Das deutsche Wirtschaftswunder: Heinrich bekommt € 4,18 pro Stunde
Die aktuelle arbeitsmarktpolitische Entwicklung in Europa treibt die seltsamsten Bundesgenossen zusammen. Das Duckhome einmal einen ganzen positicen Beitrag einer im wesentlichen wallonischen, christlichen Gewerkschaft widmen würde, ist sicherlich ein Novum. Aber die belgische Gewerkschaft CSC hat mit "Help Heinrich" eine Kampagne gestartet, die einfach europaweite Aufmerksamkeit verdient. ["Das deutsche Wirtschaftswunder: Heinrich bekommt € 4,18 pro ... »]
Und dann war da noch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel
Natürlich kann man über die Äußerungen eines Frank Steffel hinweggehen und sich einfach auf den Standpunkt stellen, dass dieser Mann nicht diskutabel ist und nur deshalb im Bundestag sitzt, weil die Berliner CDU ihn mit aller Macht weghaben wollte und dies nur mit einem Bundestagsmandat ging. Allerdings bekommt dieser Mann ungefähr 106.000 Euro im Jahr dafür, dass er im Bundestag sitzt und dummes Zeug redet. ["Und dann war da noch der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Steffel" ... »]
Der Tanz um das goldene Kalb Arbeitslosenzahlen
In einer wirtschaftsfaschistischen Diktatur wie in der deutschen Parteiendiktatur gibt es ja immer noch Wahlen und politische Stimmungen der Bürger die zumindest scheinbar beachtet werden müssen. Um diese Stimmung aufzuhellen und das Stimmvieh für Wahlen bei Laune zu halten, werden angeblich wichtige Eckdaten in monatlicher Folge verkündet, die sich auch selbstverständlich ständig verbessern. ["Der Tanz um das goldene Kalb Arbeitslosenzahlen" mehr »]
Der Hartz IV Wahnsinn und die SPD
Zunächst sah es ja so aus, als ob die SPD die Union und die FDP in Sachen Hartz IV im Bundesrat voll vor die Wand fahren lassen würde und viele freuten sich schon über eine schwere Niederlage der Hornissenkoalition. Aber daraus wurde nichts. Die sprechende Hecke aus Mainz, Kurt Beck mischte sich ein und zusammen mit dem Auslaufmodell Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) gab es einen Kompromiss. ["Der Hartz IV Wahnsinn und die SPD" mehr »]
Die Argen gegen sittenwidrige Löhne instrumentalisieren
Deutschland befinden sich in einem ständigen Kampf. Die Besitzenden benutzen die Politik um die Armen immer ärmer zu machen. Das Bundesamt für Statistik dessen Zahlen ständig für die Rechtfertigung der Politik geschönt werden und die nichts mit der Realität zu tun haben, freut sich lauthals, dass Deutschland mit einer Armutsgefährdungsquote von 15,5 Prozent unter dem Mittel der Europäischen Union von 16,3 Prozent liegt. Dieser Mittelwert wird aber von Ländern wie Lettland (25,7 Prozent), Rumänien (22,4 Prozent) und Bulgarien (21,8 Prozent) besonders stark ausgeprägt. ["Die Argen gegen sittenwidrige Löhne instrumentalisieren" mehr »]
WER TRÄGT DEN ATLAS...
Ein duckhome-Gastbeitrag
von Hartmut Barth-Engelbart
"Soll man sich von dem Riesen-ATLAS erschlagen lassen, den man selbst geschaffen hat?
Wer hat die Welt erschaffen und den Riesen, der sie trägt?
WER TRÄGT DEN
A T L A S
und die Welt?
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von Hartmut Barth-Engelbart
"Soll man sich von dem Riesen-ATLAS erschlagen lassen, den man selbst geschaffen hat?
Wer hat die Welt erschaffen und den Riesen, der sie trägt?
WER TRÄGT DEN
A T L A S
und die Welt?
