Ubuntu 11.04 Natty Narwhal - eine herbe Entäuschung
Ich bin, oder besser ich war bis gestern Abend bekennender Ubuntu-Fan. Ich habe mich wirklich und ehrlich auf das neue Ubuntu gefreut und auch auf die Oberfläche Unity, weil es an der Zeit ist etwas für eine leichtere Bedienung zu tun, wie es auch Gnome mit Gnome 3 versucht hat. Ja, ich wusste das Unity noch nicht fertig ist und genau wie Gnome 3 eher noch hinkt. Aber die Dinge entwickeln sich nur, wenn man sie so früh wie möglich ausprobiert und begleitet. ["Ubuntu 11.04 Natty Narwhal - eine herbe Entäuschung" mehr »]
KDE und libnepomuk
Ich mag KDE. Ich mag auch KDE 4.x. Ich mochte es von der ersten Sekunde an. Aber es gibt etwas was ich unendlich hasse. Das ist dieser Wahnsinn unbedingt mit dieser beschissenen Libnepomuk und dem ganzen Suprano und Nepomuk Dreck arbeiten zu müssen.
Seit dieser Schwachsinn eingeführt wurde, gibt es kein Update das funktioniert. Jedesmal braucht man Tage um wieder an Mail, Dolphin und viele andere Dinge heranzukommen. Es macht auch keinen Sinn Fehlermeldungen einzustellen, weil sich alle immer wieder einreden es seien Einzelfälle. ["KDE und libnepomuk" mehr »]
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Kurzkommentar 2008-07-12
• Bahn-Börsengang - Keine „Dax-Untergrenze“
• Fingerabdrücke werden zum Problem
• Nieder mit der Softwarebranche!
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Das ewige Geseiere um proprietiäre Treiber unter Linux
Es ist wieder einmal so weit, die Kernel-Entwickler versammeln sich und wehklagen:
In einem Statement auf der Website der Linux Foundation sprechen sich über 140 Kernel-Entwickler gegen proprietäre Treiber unter Linux aus. Sie appellieren an die Hardware-Hersteller, ihre Linux-Kunden mit quelloffenem Kernel-Code zu unterstützen.
..
Die Gruppe, darunter viele in Linux-Kreisen bekannte Namen wie Greg Kroah-Hartman, Alan Cox, Andrew Morton, James Bottomley, Adrian Bunk, Arjan van de Ven und Ingo Molnar, hält Closed-Source-Treiber, die zur Laufzeit vom Kernel geladen werden, für unerwünscht und schädlich.
..
Closed-Source-Treiber würden den Anwendern genau die Freiheiten und Vorteile nehmen, die Linux als Open Source bietet.
Vermutlich liegt es an meinem Alter, aber diese Diskussion ist fast so alt wie die Diskussion zwischen Linus Torvalds und Andrew S. Tanenbaum. Es ist längst alles gesagt, was es zu sagen gibt. Die Argumente beider Seiten haben ihre guten Gründe und ich selbst tendiere eher zur reinen Lehre nutze aber natürlich wie alle eine Mischform.
Nachdem Nokia Trolltech übernommen hat muss ich davon ausgehen das auch KDE und QT nicht mehr lange frei sind und Richard Stallman recht behalten wird. Aber natürlich ist das alles praktisch folgenlos. Wir kaufen die Hardware die auf dem Markt ist und sind, mich persönlich eingeschlossen, nicht bereit auch nur ein paar Cent mehr dafür auszugeben um die Hardware zu kaufen, die ohne proprietäre Treiber läuft.
Wenn ich dann wirklich vor dem Neukauf mal in die eher berüchtigten als berühmten Listen schaue in denen lauffähige Hardware erwähnt wird, dann wird die von keinem Händler in meinem Umfeld mehr angeboten. Steinzeit. Kennt der Verkäufer gar nicht mehr und auch die Händler im Netz haben das vor 8 Monaten das letzte Mal verkauft.
Selbst wenn ich etwas finde, hat der Hersteller wie Logitech mal eben wieder die Technik in seiner Scheiß-Webcamera geändert, so das sie nun doch nicht funktioniert, oder erst nach Monaten mit viel Trickserei. Bei der augenblicklichen Lage ist der Verzicht auf proprietäre Treiber einfach nicht machbar, obwohl er richtig wäre.
Wir bekommen das Problem so einfach nicht in den Griff. Also gibt es nur eine Sache die wirklich machen könnten. Wir müssen bestimmte Hersteller einfach boykottieren. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und soll seinen Dreck behalten. Wir brauchen eine Positivliste. Wir brauchen Testteams die in aller Selbstverständlichkeit von Herstellern mit neuen Produkten auch aus der laufenden Entwicklung versorgt werden um frühzeitig zu testen. Unnötig zu sagen das diese Leute schweigen müssen gegenüber den Mitbewerbern.
Aus solchen Umfangreichen Tests können dann die Bewertungen kommen und dann liegt es an jedem selbst diese Hardware zu kaufen. Auch wenn sie etwas mehr kostet, als irgendein Aldi-Dreck. Dazu gehört natürlich auch, das man Fragen zu proprietärer Hardware einfach nicht mehr beantwortet, keine Sekunde Entwicklungsarbeit in sie steckt und die entsprechenden Hersteller brandmarkt.
Die Macht von Microsoft beruht ja tatsächlich darauf das sie natürlich bewusst in Hardwareentwicklung eingreifen um anderen Betriebssytemen das Leben schwer zu machen, was natürlich nicht beweisbar aber oft ablesbar und auch verständlich ist.
Erklärungen und Betteleien nützen nichts. Entweder wir handeln oder wir akzeptieren die Situation.
Vielleicht doch mal wieder herumpetern am Taxifunk?
In Berlin hat die BVG gestreikt. Das hätte für das Berliner Taxigewerbe eigentlich eine ständige Silvesternacht bedeuten müssen. Sozusagen ein warmer Regen innerhalb einer schon sehr, sehr langen Dürreperiode. Ich habe an dieser Stelle keine Lust mich über die Gründe für diese Dürre auszulassen. Einige sind hausgemacht, andere kommen aus einer völlig verfehlten Konzessionspolitik, aber wer will von unseren Politikern schon ernsthaft Verstand erwarten.
Das was jetzt während des Streiks passiert ist, zeigt jedoch deutlich das eigene Unvermögen. Die Kunden riefen oft mehr als 30 Minuten bei Funkzentralen an ohne etwas anderes als ein Besetztzeichen zu hören. Das gilt durchgehend über alle großen Berliner Zentralen. Da gab es sicher keine Möglichkeit mal schnell ein paar Leitungen mehr freischalten zu lassen, da konnten nicht mehr Leute an die Annahme und Vermittlungsplätze gesetzt werden. Nein die Funkrufzentralen zeigten sich gleichermaßen übergerascht. So was aber auch. Es werden Taxis gebraucht. Das konnte doch niemand ahnen.
Den schärfsten Spruch hörte ich von jemandem der nicht ahnen konnte, das ich es besser wusste. Er erklärte mir, das alles nicht so einfach sei. Der gute Mann kam auch noch vom Innungsfunk und ist da richtig zuständig. Die Programme beim Innungsfunk hätten zu Heinz Peters Zeiten schon 32 Vermittlungsplätze in der einfachen Form erlaubt und würden heute, wenn man sie denn richtig weiterentwickelt hätte, leicht 100 oder 200 Annahme- und Vermittlungsplätze hergeben, die man sich sogar in Berlin für solche Fälle leihen könnte. Personal gibt es auch genug.
Ich weiß nicht was da heute an Rechentechnik steht, aber Heinz Peter mag vielleicht ein paar Veränderungen zu schnell durchgedrückt haben, gegen das was jetzt läuft, war das jedoch eine Gnade. Ich hätte mich nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, wenn mir gestern nicht der Leiter einer anderen Funkzentrale erzählt hätte, das es ja während des Streiks an Taxis gefehlt habe. Ich hab ihm empfohlen demnächst mal raus zu gehen und an den Halteplätzen nachzusehen.
Die Halteplätze waren zwar nicht so voll, wie zu den Zeiten zu denen die BVG fährt, aber für Streiktage immer noch viel zu voll. Auf der einen Seite gab es Kunden die sich die Finger wund gewählt oder gar verzichtet haben, auf der anderen Seite gab es Kutscher die keine Aufträge bekamen. Ich rede von mitten in der Stadt. Charlottenburg, Wilmersdorf, Tiergarten. Ich war nicht in Spandau und nicht in Hellersdorf.
Wie gut hätten die Kutscher und auch die Besitzer das Geld gebrauchen können? So leicht wird es auf die Schnelle nicht mehr zu verdienen sein. Ich habe keine Spur der Ahnung wie die heutigen Machtverhältnisse sind. Aber das was da als Leistung angeboten wird, ist erbärmlich. Wenn ich mir diese Taxibestellung per Internet ansehe, dann frage ich mich was in den letzten Jahren passiert ist. Nichts. Schlafes Bruder ist der Tod.
Eine Schnittstelle zum Vermittlungsrechner zu programmieren und die Aufträge direkt anzunehmen ist nun wirklich nicht das Problem. Diese schon in digitaler Form vorliegenden Aufträge bei den Fahrern mit Datenfunk loszuwerden wohl auch nicht. Dem Kunden dann die Wagennummer und eventuell eine Wartezeit die der Kutscher angibt zu melden ebenfalls nicht. Nimmt kein Fahrer den Auftrag innerhalb einer Minute an, fällt er oben in die Schleife auf einen Vermittlungsplatz. Schon haben wir ein praktisch fast vollautomatisches Vermittlungssystem. Ähnlich wie bei den Kneipenrufgeräten.
Ja. Das wird wieder einmal Geld kosten. Aber das was das Unvermögen der Vermittlungszentralen bei diesem Streik gekostet hat, war auch Geld. Vielleicht sogar mehr Geld. Es ist jetzt an der Zeit mal wieder Bewegung in die Sache zu bringen. Bevor es jemand anders tut.
DAUs und Datensicherung
Der dümmste anzunehmende User (DAU) und seine geisterfahrenden Brüder faszinieren mich immer wieder. Vor vielen Jahren dachte ich ja noch ab und zu dass ich das Schlimmste schon gesehen haben und war frohen Mutes, dass es Schlimmer nicht mehr kommen könne. Aber natürlich kam es schlimmer.
Zum Glück habe ich es heute meist mit Laien zu tun, die wissen dass sie Laien sind und deshalb auch mit Software arbeiten können die nicht schon mehrere hundert Jahre alt ist. Sie halten sich einfach an Regeln oder ich zwinge ihnen diese Regeln durch automatisierte Prozesse auf.
Datensicherung ist etwas, das selbst ein Dreijähriger und eine Fünfjährige ohne Probleme kapieren, wenn sie das erste Mal ihre Kartoffelnknülchbilder oder die sagenhaften Ergebnisse von Tux-Paint, aber auch die Bilder von Oma versiebt haben. Es ist also wirklich nicht schwer. Es erfordert auch keine Intelligenz. Selbst auf veralteten Betriebssystemen, die aus Sicherheitsgründen zusätzlich auch noch auf dem Stand gehalten werden, als die Arche Noah ablegte, gibt es Routinen die automatisierte Datensicherung erlauben.
