"ICH GLAUBE"
“ICH GLAUBE“
WDR-Presseclub
Richard Albrecht
denken-lernen
„Der Ort, den eine Epoche im Geschichtsprozeß einnimmt, ist aus der Analyse ihrer unscheinbaren Oberflächenäußerungen schlagender zu bestimmen als aus den Urteilen der Epoche über sich selbst.“ (Dr. Siegfried Kracauer [1927])
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taz vobiscum
Die Zeiten in denen die taz unter dem Arm das Markenzeichen des Linksintellektuellen in Deutschland war, ist schon lange vorbei. Die taz ist schon lange nicht mehr mit ihren Altlesern. Spätestens als Bascha Mika vor 11 unendlich langen Jahren die Chefredaktion übernahm, wurde klar, dass die taz zu einem Systemblättchen gemacht werden sollte, dass nicht mehr durch Intellekt sondern Verkaufbarkeit ausgezeichnet sein sollte.
Das mit der Verkaufbarkeit hat nicht so gut geklappt, aber den Intellekt und die Fähigkeit zu intelligenter Systemkritik hat Bascha Mika gründlich entfernt. Wenn Bascha Mika nun die taz verlässt, wird sicher niemand der die alte, manchmal auch chaotische, aber immer ehrliche taz kannte, ihr auch nur eine Träne nachweinen. An vielen Stellen raunt es leise. "Geh, geh mit Gott, aber bitte flott" ["taz vobiscum" mehr »]
In Somalia sterben Journalisten, weil die Milizen keine Zeugen wollen
Im August 2008 fassten Kidnapper die Kanadierin Amanda Lindhout und den Australier Nigel Brennan, die als freie Journalisten außerhalb von Mogadischu unterwegs waren. Während ihre lokalen Begleiter Anfang des Jahres freikamen, sind der Fotograf und die Reporterin immer noch gefangen.
Hirabe ist in diesem Jahr der fünfte Journalist, der in Somalia ermordet wurde, seit 2006 ließen mehrere Dutzend Berichterstatter ihr Leben.
Journalisten stehen vor der Wahl: "Wir werden gezwungen, uns zwischen unserem Leben und unseren Berichten zu entscheiden", sagt Hamdi Kadiye, ein führendes Mitglied des somalischen Journalistenverbandes.
- Quelle
- Kurznotiz: Warum es Piraten gibt und Atalanta keinen Sinn macht
Den Traum vom Unwahrscheinlichen nennen wir Hoffnung
So erläuterte Jostein Gaarder in seinem Orangenmädchen, den Begriff Hoffnung. Dieser Unwahrscheinlichkeit folgt auch Conrad Mattern in der in der Zeit, wo er den Aufschwung durch die Steigerungen im Ölpreis und bei anderen Rohstoffen bestätigt sieht.
Man muss schon ein arg kindliches Gemüt haben, um solche Sätze zu formulieren, aber vielleicht ist das ja auch nur wieder mal Auftragsjournalismus, der unsere Junta bis über die Bundestagswahl tragen soll.
Je höher der Ölpreis, desto eher lohnt sich die Ausbeutung von Lagerstätten, die sich nur unter hohen Kosten erschließen lassen, etwa in der Tiefsee. Diese Ölvorräte befinden sich aber meist außerhalb der Opec-Staaten - teures Öl würde also die Opec-Konkurrenz begünstigen.["Den Traum vom Unwahrscheinlichen nennen wir Hoffnung" mehr »]
Auch die Spekulanten als übliche Verdächtige scheinen nicht hinter der Teuerung zu stecken. Auf den Future-Märkten sind keine Anzeichen dafür zu finden. Bleibt als einziger Grund ein Anstieg der natürlichen Nachfrage. Der entsteht, wenn die Konjunktur wieder anzieht. Das trifft für Deutschland zwar noch nicht zu, doch in Asien und den USA gibt es schon deutliche Signale für eine Aufhellung.
Die Vase, der Vase, das war sie - Vanity Fair am Ende - WAZ bald auch
Normalerweise ist ja die BooCompany für finale Meldungen zuständig, aber dass der Verlag Condé Nast "Vanity Fair" platt macht, ist eine Meldung, die man sich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Selten gab es ein Blättchen im deutschen Blätterwald, bei dem zwischen Anspruch und Realität ein so großer Unterschied klaffte. Eigentlich konnte man ganze Sonnensysteme dazwischen hindurchschieben.
Tatsächlich geht es aber gar nicht mehr um Inhalte, sondern um fehlende Werbung. Wer glaubt, dass die Werbung fehle, weil die Inhalte schlecht sind, kennt die deutschen Agenturen nicht. Die buchen immer noch nach Schema F und interessieren sich häufig nicht für das Umfeld, in dem die Anzeigen ihrer Kunden erscheinen. Da ist auch ein Platz auf dem Klo gut genug. ["Die Vase, der Vase, das war sie - Vanity Fair am Ende - WAZ bald ... »]
Tatsächlich geht es aber gar nicht mehr um Inhalte, sondern um fehlende Werbung. Wer glaubt, dass die Werbung fehle, weil die Inhalte schlecht sind, kennt die deutschen Agenturen nicht. Die buchen immer noch nach Schema F und interessieren sich häufig nicht für das Umfeld, in dem die Anzeigen ihrer Kunden erscheinen. Da ist auch ein Platz auf dem Klo gut genug. ["Die Vase, der Vase, das war sie - Vanity Fair am Ende - WAZ bald ... »]
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- Deutschland, ein Menschenrechtsmärchen
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- Schnelles Pferd gesucht für kurzfristige Flucht - gerne auch gebraucht
- Hitler - off the records
- Fatah bekennt sich zu Beschuss Israels - Israels Regierung bombardiert Gaza
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- Zahl der Cholera-Toten in Simbabwe steigt weiter
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Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!
Wagner hat die aktuelle Situation der Medienbranche in seinem Lohengrin sehr schön beschrieben.
Nun sei bedankt, mein lieber Schwan!
Zieh durch die weite Flut zurück,
dahin, woher mich trug dein Kahn,
kehr wieder nur zu unsrem Glück!
Drum sei getreu dein Dienst getan!
Leb wohl, leb wohl, mein lieber Schwan!
Lohengrin Mein Lieber Schwan!
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Bart Debie und Vlaams Belang: goed gelachen -oder: Brüsseler Entenpfanne
Ach ja, mein Lieblings-ex-Polizist und pro-Köln-Ehrenmitglied. Da wollte er ein ganz Harter sein, Elfmeter-Bart, Bart Penalty, vielen Freunden lieb und wert. Fleissig wie er war, stand er bei der Vorbereitung der 200-Mann-Demo in Brüssel unserem hochgeschätzten Prozessgegner als Dolmetscher zur Seite ,
worauf er so stolz war, das er das persönlich ins Netz setzte, wo es immer noch steht. (Natürlich mache ich mir nichts davon "zu eigen".)