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Die etwas anderen Unternehmer, - noch einer
Ernst Prost produziert mit seiner Firma Liqui Moly industrielle Öle und Schmierstoffe für Fahrzeuge. Nun hat er sich zu einem Boykott von BP und Aral entschlossen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung erklärt er: "Jetzt ist Schluß. Wir kaufen unsere Rohstoffe nicht mehr bei BP und ziehen alle unsere Tankkarten für Aral ein. Fertig." Auslöser war ein Foto vom zufrieden dreinschauenden BP-Chef auf Segeltörn. Prost war geschockt.
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China, Foxconn und die Iran-Resolution
Heute morgen gab es die erste gute Verschwörungstheorie weshalb China bei den Drohungen gegen den Iran eingeknickt sein könnte. Dabei ging es darum, dass China aufgrund der Drohung von Foxconn Technology Group ihre insgesamt mehr als 800.000 Arbeitsplätze aus China abzuziehen, bei der Iran-Resolution eingeknickt sein könnte. Aber das ist Unfug. Foxconn und auch andere ziehen selbstverständlich ihre Arbeitsplätze ab und zwar alleine aus wirtschaftlichen Gründen.
China bot die billigsten Arbeitnehmer und ließ dabei zu, dass diese unter unmenschlichen Bedingungen leben und arbeiten mussten. Im Prinzip unterschieden sich viele der Lebensbedingungen der Billigarbeitnehmer kaum von denen der Arbeitssklaven in den politischen Lagern des Landes oder im Strafvollzug. ["China, Foxconn und die Iran-Resolution" mehr »]
Nicht mal 2 Euro Stundenlohn – Jobcenter und Landkreis schauten zu
Von Susan Morena auf LinkeZeitung.de, Haldensleben/Sachsen-Anhalt. Via Womblog.de am 17. September 2009.
Dass mit sogenannten Minijobs viel Schindluder in Form von Lohn-
dumping betrieben wird, sollte mittlerweile allgemein bekannt sein.
Ein offenes Geheimnis war es sowohl für das Haldenslebener Jobcenter, als auch für das Amt in Haldensleben des Landkreises Börde / Sachsen-Anhalt, dass der unter anderem dort tätige Kleinbetrieb „Uli´s Partyservice und Kantinenbetrieb" seine „Angestellten" für unglaubliche Hungerlöhne beschäftigt.
165-Euro, das ist die Zuverdienstgrenze beim ALG-I – und so lautet die Zauberformel zum Ausbeuten von Mitarbeitern. Für 165 Euro schuftete Elke K. (Name geändert), alleinstehende Mutter und ALG-II-Bezieherin, zwischen 80 und 100 Stunden jeden Monat in der Kantine des Landratsamtes Haldensleben. 52 Euro wurden ihr davon noch auf die „Stütze" angerechnet. Selbst im Arbeitsvertrag waren 14,5 Wochenstunden (rund 61 Monatsstunden) für diesen Lohn vereinbart. Dies entspräche einem Stundenlohn von 2,70 Euro. Sittenwidrig, würden viele sofort meinen. „Sie hätte es doch nicht tun müssen", würden andere sagen. Doch Hartz-IV macht erpressbar.
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Sklavenarbeit ist es und sie nennen es atypische Beschäftigung
Der neoliberale Dreck findet ja für jede Gemeinheit und jeden Betrug ein schönes Wortmäntelchen. Die Banken waren systemisch und mussten gerettet werden, jetzt benennt das Bundesamt für Statistik die Ausgebeuteten und Versklavten als atypisch Beschäftigte. Alleine für dieses hübsche Wortspiel haben die Erfinder einen ordentlichen Satz Ohrfeigen verdient, aber keine Sorge, niemand wird sich an solchen Leuten die Hände schmutzig machen.
