Eine Tüte Mitleid für die RWE
Der RWE-Chef Jürgen Großmann wird von tiefen Sorgen gequält. Öffentlich barmt er um die drohenden Milliardenverluste für die RWE und andere Mitglieder der Atommafia. Er malt die Welt in schwärzesten Farben. ["Eine Tüte Mitleid für die RWE" mehr »]
Alternative Energien - Träume, Schäume, Tricksereien
In der letzten Woche war Desertec das große Thema, weil ein paar deutsche Großkonzerne jetzt auch endlich mal über die Möglichkeit der Gewinnung von elektrischer Energie durch solare Themalkraftwerke laut nachgedacht haben. Das ist in Wirklichkeit allerdings nicht mehr als ein Köder, der die Gewinnung von Energie in den Händen der Großkonzerne halten soll.
Es ist aber leider noch nicht einmal ein ernsthafter Denkanfang. Selbstverständlich erhalten die Wüstenfläche der Erde in 6 Stunden mehr Sonne als auf der Erde in einem Jahr verbraucht werden und tatsächlich ist ein großer Teil der Entwicklungsarbeit für Gewinnung und Transport bereits erledigt. Die erforderliche solare Technologie wurde bereits im Juli 2008 auf Duckhome beschrieben. ["Alternative Energien - Träume, Schäume, Tricksereien" mehr »]
Dann würgen wir sie eben mit neuen Normen ab
Die offizielle Politik und auch die Energieerzeuger tun immer so, als wären sie für erneuerbare Energien oder bessere Ausnutzung von fossilen Brennstoffen. Das sind natürlich nur Lippenbekenntnisse. Die Energiefrage ist natürlich für die Energieerzeuger eine Frage des eigenen Geschäfts und für die Politik eine Frage der Macht. Dezentrale Energieerzeugung bedeutet, dass die Energieerzeuger Gewinne und letztendlich ihr Geschäft verlieren und für die Politik besteht die gleiche Gefahr, weil Bürger die energieautark werden, sich auch ansonsten für Freiheit einsetzen werden und damit die bisherige Politikkaste übrig machen.
Allerdings können sich weder Energieerzeuger noch die verkommenen Politiker leisten, diese offensichtliche Wahrheit auch laut zu äußern. Deshalb müssen sie der privaten Energieerzeugung möglichst viele gesetzliche und normative Steine in den Weg legen, um sie praktisch unmöglich zu machen. Nur so kann das aktuelle Weltbild erhalten werden. ["Dann würgen wir sie eben mit neuen Normen ab" mehr »]
Allerdings können sich weder Energieerzeuger noch die verkommenen Politiker leisten, diese offensichtliche Wahrheit auch laut zu äußern. Deshalb müssen sie der privaten Energieerzeugung möglichst viele gesetzliche und normative Steine in den Weg legen, um sie praktisch unmöglich zu machen. Nur so kann das aktuelle Weltbild erhalten werden. ["Dann würgen wir sie eben mit neuen Normen ab" mehr »]
Kurzkommentar 2008-08-25
• Scharfer Ritt durch den Arzneischrank
• BRIC: Biodiesel-Markt wächst auf sechs Mrd. Dollar
• Vertriebenen-Chefin Steinbach erhält Bundesverdienstkreuz
• SPD-Spitzenkandidat Maget erwartet von Müntefering Beitrag zur Konsolidierung der SPD
• Kabul wirft US-Armee Tod von 76 Zivilisten vor ["Kurzkommentar 2008-08-25" mehr »]
Mittelmeerunion, Plan Solaire, Eigenvorsorgung und soziale Verantwortung
Die große Politik hat das Thema thermische Solarkraftwerke in den Wüsten Nordafrikas für sich entdeckt. Das ist zunächst einmal positiv. Natürlich zäumt sie genau wie immer das Pferd von hinten auf. Wenn die Mittelmeerunion keine soziale Union und keine Friedensunion ist, wird sie auch keine billige Energie ernten. ["Mittelmeerunion, Plan Solaire, Eigenvorsorgung und soziale ... »]
Dumm wie Glos
Mein Gott was ist dieser Wirtschaftsminister und sein ulkiges Ministerium doch für eine Blamage. Da lassen sie diesen bayrischen Intelligenzler nach Dschidda fahren und keiner sagt ihm das Peak Oil in Saudi-Arabien ist:
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos hat eine deutliche Erhöhung der Ölfördermengen und eine engere Kooperation von Förder- und Verbraucherländern gefordert, um den Ölpreisanstieg zu stoppen.
"Der Ölmarkt braucht zum jetzigen Zeitpunkt vor allem ein starkes Signal auf der Produktionsseite", sagte Glos laut Redetext am Sonntag auf dem Krisengipfel in der saudi-arabischen Hafenstadt Dschidda. Der Sorge vor einem Versorgungsengpass müsse "durch eine deutliche Erhöhung der Produktion entgegengewirkt werden." Eine Förderausweitung wäre auch das richtige Signal an die Finanzmärkte, nicht weiter auf steigende Ölpreise zu setzen.
Was ist eigentlich an dem Signal der Saudis noch misszuverstehen:
Der weltgrößte Ölproduzent Saudi-Arabien ist nach den Worten von König Abdullah grundsätzlich zu weiteren Produktionserhöhungen bereit, um die Preisexplosion bei dem begehrten Rohstoff zu stoppen.
Konkrete neue Zahlen nannte Abdullah zur Eröffnung des Öl-Krisengipfels in der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda am Sonntag aber nicht. Er kündigte jedoch Initiativen an, um den armen Ländern mit Milliarden-Mitteln zu helfen, die Folgen der hohen Ölpreise zu bewältigen.
Getreu dem alten Radio Eriwan-Prinzip sind die Saudis natürlich gerne bereit die Ölförderung zu steigern, aber noch viel lieber wollen sie ein Trostpflaster von ein paar Milliarden an die ärmeren Länder spenden und der reiche Westen soll dabei helfen. Sie können ihre Fördermenge einfach nicht mehr erhöhen. Selbst die zuletzt angekündigte Erhöhung um 500.000 Barrel Öl pro Tag, war mehr Wunschtraum als Wirklichkeit.
Selbst wenn man die eine oder andere zusätzlich Pumpe aufbaut könnte man bestenfalls nur noch unbedeutende Steigerungen erreichen und würde damit aber die Restlaufzeit der Felder zusätzlich verkürzen. Das können die Saudis gar nicht tun ohne sich selbst zu gefährden.
