Eigentlich recherchierte ich nach weiteren Informationen über das Thema "In der Mitte wird es braun", jedoch - wie es mir in letzter Zeit häufiger passiert - stieß ich auf etwas ganz anderes. Dem von mir vorgestellten Video-Beitrag des NDR war zu entnehmen, dass verschiedene CDU Parteigrößen - unter anderem Jörg Schönbom und Dr. Roland Koch - zur Zeit der Sendungsaufnahme immer wieder in Verbindung mit Rechtsradikalen gebracht wurden. Es war die Rede von unterstützenden Maßnahmen zur Publikation verschiedener geschichtsrevisionistischer Bücher und deren Autoren. Veranstaltungen, in denen die Vertreter der CDU Seite an Seite mit Revisionisten und NPD-Parteigrößen enthusiastisch die Deutsche Nationalhymne sangen. Die Straßenarbeit der NPD gelobt und gepriesen wurde.
Natürlich wussten und wissen die CDU-Mitglieder überhaupt nichts über die ideologischen Vorstellungen ihrer eigenen Parteibrüder, für die sie sogar Buchvorstellungen einläuteten.
Die Sendung Panorama beleuchtete akribisch diese Hintergründe und wies - für jeden nachvollziehbar - Verbindungen zu geschichtsrevisionistischen Verlagen sowie zu Vereinen und Burschenschaften nach. Ein Verein, in dem einige Autoren tätig sind, nennt sich zum Beispiel "Gesellschaft für freie Publizistik" und ist dem Verfassungsschutz durchaus als rechtsextremistisch bekannt.
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Psychisches Terrorsystem - Die totale Kontrolle
Einige Autoren leisteten bislang gute Vorarbeit. Diese ist die Steilvorlage für folgend zusammengebrachte Videos. Besonderer Dank geht somit an: morbus kitahara, BigBerta, und selbstverständlich an Jochen Hoff
Heutiges Thema: Psychisches Terrorsystem - Die totale Kontrolle
Film ab!
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Die Krisen, die Steuerboni und die Schuld(en)frage
Worte wie Haushaltskrise, Rentenkrise, Gesundheitskrise prägen die Politik wie keine anderen.
Heute hört man diese Worte seltener bis nie, und dennoch wird politisch versucht, diesen Dingen entgegenzuarbeiten. Durch Kürzungen, Sparmaßnahmen, verpflichtend höhere Kassensätze und repressierte Privatrenten. Alles hinter dem Rücken der aktuellen Wirtschaftskrise.
Das Prinzip des Kampfes gegen den "bösen" Sozialismus ist frappierend synonym zum Zeitgeschehen von damals. Gebündelt mit dem Problem des gescheiterten Kapitalismus waren es die Strukturen, die zum Aufflammen und zur Festigung des Nationalsozialismus führten. Die Repressionen aus dem Versailler Vertrag trugen entschieden dazu bei.
"Die wirtschaftlichen Interessengegensätze zwischen den Völkern sind in der neueren Zeit in einer Weise ausgetragen worden, die wir als "Wirtschaftskampf" zu bezeichnen bereits gelernt haben. Die Wirkungen dieser gewaltsamen Austragung von Gegensätzen auf alle Kulturvölker, selbst die im Kriege siegreichen, sind derart mannigfaltig und tiefgreifend", schreibt
Prof. Dr. Adolf Lenz, Universität Graz, 1920 in seinem Buch "Wirtschaftskampf der Völker".Er spricht über den Drang der führenden Völker nach einem wachsendem Anteil an der Weltherrschaft. Diesen Drang bezeichnet er folgerichtig als "Schicksalsfrage". Das politische Ziel sei nicht mehr nur Ziel eines bestimmten Volkes, sondern es handle sich um eine weitestgehende Selektierung von bestimmten Nationen, die eine Stellung in der Weltpolitik einnehmen sollen.
Hier handelt es sich also ganz offensichtlich nicht mehr um demokratische Vorgänge, sondern um puren Imperialismus. Prof. Dr. Lenz beschreibt die Bedeutung des Wortes, trotz verschiendener Verwendungsweisen, als eine "im Kern unstillbare Energie" die nach der Expansion der Volkskraft strebe. Die Kennzeichen dieses imperialistischen Vorgehens seiner Meinung nach: Die Ausdehnung des Wettbewerbes auf alle verflochtenen Interessen, besonders aber die Ausweitung von Macht über die Meere hinweg. Friedlicher Natur, sowie gewaltsame Schädigung oder gar Vernichtung eines oder mehrerer Mitstreiter.
Herr Lenz ging damals sogar soweit zu behaupten dem wirtschaftlichen Imperialismus folge der politische Imperialismus. Dies machte er am Beispiel Englands fest.
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Verordnung des Landesinnenministers zum Schutz von Volk und Staat?