Bei den abhängig Beschäftigten sinkt der Anteil der Normalbeschäftigten von 1997 wo er bei 82,5 Prozent lag auf 74,5 Prozent in 2007. Dabei ist eine deutlichere Steigerung erkennbar. Dabei wächst die Zeitarbeit oder besser Leiharbeit überproportional. Immer mehr Menschen rutschen in den Status geringfügig Beschäftigter ab. ["Sklavenarbeit ist es und sie nennen es atypische Beschäftigung" mehr »]
Aufgelesen 128
● Das letzte Wort: Gesetzgeber - Vom Bock zum Gärtner
● Die Zeit drängt: Millionen für Aufstandsbekämpfung
● Russland will Bürgern das Goldschürfen erlauben
● Autoverkäufe in der Schweiz brechen ein
● Merkel nimmt Mehdorn in Schutz
● Bundesagentur für Arbeit genehmigt Kurzarbeit bei Praktiker
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Urteil: Sittenwidrige Löhne
Zahlen Arbeitgeber weniger als zwei Drittel eines geltenden Tariflohns, ist das zumeist sittenwidrig. Das ergibt sich aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Wuppertal (Az.: 7 Ca 1177/08).
Quelle: n-tv.de
Aufgelesen 105
- Stauffenbergs Widerstand gegen den EU-Vertrag
- Was für einen Mist wir fressen (müssen)!
- Öko-Gas-Krise. Biobranche bedroht
- Klage gegen britische Politiker wegen Beteiligung am Gazakrieg eingereicht
- Auf dem Weg abwärts zur Mitte ...
- Gentechnik auf jeder Haut - Kennzeichnung fehlt
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Zuschlag für den Vorstand - Lohnkürzung für die Arbeitenden
Fraport zeigt, wie sich Hundt und Kannegießer das weitere Vorgehen vorgestellt haben. Bei Fraport sollen die normalen Arbeitnehmer Lohneinbußen bis zu 20 Prozent hinnehmen, weil man ja in der Rezession ist. Genauer gesagt: In der Rezession sind nur die kleinen Leute, die Arbeitnehmer. Weil die ja nichts vom letzten Aufschwung mitbekamen, sollen sie jetzt wenigstens die Rezession ganz für sich alleine haben.
Deshalb erhält der Fraport-Vorstand eine Erhöhung seiner Vorstandsbezüge. Er will ja an der Rezession keinen Anteil haben. Die gönnt er seinen Arbeitnehmern alleine. Dabei waren die Vorstandsbezüge bereits kräftig erhöht worden, als Stefan Schulte 2003 in das Unternehmen eintrat. Genau dieser Stefan Schulte hat mit seinen Forderungen die neue Erhöhungsrunde eingeläutet. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende hat auch keine Probleme mit seinen Forderungen, ist er doch im Wirtschaftsrat der CDU. ["Zuschlag für den Vorstand - Lohnkürzung für die Arbeitenden" mehr »]
Herr Demant von Opel fährt nach Berlin
Der Herr Demant, seines Zeichens eine der "Spitzen" [Tagesschau.de] von Opel, besucht morgen Angela Merkel. Sie wollen sich dabei gemeinsam darüber austauschen, in welcher Krise ihre gemeinsame Unfähigkeit und Verantwortungslosigkeit gipfelt. Für ihn und die anderen "Spitzen" der deutschen Automobilindustrie gibts hier einen winzig kleinen Denkanstoss.
