All around the world is gaza II - der Mainstream stellt sich taub
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Geldstrafe für das Zeigen eines T-Shirts für Palästina
(RPO)
Foto: Associated Press (AP)
3000 Euro Strafe für sportlichen Kriegsprotest musste ein spanischer Fussballspieler nun berappen.
Frederic Kanoute, vom FC Sevillia, hatte im Spiel gegen Deportivo La Coruña ein T-Shirt unter dem Trikot getragen, welches sich gegen den militärischen Konflikt im Gazastreifen richtete. Nach seinem Treffer lüftete er das Trikot und zeigte das Shirt, auf welchem in mehreren Sprachen das Wort "Palästina" zu lesen war.
Ich hatte einfach das Gefühl, das tun zu müssen. Jeder sollte sich ein Stück weit verantwortlich fühlen, wenn solche Ungerechtigkeiten geschehen,sagte Kanoute. Die darauf vom spanischen Fußball-Verband erhobene Geldstrafe nahm er dafür gern in Kauf. Er erklärte, das ihm sowas egal sei.
Israelische Aktivisten demonstrieren unbeachtet



Links zum Thema:
Gush Shalom in Action
Peace Now!
Free Gaza
Israel Information Center for Human Rights
Israeli Committee Against House Demolitions
Gegen das Vergessen: Ein Historischer Fehler
Aus einer Meldung vom 11. Januar 2008 auf n-tv.de

Die USA haben nach Auffassung von US-Präsident George W. Bush im Zweiten Weltkrieg einen "historischen Fehler" gemacht, als sie 1944 "nicht das Vernichtungslager Auschwitz und die Eisenbahnlinien dorthin bombardiert haben". Das sagte Bush zum Direktor der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem, Avner Schalev..[..]
Er fragte sich und dann auch seine Aussenministerin Rice, warum denn US-Präsident Franklin D. Roosevelt nicht die Bombardierung angeordnet hat.
Rice antwortete, dass man damals glaubte, dass es "nicht effektiv" gewesen wäre.
Was vergangenen Jahres zunächst makaber anmuten lässt, klärt sich aber im selben Artikel auf und macht unglaubliches offenbar.
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Charlotte Knobloch: Einseitige Debatte völlig unverständlich
Einem Artikel der Süddeutschen entnehmen wir folgendes:
Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die Berichterstattung in Deutschland über den Nahostkonflikt kritisiert. Dem Münchner Merkur sagte Knobloch: "Die einseitige öffentliche Debatte über diesen Konflikt ist für mich völlig unverständlich. Egal, welche Medienberichte ich mir in den vergangenen Tagen angesehen habe: Sie stellen alle vollkommen rücksichtslos den Blickwinkel der Palästinenser dar."
Werte Frau Knobloch,
Sie bezeichnen die Berichterstattung der Medien als rücksichtslos, monieren Einseitigkeit.
Bei allem entgegengebrachten Verständnis für Ihre Argumentation zur Rechtfertigung des israelischen Militäreinsatzes, möchte ich Ihnen folgende Fragen stellen:
1. Ist es - moralisch gesehen - richtig, eingesperrte Menschen, ohne geringste Fluchtmöglichkeit, mit einer bestmilitärisch ausgestatteten Armee zu töten?
2. Ist es - völkerrechtlich gesehen - richtig, UN-Gebäude zu zerstören?
3. Ist es - kriegsrechtlich gesehen - richtig, benötigte humanitäre Versorgung einzuschränken oder gar zu beschießen?
Werte Frau Knobloch,
glauben Sie allen Ernstes, Medien würden nicht auch - gesetzt den Fall, es wäre so - ebenso 'Ihrer Meinung nach' "einseitig" berichten, wenn Israel in einer ähnlichen Lage wäre? Oder ist es dann etwas anderes?
Sie unterliegen da einer selbst eingeredeten Täuschung. Es geht hier längst nicht mehr um Schuld oder Unschuld - es geht um die Umstände, unter denen Menschen den Tod in Kauf zu nehmen gezwungen sind.