Frühjahr 1933 – das hieß auch in Baden und in Württemberg: Die Nazis taten, wozu sie am 30. Januar 1933 durch die Ernennung Hitlers zum Reichskanzler die Chance bekommen hatten: Brutal, zynisch und buchstäblich „Schlag auf Schlag“ installierten sie das Führerprinzip als Basis ihrer Terrorherrschaft. Nach dem Erfolg der NSDAP bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 sagte Goebbels: „Als nächstes kommt Baden an die Reihe. Dort werden wir jetzt Ordnung schaffen.“
Schon drei Tage später wehte die Hakenkreuzflagge über dem badischen Innenministerium. Der NSDAP-Gauleiter war zum Reichskommissar ernannt worden. Und zu seinen ersten Handlungen gehörte das Eliminieren der Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Staatspräsident Josef Schmitt und sein Kabinett mussten am 10. März 1933 zurücktreten. Einen Tag später übernahmen Nazis ihre Ämter.
So lesen wir auf den
Seiten des Baden-Würtembergischen Landtag zur Geschichte Badens zu Beginn des Nationalsozialismus.["Verordnung des Landesinnenministers zum Schutz von Volk und ... »]
Unser Beitrag zum CDU-Vorstoß: Gesetzlicher Schutz der deutschen Sprache
(RP)
Die CDU will die deutsche Sprache durch das Grundgesetz schützen. Die Mehrheit der Delegierten des CDU-Bundesparteitages beschloss am Dienstag in Stuttgart, das Bekenntnis „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“ in der Verfassung zu verankern. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich gegen den Vorstoß. Auch in den anderen Parteien stieß der Vorschlag auf Ablehnung.
Der Vorstoß könnte auch für die CDU einen gravierenden Einschnitt bedeuten:
Urheber des Vorstoßes, Leodegar Probst (*geb. 1929), Ehrenvorsitzender des CDU-Ortsverbandes Völklingen-Heidstock (Saarland), ist mehr als verwundert, das sein Vorschlag solche Kreise zieht. Tja, war wohl nicht so vorgesehen, hm?
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Die CDU will die deutsche Sprache durch das Grundgesetz schützen. Die Mehrheit der Delegierten des CDU-Bundesparteitages beschloss am Dienstag in Stuttgart, das Bekenntnis „Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch“ in der Verfassung zu verankern. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte sich gegen den Vorstoß. Auch in den anderen Parteien stieß der Vorschlag auf Ablehnung.
Der Vorstoß könnte auch für die CDU einen gravierenden Einschnitt bedeuten:
Urheber des Vorstoßes, Leodegar Probst (*geb. 1929), Ehrenvorsitzender des CDU-Ortsverbandes Völklingen-Heidstock (Saarland), ist mehr als verwundert, das sein Vorschlag solche Kreise zieht. Tja, war wohl nicht so vorgesehen, hm?
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Rechts-Extremismus: In der Mitte wird es braun
Bereits am 30. November diesen Jahres kratzte unsere Blogger-Kollegin, BigBerta, das Thema an.
Heute versuchen wir, die Thematik des schleichenden Farbwechsels der politischen Mitte etwas näher zu betrachten und - soweit es uns möglich ist - aufzuschlüsseln.
Es geht um "Freigeister" oder solche, die sich darauf berufen. Zunächst ist dies nichts Verwerfliches. Wenn aber dieser freie Geist ganz offensichtliche Gesinnungswechsel offenbart, ist äußerste Vorsicht geboten.
Kürzlich wurde eine Studie zur Entwicklung des bundesdeutschen Rechtsextremismus publiziert. Je nachdem, auf welchem Medium man über den Inhalt dieser Studie liest, hat man die Wahl zwischen "Rückgang" und "Anstieg" des Rechtsextremismus.
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Heute versuchen wir, die Thematik des schleichenden Farbwechsels der politischen Mitte etwas näher zu betrachten und - soweit es uns möglich ist - aufzuschlüsseln.
Es geht um "Freigeister" oder solche, die sich darauf berufen. Zunächst ist dies nichts Verwerfliches. Wenn aber dieser freie Geist ganz offensichtliche Gesinnungswechsel offenbart, ist äußerste Vorsicht geboten.
Kürzlich wurde eine Studie zur Entwicklung des bundesdeutschen Rechtsextremismus publiziert. Je nachdem, auf welchem Medium man über den Inhalt dieser Studie liest, hat man die Wahl zwischen "Rückgang" und "Anstieg" des Rechtsextremismus.
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Barack Obama spricht zur Nation über die Wirtschaftskrise und Juan Cole kommentiert das
Juan Cole kommentiert. Das Blog "Informed Comment" des amerikanischen Historikers und Autors gehört zu den must read's. Heute beschäftigt er sich mit der website des "President-Elect", Barack Obama, aktuell mit dessen Positionen zur Wirtschaftskrise. Hier ist zunächst das Video:
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Polnische Geschichte - eine Ergänzung
Als Antwort auf und Ergänzung zu Jochens aktuellen Polen-Artikel reiche ich ein wenig Geschichte nach. Das kann naturgemäss nur ein sehr kurzer sein und auch nur das absolute Minimum umfassen.
