Gegen Israel Fußball spielen, heißt ein guter Deutscher zu sein
Ich habe Ashkan Dejagah noch nie bewusst Fußball spielen gesehen und weiß wie die meisten Deutschen, die, die Nachrichtendienste verfolgen das er Deutscher, iranischer Herkunft ist. Iran ist dieses böse Land, das Atombomben bauen will, in dem Präsident Mahmud Ahmadinedschad Israel gerne nach Alaska verlegen will und das von Israel ständig mit Bombardierungen bedroht wird.
Ashkan Dejagah ist im Juli 21 Jahre alt geworden. Hat Verwandte im Iran, die er sicher gerne mal wieder besuchen möchte. Er ist Fußballer. Kein Politiker. Aber er hat ein tödliches Verbrechen begangen. Er hat gebeten nicht gegen Israel Fußball spielen zu müssen. Der Iran toleriert zwar, das er sich für die deutsche Staatsangehörigkeit entschieden hat und für Deutschland spielt, aber nicht das er nach Israel einreist. Das ist mit sehr harten Strafen bedroht und könnte im Extremfall auch Folgen für seine im Iran verbliebenen Verwandten haben.
In Amerika darf ich bis heute keine kubanischen Zigarren oder kubanischen Rum einführen. Ein Amerikaner darf nicht nach Kuba reisen ohne sich strafbar zu machen. All das wird von der Weltöffentlichkeit akzeptiert, obwohl es genau so bescheuert ist, wie die iranische Haltung gegenüber Israel.
Die Interpretation der Präsidentin des jüdischen Zentralrates, das Dejagah unsportlich handele indem er lieber nicht antritt ist genauso dumm, wie die, jenes völlig abgedrehten Zentralratsmitgliedes, der von einem Judenboykott spricht. Richtigerweise schützen wir das Leben aller jüdischen Mitbürger mit allen unseren Mitteln und tun alles um Israel zu helfen, selbst wenn uns das nicht glücklich macht. Dies sind wir unserer Vergangenheit schuldig.
Was wir allerdings nicht schuldig sind, ist das wir die Familien anderer Deutscher und deren persönliche Sicherheit opfern, um gegen Israel Fußball zu spielen. Wenn sich der Zentralrat der Juden anmaßt, solch einen Jungen zerstören zu können, dann muss er damit leben, das wir demnächst jede Aussage des Zentralrates auch darauf hin abprüfen werden, ob damit Israel oder den USA genützt werden soll. Ein völlig unsinnige Vorgehen, weil es immer eine Mixtur aus Begründungen gibt.
Diese Mixtur kann vieleicht auch bei Dejagah vermutet werden, lässt sich aber aus seinen Einlassungen nicht nachweisen. Natürlich muss Theo Zwanziger sofort auf den Jungen einschlagen. Wenn er gerade mal nicht Bayern München unfair unterstützt, hängt er ja gerne sein Mäntelchen in den politischen Wind. Es hilft eben nicht einen Trinker, gegen einen Menschen ohne Rückgrat auszutauschen. Mit Theo Zwanziger wird der DFB noch ganz neue Tiefpunkte erleben. Seine Erklärung von gestern war ein neuer Tiefpunkt der Unfairness und Nichtkameradschaft.
Das unsere dummen und bestechlichen Politiker mitspielen ist auch klar. Für die Medien ist es etwas, was von der desolaten Lage der Bürger ablenkt, über die sie aber sonst auch nicht berichten. Das der VW-Chef Winterkorn jetzt noch in die gleiche Kerbe schlägt, zeigt, wie weit dieser Herr von den Realitäten der Welt entfernt ist.
Das ganze ist typisch deutsch. Da wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht und der Rüssel des Elefanten dann als Stachel gedeutet. Ashkan Dejagah kann in Deutschland keinen Blumentopf mehr gewinnen. Wieder ist eine erfolgreiche Migration durch ein paar gewissenlose Pfeifen ruiniert worden.
Die meisten dieser Pfeifen sind mir schon lange völlig gleichgültig, aber der Zentralrat der Juden hat mich wirklich schwer enttäuscht.
Jüdische Neonazis?
Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe:
Die Polizei hat in der israelischen Stadt Petah Tikwa eine Bande von acht Neo-Nazis verhaftet. Den jüdischen Einwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion wird laut dem israelischen Rundfunk vorgeworfen, Ausländer, Homosexuelle, Drogenabhängige und orthodoxe Juden angegriffen und mit antisemitischen Schmähungen beleidigt zu haben.
Sofort flammten allerorten die alten Vorurteile wieder hoch. Auch ein lieber Freund rief an und meinte, das "meine Juden" eben auch nicht besser seien als alle anderen. Ich hatte zwar nie behauptet das Opfer besser als die Täter sind, aber im deutschen Herbst halte ich manche Täter heute noch für viel besser als ihre Opfer, auch wenn ich die Taten an sich verurteile.
Was aber wirklich in Israel hochgekommen ist, hat so richtig nichts mit jüdischen Fehlern zu tun, sondern ist ein weltweites Problem:
Die acht jungen Männer seien zwar israelische Staatsbürger, sie hätten sich aber selbst nicht als Juden betrachtet.
Religion oder gar Staatsreligion in Form einer Theokratie funktioniert nur dann, wenn es eine breite Übereinstimmung darüber gibt, das die Religion die Inhalte einer Wertgemeinschaft bestimmt. Im Judentum wie in allen anderen Religionen haben wir heute eine Bandbreite die vom Fundamentalismus über den Liberalismus bis zur Areligiösität reicht und diese in einer Unzahl von Zwischenstufen.
Die an sich richtige Einwanderungspolitik gegenüber russischen "Juden" die Israel und Deutschland gefahren haben, bringt aber natürlich auch Probleme mit sich. Die jetzt auffällig gewordenen Straftäter haben keinen Bezug zum Judentum. Für sie ist der Holocaust eine Geschichte unter vielen aus einer fernen, finsteren Vergangenheit.
Die Bevölkerungen spalten sich, weil die Ränder immer weiter auseinanderstreben. Das was die CDU unter Leidkultur versteht, ist für mich der wieder aufgekochte braune Restmüll aus unserer Vergangenheit. Meine Einstellung an sich sind für die doofen aus dem rassistischen und faschistischen Dunst Volksverrat, der immer wieder mit liebevoll gestalteten Hassmails beantwortet wird, in denen die sich die nettesten Todesarten für mich ausdenken.
Einwanderungsländer wie Deutschland und Israel müssen sich entscheiden. Entweder wollen sie mit ihren Neubürgern gemeinsam zu neuen Ufern aufbrechen, oder sie müssen versuchen alles, das was die neuen Bürger an Werten mitbringen zu negieren und Neuen nur die Wahl lassen, so wie die Stammbevölkerung zu sein und sich untere deren Auffassungen unterzuordnen. Dann macht allerdings Einwanderung keinen Sinn, weil sie keinen Fortschritt bringt.
Natürlich funktioniert das nicht. Nicht in Deutschland und nicht in Israel. Die Evolution hat gezeigt, das die Spezies, die sich nicht weiterentwickelten, einfach ausstarben. Entweder nehmen wir die Herausforderung an und entwickeln uns gemeinsam weiter oder wir werden untergehen.
Für Israel bedeutet das, das es eine Friedenserziehung geben muss. Das ist ein Bruch mit der kriegerischen Tradition, die sich der Staat verpasst hat, um ständig Angriffen begegnen zu können. Diese acht Narren dürften nur die Spitze eines Eisberges sein. Israel entwickelt sich zu einem ganz normalen Staat mit ganz normalen Problemen. Die lassen sich lösen. Aber nur wenn man auch die eigenen Traditionen immer wieder mal auf den Prüfstand stellt.
Allerdings ist nichts so schwierig, wie sich selbst immer wieder einmal zu prüfen.
Heute Ausländer, morgen vielleicht Juden
Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Stephan Kramer, äußert in der Netzeitung die Befürchtung das Hetzjagden wie in Mügeln, bald auch den Juden in Deutschland gelten könnten. Das ist eine Feststellung die in diesem Blog schon oft formuliert wurde.
Man kann Recht nicht teilen. Deshalb ist es um so bedauerlicher, wenn sich wichtige Leute aus dem Kreis der Juden vor den Karren der Antimuslimhetzer spannen lassen, obwohl sie intelligent genug sein müssten um zu kapieren, das die Kräfte, die jetzt die Juden einbinden, nach der Vernichtung der Muslime, die Juden als nächstes erledigen werden.
Diesmal ist die Reihenfolge nur anders. Das gewünschte Ergebnis ist das gleiche. Sogar die Argumentation ist die gleiche. Das angebliche Spucken auf Schweinefleisch, wurde früher den Juden zugeschrieben, heute den Muslimen. Die Kräfte die heute behaupten das Muslime in Schulen vom Biologieunterricht befreit würden, weil dort auch Schweine vorkämen, werden Morgen erzählen, das die Juden christliche Kinder opfern. Das hatten wir doch alles schon mal.