Aber natürlich gibt es Menschen die einfach nicht lernfähig sind. Vielleicht hatten sie eine schwere Kindheit oder wurden einfach nur dumm geboren und haben dann auch nichts dazu gelernt. Meist sind das diejenigen die auf der Autobahn feststellen, das die 99,9 Prozent der Fahrer die ihnen entgegenkommen, alles Geisterfahrer sind.
Wenn ich allerdings am Sonntag Morgen vor dem Frühstück solchen einen Blogbeitrag finde, dann ist mir das einen Link wert:
Da starte ich Mitte der Woche meinen Feedreader - und irgendwie hatte ich meine Brille vergessen, dachte ich zumindest. Die Kategorie Blogs war verschwunden. Ich suchte und suchte, schaute unter dem Kopfkissen nach - konnte die Kategorie aber nicht wiederfinden. Zuerst ärgert man sich natürlich über den Verlust - doch nur für kurze Zeit, hat man dann mit einem Neuanfang doch endlich mal die Möglichkeit, den ganzen Mist auszusortieren und das Hauptaugenmerk auf die wirklichen Perlen zu lenken. Und so habe ich in den letzten Tagen die Kategorie neu aufgebaut, rund 60% weniger Blogs finden sich nun in meinem RSSOwl wieder - ich werde es wohl verschmerzen, der qualitative Aderlass auf den deutschen Blogs hat bekanntlich im letzten Jahr Rekorde erreicht.
Für solche Erkenntnisse habe ich eine extra Kategorie, die leider einen etwas längeren Namen hat:
Ist meine Mutter doch selbst schuld,
wenn mir an den Händen friert,
hätte sie mir doch Handschuhe anziehen können.
Ich bin ehrlich begeistert. Da funkt jemand dauernd Neuigkeiten über das beste Betriebssystem der Welt für Geisterfahrer durch die Gegend. Weiß alles. Vor allem alles besser und dann dieser Spruch.
Ich habe meine Blogadressen aus dem Feedreader gelöscht und natürlich keine Datensicherung. Profis machen keine Datensicherung, auch keine ganz kleine, für die wichtigsten Dinge. Profis stehen da drüber. Außerdem ist es gut das ich keine Datensicherung habe. Blogs sind sowieso Scheiße. Alles Geisterfahrer die mir auf meiner Straßenseite entgegen kommen.
Meine Kinder fragen mich gerade was so lustig ist. Sie verstehen meine Erklärung und haben auch ihren Spaß. Wenn ich ein Bild umhängen und einen grünen Plüschsessel aus meinem Flur entfernen will, was ist dann die technisch perfekte Lösung. Na klar. Ich hol die Abrissfirma und lass das Haus abreißen. Logik für Geisterfahrer.
Liebe Kinder nicht nachmachen. Es ist dumm. Man macht das nicht so. Man wirft die, die man nicht lesen will, aus seinem Feedreader hinaus und fügt neue hinzu. Damit hält man ihn aktuelle und passend. Nur Geisterfahrer müssen bei Null anfangen.
Die Links, die, die Geisterfahrer nun als Perlen anbieten, darf man sich aber trotzdem holen. Die sind nämlich gut. Das erlebt man ja oft, das Leute die nicht singen können, dafür um so schöner malen.
Morgendliche Träumereien
Im Laufe eines Tage kommen viele Nachrichten bei mir vorbei, die ich nur mit halbem Auge wahrnehme, aber oft in BasKet übernehme. BasKet ist für mich der Zettelkasten, der es mir erlaubt unter verschieden Titeln, Gliederungen oder einfach nur nach Uhrzeit, Texte, Urls und alles das was ich nicht sofort verwerten kann, zu speichern.
Selbstverständlich sammelt sich da auch viel Müll, der nie ausgewertet wird und irgendwann mal die Basis für meinen "Zettels Traum" bildet. Aber jeden Tag sehe ich kurz durch diesen Kasten und nicht selten, finden sich da Glanzstücke. Nicht immer unbedingt wichtig, aber einfach schön.
Heute morgen fand ich eine Notiz des Markenblogs. Die Nachricht an sich ist erst einmal ziemlich bedeutungslos:
Marke Kreidler wechselt den Besitzer
Die KREIDLER Zweiradgesellschaft mbH aus Oldenburg hat die nachfolgenden Marken übernommen.
790 177
Wortmarke: Kreidler
Nizzaklasse: 12
Anmeldedatum: 10.03.1964
..
Bisherige Inhaberin der Markenrechte war die Prophete GmbH & Co. KG aus Rheda-Wiedenbrück.
Da sind gestern schon alle Lampen angesprungen, denn der nächste Eintrag auf diesem Notizzettel betrifft mich ganz persönlich Kreidler Florett RS Da steht sie. Meine RS ganz in rot. Ich bin ganz andächtig. Ein Traum von einer Karre. Kein Moped, ein Traum, eine Königin. Der Bock schlechthin.
Ich hab sie schon gebraucht gekauft. ROT. Nicht nur in Schuss, sondern topp. Wie kommt dieser blöde Autor nur darauf, die Karre sei nach 4 Jahren abgeritten gewesen. In meiner Gegend nicht. Die Kreidler Florett RS war die Göttin. Göttinen werden gepflegt. Das leiseste Hüstelchen bedeutete Totalzerlegung. Ich glaube das könnte ich heute noch bei vielen Teilen mit verbundenen Augen. Kreidler Florett RS. Das kann man nicht beschreiben, das muss man fühlen und gefühlt haben.
Danach gab es viele schöne Motorräder. Die Münch 4 Mammut TTS mit dem 1200 NSU Prinz Motor war sicher mein persönlicher Höhepunkt. Ja, ich weiß das Biest durfte nie Mammut genannt werden, aber wir haben es immer getan.
Auch wenn Friedel Münch nie wirklicher wirtschaftlicher Erfolg beschieden war, glaube ich das uns heute solche Leute fehlen. Ideen gepaart mit Ehrgeiz und sehr viel Fleiß. Das wäre auch ein schönes Erziehungsziel. Aber in einem Land in dem es wichtiger ist, die Biegung von Salatgurken zu regeln, als Fantasie auszuleben, ist das wohl eher ein blöder Wunsch.
Aber es gibt die Firma Kreidler wieder. Ich werde bald mal versuchen solch ein Gefährt in die Hand zu bekommen. Vielleicht spüre ich ja irgendwo noch den Geist der Göttin.
Probleme beim Start von KDE4 auf Kubuntu Hardy Heron Alpha 5
Die beiden Geisterfahrer werden sich jetzt freuen, aber nur im ersten Teil des Textes.
Ab dem 19.2.2008 hatte ich ein Problem mit KDE4. Nach dem Anmelden lief ksplashx mit ziemlicher Geschwindigket bis zum letzten Bild dem K von KDE und stand dann dümmlich in der Gegend herum.
Ein Blick auf .xsession-errors brachte folgendes Bild:
Link points to "/tmp/kde-ich"
Link points to "/var/tmp/kdecache-ich"
Link points to "/tmp/ksocket-ich"
startkde: Starting up...
Fatal error: you need to have a KComponentData object before
you do anything that requires it! Examples of this are config
objects, standard directories or translations.
kdeinit4_wrapper: Warning: connect(/home/ich/.kde4/socket-jochen-desk/kdeinit4__0) failed: : No such fileor directory
Dann habe ich das getan, was ich auch anderen empfehle, wenn es nach einem normalen Update Probleme gibt. Man schaut im Netz nach, was andere zu dem Problem zu sagen hatten und wartet ab, was die nächsten Tage an Updates bringen.
Das ist deshalb so leicht möglich, weil ja KDE3 ohne Probleme weiterläuft. Es ist also ohne weiteres möglich, mit einer neuen Softwareversion produktiv zu arbeiten, wenn man nicht alle Brücken hinter sich abbricht. Fälle wie es sie aus der Anfangszeit von freier Software gab, das ein System gar nicht mehr einsetzbar ist, habe ich seit fast 15 Jahren nicht mehr erlebt.
Für den obigen Fehler hatte Harald Sitter die richtige Lösung. Die Datei /etc/kde4rc ist übrig:
sudo rm -rf /etc/kde4rc
Hätte ich vielleicht auch selbst drauf kommen müssen, aber ich habe an ganz anderen Ecken gesucht. Ach ja. Natürlich kann man auch als root direkt löschen.
Mein KDE4 läuft wieder und das ist gut so. Auch wenn es ja nur wenige Tage waren, an denen ich mit dem durchaus noch vertrauten KDE3 gearbeitet habe, war ich doch manchmal recht verschnupft, weil viele schöne und praktische neue Dinge aus KDE4 eben fehlten. Das neue Menü und vor allem die Suchfunktion darin. Eine echte Gnade. Dolphin in der KDE4-Version. Die schon fertigen Programmen.
KDE4 ist ein Quantensprung. Ich möchte es nicht mehr missen.
Übrigens hatte ich mit Hardy Heron seit Alpha 4 bei mir im Einsatz auch keine Probleme. Ich bin sehr zufrieden. Den beiden Geisterfahrern, die sich so gerne als Puristen geben, möchte ich zum Thema Namen etwas ins Stammbuch schreiben. Namen sind immer blöd wenn andere sie auswählen. Ich habe sechs Kinder mehrfach benamst, damit die sich später das passende aussuchen. Ob meine Namensgebung immer der Weisheit letzter Schluss war, wage ich zu bezweifeln.
Wer allerdings aus der Steinzeit kommend bei anderen mehr Qualität fordert, ohne diese wirklich zu testen, macht sich lächerlich. Ich persönlich freue mich jetzt schon auf den "Unerschrockenen Steinbock" wie die deutsche Übersetzung von "Intrepid Ibex" lautet. Die bessere Skalierbarkeit des Desktops und die gewünschte Fähigkeit mobil ununterbrochen im Netz sein zu können, lässt spannendes erwarten.
Microsoft und Yahoo
Zwei Lahme und Fußkranke im Bereich des Webs wollen sich zusammen tun, um den Wettlauf gegen Google, den anerkannten Weltmeister der Branche zu gewinnen. Das sind zwei Blinde die sich gegenseitig die Farbe der Milch erklären. Dagegen ist ja erst einmal nichts zu sagen. Microsoft hat ja Geld genug. Ob sie das Geld nun mit Yahoo verballern, oder sonst irgendwo verlieren, ist eigentlich egal. Es wird lustig werden. Ich hätte noch Lycos anzubieten, das würde die Runde der Verlierer komplettieren.
Vielleicht könnte Microsoft sich dann auch noch an den Kosten für jene Suchmaschine beteiligen, die jetzt auf Kosten des Steuerzahlers entwickelt werden muss, um die Geschäfte von Christoph Mohn bei Lycos zu subventionieren, oder besser um die aus Unfähigkeit angefallenen Verluste auf die Allgemeinheit umzulasten. Da unsere korrupten Staatslenker ja schon alles tun um Microsoft das Geld in den Rachen zu schmeißen, oder wie unsere Kanzlerdarstellerin auch direkt Propaganda für Microsoft machen, wäre das doch nur fair. Wir brauchen eine auf dem Geist von Bertelsmann beruhende Suchmaschine nämlich so dringend wie eine neue Zensurbehörde.