Mit-Organisator der Brüsseler Counterjihad-Veranstaltung (die, wohin Stefan Herre vor dem Roten Auto flüchtete),
["Bart Debie und Vlaams Belang: goed gelachen -oder: Brüsseler ... »]
worauf er so stolz war, das er das persönlich ins Netz setzte, wo es immer noch steht. (Natürlich mache ich mir nichts davon "zu eigen".)
Mit-Organisator der Brüsseler Counterjihad-Veranstaltung (die, wohin Stefan Herre vor dem Roten Auto flüchtete),
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Der Geist von Pim Fortuyn wurde zurückgedrängt: Marokkanischer Muslim wird Bürgermeister von Rotterdam
Rotterdam galt einst als "die Stadt von Pim Fortuyn", in der es antimuslimische Krawalle gab, doch jetzt wurde dort der gebürtige Marokkaner Ahmed Aboutaleb, zur Zeit noch Sozialstaatssekretär, zum Bürgermeister gewählt. Das Echo hierauf ist in den Niederlanden weit überwiegend positiv.
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Remmidemmi im Ramadan oder: Wahrnehmungspsychologie in Frankreich, Belgien und Deutschland
Hatten wir hier noch mal zusammengefasst, was unseren belgischen Freunden wieder so alles eingefallen ist, so muß doch erwähnt werden, daß auch der Monat Ramadan zu manch kreativen Einfällen herausfordert. So in Frankreich (Quelle), besonders, wenn man das Weiterschleichen von Islam und Sharia befürchten muss.
Eine weitere französische Quelle ist hier, eine belgische Quelle hier, die deutschen Quellen sind hier und hier. ["Remmidemmi im Ramadan oder: Wahrnehmungspsychologie in ... »]
Eine weitere französische Quelle ist hier, eine belgische Quelle hier, die deutschen Quellen sind hier und hier. ["Remmidemmi im Ramadan oder: Wahrnehmungspsychologie in ... »]
"Aufgestanden! Hingesetzt! Blockiert!"
Mittlerweile ist es an der Zeit, sich mal wieder etwas näher mit dem am 19. und 20. September stattfindenden unsäglichen Anti-Islam-Kongress zu beschäftigen. Man soll natürlich für diese Truppen keine Medienarbeit machen, aber das, was sie sind und darstellen/wollen, ist durchaus ernst zu nehmen: die Rechten in Europa schließen sich zusammen, um 2009 ins Europäische Parlament einzuziehen - das Parlament Europas, das sie eigentlich verachten, das jedoch für Pfründe weiter gut ist. Die Veranstaltung am 19./20.09. soll die Kick-off-Veranstaltung zum Wahlkampf für das Europaparlament im nächsten Jahr sein und ist der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr hatte sich das Watchblog Islamophobie in einer Reihe von Beiträgen bereits mit der Vernetzung der rechten Kräfte in Europa beschäftigt. Wie bereits im heutigen "Kopftuch"-Artikel festgestellt, ist das Einprügeln auf die "Mohammedaner" die Nebelkerze für weitere Umtriebe. Wir wollen versuchen - und das sicherlich über den 19./20.09 hinaus, den Faden des Watchblogs wieder aufzunehmen und zunächst einmal einige Informationen zu geben - vieles stammt noch aus dem alten Watchblog und ist bis heute aktuell, vieles ist neu. Ein Video des Österreichischen Fernsehens vom Februar diesen Jahres bringt es auf den Punkt - das erste, was man durch Stimmen bei einer Wahl erreicht, ist Geld:Hier berichtet redok über das Treffen.
Nachdem ein erneuter Versuch, eine gemeinsame Fraktion für das europäische Parlament auf die Beine zu stellen, Ende 2007 kläglich am Zoff zwischen Alessandra Mussolini und der Großrumänien-Partei gescheitert war, diente das oben abgefilmte Treffen einem neuen Anlauf. Der Sachstand im vergangenen Jahr:
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Und täglich grüßt das Murmeltier - oder: der Kopftuch-Diskurs als trojanisches Pferd
Und schon können wir wieder einmal schulbuchmässig und sozusagen "live und in Farbe"
bestaunen, wie eine neue Runde "Kopftuchstreit" dazu benutzt wird, gegen die Linkspartei
zu schießen. Denn so werden Diskurse und Debatten angeschoben und in Gang gehalten,
so bleibt das immergleiche Personal im Gespräch, Diskursfragmente setzen sich
in den Köpfen fest - und niemand bekommt mit, was diese Diskurse als trojanische Pferde
eigentlich transportieren. ["Und täglich grüßt das Murmeltier - oder: der Kopftuch-Diskurs ... »]
Kurzkommentar 2008-08-01
• Doping: Fünf Nationalspielern droht Sperre
• China zensiert Internet für die Medien
• Probleme für die Schweizer in Peking
• Connecticut verklagt Ratingagenturen
• Wirtschaftsjournalisten beurteilen BDI-Kommunikation als beste Verbandskommunikation ["Kurzkommentar 2008-08-01" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-08
• FTD-Insider-Index - Vorstände horten eigene Aktien
• Bericht: Netzeitung in Gefahr
• Linke fordert Mindestrente für alle
• Hinrichtungen in den USA - Was über Leben und Tod entscheidet
• Siemens-Gesamtbetriebsratschef droht mit Streik ["Kurzkommentar 2008-07-08" mehr »]
Degler täuscht Denken vor
Die Süddeutsche Zeitung folgt treu ihrem neoliberalen wirtschaftsfaschistische Propagandaauftrag und lässt Dieter Degler so tun als ob er denkt, was natürlich prompt in die Hose geht, weil ein Journalist heute nicht mehr denkt, sondern verkündet. Also verkündet er uns, das wir Depressionen haben:
Deutschland, deine Depressionen
Abstiegsangst, Kinder- und Altersarmut und ein Mittelstand in Sorge vor dem Abstieg ins Prekariat: Eines der reichsten Länder der Welt hat seinen Optimismus verloren.
..
Es ist verrückt: Die halbe Welt beneidet dieses Land um seinen Wohlstand, und die andere Hälfte, die USA vorneweg, um seine sozialen Sicherungssysteme. Ein amerikanischer Freund sagte mir kürzlich, wenn er in Deutschland sei, wünsche er sich manchmal, hier zu leben. Wenn er aber unsere Zeitungen lese, habe er das Gefühl, es würde über ein Drittweltland berichtet, für dessen Bürger man sammeln müsse.
