin freuen, wenn er und seine Frau die Stadt endlich verließen, der sie so viel angetan haben.
Normalerweise wäre das Thema Sarrazin gar kein Thema mehr. Die Scheiße, die er nun in der Bundesbank bauen wird, ist egal, weil es in der Bundesbank von Leuten wie Sarrazin wimmelt. Das, was da herauskommt, ist also eh nicht zu gebrauchen und kann von Sarrazin kaum noch verschlimmert werden. Aber seine letzte Aussage zu Hartz-IV-Opfern muss unbedingt noch gewürdigt werden:
Normalerweise wäre das Thema Sarrazin gar kein Thema mehr. Die Scheiße, die er nun in der Bundesbank bauen wird, ist egal, weil es in der Bundesbank von Leuten wie Sarrazin wimmelt. Das, was da herauskommt, ist also eh nicht zu gebrauchen und kann von Sarrazin kaum noch verschlimmert werden. Aber seine letzte Aussage zu Hartz-IV-Opfern muss unbedingt noch gewürdigt werden:
Berlins scheidender Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat erneut Hartz-IV-Empfänger aufs Korn genommen. Die wachsende Zahl der Kinder aus Hartz-IV-Familien führe in den Schulen zu "besonders schwierigen Kindern mit renitenten Eltern", sagte Senator Sarrazin. Dieser Kampf sei kaum zu gewinnen. Deshalb habe es keinen Sinn, zusätzliche finanzielle Ressourcen "für eine Struktur zur Verfügung zu stellen, wo der Anteil der Bedürftigen von Jahr zu Jahr wächst."["Sarrazins böse Abschiedsworte" mehr »]
Thilo Sarrazins seltsame Geschäfte
Aus der Tempodrom-Affäre konnte sich der Berliner Finanzsenator ja nur unter Einsatz massivster Mittel herauswinden.
Im Rahmen der Tempodrom-Affäre wurde ihm vorgeworfen, Landesgelder regelwidrig vergeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat im November 2004 Anklage erhoben. Ermittelt wurde gegen ihn, zwei weitere SPD- und zwei CDU-Politiker, drei Unternehmer und zwei Wirtschaftsprüfer. Gegen den ermittelnden Oberstaatsanwalt stellte Sarrazin eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Das Landgericht Berlin hat es im Dezember 2004 abgelehnt, das Hauptverfahren zu eröffnen, was wie ein Freispruch wirkt, da die Anklage als unschlüssig angesehen wurde.
Nachdem seine Frau als Lehrerin an einer Grundschule ohne Rücksprache Kinder eine Klasse zurücksetzt und, statt die Urheberin zu bestrafen, der Schulrat zwangsversetzt wird, scheint es für Sarrazin nun kein Halten mehr zu geben. Nicht nur, dass er Hartz-IV-Empfänger locker verhungern lassen will - er möchte sie auch noch erfrieren lassen. Das ist klar, wenn man weiß, zu welcher Klasse Sarrazin gehört:
Mit 46 Nebentätigkeiten ist Sarrazin (Stand: Juni 2008) das Senatsmitglied mit den meisten Nebentätigkeiten. Er ist unter anderem Mitglied des Aufsichtsrats der Berliner Verkehrsbetriebe, der Charité, der Investitionsbank Berlin und der Vivantes GmbH.["Thilo Sarrazins seltsame Geschäfte" mehr »]
Obama und Marx - mehr Sozialismus, bitte...
Das englischsprachige Original erschien hier. Das gibt mir gleich die Gelegenheit, das ausgezeichnete Blog von David Vickrey zu empfehlen, als Antidot, Gegengift, zur gesamten Neoconnerie, die jetzt doch ein wenig auf dem absteigenden Ast ist und "begehrt, nicht schuld zu sein". Es geht in die gleiche Richtung wie bei Jochens Stamokap-Artikel, setzt sich aber auch mit den immer abstruser werdenden Schmähungen gegen Obama auseinander.
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Kurzkommentar 2008-08-27
• Studiengebühren - Verrechnet?