Diese Menschen haben nur noch die Wahl zwischen "Pest und Cholera": Entweder durch Waffen sterben oder langsam dahinvegetieren.
Mir ist durchaus die geografische Lage Israels bewusst und dies mag auch nicht immer leicht sein, erfordert jedoch mehr taktisches sowie diplomatisches Geschick als die stumpfe Waffengewalt einer militärischen Übermacht.
Ich appelliere an Ihr sittliches Verständnis und bitte Sie, sich für die Menschenrechte einzusetzen. Für Menschenrechte in egal welcher Region oder Religion der Welt auch immer.
Verpflichtung zur Waffenruhe: USA enthalten sich der Zustimmung - Krieg wird fortgesetzt
(n-tv.de)
Das tagelange Ringen um eine UN-Resolution hat zum Erfolg geführt. Der Sicherheitsrat verpflichtet Israel und die radikal-islamische Hamas zur sofortigen und dauerhaften Waffenruhe. Alle Mitgliedsländer stimmten zu, nur die USA nicht. Ungeachtet der Resolution zeigen sich weder Israel noch Hamas zum Einlenken bereit.
Seid ihr noch normal?
Übersetzter Artikel, mit freundlicher Genehmigung, bereitgestellt durch Omar Abo-Namous (Too Much Cookies Network)
Fotos: Tlaxcala, PCHRGaza, ADALAH

Amira Hass
Anmerkung des Übersetzers:
Ich versuche mich mal wieder an der Übersetzung eines Artikels. Der
Originalartikel wurde von Amira Hass in Israel geschrieben und von
Haaretz unter dem Titel “No humanitarian crisis in Gaza?” veröffentlicht. Den Tipp habe ich von der “Arab Woman Progressive Voice” bekommen, die weitere interessante Artikel hat.
Drei Stunden nachdem die IDF ihre Militäroperation im Gaza-Streifen begann, um etwa 22:30 Samstag nachmittag, schlug eine Granate oder Rakete im Haus von Hussein al-Awaidi und seinen Brüdern ein. Einundzwanzig Leute leben in diesem isolierten Haus, das in einem landwirtschaftlichem Gebiet des Gaza-Viertels Zeitoun liegt. Fünf dieser Leute wurden durch den Anschlag verletzt: Zwei Frauen in ihren Achtzigern (seine Mutter und seine Tante), sein 14-jähriger Sohn, seine 13-jährige Nichte und sein 10-jähriger Neffe.

Zwanzig Stunden später bluteten die Verwundeten weiterhin in einem Schuppen im Hof des Hauses. Es gab keine Elektrizität, keine Wärme, kein Wasser. Ihre Verwandten waren mit ihnen, aber jedes Mal, wenn sie versuchten den Hof zu verlassen, um Wasser zu holen, schoss die Armee auf sie.
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Israel greift UN an - UNO stellt Hilfsleistungen ein
Jeder weiß: Wer die UN beschiesst, wer sie angreift, stellt sich ins Abseits der Staatengemeinschaft.
Heute, während der Feuerpause, wurde ein UN-Konvoi von Israelis beschossen. Ein Mensch kam dabei ums Leben.
Die 3-stündige Feuerpause soll zur Versorgung der leidenden Menschen im Gaza-Streifen dienen. Wasser- sowie Lebensmittelversorgung soll damit gewährleistet werden.
Unmittelbar nach dem Beschuss des gekennzeichneten UN-Konvois gab die UNO bekannt, sämtliche Hilfsleistungen in das Krisengebiet einzustellen, da das Leben ihrer Mitarbeiter nicht mehr gewährleistet werden könne.
Normalerweise sollten spätestens jetzt, selbst bei westlichen Mächten, die Alarmglocken läuten. Typisch hingegen das weitere Schweigen. Vor ca. 2 Stunden stellte die UNO ihre Arbeit in dem Gebiet ein - und bisher ist nicht eine politische Stimme zu vernehmen.