Die soziale Depression ist deshalb auch ein Thema, für das wir Journalisten mitverantwortlich sind: Bad news are good news and good news are no news, lautet noch immer ein Mediengesetz. Abstiegs- und Verarmungsängste sind Themen, Aufstiegswünsche und Karriereträume eher nicht.
In dieser treudoofen Form ist der ganze Unsinn geschrieben, von einem der genau weiß wie sein Propagandaauftrag lautet. Machen wir es diesem neoliberalen Flachdenker ganz einfach:
Wenn zehn Leute zusammen zehn Äpfel besitzen,
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
Es ist nämlich völlig egal ob wir das reichste Land der Welt sind, oder einer von Deglers angeblichen Freunden uns beneidet. Wir sind nämlich in Minderheit bitter arm, so dass eine Teilnahme am sozialen Leben nicht mehr möglich ist, was zu einer Gefahr für die Gesellschaft zu werden droht. Gleichzeitig ist die große Mehrheit in der Gefahr all das zu verlieren was sie sich erarbeitet hat und spätestens im Alter in bitterste Armut abzurutschen.
All dies passiert während sich die zehn Prozent, die auch die Anzeigen in der Süddeutschen Zeitung schalten und damit Herrn Degler oder doch zumindest seine Texte kaufen, laufend ihre Spekulationsverluste aus den öffentlichen Kassen erstatten lassen, ihre Steuern hinterziehen und unsere Gesetze brechen. Da ist es auch bezeichnend, das uns Herr Degler in einwandfreiem Qualitätsjournalismus noch ein Bildchen von Frau Merkel auf die Seite schmiert, damit wir auch alle wissen wem wir es zu verdanken haben, das es uns so gut geht.
Es mag ja ärgerlich für Herrn Deglers Propagandaauftrag sein, das selbst so neoliberale und wirtschafsfaschistische Blättchen wie es unsere deutschen Printmedien praktisch alle sind, nicht immer an den Tatsachen vorbeikommen und auch ab und an mal darüber berichten. Sie berichten noch nicht einmal ein Prozent dessen was berichtet werden müsste und deshalb laufen ihnen die Leser weg.
Die Leute sind es nämlich leid sich von so Denkern wie Herrn Degler belügen zu lassen und dafür auch noch zu zahlen.
Spiegel: Qualitätsjournalismus vom Allerfeinsten
Ich nehme den Spiegel ja schon lange nicht mehr ernst. Spiegelonline schafft es das Klopapier der Nation, die Bildzeitung, immer wieder locker zu unterbieten. Heute war Christoph Biermann am Werke. Ich lese einmal, ich lese zweimal. Das Ding ist gut:
Normalerweise ist es so, dass Verteidiger und Mittelfeldspieler die Bälle bereitstellen, aus denen die Stürmer dann Tore machen sollen. Daher ist es auch normal, dass die Stürmer viele Bälle zugespielt bekommen und nur wenige abspielen, bei Verteidigern ist dieses Verhältnis genau umgekehrt. Auch Mittelfeldspieler verteilen normalerweise mehr Bälle als sie bekommen.
Häh? Wie bitte? Da verteilt ein Mittelspieler mehr Bälle als er bekommt. Das erinnert doch stark an Jesus und die Sache mit den Broten und den Fischen, die nicht alle wurden. Ich geb ja zu der FC Bayern ist etwas besonderes, aber das die nun das Perpetuum Mobile erfunden haben und mehr Bälle weiterleiten als sie gekriegt haben, das war mir neu.
Ich selber produziere ja oft genug unglückliche Sätze in diesem Blog. Aber ich behaupte ja auch nicht ein Qualitätsjournalist zu sein, ich wäre sogar beleidigt wenn mich wer als Journalist beschimpft. Ich bin nur ein Blogger, ich darf blöd formulieren, wenn ich es denn nicht anders kann.
Aber Christoph Biermann hatte heute keinen guten Tag. Zumindest nicht für einen Qualitätsjournalisten. Aber mir hat er Spaß gemacht. Bevor übrigens jemand schreit. Ich weiß was er sagen wollte, freue mich nur darüber wie kompliziert er es nicht gesagt hat.
KDE 4 unter Windows
Ich weiß, das es ungebührlich ist über KDE 4.0 zu sprechen und das es ganz und gar ungebührlich ist, etwas gutes zu sagen. Aber so ähnlich wie Amarok um die Mithilfe von Testern bittet, hat jetzt auch Jaroslaw Staniek für KDE 4 unter Windows um Mitarbeit gebeten und eine Reihe von Vorschlägen für eine mögliche Unterstützung gemacht.
Natürlich ist es Quatsch bei einer neuen Software durch intensives testen an deren Fertigstellung mitzuhelfen. Wie ich ja bereits in anderer Sache schon mitgeteilt bekam, sind derartige Ansichten obsolet. Dummerweise geht es nicht ohne Tester. Auch wenn zwei einsame BSD-Ritter es nicht mögen. Ich habe zu wenig mit Windows zu tun, um da wirklich hilfreich zu sein, aber wer Interesse hat, sollte sich auf einem der angegeben Wege einbringen.
Englisch ist übrigens nicht das größte Probleme. Viele der Entwickler haben Englisch nicht als Muttersprache und sind trotzdem in der Lage sich freundlich und kompetent zu unterhalten.
Zum Thema KDE 4.0 unter Kubuntu kann ich Skype 2.x inkl. Webcam als laufend melden. Ich empfehle übrigens gdebi als Installationssoftware für einzelne deb Pakete. Selbstverständlich läuft auch Unicap in der GPL-Version. Ich hab auch eine neue Fehlermeldung. Auf dem Desktop abgelegte Dateien haben die Unart beim Verschieben, das ganze Hintergrundbild mit sich zu ziehen. Zwei Dolphinfenster bei dem in einem der Desktop auf ist und im anderen der Ort an den die Datei hin soll, sind ein guter Workaround für die Willigen.
FIXMBR und die Furcht vor allem Neuen
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, die technischen Wahrnehmungen von Oliver nicht mehr zu kommentieren. Leute die eine solch große Angst vor jeder Veränderung haben, das sie alles neue nur verreißen können, sind einfach nur zu bedauern, aber auf keinen Fall ernst zu nehmen.
Da verwundert es auch wenig das auf F!XMBR ständig BSD über den grünen Klee gelobt wird. Vermutlich arbeiten die Hausintern auch noch mit Tontäfelchen und Keilschrift. Erst wurde KDE 4.0 verrissen weil es nicht schon seit zweitausenddreihundert Jahren auf dem Markt ist und tatsächlich ausgeliefert wurde, ohne fertig zu sein. Oder sagen wir besser ohne nach der Meinung von Oliver fertig zu sein.
