Handeln, bevor es zu spät ist
Von Hans Fricke am Freitag, 1. Mai 2009, Saarbreaker.com
Es ist höchste Zeit, Carl-Friedrich von Weizsäcker zu glauben und - möchte man hinzufügen -endlich die große Gefahr zu begreifen, die vom entfesselten Kapitalismus für die Menschheit ausgeht und gemeinsam entschlossen dagegen zu handeln.
In den Zeiten des kalten Krieges wurde die Kriegsverhütung zu seinem zentralen Engagement: Der Physiker und Philosoph - er gilt als der letzte universal gebildete Gelehrte im deutschen Sprachraum - war Hauptinitiator der „Göttinger Erklärung“, mit der sich 18 Kernforscher am 12. April 1957 gegen eine Aufrüstung der Bundeswehr mit Atomwaffen aussprachen. Fünf Jahre später wandte sich von Weizsäcker mit dem „Tübinger Memorandum“ gegen Pläne des damaligen Bundesverteidigungsministers Franz-Josef Strauß (CSU), die Bundeswehr mit atomaren Waffensystemen auszurüsten.
Ihm, seiner wissenschaftlichen Verantwortung und seinem Mut, sich den abenteuerlichen Plänen der kalten Krieger in der damaligen Adenauer-Regierung entgegenzustellen, haben wir Deutschen viel zu verdanken. Grund genug also, seinen Warnungen in seinem letzten großen Werk „Der bedrohte Frieden“ (1983) sehr ernst zu nehmen.
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Systemunsicherheit nutzen - Kerben tiefer schlagen
Die Ideologie des Kapitalismus arbeitet genau mit diesem System.
Eine Löwin ist gewillt ihre Familie am Leben zu erhalten. Dazu geht sie jagen. Findet sie nichts mehr, was sie jagen kann, muss die Familie entweder die Löwin fressen, oder die Löwin frisst die Familie. - Die erste Lösung ist im Beispiel der Löwin sozial (ob sie ethisch ist, ist eine andere Sache), die zweite jedoch ist egoistisch. ["Systemunsicherheit nutzen - Kerben tiefer schlagen" mehr »]
Freundliche Übernahme
Attac kopiert “Die Zeit” und “Zeit online” – die Chefredakteure finden die Aktion gut
Von Re-La am Sonntag, 22. März 2009 auf Saarbreaker
Ich hatte ja erwartet, dass sie Chefredakteure der beiden Zeitungen, die von dieser Aktion laut ihren Aussagen nichts wussten, eventuell gerichtliche Schritte gegen die Verbreitung zumindest androhen würden. Aber nichts dergleichen wird gefordert. Im Gegenteil, die Chefredakteure sind verblüfft über die hohe Qualität der Fälschung:
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Angriff auf Wikileaks.de
Von SaarBreaker am Mittwoch, 25. März 2009
Von Wikileaks übernommen:
EDITORIAL (Wikileaks)
Um kurz nach 21 Uhr wurden am Dienstag den 24. Maerz 2009 die Wohnorte von Theodor Reppe, dem Domaininhabers von Wikileaks.de durch die saechsische Polizei, vertreten durch sieben Polizeibeamte in Dresden und vier Beamte in Zivil in Jena, durchsucht. Grund fuer die Durchsuchung sind laut Protokoll die “Verbreitung pornographischer Schriften” und das “Auffinden von Beweismitteln” in diesem Zusammenhang. Die Durchsuchung erfolgte aufgrund seines Status als Domaininhaber der Wikileaks.de Domain.
Die Polizei wollte dem Durchsuchten gegenueber keine weitere Angaben machen und es wurde kein Kontakt zu Wikileaks aufgenommen. Es ist folglich nicht vollkommen klar wieso durchsucht wurde, allerdings hat Wikileaks, in seiner Rolle als Verteidiger von Pressefreiheiten, Zensurlisten aus Australien, Thailand, Daenemark und anderen Laendern publiziert. Diese Listen enthalten unter anderem Links zu pornografischen Seiten.
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Weltwirtschaftskrise: Ist der Kapitalismus noch zu retten?