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Kurzkommentar 2008-08-28
• Südwest Presse: Kommentar zum Niedriglohn
• Unter die Räder gekommen
• Eine Rolle für Iris Berben
• Siemens: Stellenabbau-Paket kostet 800 Mio. Euro
• Erhöhte Spannungen im Schwarzen Meer ["Kurzkommentar 2008-08-28" mehr »]
Aufgelesen: 51
• Sinnvolles für schlechte Zeiten
• Gleicher Lohn für alle - „So eine Art kategorischer Imperativ“
• Dreiundsechzig Jahre Hiroshima
• Schöne Scheisse
• Freifahrt ["Aufgelesen: 51" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-23
• Kommentar - Sonntags-Arbeit
• Langfristige Pflegearbeiten schwächen Immunsystem
• Das Netz, die Politik, und wir alle
• Europas Banken drohen wegen Konsumkrediten Milliardeneinbußen
• Erzbischof Zollitsch fordert kleinere Moscheen ["Kurzkommentar 2008-07-23" mehr »]
Die Produktion kommt zurück
Es gab ja schon lange ein Rumoren unter den Firmen die sich auf Anraten ihrer tollen Berater mit ihren Produktionen ins Ausland begeben hatten und teilweise auf genau so dämliche Ratschläge hin ihre Produktion aufgaben. Aber Outsourcing war eben über lange Zeit das Wort, mit dem jeder Unternehmensberater bei seinen Kunden auftauchte und wahre Wunder versprach. Für den Berater bedeutete Outsourcing immer eine lange Beratungsdauer, da er ja den gesamten Weg begleiten musste.
Die zweite tolle Idee war die Produktion im Ausland. Egal ob gleich hinter der Deutschen Grenze oder im weit entfernten China. Im Verhältnis zu Deutschland kostet Arbeitskraft bis heute dort nicht viel, aber auch diese Kosten steigen. Die Firmen die hinter die tschechische Grenze gezogen sind, müssen heute Leute aus Deutschland einstellen, weil die teilweise schon billiger als die Tschechen sind. Facharbeiter sind hinter mancher Grenze schon Mangelware.
Die Polen haben England verlassen, weil es sich nicht lohnt dort zu arbeiten und auf den deutschen Spargelfeldern sind jetzt die Leute aus Rumänien, weil Polen oder Ungarn schon lange nicht mehr kommen. Aber auch die Rumänen werden bald zu Hause bleiben. Der Staat zahlt schon Prämien an Heimkehrer.
Aber nicht nur die Lohnkosten sondern auch die Qualität wird immer mehr zum Thema. Meist fällt China auf. Die Rückrufaktionen von Spielzeug soll den Hersteller Matell über 100 Millionen Dollar gekostet haben, der Imageverlust seiner Marken ist ein vielfaches davon. Natürlich sind auch andere Hersteller betroffen. Die Palette umfasst alle nur denkbaren Umweltgifte und reicht bis zur atomaren Verseuchung von Stahl, weil im chinesischen oder indischen Stahlwerk eben nicht die Standards herrschen von denen man in Europa ausgehen kann.
Es sind auch nicht nur die oft hochbelasteten Materialien die Probleme bereit, genauso häufig wird einfach ein Material durch ein billigeres aber nicht gleichwertiges ersetzt ohne das der Auftraggeber informiert wird. Das kann erheblichen Einfluss auf die Betriebssicherheit haben. Überbrückte Thermosicherungen an Kaffeemaschinen sind da nur ein Teil des Problems.
Natürlich müssen die Haftungsrisiken in die Produktionskosten eingerechnet werden. Ein weiteres Problem ist der geistige Diebstahl. Wer für eine Marke Schuhe fertigt, verfügt auch über das Wissen gleichzeitig jede Menge Plagiate herzustellen. Häufig laufen der Originalschuh und die Kopie auf der gleichen Fertigungsstrecke nacheinander.
Dazu kommt der immer größer werdende Bedarf an Kommunikation. Es ist viel schwieriger in der Ukraine oder in China einen Betrieb zu führen und mit anderen Fertigungsstätten zu koordinieren, als all dies vor der eigenen Haustür zu haben. So ist auch der aktuelle Schritt von Lego, das Outsourcing der Produktion zu beenden und die Werke in denen gefertigt wird zu kaufen, nur der erste Schritt. Lego wird schon bald den zweiten Schritt tun müssen und die Arbeit zurück nach Dänemark holen.
Die Firma Steiff ist da schon einen Schritt weiter. Sie holt ihre gesamte Fertigung aus China nach Deutschland zurück und begründet das damit, dass Qualitätsprobleme und Lieferzeiten die Produktion der hochwertigen Steiff-Produkte in Fernost einfach nicht kalkulierbar machten. Das gilt eigentlich schon jetzt für viele Produkte. Auch andere Marken werden folgen müssen.