Natürlich setzt sich Oliver nicht wirklich mit dem Thema auseinander sonst beklagt sich nur, das etwas schon ein Release sein soll, das ihm nicht gefällt. Er wird es nicht begreifen, aber bei mir läuft KDE 4.0. Und im Gegensatz zu ihm habe ich Aaron Seigo verstanden, der davon sprach, das KDE 4.0 nicht KDE 4 ist, sondern der Beginn von KDE 4. Ich war allerdings schon bei KDE Beta 3 im Februar 98 am Thema und habe gestern beim Frühjahrsaufräumen sowohl eine SuSE 6.3 und ein KDE 1.90 in den Müll geworfen. Zugegeben mit einer kleinen Träne im Auge.
Ich habe also KDE 4 bei einigen Leuten mit mehr als zweifelhaften Computerkenntnissen eingesetzt. Siehe da es läuft. Die verstehen auch leicht, das es hier und da mal ein paar Probleme gibt und mailen mich brav an oder telefonieren mit mir. Alles Kleinigkeiten. Der Bildschirm lässt sich nicht sperren. Tödliche Gefahr im persönlichen Arbeitszimmer. Die echten Fehler merken sie kaum, aber sie helfen testen.
Testen das ist nämlich OpenSource. Nur der Anwender merkt, was nicht läuft. Möglichst viele Anwender mit unterschiedlicher Herangehensweise merken noch viel mehr. Aber darum geht es Oliver nicht. Er will Stimmung machen. Miese Stimmung. Vielleicht glaubt er, das er mit seiner Kombination von purer scheinheiliger Werbung für BSD und der Miesmache von KDE ein paar Anwender mehr zu BSD lockt. Es ist mir egal. Ich habe BSD schon vor Jahren als völlig grausam und unbrauchbar in die Tonne gedrückt, würde mir aber nie erlauben, darüber zu urteilen, weil ich es dazu hätte im Auge behalten müssen.
Heute hat Oliver Amarok am Wickel. Natürlich auch wieder auf die perfide dummdreiste Art.
Damit wird es wohl so schnell nichts werden, zwar existiert allgemein eine Version 1.80 die in Richtung 2.0 schielt, mehr als eine Technology Preview ist es jedoch nicht. Und das Release der Version 2.0 per se steht, laut Golem, ohnehin noch mehr oder weniger in den Sternen. Einen zaghaften Blick kann man hier auf den Screenshot der Windows-Version werfen und erfährt dort auch mehr bezüglich der Problematik bei der Portierung bzw. wo es noch hängt. Problematisch wohl, das KDE 4.0 selbst kein Release ist, sondern ebenso nur eine Technology Preview und das eigentliche Release 4.1 erst im Juli ansteht.
Mit der Art von Journalismus kann er gut und gerne bei der Blödzeitung anfangen. Die arbeiten nämlich genauso. Ich bezweifle übrigens das er wirklich weiß was ein Technology Preview ist, oder das er Die Kathedrale und der Basar von Eric S. Raymond überhaupt jemals gelesen, geschweige denn verstanden hat.
In der Realität sieht das ganze etwas anders aus. Das Amarok Entwicklerteam hat um Mithilfe gebeten und dabei folgendes gesagt:
Diese Vorschau stellt einen Snapshot des aktuellen Status der Entwicklung von Amarok 2 dar. Nach fast einem Jahr Entwicklung ist es bereits einigen Aufgaben gewachsen. Es spielt Musik! Das grundlegende Framework ist bereits implementiert (Sammlung, Plasma, Web Services), was uns die Möglichkeit gibt Amarok 2.0 zur innovativsten aller bisherigen Veröffentlichungen zu machen. Doch es gibt noch sehr viel zu tun bis zur endgültigen Veröffentlichung von Amarok 2.0 und wir möchten dich einladen uns bis dahin zu unterstützen.
Viele Dinge sind noch immer kaputt, überhaupt nicht implementiert oder einfach hässlich. Wir sind uns dessen bewusst und Hilfe ist durchaus willkommen. Andere Dinge funktionieren hingegen bereits recht gut. Das Ziel dieser Vorschau-Version ist es einige von euch zu motivieren, uns bei der Fertigstellung von Amarok 2.0 zu unterstützen. Wir benötigen Entwickler und Artwork-Künstler, ebenso wie Rokymoter (unsere non-coder Support und Promo-Crew). Falls du Interesse hast Amarok 2.0 mitzugestalten dann besuche uns in unserem IRC channel #amarok.de auf Freenode oder schick uns eine e-mail an amarok@kde.org
Das klingt für mich völlig anders, sehr humorvoll und nach einer tollen Stimmung, passt aber sicher nicht in Oilivers Konzept des Niedermachens. Aber die Wahrheit hinter KDE 4.0 und Amarok interessiert Oliver ja nicht. Das sind ja in seinem Sinne keine Nachrichten. Der Vogel geht mir gehörig auf den Geist. Er verkörpert genau die Art von Bloggern und Blogs die wirklich niemand braucht. Das was er abliefert ist Qualitätsjournalismus und da sollte er auch hingehen.
Nur gut das Oliver nicht auf den Erfinder des Rades getroffen ist, oder auf den Herrn Dunlop der auf einen Reifen vulkanisiertes Gummi packte. Das klappte zu Beginn auch noch nicht so toll und Oliver hätte ihnen solchen Blödsinn sicher ausgeredet und wir würden heute noch zu Fuß gehen.
Das Rattenrennen hat begonnen,
so urteilt gestern Don Alphonso unter dem Titel "Die Gemeinschaft der Asozialen". Allerdings hat das Rat-Race nicht begonnen, es läuft schon eine geraume Weile. Wer auf die Grafik klickt, bekommt einen brandeinsOnline Artikel der das Rennen unter dem Aspekt der Fusionits kommentiert.
Das ständige recyclen untauglicher Ideen, ist der klassische Managementfehler. Anstatt die Schuld für den Fehler in der falschen Idee zu suchen, glauben Manager gerne, das es nur am falschen Management gelegen hat. Vor allem wenn das letzte Aufkochen dieser Idee von fremden, also dümmeren Managern in einem anderen Hause gemacht wurde. Aber wie Peter Turi eindrucksvoll in einem Interview mit politik-digital ausfüjhrt, gibt es sogar Leute, die glauben aus ihren eigenen Managementfehlern gelernt zu haben und nun hoffen, mit der gleichen falschen Idee im zweiten, dritten oder vierten Anlauf endlich Geld zu verdienen.