Die saudische Herrscherfamilie tanzt schon lange auf einem Vulkan dessen Ausbruch durch immer neues Geld verhindert werden konnte. Im Land wollen die Traditionalisten im Sinne eines Osam Bin Laden zurück ins Mittelalter und die Jugend will die Traditionen abwerfen um in westlicher Freiheit zu leben. Es war das Öl und der Reichtum auf Ewigkeit, der den saudischen Thron stützt und das Land zusammenhält.
Würden die heute öffentlich Peak Oil eingestehen wäre dieses Bindemittel weg. Es macht nämlich einen entscheidenden Unterschied ob der Reichtum erst in 50 Jahren kleiner wird oder in 20 Jahren. Ein Peak Oil das nach Meinung vieler Experten in Saudi-Arabien im Jahr 2005 lag, bedeutet bei normaler Weiterproduktion das vielleicht noch 25 Jahren in immer bescheidener werdenden Mengen exportiert werden kann und dann der Eigenverbrauch für ca. weitere 20 Jahre übrig bleibt.
Das alles beruht aber auf Rechnungen, die davon ausgehen das die Saudis nicht gelogen haben. Es stimmt nur dann, wenn nicht immer wieder der Ölhahn etwas weiter als im Opec-Konsens beschlossen, aufgedreht wurde. Es ist aber durchaus denkbar, das auf solchen Wege einige Jahresfördermengen abgepumpt wurden, die in keiner Statistik auftauchen. Bei zwei oder drei Jahren ist das kein Problem, was aber wenn es sich um 10 oder 20 Jahre handelt?
Fest steht das die Märkte den saudischen Fördermengenzusagen nicht mehr trauen. Fest steht auch, das Wolfgang Pomrehn in Telepolis und Francis Byrne in "Linke Zeitung" zeichnen die Situation faktisch genau auf. Da hilft es auch nicht die beiden in eine linke Ecke zu stellten. Geologie ist nicht sonderlich politisch.
Wer also unseren bayrischen Kaltdampfplauderer Glos auf eine solche Veranstaltung mit dieser Vorbereitung und diesem öffentlichen Anspruch schickt, der ist entweder naturdoof, hat seine Hausarbeiten nicht gemacht oder verfolgt ein anderes Ziel. Genau um dieses andere Ziel geht es.
Die deutschen haben beim Waldsterben und bei anderen Umweltthemen immer schnell reagiert. Was im übrigen der Grund ist, das dieses Waldsterben von den Naturvernichtern um Mittal, Okologismus und PI, jetzt geleugnet werden kann. Wenn Peak Oil in den deutschen Köpfen angekommen ist, wird ein so schnelles Umdenken beginnen das es unseren Politclowns schon jetzt vor Angst das Mark erschüttert.
Sobald die Bevölkerung mitbekommt wie sehr sie belogen wurde, dürfte ein Aufschrei der Wut durch die Menschen gehen. Jedes Jahr um das uns die Glos, Merkel, Steinbrück und Co. betrügen ist nämlich unwiederbringlich dahin. Steht für ein Abfedern der Situation nicht mehr zur Verfügung. Da ist es logisch das uns jemand wie Tiefensee erklärt das Luftfahrt praktisch grüne Technologie ist und wir nicht darüber schimpfen sollen und das die Bahn in der Fläche zerstört werden muss.
Die Damen und Herren Politiker wollen Zeit gewinnen. Zeit um ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, Zeit für ihre neoliberalen Auftraggeber. Aber es wird nicht funktionieren. Die Medien werden weltweit unruhig, weil es an allen Stellen aus dem Internet zu hören ist, das dieses Ölzeitalter seinem Ende zugeht. Das ist unvermeidlich. Wir können einen sanften Übergang gestalten oder es zu einem Bruch kommen lassen.
Ein sanfter Übergang würde verantwortliche Politiker und Manager erfordern die wir leider nicht mehr haben.
Mini-Brennstoffzelle mit Natriumborhydrid
Was bei der Brennstoffzelle bisher passiert ist wird überdeutlich wenn wir das sogenannte Leistungsgewicht betrachten. 1994 hatte die Brennstoffzelle im Necar 1 noch ein Leistungsgewicht von 21 kg/kW bei insgesamt 50 kW. Es wog also über eine Tonne. Kein Wunder das dieses Auto nur nur 90 km/h schnell war. Das neue System des Fraunhofer Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) in Zusammenarbeit mit der TU Berlin hat ein Leistungsgewicht von 2,5 kg/kW. Bei 50 kw Antriebsleistung wären also nur 100 kg Gewicht für die Brennstoffzelle erforderlich.

FotoFraunhofer IZM
Natürlich dürfte die in der Pressemitteilung genannte Einsatzmöglichkeit für einen Suchhubschrauber eher ein frommer Wunsch als Realität sein. In der Realität ist wohl mehr an die fast lautlose Überwachungsdrohne vor unseren Schlafzimmern gedacht, die unserem, nach eigenen Aussagen nicht vollständig durchgeknalltem Innenminister auch die letzten Geheimnisse verraten soll. Aber zumindest lässt er dann vielleicht nicht jede Wohnung aufbrechen.
Diesen Innenminister könnten wir los werden, unsere Versorgungsprobleme bei der Energie bleiben. Deshalb ist die Forschung von IZM und TU-Berlin nur zu loben. Glücklicherweise läuft innerhalb der deutschen Wissenschaft sogar ein heißer Wettbewerb.
Vielleicht könnten wir es schaffen Patente für Deutschland zu retten, falls unsere Politik sie nicht lieber wieder den USA oder irgendwelchen Heuschrecken schenkt. Im Zweifel streichen die nämlich immer dann die Mittel wenn es ernst wird und der nächste Schritt die Kleinserie wäre. Aber auch das ist nur ein Anfang.
Die Problematik liegt darin, das wir Wasserstoff in den Wüsten durch Solarkraftwerke zwar unglaublich günstig herstellen können, dann aber erst unser Problem beginnt. Der Transport von Wasserstoff ist praktisch nicht ohne Umwandlung machbar.
Der einfachste Weg scheint die Umwandlung in elektrischen Strom zu sein, den man dann mittels Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung, kurz HGÜ, problemlos nach Europa bringen kann. Laut Siemens sind Übertragungsraten von 3.000 MW zur Zeit üblich und 5.000 MW machbar. Auch die Kosten wären kein wirkliches Problem. Allerdings gibt es eine Reihe anderer Probleme.
