Ach ja Thüringen, wenn ich dieses Wort höre, dann habe ich immer so ein wohliges Gefühl. Denn eigentlich ist Thüringen für mich ein absolut positiver Begriff. Ich denke dann an meine Kindheit, meine Großeltern und so wirklich glückliche Tage. Für einen Deutschen ist Thüringen doch eigentlich auch irgendwie ein Abbild seiner unterbewussten Seelenidentität. Gemütliche Orte mit Fachwerkhäusern, die sich in Täler zwischen bewaldeten Bergen quetschen. Klare Gebirgsbäche die mit ihrem sanften Rauschen sich zwischen satten Fichten hindurch schlängeln. Burgruinen voll alter Märchen, Aussichttürme mit Postkartenperspektiven, Bergwirtschaften mit skurrilen Geschichten. Auf den Spuren Goethes rund um Ilmenau wandeln, oder seine Wirkungsstätten in Weimar besuchen. Den Rennsteig entlang wandern und dabei Herbert Roth summen. Natürlich muss man, als Deutscher, auch auf der Wartburg gewesen sein. Als Krönung noch etwas was die Deutschen wirklich am besten auf der Welt machen können und in Thüringen als Meister unter den Meistern, die Wurst. Unter den unsäglichen Slogans der PR-Strategen für Tourismus gibt es nur einen wirklich Guten. Denn mit “Das grüne Herz Deutschlands” haben sie es eigentlich gut getroffen.
Ich habe sogar einmal ein Jahr, als Erwachsener, dort gelebt und gearbeitet. Mein damaliger Weggang nach Berlin lag auch nicht an Thüringen oder den Thüringern.
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