• Deutsche Bahn will mit Rumänien börsenfit werden
• Spitzenkandidat für Europa
• Wahlkampf im Saarland - » Der dritte Mann «
• US-Hauspreise stürzen ab ["Kurzkommentar 2008-08-27" mehr »]
Kleiner Sontagsspaziergang durch die Weltwirtschaftskrise
Natürlich gibt es keine Weltwirtschaftskrise. Aber schließlich macht die Schlagzeile doch den Leser. Selbstverständlich hat Ben Bernanke gesagt, dass die FED alles tun werde um die Preisstabilität zu sichern, und dass der steigende Dollar, wie auch die sinkenden Preise für Öl und Edelmetalle alles wieder gut machen. Die Börse hat es gefreut. Die Kurse stiegen. ["Kleiner Sontagsspaziergang durch die Weltwirtschaftskrise" mehr »]
Aufgelesen: 46
• Empfehlung heute - Alte Häuser
• Orang-Utans setzen auf Naturheilmittel
• Diven, Madonnen und Kiki
• Joghurt unterwegs
• Ackermann vs. Minsky - Wem glaubt man eher? ["Aufgelesen: 46" mehr »]
Kernschmelze der Finanzmärkte?
Am Rande einer Kernschmelze sieht Michael R. Krätke im Freitag, die US-Hypothekenmärkte nach dem faktischen Aus von Fannie Mae und Freddie Mac. Viel schlimmer aber ist, dass ihm so richtig niemand widersprechen mag. Selbst eine Kernschmelze der gesamten Finanzmärkte mag niemand mehr ausschließen. ["Kernschmelze der Finanzmärkte?" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-17
• Hartz IV - Da irrte die Bundeskanzlerin
• Google Phone als Android-Paradegerät möglich
• Der überaus irdische Segen
• Konkurs in Spanien - Immobilienriese bankrott
• Hochschule Darmstadt - Computer gegen die Armut ["Kurzkommentar 2008-07-17" mehr »]
Gesammelte Gemeinheiten 19
STEUERHINTERZIEHUNG - Online petzen wird erleichtert
Von Brigitte Watermann
Anonyme Anzeigen bei Steuerdelikten sollen leichter möglich werden. Das haben die Finanzbehörden mehrerer Bundesländer offenbar in Planung, wie das Bundesfinanzministerium bestätigt.
Wer wissen will wofür Börse Online und Brigitte Watermann wirklich stehen muss sich nur diesen Aufmacher auf der Zunge zergehen lassen. Wer Steuerhinterziehung verhindert oder anzeigt, der petzt. So ähnlich wie in der Schule, wo die Lehrerin fragt, wer auf ihren Tisch gekackt hat und Lieschen auf Klaus zeigt. Nett nicht. Tolle Art von Journalismus.
Sollen wir nicht die Feuerwehr rufen wenn es brennt, nicht den Arzt wenn jemand umkippt, nicht die Polizei wenn in der Bank ein Bankräuber steht? Natürlich nicht. Das will Börse Online nicht, Alle dürfen verbrennen, sterben und rauben solange die wirklichen Freunde von Frau Watermann und Börse Online, nämlich die Steuerhinterzieher und Betrüger geschützt bleiben.
Was für ein Pack diese neoliberalen Abzocker und ihre Gehilfen doch sind. Verantwortungslos bis ins Mark. Wetten das diese gleiche Frau Watermann aber fordert das Hartz IV Empfänger schärfer überwacht werden, was sie natürlich nicht bei ihrer vielleicht illegalen Putzfrau möchte.
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Flowers gelingt Einstieg bei Hypo Real Estate
Erstmals hat ein Dax-Konzern einen Finanzinvestor als Großaktionär: JC Flowers hält seit Mitternacht fast 25 Prozent an dem Immobilienfinanzierer. Vorerst verzichtet er auf eine Sperrminorität.
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Noch nie hat sich ein Finanzinvestor bei einem Dax-Konzern eine vergleichbare Machtposition verschafft.