Ich muss da immer an meine Großmutter denken, die mir sagte: "Natürlich kannst du mit den gleichen Teeblättern zweimal Tee kochen. Aber wenn er dir schon beim ersten Mal nicht geschmeckt hat, warum solltest du es noch einmal falsch machen." Allerdings ist das scheinbar ein menschlicher Trieb. Vor die Wand rennen, sich schütteln, Anlauf nehmen und wieder anrennen. Selbst wenn sie mal einer Wand ausweichen, muss es die nächste dann unbedingt sein.
Auch zu den Beratern habe ich ein anderes Gefühl. Ich lese da ab und an, wenn ich zuviel Zeit habe, die Aussagen des absoluten Experten Dr. Frank Huber, der ziemlich genau und ausführlich erklärt wie es geht, wie es gehen sollte und was alle anderen falsch machen. Ich bin dann jedesmal zutiefst beeindruckt.
Ich komme ja aus einer bäuerlichen Umgebung. Wir hatten da schon früh Experten, die über den Zaun hinweg unsere Arbeit kommentierten. Die wussten genau, warum das nicht wachsen, dies nicht gedeihen würde und das so nicht gemacht werden durfte. Wir haben immer aufmerksam zugehört und unsere Arbeit weitergemacht. Wenn wir am Ende des Sommers die Ernte einbrachten und konnten wir sehen, das unsere Berater all ihre Zeit auf unsere Beratung, anstatt auf ihre Äcker verwandt haben, dann waren wir nicht erstaunt, das dort nichts erwähnenswertes wuchs.
In all den Jahren bin ich immer wieder Unternehmensberatern begegnet. In vielen Branchen, in der eigenen Firma, bei Kunden und auch bei Kongressen und Messen. Ich habe genau zwei in Erinnerung, die selbst aufgrund ihrer eigenen Arbeit und ihrer Kenntnisse erfolgreich waren, tausende die aufgrund unsinniger Rechnungen und dummer Kunden Erfolg hatten und noch viel mehr, die ihren einzigen Anzug schonen mussten.
Das die Printmedien online gehen wollen, ist zunächst ja nicht einmal verkehrt. Den gleichen Content mehrfach zu vermarkten ist ja grundsätzlich keine schlechte Idee. Wenn ein Content allerdings schon im Printbereich zu mies ist um ihn vermarkten zu können, dann ist er das in der viel breiteren Online-Welt erst recht. Eine schlechte Zeitung ist auch in ihrer Online-Ausgabe schlecht. Ich habe die FAZ und die Süddeutsche im RSS-Feed. Auf einen FAZ Artikel den ich lese kommen mindestens zwanzig in der Süddeutschen.
Ich persönlich glaube das unsere Verleger auf ein totes Pferd setzen. Ihre Rennratten sehe ich schon so enden, wie auf dem Bild.
Denn während die Hunde noch den Mond anheulen, ist die Karawane längst weiter gezogen. Klein-Bloggersdorf ist voll im Globalisierungsrausch und zwar in einem sehr positiven. Es fließen immer mehr Informationen aus fremdsprachlichen Quellen in die so oft gescholtene Selbstbezüglichkeit ein. Das Spektrum wird breiter und damit auch das Fundament.
Ich mag die Readers Edition nicht, weil sie ihren Ursprung in der Welt des Ralf-Dieter Brunowsky hat, von dem ich noch weniger als gar nichts halte und auch Michael Maier halte ich nur bedingt für geeignet sich in den Abgründen der Demokratie und Freiheit zu bewegen, was auch ein Grund für meine Ablehnung der Reader Edition ist. Ich kenne die ziemlich harte Zensur gegenüber linken Gedanken und das wohlwollende Streicheln von Nazis und Faschisten noch aus Speakers Corner.
Aber die Idee des Empfängers, der zugleich auch Sender ist, bedeutet für mich die Zukunft der Medien. Im Grunde genommen stellen wir uns mit unseren RSS-Feeds ja schon lange eigene Zeitungen zusammen. Das bedeutet Aufwand für den einzelnen und ständige Suche nach weiteren wichtigen Quellen. Eine Aufgabe die nicht von jedem geleistet werden kann.
Deshalb glaube ich das die Medien der Zukunft Contentsammler und Contentvermittler sind. Es wird digitale Presseerzeugnisse geben, die sich nur durch Werbung finanzieren und ihre Autoren einfach an diesen Einnahmen partizipieren lassen. Der Leser baut sich seine Zeitung nach seinen Interessen. Bei dem einen wird das dann ein Kicker, beim anderen ein Spiegel alter Prägung, der dritte hat ein buntes Blättchen und der vierte eine Kunst- oder Architekturzeitung. Ganz andere haben ein Wissenschaftsmagazin mit Comics aus dem gleichen Inhaltsangebot gemacht.
Dem Makler können die Inhalte egal sein, er braucht nur die Werbung um seine Aufgabe und die Inhalte zu bezahlen. Die Autoren sind frei, schwerer als jetzige Journalisten zu beeinflussen, weil es einfach zu viele sind. Einige wenige sind leicht zu bestechen, eine große Masse kaum. Da redet immer jemand. Auch der Leser wird zufrieden sein, weil der das bekommt, was er haben will.
Die Ansätze dafür sind überall sichtbar. Jetzt muss nur noch jemand die Fäden in die Hand nehmen und loslegen. Ein Anfang könnte sein mit den Presse- und Bildagenturen zu Verträgen zu kommen und die Gründung von Videoagenturen zu fördern.
Vorratsdatenspeicherung - Völlig ungefährlich für Unschuldige
Was haben die Leute nur gegen Vorratsdatenspeicherung. Vorrat ist doch etwas gutes. Im Öltank schlummert der Ölvorrat, in der Kühltruhe der Steakvorrat und im Keller der Kartoffelvorrat. Dann gibt es noch einige die eine ausgeprägte Vorratshaltung in einem ebenso ausgeprägten Bauch betreiben.
Sowie man Kartoffelvorräte zum Kartoffelkochen vorrätig hat, hat man Vorratsdaten zum Datenauswerten vorrätig. So kann man immer dann, wenn man keine Nudeln kochen will, Kartoffeln kochen und immer dann wenn man gerade keine Verbrechen vorrätig hat, ein paar aus Vorratsdaten konstruieren.
Meine Freundin Susi - die mit der sauren Sahne - wollte das nicht glauben. Sie behauptet sie sei doch unschuldig. Nun ja in einigen Dingen, die hier nicht hin gehören ist sie das Gegenteil von unschuldig, aber ansonsten ist sie völlig unschuldig. Sie kennt nicht nur das Wort subversiv nicht, ich bezweifle ernsthaft das sie überhaupt Gedanken hat.