Wer heute gegen eine Moschee ist, muss morgen hinnehmen das eine Synagoge oder Kirche verbrannt wird. Wir können das Recht nicht teilen, wenn wir nicht auf das Recht verzichten wollen. Ich kann versuchen Ralph Giordano zu verstehen, in dem ich den Konflikt in Israel mit einberechne. Aber hier ist nicht Israel, es ist der falsche Kampf am falschen Ort. Wahrscheinlich ist dieser Kampf sogar in Israel völlig falsch, aber ich habe leider auch keine Lösung.
Ich kann auch versuchen Henryk M. Broder und seine Achse der Naiven zu verstehen. Ein alternder Journalist, dem jede Position die er jemals hatte unter den Füßen zerronnen ist und der sich nun in letzten warmen Strahlen der Anerkennung, durch amerikanische Sicherheitsdienste und deutsche Faschisten und Rassisten bewegt. Das der Link zu PI kommentarlos von seinen Seiten verschwunden ist, zeigt zwar das er noch nicht ganz merkbefreit ist, aber es ist nur ein schwacher Abglanz alter Zeiten.
Natürlich kann man als Jude total für die Einstellung amerikanischer Fundamentalchristen wie Bush sein und sich über jede Mißhandlung und Vernichtung muslimischen Lebens freuen. Das hat nur einen kleinen, aber fürchterlichen Nachteil. Wer im Bibelgürtel den Predigern zuhört, der hört, was die von Juden denken. Momentan ist der aktuelle Feind der Islam, schon weil es dort Öl zu stehlen gibt. Aber selbstverständlich ist für diese Leute, der Jude der gleiche Abschaum wie der Muslim, Hindu, Buddhist, Schwule oder Linker. Alles Heiden, die entweder bekehrt oder ausgerottet werden müssen.
Ich bin jederzeit bereit dafür zu kämpfen, das jede Religion und Ansicht, frei verkündet werden darf und für alle die gleichen Rechte gelten. Ich kann den Zentralrat der Juden nur auffordern, genauso zu handeln, und die Leute die sich verrannt haben, wenigstens freundschaftlich zu ermahnen und ihnen auch öffentlich zu widersprechen. Wenn wir nicht alle gemeinsam für die Freiheit des jeweils anderen kämpfen, werden wir alle jede Freiheit verlieren.
Die Juden haben es schon hinter sich, die Moslem noch vor sich!
Es sind solche Sätze die mich immer wieder zutiefst erschrecken und die mich veranlassen ständig gegen Rassismus und Faschismus anzugehen. Das was RP-Online berichtet, gibt nur den tolerierten alltäglichen Wahnsinn wieder.
"Heute haben mich deutsche Schüler gefragt, was der Unterschied zwischen einem Juden und einem Moslem ist. - Die Juden haben es schon hinter sich, die Moslem noch vor sich."
Ich will das ganze nicht dramatisieren und das in der CDU/CSU immer noch Leute stecken, bei denen man nicht von Geist, sondern eher von Ungeist reden kann, ist ja vor allem der Tatsache geschuldet, das nie eine vernünftige und klare Distanzierung dieser Parteien vom Hitlerfaschismus gab und sich deshalb alle möglichen Formen von Rassismus und Faschismus dort gut halten. Um an der Macht zu bleiben wird auch heute nicht auf einen Selbstreinigungsprozess gesetzt, sondern die Täter werden schamhaft verschwiegen, wie früher Kinder die nicht der Norm entsprachen. Wahrscheinlich werden sie intern noch gestreichelt.
Parteien die von Anfang an Globkes, Filbingers, Hohmanns und jetzt eben Schwindels produzieren und denen unter ihrem Dach Schutz für alle denkbaren Verfehlungen geben, sind natürlich eine Gefahr. Wir alle wissen wie schnell die Zentrumsleute damals auf der sicheren Seite waren und wie schnell sie sich als Widerstandskämpfer rausreden wollten, als die sichere Seite verlor. Es sind die gleichen Parteien die heute auf vermeintliche Nachfolgeparteien der SED einschlagen, aber eine Kanzlerin gewählt haben, die politische Agitationschefin bei der FDJ war.
Wer Angela Merkel mit ihrer Vergangenheit will, der muss auch anderen die gleiche Freiheit lassen. Ich bin dafür das Angela unbelastet Kanzlerin sein darf, auch wenn ich ihr kein Wort glaube. Aber dann möchte ich das die andere Seite genauso vernünftig behandelt wird.
Ich möchte allerdings den deutschen Juden zu allerhöchster Aufmerksam raten. Sie sind im Moment nicht das offizielle Ziel, aber Ralph Giordano und Broder haben sich verlaufen. Die Kräfte die sie im Moment unterstützen, wollen den Islam besiegen und möchten die Unterstützung der Juden für den Augenblick. Das ist aber eine Koalition auf kurze Zeit. Weil die Juden in Israel Probleme mit den Palästinensern haben, bedeutet das nicht, das eine Bekämpfung des Islams hier, dem Staat Israel etwas bringt.
Es sind die gleichen Kräfte die heute auf jüdische Unterstützung hoffen, die morgen wieder zum Judenmord aufrufen. Die hassen alles was anders ist. Linke wie mich, Intellektuelle, Zeugen Jehovas, Juden, Schwule. Der Faschismus braucht um als Heilslehre dauerhaft existieren zu können, immer den inneren oder äußeren Feind der unwürdig ist zu leben und bekämpft werden muss.
Wenn die Juden jetzt nicht hellwach sind, sind sie vielleicht nicht die nächsten, aber die übernächsten Opfer. Wer jetzt schweigt, oder eines scheinbares Vorteiles wegen sogar im Kampf gegen die Muslime in Europa Beihilfe leistet, der begründet den eigenen Untergang. Freiheit ist nicht teilbar. Es gibt sie für alle oder für niemanden.
Die Juden sind unser Unglück!
Ich weiß zwar genau, wie ich heute auf den unsäglichen Heinrich von Treitschke gekommen bin, aber das ist ein Thema das ich im Moment nicht näher erläutern möchte. Heinrich von Treitschke prägte den genauso dummen wie bösen Satz: "Die Juden sind unser Unglück!". Der Satz ist dumm, weil es nur den Juden oder die Jüdin gibt, aber niemals die Juden.
Es gibt auch nicht die Deutschen und nicht die Engländer. Ich bin übrigens Preuße von meiner Abstammung her und Westfale, was kein Widerspruch ist. Ich bin zwar deutscher Staatangehöriger, aber ob ich mich mit den Bayern und den Hessen unter dem Begriff Deutscher abklassifizieren lassen muss, stelle ich doch mal in Frage.
Vorurteile sind immer leicht. Bei uns gab es den stehenden Witz:
Es war ein große Fest. Alle sind gekommen. Jeder hat was mitgebracht. Der Hesse hat seinen Bruder mitgebracht.
Damit sollte gesagt werden, das der geizige Hesse, seinen Bruder anstelle eines Schinkens mitgebracht hatte, damit der sich auch mal satt essen könne. Ich habe nie solche Hessen kennengelernt. Aber der dumme Spruch hat meine Jugend begleitet. Es gibt "die" nicht. Auch nicht "die" Muslime.
Heinrich von Treitschke entwickelte sich vom Liberalen zum streng Konservativen und endete als Rassist und Faschist:
Von Treitschke stammt der Satz Die Juden sind unser Unglück, der später das Schlagwort des nationalsozialistischen Hetzblattes Der Stürmer wurde. Treitschke formulierte diesen Satz in dem aufsehenerregenden Aufsatz Unsere Aussichten (1879) als angeblichen parteiübergreifenden Konsens seiner Zeitgenossen „wie aus einem Munde" und erhob darin Forderungen nach Zurückdrängen des gesellschaftlichen Einflusses der Juden.
Der Aufsatz löste den Berliner Antisemitismusstreit aus, der die deutsche Öffentlichkeit landesweit beschäftigte, bis 1881 anhielt und den Antisemitismus gesellschaftsfähig machte. Der Kern der Polemik Treitschkes ist gegen den Willen der Juden gerichtet, ihre eigene Identität und ihren kulturellen Zusammenhang zu behaupten, während sie an dem Leben der Nation teilnehmen können.
Der Weg der Assimilation, den er für eine Lösung hielt, sei von einzelnen wie Gabriel Rießer und Felix Mendelssohn schon betreten worden. In seiner politischen Theorie ging er davon aus, dass ein Jude, der den Willen zur vollen Bejahung seiner Umwelt habe, die Fähigkeit besitze, deutsches Wesen in sich aufzunehmen und das jüdische Wesen abzustreifen.
Eine Bekehrung zum Deutschtum mit allen seinen spirituellen Werten sei möglich. Alles, was an Gutem an den Juden sei, wäre aus der Anpassung an die deutsche Welt geschöpft, das Judentum selbst sei keine positive Kraft, sondern ein überlebtes Relikt mit der gefährlichen Kraft, eine säkularisierte internationale Gesellschaft zu bilden. Die gesunde Haupttendenz der Geschichte läge im modernen Nationalstaat mit christlicher Tradition. Das Judentum dürfe nie gleichberechtigte Konfession werden, da sonst keine nationale Einheit möglich sei und nur die Vertreibung aller Juden bliebe.