Wir haben gerade erlebt das eine größere imperialistische Nation getestet hat, ob sie den internationalen Nachrichtenverkehr in bestimmten Gebieten oder auch weltweit dadurch erledigen kann, das sie Unterseekabel mechanisch durchtrennt. Lokal hatte es Erfolg. Weltweit müssten mehr Verbindungen zerstört werden, deshalb wird da wohl erst etwas passieren wenn mehr Atom-U-Boote mit dieser Waffe ausgerüstet sind. Da diese Nation nicht zum Frieden zu zwingen ist, müssten unendlich viele Kabel verlegt werden um die Zerstörung sinnlos zu machen.
Allerdings sind Stromleitungen auch an Land leicht angreifbar. Natürlich bekämen die Angreifer dann immer neue schöne Namen, Wie Al Hastenichtgesehen oder El Rächerderenterbten, aber es wäre doch immer die gleiche Organisation die heute schon überall für den Unfrieden in der Welt, den Hunger und die Angst sorgt.
Wir brauchen also nicht nur einen Mix aus Energie der sowohl die Komponente Solarenergie aus der Wüste, wie auch heimische Energie enthält und dazu im Ausland wie auch im Inland auf unterschiedliche Energieformen zugreift, wir brauchen auch einen Transportmix und weitgehend Frieden. Technisch wären das Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen neben einer Vielzahl von Pipelines in denen gebundener Wasserstoff transportiert werden kann. Dazu noch den Transport per Bahn und Schiff.
Allerdings will ich gerne zugeben das bei der Herstellung von Natriumborhydrid und bei der Ameisensäure für mich die Herstellungsfrage immer noch ungeklärt ist. Obwohl ich irgendwann in meinem Leben mal daran gedacht habe Chemie zu studieren, habe ich mir und der Chemie wohl etwas Gutes getan, indem ich es gelassen habe.
Bei beiden scheitere ich an dem Problem das eine Kohlenstoffkomponente aus Methanol oder Ethanol gebraucht würde, deren Größe ich nicht bestimmen kann und die den Sinn der Sache konterkarieren könnte. Die Wasserstoffwirtschaft soll ja gerade Öl, Kohle, Erdgas komplett aus dem Energiemix ausschließen und nachwachsende Rohstoffe nur in soweit benutzen, als es für die Ernährung der Menschen unschädlich ist.
Falls irgendein in der Chemie bewanderter Mensch mich darüber aufklären könnten wie man Wasserstoff in der Wüste in ein transportfähiges, flüssiges oder auch als Perlite gestaltetes Gut verwandeln kann, um es sicher transportieren und am Bestimmungsort, am besten durch die Zugabe von Wasser direkt in Brennstoffzellen einsetzen kann, wäre ich dankbar. Irgendwo da liegt der Weg.
Ich bin mir sicher das Transportproblem lässt sich lösen. Die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitungen werden in Europa ein Problem werden, weil die Elektro-Smog-Hysteriker sofort aufschreien werden. Da ist Gleichstrom neuerdings ja schlimmer als Wechselstrom in Höchstspannung. Das lässt sich nur lösen, wenn man Umwege durch menschenleerere Gebiete in Kauf nimmt, viel unterseeisch macht und ansonsten durch Gesetze dafür sorgt das niemand unter eine bereits bestehende Leitung zieht und dann klagt.
Die Standorte in Afrika lassen sich nur durch faire Teilhabe am Erfolg auf Dauer sicher gestalten. Wir brauchen die Menschen und die Flächen dort. Dies kann keinesfalls im Geiste von Eroberern, Kolonisation oder durch Wirtschaftsimperialismus geschehen. Wir werden Menschen in den Mittelmeeranrainerstaaten und vielleicht auch noch weiter nach Afrika hinein den Anschluß an Europa anbieten müssen. Aus purem Eigennutz.
Wir werden sie entweder mit ihrer Hautfarbe, ihrer Religion, ihrer Kultur und ihrer Art zu leben, annehmen oder wir können die Geschichte und uns selbst vergessen. Wir haben bisher kaum politischen Ruhm oder gar Ehre in Afrika erworben. Wir sollten langsam anfangen ehrlich zu handeln. Wer glaubt er könne das Stück Afrika für Europa herausbrechen, das für die Energieerzeung gebraucht wird, der irrt fürchterlich.
Wir werden im Endeffekt entweder ganz Afrika mit nach oben nehmen oder in ewigen Energiekriegen verbluten. Die neuen Ölfelder liegen zu unserem Glück nicht in den ölfördernden Staaten, die wir lange genug betrogen oder wie die USA es heute noch tut, einfach unterworfen haben. Die neuen Möglichkeiten fast unbegrenzt Energie zu gewinnen, machen es uns aber leicht. Meerwasserentsalzung und Bewässerung bedeuten mehr als genug Nahrung, auf einer leichteren Basis. Wer satt ist hat die Muße zu lernen und fröhlich zu sein. Leben und Leben lassen.
Bürgerkraftwerke
In Österreich darf man Worte schreiben, die man in Deutschland nicht einmal denken dürfte:
Bürgerkraftwerke
Neben der eigenen Solaranlage auf dem Dach gibt es noch andere Wege, wie man den eigenen Haushalt und die Umgebung mit Strom versorgen kann. Immer mehr Bürger tun sich deshalb zusammen und nehmen die Energieversorgung in die eigene Hand. Sogenannte Bürgerkraftwerke erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Produziert wird der Strom dabei mit Photovoltaikanlagen, kleinen Wasserkraftwerken und Biogasanlagen. Sogar eigene Windräder werden zur Stromerzeugung errichtet.
Gewinnbeteiligung
Bei den Projekten kann jeder mitmachen. Wer Anteile an einem Kraftwerk erwirbt, wird damit gleichzeitig auch zum Investor. Dadurch ist man nicht nur am Gewinn beteiligt, sondern leistet auch einen Beitrag zur Förderung alternativer Energien und zum Umweltschutz.
Novelle des Ökostromgesetzes
In Österreich wird die Errichtung von Anlagen für erneuerbare Energie wie Photovoltaik- und Biomasseheizungsanlage gefördert.
..
Die jährlichen Zusatzförderungsmittel werden um rund 25 Prozent auf 21 Millionen Euro jährlich angehoben.