Apropo Zensur. Da ist Yahoo ja erfahren. Das passt gut. Wer heute noch Gruppen unter Yahoo zu laufen hat, sollte seine Daten sichern und sich langsam entfernen. Es wird mit der Zugehörigkeit zu den Redmontern nicht besser. Deren Rechner wollten immer schon lieber nach Hause telefonieren, als die Aufgaben lösen für die sie gekauft wurden.
Wirtschaftlich wird bei diesem Geschäft zwar viel Geld verbrannt, aber trotzdem ist es unbedeutend. Sowenig wie Microsofts eigene Suchmaschine die Welt veränderte wird dieser Zusammenschluss Bewegung bringen. Wer also etwas wirklich neues an Suchtechnologie hat, kann sich beruhigt auf den Markt begeben. Mit Microsoft und Yahoo ist ihm kein neuer Gegner erwachsen. Eher wurde Yahoo vom Spielfeld genommen und wird bald nichts anderes als ein vertrockneter Ableger von Microsoft sein. Benutzbar war Yahoo schon vorher nicht, aber jetzt wäre es der reine Wahnsinn denen auch nur noch eine Information zu geben.
Was die Diktatoren dieser Welt, wie die chinesische Regierung oder unser Möchtegerndiktator Schäuble sich nicht holen, bekommt Microsoft und wen Microsoft dann beliefert, weiß keiner. Finger weg, bevor man sich verbrennt. ist der einzig sinnvolle Ratschlag.
Machen Handys überhaupt noch Sinn?
Natürlich klingt schon die Frage zunächst ziemlich blödsinnig. Siemens war nicht in der Lage die zu menschlich akzeptablen Bedingungen zu fertigen, Nokia scheint es auf Dauer auch nicht zu sein und Motorola will seine Handysparte auslagern. Wenn ich zu diesen drei Symptomen eine Krankheit erfinden müsste, die nicht Geldgier heißt, dann fällt mir sofort das "falsche" Produkt ein.
Kann ein Produkt das millionenfach verkauft wird den überhaupt "falsch"sein? Ich meine ja. Wobei falsch, natürlich nicht das richtige Wort ist. Das Handy ist im Moment ein Modeprodukt. Design schlägt Funktion. Aber anders als die Kaffeemaschine und der Toaster von Porsche ist mit dem Modelabel auf dem Namensschild keine Funkionsverbesserung verbunden. Selbst das Design ist nicht unbedingt ein Gewinn.
Dabei haben die Handyentwickler doch eigentlich alles richtig gemacht. Vom rollbaren und kurzfristig tragbaren Telefonkoffer, der nur an guten Standorten Verbindung bekam, bis zum heutigen Winzling, mit dem man zwar auch noch telefonieren kann, der aber Musikplayer, Videoplayer, Adressbuch, Mailclient, Foto und Videokamera und eben auch Statussymbol ist.
Tatsächlich besitzt jeder heute so ein Ding. Nun gut nicht jeder. Linus Thorwaldsen hat keins. Ich kenne auch noch ein paar andere die keins haben. Aber die Mehrheit ist bestens versorgt. Nicht wenige haben sogar mehrere oder doch zumindest mehrere Rufnummern um zwischen Aufgabengebieten trennen zu können. Die Dinger müssen auch ersetzt werden. Weniger weil die Elektronik anfällig wäre, sondern eher weil sie aufgrund ihrer Große, Leichtigkeit der Fertigung den rauhen Umweltbedingungen nicht immer gewachsen sind.
Hätte ich gegen meinen erstes "Handy" getreten, hätte ich mir an dem Batteriekoffer den Fuß gebrochen. Als mir mein letztes runterfiel, landete es so dumm auf der Kante das es in etliche Teile zerbrach und Schrott war. Theoretisch müsste es also ständig einen Ersatzbedarf geben, dazu einen Erneuerungsbedarf aufgrund besserer Techniken. Die Kameras werden besser, die Speichermöglichkeiten steigen und auch der Sound verbessert sich.
Trotzdem ist das Ganze scheinbar langfristig kein gutes Geschäft. Sicher momentan kann sich noch nicht einmal Nokia die Zahlen so schlecht lügen, das sie eine Begründung für Werksschließungen und Werksverlegungen hergeben, aber wenn alle Handyhersteller zeigen, das sie an ihren Markt nicht glauben, dann muss da etwas falsch laufen. Natürlich ist der ständige Preisverfall ein Thema. Es ist sicherlich auch nicht gut, wenn ein Handy als Dreingabe zu einem Telefonvertrag praktisch verramscht wird.
Dieses Bundling liegt zwar nahe, weil derjenige der einen Telefonvertrag abschließt natürlich auch telefonieren können muss, um Umsatz zu bringen. Wenn wir uns allerdings die Festnetztelefonie betrachten, dann will da schon lange keiner mehr ein Telefon. Selbst als Geschenk nicht. Trotzdem gibt es einen zwar umkämpften, aber gut laufenden Markt für Festnetztelefone. Dabei können die Dinger noch nicht einmal fotografien und sind auch als mp3-Player relativ ungeeignet.
Zwar werfen die Anbieter im DSL-Bereich mit FritzBoxen und ähnlichem um sich, aber eigentlich mehr um die Anschlüsse sicher zu kriegen, als das dies wirklich ein Argument für die Anbieterwahl wäre. Der Kunde weiß ziemlich genau, was diese Gaben real kosten und kann dementsprechend seine Schlüsse ziehen. Das gilt auch für den Mobilfunkbereich.
Die Vorauswahl an Endgeräten, die, die Mobilfunkanbieter treffen, hat ja mehr etwas mit wirtschaftlichen Gründen, wie dem realen Kaufpreis, als mit dem Wert des Telefons zu tun. Die im Bundling angebotenen Telefone werden seltsamerweise, kaum zu den Preisen des freien Marktes gekauft oder da gar nicht erst angeboten. Es entsteht also ein überhöhter fiktiver Preis und eine Margenaufteilung zwischen Hersteller und Mobilfunkanbieter. Real betrachtet wird der Markt ausgeschaltet.
Ich persönlich war nie ein Freund von Beigaben. Nicht selten sind diese Beigaben bei Geschäften der pure Hohn. Die Beigabe ist an sich wertlos oder wird mit einem viel zu hohen fiktivem Wert bemessen. Meist soll ich mit diesen Beigaben getäuscht werden. Ist der Vertrag mit der Beigabe des Mobiltelefons schon zweifelhaft, dann wird es der Aufbau dieses Telefons noch einmal.
Die Dinger sind für vieles ein wenig, aber für kaum eine Sache richtig geeignet. Es sind eben keine Organizer, keine guten mp3-Player, keine guten Kameras, sondern von allem immer nur ein wenig. Die eierlegende Wollmichsau, bei der die Wolle kratzt, das Fleisch zäh verschrumpelt, die Eier nur aus Schale bestehen und die Milch mehr Wasser ist.
Das scheint aber niemanden zu interessieren. Dat jibbet ja fast umsonst dabei. 0,00 Euro. Will ich mir ein DECT-Telefon, also ein Funktelefon für zu Hause kaufen, liege ich bei 60 Euro, für eine einfache Kamera noch einmal das gleiche. Dazu einen simplen mp3-Player der mit 30 Euro zu Buche schlägt. Also bin ich vielleicht bei 150 Euro und weil die Komponenten stromsparend sein sollen, bei 200 Euro Verkaufspreis. Mit sehr ordentlichen Gewinnen.
Rechne ich mir das gleiche als High-End-Lösung dann komme ich auf ca. 600 Euro. Aber selbst wenn ich mit meinem Preisen zu tief liege, wäre es sinnvoll die Produkte auf die Bedürfnisse der Benutzer besser anzupassen. Der eine will ein Mobilelefon das Musik macht und meinetwegen auch Videos abspielt. Der andere eine Kamera mit der er telefonieren kann, der dritte will nur telefonieren.
Die Geräte scheinen irgendwie alle am Markt vorbei entwickelt. Das Handy mit den großen Tasten für ältere Menschen, kostet ein Vermögen. Wer wirklich mit Mails und Internet arbeitet, ist schnell am verzweifeln. Wer fotografieren oder filmen kann, braucht etwas besseres. Die Endgeräte haben eigentlich nur eine Berechtigung. Sie ersparen uns mehrere Geräte mit uns herum zu schleppen.
Das ist aber irgendwie ein schwacher Trost. Vielleicht ist es aber auch ganz anders. Vielleicht sind wir nur mit dieser Art Handys am Ende. Vielleicht brauchen wir ein ganz neues Konzept. Mich persönlich stören zur Zeit zwei Dinge ganz wesentlich, die zunächst einmal nur bedingt etwas mit dem Handy zu tun haben.
Ich rüste meine Hardware immer weiter auf, ohne davon noch einen wirklichen Nutzen zu haben. Wenn mein USB-Stick und die Grafikkarte meines Laptops leistungsfähiger sind als früher ein ganzes Rechenzentrum, dann zeugt das zwar von technischem Fortschritt, aber wenn ich mir überlege welche Datenvolumina ich mittlerweile bewegen und mit mir rumschleppen muss, dann frage ich mich ob das so weitergehen kann und so weitergehen muss.
Ich habe mittlerweile mit den Datensicherung, für mich, die beste aller Lebensabschnittssgefährtinnen und die Kids den Bereich von 2 Terabyte überschritten. Natürlich könnte ich ein paar alte Projekte wegwerfen. Aber genau dann kommt noch jemand, der genau da was braucht. Warum auch wegwerfen?
Mit neuen Suchmethoden habe ich den alten Daten gerade einen fast 17 Jahre alten Entwurf für ein Buchhaltungssystem gefunden, das es mir erlaubt Zahlungeingänge und Zahlungsausgänge zu ihren formalen Terminen zu buchen und dann ohne großen Mehraufwand mit den realen Terminen und Beträgen zu verbinden, so das ich ein Cash-Flow-System realisieren kann, das sowohl aus realem Zahlungsverhalten und Lieferverhalten lernen, als auch direkt mit der Buchhaltung verbunden sein kann und die dortigen Regeln nicht verletzt. Damals war das aus Gründen der Hardwaretechnik kaum zu realisieren.
Wenn es also Sinn macht, altes aufzubewahren, was sicher nicht immer der Fall ist, oder wenn einfach nur nicht entschieden werden kann, was übrig ist, dann werden wir aufgrund unserer Datenbestände immer immobiler. Zu den Datenbeständen zählen für mich auch die virtualisierten Systeme. Bei mir vorwiegend Vmware basierend, aber auch Systeme die aus mehreren Partitionen bestehen und die Verwendung älterer Systemumwelten ermölglichen. Unnötig zu sagen, das auch nicht IT-gebundene Projekte immer mehr an Speicher benötigen. Hinzu kommt das alle Projekte sich über immer größere Zeiträume hinweg ziehen, weil Entscheidungsfindung und Finanzierung heute in einer sehr verteilten Welt organisiert ist.