Die Rassenlehre als Grundlage der Nationalidee, die damals Antisemiten wie Wilhelm Marr und bald darauf Karl Eugen Dühring propagierten, lehnte Treitschke ab; aber auch er sprach von „Blutvermischung" und „Mischcultur" als „zersetzendem" Faktor, auf den das gesunde germanische Volksempfinden mit Abwehr reagieren müsse.
Die damals verbreitete Antisemitenpetition hat er nicht unterschrieben, stand den Aktionen seiner Studenten zur Unterschriftensammlung aber wohlwollend gegenüber und distanzierte sich erst auf Drängen seines Kollegen Theodor Mommsen davon (November 1880). Seine Schriften und Vorlesungen an der Berliner Universität haben erheblich dazu beigetragen, in der gebildeten Welt eine Betrachtungsweise einzuführen, durch die das Judentum der nationalen Einigung wesensfremd erschien.
Treitschke grenzte sich zwar vom „Radau-Antisemitismus" ab, sah diesen aber als berechtigte Folge des angeblich übergroßen Einflusses der Juden an. Er sah sich aber selbst nicht als Antisemiten und verwies auf seine Kontakte zu Juden (z.B. hielt er die Grabrede auf seinen jüdischen Bundesbruder Oppenheim). Seine Schriften waren jedoch radikal nationalistisch, wobei sein Verständnis von Nation die Juden als Fremde sah und ausgrenzte.
Das Treitschke Grenzen ziehen wollte zu der Rassenlehre und auch zum Radau-Antisemitismus erscheint vielleicht ehrenhaft, befreit ihn aber nicht von dem Vorwurf, ein Wegbereiter und Anführer der Rassisten gewesen zu sein.
Der Begriff der arischen Rasse tauchte zuerst bei Arthur de Gobineau auf und erst Julius Streicher führte Treitschkes Satz und de Gobineaus Gedanken der arischen Rasse 1927 in der Zeitung "Der Stürmer" zusammen. Treitschke war da schon 31 Jahre tot. Aber sicher nicht seiner Verantwortung enthoben.
Sätze sind Waffen und in den Händen dummer oder bösartiger Menschen, sind Waffen immer eine Gefahr. Wer die Dummen und die Bösartigen bewaffnet trägt zumindest die Mitschuld für deren Handeln.
Julius Streichers "Der Stürmer" blieb lange ein unwichtiges Blättchen mit einer Auflage von wöchentlich unter 25.000 Exemplaren. Später, nach der Machtübergabe an Hitler, kam sie dann täglich auf über eine halbe Million Exemplare.
Wenn man sich überlegt, das PI heute schon über 10.000 Besucher täglich hat, ohne die beiden Publikationen direkt miteinander in Verbindung bringen zu wollen und ohne Berücksichtigung dessen, das sie zur Zeit nicht zu erreichen sind, dann wird einem schnell klar, wie groß eine denkbare, wen vielleicht auch im Moment nicht allzu reale Gefahr ist.
Man muss nicht Wegbereiter sein um Wege zu bereiten. Es reicht bestimmte Gedanken, als erster laut auszusprechen oder in ständiger Wiederholung zu predigen. Die Geschichte wiederholt sich nicht eins zu eins. Aber sie wiederholt sich in Ähnlichkeiten.
Julius Streicher gehörte zu den 24 im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof angeklagten Personen und wurde am 1. Oktober 1946 in einem von zwei Anklagepunkten schuldig gesprochen und zum Tod durch den Strang verurteilt.
Das war ziemlich genau 6 Millionen jüdischer und 30 Millionen anderer Leben zu spät.
Die Muslime sind nicht unser Unglück! Die Juden waren es auch nicht!
Hetze gegen Muslime
Es ist schön, das sich die Süddeutsche als wohl das letzte noch ernstzunehmende Printmedium dieses Problems annimmt. Der immer offener auch von den Medien transportierte Rassismus und der damit verbundene Faschismus sind ein Problem für uns alle.
Die Kreise die sich heute mit der Verfolgung von Dhimmis beschäftigen, könnten schon morgen auf die nächste Menschengruppe umschwenken. Seien es Juden, Linke, Rothaarige oder sonstwer.
#27 Schwabe (20. Jul 2007 22:59)
#15 Bluegrass
“Ob da Gelder fließen?”
Ich bin fest davon überzeugt, dass das deutsche Volk, u.a. wegen den Schmiergeldzahlungen der islamischen Eliten an die Entscheider in Deutschland von Politik und Wirtschaft, mit diesen perfiden Spezialisten geistig umnachtet werden soll.
Je mehr Wissen ich mir “in Sachen Islam” aneigne, je mehr ich vergleiche, um so mehr glaube ich an einen baldigen Crash wegen der Islamisierung in unserem Land.
Ich glaube zu spüren, dass es immer mehr Deutschen genau so geht wie mir.
Ich habe den Mitgliedsantrag für PAX-Europa heute ausgefüllt, unterschrieben und in die Post geworfen.
Die 50 Euro sind gut angelegt.
..
#51 Mistkerl (21. Jul 2007 06:32)
Ich kann mich noch erinnern, da war ich so 13 Jahre alt, beim Schwimmunterricht, man, was haben wir die Mädels angeglotzt, aber weder ich, noch Klassenkameraden, kamen überhaupt auf die Idee, eine weibliche Person zu betatschen.
Ehrlich gesagt könnten die Pinguine nackt durch die Gegend laufen, das würde keinen halbwegs normalen Menschen scharfmachen, insofern ist die Vermummung dieser Frauen eher ein Schutz für uns.
Was mich immer wieder erstaunt, ist, dass die Moslems so fruchtbar sind, was wohl damit zusammenhängt, dass sie nicht arbeiten, sondern rund um die Uhr…
Behördengänge machen ja SozialarbeiterInnen für die fruchtbaren Häschen.
..
#56 HPH (21. Jul 2007 09:04)
Habe den gleich mal in meine Liste aufgenommen: http://eurabia.myblog.de/eurabia/page/26940965/Deutsche_Kollaborateure_
Danke für weitere Namen!
..
#57 Mistkerl (21. Jul 2007 09:33)
@Aetius
Ist sowas denn neu in unserem gelobten Land?
Im Islam gibt es zwar nicht “den Führer” als lebendige Person, aber es gibt Religionsgelehrte und deren SA, die den Job für Mohammed machen.
Viele SA Leute wussten eigentlich auch gar nicht, was sie so anrichten werden…
as war natürlich nicht ganz ernst gemeint, vielmehr wussten sie nicht, dass sie nur Mittel zum Zweck waren und teils ausgemerzt wurden, so wie es unseren Roths usw. auch ergehen wird, die Rütli-Borats werden als Kanonenfutter verfeuert, um die widerstandsnester wegzusprengen.
Bestimmte Publikationen geben durch die auf ihnen zugelassenen Kommentare mehr über sich preis, als durch ihre beleidigenden Titelzeilen. Der eine wird Mitglied bei Pax Europa, der andere führt eine Liste und der dritte droht offen mit Mord an dem Prof. Dr. Mathias Rohe.
Bei all dem ist kein Staatsanwalt in Sicht, die Medien schreien nicht auf und der Verfassungschutz jagt mögliche Linke. Bis Ende November 2006 registrierte die Polizei 11.000 rechtsextreme Straftaten. wie lange will die Justiz da noch warten? Was muss passieren bis der Staat Einhalt gebietet, oder doch zumindest offensichtliche Straftaten und den Aufruf dazu verfolgt?
Auf jeden Fall soll die Süddeutsche von DeusVult zu einer Gegendarstellung gezwungen werden. Gleichzeitig ruft DeusVult zu einer Teilnahme an der "GROSS-DEMO GEGEN die ISLAMISIERUNG EUROPAS" am 11.09.2007 vor dem BRÜSSELER EU-PARLAMENT!" und bietet auch gleich dem Link auf die Anmeldung bei Pax Europa auf Akte Islam. deren Admin-C, Frau Doris Ulfkotte ist.
Ich bin ja mal gespannt wie Pax Europa auf die Subsumierung ihres Umfeldes in der Süddeutschen antwortet:
Am heutigen Freitag will der Oberbürgermeister-Kandidat der CSU, Josef Schmid, am Gotzinger Platz über die Moschee sprechen - die Islamfeinde haben sich im Netz schon angekündigt.
Broder, Börne, Markwort - Preisträger, Preise und Juroren
Er macht es einem wirklich nicht leicht, der Henryk M. Broder, aber das ist ja auch nicht seine Aufgabe. Ob er es einem aber so schwer machen muss, darf sicherlich hinterfragt werden. Wie wir am Grimme Online Award gesehen haben, ist es schon schwierig Preise zu vergeben. Wenigstens hat Markwort sich den Preis nicht selbst verliehen, was mich auch nicht gewundert hätte. Ob Broder der richtige Börne-Preisträger ist, kann man diskutieren, aber zumindest war er nicht in der Jury.