Felix Austria kann man da wieder einmal mehr sagen. In Deutschland sind wir nicht so glücklich. Hier würde es niemand wagen von einem Bürgerkraftwerk zu sprechen. Wir haben ein Oligopol, das über eine seltsame Strombörse einen ganzen Markt zurechtbiegt, obwohl genügend Verdachtsmomente für eine Manipulation vorlagen. Hier haben die Energieriesen mit den Milliardengewinnen und denen scheinbar die meisten Politiker gehören, einen weiteren grandiosen Sieg errungen:
Wer eine Photovoltaikanlage installiert und den gewonnenen Strom aus der Sonne ins öffentliche Netz einspeist, wird dabei auch künftig vom Staat unterstützt werden. Allerdings werden die Fördersätze ab 2009 im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reduziert. Die Solarstromförderung für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils acht Prozent gesenkt werden, ab 2011 um jährlich neun Prozent. Das bedeutet eine Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde für die Jahre 2009 und 2010. Bislang wurde die Förderung lediglich um fünf Prozent jährlich verringert.
Zu einer Zeit wo der Ölpreis scheinbar unbegrenzt steigt und der Gaspreis aufgrund einer seltsamen und nur den Konzerngewinnen dienenden Systematik dem Ölpreis folgt, macht es natürlich Sinn Förderungen einzuschränken. Dem wohnt eine Systematik inne die sich jedem gekauften Subjekt sofort erschließt. Gewinnmaximierung für die Energiefirmen auf Kosten der Bürger.
Österreich macht es richtig, müsste aber auch noch stärker fördern. Wir machen es grundfalsch, dienen aber damit den Herren unserer Politiker, zu denen sie, nachdem sie den Menschen in diesem Lande genug geschadet haben, dann auch wieder hingehen.
Wir werden auch mit sinkenender Förderung stärker investieren müssen um uns den Energieriesen nicht auszuliefern. Wir müssen uns so schnell wie möglich von diesen Leuten trennen, auch wenn das Einschränkungen bedeutet. Auch in Städten wie Berlin muss es möglich sein eigene Blockheizkraftwerke neben Vattenfall zu betreiben und die städtischen Netze gehören in die öffentlich Hand.
Ich würde es Betrug nennen
Natürlich bin ich kein Jurist, ja noch nicht einmal ein Wirtschaftsfachmann. Ich bin nur ein dummer Laie. Das was ich hier schreibe wird keinen Staatsanwalt interessieren, es sei denn er kann es dazu verwenden Herrn Ackermann und die Deutsche Bank sauber zu waschen, indem er mich anzeigt. Trotzdem würde ich es Betrug nennen, wenn mich jemand fragt. Aber es fragt mich ja zum Glück keiner.
Wir alle wissen, das Energie immer teurer wird und das Windenergie auf Dauer einen stärkeren Anteil als heute übernehmen muss, solange wir nicht ernsthaft in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen und selbst dann wird Windenergie an vielen Standorten trotzdem Sinn machen. Natürlich nicht an jedem. Trotzdem bedeutet dies, dass der Markt für erfolgreiche Windanlagenbauer ständig größer wird.
Dieses Wissen ist kein Geheimwissen und wenn wir einfach mal davon ausgehen, dass es sich nicht verhindern lässt, dass auch Analysten der Deutschen Bank, Zeitungen zu sehen bekommen, Fernsehen und Radio nicht entfliehen können und sich zusätzlich mit anderen Menschen unterhalten, dann müsste klar sein, dass auch ein solcher Analyst die Tatsachen kennt.
Wenn aber trotzdem Alexander Karnick als Analyst der Deutschen Bank am 21.Mai 2008 die Aktie von Nordex (ISIN DE000A0D6554 (News/Aktienkurs)/ WKN A0D655) von "hold" auf "sell" zurückstuft, aber gleichzeitig das Kursziel von 25 EUR bestätigt, dann werde ich eh hellhörig. Ich hatte damals sogar einen Beitrag angefangen und wie ich meinte geschrieben, aber den finde ich nicht mehr. Schicksal eines Vielschreibers.
Der Nordex Vorstand äußerte sich trotz dieses herben Schlages positiv und sprach davon, dass die Ziele nicht nur erreicht sondern sogar übertroffen würden. Ich habe dann bei Google und an anderen Stellen gesucht, welches Interesse die Beauftragten des Schweizer Ackermann daran haben könnten die Nordex fertig zu machen, aber nichts wesentliches und vor allem nichts gerichtsfestes gefunden.
Gestern nun meldet die Nordex in einer Pressemitteilung:
Nordex erhält weitere Großaufträge aus der Türkei
Bilgin Enerji bestellt bis zu 210 MW für die Westtürkei
Norderstedt (euro adhoc) - Die Nordex AG punktet erneut in der Türkei: Der Kraftwerksbetreiber Bilgin Enerji (Ankara) plant, in den kommenden zwei Jahren Windparks mit bis zu 210 MW im Westen der Türkei zu installieren. Nordex soll hierfür Anlagen der um-fangreich erprobten Serie N90 mit einer Nennleistung von je 2500 kW liefern. Die Vereinbarung mit Bilgin Enerji umfasst einen Rahmenvertrag sowie einen bereits in allen Punkten gesicherten Liefervertrag.
Der fest vereinbarte Liefervertrag bezieht sich auf den Windpark "Mazi III", der in der Nähe der Stadt Cesme, westlich von Izmir, entstehen soll. Für die erste Baustufe von "Mazi III" bestellte Bilgin Enerji neun Turbinen der Baureihe N90, die bis Juni 2009 geliefert werden sollen. Die mittlere Windgeschwindigkeit am Standort verspricht mit 8,4 m/s optimalen Ertrag: "Mazi III" kann künftig mehr als 11.000 Haushalte jährlich mit sauberem Strom versorgen. Pro Jahr könnte so die Emission von etwa 45.000 Tonnen giftiger Treibhausgase vermieden werden.
Der Rahmenvertrag enthält eine Lieferungsverpflichtung für den Windpark "Aliaga" sowie zwei Optionen. Für den Bau von "Aliaga" soll Nordex 36 Turbinen liefern, die ersten 18 im kommenden Jahr, die übrigen dann 2010. Der anvisierte Standort befindet sich zwei Kilometer südlich des Windparks "Yuntdag", den Nordex kürzlich für Dost Enerji ans Netz brachte. Mit dem Auftrag von Dost war dem Turbinenhersteller vor einem Jahr der erfolgreiche Markteintritt in der Türkei gelungen.
Zu den Optionen des Rahmenvertrags gehört zum einen die Lieferung von 36 Maschinen für das Projekt "Soma" im Jahr 2010. Die zweite Option sieht drei zusätzliche Turbinen für die Erweiterung des Windparks "Mazi III" vor.