Ich gehe also davon aus, das wir alle auch bei ständig wachsenden Speicherkapzitäten nicht mehr in der Lage sind, unsere Daten mobil mitzuführen. Wir müssen also fast immer auf externe Daten zugreifen. Bei Mails machen wir das schon lange, ohne das es uns wirklich stört. Der Google-Desktop und andere derartige Angebote sind weit verbreitet. Wir haben also die Architektur um Daten und Programme ins Netz zu verlagern.
Bevor mir jemand mit dem Argument der Datensicherheit kommt, Datensicherheit ist relativ. Wenn ich als einigermaßen erfahrener Anwender unter einem dafür gedachten Betriebssystem, auf die Daten meines heimischen Rechners von unterwegs zugreife, dann ist das noch relativ sicher. Dem durchschnittlichen Windowsanwender würde ich da eher abraten. Sichere Systeme gibt es allerdings nicht. Es gibt nur mehr oder weniger sichere System. Eine Umgebung im Netz auf einem fremden oder eigenen Server lässt sich eben nur genauso gut schützen, wie die Daten auf dem Heimsystem oder innerhalb der Firma.
Auch wenn Sicherheit nur eine Fiktion ist, heißt das nicht, das man sie vernachlässigen kann. Allerdings sind z.B. die meisten meiner Daten nicht sicherheitsrelevant, oder bereits an anderer Stelle im Netz verfügbar. Wer jemals seine eigenen Daten nach einem bestimmten Foto, irgendeinem einzelnen Text durchsucht hat, der weiß wie schwer es ist, so etwas in größeren Datenmengen wiederzufinden. Unsere Geheimnisse schützen sich also vielfach selbst, weil sie auch für uns, die wir unsere Daten kennen in der Masse untergehen.
Wenn wir also Sicherheit als ein sich ständig neu stellende Frage betrachten, gibt es keinen Grund, die Daten und Programme nicht komplett ins Netz zu verlagern. Dann gibt es auch keinen Grund, die eigentliche Verarbeitung der Daten auf meinem Rechner vorzunehmen. Wenn die Daten schon im Netz sind, kann ich mir genau in diesem Netz auch den Rechner suchen, oder besser automatisiert finden lassen, der für die anstehende Arbeit am besten geeignet ist.
Ich lasse also rechnen und speichern. Dann bleibt für meinen Rechner nur die Darstellung der Ergebnisse und die Eingabe der Befehle. Ich brauche also eine Grafikkarte mit Sound, Maus- und Tastatursteuerung und einen Wlan Anschluss. Meinetwegen auch noch einen USB-Port für die ganzen geheimen Daten, Anschluss eines Blutzuckermessgerätes oder ähnlichem. Damit ist im Prinzip ein ThinClient beschrieben.
Die Größe dieses Kastens wird eigentlich mehr durch seine Anschlüsse bestimmt als durch das was drin ist. Das Videosignal müsste nicht unbedingt über Kabel geführt werden, auch da sind Funklösungen vorhanden. Bei Maus und Tastaur ist das schon lange der übliche Weg. Wenn wir beim Sound an Bluetooth oder ähnliches denken dann haben wir im Home-Bereich nur noch das Netzkabel, oder die Aufladestation für den Akku.
Gehen wir dann aber nur einen Schritt weiter und erklären Voice over IP zur Standardtelefontechnik, dann haben wir auch ein Telefon, durch den Akku auch ein Handy. Bauen wir eine Webcam für die Videokonferenz ein und ein Display zur Kontrolle, sind wir schnell bei der Foto- und Videokamera. Ein mp3-Player ist das Ding ja schon von Hause aus.
Wenn wir unser fiktives Gerät dann betrachten, haben wir ein Handy das ein Computer ist. Natürlich ist es irgendwie unpraktisch immer den 24 Zoll Monitior mit Maus und Tastaur auf dem Rücken geschnallt zu tragen. Bei der Tastatur ist es einfach wir haben die Laser Tastatur unter Bluetooth die auch als Touchscreen oder Touchpad taugt. Fehlt uns eigentlich nur noch ein aufrollbarer Monitor. Das der Folienmonitor sehr bald in Stückzahlen verfügbar sein wird, ist ein offenes Geheimnis.
Wir haben also mehr oder weniger alle Komponenten um aus unserem ThinClient das mobile Büro zu machen. Stellen wir unterwegs noch ein paar Drucker und Scanner auf, dann sind wir plötzlich wieder frei und haben aber alles was wir brauchen.
Damit ist der erste Teil dieses Beitrags erledigt. Morgen wird ein weiterer folgen der sich mit den Kosten und neuen Möglichkeiten beschäftigt, ich bitte also Bemerkungen zu den Kosten erst einmal zurück zu stellen.
re:publica - Die Loge meutert
Nein, es ist nicht die Ehrenloge die meutert, es sind auch nicht Waldorf und Stettler, die vor allem auch über sich selber lachen konnten. Es sind die Herrschaften die mit einem Kissen unter den Armen am Fenster hängen und unter dieser ach so bösen Welt in Klein-Bloggersdorf und überhaupt leiden. Das Kissen verhindert Schwielen an den Armen und Schmerzen, die eventuell ein Nachdenken erlauben würden. Die Welt ist ja so schlecht. Natürlich nur die anderen:
Es sind die selben langweiligen Nasen, die man schon auf unzähligen Videos gesehen hat, die jeden Kongress, jedes Barcamp dieses Landes bevölkern, die immer und immer wieder das gleiche erzählen. Nichts gegen die Damen und Herren persönlich, ich kenne da keinen privat - doch, ich bitte Euch, bisher hat sich da noch niemand als kritischer Zeitgeist hervorgetan. Gegenseitiges Linkgeficke, gegenseitiges In-den-Himmel-loben, gegenseitig die Leser zuschubsen - genau das ist die Basis, auf der die ach so kritische und tolle Blogosphäre aufgebaut wurde.
..
Kurzum: Nichts, aber auch gar nichts Neues - alles wurde schon zig tausend Male durchdiskutiert. Einfach mal die Blogsuche Eurer Wahl anschmeißen. Am einfachsten lässt sich diese Einschätzung belegen, wenn man sich nur die Debatte rund ums Geld anschaut, die den Zusatz reloaded trägt. Wo ist die Innovation, wo ist der Blick in die Zukunft, wo ist the next big thing, wo ist zu sehen, dass Blogs nicht die selbe trübe und müde Masse sind, wie der Journalismus, der ja so gerne kritisiert wird? Wo ist die Begeisterung für das eigene Hobby, wo ist das Andere, wo ist das Begeisternde?
Also eins muss ich den Machern von re:publica auch ins Fahrtenbuch, oder heißt das Stammbuch schreiben. Selbstverständlich ist die Referentenliste ein Witz. Der wichtigste Mann der deutschen Blogszene fehlt. Ich. Aber das werden die sicher noch nachtragen. Außerdem habe ich noch keine kostenlosen Karten bekommen, was aber sicher auch noch geschehen wird.
Nein. Ich werde auch dieses Jahr kein Banner schalten. Das liegt weniger an re:publica als daran das ich keine Banner schalte. Selbst der Kram in meiner Fußzeile fliegt bei der nächsten Attacke von Arbeitswut. Ich werde vermutlich nicht einmal hingehen. Zum einen weil ich geizig bin, zum anderen weil ich so schon kaum Zeit für die Kids habe. Aber warum soll ich mich darüber aufregen, das andere ihren Spaß haben werden werden?
Ich kenne nur einen Bruchteil der Referenten wirklich. Einige Themen würden mich interessieren, andere bringen mich nur bei dem Gedanken an sie, zum einschlafen. Also ist der Kram wohl so ziemlich ausgewogen. Das ist schon mal viel, wie jeder weiß, der mal solch eine Konferenz gebastelt hat.
Ich gebe zu, das ich im Moment eh etwas wütend auf die beiden Zausel von F!XMBR bin, weil die nicht nur bei meinem Lieblingsthemen unfair berichten, sondern sich bei ihrer Zensur auch noch ziemlich dämlich anstellen. Das liegt aber daran, das sie selbst von BSD, das sie propagieren, keine Ahnung haben. Während sie noch mit mir meckerten das ich für frühe Tests von KDE 4 bin und erklärten das BSD das nicht machen wird und ich überhaupt doof sei, schrieben mir andere das sie längst an der Arbeit sind und einer sagte sogar, das es einfach der Zeitmangel sei, weshalb sie noch nicht weiter wären. Ich habe übrigens gerne recht.
Aber davon mal abgesehen. Warum muss sich jemand mitten in Klein-Bloggersdorf auf die Straße stellen und so ziemlich alle anpissen? Wenn die Robert Basic nicht leiden können, weil der ehrlich über die Möglichkeiten des Geldverdienens mit Blogs referiert, dann können die das doch sagen. Aber sie müssen vor lauter Mut selbst den Namen umschreiben. Ich mag ihn. Ich freue mich das er Geld damit verdient. Ich mache es trotzdem anders und gut ist es.
Natürlich gibt es auf dieser Referentenliste auch Leute die ich für übrig halte. Ja und? Mit solchen Leuten bin ich sogar verwandt, muss mich mit solchen Leuten aus gesellschaftlichen oder geschäftlichen Gründen treffen oder kann ihnen nicht ausweichen, weil mein dämlicher Dackel, ihre Dogge zum Knutschen findet. Das ist Leben.
Eine der Spielregeln von Leben ist, das man den anderen ihren Spaß gönnen muss, wenn man selber Anspruch auf eigenen Spaß haben will. Wem es aber nicht mehr um Spaß, sondern nur noch um Gemecker geht, der sollte sich solche Sätze zweimal überleben bevor er sie schreibt:
Wo ist die Begeisterung für das eigene Hobby, wo ist das Andere, wo ist das Begeisternde?
Denn solche Sätze, setzen eigene Begeisterung voraus. Damit ist aber nicht die Begeisterung gemeint, die einige daran haben, die Leistung und Haltung anderer, mit dem großen Hammer platt zu klopfen. Niemand zwingt euch Teil der Bloggerwelt zu sein. Werdet doch einfach Journalisten. Aber ich glaube das hatte ich schon mal gesagt.
Linuxtag 2008
Nur mal eine Frage. Weiß schon jemand ob die Pappnasen vom Linuxtag dieses Jahr wieder einen so trefflichen Schirmherren wie im vergangenen Jahr gefunden haben. Vielleicht lässt sich Wolfgang Schäuble ja noch toppen. Stalin ist allerdings schon tot und Suharto auch. Wiefelspütz wäre ja nur ein müder Abklatsch von Schäuble.
Josef Ackermann oder Nokia fallen mir spontan auch noch ein. Ich hab den Haufen zwar mal angeschrieben, aber so merkbefreit wie die im letzten Jahr reagiert haben, gehe ich davon aus, das die auch diesmal nicht reagieren. Die haben ja auch nicht gemerkt, das Schäuble für Microsoft steht. Weiß irgendwer schon etwas genaues über den diesjährigen Schirmherrn? Dann fahr ich in der Zeit wieder aufs Land, damit es mir nicht so schwer fällt auf den Linuxtag zu verzichten.