Schauen wir uns doch einfach mal die Lösungen an. Im Feudalismus ist es einfach. Das war ein reiner rücksichtsloser Kapitalismus, der nur dadurch gebremst wurde, dass die Menschen sich erhoben und ihre Fürsten oder deren Beauftragten einen Kopf kürzer machten. Übrigens ein über lange Zeit probates Mittel beider Seiten, den jeweiligen Unmut über die Haltung des anderen kundzutun. Gebremst wurde die Willkür nur dadurch ein wenig, dass es viele Feudalherren gab, die ein ganz klein wenig miteinander im Wettbewerb standen. ["Weltwirtschaftskrise: Ist der Kapitalismus noch zu retten?" mehr »]
Das Gebilde BRD ist am Ende!
Eigentlich wollte ich am letzten Althaus, räusper, letzten Teil zur Althaus Story schreiben, aber dabei kam mir in den Sinn, dass Althaus eigentlich nur noch eine unwichtige Witzfigur ist, der sich der Verärgerung und dem Gespött aus allen Richtungen aussetzt und dem hoffentlich seine Tage als Ministerpräsident und überhaupt als Politiker gezählt sind. Dennoch wird natürlich der Teil IV erscheinen, nunmehr ein wenig später!
Viel wichtiger ist derzeit, dass man grundlegend feststellen muss, dass das System dieser BRD in seinem Endstadium angekommen ist. Und zwar komplett an allen Fronten. Wie eben das Dritte Reich 1945! Nur das wir noch nicht Millionen Tote zu beklagen haben und Europa noch nicht in Schutt und Asche liegt. Leider ist es nicht ausgeschlossen, dass das noch folgen könnte, wenn nicht wir, die Einwohner, uns ganz schnell bemühen, dass abzuwenden bzw. den ganzen „Fremdartigen“ (damit sind diejenigen gemeint, die in entsprechender Verantwortungslosigkeit gegen die Einwohner regieren, bestimmen und handeln) den Laufpass geben! Natürlich heißt meine Ansage nicht, dass der Kapitalismus in seinem Endstadium liegt und dass es nun schnell vorbei wäre und wir nach einem kurzen Rülpser der Geschichte neu anfangen können. So einfach, wie es vor 20 Jahren andachtsweise war, wird es diesmal nicht, lange nicht!
Diese BRD, genauso wie im übrigen das mindestens genauso gleiche Übel Europäische Union mit seiner ruinösen Währung Euro, ist am Ende, und zwar in allen Richtungen: moralisch, sozial, perspektivisch, finanziell, politisch, administrativ, parteipolitisch, demokratisch, ethisch und was weiß ich noch alles für Attribute. Man kann nicht einen einzigen Umstand anführen, wo dieser (Noch)Staat punkten könnte! Zumindest nicht für die Masse seiner Bewohner. Ich wiederhole nochmal zum geistigen einmeißeln:
Der Staatsimperialismus mit all seinen neoliberalen Erscheinungsformen, vor allem der Steuerung des Systems hinterm System, wie er in Deutschland und in der Europäischen Union ausgeübt wird, ist gegenüber der Bevölkerung feindlich eingestellt! Schon allein deshalb, wo komplett sinnentstellend der Begriff Kapitalismus nach wie vor und gerade heutzutage mit dem Begriff Sozial verbunden wird, kann es von Haus aus keine Veränderung zu Gunsten der Masse der Menschen geben!
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Die Natur der Dinge
Naturgesetze sind keine Makulatur. Sie sind fortwährend in ihrer Gültigkeit aktuell.
Die Natur passt sich ihren Gegebenheiten an. Damit wäre der Grundsatz von jedem in Erscheinung getretenem Klimawandel erklärt.
Das Prinzip ist ein uraltes: Ursache, Reaktion, Wirkung
Ob nun der Mensch für dieses Umbrüche und Klimawirkungen verantwortlich ist - diese Frage stellt sich so nicht. Richtig ist, dass der Mensch zumindest aber mitverantwortlich ist. Auch der Prozentsatz der Mitverantwortlichkeit spielt nur eine untergeordnete Rolle. Nämlich dann, wenn man einen Schuldigen bezeichnen will. Die Natur interessiert die Schuldfrage ziemlich wenig. Obschon man beobachten kann, dass sie auf Ursachen reagiert, ist es uns nicht möglich zu sagen, dass die Natur eine Art Ursachenforschung betreiben würde. Und doch muss es soetwas wie Ursachenforschung in der Natur geben - nach menschlichem Ermessen. Wie sonst wäre eine Reaktion der Natur möglich, deren Wirkungen wir beinahe regelmäßig wahrnehmen können?
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Politiker mit Eiern in der Hose
ANKARA, 30. Januar (RIA Novosti). Geteilte Reaktionen in der Türkei auf den erbosten Abgang ihres Premiers aus Davos: Von den Anhängern der Regierungspartei wird Recep Tayyip Erdogan bejubelt, von der Opposition aber heftig kritisiert.