Typisch vor allem das Verhalten seitens der Medien. Diese berichten lieber weiterhin von angeblichen* Erstangriffen aus dem Libanon und verweisen auf manipulierte Medieninformationen seitens der Hamas. Vom Beschuss der UN - bislang nichts.
Mainstream, könnt ihr oder wollt ihr einfach nicht???
*Luftraumverletzung
All around the world is gaza - der Mainstream stellt sich taub
Es folgt eine unvollständige Auflistung der weltweiten Demonstrationen für Gaza. (Ausschliesslich: Videos)
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Demos aktuell: Termine gegen Massaker in Gaza
Wir müssen so viele Leser und Leserinnen wie möglich erreichen. Gebt
deshalb bitte unsere Demo-Termine, die ich täglich aktualisiere und die
Ihr hier findet, weiter.
Ihr könnt den Beitrag:
Update: DEMO-Termine gegen Massaker in Gaza
kopieren und auf eurem Blog veröffentlichen oder einen Link darauf setzen. Ganz egal wie Ihr das macht, nur macht etwas!

Die folgenden Aufrufe zu Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen stammen vom Muslim-Markt und aufmerksamen Lesern, die uns über neue Termine informieren:
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Friedensforum Essen: Mahnwachen während des Krieges
Das Essener Friedensforum hat beschlossen, so lange der Krieg gegen den Gaza anhält, an jedem Samstag zwischen 11.00 und 13.00 Uhr eine Mahnwache abzuhalten.
Schluss mit dem Bombenterror gegen die Bevölkerung im Gazastreifen! Verhandeln statt schießen!
Das Essener Friedens-Forum ruft zur Mahnwache am Sonnabend, den 10. Januar, um 11.00 Uhr an der Porschekanzel/Marktkirche auf.
Die Essener Friedensbewegung fordert Israel auf, die Bombardierung des Gazastreifens sofort einzustellen. Auf der Basis eines beidseitigen Waffenstillstandes muss mit der demokratisch gewählten Hamas über eine gerechte Lösung des Konflikts verhandelt werden.
Wir weisen die einseitige Schuldzuweisung der deutschen Regierung für den neuen Krieg an die Hamas und ihre Legitimierung des israelischen Bombardements entschieden zurück und erwarten eine unvoreingenommene Prüfung der Fakten.
Wir fordern Frau Merkel und Herrn Steinmeier auf, sich gegenüber Israel, in der EU, im Nahost-Quartett und in den USA dafür einzusetzen, dass den berechtigten Forderungen der Palästinenser endlich Geltung verschafft wird.
Unsere Trauer gilt den Toten und Verletzten auf allen Seiten.
Unsere Solidarität gilt der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Statt
Feindbilder zu pflegen, müssen wir uns fragen, welche Perspektiven Menschen in einem Käfig bleiben, aus dem sie nicht fliehen und in dem sie nicht überleben können. Wie so oft bewiesen: Krieg und Gewalt können Konflikte nicht lösen.
Juliane Pilz
Bernd Brack
Birgit Dinkelbach-Schlegel
Mehmet Bingöllü
Theresa Giancotti
http://www.friedensforum-essen.de/
Weitere Informationen auch unter:
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/index.html
http://gaza.falastin.de
Weitere Veranstaltungstipps und Proteste gegen den israelischen Militäreinsatz im Gaza-Streifen
Demo in Recklinghausen, 09.01.09, 14:00
Vortrag in Hannover, 09.01.09, 17:00
Vortrag: Das Massaker in Gaza, in Pfaffenhofen,10.01.09, 20:00
Zentral DEMO in Berlin am 10.01.09, 14:00
Kundgebung in Berlin, 07.01.09
Kundgebung in Mannheim, Marktplatz, 09.01.09 um 15:00
Mahnwache in Freiburg, 7.01.09, 16:00 am Rathausplatz
Kundgebung am Kölner Dom, 10.01.09 um 14:00
Kundgebung in Wuppertal, 10.01.09, 12:30
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Infos unter http://gaza.falastin.de abrufbar
Kundgebungen und Mahnwachen in mehreren Großstädten - Stoppt das Massaker und brecht die Blockade in Gaza
Brecht die Blockade in Gaza …!!!