Mir geht es um etwas anderes. Der von mir sehr geschätzte Spiegelfechter arbeitet die ganze Geschichte unter dem Titel "Brodermann und die Brandstifter" ab und liefert auch einen Haufen Nachweise dafür, das die von ihm aufgeführten Personen sich der "falschen Seite" der Macht zugewendet haben. Das ist nachvollziehbar, aber für meine Gefühle etwas zu kurz gedacht.
Broder bezeichnet sich selbst als Beutedeutschen womit er implizit andeutet, eine Beute, also etwas wertvolles für Deutschland zu sein, das ihn ja erbeutet hat. Da kann ich im bedenkenlos zustimmen. Er ist wertvoll für Deutschland. Weil er denkt und weil er häufig anders denkt. Das bedeutet nicht das er immer Recht hat. Aber hatte ziemlich oft Recht und wenn er dann Unrecht hat, dann hat er meist grandios Unrecht. Da liegt er nicht ein paar Zentimeter daneben, sondern gleich Kilometer.
Der Weltenaufgang brachte mich auf ein sehr nachdenklich machendes Gespräch zwischen Gilad Atzmon und Thomas Immanuel Steinberg. Beide sind nicht unvoreingenommen und ihre Aussagen müssen vor ihrer eigenen Biographie gewertet werden, was ich eben auch für die Aussagen der Giordano, Broder und Wolffsohn erwarte. Wenn die eigene Biographie so etwas wie die Hintergrundfarbe einer Leinwand ist, dann ist die Farbe die im Vordergrund verwandt wird auf einem Hintergrund schreiend falsch, auf dem anderen auffällig und verschwindet auf dem Dritten fast vollständig.
Gilad Atzmon definiert jüdische Identität auf eine für mich völlig neue Art und Weise:
? Was ist für Sie ein Jude?
! Ich unterscheide zwischen Juden, Judaismus und Jüdischkeit (jewishness). Judaismus ist geistlich, eine Religion. Ich selbst bin kein religiöser Jude, aber ich respektiere religiöse Juden. Meine Interpretation des Judaismus ist eher die von Jesus Christus, er war Jude, er hat das Jüdischsein universell gedeutet. Ich meine: Liebe deinen Nächsten.
? Das haben Christen 2000 Jahre verkündet. Liebten sie ihren Nächsten wirklich?
! Ich unterscheide zwischen Judaismus und Juden ebenso wie zwischen der Kirche und den Christen; und zwischen Marx und Marxisten. Marx kann nicht der Verbrechen beschuldigt werden, die Stalin begangen hat.
? Und Jewischness, Jüdischkeit, was ist das?
! Juden sind eine Ethnie, doch Jüdischkeit ist eine Identität, eine Ideologie, eine Philosophie, eine Weltanschauung, die mehr und mehr zu einer Verkörperung der ultimativen Suprematie heranwächst. Sie zelebriert die Auserwähltheit, indem sie verkündet: Wir sind die Auserwählten.
Broder hat einmal das jüdische KZ-Opfer Hajo Meyer, wegen dessen Buch "Das Ende des Judentums" als Antisemiten bezeichnet. Das würde ich heute als eine typische Jewischness oder Jüdischkeit bezeichnen. Da schießt der Jude Broder, weit über das Ziel hinaus und bedient eine Klientel für die er eigentlich zu schlau sein müsste.
Ich selber bin durchaus kein Judenfreund, meine Haltung zu Israel ist genauso kritisch wie die zu den Palästinensern und mit der Religion habe ich es auch nicht so. Mit keiner. Ich fühle mich auch nicht schuldig am Holocaust, da hatte ich die Gnade der sehr späten Geburt, habe mich aber bei ehrlicher Selbstanalyse, nie von dem Verdacht freisprechen können, das ich, bei früherer Geburt, durchaus gefährdet gewesen wäre. Ich hätte in der Gefahr gestanden ja zu sagen zu den Abscheulichkeiten. Das ist eine Erkenntnis die mich geprägt hat. Ich glaube zu wissen, wie kurz die Distanz ist, zwischen Normalbürger, Mitläufer und glühendem Befürworter.
Meine Affinität zu dem Thema und zu den Juden resultiert also mehr aus einem Erschrecken über mich selbst und wurde dann durch Literatur und Kontakte gefestigt. Ich glaube zu wissen wie dünn das Eis in Wirklichkeit ist und das kann man in diesem Tagebuch auch immer wieder nachlesen.
Deshalb bin ich dem Broder böse, wenn er sich mit den falschen Leuten zusammentut. Man kann nicht ein bisschen schwanger oder ein bisschen tot sein. Das geht nur ganz oder gar nicht. Auch wenn es nerven mag. Meine Oma sagte dazu immer: "Sage mir mit wem du umgehst und ich sage dir wer du bist." Deshalb gehe ich mit Rechten, Nazis und deren Wegbereitern nicht um. Und ich erwarte das auch ein Beutedeutscher wie Broder schlau genug ist, nicht mit denen Umgang zu pflegen.
Wenn dann ein Satz wie "Toleranz hilft nur den Rücksichtslosen" kommt und Broder von iranischen Atomwaffen faselt, dann weiß ich das er den falschen Umgang hat. Pakistan ist eine Diktatur und hat die Atombombe genau wie Israel. Der Iran droht immer damit diese Bombe zu entwickeln, aber er hat sie definitiv nicht und seine Anstrengungen sind auch nicht sehr überzeugend. Der Iran hat nämlich ein Problem mit der Bombe. Er könnte dann nicht mehr drohen und lamentieren, was er den bösen Israelis antun würde, wenn er denn könnte, sondern ermüsste handeln.
Dieser Iran-Israel-Konflikt ist ja eher etwas hypothetisches. Gut geeignet für Propaganda aber nicht wirklich relevant. Der Iran würde die Bedeutung der Schiiten und damit des Islam gerne verstärken und deshalb die Drohungen in Richtung Israel. Wirklich bedrohen tut er aber die amerikanischen Interessen in Saudi-Arabien und den Emiraten. In Pakistan, Afghanistan und im Irak. Dort ist sein Schlachtfeld.
Broder und andere übersetzen aber die realen Gefahren durch die Palästinenser auf die fiktive Gefahr aus dem Iran. Damit sieht diese Gefahr sehr viel größer aus, als sie real ist. Aus einem gesunden aufmerksamen Mißtrauen wird eine Hysterie, die noch von den USA mit immer neuen Horrormeldungen untermauert wird. Jewischness als Ersatz für ehrliche Freundschaft. Aber anstatt als ehrliche Makler, Wege aus dem ewigen Kreislauf zwischen Aktion und Reaktion bei Palästinensern und Israelis zu suchen, was ohnehin schon schwierig genug ist, wird hier ein Ölsüppchen, da ein Drogensüppchen und dort ein Waffensüppchen gekocht.
Alles natürlich nur im Kampf gegen den Terror. Damit ist aber nicht der Terror in Israel und Palästina gemeint, sondern die Terroridee gegen die USA, bei der realer und eingebildeter Terror nicht mehr zu trennen sind. Al Kaida ist überall. Wenn Broder auf solche Jewischness anspringt und von unverbrüchlicher Freundschaft träumt, dann ist das bei ihm als Juden der den traditionellen Gruß "Nächstes Jahr in Jerusalem!" verinnerlicht hat, der immerhin 1900 Jahre Dispora bei den Juden überlebt hat, nicht negativ anzurechnen. Er will glauben das, das Heil Israels, aus dieser Beziehung kommt und deshalb sind die Feinde der USA, auch seine Feinde.
Niemand darf für seine Hoffnungen bestraft werden und mit der einzigen verbliebenen Weltmacht an der Seite, könnte die Zukunft Israels rosig sein. Spätestens dann, wenn die Achse des Bösen zerstört ist. Es geht für den Juden Broder um mehr als nur schnöde Politik, denn er hat die begründete Angst, das sich der Holcaust jeder Zeit wiederholen könnte. Gilad Atzmon beschreibt das sehr hart:
Der Zionismus war eine anti-jüdische Bewegung, eine antisemitische Bewegung; er sollte den neuen Juden schaffen, den moralischen, den zivilisierten Juden, der sich gut beträgt, Selbstbewußtsein hat, von Ackerbau und Viehzucht lebt, bodenständig – im Gegensatz zu dem alten Juden, dem Spekulanten. Nun, der Zionismus ist gescheitert. Statt die Mauern des Ghettos einzureißen, haben die Zionisten in Israel das größte Juden-Ghetto errichtet, das es je gab. Die Juden in Israel leben im Ghetto. Die Mauern schließen die Juden ein und alle andern aus! Nicht einmal in Polen war das Ghetto von Mauern eingeschlossen. In Prag war es ein Viertel, häßlicher als andere, ältere Häuser, aber keine Mauer. In Palästina – da haben sie eine Mauer, gigantisch. Auch Sie in Deutschland hatten eine Mauer, ich erinnere mich, zwei Meter hoch, nicht wahr.