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Pressemitteilung: Israelische Organisation ruft zur Verweigerung auf
Reservisten verweigern Einsatz im Gazastreifen
Die israelische Organisation Courage to Refuse (Mut zum Verweigern) rief gestern mit einer Anzeige in der Tageszeitung Ha'aretz zur Verweigerung des Einsatzes im Gazastreifen auf: "Dieser Krieg hat bereits mehr als 500 Menschenleben gekostet und ein Ende ist nicht absehbar. Die brutale, beispiellose Gewalt in Gaza ist schockierend. Wir können nicht einfach zuschauen, wenn Hunderte von Zivilisten durch die israelische Verteidigungsarmee abgeschlachtet werden." In der Gruppe haben sich Soldaten und Offiziere der israelischen Armee organisiert, die sich gegen die Besatzungspolitik der israelischen Regierung wenden.*
Ein weiterer Aufruf von "Jüdinnen und Juden aus der ganzen Welt" fordert israelische Soldaten und Soldatinnen ebenfalls zur Verweigerung auf: "Die ein Gewissen haben, müssen die israelische Kriegsmaschinerie stoppen. Das könnt nur Ihr tun – und Ihr müsst es tun."
Courage to Refuse berichtete zugleich, es gebe erste Verweigerer des Kriegseinsatzes in Gaza. Etwa ein Dutzend Reservisten hätten sich bislang der Einberufung verweigert. Mit der Anzeige in Ha'aretz riskiert Courage to Refuse strafrechtliche Verfolgung. So wurde bereits gegen die Organisation New Profile, die in Israel KriegsdienstverweigerInnen berät, ein Strafverfahren eröffnet mit dem Vorwurf der "Anstiftung zur Militärdienstentziehung".
Kriegsdienstverweigerin heute aus der Haft entlassen – weitere Inhaftierung befürchtet
Schon seit einigen Monaten werden junge Männer und Frauen, die sich in der Gruppe der Shministin (AbiturientInnen) zusammengeschlossen haben, wegen ihrer Kriegsdienstverweigerung verfolgt. Heute endet die dritte Arreststrafe von Raz Bar-David Varon. Insgesamt war sie bislang 43 Tage in Haft.
In Israel sind alle jüdischen Frauen und Männer wehrpflichtig und werden mit 18 Jahren einberufen. Die Dauer des Militärdienstes beträgt für Männer drei Jahre, für Frauen 20 Monate. Nach Ablauf des regulären Militärdienstes leisten Männer bis zu ihrem 50. Lebensjahr mindestens einmal jährlich für etwa 30 Tage einen Reservedienst ab. Ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung wird praktisch nicht gewährt.
Raz Bar-David Varon droht, wie allen anderen VerweigerInnen, erneute Inhaftierung. Dennoch bleibt sie ihrer Überzeugung treu: "Ich wurde nicht geboren, um als Soldatin zu dienen, die ein anderes Land besetzt, und der Kampf gegen die Besatzung ist auch mein Kampf. Es ist ein Kampf für Hoffnung, für eine Zukunft, die manchmal so weit weg zu sein scheint. Ich habe eine Verantwortung für diese Gesellschaft. Meine Verantwortung ist es, zu verweigern."
gez. Rudi Friedrich
Weitere Informationen sind erhältlich unter


* In der ursprünglichen Version unserer Pressemitteilung hatten wir bedauerlicherweise einen Text verwandt, den Courage to Refuse bereits im Juni 2006 veröffentlichte. Wir bitten das Versehen zu entschuldigen. Das hier entnommene Zitat ist zu finden unter http://www.couragetorefuse.org/English/news_item.asp?msgid=267
Ähnliche Artikel:
Griechenland - Soldaten mucken auf
Ein neuer Coup d'état in Griechenland? Soldaten mucken auf!
Freie Übersetzung aus dem Englischen: Ein Aufruf aus verschiedenste Kasernen widerlegt den "repressiven Einsatz" der Armee.
Hunderte Soldaten aus 42 Kasernen erklären: WIR VERWEIGERN UNS EINE MACHT DES TERRORS & REPRESSIONEN GEGEN DIE MOBILISIERUNGEN ZU WERDEN; WIR UNTERSTÜTZEN DEN KAMPF DER SCHULEN; DER UNIVERSITÄTSSTUDENTEN & DER ARBEITER.