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Der Zeitpunkt für Flowers' Pläne gilt als günstig. Wegen der weltweiten Kreditkrise hat sich der Aktienkurs der Immobilienbank seit Anfang des Jahres mehr als halbiert. Hypo Real Estate musste mehrere Hundert Millionen Euro auf seine US-Wertpapiere abschreiben. Unklare Aussagen des Vorstands zur Lage des Instituts belasteten die Bank zusätzlich.
Und daran beteiligen die sich mittelfristig. Ich mag Jungfrauengeburten und die Hypo Real Estate ja ganz besonders. Ich warte da jeden Tag auf die nächste Hiobsbotschaft. Warum könnte Flowers den Haufen nur gekauft haben. Mir fällt nur ein Grund ein. Anders als bei Boss und Pro 7 sind keine Dividenzahlungen zu erwarten, aber die Hypo Real Estate könnte eine andere totkranke Bank von Flowers abkaufen.
Natürlich hat sie kein Geld und keinen Kredit um diesen Kauf zu bezahlen. Aber sie hat immer noch ein paar nette Pakete von bayrischen und außerbayrischen Hypotheken, vom Einfamilienhaus bis zum Schloss, vom Supermarkt bis zur Einkaufsmall und wohl auch ein paar unbedeutende Wälder und Äcker.
Das bekannte Spiel wäre dann, das man die Hypotheken an Flowers gibt und dafür die Aktien der toten Bank bekommt. Flowers vollstreckt die Hypotheken ohne die bisher geleisteten Zahlungen zu berücksichtigen und kommt so billig an Häuser und Grundstücke oder nimmt eben illegal Geld ein, das die Kunden bei Flowers nie wieder zurück klagen können und das die Hypo Real Estate nicht zurückzahlen kann.
Damit ist der Sack zu und die Geschichte ergäbe Sinn. Aber in einem Rechtsstaat kann das doch eigentlich gar nicht sein? Hätte ich auch nur noch eine Hypothek bei der Hypo Real Estate, ich würde mir mal unnötigerweise Sorgen machen und versuchen auf jemand anderen umzuschulden oder abzulösen. Aber ich bin da bestimmt zu empfindlich.
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Förderbank KfW startet Sparprogramm wegen IKB-Krise
Nach der milliardenschweren Rettung der Mittelstandsbank IKB setzt die Förderbank KfW im eigenen Haus den Rotstift an.
Das staatliche Institut will die jährlichen Verwaltungskosten um 75 Millionen Euro senken und schließt dabei auch Entlassungen nicht aus. Wie ein KfW-Sprecher am Dienstag sagte, habe der kommissarische Vorstandschef Wolfgang Kroh die rund 3500 Mitarbeiter in einem Schreiben über die Sparßmaßnahmen informiert. Darin heiße es weiter, betriebsbedingte Kündigungen sollten nach Möglichkeit vermieden werde
Die Unterstützung der IKB mit zugegebenen 6 Milliarden Euro, die aufgrund politischen Druckes erfolgte, war völlig unnötig. Man hätte die IKB ruhig in die Pleite gehen lassen können, dann allerdings hätte die Deutsche Bank, also Herr Josef Ackermann reichlich Geld verloren. Ackermann rief den Bafin-Chef an und die beiden klärten die Sache mit der Politik zugunsten der Deutschen Bank und zu Lasten des Steuerzahlers, der KfW und der Aufgaben der KfW.
Jetzt fehlen der KFW die Mittel für die Förderpolitik, das qualifizierte Personal wird ausgedünnt, die Bank wird geschwächt und Ackermanns Freunde fordern, dass alle staatlichen oder kommunalen Banken privatisiert werden, damit sich die Ackermänner auch daran noch gesund stoßen können.
Eben typisch neolibaral. Selbst die Verantwortung nicht tragen wollen, sie auf die Allgemeinheit abwälzen und dann auch noch die Falschen bestrafen lassen.