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Das waren die XXIX. Olympischen Sommerspiele von Peking
Manch einer mag es als etwas verfrüht empfinden, wenn das Résumé schon vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele gezogen wird. Aber im Grunde ist das wichtigste bereits geschehen. Was jetzt noch folgt ist ein wenig Sport, tägliche Medaillenlisten als nationale Streicheleinheiten und selbstverständlich noch eine Reihe von Dopingfällen. ["Das waren die XXIX. Olympischen Sommerspiele von Peking" mehr »]
Fotoaustellung über Che in Wien
so lapidar schildert der Che Blog eine wie ich finde bemerkenswerte Ausstellung, aber ein klein wenig Text gibt er uns dann noch mit:
Ausgehend von Alberto Kordas Originalvorlage, der Ikone aller Guevaradarstellungen, werden in dieser Ausstellung größtenteils Vintage prints kubanischer und international bekannter Fotografen, u.a. von Alberto Korda, Osvaldo Salas, René Burri, und anonymer Fotografen von Che Guevara, Fidel Castro und ihren Mitstreitern zu sehen sein.
Ich verzichte hier bewusst darauf, eines der Bilder im Rahmen der Ausstellungswerbung zu verwenden, da ich die etwas seltsame Rechtesituation, die mir verbieten würde, dieses Bild in anderem Zusammenhang als mit der Ausstellung nochmals zu verwenden, nicht akzeptieren will:
HINWEISE ZU BILDVERWENDUNG UND CREDITS
Das Bildmaterial ist für die einmalige Veröffentlichung in Print-Medien oder temporäre Online-Publikation freigegeben und darf ausschließlich in direktem Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Ausstellung im WestLicht von 27. Mai bis 31. Juli 2008 verwendet werden. Die Bilder dürfen weder beschnitten noch bearbeitet werden. Bilddateien sind nach Verwendung aus den Archiven zu entfernen. Bilder dürfen nur unter Angabe des Credits veröffentlicht werden.
Es ist schon seltsam wie der Besitz von Rechten, den Willen zur Verteidigung des Besitzes vor die Sache stellt. Aber wegen solch einer Kleinigkeit wollen wir uns die Freude an der Ausstellung nicht verderben lassen.
80 Jahre Che Guevara. Das Kultbild einer Generation
27.05.2008 - 31.07.2008
im
WestLicht Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40, 1070 Wien
27.05.2008 - 31.07.2008
im
WestLicht Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40, 1070 Wien
Das Vergangene ist nicht vergessen. Es ist noch nicht einmal vergangen.
Franz Josef Degenhardt
Es ist nicht das wilde Blut welches die Menschen lieben, sondern das tapfere Herz und den gerechten Sinn.
Sie konnten Che ermorden, aber sie konnten ihn nicht töten. Das ist es was die amerikanischen Imperialisten heute noch zur Weißglut treibt. Je mehr Kugeln sie in ihn pumpten, desto unsterblicher machten sie ihn.
Tibet, China, Medien und die unauffindbare Wahrheit
Viele Dinge auf dieser Welt, sind ja bekanntermaßen nicht das, als was sie erscheinen. Manchmal ist das braune Pferd einfach nur grün angestrichen worden und die lila Kuh hat aus unerfindlichen Gründen Schwimmflossen. In der Politik sind immer die Wehrlosen, Armen und Entrechteten schuld, während die Abzocker, Diebe und Mörder Ehrennadeln und Medaillen bekommen. Unsere Medien mischen dabei fröhlich mit.
Bei unseren Medien liegt auch unser Hauptproblem wie Stefan Niggemeier vielleicht unabsichtlich, aber um so deutlicher aufzeigt. Die Medien, die mit falschen Bildern lügen, werden auch mit ihren Worten nicht die Wahrheit sagen. Mit Bildern zu lügen, ist nämlich weitaus gefährlicher als mit Worten. Heute wo fast jeder Winkel der Welt von uns besucht und auf Videos oder Fotos festgehalten wurde, ist es eben nicht mehr möglich uns ein Nepal für ein Tibet vorzumachen.
Werden die Medienmacher dabei erwischt, sind sie wütend. So kam natürlich auch bei Niggemeier der Vorwurf der Nestbeschmutzung. Aber das ist Sache der Medien unter sich, meine Haltung in dieser Sache, ist hier schon oft thematisiert worden und es schwingt immer noch ein wenig Traurigkeit dabei mit.
Wenn wir aber unseren Medien nicht glauben können, wem dann. Augenzeugenberichte, oder schlimmer noch angebliche Augenzeugenberichte, kennen wir alle. Am schlimmsten sind sie Abends in der Kneipe, wenn der Verkehrsunfall vom Vormittag nochmal in schillernden Farben ausgemalt wird und Heinz, der zur Zeit des Unfalls nachweislich auf Arbeit in seiner Druckerei in Brandenburg war, uns erzählt, was vor unserer Haustür passierte. Da hilft es auch nicht ihm zu erklären, das man mit dem Erste-Hilfe-Kasten als zweiter am Unfallort war und alle überlebt haben. Er schwelgt in seinem Traumblut.