Ein neuer Kunde, ein weiterer fester Auftrag und ein umfangreicher Rahmenvertrag - für Carsten Pedersen, Vertriebsvorstand der Nordex AG, eine positive Bilanz nach einem Jahr Präsenz in der Türkei: "Dank der Technologie unserer N90 sind wir schnell eine feste Größe geworden. Auf dem türkischen Windenergiemarkt, der über jede Menge Wachstumspotenzial verfügt, haben wir also sehr gute Ausgangsbedingungen. Und mit Bilgin konnten wir einen Kunden akquirieren, der eine Vielzahl von Projekten in der Entwicklung hat."
Mit solchen Meldungen ist für die Zukunft des öfteren zu rechnen, wie jedem schon seit langem klar sein muss. Die Herabstufung durch die Deutsche Bank, die durch die gesamte deutsche und Teile der internationalen Finanzpresse lief muss also eine bewusste Falschmeldung gewesen sein, um den Kurs der Aktie zu drücken. Zumindest kann ich mir keinen vernünftigen anderen Grund vorstellen.
Die Deutsche Bank ist ja wie alle deutschen Banken in dieser starken Position dass sie sowohl kreditgebende Bank als auch Aktienhändler und Fondaufleger ist. Ein Unternehmen wie die Nordex kann sich gegen die Deutsche Bank nicht wehren, weil sie bei Hauptversammlungen immer damit rechnen muss, mit den Depotstimmen, die von der Ackermanntruppe rigeros zur Erzwingung von Gehorsam eingesetzt werden, ins Abseits gedrückt zu werden. Auch die Aufsichtsräte sind nicht frei, weil sie sich irgendwo immer mit der Deutschen Bank einigen müssen um eigene wirtschaftliche Nachteile für sich oder ihr Unternehmen zu vermeiden.
Unabhängig davon ob die Deutsche Bank ihr Erpresserpotential ausübt oder nicht, steht die stillschweigende Drohung immer im Raum. Wer sich noch an die Vorgänge um Mannesmann erinnern kann wird verstehen was ich meine. Da waren sogar die guten Kumpel von Herrn Ackermann als Großaktionäre zumindest in Reichweite während Herr Ackermann den Vorstandsvorsitzenden bekniete. Der Schaden für die die Bundesrepublik Deutschland betrug übrigens 75 Milliarden Euro.
Wie gerne hätte ich im Fall Nordex mal hinter die Kulissen geschaut. Ich kann mir eigentlich nur folgendes Szenario vorstellen. Alexander Karnick erhält direkt von Herrn Ackermann oder um Ackermann zu schützen aus der Befehlslinie den Auftrag die Nordex nicht niederzuschreiben, aber kritisch zu bewerten. Mehr braucht ein Analyst bei der Deutschen Bank dann sicher nicht mehr um genau das zu tun, was er getan hat.
Es passiert was gewünscht wurde, wie Wallstreet Online am 21.05.2008 um 10:22 berichtet:
Nordex sind am Mittwoch wegen eines negativen Analystenkommentars unter Druck geraten. Die Papiere des Windanlagenherstellers standen gegen 10.10 Uhr mit minus 8,34 Prozent auf 28,45 Euro mit Abstand am TecDAX-Ende. Das Technologiewerte-Barometer zeigte sich gleichzeitig mit minus 0,03 Prozent auf 865,18 Zähler nahezu unverändert.
Bis dahin reichen Fakten und Vermutungen. Nun muss es dubios werden und weil kein Staatsanwalt gegen Herrn Ackermann ermitteln wird auch dubios bleiben. Wir wissen ja das die Nordex wie die gesamte Windenergie ständig von den Mohn/Bertelsmann Medien angegriffen wird, weil Windenergie eine gefährliche Idee ist, da sie Dezentralität und damit Freiheit bedeutet.
Man könnte vermuten das sich nur um politische Einflussnahme der neoliberalen Kreise um Josef Ackermann handelt, die Macht verhindern müssen das sich derartige Entwicklungen seuchenartig ausbreiten und ihnen die mühsam errungene Kontrolle über die Menschen in diesem Land wieder entrissen wird:
Sonnenkollektoren auf dem Dach und am Ortsausgang eine Biogasanlage. Viele deutsche Dörfer und Kommunen setzen auf die dezentrale Energieversorgung.
Sie wollen von Stromanbietern unabhängig sein und sich auf die Nutzung erneuerbarer Energien konzentrieren. Rund 50 solcher Projekte gibt es bereits zwischen Flensburg und Passau.
Seit fast zwei Jahren versorgt sich die 760-Seelen-Gemeinde Jühnde bei Braunschweig schon mit Strom und Wärme aus einer eigenen Bioenergieanlage. Die Niedersachsen betreiben ein Kraftwerk und ein Leitungsnetz, das die Wärme in die Häuser führt. An kalten Tagen wird zusätzlich ein Holzhackschnitzel-Heizwerk in Betrieb genommen.
Damit ist Jühnde energetisch autark. Die Energiequelle befindet sich auf den heimischen Feldern. Mais, Raps und Weizen sind wichtige Bestandteile für den Gärprozess einer Biogasanlage, die sowohl Wärme als auch Strom liefert.
Während ein Jühnder Einwohner bei einem Verbrauch von 3000 Litern Öl im Jahr heute rund 3100 Euro berappen müsste, kostet die Versorgung mit Fernwärme aus Bioenergie nur 1700 Euro pro Kopf und Jahr.
Es geht um diese 1400 Euro je Einwohner die bei 80 Millionen Einwohnern eben schon 112 Milliarden Gewinn sind, die der herrschende Kaste entgehen. Vor allem aber geht es darum, den Finger am Knopf zu behalten und Bürger die über ihre Energie frei entscheiden, wollen auch mit ihren Steuern keine Ackermänner subventionieren. Es geht darum ob das Land den Bürgern oder den Neoliberalen gehört.
Aber dieses Thema erscheint mir bei Ackermann nicht relevant. Dem ist das Land egal und die Menschen in diesem Land können bestenfalls mit seinem Hass rechnen, wenn er sich überhaupt die Mühe macht, sie zu beachten. Ackermann geht es um Geld. Entweder brauchte die Deutsche Bank den Kursverlust um einfach mal schnell gute Aktien billig zu bekommen und sie nach der nächsten oder übernächsten guten Nachricht teuer zu verkaufen, oder es gibt einen Interessenten der eine Übernahme plant und für den die Deutsche Bank und Herr Ackermann arbeiten.