Hersteller die aufgrund des Preisdrucks meinen die Fertigung nicht zurückholen können, werden viel Geld in die Hand nehmen müssen um durch aktive und nachträgliche Qualitiätskontrolle die Risiken klein zu halten. Dabei stellt sich sehr schnell die Frage ob diese Kosten für Kontrolle nicht höher sind, als gleich hier zu fertigen.
Für innovative Firmen die wie der Maschinenbau sehr auftragsbezogen oder nur in Kleinserien fertigen stellt sich diese Frage überhaupt nicht. Entwicklung und Produktion eng beieinander zu halten, ist die Voraussetzung für den Erfolg.
Es macht übrigens wenig Sinn über Länder wie Indien und China zu schimpfen. Der Preisvorteil bestand ja vor allem darin, das weder Umweltschutz noch Arbeitsbedingungen ein Thema waren. Anstatt also nur unsere Maschinen und die Tätigkeiten dort hin zu bringen, hätten wir auch unsere Standards exportieren müssen. Unsere Standards sind aber zu diesen Preisen und Bedingungen auch in China nicht zu haben.
China und Indien können sich keine gerechte Marktteilnahme erarbeiten, wenn sie nur als verlängerte Werkbank für geringen Lohn, miese Arbeitsbedingungen und mit großer Umweltverschmutzung genutzt werden. Das wird gerade für China noch schwieriger weil selbst die im inneren so teuer bezahlten Exporterfolge meist Erfolge in Dollar sind. Einem Dollar der mit wachsender Geschwindigkeit schmilzt.
Natürlich macht der sterbende Dollar es für manche Glücksritter noch interessanter sich aus China mit Waren zu versorgen, aber der sinkende Dollar treibt auch dort die Kosten für Energie und Nahrungsmittel und damit die Löhne. Der Vorteil wird nur kurz vorhanden sein. Wer dauerhaft mit hoher Qualität schnell liefern will, kommt nicht darum herum dem Beispiel Steiff, und einiger Mittelständler zu folgen und die Arbeit zurück nach Deutschland zu holen.
Siemens will den anderen Weg gehen und sich dabei als Weltkonzern auch im Vorstand und dann im Aufsichtsrat international aufzustellen. Dagegen ist nichts zu sagen. Bei Siemens sind die Kosten für Kommunikationsprobleme schon jetzt in einer Größenordnung, das ihr Ansteigen gar nicht mehr bemerkt wird. Effizienz ist in solchen Weltkonzernen mit sehr gemischter Produktpalette häufig kein Unternehmensziel mehr, weil sie sich nicht mehr erreichen lässt.
Kleinere Unternehmen sollten aber immer abwägen ob die Verluste die durch schlechte Kommunikation entstehen nicht eventuell höher sind, als die Gewinne die mit billigen Standorten gemacht werden können. Insbesondere die schnelle Umsetzung von Produktideen oder Produktvarianten ist häufig nach der Auslagerung nicht mehr möglich.
Wer also jetzt zurückkehrt gehorcht der wirtschaftlichen Vernunft. Es macht überhaupt keinen Sinn diese Firmen mit Vorwürfen zu belegen. Meist waren die Auslöser sogenannte Unternehmensberater die meist keine Erfahrung in der Produktion von Gütern und Dienstleistungen haben und fast immer die Bedeutung des internen Zusammenspiels unterschätzen.
Unternehmensberater glauben an Unterlagen wie Arbeitspläne oder Stellenbeschreibungen. Stellenbeschreibung sind in Deutschland meist der pure Hohn, weil sie von Leuten angefertigt wurden, die den Arbeitsplatz um den es geht nie gesehen haben. Da wird der Hilfsarbeiter im Bereich Transport entlassen, weil die Gabelstabler schneller fahren können, aber niemand hat daran gedacht, das dieser Hilfsarbeiter die Bereitstellung für die Arbeitsfolge an verschieden Arbeitsplätzen erledigte und der Gabelstabler die kleinen Behälter gar nicht transportieren kann.