Da alle ausländischen Journalisten aus Tibet rausgeflogen sind und es mir als verlässlich bekannte Blogger dort nicht gibt, wissen wir nichts. Sechs Chinesinnen sollen in ihrem Laden von Tibetern verbrannt worden sein, aber die chinesische Regierung benutzt das nicht um Propaganda damit zu machen. Dann wird es wahrscheinlich nicht passiert sein. Etliche Tibeter wurden getötet. Mag sein. Aber keine Namen, keine Zusammenhänge. Chinesen verurteilen gerne und schnell. Warum hätten die nicht offiziell töten sollen?
Wir wissen nichts. Also müssen wir erst einmal hinterfragen worum es überhaupt gehen könnte. Was ist dieses Tibet eigentlich. Ziemlich sicher ist, das Tibet weniger einen Staat als eine Region bezeichnet in der schon immer unterschiedliche Völker gelebt haben. Staatlichkeit im Sinne einer selbständigen Regierung gab es wohl nie. Über lange Zeit haben die Mongolen das Land nominell beherrscht, was aber nicht viel besagen will, da es keinen Grund gab in dieser schwer zugänglichen und menschenleeren Bergwelt Macht auszuüben.
Als die Mongolen ein Machtvakuum hinterließen und es Unruhen gab, bildete China 1720 ein Protektorat, beließ es aber bei der praktischen Autonomie der Tibeter. Was hätten sie zu der Zeit auch dort gesollt. Es reichte den theoretischen Machtbereich bis zum Himalaya auszudenen um selber ein besseres Aufmarschgebiet, aber auch einen besseres Vorfeld für künftige Kriege zu haben.
Wie immer können andere nicht in Frieden leben, wenn es dem Imperialisten nicht in seine Pläne passt. So dürfen wir es als gesichert annehmen, das die Engländer ab 1905 zusammen mit dem dreizehntem Dalai Lama. Thubten Gyatso die tibetanische Seperationskarte spielten um in China mehr Geld mit dem Verkauf von Opium und sonstigem Betrug zu verdienen.
Der dreizehnte Dalai Lama. Thubten Gyatso, hat wie schon so viele vor ihm auf die falsche Karte gesetzt und alles verloren. Allerdings nicht nur für sich und seine Amtszeit sondern grundsätzlich für den gesamten tibetischen Lamaismus und den tibetischen Buddhismus soweit es die Beziehung zu China angeht. Das er selbst nur Karte und nicht Spieler war, konnte er zwar nicht erkennen und es bleibt zu würdigen, das er diese Rolle erst einnahm, als bewaffnete britische Truppen Tibet eroberten.
Wikipedia sieht in ihm den genialen Poltiker, ich sehe in ihm eher eine Marionette, die zwar vielleicht das beste gewollt hat, aber selbst die Unabhängigkeit Tibets 1912 war kein Sieg, da diese Unabhängigkeit selbst im eigenen Land von der wesentlich einflussreicheren Gelug-Schule nicht für wichtig erachtet wurde und es deshalb keine Bestrebungen gab, sie international anerkennen zu lassen.
Ich behaupte nicht mich in den Feinheiten der tibetanischen Religionsschulen auszukennen, ziehe aber für mich den Schluss, das lediglich der Lamaismus nach weltlicher Macht strebte und bis heute strebt, während die anderen Denkschulen andere Ziele verfolgten. Innerhalb des alten Tibet war dieses Machtstreben und die Ausübung von Macht relativ bedeutungslos, weil Befehle die nicht kontrolliert werden können, ruhig als nicht gegeben zu betrachten sind.
Die Chinesen haben den Tibetern die Zusammenarbeit mit den Langnasen und Rundaugen, wie sie die Europäer bezeichnen, nie verziehen. Sie sind in solchen Zusammenhängen ziemlich simpel gestrickt und sagen sich:
Der Freund meines Feindes, ist mein Feind
Dazu kommt das die Kriege gegen die Europäer für die Chinesen etwas sehr traumatisches hatten, was in unserem Geschichtsverständnis noch gar nicht angekommen ist. Tibet ist also ein stets präsenter Ersatzfeind. Der Dalai Lama und die anderen Lama sind die Führung dieses Feindes. Die weitere Entwicklung ist logisch, genau wie es logisch ist, das der Dalai Lama im Westen als Faustpfand gegen China hoch geehrt wird. Er ist eine ständige Drohung an China, die Karte Tibet erneut zu spielen.
Allerdings wurde China selbst im Laufe der Zeit immer wichtiger. Damals noch nicht als Hersteller von giftigem Kinderspielzeug sondern als Büttel der westlichen Welt, der quasi immer bereit ist, den Knüppel aus dem Sack zu nehmen und die kommunistischen Russen zu schlagen. Um den Chinesen dergestalt verwenden zu können, bedurfte es gar nicht viel. Man entzog Taiwan ein wenig die Liebe, stellte den Dalai Lama für ein Weilchen in den Schrank und sprach von Gemeinsamkeiten.