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Weltgrößter Leveraged Buyout in Gefahr
Obwohl der Oberste Gerichtshof Kanadas vergangene Woche grünes Licht für den größten fremdfinanzierten Buyout (LBO) weltweit gegeben hat, droht die Übernahme von BCE zu platzen. Die Banken versuchen den Käufern härtere Bedingungen für die Finanzierung der 52 Mrd. kanadische Dollar (33 Mrd. Euro) schweren Übernahme aufzwingen, verlautete aus informierten Kreisen.
Führend bei diesen Verhandlungen sind Citigroup Inc. und die Deutsche Bank AG. Beide Kreditinstitute hatten bereits bei der Übernahme des Radiosenders Clear Channel Communications Inc. einen niedrigeren Preis und höhere Finanzierungskosten durchgesetzt.
Daneben sind auch die Royal Bank of Scotland und die Toronto-Dominion Bank aus Toronto an der Finanzierung beteiligt. Laut informierten Kreisen liefen bereits am Wochenende Verhandlungen.
Es hätte so schön sein können wenn dieses verdammte kanadische Gericht dieses Geschäft verboten hätte. Nun aber sind die beteiligten Banken in der Zwickmühle. Absprachgemäß müssen sie finanzieren, aber wollen und können wollen sie nicht so richtig. Deshalb wird jetzt in Nachverhandlungen versucht den Dinge eine Wende zu verpassen, die den Banken hilft, ihr Gesicht zu wahren.
Andererseits können sie auch nicht sagen das BCE den Kaufpreis nicht wert ist, weil ihre eigenen ach so tollen Experten ihn ja berechnet haben. Bewertet man BCE neu, muss man die ganze Branche und eigentlich den gesamten Aktienmarkt neu berechnen, was die Werte der Beteiligungen in den Tresoren der Banken erneut schmelzen lassen würde.
Aber den Kaufpreis finanzieren, in dem Bewusstsein dass der Deal alles andere als ein Geschäft sein wird, und selbst langfristig wohl eine Tilgung der Schuld eher eine Frage der Astrologie als der Mathematik ist, geht auch nicht. Vor allem woher sollen die Toten wie die Royal Bank of Scotland und die Citygroup das Geld nehmen. Wenn man dazu berechnet das die Deutsche Bank wohl ungefähr so gesund sein dürfte wie die UBS dann ist das ein interessantes Thema.
Der Ausgang könnte sagen wohin die Reise gehen wird.
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Wenn Villen keinen Käufer finden
Wer beim Stichwort Hypothekenkrise vor allem an die Reihen kleiner grauer Häuser in heruntergekommenen Stadtrandvierteln denkt, täuscht sich. Im Raum New York sind fallende Immobilienpreise längst nicht mehr nur ein Problem von "Schuldnern geringer Bonität". Die Flaute ist inzwischen in den Nobelgegenden angekommen.
Zum Beispiel: Charles O. Prince III. und sein Haus in Greenwich, Connecticut. Der 58-Jährige war bis November 2007 Vorstandschef der Citigroup und musste sein Amt an der Spitze der weltgrößten Bank abgeben, weil das Institut durch die Subprime-Krise einen zweistelligen Milliardenbetrag in den Sand gesetzt hatte. Seit seiner Kündigung braucht Prince sein Domizil in bequemer Pendel-Entfernung zu Manhattan nicht mehr, doch der Verkauf ist schwieriger als gedacht. Es handelt sich keineswegs um eine triste Wohnschachtel, sondern um ein mit fünf Schlafzimmern ausgestattetes Anwesen im Tudor-Stil - mit Tonnengewölbe-Decken, nach Süden ausgerichteten Terrassen und Swimmingpool. Und das Ganze auf einem mehr als 9 000 Quadratmetern großen Grundstück.
Prince hatte das Haus erstmals im Januar angeboten, damals zu einem Preis von 6,15 Millionen Dollar (3,97 Millionen Euro). Ein Käufer fand sich aber nicht, und so senkte Prince den geforderten Preis um 300 000 Dollar. Dabei ist die Stadt mit ihren rund 61 000 Einwohnern knapp 60 Kilometer nordöstlich von Manhattan ein bevorzugter Wohnort von Finanzgrößen wie Edward Lampert, dem Vorsitzenden des Hedge-Fonds-Betreibers ESL Investments. Auch der Wall-Street-Grande Sanford Weill, Mentor und Vorgänger von Prince bei der Citigroup, residiert in Greenwich.