Ein neues israelisches Blutbad gegen das palästinensische Volk im Gaza- Streifen Wut und Entsetzen über israelische Massaker im Gaza- Streifen
Wo:
VOR DER ÄGYPTISCHEN BOTSCHAFT IN BERLIN
Wann:
Montag, den 05.01.2009 um 17.00 Uhr
Palästinensische Gemeinde Berlin,
Verbände und Vereine der arabischen Gemeinden in Berlin
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Demo in Köln am 05.01.2009
um 18,00 Uhr am Rudolfplatz in Köln -- Demonstration gegen Krieg
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Die israelische Armee ist in Gaza einmarschiert!!
Seit Beginn des Kriegs gegen Gaza sind Hunderte Menschen, darunter mindesten 60 Kinder getötet und Tausende verletzt worden, Institutionen, Wohngebäude, Universitäten, Moscheen und auch Krankenhäuser werden zerstört, die Ambulanzen können wegen des dauernden Beschusses nicht mehr zu den Verletzten kommen und die Krankenhäuser sind völlig überfordert - dagegen müssen wir protestieren!!
!! Bitte kommt zu den Veranstaltungen!!
Hamburg: Mo. (5.1), Mi. (7.1) und Frei. (9.1): Mahnwache von 17 Uhr bis 18 Uhr vor der Petri -Kirche (Mitte Mönckebergstraße)
Am Samstag,10. Januar ab 14 Uhr findet eine Protestaktion mit Menschenkette (rund um die Alster) auf dem Jungfernstieg statt.Treffen um 14 Uhr beim U4-Pavillon / Alsteranleger.
Bitte Poster, Transparente usw. mitbringen!
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Mahnwache in Hannover am 5.1.2009
Liebe Freunde und Unterstützer des Palästinensischen Volkes,
liebe arabische Schwestern und Brüdern,
liebe Mitglieder der Palästinensischen Gemeinde,
Anlässlich des anhaltenden Massakers und der neuen Entwicklungen gegen
das Palästinensische Volk in GAZA, findet eine Mahnwache in Hannover; am Montag, den 05.01.2009 um 17.00 Uhr am Ernst-August-Platz (Hauptbahnhof).
Kommt alle! Kommt mit Euren Familien, Freunden und Bekannten! Kommt zahlreich und erhebt Eure Stimme für die Opfer in GAZA.
Es werden ausschließlich nationale Flaggen und mit uns abgestimmte Slogans
und Parolen zugelassen.
Bitte bringt Kerzen in Gläsern und möglichst palästinensische Tücher mit!