China hoffte irgendwann wirklich zuschlagen zu dürfen um an die Rohstoffgebiete Sibiriens zu kommen, die auch Japan im zweiten Weltkrieg schon auf dem Zettel gehabt hatte. Die USA konnten Russland jederzeit damit drohen die Chinesen im Osten von der Kette zu lassen und gleichzeitig im Westen anzugreifen, was zu einem tödlichen Zweifrontenkrieg geführt hätte. Damit China aber wirklich nicht auf dumme Ideen kommt, wurde Indien und Pakistan die Atiombombe ums Eck herum erlaubt, was zudem noch den Vorteil hat Australien auf amerikanischen Kurs zu zwingen, da dieser Kontinent das Ziel der indischen Begierden ist.
Der Büttel China ist nun aber nicht blöd. Sondern eher ein rechtes Schlitzohr, wie es auch die Büttel des Mittelalters waren. Die Schlitzohren bekamen sie daher, das ihnen beim Ausstoß aus ihrer Zunft der Zunftohrring herausgerissen wurde, was meist die Strafe für allzu clevere Auslegung der Zunftregeln war. Genauso clever ging und geht China mit den Regeln um. Es bleibt ein kommunistischer Staat mit kapitalistischen Auswüchsen, die geduldet werden, aber nicht ein wirkliches Recht darstellen. Eine Sonderzone ist eine Sonderzone, bis das Wort "Sonder" gestrichen wird und eine Zone übrig bleibt in der China machen kann und machen wird, was es will.
Natürlich haben die Chinesen, Händler wie sie von Natur aus sind, längst begriffen wie das Spiel ist und spielen es sehr erfolgreich mit. Macao und Hongkong sind wieder China, Taiwan wird fallen, vielleicht sogar freiwillig. Nun ist es an der Zeit die anderen Punkte zu erledigen. 1989 und der Platz des himmlischen Friedens ist mittlerweile fast 20 Jahre vorbei und war im westlichen Aufwand viel mehr ein Aufreger als in China selbst.
Der chinesische Kommunismus hatte seine Zähne gezeigt, das Volk auf dem Land kannte die Botschaft und der Rest musste sie zähneknirschend akzeptieren. Der Westen hat geredet aber nichts getan. Das Signal des Westens hat die chinesische Bevölkerung sehr genau verstanden. Sie wissen das sie alleine stehen, wie die anderen Völker auf dieser Welt auch. Demokratie ist ja eher etwas was in allen Ländern abgebaut wird, um die Herrschenden und das Kapital nicht zu beunruhigen.
Wenn die Kräfte des Volkes sich aber nicht auf eine bessere Demokratie oder mehr Teilhabe an der Wirtschaft konzentrieren können wird es gefährlich. Besonders in einem Vielvölkerstaat wie es China nun einmal ist. Die Arbeitsbedingungen in China sind grausam und schon jetzt nicht mehr billig genug.
Menschen werden wie Vieh in winzigen Buden bei jämmerlicher Verpflegung gehalten und wer nicht durch Fehlernährung oder zu viel Arbeit krank wird, wird es durch eine unvorstellbare Umweltverschmutzung. Die verbrauchten Invaliden kehren mit leeren Händen in ihre Geburtsheimat zurück und brauchen nicht zu agitieren, sondern nur die Wahrheit zu erzählen.
Dazu kommt eine rigerose Ein-Kind-Politik die dazu führt, das ein Kind zwei Eltern ernähren muss, also für drei arbeitet. Da niemand offen die völlig verfehlte Politik des menschenverachtenden Neoliberalismus in kommunistischer Uniform kritisieren kann, zeigt sich der Unmut in der Lobpreisung nationaler Eigenheiten, womit auch natürlich auch religiöse Eigenheiten gemeint sind, aber in einem sehr streng laizistischem Staat wird Religion schlauerweise nicht erwähnt.
Tatsächlich spüren die Machthaber überall in China diesen Druck. Für die eigentlich muslimischen Bereiche wie Uigurien, werden ausländische Experten ins Land geholt, bei denen es reicht ihre Argumentationen aus Büchern und Websites in deren Heimatland auf die chinesische Situation zu übertragen um jede Handlungsfreiheit für Völkermord zu haben. Dabei muss auch nicht allzu viel interpretiert werden.
Natürlich streben auch die Gewinner aus den Sonderwirtschaftszonen nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit und möchten dem Gott Mammon leichter frönen können. Die Mongolen, die Sonderwirtschaftler, bestimmte Nord- oder Südchinesen sind aber große Happen, die man schon aus wirtschaftlichen aber auch aus politischen Gründen nicht mal eben so angreifen kann. Ganz anders sieht es da mit Tibet aus.