Aber Susi wohnt in einer Wabe. Ich meine hier nicht ihr Ein-Zimmer-Wohnklo, sondern die Funkwabe in der sie wohnt. In der Wabe lebt auch Ali Bengali, Gemüsehändler und möglicher Terrorist, weil er seinen Eltern und seiner Erziehung zu liebe, ab und an den Weg in die Moschee findet. Quer über die Straße wohnt auch noch Iwan, der Winzige. Er tarnt sich als Maler und ist mit seinen 1,52 bestimmt ein Mitglied der Russenmafia.
Susi ruft oft in Ali Bengalis Laden an. Meist nach dem Ladenschluss, weil sie wissen will, ob da noch geöffnet ist und fast immer ist noch offen. Außerdem grüßt sie auf der Straße Iwan den Winzigen, was von etlichen Kameras und Beobachtungsteams festgehalten wird. Ab und an wird Susi auch von den Frauen aus Ali Bengalis Laden zurückgerufen. Wenn Obst oder Fleisch besonders günstig ist. Meist an den Wochenenden bevor es verderben kann.
Leider ist in Alis Laden oft das Telefon gesperrt, weil alle Welt mit zu Hause telefoniert, aber keiner Geld dafür in der Kasse lässt. Also wird Susi mit Alis Handy angerufen. Dummerweise hat Susi auch noch einen Bruder, der heißt Mark und ist Linuxfanatiker. Leider ohne echtes Einkommen, deshalb lädt er sich das, was er so braucht, meist über Susis Rechner runter. Dummerweise haben sich auch Ali und Iwan für Linux entschieden. Und alle laden es auf die gleiche Art und Weise über das Torrent-System. und oft genug bedienen sie sich, ohne das zu wissen, gegenseitig.
Heute morgen war Susi sehr erstaunt, als sie in ihrem Kosmetiksalon, wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung festgenommen wurde. Aber der Staatsanwalt wusste genau warum sie schuldig ist.
Sie hat nicht nur mit potentiellen Terroristen telefoniert und Kontakt mit Mafiamitgliedern die auch Sprengstoff besorgen können. Sie wurde von denen auch angerufen und hat geheime Datenkommunikation mit denen zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland und ihrer freiheitlich demokratischen Grundordnung betrieben.
Bei der Beweislage wird selbstverständlich Haft angeordnet. Susis Kosmetikladen bleibt geschlossen, die Banken kündigen die Kredite und selbst wenn die von Amts wegen bestellte Pflichtverteidigerin auch nur etwas Ahnung hat, ist Susi auf alle Zeiten ruiniert. Unnötig zu sagen, das die Staatsanwaltschaft bei der Festnahme ihren Berichterstattertross von der Springerpresse gleich mitgebracht hatte.
Niemand ist unschuldig wenn der Schäuble es nicht will.
Fakten, Fakten oder lieber doch lieber nur den Leser veralbern
Der Focus übertrifft sich selbst. Während Markwort noch mit markigen Worten nach Aufklärung ruft, kämpft Focus-Redakteur Josef Hufelschulte vor Gericht darum, das es keine Aufklärung gibt. Die armen "Journalisten" des Focus, die sich doch schon darum kümmerten, in Berlin ein eigenes Mahnmal als BND-Opfer zu bekommen, haben scheinbar ein ernsthaftes Problem.
Der Sonderermittler Gerhard Schäfer hat soweit bekannt, in seinem Bericht festgehalten, das sich Hufelschulte mit dem BND-Sicherheitschef Volker Foertsch regelmäßig getroffen hat und auch unter einem Decknamen als Quelle geführt wurde. Diese Passage des Schäfer-Berichts darf nun nicht veröffentlicht werden, weil durch die Namensnennung von Josef Hufelschulte dessen Persönlichkeitsrechte verletzt wurden. Dabei ist der Gute doch sicher nur abgeschöpft worden, wie alle IM der Stasi von denen bisher die Rede war. Seltsam nur, das der Focus und Herr Hufelschulte bei denen nie die Unschuldsvermutung gelten ließ.
Nicht verletzt wurden dahingegen die Rechte der Focuskäufer, die seit Jahren die Geschichten eines BND-V-Mannes zu lesen bekamen, anstatt die eines Journalisten. Aber nun gut, wer beim Focus Journalismus erwartet hat, erwartet auf einer Tupperparty auch erotische Höhepunkte.
Auf jeden Fall ist jetzt Schluss mit den Fakten, Fakten und nochmal Fakten. Mann muss doch mal an die Inserenten denken. Die haben dem Focus schließlich einen Auftrag zur Verbreitung der neoliberalen Religion erteilt. Außerdem muss man doch mal an die Leser denken. Wenn die jetzt anfangen darüber nachzudenken, was der Focus über seine Leser denkt und welche Kost er ihnen serviert, dann denken die vielleicht darüber nach, das Blättchen gar nicht mehr zu kaufen.
Dann müssten Helmut Markwort und seine Mitarbeiter ihren Posten als neoliberale Hassprediger aufgeben und eventuell sogar arbeiten. Das gilt es mit aller Macht zu verhindern. Vielleicht sollte sich Markwort um die Rechte an den Hitlertagebüchern kümmern. Ach nein. Das hat ja schon den Stern erledigt. Aber wo sind eigentlich Gehlens Tagebücher. Mit den Beziehungen des Focus zum BND müssten die doch leicht aufzutreiben sein.
Der Sonderermittler Gerhard Schäfer hat soweit bekannt, in seinem Bericht festgehalten, das sich Hufelschulte mit dem BND-Sicherheitschef Volker Foertsch regelmäßig getroffen hat und auch unter einem Decknamen als Quelle geführt wurde. Diese Passage des Schäfer-Berichts darf nun nicht veröffentlicht werden, weil durch die Namensnennung von Josef Hufelschulte dessen Persönlichkeitsrechte verletzt wurden. Dabei ist der Gute doch sicher nur abgeschöpft worden, wie alle IM der Stasi von denen bisher die Rede war. Seltsam nur, das der Focus und Herr Hufelschulte bei denen nie die Unschuldsvermutung gelten ließ.
Nicht verletzt wurden dahingegen die Rechte der Focuskäufer, die seit Jahren die Geschichten eines BND-V-Mannes zu lesen bekamen, anstatt die eines Journalisten. Aber nun gut, wer beim Focus Journalismus erwartet hat, erwartet auf einer Tupperparty auch erotische Höhepunkte.
Auf jeden Fall ist jetzt Schluss mit den Fakten, Fakten und nochmal Fakten. Mann muss doch mal an die Inserenten denken. Die haben dem Focus schließlich einen Auftrag zur Verbreitung der neoliberalen Religion erteilt. Außerdem muss man doch mal an die Leser denken. Wenn die jetzt anfangen darüber nachzudenken, was der Focus über seine Leser denkt und welche Kost er ihnen serviert, dann denken die vielleicht darüber nach, das Blättchen gar nicht mehr zu kaufen.