Broder und viele andere argumentieren aus dem Ghetto heraus. Sie sehen sich als Verteidiger einer Festung. Sie fühlen sich in bestimmten Kreisen auch angenommen. Allerdings ist die Jüdischkeit dieser Kreise nichts anderes als Pose und im Grunde ihres Herzens, wissen das auch alle, die sich mit ihnen abgeben. Aber wer will schon gerne alleine da stehen. Wir eher Linken, zeigen unbarmherzig die Fehler Israels auf und wenn Israel Glück hat, auch noch die der Palästinenser. Wir wissen, das der Versuch Israel, so wie er jetzt läuft, wahrscheinlich nicht gut ausgehen wird. Aber neben all unseren schlauen Reden, haben eben auch wir keine Lösung anzubieten.
Die USA komplett raus aus dem nahen Osten. Dafür Europa als ehrlicher Makler rein. Aber können wir Deutsche makeln, wohl eher nicht, das verbietet uns unsere Geschichte. Was ist mit den Engländern, die fallen als willfährige Deppen der USA auch aus. Schon wird es eng. Wir haben keine Lösung. Das Broder und andere dann in den Fehler verfallen, den Islam überall zu bekämpfen, kann man zwar nicht gutheißen, aber es ist noch zu verstehen.
Broder überträgt, seine vermeintlichen Erfahrungen mit den Palästinensern in Israel auf alle Muslime. Vor allem aber auf die Muslime in Deutschland. Die haben aber gar nichts mit Israel oder Palästina zu tun. Selbst die Palästinenser hier können das Thema nicht mehr hören. Natürlich nicken alle brav, wenn die Alten oder irgendein Iman etwas sagt, aber es ist nicht ihr Kampf. Es ist auch nicht der Kampf der Türken. Tatsächlich dreht sich das mulimische Universum nicht um Israel. Auch wenn alle immer mal wieder gerne Israel bedrohen, um von inneren Problemen und Fehlentwicklungen abzulenken.
Der Kampf den Giordano gegen die Moschee in Köln und Broder gegen den Islam in Deutschland führt, ist ein falscher Kampf. Toleranz ist die wichtigste Forderung die man an die Deutschen stellen muss. Wir wissen was das letzte Mal passierte als es uns an der Toleranz mangelte. Die Juden sollten es auch noch wissen. Das Toleranz nur den Rücksichtslosen nützt, ist eine Platitüde, die eigentlich die Forderung beinhaltet, Toleranz zu teilen. Wir sollen jeder amerikanischen Sekte gegenüber Tolerant sein, die unser Weltbild verändern und unsere Jugend umerziehen will. Wir sollen intolerant gegenüber den Muslimen sein, die eigentlich nur einen Raum für ihr Gebet haben wollen. Raum für Agitation gibt es bei uns nämlich überall.
Damit bin ich endlich bei dem Knackpunkt der Geschichte. Toleranz ist nicht teilbar, genausowenig wie Recht. Ich benutze keine Kirche, aber ich will das sie alle nebeneinander friedlich koexistieren können. Ich nehme Glockengeläut zähneknirschend hin, wie ich gerne das Parkverbot vor der Synagoge akzeptiere, weil ich die Gefahrensituation kenne. Ich bin Deutscher, ich darf nicht parteiisch sein. Ich darf das schon deshalb nicht, weil ich weiß was das letzte Mal passiert ist. Henryk M. Broder liegt mit seiner allgemeinen Islamverurteilung so falsch wie jeder, der Menschen in Schubkästen sortiert.
Dem Broder kann ich seine besondere Situation zu Gute halten, auf die ich hier eingegangen bin. Wir Deutschen müssen darauf achten, das es nie wieder zu einem Holocaust kommt. Das nie wieder Menschen an irgendwelchen Rampen sortiert werden. Darin liegt unsere Verantwortung aus unserer Geschichte. Man kann nichts wieder gut machen. Zumindest keinen Holocaust. Aber man kann vermeiden, wieder in seine alten Fehler zu verfallen. Das Teilen von Toleranz und Recht auf Würdige und die Ablehnung Unwürdiger ist die Rampe. Egal ob wir sie so sehen oder nicht.
Gut das das geregelt ist - Abbas verbietet Hamas-Milizen
Das beruhigt mich doch unheimlich. Nun wird endlich wieder Frieden unter den Palästinensern einkehren. Gut das Abbas auf diese kluge Idee gekommen ist. Wer weiß was sonst noch passiert wäre. Die hätten wohlmöglich aufeinander geschossen. Abbas hätte doch wohl die eine oder andere Gesprächsrunde mit Frau Rice auslassen sollen, auch wenn die so gut aussieht. Es ist seinem Verstand nicht gut bekommen. Denn während sich die Palästinenser auf Befehl der USA gegenseitig abschlachten, bekommen in Israel die völlig Durchgeknallten immer mehr Oberwasser.
Wie uns Gideon Levy im Znet berichtet, krabbeln in Israel lauter kleine Ahmadinejads aus ihren Löchern:
Der prominente Anwalt (Ram Caspi) schlug vor, den Gazastreifen zu strangulieren. In der Finanztageszeitung Globes vom 25. Mai ruft er dazu auf, weder das Land zu überfallen, noch einen Luftangriff zu unternehmen, sondern eine Würgeschlinge zu schaffen …In dem Augenblick, in dem die 8. Kassam-Rakete abgefeuert wird, sollte Gaza von sämtlichen wichtigen Infrastruktursystemen abgeschnitten werden, also von Brennstoff, Benzin, Wasser, Strom und Telefon, und man sollte andere daran hindern, den Gazastreifen damit zu versorgen. In andern Worten: anderthalb Millionen Menschen von allem Lebensnotwendigen abschneiden.
Die Kassams auf Sderot lassen die eklige Fortsetzung ahnen – diesmal auch in der Dichtung: „ Wenn die Dächer nicht ( vor Feuer) strahlen, zerstört die Fundamente .. greift den Libanon und Gaza mit Pflügen und Salz an, zerstört sie, das kein Bewohner mehr bleibt. Verwandelt ihn in bloße Wüste, in Schutthaufen …tötet sie, vergießt ihr Blut, jagt ihnen Angst und Schrecken ein.“ Schreibt der Poet Scheinfeld, der vor kurzem eine Novelle herausgegeben hat, zu deren Boykott niemand aufgerufen hat.
Diese beiden Auszüge lassen ahnen, das die Bekloppten eben überall und in jedem Volk sind. Ich weiß weder, wie man diese Geschichte entwirren könnte, noch kann ich irgendeiner einzelnen Gruppe die Alleinschuld zu weisen. Aber ich weiß genau, das alle verlieren werden. Israelis, Palästinenser, Muslime und alle Menschen überall in der Welt. Gewinnen wird nur die wirtschaftliche Elite der USA, weil sie ihre Kontrolle über die Welt und das Öl ausbauen kann. Notfalls auch in dem sie selbst Terror unter falscher Flagge ausübt.
Islamophobie ist erst der Anfang
So titelt der Watchblog Islamophobie in Bezug auf die merkwürdigen Zusammenrottungen gegen den Bau einer Moschee in Köln. Dort sind Alt- und neue Nazis traulich vereint mit jüdischen Größen wie Ralph Giordano und einem zumindest sehr deutschen Pro Köln. Dazu die Menschenhasser von Politically Incorrect, die außer an der amerikanischen Rosette zu lutschen, nur auf alles einschlagen können, was nicht Arier und Nazi ist. Drumherum tanzt ein Henryk M. Broder dessen lichte Momente auch immer seltener werden.
Ob Köln oder überhaupt irgendjemand eine Moschee, Kirche oder Synagoge braucht, will ich lieber nicht kommentieren. Die Antwort bestände nämlich nur aus einem Wort, das nicht "ja" lautet. Ob Gläubige in Köln oder wo auch immer eine Synagoge, Moschee oder Kirche bauen dürfen, kann nur mit einem sehr großen JA beantwortet werden. Es ist völlig gleichgültig welcher Art von Aberglauben auch immer ein Mensch anhängen will. Er muss dafür ein Gebäude errichten oder nutzen können, soweit es mit dem allgemeinen Recht überhaupt nutzbar ist. Das gilt für jeden Quark. Egal ob ich ihn verstehe oder gar gutheiße.
Denn meine Freiheit, keinen Gott belügen zu müssen, gibt es nur, wenn andere die Freiheit haben ihrem Gott zu erzählen, was auch immer sie wollen. Den Herrschaften von Pro Köln, kann ich keinen Verstand vorwerfen, weil ich nicht weiß, ob sie welchen haben. Alt- und Neunazis, die Truppen von PI, XXXXXXXX XXX XXX XXXXXX XXXXXXX XXX XXXXXXX , darf man mit Verstand nicht kommen. Damit waren sie schon im dritten Reich überfordert und sind es heute auch noch. XXX XXXXX XXXX XXXXXXXX XXX XXX XXXXXX XXXXXXX XXX XXXXXXX
Wen ich nicht begreife sind Giordano und Broder. Ja. Sie sind Juden. Vielleicht Zionisten. Auf jeden Fall pro Israel. Israel und die Palästinenser liegen sich wegen dem gleichen Staatsgebiet in den Haaren. Die Palästinenser sind vielfach Anhänger des Islam und beten in Moscheen. Aufgrund des alten Streites und des vergossenen Blutes auf beiden Seiten, stehen sich die Anhänger des Islam und die Juden an vielen Orten feindlich gegenüber und bekämpfen sich. Das ist blöd. Das, das blöd ist, geben beide Seiten privat auch gerne zu, nur um sich morgen wieder verbissen in einen Kampf zu stürzen, den beide nicht gewinnen können. Machen also Giordano und Broder nur Nebenkriegsschauplätze auf?