Der Vorstand der
Palästinensischen Gemeinde
in Hannover
Palästinensische Gemeinde Deutschland e.V. - Hannover
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Infos unter http://gaza.falastin.de abrufbar
Gewalt sogar gegen Nothilfeboot
http://www.anis-online.de/2/freegaza/newsletter/2009/01.htm#dt
Tod und Zerstörung ist Israels derzeitige Gaza-Politik. Mehr als 500 Menschen wurden umgebracht, seit das Massaker begonnen hat. Eine Bodenoffensive kommt jetzt dazu, während Länder wie Deutschland das Abschlachten offiziell rechtfertigen, indem sie sagen, der zionistische Staat verteidige sich lediglich und die Hamas sei allein verantwortlich für die Lage. Die Free-Gaza-Bewegung bezieht Stellung für das besetzte Palästina und glaubt nicht daran, dass der Krieg gegen Gaza eine Verteidigung oder in irgendeiner Weise konstruktiv oder gerechtfertigt ist. Das Gaza Community Mental Health Programme etwa, eine der drei zivilen Organisationen, die die Free-Gaza-Bewegung als erste offiziell eingeladen hatten, wurde von israelischen F16-Jets weitgehend zerstört. GCMH ist eine international anerkannte Organisation, die seit vielen Jahren großartige Arbeit im Gazastreifen leistet. Israel wendet Gewalt selbst gegen Zivilisten an und sogar das Free-Gaza-Nothilfeboot wurde letzten Dienstag in internationalen Gewässern brutal angegriffen und beschädigt. Siehe das CNN-Video unter http://www.youtube.com/watch?v=xgddT_i9260&eurl= (8:36) und das Pressefoto des beschädigten Boots von Hassan Bahsoun (Download unter http://www.freegaza.org/uploads/2008/01_2009.jpg - 2336x3504 pixel, 72 dpi) sowie weitere Fotos unter http://www.flickr.com/photos/29205195@N02. Jetzt ist das Boot in Tyros, Libanon. Wir haben ein anderes Schiff gefunden, um das wir uns derzeit bemühen. Es ist zwar nicht das perfekte Boot für die Free-Gaza-Bewegung, aber das passendste und erschwinglichste, das wir in der kurzen Zeit finden konnten. Unser neues Schiff wird etwa 30 Passagiere und 10-15 Tonnen Fracht aufnehmen. Wir beabsichtigen, innerhalb der nächsten zwei Wochen wieder nach Gaza zu fahren. Außerdem in dieser Ausgabe: Was du tun kannst, um die Bewegung zu unterstützen, Passagiere für das nächste Boot, Neues von Internationalen in Gaza, wer brach den Waffenstillstand, das Free Gaza Art Festival, ein Termin und das Zitat der Woche.
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Howard Zinn - War and Social Justice
Frohes Schaffen auch in 2009! Keep on doing!
"Wir sind nicht machtlos, wir müssen nur ausdauernd und geduldig sein, nicht geduldig im passiven Sinne sondern geduldig im aktiven Sinne und mit der Zuversicht, dass wenn jeder seinen kleinen Teil beiträgt, die kritischen Masse an einem Punkt erreicht werden wird ..."
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Im Schutz des Drachen
kann der Schneelöwe seine Weisheit bewahren und die Flüsse und Seen reinhalten.
Oder wie es eine jahrtausende-alte, indianische Prophezeiung weist: Wenn der Adler (Verstand) sich dem Condor (Herz) annähert und beide gemeinsam, Seite an Seite uns ihren Höhenflug darbieten, werden wir wissen, dass die Zeit der Spaltung hinter uns liegt und eine neue Ära der globalen Verständigung beginnt. Wir werden miteinander arbeiten und nicht gegeneinander, wir werden miteinander leben und nicht unter-und übereinander. Was für neue Möglichkeiten uns dieses Miteinander und Füreinander offenbaren wird, können wir uns vielleicht noch nicht einmal ansatzweise vorstellen. Unsere auf Wettbewerb und Konkurenz konditionierte Mentalität hängt ihrer alten Prägung noch ein wenig (oder auch mehr ) nach.
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Dignity an Gaza: “Wir sind wieder da!”
Am Dienstag, dem 9. Dezember, hat das Schiff "Dignity" der Free-Gaza-Bewegung erfolgreich die israelische Blockade durchbrochen, zum vierten Mal seit August. Es kam, um Solidarität mit den Menschen unter der illegalen und inhumanen Belagerung auszudrücken und um Medizin und Babynahrung nach Gaza zu bringen. Zwei Tage später kehrte die Dignity zurück, mit elf palästinensischen Studenten an Bord, denen die Ausreise zu ihren Universitäten im Ausland von Israel verweigert wurde. Das Schiff erreichte heil und sicher Zypern am Nachmittag des 12. Dezember. Derzeit sind etwa siebenhundert Studierende in Gaza gefangen. Sie bekommen keine Genehmigung von Israel, um ihre Ausbildung fortzusetzen. Die vierte Free-Gaza-Reise fällt zeitlich zusammen mit dem sechzigsten Jahrestag der Universalen Erklärung der Menschenrechte. Die Free-Gaza-Bewegung bezieht Stellung für die Menschenrechte und internationale Gerechtigkeit. - Außerdem in dieser Ausgabe: warum Rosenhead und Cushman nach Gaza gesegelt sind, was Huwaida über den besetzten Gazastreifen sagt, was Audrey am Flughafen Ben Gurion widerfuhr, das Gaza Concert '08 und das Zitat der Woche.