Noch einmal Nokia und Trolltech
Diesmal aber mit Zahlen, die zumindest mir, vorher so nicht bewusst waren. Scott Wheeler der sich selbst nicht als ausgesprochenen Finanzmarktexperten sieht, hat ein paar interessante Zahlen zusammengestellt:
Trolltech has been publicly traded since the middle of 2006, which means that they've been issuing performance reports. The first thing that hit me when I started sifting through them was to note that Trolltech has been losing money for the last three years. Looking over to the stock market, when they went public there was a fixed share price of €2. A year and a half later they're worth about half that. Nokia, interestingly, agreed to pay double the market rate for the shares (incidentally, exactly the same price as the IPO). Trolltech has around 50 million shares, with about 17m held by board members (mostly the two cofounders), 14.5m by investment firms and 8.5m on the market. (I didn't find documentation for the other 10. This may be related to the 50 million being a current figure and the last report of share holdings being from the end of 2006.) Trolltech's total revenue is around €25 million. Total losses were around €6 million for the last couple of years. Total cash on hand at this point is around €13 million. They've got around 250 employees worldwide.
..
There are reasons that a company will budget to run at a loss for a period of time to try to grow the business. Some of this was probably intentional. However, given the consistently decreasing stock prices, it seems that at least investors were not wholly convinced that it would bounce back to profitability in a timely manner. Revenue has been growing at a pretty consistent 40%, but in 2005 and 2006 costs doubled. Things leveled out a bit as of the third quarter of 2007, they'd only increased by 30% relative to the previous year. In a nutshell, Trolltech was hardly in the toilet, but performance wasn't great either.
Den Trollen sind also die Kosten aus dem Ruder gelaufen, ohne das sie sich dafür wirklich mehr Marktanteil hätten kaufen können. Das macht den Verkauf verständlich. Nun hätte es ja ein Menge möglicher Interessenten geben können, warum also gerade Nokia.
Scott Wheeler sieht den Grund nicht darin, das die Trolle ein Profitcenter innerhalb von Nokia werden können, er weist vielmehr darauf hin, das anders als Novell beim SuSe und Ximian Deal, Nokia kaum eine Last zu schultern hat und Gewinne und Verluste der Trolle kaum eine meßbare Größe im Vergleich darstellen. Das ganze betrifft also eher die Portokasse. Der Hauptgrund für den Kauf liegt für ihn an anderer Stelle:
Qtopia could become their answer to Android, Trolltech might become their WebKit gurus, who knows. Nokia may even have a few ideas they're planning to try out to see how to integrate Trolltech's technology into the company and keep the ones that work, and write off the others.
Genau darauf dürfte es hinauslaufen. Nokia nimmt sich die wenigen Teile die sie brauchen und machen den Rest gnadenlos dicht, nicht ohne dem OpenSourceBereich soviel Steine wie möglich in den Weg zu legen, weil das einfach die Art von Nokia ist. Die hinterlassen gerne verbrannte Erde.
Etwas positiver sieht das Aaron Seigo was ich aber eher nicht der Tatsache zuschreibe das er von Trolltech bezahlter KDE Entwickler ist, sondern seiner Sachkenntnis:
Change always caries some measure of doubt and cause for concern: we know the present and so if the future is similar to the present we feel we have a good understanding of the future, but when the future is being adjusted we lose that "tomorrow will be just like today" shortcut. In spite of this, many (though certainly not all) changes are good. So, is this a good thing for KDE, Qt, Trolltech, etc?
First, we don't have all the answers. There are still many things to work out over the coming months between all the parties involved. Nokia and Trolltech were nice enough to invite me into the conversation recently so as to ensure that KDE's interests, needs and positions are both heard and taken into consideration.
..
Over the coming months we'll all be working together to figure out all the details. I'd be happy to hear the input, thoughts, concerns, etc from people in the KDE community over this. If I don't have the answers, I'll do my best to find them.
Es gibt Veränderungen die einem Hoffnung machen und Veränderungen die einem Hoffnung nehmen. Für mich ist eine Verbindung zu Nokia nichts was Hoffnung macht. Ich gehe davon aus das der Schockwellenreiter recht behalten wird:
Von Norwegen nach Rumänien?
Nokia kauft Trolltech und wird sicher bald alle Entwickler feuern und Qt in Rumänien weiterentwickeln lassen. Was das für KDE bedeutet, kann ich nicht einschätzen. Aber Nokia traue ich nicht (mehr) über den Weg
Ich traue denen alles zu und plädiere dafür sich rechtzeitig von Trolltech zu lösen und auf eigenen Füßen weiterzumachen. Auch wenn das viel Arbeit und vor allem Zeit kosten wird. Nokia hat in Bochum gelogen, Nokia lügt jetzt bei den Trollen. Da ist nichts Gutes zu erwarten. Deshalb besser ein Ende mit Schrecken.
KDE Niggelichkeiten I
Hier geht es um nicht große Dinge. Sondern vor allem um Kleinigkeiten, eben Niggelichkeiten, die zwar im Netz schon tausend mal beschrieben sind, aber immer wieder an mich herangetragen werden.
Der Monitor ist zu klein
Unter bestimmten Bedingungen, vor allem bei alten NVIDIA Grafikkarten geht das Bild manchmal über den rechten Bildrand hinaus und taucht dann mit seinem Rest, links wieder auf. Das gleiche kann auch nach unten passieren. Das ist ein Fehler der sich durch die ständige Anpassung des nv Treibers eingeschlichen hat, der heute einfach zuviele unterschiedliche Karten mit noch mehr Monitiorkombinationen können muss. Abhilfe ist nur der Einsatz der propertiären Treiber für die Nvidia. Dabei ist unbedingt darauf zu achten, das der richtige Treiber erwischt wird. Zwar bin ich sonst immer gegen propertiäre Treiber, aber hier ist das, das einzige was wirklich hilft. Bitte verwendet nicht die tolle Softwore die es euch ermöglicht X automatisch mit diesem Treiber zu konfigurieren. Das geht immer in die Hose. Macht es von Hand.
Arbeitsflächen
Häufig sehe ich bei Privatanwendern Rechner, auf denen nur zwei virtuelle Bildschirme eingerichtet sind, aber nur einer genutzt wird. Die sehen mich dann immer ganz erstaunt an, wenn ich vorschlage doch einen Meter von ihrem Schreibtisch abzusägen. Dann meinen sie, das sie den Platz doch brauchen. Genau den Platz brauchen sie eben auch auf ihrem virtuellen Schreibtisch. Denn genau dafür sind die virtuellen Bildschirme oder Desktops bestens geeignet. Einen für Mail, Kalender und Adressbuch. Einen für Spiele und die bösen Bilder aus dem Netz. Einen für Texte und Notizen. Gebt den Dingen Raum. Wichtig dabei ist, den Dingen einen festen Platz zu geben.
Ich habe immer 16 Bildschirme zur Verfügung. Nein, die fressen keine Systemleistung. Zumindest keine messbare. Aber sie schaffen Ordnung in meinem Chaos. Auf 1 liegen die Patiencen, auf zwei xskat. Damit haben sich die Spiele die ich regelmäßig spiele schon erledigt. Höchstens mal Schach, Mahjong oder Shisen-Sho wenn Zeit ist. Auf drei liegt Google. Den habe ich immer offen, damit ich ohne Arbeit sofort nachsehen kann. Müsste ich erst einen Browser aufmachen, würde ich nicht nachsehen. Auf 4 ist Platz für die Browserfenster die Texte enthalten die ich gerade für den Blog bearbeite. Auf fünf der Blog und auf sechs ein Kontrollbild des Blgos mit einem anderen Browser. Sieben dient der Programmierung oder Systemarbeiten, Acht ist frei, wenn ich nicht gerade Fernsehen an habe, was allerdings selten vorkommt. Neun ist freischwebend, hat so recht keine feste Zuordnung. Auf 10 liegen die Mails und der Kalender. Auf 11 der RSS Feed und dpa sowie Reuter. 12, 13 und 14 sind für meine Bücher und deren Recherchen. 15 ist frei und auf 16 hängt amarok für die Musik.
Diese Ordnung halte ich für mich ein, weil sie mir die Arbeit erleichtet. Natürlich nicht sklavisch, aber doch im wesentlichen. Ich weiß genau wo ich was habe. Das macht mich schnell und effizient.
KDE 4 stellt die Arbeitsflächen nach dem Hochfahren nicht so wieder her wie sie waren
Das stimmt. Alle Konqueror Fenster liegen zur Zeit auf dem Arbeitsplatz, der als letzter aktiv war. Das ist nicht schön, aber auch nicht so dramatisch. Wer seine Arbeitsflächen fest organisiert hat, kann darüber lächeln. Der Arbeitsflächeumschalter zeigt nämlich das aktuelle Fenster in blauer Markierung an. Klickt man dieses blau markierte Fenster mit der linken Maustaste an und hält es fest, kann man es auf dem Arbeitsflächenumschalter an die richtige Stelle bewegen. Damit ist der Fehler im Handumdrehen behoben.
Ein Fester ist größer als der Schirm / Mmonitor
Obwohl der Scrollbar eines der ersten Dinge war, das in KDE wirklich gut funktionierte, gibt es immer noch Programme die auf ihn verzichten und dann gerade so groß sind, das sie nicht auf den Bildschirm passen. Dann muss man aber wirklich nicht die Auflösung ändern, wobei sich einige Programme auch dann noch spassigerweise wehren, sich ganz darstellen zu lassen. Nein der Trick ist ganz einfach. Den Coursor mitten in das betroffene Fenster fahren, die Alt-Taste gedrückt halten und das Fenster mit gehaltener linker Maustaste bewegen. So kommt man auch an die wichtigen Stellen des Fensters, die sonst verdeckt sind.
Nokia frisst Trolltech - Armes KDE
Die armen Trolle war mein erster Gedanke. Mein zweiter ging aber gleich in Richtung KDE. QT von den Trollen ist nun einmal die Basis für KDE. Bevor jemand auf den Gedanken kommt, das ich mich nur wegen Nokias Betrug an den Menschen in Bochum aufrege, den ich mit Sicherheit nicht vergessen habe und vergessen werde möchte ich kurz darüber berichten wofür Nokia steht.
ars technica zeigt am Beispiel Ogg das Nokia in Wirklichkeit nicht für freie Software steht, sondern mit aller Macht ihrer Milliarden propertieren Dreck an der Macht halten will. Freiheit ist genau das Gegenteil von dem was Nokia will. Natürlich begründet Nokia seine Bedenken anders. Aber wer Ohren hat zu hören, der möge auf die Zwischentöne achten.
Natürlich fällt auch anderen sofort der Vergleich zu Novell und SuSE ein, der ja in diesem Blog schon mehrfach ein Thema war. Ähnlich wie es bei Novell kein wirkliches Bedürfnis für offene Software sondern nur für einen Schulungsmarkt an Vollidioten gibt, liegen die Dinge auch bei Nokia. Das N810 baut auf GTK auf, weshalb also wollen die QT.
Die Antwort ist einfach. Es geht um die vielen Leute, die im OpenSource Bereich die eigentliche Entwicklungs- und Testarbeit für Trolltech geleistet haben. Nokia ist gerne bereit deren Abeit zu nehmen und jetzt und in Zukunft, nichts dafür zu geben. Wie eben auch in Bochum und in vielen vielen anderen Fällen. Das ist nicht nur der große Fisch, der den kleinen frisst. In diesem Fall habven wir es mit einem großen Fisch zu tun, dem es häufig ausreicht den kleinen einfach tot zu beißen und dann gelangweilt fallen zu lassen.