Nehmen wir mal an, Köln sei ein Nebenkriegsschauplatz. Nehmen wir weiterhin an, die Nazis mit jüdischem Beistand gewinnen. Dann gibt es keine neue Moschee in Köln. Was aber ist mit der neuen Synagoge in Essen. Da tun sich dann die Nazis mit den Leuten aus dem Islam zusammen, die ja sauer auf die Juden sind, weil sie in Köln keine Moschee haben durften. Also gibt es in Essen zur Strafe keine Synagoge. Klasse. Damit ist wirklich allen geholfen. Vor allem aber den Nazis. Die sehen nämlich zwischen anständigen Menschen, wie Giordano und Broder, ja auch fast wie Menschen aus.
Ich halte die Nazis für völlig übrig, aber ich muss ihnen das Recht zugestehen, ihre Meinung zu äußern. Nicht weil ich sie, oder das was sie ausrülpsen, leiden könnte, sondern weil es nur ein Recht geben kann, das für alle gilt. Wenn einer ein religiöses Gebäude errichten darf, dürfen die anderen es auch. Wenn einer das Recht hat seine Meinung zu äußern, dürfen die anderen es auch.
Sie müssen es dürfen. Recht ist unteilbar.
Als wir das letzte Mal das Recht teilten, waren mindestens 6 Millionen Juden unter den Opfern. Deshalb verstehe ich Giordano und Broder nicht. Wenn die nicht wissen, was unterschiedliche Rechte, für an sich gleiche Bürger bedeuten, wer dann? Wenn die sich nicht erinnern wollen, was das letzte Mal passierte, wer dann? Das Problem in Israel, werden sie mit einer nichtgebauten Moschee in Köln nicht lösen.
Wenn sie das Problem in Israel lösen wollen, dann sollten wir uns alle den Machenschaften der USA und der evangelikalen Bewegung in den USA zuwenden. Natürlich habe ich auch keine wirkliche Lösung. Aber ich weiß, das wir Lösungen zumindest in Köln nicht finden werden.
Für den durch XXXXX ersetzte Text ist mir per einstweiliger Verfügung die weitere Verbreitung verboten worden.
Liebe Charlotte Knobloch,
das Sie und der Zentralrat der Juden, den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nicht leiden können, ist sehr gut verständlich. Mit seinem Leugnen des Holocaust hat er sich und dem Iran keinen Gefallen getan. Wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob er wirklich weiß worüber er da redet, oder ob er nur seinen Hass auf Amerika, das er fälschlicherweise für ein von Juden regiertes Land hält, einfach mal eben erweitert hat.
Sicherlich ist er auch noch nicht besonders gut auf Israel zu sprechen, wozu er zumindest manch verständlichen Grund hat. Allerdings haben weder Israel noch der Islam begriffen, das der Konflikt für beide Seiten nur schief gehen kann und der wahre Sieger die amerikanischen Evangelikalen sein werden, die ja schließlich auf dem Boden Israels, die Schlacht um Armageddon schlagen wollen um entrückt zu werden, anstatt sterben zu müssen. Diese letzte aller Schlachten sieht weder ein Überleben der Juden, noch des Islams und schon gar nicht von solchen Scheinatheisten wie mir vor.
Liebe Frau Knobloch ich verstehe ihre Wut über Ahmadinedschad, aber wenn Sie ihn wirklich strafen wollen, dann sollten sie ihm zum Transrapid zuraten. Das kostet ein Heidengeld, nützt der deutschen Wirtschaft und wird vermutlich nie funktionieren. Aber selbst wenn es funktioniert wird es Jahre dauern bis es dem Sand gewachsen ist.
Aber selbst dann kann man mit dem Ding nichts anderes als Menschen sinnvoll transportieren, dann aber für sehr viel Geld. Was bedeutet das die Folgekosten den Iran noch einmal mit voller Wucht treffen.
Ich hätte allerdings noch eine bessere Idee, Frau Knobloch. Rufen Sie Präsident Ahmadinedschad an und erzählen Sie ihm, was die Strecke von Münchens Hauptbahnhof bis zum Flughafen kostet und wie die Folgekosten sein werden. Er wird Ihnen auf ewig dankbar und sicherlich eher bereit sein, einen Separatfrieden mit Israel zu schließen.
Dann können sie das beim Transrapid gesparte Geld, dafür ausgeben, viele palästinensisch-israelische Firmen mit Startkapital zu versorgen. Sie werden sehen nichts verbindet Menschen schneller als gemeinsame Verantwortung und gemeinsames Geldverdienen. Das überwindet vieles.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Hoff
Deutsch-jüdisch-israelische Bilanz des Michael Wolffsohn
Die "Welt" gab dem Folterbefürworter und Gnadenverweiger Prof. Michael Wolffsohn von der Bundeswehruniversität München, Zeit und Raum für einen Gastkommentar, den dieser wie üblich feinsinnig mißbrauchte um uns falsche Denkweisen unterzujubeln.
Es beginnt damit, das er sich als Bürger quasi zweier Staaten sieht. Israel und Deutschland und sich dazu auf seine religiöse Basis als Jude bezieht, um eine Gesamtbilanz zu erarbeiten. Das kann aber so nicht funktionieren. Auch nicht in der besonderen Situation, in der die Juden nun einmal durch deutsche Schuld stecken. Er ist deutscher Jude und kann gerne eine Bilanz über seine Erfahrungen, als Jude in Deutschland ziehen. Er darf davon getrennt auch eine Bilanz über das israelische Verhältnis zu deutschen Juden ziehen und auf einem weiteren Blattm auch über das deutsch-israelische Verhältnis bilanzieren.
Aber es sind und bleiben drei völlig unterschiedliche Bilanzen, die, wenn man sie miteinander vermischt, ein völlig falsches Bild geben, aus dem sich dann eben auch solche Sätze quälen:
Viele (nichtjüdische) Deutsche mieden bis vor kurzem Patriotismus wie der Teufel das Weihwasser. Sie hielten sich für Geschichts-Musterschüler. Tatsächlich verwechselten sie den Einsatz für das eigene Gemeinwesen ("Patriotismus") mit Nationalsozialismus.
Hinter dem Hurrapatriotismus den Wolffsohn so toll findet, sehen wir Deutschen sehr häufig die Fratze des alten oder neuen Faschismus. Wenn uns ein deutscher Jude vorwirft, das wir nicht patriotisch sein wollen, weil wir die Gefahren des deutschen Patriotismus kennen, dann habe ich mit dessen Geschichtsverständmis ein echtes Problem. Es gibt durchaus Teile unserer Geschichte auf die man stolz sein kann, aber leider viel mehr, auf die man nicht stolz sein darf und wir fügen solch eine Periode des nicht "stolz sein könnens", gerade wieder an unsere Geschichte an.
Die Nach-Godesberg-SPD und die Grünen stehen in der Israel-distanzierten, vermeintlich pazifistischen Tradition der 68er, die "Nie wieder Täter!" sein will und von den Erben der Opfer deswegen Opferbereitschaft erwartet.
Auch das ist eine Geschichtsklitterung. Die SPD, die Grünen und die Linke im allgemeinen haben lediglich aus der eigenen Geschichte und leidend an der Schmach, der Taten und Tatenlosigkeit der Vorfahren gelernt, das die Bekämpfung von Gewalt. mit Gewalt, einfach nicht funktioniert. Egal wie groß die Resourcen und die wirtschaftliche Unterstützung der USA für Israel auch sein mag. Das diese Lehre nicht bei allen Deutschen angekommen ist, bedeutet ja keineswegs das sie falsch wäre.
Für uns Juden bedeuten die USA 1776, also Freiheit an sich, und 1945, also Freiheit von Hitler, auch 1989/90, also Mauerfall und ein friedlich-sanft vereintes Deutschland. Bush kommt und Bush geht, doch jenes Amerika bleibt. Diese Sicht trennt viele Juden von immer mehr Deutschen.
Genau das glaube ich Herrn Wolffsohn für sich selbst ohne weiteres. weil es Teil seiner persönlichen Lebenslüge ist. Die Unterstützung Israels durch die Amerikaner beruht zu einem geringen Teil auf jüdischen Amerikanern, zu einem großen Teil auf einem schlechten Gewissen der Amerikaner, wegen des Holocausts, den sie eben nicht bekämpft haben und leider zu einem sehr großen Teil auf religiösem Wahn.
Das Amerika des Herrn Bush ist ein religiöses Amerika, das von seinem Gott endlich die Entrückung fordert. Dieser Offenbarungsglaube macht es aber notwendig, das die Schlacht von Armageddon geschlagen werden muss. Dieses mythische Schlachtfeld liegt aber nach deren Meinung mitten in Israel und den Antichristen, den Islam haben sie sich auch schon ausgesucht. Die Juden in Israel werden dabei nicht mehr als Kollateralschaden sein.