Tibet steckt voller Bodenschätze, wie die chinesische Botschaft in Deutschland ja praktisch selbst sagt:
Tibet verfügt über 90 Arten von Bodenschätzen. Von den 26 Arten bekannter Bodenschatzreserven nehmen 11 Arten den 1 bis 5. Platz des Landes ein. Chromeisenerz kommt auf einer Fläche von 2500 qkm vor, konzentriert im Gebiet von Bagon-See in Nordtibet bis zum Fluß Nujiang und zum Yarlung Zangbo. Der festgestellte Vorrat nimmt den ersten Platz des Landes ein. Das Grubenfeld Norbusa im Bezirk Lhoka ist eine wichtige Basis für die Gewinnung von Chromeisenerz. Der geschätzte Vorrat an Lithium ist einer der größten der Welt. Der geschätzte Vorrat an Kupfer nimmt den zweiten Platz des Landes ein. Die festgestellten Reserven von Borax, Magnesit, Schwerspat und Arsen belegen den dritten Platz des Landes, die Reserven von Kaliglimmer und Torf den vierten Platz und die Reserven von Gips und Porzellanerde den zweiten bzw. den fünften Platz. Weitere wichtige Bodenschätze sind Speisesalz, Soda, Glaubersalz, Schwefel, Phosphor, Kalium, Kieselgur, Doppelspat, Korund, Kristalle und Achat.
Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Die internationale Wirtschaft will die Doping-Olympiade von Peking und wird so ziemlich jede Kröte fressen um Werbung und Geschäft machen zu können. Die von der Wirtschaft abhängigen Regierungen der restlichen Welt, werden sich dem nicht widersetzen und die olympische Idee wurde längst durch das goldene Kalb ersetzt.
Es ist also völlig gleichgültig ob drei zornige junge Tibeter angefangen haben, ob sie meinten das dem Dalai Lama schuldig zu sein, oder nicht. Selbst wenn der Dalai Lama sie aufgefordert hat, war es trotzdem völlig gleichgültig. Es geht nämlich nicht um Tibet. Es geht auch nicht um die tibetischen Rohstoffe, obwohl die eine Rolle spielen möge. Es geht um China. Die neu erbaute Eisenbahnstrecke macht es komfortabel dort Truppen hinzubringen und Bodenschätze abzutransportieren.
Während die Welt auf Olympia starrt kann China für alle Provinzen Chinas ein Zeichen setzen. Seht her, wir haben die langnasigen und rundäugigen ausländischen Teufel aus Tibet geworfen und regeln unsere Sachen dort, wie wir es für richtig halten. Mögen die ausländischen Teufel auch vor Wut toben, sie können uns nichts tun. Wenn sie uns aber schon dann nichts tun können wenn es um die Interessen ihres geliebten Dalai Lamas geht, was glaubt ihr können sie tun, wenn wir Uigurien platt machen oder ein paar Wirtschaftsbosse in Hongkong erledigen. Nichts.
Was wir also meiner Meinung nach sehen, ist in erster Linie eine innenpolitische Machtdemonstration, die durch unsere ambivalente Haltung gestützt wird. Aber mal andersherum gefragt. Wollen wir eigentlich ein unabhängiges Tibet. Könnte das wirtschaftlich überleben oder hätten wir ein neues Feuerchen am Brennen, das wir nicht löschen können mit einem Krieg den niemand gewinnen kann.
Zur Zeit und aus der Vergangenheit heraus gibt es kein unabhängiges Tibet. Wir könnten eins schaffen, müssten uns aber zugleich fragen, wie wir es verteidigen können. Solange wir dazu keine Antwort haben, müssen wir schweigen. Wir könnten allerdings etwas ganz anderes tun. Wir könnten den Chinesen klar machen, das sie Autonomie nicht nur für Wirtschaft, sondern auch für ethnische und religiöse Gruppen schaffen müssen, ohne ihren Staat aufzugeben.
Das allerdings wäre Arbeit, würde dem internationalen Großkapital nicht gefallen, weil ja Krieg und Völkermord viel schneller Geld in die Kassen schaufelt und weil wir China nur mit Exporthemmnissen zwingen könnten Föderalismus einzuführen. Natürlich wäre Föderalismus die beste Lösung, aber leider geht es darum nicht.
Wir werden also zusehen, wie Tibet und nach Tibet andere Gebiete Chinas unterworfen werden, bis die erste Region sich erfolgreich wehrt. Die Turkvölker wie Uigurien sind da immer für eine Überraschung gut, zumal das neue Russland diese Karte spielen muss, um die Chinesen zu beschäftigen und von einem Krieg in Sibirien abzuhalten.
Unsere Medien werden uns zu all diesen Hintergründen nichts sagen. Sie sind ja nicht für die Wahrheit zuständig, sondern für die Verbreitung von Propaganda. Wer sie bezahlt hat ihre Stimme und die Wahrheit ist ein schlechter Zahler.
Ich weiß nicht ob das was ich hier beschrieben habe, in letzter Konsequenz die Wahrheit ist. Ich bin viel zu weit weg. Ich vermute und ziehe Schlüsse aufgrund von Fakten. Aber ich bin Blogger, kein Qualitätsjournalist und mich kann hier jeder, der es besser weiß gerne verbessern. Damit ich und andere lernen. Vielleicht können wir so unsere verbliebene Restfreiheit sicherer machen.