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Die kombinierte Immobilien-Hypotheken-Kreditkrise führt mittlerweile dazu, dass auch in solchen erstklassigen Lagen derzeit niemand kaufen will. In Greenwich fiel der mittlere Preis für ein Wohnhaus im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 8,1 Prozent auf 1,98 Millionen Dollar, wie der Immobilien- Dienstleister Prudential Connecticut Realty ermittelte. Allerdings ist das Preisniveau damit immer noch rund zehnmal höher als im landesweiten Vergleich.
Das ist übrigens kein Grund zur Schadenfreude. Die 8,1 Prozent Verlust haben wir auch in England, in Spanien redet keiner mehr über diese Werte, weil sie gar zu grausam sind und auch in Deutschland werden wir sie bekommen. Normalerweise rettet Lage alles, aber das in einer derartigen Krise auch kein Trost, weil es eben nicht mehr stimmt. Der Markt wird linear brutal abgewertet und ein Bodensatz ist nicht zu sehen. Die Zahl der Zwangsversteigerungen in den USA und England steigt an. Erst wenn diese Zahl wieder sinkt ist mit einer Bodenbildung zu rechnen.
Kluge Köpfe sehen in den USA eine Bodenbildung erst Ende 2009. In Europa wird es erheblich länger dauern weil es später angefangen hat. Wer eine Möglichkeit hat sollte seine selbstbewohnte Immobilie unbedingt schuldenfrei stellen um nicht zusammen mit Ramschhypotheken auf den Markt geworfen und von Kriminellen auf die volle Hypothekensumme verklagt zu werden, obwohl schon jahrelang gezahlt wurde. Wer nicht tilgen kann sollte auf dem jetzigen Stand umschulden, dann ist zumindest die bisherige Tilgung auch im schlimmsten Fall gerettet. Natürlich ist das ganze ein Rechenexempel das im Einzelfall durchgerechnet werden muss.
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Eine amerikanische Vorstadt stirbt
Suburbia ist der amerikanische Traum schlechthin. Endlose Reihen von Eigenheimen, die meist ihren Besitzern, oder besser deren Banken gehören und innen wie außen viel Platz für die amerikanische Art zu leben bieten. Bauen war in den USA immer billiger, da es unsere Regulierungswut, aber auch unser Anspruchsdenken dort nicht gibt.
Als ich das erste amerikanische Haus entstehen sah war ich entsetzt. Aber es funktioniert. Dünne Latten mit seltsamen Dämmmaterialien, Installationen die nicht dem rechten Winkel sondern dem kürzesten Weg folgen. Holz innen, Holz aus. Immer sehr dünn. Viel Pappe. Sowie sich ein Deutscher die schlechteste Art von Fertighaus in seinen Alpträumen vorstellt. Trotzdem werden auch diese Dinger bei guter Pflege leicht 200 Jahre alt.
Die Amerikaner lieben sie. Viel Platz für wenig Geld auf Grundstücken die für deutsche Verhältnisse schamlos billig sind. Man hat Nachbarn, sitzt sich aber nicht auf der Pelle, die Grundstücke sind groß, erfordern aber auch Arbeit, genau wie die Häuser. Die Nachbarschaft bietet gesicherte Infrastruktur und Sicherheit, da diese Vorstädte meist über personell und technisch besser ausgestattete Polizei verfügen.
Ein Freund von mir wollte in so einer Stadt dass Haus seiner Schwester an einen Käufer zu einem festgesetzten Preis verkaufen. Nichts dramatisches, es ging nur um die Abwicklung, da seine Schwester seit Jahren in Berlin lebt. Der Freund kennt die Gegend gut, weil er selber bis vor ein paar Jahren auch da gewohnt hat.