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Teamarbeit versus Gemeinschaftshandeln?
Es ist nicht abzustreiten, dass das Wort "Teamarbeit" durchaus als Pendant von "Gemeinschaftshandeln" zu sehen ist.
Was versteht man unter "Teamarbeit" und kann man es vom Wort "Gemeinschaftshandeln" trennen?
Sportgemeinschaften, Religionsgemeinschaften, aber auch Gewerkschaften oder Klassengemeinschaften gehören zur Grundlage gemeinschaftlicher Sozialität. Diese sind klar vom politischen Gemeinschaftshandeln zu trennen. Beim politischen Gemeinschaftshandeln geht es um zu begrenzende Gebiete ohne das absolute Ziel.
Hier stellen wir fest: soziales Gemeinschaftshandeln hat lediglich das Ziel, in einem Team selbiges als solches zu festigen. Offenheit, aufeinander zugehen, anderen Hilfestellung bieten, aber auch das Akzeptieren von Mehrheiten und Toleranz sind die Grundbausteine für ein funktionierendes Team.
Miteinander statt gegeneinander.
"Teamarbeit" und "Gemeinschaftshandeln" sind folglich nicht trennbar. Ihre Subkategorisierungen allerdings sind dies sehr wohl.
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Sozialismus des 21. Jahrhunderts: Intellektuelle Konstruktion, politischer Slogan oder Ausdruck eines Kampfes gegen das System?
Übersetzt von Herbert Berger.

Vorwort des Übersetzers
Dieser Beitrag wurde von François Houtart bei einem Seminar zum Gedenken an Andrés Aubry (Sozialanthropologe, der über 40 Jahre in Chiapas arbeitete und aïs einer der besten Kenner des Gebiets und seiner Probleme gilt) gehalten, welches vom 13. bis 16. Dezember 2007 in San Cristobal de las Casas, Chiapas, Mexiko uber die antisystemischen Bewegungen stattfand.
Kapitalismus mit menschlichem Antlitz?
Ein Vorwort von Herbert Berger
Wer spricht heute noch von Sozialismus? Warum über einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts nachdenken? Nach all den negativen Erfahrungen, nach dem Ende so vieler Illusionen? Nach den Verbrechen des Stalinismus, der sich auf den Sozialismus berief, nach der schleichenden, aber zugleich gründlichen Aufgabe sozialistischer Positionen in der westlichen Sozialdemokratie?
Andererseits meinen viele, es könne doch nicht sein, dass wir vor dem Kapitalismus endgültig kapitulieren. Denn wir erleben und sehen doch tâglich, was der Kapitalismus heute im Gewand des globalen Neoliberalismus anrichtet, wo zwar nicht ein politisches System Verbrechen begeht, wo aber ein ökonomisches System 800 Millionen Menschen hungern lässt und durch die von den Kapitalinteressen getriebene Wirtschaft unsere Lebensgrundlagen zerstört.
Der Graf von Saint Germain
So schreibt er zu folgendem Eintrag:
G 20: Die Brandstifter spielen Feuerwehr
Gespenster sehen
Von Karl Weiss
Die Vorstellung, das Treffen G20 in Washington bei Präsident Bush hätte irgendein praktisches Ergebnis haben können, ist abenteuerlich. Da treffen sich die Vertreter der Regierungen der 20 größten Industrie- und Schwellenländer, genau jene, die für die Finanzkrise und die beginnende Weltwirtschaftskrise verantwortlich sind und sprechen darüber, wie diese Krisen zu bremsen seien und beim nächsten Mal zu verhindern. [...] : ["Der Graf von Saint Germain" mehr »]
Spekulanten spitz auf Staatspleiten
Und tatsächlich sind solche romantischen Vorstellungen eher etwas für Fans der Tank-Girl comics, und solche, die sich selbst gern mit über der Brust gekreuzten Patronengürteln sehen.
Habt ihr, die ihr so denkt, schon mal eruiert, wie viel davon durch Hollwood-Western geprägt und wie wenig zu diesem Bild das Leben Ernesto Guevaras beigesteuert haben? Tja ja, der stetige Tropfen. Ungeachtet des maskulinen oder womöglich verwegenen Erscheinens waren diese Charaktere ehedem nach ein paar Minuten, oder spätestens am Ende des Films, tot, weil Gesetzlose.
Kommt hierher auch ein Teil unseres Glaubens an Das Gute, daß böse Wichte schon selbst zu Fall kommen?
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