23. März 1933 - Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich
Das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich oft auch vereinfacht Ermächtigungsgesetz genannt, war das Ende der ungeliebten Weimarer Republik und der Beginn der nationalsozialistischen Diktatur.
Bei der Aussprache zu diesem Parlament wurden auf lange Zeit die letzten freien Worte in einem Deutschen Parlament gesprochen. Deshalb ist es wichtig festzuhalten, wie sich die einzelnen politischen Gruppen verhielten. Das die Nazis dafür waren ist wohl keine Frage. Die Abgeordneten der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) konnten nicht mehr abstimmen weil sie ihre Mandate bereits im Zusammenhang mit dem Reichtstagsbrand, durch die Reichstagsbrandverodnung aufgehoben wurden.
Nur um den braunen Geschichtsklitterern von heute die Segel aus dem Wind zu nehmen, sei noch einmal darauf hingewiesen das der Reichstagsbrand nur den Nazis nutzte und bis heute nicht aufgeklärt ist. Egal was Springer und Bertelsmann behaupten.
Von der Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) sowie von dem Zentrum, der Bayerischer Volkspartei (BVP) und der Deutschen Staatspartei wurde das Gesetz angenommen. Die Liberalen der Deutschen Staatspartei haben genau so freudig mitgemacht, wie die Katholiken des Zentrums das die CDU ja immer noch als ihre Vorläufer betrachtet. Das gleiche gilt für die Bayrische Volkspartei die in ihrer Nachkriegsversion in der CSU aufgegangen ist.
Die einzige Partei die sich weder von den Drohgebärden der SA noch den Drohungen der anderen Parteien einschüchtern ließ, war die Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) was einen alten Sozialdemokraten wie mich heute noch stolz macht, auch wenn es diese mutige SPD leider nicht mehr gibt und es innerhalb der jetzigen SPD auch keine Sozialdemokratie mehr gibt.
Trotzdem oder besser trotz alledem sollen die Worte des damaligen SPD-Vorsitzende Otto Wels im Reichstag über diesem Tag stehen:
„Die Wahlen vom 5. März haben den Regierungsparteien die Mehrheit gebracht und damit die Möglichkeit gegeben, streng nach Wortlaut und Sinn der Verfassung zu regieren. Wo diese Möglichkeit besteht, besteht auch die Pflicht. Kritik ist heilsam und notwendig. Noch niemals, seit es einen Deutschen Reichstag gibt, ist die Kontrolle der öffentlichen Angelegenheiten durch die gewählten Vertreter des Volkes in solchem Maße ausgeschaltet worden, wie es jetzt geschieht und wie es durch das neue Ermächtigungsgesetz noch mehr geschehen soll. Eine solche Allmacht der Regierung muss sich umso schwerer auswirken, als auch die Presse jeder Bewegungsfreiheit entbehrt […]
Wir deutschen Sozialdemokraten bekennen uns in dieser geschichtlichen Stunde zu den Grundsätzen der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten […]
Auch aus neuen Verfolgungen kann die deutsche Sozialdemokratie neue Kraft schöpfen. Wir grüßen die Verfolgten und Bedrängten. Wir grüßen unsere Freunde im Reich. Ihre Standhaftigkeit und Treue verdienen Bewunderung.“
Es ist lächerlich, wenn sich die heutige SPD oder ganz speziell ein Dr. Peter Struck auf diese Sozialdemokraten beruft, die in der heutigen SPD nicht nur keinen Platz mehr hätten, sondern im Auftrag der SPD auch von Schäubles Bluthunden gehetzt würden. Aber auch das kann diese SPD nicht mehr erkennen in ihrem Wahn nach Pöstchen und Belohnungen aus der Hand der Reichen.
Es ist geradezu kriminell wenn heute die CDU oder CSU sich zu diesem Tag äußert und so tut als wäre sie betroffen oder gar im Herzen angerührt. Wir Bürger dieses Landes wissen was die Bosbach, Schäuble Beckstein und das sonstige Pack für die Bevölkerung vorgesehen haben. Sie wollen die gleiche Totenstille, die totale Angst und die Unterwerfung wie wir sie von 1933 bis 1945 hatten.
Selbstverständlich werden sich auch die schleimigen Liberalen äußern. Immer vorne mit dabei, wenn es gegen die Menschen geht, möchten sie auch hier noch etwas Glanz abbekommen. Denen sei gesagt auf die neoliberalen Liberalen wird in Deutschland nicht einmal mehr gespuckt. Selbst die Spucke ist wertvoller als diese Liberalen.