Was er mir erzählte ist erschreckend und hat ihn wohl auch erschreckt:
Ich hatte mich richtig gefreut mal wieder in Bellevue zu sein. Nicht das ich noch wirklich an dem Kaff hänge, aber es ist doch ein Stück Heimat. Das letzte mal war ich vor anderthalb Jahren hier, um mit dem Mieter meiner Schwester ein paar Reparaturen zu besprechen. Damals wäre das Haus auf dem großen Grundstück ungefähr 650.000 Dollar wert gewesen. Meine Schwester hat es für 380.000 Dollar vor 12 Jahren gebaut. Jetzt wird es für 250.000 Dollar verkauft. Das ist wenig, entspricht aber wohl der aktuellen Marktlage.
Da das Haus voll ausgestattet ist, hatte ich mir kein Hotel genommen, sondern habe dort übernachtet. Als ich abends ankam, sah ich zwar das einige Häuser nicht erleuchtet waren, habe mir aber nichts dabei gedacht. Erst beim joggen am nächsten Morgen wurde mir klar, was passierte. Vor vielen Häusern standen Schilder, das sie zu verkaufen waren.
Der Polizeichef erzählte mir später am Tage, das ungefähr jedes fünfte Haus betroffen sei. Das ist dramatisch, da es sowohl bei Feuerwehr als auch bei der Polizei schon Entlassungen geben musste, weil weniger Bewohner und Steuerzahler eben auch weniger Einnahmen bedeuten. 4 Streifenwagen von 20 weniger im Einsatz, sieht zunächst nicht nach viel aus, aber es sind eben 20 Prozent weniger.
Ähnliches erzählte mir die Maklerin. Häuser bis zum abwinken und ich hätte damals noch rechtzeitig verkauft. Die Preise hätten sich seitdem fast halbiert und trotzdem gäbe es kaum Käufer. Als ich wieder zum Haus meiner Schwester fuhr, achtete ich bewusst auf diese Häuser. Im Rasen zeigte sich die wilde Möhre, die in dieser Gegend schnell kommt, die Hecken und Büsche waren zwar beschnitten, aber eben von Leuten die dafür bezahlt wurden und die keiner wirklich kontrollierte.
Da wo ein Besitzer geschickt das Grün über dem vertrockneten Teil stehen gelassen hätte, sind jetzt kahle Stellen in Hecken und Büschen. Rasen mähen bedeutet nicht Unkraut ausstechen und die vielen kleinen Reparaturen die in bewohnten Häusern einfach so nebenbei gemacht werden finden nicht statt. Es ist noch nicht Verfall, aber auf dem Wege dort hin.
Hier ein loses Brett, dort eine kaputte Scheibe. Graffiti an den Rückseiten der Häuser. Man sieht die Anfänge und es macht traurig. In den ärmeren Bereichen sollen auch schon Häuser von Durchfahrenden einfach okkupiert worden sein. Ich glaube ich werde nicht noch einmal herkommen. Ich habe mein altes Haus gesehen, da ist sogar die Tür aufgebrochen. Ein ehemaliger Nachbar wohnt jetzt zwischen lauter leeren Häusern. Er kann nicht mehr verkaufen, er bekommt nichts für sein Haus und fürchtet sich in der Nacht, weil sich die Polizei auf die bewohnten Bereich beschränkt..
Natürlich soll man nicht verallgemeinern. Aber das ist ein Bild das Amerikas Vorstädte an vielen Orten zeigen. Ein Bild das sich auch nicht bessern wird, weil einfach die Bewohner fehlen, die den Verfall aufhalten könnten. Ohne Bewohner keine Polizei und keine Feuerwehr. Zum Schluss werden diese Gegenden einfach sich selbst überlassen.
Anders als bei uns gibt es in den USA Grund und Boden genug. Es macht keinen Sinn an einer solchen Stelle der Niederlage zu renovieren. Da bauen die Leute lieber in neu erschlossenen Gebieten und schaffen Zuzugskommissionen die festlegen wer dort wohnen darf. Dabei geht es weniger um Moral, als um anhaltende Wirtschaftskraft. Suburbia ist eben nur für Sieger. Was aber wird aus Suburbia wenn alle verlieren.