Egal was Trolltech und Nokia jetzt auch an beruhigenden Worten absondern. Ich glaube ihnen kein Wort. Die Trolle würden wohl gerne so weiter machen wie bisher und waren auch immer verlässliche Partner. Bei Nokia ist das einzige worauf man sich meiner Meinung nach verlassen kann, das sie uns bescheißen werden. Da können wir uns allerdings ganz sicher sein.
Das bedeutet das QT keine sichere Basis mehr ist. Die Versionen von QT die zur Zeit unter der GPL stehen sollten noch genutzt und weiterentwickelt werden, aber eine Zusammenarbeit mit einer von Nokia geführten Trolltech sehe ich nicht. Man muss sich auch verabschieden können. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt. Aus den GPL gesicherten Quellen muss ein freies neues QT entstehen, an dem Nokia nicht mehr profitieren kann. Das wird viel Entwicklungszeit kosten, ist aber die einzige Möglichkeit um frei zu bleiben.
Der alte Richard Stallmann hatte doch recht. Wir hätten wirklich nicht mit diesen Schmuddelkindern spielen sollen. Spätestens seit heute, wissen wir das sie für völlig andere Ziele stehen.
Besonders beeindruckt hat mich ein Kommentar eines zu diesem Thema:
For me it is also very difficult to be positive about this announcement. I’m based in Finland and have seen many Nokia acquisitions go completely wrong. The corporate culture there is quite rotten, and they have considerable difficulty wrt brain-drain. I hope my gut feeling is wrong and Nokia is able to give you trolls a good boost and Qt and Qtopia wider industry exposure. However I can’t shake the feeling that this will backfire in the long run.
Ein anderer ergänzte das um den Satz das Nokia zwar gut zu Nehmen weiß, aber mti dem Geben keine Erfahrung hat. Schade. Das ist ein schlimmer Tag für die Trolle, QT und KDE.
Bugaton- ich hab ein neues Wort gelernt
Kürzlich hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, mir von einem BSD-Freak die Welt erklären zu lassen. Also im wesentlichen hat er mir gesagt, das ich doof bin - was keine wirkliche Neuigkeit für mich war - und das alles für das ich stehe, in der Wurzel nichts taugt. Es gibt nur einen Gott und der heißt BSD und wir sollen keine anderen Götter neben ihm haben. Auslöser war, das ich mir erlaubt hatte, darauf hinzuweisen, das KDE 4.0 sehr wohl ein Release ist und zusammen mit den 3.x Paketen auch eingesetzt werden sollte, damit wir Testergebnisse bekommen. Früh veröffentlichen, um auch früh reagieren zu können.
Natürlich war das völlig verkehrt. Zum Glück gibt es da richtig kompetente Blogs, die einem dann sagen wie das Leben in Wirklichkeit zu sein hätte. Das ist bei Menschen wie mir natürlich ein Fehler. Ich bin dann nämlich verärgert und doppelt aufmerksam.
So lernte ich denn auch ein neues Wort kennen. Ein Bugaton, ist ein Fehlermarathon bei dem im Rahmen einer Gewaltaktion über drei Tage, Fehler in einem IRC-Channel besprochen und behoben werden. Das klingt für mich entweder sehr ambitioniert oder sehr dumm.
Ich hasse die Bug-Mechanik bei KDE, weil sie mir zu behäbig erscheint, viele Leute aus sprachlichen Gründen abschreckt und trotzdem bei den Entwicklern viel unsinnige Zeit frisst. Mir wäre eine sprachorientierte Sammelstelle lieber, um dort bereits zusammen zu fassen und zu verdichten oder evtl. schon abgearbeitetes verbreiten zu können. Aber der Aufwand lässt sich augenscheinlich nicht leisten und ich habe auch nicht die Absicht mich unbedingt freiwillig zu melden.
Wenn ich mir aber vorstelle einen Bugaton für KDE im IRC zu veranstalten dann lobe ich alles was wir haben. Trotzdem wünsche ich den Kollegen ein gutes Gelingen und meinetwegen auch die weiteren 30 Jahre die sie noch mit BSD verbringen wollen. Selbstverständlich ist BSD heute nicht mehr das alte V7 von AT&T, allerdings meinte ein guter alter Freund, das sich jeder alte Hase aus den siebzigern, noch heute im Schlaf in BSD zurechfinden würde, wenn man mal von der Oberfläche absieht.
Ich hab übrigens auch noch irgendwo V7 Handbücher. Wahrscheinlich liegen die dort, wo sich auch auch die alten Schmöker von Siemens BS2000 befinden. Schön war die Zeit. Aber heute ist es schöner.
KDE 4 unter Windows
Ich weiß, das es ungebührlich ist über KDE 4.0 zu sprechen und das es ganz und gar ungebührlich ist, etwas gutes zu sagen. Aber so ähnlich wie Amarok um die Mithilfe von Testern bittet, hat jetzt auch Jaroslaw Staniek für KDE 4 unter Windows um Mitarbeit gebeten und eine Reihe von Vorschlägen für eine mögliche Unterstützung gemacht.
Natürlich ist es Quatsch bei einer neuen Software durch intensives testen an deren Fertigstellung mitzuhelfen. Wie ich ja bereits in anderer Sache schon mitgeteilt bekam, sind derartige Ansichten obsolet. Dummerweise geht es nicht ohne Tester. Auch wenn zwei einsame BSD-Ritter es nicht mögen. Ich habe zu wenig mit Windows zu tun, um da wirklich hilfreich zu sein, aber wer Interesse hat, sollte sich auf einem der angegeben Wege einbringen.
Englisch ist übrigens nicht das größte Probleme. Viele der Entwickler haben Englisch nicht als Muttersprache und sind trotzdem in der Lage sich freundlich und kompetent zu unterhalten.
Zum Thema KDE 4.0 unter Kubuntu kann ich Skype 2.x inkl. Webcam als laufend melden. Ich empfehle übrigens gdebi als Installationssoftware für einzelne deb Pakete. Selbstverständlich läuft auch Unicap in der GPL-Version. Ich hab auch eine neue Fehlermeldung. Auf dem Desktop abgelegte Dateien haben die Unart beim Verschieben, das ganze Hintergrundbild mit sich zu ziehen. Zwei Dolphinfenster bei dem in einem der Desktop auf ist und im anderen der Ort an den die Datei hin soll, sind ein guter Workaround für die Willigen.
FIXMBR und die Furcht vor allem Neuen
Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, die technischen Wahrnehmungen von Oliver nicht mehr zu kommentieren. Leute die eine solch große Angst vor jeder Veränderung haben, das sie alles neue nur verreißen können, sind einfach nur zu bedauern, aber auf keinen Fall ernst zu nehmen.
Da verwundert es auch wenig das auf F!XMBR ständig BSD über den grünen Klee gelobt wird. Vermutlich arbeiten die Hausintern auch noch mit Tontäfelchen und Keilschrift. Erst wurde KDE 4.0 verrissen weil es nicht schon seit zweitausenddreihundert Jahren auf dem Markt ist und tatsächlich ausgeliefert wurde, ohne fertig zu sein. Oder sagen wir besser ohne nach der Meinung von Oliver fertig zu sein.
Natürlich setzt sich Oliver nicht wirklich mit dem Thema auseinander sonst beklagt sich nur, das etwas schon ein Release sein soll, das ihm nicht gefällt. Er wird es nicht begreifen, aber bei mir läuft KDE 4.0. Und im Gegensatz zu ihm habe ich Aaron Seigo verstanden, der davon sprach, das KDE 4.0 nicht KDE 4 ist, sondern der Beginn von KDE 4. Ich war allerdings schon bei KDE Beta 3 im Februar 98 am Thema und habe gestern beim Frühjahrsaufräumen sowohl eine SuSE 6.3 und ein KDE 1.90 in den Müll geworfen. Zugegeben mit einer kleinen Träne im Auge.
Ich habe also KDE 4 bei einigen Leuten mit mehr als zweifelhaften Computerkenntnissen eingesetzt. Siehe da es läuft. Die verstehen auch leicht, das es hier und da mal ein paar Probleme gibt und mailen mich brav an oder telefonieren mit mir. Alles Kleinigkeiten. Der Bildschirm lässt sich nicht sperren. Tödliche Gefahr im persönlichen Arbeitszimmer. Die echten Fehler merken sie kaum, aber sie helfen testen.
Testen das ist nämlich OpenSource. Nur der Anwender merkt, was nicht läuft. Möglichst viele Anwender mit unterschiedlicher Herangehensweise merken noch viel mehr. Aber darum geht es Oliver nicht. Er will Stimmung machen. Miese Stimmung. Vielleicht glaubt er, das er mit seiner Kombination von purer scheinheiliger Werbung für BSD und der Miesmache von KDE ein paar Anwender mehr zu BSD lockt. Es ist mir egal. Ich habe BSD schon vor Jahren als völlig grausam und unbrauchbar in die Tonne gedrückt, würde mir aber nie erlauben, darüber zu urteilen, weil ich es dazu hätte im Auge behalten müssen.
Heute hat Oliver Amarok am Wickel. Natürlich auch wieder auf die perfide dummdreiste Art.
Damit wird es wohl so schnell nichts werden, zwar existiert allgemein eine Version 1.80 die in Richtung 2.0 schielt, mehr als eine Technology Preview ist es jedoch nicht. Und das Release der Version 2.0 per se steht, laut Golem, ohnehin noch mehr oder weniger in den Sternen. Einen zaghaften Blick kann man hier auf den Screenshot der Windows-Version werfen und erfährt dort auch mehr bezüglich der Problematik bei der Portierung bzw. wo es noch hängt. Problematisch wohl, das KDE 4.0 selbst kein Release ist, sondern ebenso nur eine Technology Preview und das eigentliche Release 4.1 erst im Juli ansteht.
Mit der Art von Journalismus kann er gut und gerne bei der Blödzeitung anfangen. Die arbeiten nämlich genauso. Ich bezweifle übrigens das er wirklich weiß was ein Technology Preview ist, oder das er Die Kathedrale und der Basar von Eric S. Raymond überhaupt jemals gelesen, geschweige denn verstanden hat.
In der Realität sieht das ganze etwas anders aus. Das Amarok Entwicklerteam hat um Mithilfe gebeten und dabei folgendes gesagt:
Diese Vorschau stellt einen Snapshot des aktuellen Status der Entwicklung von Amarok 2 dar. Nach fast einem Jahr Entwicklung ist es bereits einigen Aufgaben gewachsen. Es spielt Musik! Das grundlegende Framework ist bereits implementiert (Sammlung, Plasma, Web Services), was uns die Möglichkeit gibt Amarok 2.0 zur innovativsten aller bisherigen Veröffentlichungen zu machen. Doch es gibt noch sehr viel zu tun bis zur endgültigen Veröffentlichung von Amarok 2.0 und wir möchten dich einladen uns bis dahin zu unterstützen.