Das gleiche passiert auf der Ebene der Arbeitspläne. Es ist eben keine Ausnahme, das eine Fertigung gar nicht auf der Maschine läuft, die im Arbeitsplan steht. Es ist leicht denkbar das es diese Maschine schon seit Jahren nicht mehr gibt. Normalerweise verlässt man sich im Alltag auf die Arbeitsvorbreitung durch den Meister, während sich die eigentliche Arbeitsvorbereitung meist nur mit neuen Produkten oder mi Kostensenkungen für Einzelprodukte beschäftigt.
Wer also nur theoretisch mit falschen Unterlagen und ohne jede Kenntnisse des Unternehmens plant, wie es viele Unternehmensberater machen, der kann nur zu falschen Ergebnissen kommen. Unternehmensberater sind häufig wie die vielen Trainer an deutschen Tresen. Sie wissen vortreffliches zu sagen über Dinge von denen sie leider nichts verstehen.
Die Wirtschaft brauchte also Unternehmensberater, die ein Unternehmen bei der Auswahl eines Unternehmensberaters beraten. Man kann allerdings auch den eigenen wirtschaftlichen Sachverstand der im Unternehmen ist benutzen und seine eigenen Entscheidungen treffen. Wenn es zum Schwur kommt, ist der Unternehmensberater schon lange weg und selbst wenn man ihn fragt, wird er mit vielen schönen Worten aufzeigen, das man einfach schon längst hätte weiterziehen müssen mit seinem Betrieb.
Betriebe brauchen aber Ruhe und Kontinuität um hohe Leistung zu erbringen. Die Firmen die jetzt vor der Entscheidung stehen wieder nach Deutschland zurückzukehren, sollten dies erhobenen Hauptes tun. Sie wurden falsch beraten und im Prinzip weiß das jeder. Anders als die Politik die auf eben diese Berater auch herein gefallen ist, haben Unternehmer etwas zu verteidigen. Einen Fehler zuzugeben und zu korrigieren ist immer noch besser als den Fehler solange zu verneinen bis es zur Katastrophe, dem Firmenzusammenbruch kommt.
Die Politik wird nie zur Verantwortung gezogen und darf deshalb verantwortungslos handeln, genau wie viele dieser Berater. Ein Unternehmer oder Manager der seinen Gesellschaftern oder Aktionären noch direkt verantwortlich ist, wird die Verantwortung immer übernehmen müssen. Nur die ganz Großen, die DAX-Unternehmen und ihre Vorstände sind nicht mehr zur Verantwortung zu ziehen, weil sie sich gegenseitig abdecken und von Politik und Justiz geschont werden.
Natürlich kostet die Rückkehr nach Deutschland Geld und die Lohnkosten sind hoch. Andererseits ist es aber auch eine Chance durch effizientere Produktion und größere Produktvielfalt und mehr Varianten diese Kostensteigerung nicht nur auszugleichen, sondern sogar mehr Gewinn zu erwirtschaften.
Kurzkommentar 2008-07-02
Beck erwartet Erholung der SPD nach Umfragetief
Die SPD wird sich nach Überzeugung von Parteichef Kurt Beck und Fraktionschef Peter Struck bis zur Bundestagswahl 2009 aus ihrem Umfragetief wieder herausarbeiten. Richtung Bundestagswahl werde es ein Kopf-an-Kopf-Rennen geben, sagte Beck der «Pforzheimer Zeitung». In der ARD wies er außerdem den Eindruck zurück, er habe sich innerlich bereits von der Kanzlerkandidatur verabschiedet. Struck sagte der «Welt am Sonntag», die SPD habe die Chance, Wahlergebnisse um die 40 Prozent zu erreichen.