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UPDATE: Siegen lernen
Ich habe mich hier meiner eigenen Hoffnungslosigkeit und dem daraus resultierenden Zynismus hingegeben. Was sicherlich nicht sehr hilfreich ist.
Werden wir also ein wenig konkreter: Wie kommt es, dass wir es zulassen, uns von Tag zu Tag immer noch mehr entrechten zu lassen? Warum fordern wir unsere Volksvertreter nicht auf, endlich zu handeln - im Sinne der Menschen und ihres Rechts auf ein würdiges Leben? Gibt es die Möglichkeit, Klage einzureichen? Vor dem europäischen Menschengerichtshof?
"Die Würde des Menschen ist unantastbar" ...
Die Universelle Menschenrechtsdeklaration der Vereinten Nationen sagt, Artikel 1: "Alle Menschen sind gleich und frei an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen." Und Artikel 3: "Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person. ..."
Ich zitiere wieder Jean Ziegler:
Heute – letztes Jahr – zahlen die Industriestaaten 349 Milliarden Dollar, fast eine Milliarde pro Tag, an ihre Bauern für Produktions- und Exportsubventionen. Sie können heute auf jedem afrikanischen Markt, wo es immer ist, italienisches, französisches, deutsches und so weiter, Gemüse und Früchte zur Hälfte oder zu einem Drittel des Preises äquivalenter Inlandprodukte kaufen. Und ein paar Meter weiter steht der afrikanische Bauer mit seinem – unser Freund hier kommt aus Senegal –, kommt der Bauer, rackert sich ab, 15 Stunden am Tag, und hat nicht die geringste Chance, auf ein anständiges Existenzminimum zu kommen. Das ist das Faktum. Die Agrar-Dumpingpolitik, das Überfluten mit billigst subventionierten Agrarprodukten der afrikanischen Märkte durch die Europäer – das kann morgen früh gestoppt werden. Durch demokratische Mobilisation. ... im Ministerpräsidentenrat, da sitzt die Bundeskanzlerin, und im Ministerrat, Landwirtschaftsrat, da sitzt der Landwirtschaftsminister der Bundesrepublik, und die können verlangen, dass die Exportsubventionen ersatzlos gestrichen werden.
Warum fordern wir nicht den sofortigen Stopp der Exportsubventionen?
Herr Ziegler weiter:
Neoliberalismus, der heute praktisch zur Einheitsideologie geworden ist, außer hier natürlich … Nein, nein, das Gift, das kann ja überall sein, es könnte auch hier sein, aber ich glaube, das ist es nicht … Der Neoliberalismus, ich komme zurück aus Niger, das zweitärmste Land der Welt, dort wurde vor drei Jahren das nationale Veterinäramt privatisiert. Privatisiert. Auf Befehl des Weltwährungsfonds, weil das eine Marktverzerrung ist, wenn veterinärmedizinische Artikel einen festen Preis haben, der jetzt noch tief ist, und das stört die multinationalen Gesellschaften. Niger ist ein wunderbares Land, zehn Millionen Einwohner, 1,8 Millionen Quadratkilometer und die leben vom Vieh, von den Kamelen bis zu den Ziegen ... Der Hama Amadou, der Ministerpräsident hat gesagt – ich hab gesagt, wie ist das herausgekommen mit dieser Privatisierung und so weiter, Aufhebung des nationalen Veterinäramtes – er hat gesagt: Komm mit mir, und am nächsten Tag sind wir in den Kanisterstädten gewesen, das kennen Sie vielleicht, und da leben jetzt, wenn man das Leben nennen kann, Tausende und Tausende und Tausende total ruinierte Viehzüchterfamilien. Weil die können einfach nicht die Vitamine, die Antiparasitosen, die Impfstoffe des freien Marktes der multinationalen Tierpharmaziegesellschaften zahlen. Die Liberalisierung muss weg. Es muss eine normative Außenhandelspolitik kommen. Eine normative Außenhandelspolitik bedeutet auch, dass die Welthandelsorganisation und der Weltwährungsfonds ersatzlos aufgelöst werden. Das sind Diktaturen.