Dann müssten Helmut Markwort und seine Mitarbeiter ihren Posten als neoliberale Hassprediger aufgeben und eventuell sogar arbeiten. Das gilt es mit aller Macht zu verhindern. Vielleicht sollte sich Markwort um die Rechte an den Hitlertagebüchern kümmern. Ach nein. Das hat ja schon den Stern erledigt. Aber wo sind eigentlich Gehlens Tagebücher. Mit den Beziehungen des Focus zum BND müssten die doch leicht aufzutreiben sein.
Der böse BND und die armen Journalisten
Eigentlich hat das Sommerloch ja noch gar nicht begonnen, aber schon haben wir das erste Krokodil im Baggersee. Diesmal ist es unser geliebter Geheimdienst, die ehemalige Organisation Gehlen. Von unseren amerikanischen Brüdern in Pullach fest auf den Fundamenten des dritten Reiches verankert. Wir haben so gar ein parlamentarisches Kontrollgremium dafür. Warum eigentlich? Ich dachte immer der BND wird direkt von der CIA kommandiert und wir müssen den Quark nur bezahlen. Aber egal. Hauptsache die Mitglieder unserer Parteiendiktatur können irgendwo Demokratie spielen. Stört eh niemanden und schadet ja auch nichts, weil es nichts bewirkt.
Nun wurden also Journalisten bespitzelt. Welch eine Schande. Welch ein Drama. Das ganze soll schon seit zwanzig Jahren so gehen. Einer hat gar ein Abhörmikro in seinem Telefon gefunden. Das ist ja wie früher im Osten. Allerdings wenn da ein Mikro im Telefon war, dann war das meist vom bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz, die Stasi hat direkt abgehört.
Ich weiß, man soll nicht versuchen Behörden zu verstehen und wer das bei Geheimdiensten versucht, der riskiert seine geistige Gesundheit. Aber was um Himmels willen, wollte der BND bei deutschen Journalisten erfahren?
Die meisten beziehen ihre Kenntnisse doch nur aus den Presseverlautbarungen der Parteien und der Konzerne, oder bekommen die Meinungen die sie verbreiten sollen, zusammen mit einigen Wohltaten, direkt von ihren Auftraggebern. Was wollte der BND bei denen finden? Die sind doch systemkonform bis zum Erbrechen. Ihr Leitmotiv ist doch vorauseilender Gehorsam.
Angeblich geht es um undichte Stellen beim BND. Gut. Ich halte diesen ganzen Dienst nicht für besonders dicht und für reine Geldverschwendung. Natürlich wird da einer sein Wissen für 3 Euro 80 verkaufen, an wen auch immer. Vielleicht nehmen andere auch mehr. Ja und? Geheimdienste leben vom Verrat und von Verrätern. Wer sich in einem solchen Klima über Verrat wundert, sollte den Arzt wechseln.
Aber selbst wenn etwas an Journalisten verraten wird. Was soll es? Wir leben in Deutschland. Die Medien sind fest in staatstragender Hand. Es gibt seitens der Medien weder Kritik am Staat noch an der vorherrschenden neoliberalen Religion. Rotgrün wurde weisungsgemäß kaputtgeschrieben, wobei Rotgrün das ja auch noch extra leicht gemacht hat. Gelbschwarz wurde und wird hochgelobt. Das Neidgelb hat mediales Gewicht als hätte die FDP knapp 96 Prozent aller Stimmen und Schwarzrot wird bejubelt, solange die Reichen subventioniert und gefördert werden und man die Armen bestiehlt. Was also bringt den BND dazu unsere Journalisten zu überwachen.
Kann es vielleicht sein, das unsere Politik der so leicht gekauften Journaille nicht traut. Das man zwar den Verrat liebt, aber nicht den Verräter. Das schon der dicke Kohl dem BND den Auftrag gab, die unverlässlichen Hunde zu überwachen. Der Gedanke hat schon etwas komisches. Da reiben sich die Journalisten schmeichlerisch an den Machthabern, verraten Freiheit, Gesinnung und Wahrheit für ein paar Brosamen und ernten nur einen Tritt. Das hat was. Wer sich feige Hunde hält wird immer Angst haben müssen, das die sich von hinten anschleichen und beißen.
Besonders lustig war aber Helmut Markwort. Das ist der Komiker vom Focus. Der noch nicht einmal einen eigenen Erscheinungstag für sein Blättchen fand und den Montag umwidmen musste. Der immer daran denkt wie er den Leser am besten veralbern kann. Der fühlte sich doch glatt verraten weil sich Journalisten vom BND haben kaufen lassen. Was mag wohl der Unterschied sein, wenn jemand sich an den BND verkauft oder wenn sich jemand an Kannegießer verkauft?
Der, der sich an Kannegießer und seine neoliberalen Wirtschaftsfaschisten verkauft hat, der belügt auch noch das deutsche Volk, stiehlt Hoffnung und sät Zwietracht. Wer sich an den BND verkauft, der verbrennt nur Steuergelder. Der ist harmlos. Der Focus hat mehr an und in Deutschland verraten als ihm der BND jemals heimzahlen könnte. Feige und hinterlistig hat er an einem Meinungsklima gearbeitet das eben nur den Kannegießer und ihren Mitbetrügern nützt. Ich finde das Herrn Markwort recht geschieht. Egal was der BND bei ihm abhört. Viel sinnvolles ist es mit Sicherheit nicht.
Aber wir wollen nicht die wenigen, viel zu wenigen echten Journalisten vergessen die es in Deutschland noch gibt. Denen gegenüber ist die Abhöraktion des BND eine Frechheit. Aber die werden auch nichts anderes erwartet haben. Bei denen konnte der BND nichts abhören oder abgreifen, weil die ihre Arbeit mit Verstand machen. Gegen Verstand aber ist der BND machtlos. Also genießen wir das Sommertheater.
Nun wurden also Journalisten bespitzelt. Welch eine Schande. Welch ein Drama. Das ganze soll schon seit zwanzig Jahren so gehen. Einer hat gar ein Abhörmikro in seinem Telefon gefunden. Das ist ja wie früher im Osten. Allerdings wenn da ein Mikro im Telefon war, dann war das meist vom bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz, die Stasi hat direkt abgehört.
Ich weiß, man soll nicht versuchen Behörden zu verstehen und wer das bei Geheimdiensten versucht, der riskiert seine geistige Gesundheit. Aber was um Himmels willen, wollte der BND bei deutschen Journalisten erfahren?
