1, 2, 3, 4, Eckstein,
Alles muß versteckt sein
Hinter mir und vorder mir
Gildet nicht
Komme!
Wieso fällt mir nur ein Kinderreim ein, wenn ich an BMW denke. Das deren Obermime Norbert Reithofer freudig 8.000 Menschen entlassen will, um den vom rechtsgültig verurteilten Ackermann, vorgegebenen Renditewerten näherzukommen, ist bestimmt kein Kinderreim. Obwohl es natürlich gut möglich ist, das Reithofer oder seine Mannen, einfach an den Stempelkarten abzählen, wer bleiben darf und wer gehen muss. Manager treffen ja selten Entscheidungen mit Verstand.
Bei der Rendite ist es wie mit dem Schwanzvergleich unter kleinen Jungs. Keiner hat wirklich etwas zu bieten, aber alle sind mit dem Vergleich beschäftigt. Rendite sagt nämlich leider überhaupt nichts über die Leistungskraft des Unternehmens aus. Siemens verdiente durch Bestechung ganz gut. Ackermann und die Deutsche Bank ließen sich ihre Verluste aus der amerikanischen Hypothekenkrise im wesentlichen über die Länderbanken, die IKB und die Kreditanstalt für Wiederaufbau, sowie diverse Kommunen erstatten, die zweifelhafte Produkte der Deutschen Bank aufgedrückt bekamen.
Wenn sie also alle da rumstehen und mit ihren nutzlosen Renditepipimännern imponieren wollen, dann ist das Quatsch, zumal die damit noch nicht einmal pinkeln können. Die Frage, wie eine Rendite erwirtschaftet wurde und wer sie bezahlt hat, wird mit der Prozentzahl der Rendite aufs Kapital nicht beantwortet. Einige haben ihre Rendite nur vom Steuerzahler, oder wie die Energieversorger durch ein Monopol. Mehdorn lässt einfach die Bahnstrecken verfallen, um beim Schwanzvergleich mit dabei sein zu können.
Nun könnten uns Deutschen die Entlassung bei BMW so ziemlich egal sein. Außerdem Motorradwerk in Berlin, handelt es sich um ein innerbayrisches Problem. Vermutlich werden Beckstein und Huber sofort Staatsknete von Frau Merkel beantragen, um BMW zu subventionieren, was zwar nichts an den Entlassungen ändert, aber die Rendite hebt und damit den Wirtschaftsstandort Bayern wieder einmal auf Kosten aller Deutschen glänzen lässt.
Zum anderen sollen viele Zeitarbeiter betroffen sein, was auch nicht schlecht ist, da es selbst dem Dümmsten klar machen müsste, das Zeitarbeit eben keine Arbeit, sondern befristete Lohnsklaverei ist, die weder Sicherheit noch sonst irgendetwas über die Situation eines Tagelöhners hinaus bietet und nur für so seltsame Sozialdemokraten wie Wolfgang Clement etwas Gutes ist.
Natürlich sind Entlassungen wie immer völliger Blödsinn. Sie sind das Eingeständnis, das, das Management eben zu dumm war, um seine Aufgaben zu erfüllen. Es reicht eben nicht seine Fahrzeuge mit allerlei Tricks in irgendwelchen Automagazinen gut aussehen zu lassen, wenn sie grundsätzlich immer weiter am Markt vorbeigehen. Ich erinnere mich noch gut an meinen letzten BMW. 7er. Die ersten mit dem Mäusekino, das mir erzählen wollte, wann ich in die Werkstatt musste. Wirklich genial.
Kaum hatte ich die Karre abgeholt, wollte sie schon wieder in die Werkstatt. Ein- zweimal bin ich ja noch hingefahren, dann habe ich das Mäusekino und seine ulkigen Anzeigen ignoriert. Zumal das Ding nach 700 km schon neue Reifen oder Bremsen haben wollte. Aber da hatte ich nicht mit BMW gerechnet. Die Karre blieb einfach stehen. Ich habe mich dann von dem Drecksding teuer scheiden lassen und mir ein Auto gekauft das fuhr, wenn ich fahren wollte.
Heute sind solche Probleme kein Thema mehr. Zumindest gibt es eine Mobilitätsgarantie oder gab sie. Eigentlich kauft man sich ja ein Auto um mobil zu sein. Aber egal. Heute höre ich von BMW-Fahrern, das die Kutschen irgendwie veraltet sind. Gar nicht so im Detail, als mehr im Gefühl. Es ist wie die hundertsechunddreißigste Folge vom Terminator. Man konnte die dritte kaum ertragen.
Es ist auch nicht so, das BMW nichts in der Forschung hätte, das einen hinreißen könnte. Aber zwischen Forschung und real existierendem BMW ist ein Loch. So ähnlich wie zwischen der Traumfrau und dem täglichen Einerlei. Nur das die Traumfrau erreichbarer ist. Mir fällt kein Grund ein, mir einen BMW zu kaufen. Gar keiner. Das ist nicht gut. Mir fallen nämlich Gründe für einige Daimler und ganz viele Porsche ein, um die zu kaufen. Auch andere Hersteller könnten mich reizen. Aber BMW lässt mich kalt.
Würde mich BMW anmachen, wenn sie billiger wären, oder mehr Rendite erwirtschaften. Ich fürchte nein. Das Problem von BMW sind also nicht die Kosten oder die Rendite sondern langweilige Autos. Ich bitte die Dreierfahrer muslimischen und nichtmuslimischen Glaubens einfach wegzuhören. Ihr seid nicht gemeint. Für euch ist BMW interessant. Aber wenn es um Autos geht. Dann ist dort Fehlanzeige.
Dieser nachgemachte Geländewagen. Dafür gehe ich nicht einmal vor die Tür. Der von Porsche gefällt mir äußerlich auch nicht. Aber der hat innere Werte. Unter der Haube. Den alten G von Daimler würde ich sogar persönlich zu Fuß am Werkstor abholen. Aber einen BMW. Den will ich nicht einmal geliefert.
Natürlich bin ich nicht die Allgemeinheit und ein guter Kaufmann hat mir mal gesagt: "Jeden Morgen steht ein Doofer auf, dem man alles andrehen kann. Man muß ihn nur finden.". Mag ja sein, das die noch genug Kunden finden, aber nicht mehr zu den Preisen und Margen die sie gerne hätten. Wenn es aber nicht mehr genug Dumme ..., Verzeihung, Kunden gibt, die die Preise zahlen, die man haben möchte, dann sollte man das Produkt ändern und nicht die Mitarbeiter entlassen.
Obwohl. Den Vorstand und den Aufsichtsrat, der die Firma in diese mißliche Situation gebracht hat, den sollte man feuern. Besser gesagt mit Fußtritten aus dem Laden befördern und natürlich keine Abfindungen zahlen, sondern Schadensersatz fordern. Aber das bleibt in Deutschland ein Traum. Hier werden die Gehälter der Verantwortlichen erhöht und diejenigen die nichts dafür können, müssen die Verantwortung tragen und werden gefeuert. Aber wenigstens werden sie danach noch als arbeitsunwillig beschimpft. Das ist Deutschland. Aber nicht mein Deutschland.