Rede Jean Zieglers als DOC-Datei
Wie können wir, die wir uns Gerechtigkeit und Frieden wünschen, unsere Kräfte besser bündeln und zusammenarbeiten? Woher kommt die Freude, andere bloßstellen und erniedrigen zu wollen? Haben wir nichts besseres zu tun, als fremde Kulturen und Religionen zu dämonisieren und uns über sie zu erheben? Wollen wir wirklich eine Veränderung und Erneuerung?
Könnte ein globaler Offenbarungseid dabei helfen, den "Weltkuchen" neu aufzuteilen, indem offengelegt wird, wo was benötigt, also importiert werden MUSS, und wo wer was produziert und exportieren KANN ? Können wir "Wähler" diesen Offenbarungseid einfordern und dafür Sorge tragen, dass wirklich alle Menschen und Nationen teilhaben, sowohl an der Gestaltung der Zukunft des Planeten als auch an der Gestaltung der eigenen Lebensentwürfe?
Hat jemand eine Idee, wie wir eine solche Klage aufsetzen und einreichen können? Hat jemand eine bessere Idee? Wollen wir Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit für die Menschen?
(siehe Artikel in der Berliner Umschau- Amnesty Inernational fordert "Globalisierung von unten")
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Zum 60. Jahrestag der Menschenrechte
Beginnen wir mit Arnulf Rating - Mogelpackungen
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Nochmal: 60 Jahre Menschenrechte
Zur Einstimmung:
Da ich jetzt nicht wieder alles aufrollen möchte, gebe ich hier nur Hinweise auf stattfindende Aktionen, die aber nicht nur auf den 10.12.2008 begrenzt sind:
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Free Gaza die Vierte – Segel sind wieder gesetzt
Der Free-Gaza-Bewegung ist es drei Mal gelungen, von Zypern nach Gaza zu segeln, in einem historischen und andauernden Bestreben, die Belagerung von Gaza zu brechen. Jetzt geht es auf zur vierten Reise. Die nächste Reise war für diesen Montagabend geplant und das Schiff hat den Hafen verlassen! Israel nennt den Gazastreifen "feindliche Entität" und bestraft die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens - und Palästinas allgemein - kollektiv für etwas, das nicht wirklich klar ist. Ginge es um Terror, dann würden Armee und Staat nicht die Voraussetzungen für Gewalt schaffen, indem sie die Menschenrechte verweigern und Teile der Bevölkerung in die Verzweiflung treiben. Die Free-Gaza-Bewegung bezieht Stellung für Palästina und kämpft für die Gleichberechtigung. – Außerdem in dieser Ausgabe: die Situation in Gaza, das Treffen in London, die entführten FGM-Mitglieder, eine Anfrage nach einem PHP-Entwickler und das Zitat der Woche.
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Watchblog revisited: Guantanamo - und Neues von Murat Kurnaz
Murat Kurnaz ist zur Zeit in Österreich, um dort den 60. Jahrestag der Menschenrechtserklärung zu begehen. Er hat eine Bitte: Das neutrale Österreich, so Kurnaz, solle Barack Obama dabei helfen, das Lager zu leeren, und in Europa mit gutem Beispiel vorangehen. So wie Schweden oder Albanien solle Wien ein paar jener Häftlinge aufnehmen, die nicht mehr in ihre Heimat zurückkehren dürfen, weil ihnen dort Folter oder soziale Isolation drohen.
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