Die meisten beziehen ihre Kenntnisse doch nur aus den Presseverlautbarungen der Parteien und der Konzerne, oder bekommen die Meinungen die sie verbreiten sollen, zusammen mit einigen Wohltaten, direkt von ihren Auftraggebern. Was wollte der BND bei denen finden? Die sind doch systemkonform bis zum Erbrechen. Ihr Leitmotiv ist doch vorauseilender Gehorsam.
Angeblich geht es um undichte Stellen beim BND. Gut. Ich halte diesen ganzen Dienst nicht für besonders dicht und für reine Geldverschwendung. Natürlich wird da einer sein Wissen für 3 Euro 80 verkaufen, an wen auch immer. Vielleicht nehmen andere auch mehr. Ja und? Geheimdienste leben vom Verrat und von Verrätern. Wer sich in einem solchen Klima über Verrat wundert, sollte den Arzt wechseln.
Aber selbst wenn etwas an Journalisten verraten wird. Was soll es? Wir leben in Deutschland. Die Medien sind fest in staatstragender Hand. Es gibt seitens der Medien weder Kritik am Staat noch an der vorherrschenden neoliberalen Religion. Rotgrün wurde weisungsgemäß kaputtgeschrieben, wobei Rotgrün das ja auch noch extra leicht gemacht hat. Gelbschwarz wurde und wird hochgelobt. Das Neidgelb hat mediales Gewicht als hätte die FDP knapp 96 Prozent aller Stimmen und Schwarzrot wird bejubelt, solange die Reichen subventioniert und gefördert werden und man die Armen bestiehlt. Was also bringt den BND dazu unsere Journalisten zu überwachen.
Kann es vielleicht sein, das unsere Politik der so leicht gekauften Journaille nicht traut. Das man zwar den Verrat liebt, aber nicht den Verräter. Das schon der dicke Kohl dem BND den Auftrag gab, die unverlässlichen Hunde zu überwachen. Der Gedanke hat schon etwas komisches. Da reiben sich die Journalisten schmeichlerisch an den Machthabern, verraten Freiheit, Gesinnung und Wahrheit für ein paar Brosamen und ernten nur einen Tritt. Das hat was. Wer sich feige Hunde hält wird immer Angst haben müssen, das die sich von hinten anschleichen und beißen.
Besonders lustig war aber Helmut Markwort. Das ist der Komiker vom Focus. Der noch nicht einmal einen eigenen Erscheinungstag für sein Blättchen fand und den Montag umwidmen musste. Der immer daran denkt wie er den Leser am besten veralbern kann. Der fühlte sich doch glatt verraten weil sich Journalisten vom BND haben kaufen lassen. Was mag wohl der Unterschied sein, wenn jemand sich an den BND verkauft oder wenn sich jemand an Kannegießer verkauft?
Der, der sich an Kannegießer und seine neoliberalen Wirtschaftsfaschisten verkauft hat, der belügt auch noch das deutsche Volk, stiehlt Hoffnung und sät Zwietracht. Wer sich an den BND verkauft, der verbrennt nur Steuergelder. Der ist harmlos. Der Focus hat mehr an und in Deutschland verraten als ihm der BND jemals heimzahlen könnte. Feige und hinterlistig hat er an einem Meinungsklima gearbeitet das eben nur den Kannegießer und ihren Mitbetrügern nützt. Ich finde das Herrn Markwort recht geschieht. Egal was der BND bei ihm abhört. Viel sinnvolles ist es mit Sicherheit nicht.
Aber wir wollen nicht die wenigen, viel zu wenigen echten Journalisten vergessen die es in Deutschland noch gibt. Denen gegenüber ist die Abhöraktion des BND eine Frechheit. Aber die werden auch nichts anderes erwartet haben. Bei denen konnte der BND nichts abhören oder abgreifen, weil die ihre Arbeit mit Verstand machen. Gegen Verstand aber ist der BND machtlos. Also genießen wir das Sommertheater.
Kurt Beck - Licht am Ende des Tunnels?
Da findet am 14. Mai ein Wahlparteitag für den neuen Parteivorsitzenden statt. Das heißt eigentlich geht es nicht um die Wahl Kurt Becks, sondern darum, das die Delegierten die Entscheidung des Parteivorstandes abnicken. Die Kandidatendiskussion wurde eröffnet und sofort wieder geschlossen. Was bitte schön hat das mit Demokratie zu tun? Wofür braucht diese Partei noch Mitglieder? Es reicht doch den Vorstand auf Lebenszeit zu ernennen und per Erbfolge in alle Ewigkeiten fortzuschreiben. Aber bei der SPD ist eben nicht nur das Wort sozial völlig fehl am Platze, sondern auch das Wort Demokratie. Solche Worte werden einfach nicht mehr gebraucht.
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Der Spiegel auf den Spuren des Sterns
Genüsslich erinnert sich ganz Deutschland noch an den schlauen Fälscher Konrad Kujau, der zusammen mit dem Nazi-Narren und "Reporter" Gerd Heidemann, die Hitler-Tagebücher für rund fünf Millionen Euro an den Stern vertickte. Ein Rauschen wie bei einem Jahrhundertsturm ging durch den deutschen und internationalen Blätterwald. Zweiundsechzig Bände von Adolf ganz persönlich.
Es war die persönliche Gier einiger weniger und der Versuch das liberale und demokratische Erbe des Sterngründers Henri Nannen auf den Bertelsmann/Mohn-Kurs zu bringen. Weg von der politische Wahrheit und hin zu einem Lifestile-Magazin war der Auftrag des damalige "Stern"-Chefredakteur Peter Koch. Wenigstens waren die Leser nicht so dumm dieses Spielchen mitzumachen.
Der Stern ist heute zu einem bunten Blättchen verkommen, dessen politischer Kopf Hans-Ulrich Jörges, bestenfalls als vollständige Überzeichung eines Journalisten durchgeht und der Anerkennung nur innerhalb seiner neoliberalen Religionsgemeinschaft findet.
["Der Spiegel auf den Spuren des Sterns" mehr »]
Es war die persönliche Gier einiger weniger und der Versuch das liberale und demokratische Erbe des Sterngründers Henri Nannen auf den Bertelsmann/Mohn-Kurs zu bringen. Weg von der politische Wahrheit und hin zu einem Lifestile-Magazin war der Auftrag des damalige "Stern"-Chefredakteur Peter Koch. Wenigstens waren die Leser nicht so dumm dieses Spielchen mitzumachen.
Der Stern ist heute zu einem bunten Blättchen verkommen, dessen politischer Kopf Hans-Ulrich Jörges, bestenfalls als vollständige Überzeichung eines Journalisten durchgeht und der Anerkennung nur innerhalb seiner neoliberalen Religionsgemeinschaft findet.
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