Mein Gruß gilt jenen Genossen, die immer noch kämpfen. Ob in der SPD, in den Arbeiterflügeln der CDU und CSU, bei den Kommunisten und bei der Linken. Wie es aussieht sind wir wieder einmal zu schwach, werden wir wieder einmal untergebuttert. Vielleicht ist es an der Zeit, das wir uns erheben und unser Land wieder in die eigenen Hände nehmen. Denn die Nachfolger von denen die damals ja geschrien haben, sind heute auch nicht mutiger. Sie werden fliehen oder jammern wenn das Volk kommt. Aber zu jeder Art von Verteidigung fehlt denen der Mut.
Es kann sein das sie nächstes Jahr schon die Bundeswehr, also unsere Kinder auf uns schießen lassen. Also sollten wir sie dieses Jahr überrennen. Sie haben sich aus dem Grundgesetz schon fast ihr Ermächtigungsgesetz gebastelt. Sie sind vielleicht keine Nazis, sondern nur gekaufte Subjekte, aber sie sind genau so schlecht für uns wie die Nazis. Lasst uns kämpfen. Dies Land ist unser Land.
Die schöne Sahra und der nicht kommunistische Hummer
Neben unseren Qualitätsmedien, die Hummer nur für Manager, Politiker und das Großkapital vorgesehen haben, regt sich auch in der Bloggerszene der Unmut, wie z.b beim Kolumnistenschwein
Ich kann der ganzen Aufregung nicht so ganz folgen. Ich wäre gerne Kommunist, weil es eine so schöne Utopie ist. Fast so schön wie Christentum. Nur eben ohne Himmel, Hölle und Papst. Wobei ich nicht weiß, ob Papst und Hölle nicht das gleiche sind.
Nehmen wir also die Sahra Wagenknecht mal als das, was sie ist, als bekennende Sozialistin. Das ist wie bei bekennenden Christen, sie sind theoretisch gegen die Sünde, aber manchmal sehr praktisch, bei der Freude an der Sünde. Die Felix Culpa, die glückseelige Schuld, hat mir schon manchen schöne Fickerei gebracht. Schließlich muss man zuerst sündigen, bevor einem vergeben werden kann.
Mir persönlich ist die Vergebung egal. Aber ich mag die körperlichen Sünden der Liebe, genau wie ich Hummer mag. Am liebsten beides zusammen, mit einer oder mehreren guten Flaschen Wein. Nein nicht mit mehreren Frauen, ich bin doch nicht größenwahnsinnig. Außerdem hasse ich Stress.
Mir stellt sich allerdings die Frage: "Kann den Hummer Sünde sein?" . Klar in der männlichen Vorstellungswelt, also auch in meiner, kann vieles, was mit Sahra Wagenknecht verbunden ist, Sünde sein. Es ist ja auch gemein. Eine schöne Linke oder eine linke Schöne. Frauen können also klug und schön sein. Das unsere Bundesangela und ihre Protagonisten da vor Wut in die Schreibtischkante beißen und der Sahra den Hummer nicht gönnen, ist klar.
Wenn schon links und schön, dann wenigsten keinen Hummer, lautet die Maxime. Wahrscheinlich darf ich deshalb Hummer essen, weil ich zwar links aber wenigsten alt, häßlich und fett bin. Trotzdem erschließt sich mir der Zusammenhang nicht. In Maine, das ist da wo man Hummer billig und in den Mengen bekommt, die auch mich satt machen, habe ich schon andere schöne Menschen Hummer essen sehen. Genauso in Normandie und auf Sylt.
Schöne Menschen dürfen Hummer essen. Linke dürfen auch Hummer essen. Sogar schöne linke Männer dürfen Hummer essen, wenn sie Franzosen oder Schauspieler sind. Tatsächlich habe ich auch schon schöne linke Frauen, aus Frankreich und Spanien Hummer essen sehen. Übrigens auch Langusten.
Aber scheinbar gibt es ein typisch deutsches Gesetz, vermutlich aus dem Springerverlag. Schöne deutsche Linke dürfen keinen Hummer essen. Aber aus dem Springerverlag kommt doch sonst auch nur gequirlte Scheiße. Warum sollten wir denen abnehmen, das Sarah Wagenknecht keinen Hummer essen darf, weil sie zu schön und zu links ist.
Es ist nicht das Essen, das darüber entscheidet, was jemand denkt. Oft entscheiden aber denkende Menschen, bestimmte Dinge nicht zu essen. Wale zum Beispiel oder Eier aus Legebatterien. Hummer darf man aber essen, wenn er den Regeln entsprechend gefangen wurde. Der ist nicht nur für Friede Springer und die Familie Mohn oder die anderen Superreichen reserviert. Der ist auch für Sahra Wagenknecht und mich da.
Wäre ich nicht so alt, fett, häßlich und vor allem so geizig wäre, würde ich die schöne Sahra glatt auf ein Hummeressen einladen. Ich würde ihn auch selber kochen. Aber die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen könnte etwas gegen ein Treffen in trauter Zweisamkeit haben und die Sahra hat wohl auch einen Mann. Aber vielleicht essen wir mal irgendwann alle gemeinsam Hummer. Wir haben ihn uns im Gegensatz zu vielen anderen, nämlich redlich verdient.


