Viele Dinge sind noch immer kaputt, überhaupt nicht implementiert oder einfach hässlich. Wir sind uns dessen bewusst und Hilfe ist durchaus willkommen. Andere Dinge funktionieren hingegen bereits recht gut. Das Ziel dieser Vorschau-Version ist es einige von euch zu motivieren, uns bei der Fertigstellung von Amarok 2.0 zu unterstützen. Wir benötigen Entwickler und Artwork-Künstler, ebenso wie Rokymoter (unsere non-coder Support und Promo-Crew). Falls du Interesse hast Amarok 2.0 mitzugestalten dann besuche uns in unserem IRC channel #amarok.de auf Freenode oder schick uns eine e-mail an amarok@kde.org
Das klingt für mich völlig anders, sehr humorvoll und nach einer tollen Stimmung, passt aber sicher nicht in Oilivers Konzept des Niedermachens. Aber die Wahrheit hinter KDE 4.0 und Amarok interessiert Oliver ja nicht. Das sind ja in seinem Sinne keine Nachrichten. Der Vogel geht mir gehörig auf den Geist. Er verkörpert genau die Art von Bloggern und Blogs die wirklich niemand braucht. Das was er abliefert ist Qualitätsjournalismus und da sollte er auch hingehen.
Nur gut das Oliver nicht auf den Erfinder des Rades getroffen ist, oder auf den Herrn Dunlop der auf einen Reifen vulkanisiertes Gummi packte. Das klappte zu Beginn auch noch nicht so toll und Oliver hätte ihnen solchen Blödsinn sicher ausgeredet und wir würden heute noch zu Fuß gehen.
Kubuntu und Ich
Mittlerweile habe ich auch meinen Arbeitsplatzrechner auf Kubuntu 7.10 - Gutsy Gibbon umgestellt. Fedora ist damit bei uns Geschichte. Zwei Desktops und ein Notebook in kürzester Zeit problemlos umzustellen, bzw. neu einzurichten ist schon etwas, das einen zufrieden macht.
Im Prinzip lief alles aus der Box. Selbst meine Webcam "Logitech QuickCam Pro 5000" lief auf Anhieb. Etwas wozu ich sie unter Fedora nie überreden konnte, obwohl ich die gleiche Software einsetzte. Lediglich eine Sache habe ich geändert. Unter Xsane habe ich zum ersten Mal Kprinter als Printer ausgewählt und auf die automatisierte Postscript-Ausgabe aus dem Standard verzichtet. Das ist aber weniger auf ein Kubuntu-Problem zurückzuführen, als auf die Tatsache, das ich den Printer jetzt als Netzwerkprinter betreibe und lpr auch schon früher rumzickte.
Ich gebe es ja gerne zu. Ich lese selten Handbücher. Natürlich ist das überheblich. Aber schließlich bin ich Flachmann. Bei Kubuntu habe ich auch keine Unterstützung wirklich gebraucht. Aber sie ist da. Im deutschen Ubuntu-Wiki ist wirklich alles notwendige, leicht nachvollziehbar beschrieben. Unnötige zu sagen, das die englische Ausgabe noch umfangreicher ist.
Wer Linux als Arbeitsplatzrechner einsetzen will, ist mit Kubuntu Gutsy Gibbon sehr gut bedient. Auch und gerade als Laie. Bei mir liefert Kubuntu auch alle Serveraktivitäten für unserer beschränktes Hausnetz mit virtuellem Webserver und ein paar anderen Spielereien. Allerdings sind für den Serverbetrieb andere Ubuntu-Versionen vorgesehen.
Es gab nur eine Sache bei Kubuntu die mich wirklich nervte. "Sudo" geht mir auf den Keks. Das mag daran liegen, das ich noch aus der Zeit stamme, wo es keine graphische Oberfläche gab und wo wir uns vor lachen auf der Cebit in Hannover fast auf dem Fußboden gekringelt haben, als Xerox die erste Maus, einen Trackball vorstellte, der ungefähr so gut funktionierte wie ein Mistgabel. Klug und weise wie ich damals schon war, habe ich vorausgesagt, das es für diesen grafischen Scheiß nie einen Markt geben wird und mich noch lange Jahre über die Mäuseschubser amüsiert.
Systemeinstellung mache ich meist in einem Terminal und ich gestehe ich kann sehr gut mit Vi arbeiten. Ich weiß. Ich bin ein Dinosaurier. Aber für Leute wie mich, die nicht einsehen, dreimal pro Minute sudo zu tippen, folgenden Hinweis.
In einem Terminal eingeben:
sudo su root
passwd
/ Das neue Rootpasswort wie verlangt zweimal eingeben.
Ein altes war nicht vergeben, wird also nicht verlangt. /
sudo ist damit Geschichte. Ein einfaches su lässt einen wie üblich zu root werden und man kann in Ruhe arbeiten.
Diesen Mangel erwähne ich natürlich nur, damit die Lobeshymne nicht zu dick ausfällt.
Wer nicht wirklich Programme braucht, die nur unter Microsoft laufen, dem empfehle ich jetzt den Umstieg zu wagen. Es kann viel Geld gespart werden, das leidige Virenproblem entfällt und vor allem macht man sich nicht abhängig von einem Unternehmen, das mit dem Computer für den man selbst bezahlt hat, ganz eigene Interessen verfolgt.
Asus EeePC - ich bin verliebt.
Die Würfeln waren in mir drin schon vor Wochen gefallen. Ich wollte ihn haben. Alles was ich gelesen habe, hat mich überzeugt. Ich muss ihn haben. Vorgestern hatte ich ihn dann zum ersten mal in der Hand. Ein kleiner Notebookladen auf der Kantstraße, Ecke Wilmersdorfer Straße hatte ein Schild im Fenster das die Dinger bald lieferbar seien. Gut das lese ich schon lange. Ich trotzdem mal rein. Ja. Sie hatten einen da. Klein. Schwarz. US-Tastatur. Kein Blindmuster, sondern voll funktionsfähig.
Ich hatte ihn in der Hand und war sofort verliebt. Alles funktionierte. OpenOffice, Internet und und und. Einfach nur voll geil. Dieser Blog sieht auf dem Ding entzückend aus. Gut ich brauche die Lesebrille. Colaböden. Aber die brauche ich bei meinem 22 Zoller auch. Ich werd halt alt und die Augen waren nie gut.
Die Tastatur ist auch für mich nutzbar. Ich schreibe seit Jahrzehnten mit 10-Finger-System. Der Firma Scheidegger und ihren Schreibmaschinenkursen in finsterster Vergangenheit sei dank. In den Kursen waren übrigens immer hübsche Mädchen und ich meist der einzige Mann. Das hatte was. Ich hab sogar Steno angefangen und Tanzschule gemacht. Nur wegen der Schreibmaschine und des Tippens versteht sich.
Ich bin auf der Minitastatur nicht so schnell wie auf meiner normalen. Aber wenn ich denn Romane schreiben will kann ich immer noch eine Folientastatur mitnehmen. Das ist kein Problem. Selbst das Touchpad ist um länger besser, als die auf den meisten großen Laptops. Ich kam gut damit zurecht. Normalerweise benutze ich Trackball oder jetzt MarbleMaus.
Hatte ich schon gesagt das ich mich in die kleine Kiste verliebt habe. Genau so ist es aber. Ich bin rettungslos verknallt. Die 299 Euro sind schon so gut wie ausgegeben. Das ist sinnvoll angelegtes Geld.
Ich habe alles versucht. Organizer, Handy, Papier, Kombinationen von Papier und Elektronik. Alles unbefriedigend. Diese kleinen Kisten auf denen ich mal ein Fax mehr erahnen, als sehen kann, auf denen ich für die Eingabe von 3 Zeilen Text ein halbes Leben brauche. Nichts für mich. Ich brauche etwas, mit dem ich sowohl Notizen und Termine erfassen kann, das mir ermöglicht Mails zu lesen und zu senden. Etwas in dem ich meine Texte weiterschreiben und unterwegs bearbeiten kann. Alles was ich auf Zettel schreibe, kann ich gleich wegwerfen. Entweder kann ich den Mist morgen nicht mehr entziffern, oder verliere den dämlichen Zettel. Termine wandern aus dem Terminkalender nie in den Computer und umgekehrt auch nicht.
Der Asus EeePC ist kein Laptop. Soll er auch nicht sein. Er ist auch kein Organizer. Aber er ist genau da zwischen allen Stühlen, wo ich ihn brauchen kann. Das Teil ist leicht mitzunehmen. Notebooks schleppen nur Wichtigtuer oder Leute die sie dringend brauchen überall mit hin. Das Ding wird die Situation ändern. Überall wo ich bisher einen Block oder ein Notizbuch mit hingenommen habe, wird mich der Kleine hin begleiten. Also praktisch immer. Ich habe mich übrigens in ihn verliebt.
Nun muss ich nur noch die 299 Euro neben jedem Budget aufbringen. "Eh, hasse mal nen Euro für mich?". Dummerweise ist das Geld Hardware für das Kalenderjahr 2008 bereits erledigt. das hatte ich, glaube ich im Sommer 2006 ausgegeben. Ich werde also mit der besten aller Lebensabschnittsgefährtinnen neue Gespräche zur Konsolidierung der Haushaltslage führen müssen. Wer braucht schon eine neue Waschmaschine? Natürlich rostet die alte uns langsam aber sicher weg und der fehlende Fuß ist auch keine wirkliche Verbesserung. Aber sie wäscht.
Oh. Oh. Das wird Ärger geben. Am besten feile ich noch ein wenig an meiner Argumentationskette oder hoffe ganz einfach, das sie diesen Beitrag liest und mich lächelnd ansieht und sagt: "Du brauchst das, geh und kauf ihn dir. Schließlich bist du ja nur ein Mann.". In solchen Situationen bin ich durchaus bereit mich wegen meiner männlichen Sucht nach neuen technischen Spielzeugen auf den Arm nehmen zu lassen. Auf das Ergebnis kommt es an.
Ich habe mich übrigen in den Asus EeePC verliebt.
Wechsel der Linux Distribution
Wenn es zur Zeit hier im Block etwas ruhiger ist und ich nicht auf jeden Brocken reagiere, so ist das nicht einer neu gewonnenen Vernunft oder Ruhe zuzuschreiben, sondern der Tatsache, das ich alle Rechner in meinem Umfeld von Fedora auf Kubuntu umstelle. Ich trenne mich immer schwer von Distros weil ich ein fauler Hund bin. Meine Trennung von SuSE dauerte ja immerhin fast dreieinhalb Jahre.
Der Einsatz von Fedora endet nun schon nach sechs Monaten. Das liegt vor allem daran, das ich es leid bin, bei jedem Update all die Software die nicht der GPL unterliegt, aber trotzdem frei verfügbar ist, neu zu installieren und mich mit den neuesten Hemmnisssen und Schwierigkeiten rumzuärgern, die in einer, nach meiner Meinung völlig verfehlten Politik der Ausgrenzung begründet sind. OpenSource ist gut und richtig. Aber da wo ich keine OpenSource Werkzeuge habe, muss ich andere verwenden. Verwenden heißt problemlos verwenden, im Rahmen der normalen Paketverwaltung.