In beiden Fällen ist die Methode unfein. Betrug an den Aktionären, am Unternehmen aber auch am deutschen Steuerzahler. Allerdings ist diese Art von Betrug ja ein bekanntes Ackermann Verfahren. Wir werden uns wohl damit abfinden müssen. Natürlich gibt es auch sogenannte gute Gründe. Die könnte allerdings sogar mein Dackel erfinden.
Den Aktionären, bleibt nur den Einflüsterungen der Deutschen Bank nicht zu folgen. Es ist vermutlich sicherer alles was von der Deutschen Bank kommt als Lüge zu betrachten. Selbst die Kalender.
Keine Hoffnung - nur Haken und Ösen
Wer sich schon länger mit den Gefahren von Peak Oil und der Umweltverschmutzung beschäftigt, hat automatisch einen Sensor für alternative Techniken entwickelt. Deshalb springe ich auch sofort immer auf jede Meldung über eine neue Technik an und versuche herauszufinden was dahinter steckt. Normalerweise tüte ich das Ganze dann irgendwann ein und schmeiß es als hoffnungslos auf den Datenmüll. Dazu muss ich dann nicht auch noch Text ablassen, es reicht eigentlich schon, das ich bei mir eine Hoffnung zerstört habe.
In letzter Zeit habe ich ein paar nette Mails von Leuten bekommen, die nicht nur eine zweite Erde im Kofferraum und einen Großsponsor für die Verbreitung ihres Unfugs sondern wahrscheinlich auch keine Kinderstube haben. Aber es ist auch nicht leicht zu verstehen, das ich wirklich die meisten Ideen schon aus ihren Anfängen kenne und viele im Auge behalte. Deshalb hier mal ein typischen Beispiel von "Es hätte doch so schön sein können!" oder "Wenn der Hund nicht geschissen hätte, hätte er den Hasen gekriegt.".
Am Freitag kam das sehr lesenwerte wissenschaft.de mit einem Bericht über Trichoderma reesei:
Pilze für die Zukunft
Forscher entschlüsseln das Genom einer Mikrobe, die Zellulose in Zucker umwandelt
Im zweiten Weltkrieg machte der Pilz Trichoderma reesei US-Soldaten im Südpazifik das Leben schwer. Die mit dem Hefepilz verwandte Bodenmikrobe richtete Verwüstungen an, indem sie Uniformen und Zelte des Militärs zersetzte. Nun hat ein internationales Forscherteam das Genom des Pilzes entschlüsselt – in der Hoffnung, mit seiner Hilfe den Biosprit der Zukunft herstellen zu können.
..
Nach Meinung der Forscher ist der Pilz der geeignete Organismus, um Biotreibstoffe der nächsten Generation herzustellen. Während heutiger Biosprit aus Pflanzenteilen hergestellt wird, die auch als Nahrung verwendet werden können, sollten die Biotreibstoffe der Zukunft nicht in Konkurrenz zu Lebensmitteln stehen, sondern aus Pflanzenabfällen wie Stroh, Holzresten oder Maisblättern und -strünken hergestellt werden. Viele dieser Abfälle bestehen aus Zellulose, einer Verbindung aus tausenden Zuckermolekülen und der Hauptbestandteil von Pflanzenzellwänden.
Bislang ist das Zerlegen von Zellulose in einfache Zucker und die anschließende Vergärung zu Ethanol noch zu aufwendig für eine wirtschaftliche Biosprit-Produktion. Die Forscher um Martinez glauben, dass Trichoderma reesei, der sich leicht vermehren lässt und bereits industriell genutzt wird, die geeigneten Eigenschaften mitbringt, um als Zellulose-Zersetzer zum Einsatz zu kommen. Die Entschlüsselung des Genoms sei ein erster Schritt, um gezielt noch leistungsfähigere Organismen zu züchten, schreiben die Forscher.
Das hört sich doch richtig gut an. Ein Pilz der so effektiv in seiner Zersetzung ist, das er sogar Uniformen und Militärzelte im Südpazifik angriff und teilweise zerstörte. Südpazifik bedeutet warm bei hoher Luftfeuchtigkeit. Wahrscheinlich ist dieser Pilz hier gar nicht lebensfähig. Aber schon alleine aus Vorsicht befrage ich Wikipedia:
Cellulasen - auch selten Zellulasen geschrieben - sind Enzyme, die Cellulose zu β-Glucose abzubauen in der Lage sind. Sie werden hauptsächlich von symbiotischen Bakterien in den Mägen pflanzenfressender Wiederkäuer gebildet. Heutzutage werden sie für die kommerzielle Nutzung meist aus Kulturen mikroskopischer Pilze der Gattung Trichoderma (z. B. T. reesei) isoliert, die im Erdboden vorkommen und zu den Deuteromyzeten (Fungi imperfecti) gerechnet werden. Die meisten Tiere, einschließlich des Menschen, produzieren selbst keine Cellulasen und können deswegen den Hauptanteil der Energie in pflanzlicher Nahrung nicht nutzen.
Ups. Nach Wikipedia kommen sie überall im Boden vor. Also auch bei uns. Damit stellt sich das Problem, das ein durch Züchtung verbesserter Pilz der sehr viel schneller zersetzt, in die freie Natur gelangen könnte und sich dort schneller und beser als andere vermehrt. Das könnte bedeuten, das zunächst im Wald sehr viel Zucker anfällt, aber eben auch, das z.B. niemand mehr Heu lagern könnte und unser Kühe, Meerschweinchen und Hamster verhungern müssten. Nicht gerade eine ideale Vorstellung.