Ja natürlich. Icke werd übrigens nächstes Jahr den Berlin Marathon gewinnen. Gar keine Frage. Gut ich müsste teilnehmen, aber das ist die kleinste Hürde. Ich würde die Strecke zwar auf dem Fahrrad kaum schaffen, aber mit Pferd und Wagen zwei oder drei Tagen gar kein Problem.
Welche Drogen muss man eigentlich nehmen um bei solchen Aussagen nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Ich gebe der SPD gerade mal 18 Prozent und die auch nur, weil es noch genügend Dumme gibt. Wer die Politik dieser SPD will, soll beruhigt CDU oder FDP wählen. Da kriegt er das, was er jetzt von der SPD bekommt.
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650 Prozent mehr Gehalt in 20 Jahren
Wenn am Dienstag der Deutsche Aktienindex Dax sein zwanzigjähriges Jubiläum feiert, können die Vorstände der größten börsennotierten Unternehmen eine ausgesprochen positive Gehaltsbilanz ziehen. Um rund 650 Prozent sind die Gehälter der Dax-Vorstände in diesem Zeitraum gestiegen, zeigt eine Auswertung der Unternehmensberatung Kienbaum.
Demnach verdiente ein Vorstand im Jahr 1987 im Durchschnitt insgesamt 445.800 Euro. Im vergangenen Jahr waren es 3,33 Millionen Euro. Die Millionenschwelle durchbrachen die Gehälter im Jahr 1999. In die Jubeljahre der New Economy fällt auch die bislang höchste jährliche Gehaltssteigerung: 42 Prozent von 1999 auf 2000.
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Die Geschäftsführer von nichtbörsennotierten Unternehmen konnten den Kienbaum-Datenbanken zufolge ihre durchschnittlichen Gesamtgehälter von 132.000 Euro auf 268.000 Euro steigern, also gut verdoppeln. Die Verdienste von leitenden Angestellten stiegen in den zwei Jahrzehnten um rund 80 Prozent von im Schnitt 62.000 Euro im Jahr 1987 auf zuletzt 111.000 Euro.
Nur damit es nicht vergessen wird. Die Gehälter der Arbeitnehmer werden in diesem Zusammenhang gar nicht erwähnt. Tatsächlich zeigt diese Untersuchung das nur die Firmen die eigentlich keinen Gewinn durch Produktion machten, sondern durch Betrug, Steuervermeidung und Trickserei sowie Spekulation Geld verdient haben, ihre Manager am besten belohnt haben.
Wenn wir all diese Betrüger festsetzen, und die Aktien dieser Unternehmen einziehen, können wir einen guten Neuanfang wagen. Es sind eben nicht die Reichen, sondern es ist ein verschwindend kleiner Teil von Blutsaugern der die Menschheit ausnutzt und betrügt. Die in Gefängnisse zu stecken und ihnen bei bester Ernährung und Sport zuzusehen wie sie ohne ihr Geld und ohne die Chance auf Freiheit alt werden, ist doch ein schönes Ziel.
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Scholz lässt Pläne zu Änderungen an Rente mit 67 dementieren
Arbeitsminister Olaf Scholz hat dementieren lassen, dass es in seinem Haus Überlegungen zu weiteren Änderungen an der Rente mit 67 gebe. Der «Bild»-Zeitung sagte ein Ministeriumssprecher, die Reform "Rente mit 67" bleibe richtig. Auch an der Erwerbsminderungsrente werde nichts geändert. Scholz reagierte damit auf entsprechende Äußerungen von SPD-Fraktionschef Peter Struck in der «Welt am Sonntag».
Keine Angst, der Olaf macht das schon streng neoliberal. Schließlich ist er ja der Mann von Mohn/Bertelsmann. Der weiß das er den Bauhandwerker vom Gerüst und den Dachdecker vom Dach fallen lassen muss. Alles zum Wohl von Bertelsmann. Der weiß wer ihm die Arbeitsgesetze schreibt und er weiß auch das die Rente mit 67 der beste Schutz vor Rentenzahlungen ist. Ab 55 kommen alle nach Hartz IV egal was sie vorher eingezahlt haben. Dann ist Schluß. Olaf ist der Mann von Bertelsmann.