Linux ist nämlich längst aus der Bastelecke heraus. Multimediamöglichkeiten wie der Zugang zu Youtube oder Ehrensenf muss aus der Erstinstallation möglich sein, ohne, das der Anwender nachdenken muss. Ich selbst bin ja gerne bereit OpenSource zu testen, wenn ich bei den Leuten Ruhe bekomme, die nicht Linux verstehen, sondern einsetzen wollen. Genau das liefert Kubuntu / Ubuntu / Edubuntu direkt aus der Box.
Normalerweise dauert es trotz solcher Erkenntnisse immer noch Ewigkeiten, bis ich diese Erkenntnisse für mich selbst in die Praxis umsetze. Siehe oben. Ich bin faul und ein Gewohnheitstier. Da Fedora aber auch KDE 4 erst in Monaten bringen will, bin ich es leid. Natürlich geht es auch darum, den Gnome-Desktop nach vorne zu bringen, der mir nicht gefällt. Zum Thema KDE 4 wird es hier später noch einen Beitrag geben.
Den direkten Vergleich zwischen Fedora und Kubuntu hatt ich die letzten Tage auf meinem Schreibtisch. Ein Notebook von Lenova, das praktisch ohne Komplikationen lief. Selbst die Webcam ließ sich installieren, sprach an und schmierte dann zwar mit einem Speicherfehler ab, aber das ist lösbar. Ich habe zwar die Tasten für Lautstärke und Mute nicht eingebunden, weil ich keinen Sinn darin sehe, aber technisch ist auch das kein Problem. Das schönste aber war, das alles lief. Ohne Meckern. Das gleiche gestern auf einem Desktop mit zwei Kernen, die ebenfalls sauber erkannt wurden, wie im Notebook auch.
Ich bin wirklich begeistert und rate, wenn ich aktuell nach einer Distribution gefragt werde, zu Kubuntu. Wer Gnome als Oberfläche mag, ist mit Ubuntu sehr gut bedient.
Erinnerung zur Mauseinrichtung für einen Idioten
Mein lieber Jochen,
es ist wirklich Scheiße wenn man doof ist. Aber so doof. Das hat schon was. Sich den ganzen Sonntag zu versauen, nur weil man zu dämlich ist, eine Maus das tun zu lassen, was sie tun soll. Grrrr. Es ist schon richtig sich dafür zu hassen.
So jetzt habe ich es mir aber gegeben.
Ich habe einen neuen Monitor. Einen Samsung SyncMaster 223BW analog angeschlossen an eine Geforce 4 MX 4000. Das Ding flackert wie ein Lämmerschwanz. Nun gut dachte ich in meiner unglaublichen Weisheit. Installierst du mal schnell die Treiber von Nvidia die da auf Livna rumliegen und fertig ist es. Äh ja. Danach war das X tot. Vermutlich falscher Treiber.
Nicht wild. Gar nicht wild. Mal eben schnell neu konfiguriert. Geht doch flackert immer noch nimmt aber jetzt wieder die nv-Treiber. Gut. Neu gebootet. Bums er nimmt wieder die Treiber von nvidia, weil das Installationsprogram von Livna mal eben schnell den Dienst nvidia gestartet hat. Kein Problem. Gar kein Problem. Es ist ja Sonntag. Ich hab ja Zeit. Geh ich eben nicht mit den Kindern spazieren und in die Kneipe soll ich ja eh nicht. Seitdem die da nicht mehr rauchen dürften, fehlen sowieso sehr viele.
Also den Dienst rausgeworfen, neu konfiguriert und glücklich zweimal gebootet. Dann stellte ich fest, das die Maustasten meiner Logitech Marble Mouse nicht mehr so funktionierten wie bisher. Klar. Kein Problem. Mit der Änderung von xorg.conf die Livna durchgeführt hat, ist natürlich auch die Mauseinstellung in der Input-Section weg. Überhaupt kein Problem. Livna macht ja eine Sicherungskopie des Original. Stimmt. Bei jedem Neustart sogar. Kluge Leute ahnen was kommt. Zweimal starten bedeutet, das die Sicherungskopie nur die Daten des ersten Startes von Livna enthält. Aaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrgggghhhhhhhhhhhhhhh.
Aber nicht verzagen. Jochen fragen. Der hat eine Datensicherung. Theoretisch. Sehr theoretisch. Denn ich habe mich von meiner alten W-Lan Box getrennt, da die DI-524 an anderer Stelle zum Einsatz kommt und ich endlich USB-Festplatte und Drucker im hauseigenen Netz zur Verfügung stellen wollte, ohne das Samba laufen muss. Gute Idee. Hat auch prima geklappt. Ich hab mir eine HorstBox von D-Link zugelegt, die bestens funktioniert. Telefon habe ich noch nicht getestet, mangels Zeit. Aber alles andere funktioniert bestens und ist von Linux wie von Windoof, leicht konfigurierbar. Allerdings macht es Sinn vor einem Firmwareupdate mal die Reset-Taste zu betätigen. Das erleichtert den Update ungemein.
Leider musste ich die USB-Festplatte vom ext3 Filesystem auf VFAT (LBA) wechseln. Kein Problem. Die wichtigen Dateien haben ich alle auf meine Festplatte kopiert und dann die USB-Festplatte neu formatiert. Lief sofort. Die wichtigen Sachen alle wieder hoch kopiert. Von allen Rechnern erreichbar. Bestens.
Allerdings habe ich beim hin- und herkopieren auf /etc verzichtet. War ja eh schon alt. Stammte noch aus der Steinzeit. Also weg damit. Das war nicht ganz so klug. Denn da lagen unter X11, all die alten Configs mit denen die Maus lief. Künstlerpech. Aber kein Problem
Dann richten wir das eben neu ein. Kann doch keine so große Kunst sein. Hab ich ja vor Uhrzeiten schon mal gemacht. Damals noch für meinen geliebten Trackball. Ich will doch nur was ganz einfaches. Ich möchte das ich ein Mausrad simulieren kann. Das die kleine Maustaste rechts, wie die mittlere Maustaste funktioniert und das die kleine Maustaste links beim anklicken eines Links diesen automatisch in einem neuen Konqueror oder sonstigen Browserfenster öffnet.
Keine Sorge ich habe alles probiert. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, es wurde Abend und es wurde Nacht. Egal ob mit xmodmap, xbindkey, xvkbd. Der alte Status war nicht mehr herzustellen. Ob mit oder ohne evdev. Ich habe es nicht hingekriegt.
Das Beste was erreichbar war verdanke ich deinadmin.de der mit diesem Eintrag:
Section "InputDevice"
Identifier "Marble Mouse"
Driver "mouse"
Option "Protocol" "ExplorerPS/2"
Option "Device" "/dev/input/mouse0"
Option "XAxisMapping" "4 5"
#Option "YAxisMapping" "6 7"
Option "Buttons" "9"
Option "Emulate3Buttons"
Option "Emulate3Timeout" "50"
Option "ChordMiddle" "True"
Option "EmulateWheel" "True"
Option "EmulateWheelButton" "8"
EndSection
es wenigstens möglich macht, das ein Klick auf die beiden großen Maustasten, als Button 2 oder eben die mittlere Maustaste interpretiert wird und das mit einem Shift und einem Klick auf die kleine linke Taste, ein Link in einem neuen Fenster geöffnet wird. Das Festhalten der kleinen linken Taste und die Bewegung des Marble-Balls bewirkt den Ersatz des Mausrades.
Das ist nicht schlecht. Aber sicher auch nicht das was ich haben wollte. Ich bin stocksauer auf mich selbst. Unnötig zu sagen, das der verdammte Samsung immer noch flackert. Vielleicht sollte ich doch in die Kneipe gehen. Leider habe ich aber eine Freundin versprochen ihr Notebook einzurichten. Oder besser doch nicht heute?
Nachtrag
Bevor ich es vergesse. Es ist ungemein hilfreich mal nachzusehen wo die Maus angeschlossen ist. Ich habe nämlich irgendein USB-Teil das als Macintosh Mouse interpretiert wird und den Anschluß Mouse0 belegt. Meine Logitech liegt auf Mouse1
Das bekommt man raus, in dem man cat /proc/bus/input/devices eingibt und dann schaut was da bei der richtigen Maus unter Handlers steht.
Duden Korrektor 4 für Linux OpenOffice
Schon gestern kündigte der Duden/Brockhaus Verlag die neueste Ausgabe des Duden Korrektor 4 für OpenOffice auf Mac und Linux an. Der Preis liegt unter 20 Euro, die berühmten dusseligen 19,95. Das ist mit Sicherheit angemessen.
Für diejenigen Anwender, die immer noch ein Miniweich Word fahren (wie ich auch), um eine brauchbare Rechtschreibkorrektur zu bekommen, ist dies eine erfreuliche Wendung. Noch schöner wäre es gewesen, wenn anstelle von OpenOffice, AbiWord unterstütz würde, da dort die Ladezeiten viel geringer sind und das Programm an sich flexibler ist.
Kiel am Morgen
Seit Freitag praktisch ohne Internet. Nebenwirkungen fast Null. Ich kann tatsächlich ohne meine ständige Newsflut leben und muss auch nicht bloggen. Hurra ich bin nicht abhängig. Aber Spaß beiseite, das Treffen hier in Kiel war so interessant, das zum einen kaum Zeit für Gedanken an andere Dinge blieb, zum anderen sind immer noch so viele Dinge offen, das selbst der heutige dritte Tag knapp werden dürfte.
Natürlich habe ich als "Hauptstädter" eher aber als Berliner die notwendigen überheblichen Sätze über Kiel geprägt. Ich bin ja nicht sicher ob uns unsere Gastgeberin immer wieder um den Bahnhof herumgeführt hat, um uns Leben vorzuspielen, oder ob es wirklich an der Kieler Förde liegt um die man immer wieder herum muss. Kiel ist nett. Es gab sogar Schiffe und Wasser. Daneben gab es auch sehr gute und vor allem preiswerte Gastronomie. Ein Brunch für 8,90 mit allem was das Herz begehrt. Tellergerichte ab 5,90. Damit kommt man in Berlin, selbst beim Imbiss oft nicht hin.
Ansonsten ist Kiel eine von Mac Doof und Karstadt besetzte Zone, egal wo du hinsiehst, die beiden sind schon da. Zumindest in der Innenstadt. Für mich ist Kiel eine glatte Reiseempfehlung.
Nun bleibt nur abzuwarten ob die Ritter von der Bahn mich heute am späten Nachmittag auch wieder in Richtung Berlin befördern. Nein, ich meine nicht die Lokführer und das Personal in den Zügen, sondern jene Herrschaften, die, wie auf der Hinreise einen Güterzug vor einen Personenzug setzen, damit dieser auch sicher verspätet ist.
Übrigens schreibe ich diesen Text auf einem Knoppix-Linux-Rechner den das bekpek Hostel in Kiel zur Verfügung stellt. Wer nach Kiel fahren will, sollte sich diese Adresse merken, auch wenn sie ein wenig weiter draußen liegt. Selbst das von 2004 stammende Linux ist mir deutlich lieber als jedes Windows, das habe ich auch gestern Abend wieder gemerkt, als ich nach langer Zeit mal wieder vor einem zwar gut eingerichteten, aber eben trotzdem mit Windows infiziertem Rechner saß und einfach keine Lust aufkam, etwas zu schreiben. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.





