Obwohl ich an der Stelle mein Nachdenken über diese Technologie beenden könnte, grabe ich meist noch ein wenig wenn ich etwas Zeit habe. Ich bin halt neugierig. In diesem Fall wurde ich schnell bei der TU Wien fündig:
Pyr4 Blasterkassetten: Ein essentielles Werkzeug für funktionelle Genomik in Hypocrea jecorina (Trichoderma reesei)
Projektleiter/in
SEIBOTH Bernhard
Laufzeit & Forschungsart
01.12.2005 - 01.02.2007
Grundlagenforschung; Einzelprojekt; Forschungsförderung
Arbeitssprache: Deutsch
Kurzbeschreibung
Hypocrea jecorina (Trichoderma reesei) ist ein filamentöser Bodenpilz der verrottendes Pflanzenmaterial abbaut. Zu diesem Zweck produziert er eine Reihe von extrazellulären Enzymen wie Zellulasen, Hemizellulasen und Pektinasen in großen Mengen. Eine Reihe dieser Enzyme werden großtechnisch erzeugt, ihr Einsatzgebiet reicht von der Textil- bis zur Nahrungsmittelindustrie. Zusätzlich werden mit diesem Pilz eine Reihe rekombinanter Proteine produziert. Schließlich gilt H. jecorina auch aufgrund ihrer leichten Handhabbarkeit und GRAS-Status als Kandidat für die biotechnologische Produktion von Feinchemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen (Pflanzenmaterial). Zur optimalen Nutzung des genetischen Reservoirs dieses Organismus wurde durch eine Initiative des amerikanischen Department of Energy Joint Genome Institute (www.jgi.doe.gov) die Sequenzierung des vollständigen Genoms von H. jecorina durch das United States Department of Energy finanziert und mittlerweile abgeschlossen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung in der Erforschung von H. jecorina wurde die Forschungsabteilung Gentechnologie und Angewandte Biochemie am Institut für Verfahrenstechnik als internationaler Partner zur Mitarbeit an der Genomannotierung eingeladen. Dies unterstreicht die Bedeutung dieser Gruppe und Wiens als eines der Zentren der Hypocrea/Trichoderma Forschung weltweit. Die Annotierung ist jedoch nur ein erster Schritt, dem dann vor allem die Funktionelle Genomik folgen muß. Zu diesem Zweck wollen wir nun effiziente Werkzeuge zur gezielten Veränderung des Hypocrea Genoms entwickeln. Funktionelle Genetik oder Genomik basiert auf der gezielten Veränderung bestimmter Gene und setzt das Vorhandensein eines Transformationssystems und geeigneter genetischer Marker voraus. Während die Transformation von H. jecorina mittlerweile gentechnische Standardmethode ist, ist die Anzahl der verwendbaren Marker und somit die Zahl der manipulierbaren Gene limitiert. Um diese Einschränkung zu umgehen, planen wir nun geeignete wiederverwendbare Marker - sogenannte Blasterkassetten zu entwickeln. Diese Blasterkassetten haben den Vorteil, dass mit ihnen theoretisch eine ganze Gruppe von Genen oder Genfamilien manipuliert werden kann. Die Kassette kann nach einer erfolgreichen Genmanipulation aus dem Organismus wieder entfernt und damit für eine neue Runde der Genmanipulation eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil diese Kassette ist, dass sich in den genetisch veränderten Organismen keine anderen Resistenzmarker befinden, sie also bis auf die eingebrachte Blasterkassette isogen sind, und daher in vielen europäischen Ländern nicht unter die strengen gentechnischen Richtlinien fallen.
Es gibt einige bei denen schon alle Alarmglocken klingeln wenn das Amerikanische Energieministerium mit von der Partie ist, weil die meisten Dinge die von dort angefasst werden, sehr schnell zu stinken beginnen. In diesem Fall brauchen wir aber gar keine Verschwörungstheorien.
Bernhard Seiboth selbst zeigt uns am Schluss der Kurzbeschreibung selbst worum es geht:
Ein weiterer Vorteil diese Kassette ist, dass sich in den genetisch veränderten Organismen keine anderen Resistenzmarker befinden, sie also bis auf die eingebrachte Blasterkassette isogen sind, und daher in vielen europäischen Ländern nicht unter die strengen gentechnischen Richtlinien fallen.
Er möchte seine Technik in einem Bereich halten, wo sie eben nicht von strengen Gesetzen kontrolliert werden kann, wo er ganz unbeobachtet und unkontrolliert mit dem Leben der Menschheit spielen darf. Wahrscheinlich ist die Geschichte schief gegangen, denn wenn sie 2007 zu Ende war, müsste heute mehr an Ergebnissen vorliegen.
Vielleicht ist aber auch der Bericht auf wissenschaft.de das Ergebnis und die wollen gar nicht züchten sondern gentechnisch verändern. Unehrlichkeit auf allen Ebenen. Da braucht niemand mehr weiter zu fragen. Diese Technik gehört entweder in die Hände von verantwortungsvollen Leuten oder wahrscheinlich besser verboten.
Das ganze ist natürlich kein Einzelfall. Im Schnitt tauchen solche Dinge alle zwei oder drei Monate auf und dazwischen immer noch ein paar die einfach nur betrügen wollen und gar keinen wissentschaftlichen Ansatz haben.
Mein Vorgehen ist immer das gleiche. Ich freue mich übrigens wenn ich mich irre und nach einiger Zeit dann doch gute Nachrichten kommen.
Wasserstoff kann endlich vernünftig transportiert und gelagert werden
Wasserstoff macht in unterschiedlich gebundener Form rund 75 % der gesamten Masse, beziehungsweise 93 % aller Atome in unserem Sonnensystem aus. Der größte Anteil irdischen Wasserstoffs kommt in der Verbindung Wasser vor. In dieser Form bedeckt er über zwei Drittel der Erdoberfläche. Die gesamten Wasservorkommen der Erde belaufen sich auf circa 1386 Milliarden km³. Aus Wasser kann Wasserstoff leicht mit Elektrolyse gewonnen werden. Wasserstoff hat allerdings einen sehr gefährlichen Nachteil. Er ist hochendzündlich und vor allem eben auch durch Elektrostatik zündbar. Wir alle kennen die bedrückenden Bilder vom Zeppelinunglück in Lakehurst:
Während das Problem der Wasserstoffherstellung auch und gerade aus alternativen Energiequellen vollständig praktikabel und auch wirtschaftlich vernünftig gelöst ist, bleibt das Problem der Lagerung und des Transportes.
Bei der Wasserstoffspeicherung ergeben sich mehrere Probleme:
An der Luft bildet er hochexplosives Knallgas. Wasserstoff ist in einem sehr weiten Bereich des Mischungsverhältnisses mit dem Sauerstoff der Luft zündfähig (5% bis 85% Anteil). An Ventilen und versprödeten Leitungen und Tanks ausgetretener Wasserstoff kann eine Explosionsgefahr hervorrufen. Dies wird verstärkt bei Lecks aus Pannen. Wegen der gasförmigen Natur des Wasserstoffs ist das Erkennen einer Austrittstelle erschwert.
Wasserstoff hat nur eine geringe spezifische Dichte und daraus resultierend eine niedrige volumenbezogene Energiedichte (ca. 1/3 von Erdgas, aber ca. die dreifache massenbezogene Energiedichte). Dies erfordert zum Speichern äquivalenter Energiemengen einen dreimal so großen Tank oder einen dreimal so hohen Druck wie für Erdgas.
