Das Kolumnistenschwein macht seinem Namen alle Ehre und sühlt sich in einem der grausamsten Abgründe des Deutschseins, nämlich im deutschen Liedgut. Anlass ist ein neues Produkt eines Kulturschaffenden aus der sogenannten Mallorca Connection, nämlich dem poetischen Barden Mickie Krause, der uns mit seinem Glanzstück "Finger im Po, Mexiko" zu beglücken wusste. Diesen an sich schon vielsprechenden Text, der auch ziemlich genau seiner Zielgruppe entspricht wusste das Kolumnistenschwein noch zu erweitern: "Faust im Darm, Usbekistan!".
Poetisch bitte ich im übrigen als pötisch auszusprechen von Pöter, also Arsch, für den diese Lieder und Liedvorträger alle gemeinsam wohl gedacht sind.
Da werde ich vor Ehrfurcht blass. Ich weiß auch sofort wieder warum wir die
zweite Strophe des Deutschlandliedes nicht singen dürfen:
Teufelchen nahm die Pose eines Opernsängers an und trällerte:
"Deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren alten schönen Klang,
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang,
deutsche Frauen, deutsche Treue,
deutscher Wein und deutscher Sang."
"Ich habs, Teufelchen, ich habs! An den Frauen kann es nicht liegen und Treue ist nur ein Wort. Der deutsche Wein wird nicht mehr aus Rübenzucker gemacht, kann also auch nicht schuld sein, und edle Taten sind immer gut. Mein gutes Teufelchen, es ist der deutsche Sang - und da soll ich eine Geschichte über einen Song verfassen? Kommt doch gar nicht in die Tüte."
Ja der Deutsche Sang. Er hat mir schon früher schöne Stunden mit meinen Büchern verschafft, wenn Rex Black und Roy Gildo ihre Schnulzen verbrachen oder Vico Torriani von weißen Rossen radebrechte. Der einen hatten sie ihr Glied zerstört, die andere musste nach Lodz und der Begründer der Mallorca Connection machte sein Bett im Kornfeld. Der hat bis heute nicht begriffen das Stroh piekst. Naja heute wohl auch nicht mehr. Bei der Lederhaut dürfte jeder Aligator neidisch werden.
Ich bin ja froh, das wir den Großteil dieser Truppe auf Mallorca haben. Auch der mit der Bohle wird wohl jetzt ganz dorthin ziehen. Da sind sie auch richtig. Die Kids denen sie da vortragen, haben im Schnitt 3,8 Promille auf der Uhr, da kann man sicher auch die Lederhaut und Mickie ertragen. Selbst Bohlen halte ich ab 4,8 Promille für akzeptabel.
Alledings fällt mir zu all diesen Künstlern nur das eine Lied von Mickie dem gekräuselten ein, das wirklich alles zusammenfasst, was es dazu zu sagen gibt:
Geh doch zu Hause !Du alte Scheiße!
Geh doch zu Hause bleib nicht hier!
Geh doch zu Hause !Du alte Scheiße!
Du wirst zu Hause gebraucht und nicht hier!
Nicht das dieses Volk irgendwo wirklich gebraucht werden könnte. Wozu auch. Aber gut sind sie nur von hinten, wenn sie gehen.