Die gleiche Frage stellt sich auch bei manchen Flächen in Berlin. Am Potsdamer Platz bröckeln Fassaden, in der Friedrichtstraße haust der Schimmel fingerdick in einigen Zwischendecken. Überall in teuren, nicht vermieteten Bürohäusern, schlägt sich die Feuchtigkeit nieder. Undichte Fenster, Dächer werden wochenlang nicht bemerkt. Die Schäden steigen und Nachts fährt einsam der Streifenwagen, an einer völlig toten Gegend vorbei.
An anderer Stelle wird nach gleichem System neu gebaut. Die, die es sich leisten können, ziehen aus den schnell alternden Gebäuden weg und bevölkern für ein paar Jahre die neuen, aber meist schon zu billigeren Mieten. Bei ein paar Bauten wird auch schon ernsthaft über Abriss geredet, aber auch der kostet Geld.
Es ist auch nicht nur Berlin. In allen anderen Städten gibt es ähnliche Bereiche. In Frankfurt verlassen die Firmen die Stadt. Ganz leise und ohne viel Aufhebens. Aber wer einmal weg ist, kommt nicht wieder. Alles Geld in die Büroflächen führte natürlich dazu die Wohngebäude zu vernachlässigen. Neubau statt Sanierung oder Instandhaltung. Aber was tun wenn diese Neubauten, weder in Sachen Wärmedämmung noch beim Schimmel zu gebrauchen sind? Weggehen als Mieter.
Ich weiß nicht was wir an Blase in unseren Büroflächen stecken haben. Aber ich sehe, das selbst Vermietungsschilder abgenommen werden, weil diese Schilder in der Menge untergehen. Interessanterweise gibt es aber immer mehr Schilder an den Häusern auf denen dezent die Anschrift des Vermieters vermerkt ist. Falls denn mal wer kommt, der mieten möchte.
Es ist nicht nur Amerika, England oder Spanien. Es ist längst hier. Wir müssen es nur wahrnehmen wollen.
Immobilien - Die Krise kommt näher
Sensiblere Menschen können teilweise schon die Wucht der Einschläge hören. In Spanien ist es nicht gelungen Teile des Immobilienkonzerns Colonial an die angeblich bereitstehenden Investoren aus dem arabischen Raum zu verhökern. Bezeichnenderweise ist allerdings auch so, das die beteilgten Banken den Laden nicht übernehmen wollen:
Sechs der Gläubigerbanken des hoch verschuldeten spanischen Immobilienkonzerns Colonial haben nach eigenen Angaben einen Pakt geschlossen, um dem Unternehmen eine langfristige finanzielle Erholung zu ermöglichen.
Die Institute, die zuletzt erhebliche Anteile an Colonial übernommen hatten, würden das Unternehmen für mindestens ein Jahr kontrollieren, erklärten sie am Montag. Ihren Anteil von derzeit zusammen 20,5 Prozent würden sie nicht über 30 Prozent aufstocken, um kein Übernahmeangebot vorlegen zu müssen. Ziel sei es, einen "stabilen Kern" von Aktionären zu bilden, um dem Unternehmen Stabilität für eine Sanierung zu garantieren.
Ich würde das eher etwas unfreundlicher übersetzen. Sie sind eher bereit den ganzen Laden den Bach runter gehen zu lassen, bevor sie den 20,5 Prozent an schlechtem Geld noch weiteres hinterherwerfen müssen. Momentan liegt Colonial offiziell mit 7,4 Milliarden schief, wer die Branche kennt, wird wohl eher auf 22 tippen. Natürlich würden die internationalen Banken die Kredite liebend gern an die spanischen Banken übertragen, aber die sehen was an anderen Immobilienkrediten auf sie zukommt und winken ab.
Aber selbst wenn sie bei Colonial mit einem blauen Auge davonkommen, rettet sie das nicht. Da warten noch ganz andere, viel größere Probleme:
Doch jetzt fordert das Platzen der Spekulationsblase im spanischen Immobiliensektor ihren Tribut, das ist die spanische Variante der Finanzkrise. Denn die iberischen Banken haben sich anderen Risiken ausgesetzt. 60 Prozent ihres Kreditvolumens sind an den Immobilien- oder Bausektor gekoppelt, insgesamt rund eine Billion Euro. Davon entfallen 300 Milliarden Euro auf Immobilienentwickler.