Prof. Wolffsohn ist viel zu sehr Militär um das nicht zu sehen, aber glaubt daran, das die Juden diesen Krieg, oder zumindest dessen Vorbereitungszeit für einen eigenen "endgültigen" Sieg nützen könnten. Ein Irrglaube, dem schon viele Feldherren erlegen sind.
Um aber sicher zu gehen, möchte er möglichst viele andere in diesen Kampf einbinden. vor allem die Bundeswehr.
Die CDU hat das projüdische und proisraelische Erbe Adenauers verinnerlicht. Deshalb war es kein Zufall, dass Israels Premier Olmert 2006 eine CDU-Kanzlerin um deutsche Friedenstruppen bat.
Das Erbe Adenauers sind Gehlen und Hans Globke wie ich dem Historiker Wolffsohn nicht erklären muss. Deshalb ist dessen Argumentation nichts anderes als eine Marketingmaßnahme, die das zu recht bestehende Schuldgefühl der Deutschen zu benutzt, um diese in einen Krieg zu ziehen, den alle nur verlieren können.
Die Freunde Israel raten zu einem Frieden. Nicht weil sie Israel irgendetwas nicht gönnen würden, sondern weil sie sehen, das der Krieg nicht zu gewinnen ist. Niemals.
Es mag ja sein das in Hörner blasen und mit Schwertern auf Schilde zu schlagen in der Vergangenheit mal eine Stadtmauer zum Einsturz brachte. Heute führt es nur zu neuer Gewalt. In dieser endlosen Spirale gibt es auch schon lange keine Schuldigen und Unschuldigen mehr. Es gibt nur noch Opfer.
Die Bilanz des Prof. Wolffsohn sagt nichts über die Wirklichkeit aus, die eine Bilanz ja wiedergeben sollte, aber sie sagt viel über den Geist hinter Prof. Wolffsohn aus, den ich eher als Ungeist bezeichnen möchte, dem ich aber immer wieder gerne widersprechen werde. Ich gönne ihm seine Freiheit und würde mir wünschen, das er anderen die Freiheit auch gönnen würde.
Was kann und darf man über das Christentum sagen?
Große Aufregung bei der deutschland-debatte. Da lese ich "unpassend, daneben, unterste Schublade, schlimme Entgleisung ". Gemeint ist ein Artikel der Perspektive 2010 in dem unter der Rubrik Witze/Lustiges folgenden Satz bringt:
Sie verbrennen beide schon einmal Bücher, wenn ihnen deren Inhalt nicht passt, und beizeiten lügen sie wie gedruckt. Zumindest letzteres schließt Papst Benedikt XVI. mit ein, nicht nur in seinem Märchenbuch.
Der nächste Artikel fragt ob Bush wieder säuft.
Das ist also Satire, liebe Deutschland Debatte. Auch wenn es leider die Wahrheit ist. Sogar die Verbrennung und Folterung Andersgläubiger ist eine christliche Tugend. Fragen sie mal die Dominikaner und die Jesuiten. Natürlich hat der Faschismus auch christliche Wurzeln, wir sind nämlich im christlichen Abendland. Geht da gar nicht anders.
Wenn sie sich dann die evangelikalen Christen in den USA ansehen, werden sie die treibende Kraft hinter Bush finden. Die wollen nämlich alle entrückt werden und das geht nur in Zusammenhang mit der letzten großen Schlacht bei Armageddon. Diese Kriege gegen die Muslime sind natürlich faschistische Selektionsmaßnahmen neben dem Raubüberfall ums Öl.
Aber eigentlich sind ja die Juden schuld, die haben nämlich mit dem ganzen Unsinn des Monotheismus angefangen. Jesus und Mohamed waren da nur Nachahmungstäter. Die Scharia ist ein Kind des Talmud, vielleicht ein ungezogenes aber trotzdem ein Kind.
Dieser Gedanke des auserwählten Volkes der Juden und der Ariergedanke, kommen ihnen die nicht seltsam verwandt vor.
Geschichte ist etwas gewobenes. Einige Fäden waren lang, andere kürzer. Das Ergebnis ist die Summe aller Fäden und der Arbeit der Weber.
Der von Ihnen so gerne zitierte Herr XXXXXXXXXXXX ist übrigens in diesem Zusammenhang nicht nur ein Webfehler sondern ein armes hasserfülltes Männchen mit sehr starken faschistoiden Zügen.
Der durch XXXXX ersetzte Text steht im Zusammenhang mit einer einstweiliger Verfügung und wurde vorsorglich entfernt.
Der jüdische Antisemit
Irgendwie erinnert mich Henryk M. Broder an Friedrich Nietzsche. Selbst wenn er völlig falsch liegt ist er immer noch ein Genuss.
Nun hat Broder also den jüdischen Antisemiten in Hajo Meyer, wegen dessen Buch "Das Ende des Judentums", entdeckt. Natürlich kann ein Jude Antisemit sein. Das steht außer Frage. Wir haben sogar eine ganze Partei, nämlich die FDP, die Deutschland und die Deutschen nicht leiden kann. Bei den anderen sieht es übrigens nicht viel besser aus.
["Der jüdische Antisemit" mehr »]
Nun hat Broder also den jüdischen Antisemiten in Hajo Meyer, wegen dessen Buch "Das Ende des Judentums", entdeckt. Natürlich kann ein Jude Antisemit sein. Das steht außer Frage. Wir haben sogar eine ganze Partei, nämlich die FDP, die Deutschland und die Deutschen nicht leiden kann. Bei den anderen sieht es übrigens nicht viel besser aus.
["Der jüdische Antisemit" mehr »]
Arafat und der Kokser
Arafat ist unzweifelhaft tot und begraben. Das ist normalerweise das Ende aller Feindschaft. Nachtreten gegen Tote gibt es eigentlich nur in Bayern, wo sogar Gräber gepfändet werden, oder beim absoluten Pöbel. Man muss einen Toten nicht bewundern oder mögen, man darf sich still und leise auch darüber freuen das derjenige tot ist. Man darf auch sagen, dass mit einem Tod eine Chance für einen Neuanfang verbunden ist. Man darf ein Lebenswerk kritisch gewichten.
Einen Toten anzugreifen, ist allerdings der Mut der Feiglinge, die sich nur dann herauswagen, wenn sie keine Gegenrede mehr fürchten müssen.
Es ist typisch für Deutschlands Medienlandschaft, dass sich zwei fanden, die geschmacklos und verdorben genug sind, jede Barriere menschlichen Handelns fahren zu lassen. Bild und der Koks-Moderator. Das die Springerpresse insgesamt nur billigsten Mist publiziert, häufig bewusst lügt und Tatsachen verfälscht ist bekannt. Das bei Michel Friedman sogar die Huren mit Koks betäubt werden müssen, war ja auch eine Nachricht dieses Blättchens.
Bild und Friedman passen also gut zusammen. Die Friedman Sätze an den toten Arafat: " Sie sind ein Mörder! ... Sie waren nichts anderes als ein Verbrecher! Sie waren durch und durch korrupt." sind das beste Beispiel für einen niederträchtigen Stil. Springer hetzt und Friedman hetzt. Hetzer unter sich.
Ich werde den Teufel tun, mich über Friedmans Kokainsucht aufzuregen und die Hetze von Bild gegen jeden Marihuana-Raucher, der ein Pflänzchen im Blumentopf hat, ist bekannt. Es geht bei denen nicht um Moral oder Wahrheit, sondern lediglich um Hetzerei und Publicity. Da haben sich die richtigen zusammengefunden.
Das gleiche gilt für N24, wo Friedman seit neuestem seine Suaden, die er Gespräche nennt, absondern kann. Der gleiche Stil, nur das N24 zusätzlich noch bewusst Propaganda für den Krieg macht und alle Propaganda-Filmchen der US-Waffenkonstrukteure wieder und wieder abnuckelt, um uns für den nächsten Krieg reif zu machen.
Das Friedman Jude ist, spielt übrigens keine Rolle. Fiese Charaktere und öffentlichkeitsgeile Idioten gibt es überall.
Ob Arafat Recht hatte? Mit Sicherheit nicht. Aber alleine um sich mit seiner Person zu beschäftigen wird es mehrere Bücher und die Aussagen vieler Vertrauter brauchen. Vielleicht können wir uns dann ein Urteil bilden.
Es bleibt zu hoffen, dass es einen neuen Anfang gibt. Eine winzige Hoffnung für Juden und Palästinenser. Wahrscheinlich werden die Hetzer in aller Welt auch dieses Samenkorn zerstören. Mit Friedman und Bild in der ersten Reihe. Frieden wäre für beide furchtbar. Sie wären arbeitslos.
Einen Toten anzugreifen, ist allerdings der Mut der Feiglinge, die sich nur dann herauswagen, wenn sie keine Gegenrede mehr fürchten müssen.
Es ist typisch für Deutschlands Medienlandschaft, dass sich zwei fanden, die geschmacklos und verdorben genug sind, jede Barriere menschlichen Handelns fahren zu lassen. Bild und der Koks-Moderator. Das die Springerpresse insgesamt nur billigsten Mist publiziert, häufig bewusst lügt und Tatsachen verfälscht ist bekannt. Das bei Michel Friedman sogar die Huren mit Koks betäubt werden müssen, war ja auch eine Nachricht dieses Blättchens.