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Standards wiederherstellen
Zeitungen sollten sich beeilen, ihre Standards schleunigst wiederherzustellen.
Standards sind dehnbar
Etwas Anderes bleibt Josef Joffe, Mitherausgeber der Zeit, auch nicht übrig als zu plädieren:
[…] Die Zeitung muss Standards wahren, um im Netz zu überleben […]
So steht es im kleinen Vortext des Zeit-Beitrags “Klasse, nicht Klicks”. Ja nun, Standards sind dehnbar und dazu geeeignet, um daraus eine Qualität oder einen Qualitätsjournalismus zu definieren. Unter Qualitätsjournalismus kann man viel verstehen, wie Unabhängigkeit, Wahrheitsgehalt, Aktualität, Journalismusstil, Objektivität, Sorgfalt u. v. m. Doch wenn wir uns durch den Wald der Printmedien kämpfen, dann ist der “Bürger-Herold” von einem allgemein verbreiteten Qualitätsjournalismus nicht mehr überzeugt. Klar, punktuell finden wir immer etwas, was uns als Leser qualitätsjournalistisch beeindruckt.
Ich glaube das die "Holzmedien" aber auch die Sender keine Chance mehr haben wieder zum Journalismus zurück zu kehren, geschweige denn alte Standards wieder zu erreichen. Da wo früher nur einzelne Werbeflächen verkauft wurden, wird heute um die Werbefläche herum getextet oder Programm gestaltet. Meist sind die sogenannten "Nachrichten" nichts anderes als gekaufte Propaganda.
Allerdings wäre es dumm zu glauben, dass Blogger als sogenannte Bürgerjournalisten diesen Loch stopfen könnten. Blogger sind bis auf wenige Ausnahmen Kommentatoren. Ob in dieser kurzen Form wie sie hier gerade vorliegt oder in Form von Artikeln die sich ihrerseits wieder auf die Artikel von anderen Bloggern, Journalisten, Pressemitteilungen und Agenturmeldungen stützen.
Dies wird auch solange so bleiben, wie es nicht gesetzlich klar geregelte und bezahlbare Zugänge zu den Agenturen und zu Bildern gibt und Politik wie Unternehmen es sich leisten können, Rückfragen von Bloggern zu ignorieren. Es bleibt eigentlich nur der Zusammenschluß von Bloggern zu zeitungsähnlichen Formaten.
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Köhler unterzeichnet EU-Vertrag vorerst nicht
Bundespräsident Horst Köhler unterzeichnet vorerst nicht den Lissaboner EU-Reformvertrag.
Zunächst wolle das Staatsoberhaupt die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zu Klagen gegen das Reformwerk abwarten, teilte das Präsidialamt am Montag in Berlin mit. "Angesichts vorliegender Anträge auf einstweilige Anordnung folgt der Bundespräsident damit einer Bitte des Bundesverfassungsgerichts", hieß es in der Erklärung.
Wie bitte. Da beantragt jemand den Erlass einer einstweiligen Anordnung vor Gericht und das Gericht bittet den Täter doch von seiner Tat abzulassen, bis das Gericht die Tat genehmigt hat. Was sind wir doch für ein ulkiger Rechtsstaat. Wie das Verfahren ausgehen wird, ist damit ja auch schon klar. Wir Deutschen werden dazu verurteilt dafür zu sein, das wir die letzten Reste bürgerlich Freiheit an die EU-Bürokratie abgeben dürfen. Naja Demokratie war deutschen Richtern ja noch nie viel wert.
Da freut man sich sogar über jemanden wie Polens Präsident Lech Kaczynski der die Unterzeichung endgültig abgelegt hat. Zwar sind seine Motive wie immer völlig falsch, aber wenigstens macht er was.
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