Die konnten zwar während der Boomphase satte Gewinne einstreichen. Doch der Einbruch auf dem Immobilienmarkt hat eine beispiellose Pleitewelle in diesem Sektor ausgelöst. Nach Angaben der Bank von Spanien hat sich die Zahl der Insolvenzanträge im Bau- und Immobilienbereich in den ersten drei Monaten des Jahres um 147 Prozent erhöht. Die spanischen Banken seien trotz solider Ausgangsposition nicht immun gegen die Krise, warnte Notenbankchef Miguel Angel Fernández Ordoñez.
Wenn man sich das langsam auf der Zunge zergehen lässt, weiß man was kommt. 300 Millionen bei den Immobilienentwicklern sind weg. Wenn nicht schon jetzt dann morgen. Damit werden auch Baufirmen und Handwerker nicht mehr bezahlt, die ihrerseits Konkurs gehen. Damit reden wir von 1 Billion Euro und 60 Prozent des spanischen Kreditmarktes die sich mehr oder weniger in Luft auflösen. Zumindest als Kredite.
Ganz sicher haben die spanischen Banken auch bemerkt das die Briten zur Zeit nicht nur Ärger mit marodierenden hungrigen Affen auf Gibraltar haben und deshalb ihre heiligen Affen sogar abschießen, sondern auch das der englische Hypothekenmarkt gerade kräftig baden geht:
Die Kreditkrise treibt Londoner Hausbesitzern den Angstschweiß auf die Stirn: Selbst in Stadtteilen nahe der City fallen die Immobilienpreise ins Bodenlose. Im schlimmsten Fall könnte die aufziehende Krise am britischen Immobilienmarkt das ganze Land in eine Rezession stürzen.
..
Die jüngsten Statistiken des Hypothekenfinanzierers Halifax treiben nicht nur Millionen hochverschuldeter Grundeigentümer im Vereinigten Königreich den Angstschweiß auf die Stirn. Selbst Premierminister Gordon Brown zeigte sich jüngst tief beunruhigt: „Wir müssen sicherstellen, dass die Menschen das Vertrauen in ihre Hypotheken zurückgewinnen und wir die Wirtschaft durch schwierige Gewässer lotsen.“
Das ist gar nicht so leicht, denn die Zinssenkungen der Bank of England sind bislang fast wirkungslos verpufft, weil die Geschäftsbanken die Verbilligung der Kredite nicht an ihre Kunden weiterreichen. Die Subprime-Krise hat die Banken so misstrauisch gemacht, dass sie sich gegenseitig kaum noch Geld leihen wollen. Und weil die Banken am Geldmarkt keinen Kredit mehr bekommen, können sie auch selbst weniger Kredite vergeben. First Direct, eine Tochter von Europas größtem Geldhaus HSBC, will neuen Kunden sogar gar keine Hypothekendarlehen mehr gewähren.
Die 50 Milliarden Pfund mit denen die Bank of England sich illiquide Hypotheken als Kreditsicherheit andrehen lassen will, können laut Aussage des ehemaligen Zentralbankers Charles Goodhar nur verhindern, das sich die Lage nicht weiter verschlechtert.
Kaum waren die Zahlen auf dem Tisch, zeigte sich jedoch, das diese Maßnahmen den Banken nicht reichen. Weiterhin besteht die Drohung das in Zukunft alle Banken die Hypothekenvergabe um die Hälfte oder sogar um mehr zurückfahren. Das würde bedeuten, das der Hypotheken- und Immobilienmarkt komplett zusammenbricht.
Wenn die Briten sogar den Gestank von deutschen Schweinen auf ihrer Insel riechen können, dann sollten die deutschen Immobilienbesitzer wissen, das von der spanischen und englischen Katastrophe sehr viels zu uns herüberschwappen wird. Rette sich wer kann.
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