Bild und Friedman passen also gut zusammen. Die Friedman Sätze an den toten Arafat: " Sie sind ein Mörder! ... Sie waren nichts anderes als ein Verbrecher! Sie waren durch und durch korrupt." sind das beste Beispiel für einen niederträchtigen Stil. Springer hetzt und Friedman hetzt. Hetzer unter sich.
Ich werde den Teufel tun, mich über Friedmans Kokainsucht aufzuregen und die Hetze von Bild gegen jeden Marihuana-Raucher, der ein Pflänzchen im Blumentopf hat, ist bekannt. Es geht bei denen nicht um Moral oder Wahrheit, sondern lediglich um Hetzerei und Publicity. Da haben sich die richtigen zusammengefunden.
Das gleiche gilt für N24, wo Friedman seit neuestem seine Suaden, die er Gespräche nennt, absondern kann. Der gleiche Stil, nur das N24 zusätzlich noch bewusst Propaganda für den Krieg macht und alle Propaganda-Filmchen der US-Waffenkonstrukteure wieder und wieder abnuckelt, um uns für den nächsten Krieg reif zu machen.
Das Friedman Jude ist, spielt übrigens keine Rolle. Fiese Charaktere und öffentlichkeitsgeile Idioten gibt es überall.
Ob Arafat Recht hatte? Mit Sicherheit nicht. Aber alleine um sich mit seiner Person zu beschäftigen wird es mehrere Bücher und die Aussagen vieler Vertrauter brauchen. Vielleicht können wir uns dann ein Urteil bilden.
Es bleibt zu hoffen, dass es einen neuen Anfang gibt. Eine winzige Hoffnung für Juden und Palästinenser. Wahrscheinlich werden die Hetzer in aller Welt auch dieses Samenkorn zerstören. Mit Friedman und Bild in der ersten Reihe. Frieden wäre für beide furchtbar. Sie wären arbeitslos.
Michael Wolffsohn, die Dummheit und der Antisemitismus
So nun haben wir es schriftlich. Weil er als Jude die Folter nicht rundweg abgelehnt habe, sei er das Opfer einer gezielten Hatz geworden, tönt Professor Wolffsohn in der FAZ. Doch worum ging es wirklich?
Der Historiker und Professor an der Bundeswehruniversität in München hatte am 5. Mai in der n-tv-Talksendung "Maischberger" erklärt: "Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim". Als Frau Maischberger sichtlich irritiert nachfasste, setzte er noch den Satz "Wenn wir da mit Gentleman-Methoden versuchen, den Terror zu kontern, werden wir scheitern" hinzu.
Mit diesen beiden Sätzen hatte er sich als Historiker diskreditiert, weil er als Historiker wissen muss, dass Folter zwar eine Bestätigung der Anschuldigungen bringt, aber nicht die Wahrheit. Sollten ihm vielleicht die Hexenprozesse und die Folterungen der griechischen Junta entgangen sein? Hat er vielleicht die Folterungen der Gestapo nie bewusst wahrgenommen?
Damit hat er sich aber auch als Professor an einer Bundeswehrhochschule diskreditiert. Wenn seine Antwort auf die Folterungen im Irak durch amerikanische Besatzungssoldaten die Forderung nach der Freigabe der Folter ist, darf er die jungen Offiziere der Bundeswehr keinesfalls mehr beeinflussen. Schlussendlich hat er sich auch als Jude diskreditiert. Der millionenfache Mord des Holocaust wurde nur möglich, weil mittels gut bezahlter, beamteter Helferlein offensichtliches Unrecht zu Recht gemacht wurde. Zumindest diese Folge seines Satzes hätte ihm als deutschem Staatsbürger sofort klar sein müssen.
Aber Michael Wolffsohn hat das Recht sich zu irren. Er hat das Recht im Fernsehen dummes Zeug zu erzählen. Er darf auch in seinen Ämtern bleiben. Andere mit größeren Fehlleistungen machen das bei uns nicht anders.
Michael Wolffsohn hat allerdings nicht das Recht sich darüber aufzuregen, dass er von allen Seiten Kritik bekommt. Er muss hinnehmen, dass jedermann seinen Rücktritt fordert und seine Dummheit als Dummheit bezeichnet.
Das Michael Wolffsohn sich plötzlich als Jude verfolgt fühlt, ist eine Frechheit sonder gleichen. Dass er die Folgen seiner Dummheit und historischen Ignoranz als Antisemitismus bewertet, zeigt, dass er jede Bodenhaftung verloren hat. Wir haben in diesem unserem Lande genug damit zu tun, wirklichen Antisemitismus zu bekämpfen. Derartige Schutzbehauptungen machen diesen Kampf nicht leichter. Die Rechten und die Nazis werden sich behaglich hinter Wolffsohns Anwürfen verstecken und den Kampf gegen Antisemitismus und den Fremdenhass viel schwerer machen.
Es ist kein Antisemitismus, Falsches als Falsch und Lüge als Lüge zu bezeichnen. Es gibt auch keinen Grund, die dummen Aussagen eines jüdischen Professors weniger scharf zu beurteilen als die eines islamischen, christlichen oder sonstigen Professors.
Es ist eben nicht die Religion oder Herkunft die einen gerechten und guten Menschen macht oder die Fehlerfreiheit garantiert. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, Römer 3, Vers. 23 zu zitieren: "Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten." Leider fehlt mir ein digitaler Talmud, um eine ähnliche Stelle daraus zu zitieren.
Wer es lieber etwas weltlicher mag, dem mag das Schillerzitat helfen: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."
Der Historiker und Professor an der Bundeswehruniversität in München hatte am 5. Mai in der n-tv-Talksendung "Maischberger" erklärt: "Als eines der Mittel gegen Terroristen halte ich Folter oder die Androhung von Folter für legitim". Als Frau Maischberger sichtlich irritiert nachfasste, setzte er noch den Satz "Wenn wir da mit Gentleman-Methoden versuchen, den Terror zu kontern, werden wir scheitern" hinzu.
Mit diesen beiden Sätzen hatte er sich als Historiker diskreditiert, weil er als Historiker wissen muss, dass Folter zwar eine Bestätigung der Anschuldigungen bringt, aber nicht die Wahrheit. Sollten ihm vielleicht die Hexenprozesse und die Folterungen der griechischen Junta entgangen sein? Hat er vielleicht die Folterungen der Gestapo nie bewusst wahrgenommen?
Damit hat er sich aber auch als Professor an einer Bundeswehrhochschule diskreditiert. Wenn seine Antwort auf die Folterungen im Irak durch amerikanische Besatzungssoldaten die Forderung nach der Freigabe der Folter ist, darf er die jungen Offiziere der Bundeswehr keinesfalls mehr beeinflussen. Schlussendlich hat er sich auch als Jude diskreditiert. Der millionenfache Mord des Holocaust wurde nur möglich, weil mittels gut bezahlter, beamteter Helferlein offensichtliches Unrecht zu Recht gemacht wurde. Zumindest diese Folge seines Satzes hätte ihm als deutschem Staatsbürger sofort klar sein müssen.
Aber Michael Wolffsohn hat das Recht sich zu irren. Er hat das Recht im Fernsehen dummes Zeug zu erzählen. Er darf auch in seinen Ämtern bleiben. Andere mit größeren Fehlleistungen machen das bei uns nicht anders.
Michael Wolffsohn hat allerdings nicht das Recht sich darüber aufzuregen, dass er von allen Seiten Kritik bekommt. Er muss hinnehmen, dass jedermann seinen Rücktritt fordert und seine Dummheit als Dummheit bezeichnet.
Das Michael Wolffsohn sich plötzlich als Jude verfolgt fühlt, ist eine Frechheit sonder gleichen. Dass er die Folgen seiner Dummheit und historischen Ignoranz als Antisemitismus bewertet, zeigt, dass er jede Bodenhaftung verloren hat. Wir haben in diesem unserem Lande genug damit zu tun, wirklichen Antisemitismus zu bekämpfen. Derartige Schutzbehauptungen machen diesen Kampf nicht leichter. Die Rechten und die Nazis werden sich behaglich hinter Wolffsohns Anwürfen verstecken und den Kampf gegen Antisemitismus und den Fremdenhass viel schwerer machen.
Es ist kein Antisemitismus, Falsches als Falsch und Lüge als Lüge zu bezeichnen. Es gibt auch keinen Grund, die dummen Aussagen eines jüdischen Professors weniger scharf zu beurteilen als die eines islamischen, christlichen oder sonstigen Professors.
Es ist eben nicht die Religion oder Herkunft die einen gerechten und guten Menschen macht oder die Fehlerfreiheit garantiert. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, Römer 3, Vers. 23 zu zitieren: "Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten." Leider fehlt mir ein digitaler Talmud, um eine ähnliche Stelle daraus zu zitieren.
Wer es lieber etwas weltlicher mag, dem mag das Schillerzitat helfen: "Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens."


