Durch die geringe Molekülgröße und eine niedrige Adsorption diffundiert Wasserstoff relativ gut durch eine Vielzahl von Materialien, sodass eine hohe Qualität der Tankhülle gewährleistet sein muss. Durch hohe Temperaturen und hohen Innendruck wird dieser Prozess begünstigt. Durch Wasserstoffversprödung wird die Tankhülle zusätzlich belastet.
Das Gas Wasserstoff entweicht in auffallenden Mengen aus jedem Tank und jeder Rohrleitung und reichert sich in der Atmosphäre an. Über die globalen Auswirkungen bei verstärkter Verwendung können bisher nur Vermutungen angestellt werden
Natürlich haben wir technische Mittel und Wege die Lagerung und den Transport halbwegs sicher durchzuführen, aber genau wie bei der Kernenergie haben wir das Problem menschlichen Fehlverhaltens, aber schlimmer noch die Gier der Betreiber, die gerne Sicherheit dem momentanen Gewinn opfern. Das ist der Grund weshalb viele Leute einer Wasserstoffwirtschaft mehr als skeptisch gegenüber stehen.
Niemand möchte wirklich Autos die jederzeit explodieren könnten, oder Heizanlagen die kommentarlos in die Luft gehen. Auch Schiffe die mit Wasserstoff beladen einen Hafen anlaufen, sind nicht das, was sich Hafenbetreiber wirklich wünschen.
Natürlich gibt es diverse Speicherverfahren die auf einer Umwandlung oder Anlagerung von Wasserstoff in oder an einen harmloseren Stoff beruhen, aber all diese System brauchten zur Rückgewinnung des Wasserstoffs eine Temperatur zwischen achtzig und zweihundert Grad wie bei Methanol. Dies ist häufig nicht erreichbar, was den Einsatz von Brenstoffzellen im Auto auf die gemäßigten Zonen und Höhenlagen bis 1500 Meter. begrenzt. Außerdem neigen die meisten Stoffe die verwandt werden könnten, dazu den Katalysator der zur erneuten Aufspaltung nötig ist, zu vergiften.
Forscher am Leibniz-Institut für Katalyse in Rostock haben nun einen handelsüblichen Ruthenium-Phosphin-Komplex als Katalysator verwendet, der es ermöglicht bei Zimmertemperatur (26.5 Grad) unter Zugabe von Dimethylhexylamin eine glatte Aufspaltung von Ameisensäure in Wasserstoff und Kohlendioxid zu erzielen, der lediglich Aktivkohlefilter braucht um den direkten Einsatz von Wasserstoff in der Brennstoffzelle zu ermöglichen.
Dieses Verfahren ist nicht nur genial einfach sondern auch noch fünffach effizienter als bisherige Verfahren und es vergiftet den Katalysator nicht. Die Forscher sind, was auch richtig ist, vorsichtig und reden zunächst einmal von der Stromversorgung für kleinere Mobilgeräte wie Notebook und Handy. Prof. Matthias Beller, Björn Loges, Albert Boddien und Henrik Junge haben auf jeden Fall einen wichtigen Beitrag für eine Wasserstoffwirtschaft geleistet. Der Transport von Ameisensäure ist im Vergleich zu Wasserstoff genial einfach und relativ ungefährlich.
Ameisensäure lässt sich heute leicht aus Natriumhydroxid und Kohlenstoffmonoxid technisch herstellen. Dabei gibt es natürlich einen erheblichen technischen Schönheitsfehler. Natriumhydroxid besteht aus Kochsalz und Wasser. Bei seiner Produktion fällt Clor an und es wird Energie benötigt die nicht aus dem Wassestoffprozess kommen kann um diesen nicht unwirtschaftlich zu machen.
Schlimmer ist jedoch, dass für das Kohlenstoffmonoxid immer noch die Kohlenstoffkomponente gebraucht wird. Diese lässt sich zwar aus nachwachsenden Rohstofen in Form von Biogas oder über die Kohleverflüssigung nach dem Bergius-Pier-Verfahren werden aus Kohle (C) und Wasserstoff (H2) in einer exothermen chemischen Reaktion Kohlenwasserstoffe in der gewünschten Form generiert.
Rechenbar wird dieses ganze System nur, wenn man rund um den Äquator die Sonnenenergie durch Sonnenkraftwerke gwonnen und gleich vor Ort verarbeitet wird. Dabei können Teile der Energie zur Meerwasserentsalzung genutzt werden um das benötigte Natrium zu gewinnen und gleichzeitig die Energie für die Erzeugung von Ameisensäure und die Verarbeitung von Kohle zu erzeugen.
Es macht schon alleine deshalb Sinn, jetzt die notwendige Infrastruktur an Kraftwerken aufzubauen, weil ja auch der mögliche nächste Schritt, die Speicherung von Wasserstoff in Nanowürfeln zunächst einmal den Wasserstoff braucht, der transportiert werden soll.
Deutsche Unternehmen arbeiten deshalb vor allem an Mikrowürfeln aus metallorganischen Verbindungen, die mit einem dichten Netzwerk aus nanometerkleinen Poren durchzogen sind und deshalb eine sehr große Oberfläche besitzen. Die Würfel werden in einfachen chemischen Verfahren aus Zinkoxid und organischen Säuren, beispielsweise Terephthalsäure, hergestellt. Ein Fingerhut der löchrigen Kuben hat die Oberfläche eines Fußballfeldes. Wasserstoffgas lagert sich bei hohem Druck an den Wänden der Poren an und wird dort flüssig. Entspannt man den Druck, lässt sich das Energie spendende Gas aus dem Speichermedium leicht wieder freisetzen.
In den USA wird bei ähnlichen Versuchen mit Nanoröhren aus Kohlenstoff gearbeitet. Welches Trägermaterial und Fertigungsverfahren sich letztendlich schneller in die Praxis umsetzen lässt, muss die Zukunft zeigen. Wir haben auf jeden Fall schon heute allen Grund mit der Wasserstoffwirtschaft zu beginnen, bevor uns die Umstände dazu zwingen.
In diesem Zusammenhang muss auch die Position der deutschen Steinkohle erneut überdacht werden und die Verwendung aller nicht zur Ernährung verwendbaren Biomasse einbezogen werden.
n-tv Biosprit - erst denken dann schreiben
Ein besonderes Glanzstück journalistischer Qualtiätsarbeit unserer Supermedien lieferte uns gestern n-tv mit diesem Artikel:
Genügsam und hitzeverträglich
Hirse kann Probleme lösen
Hirse bietet nach Ansicht von Wissenschaftlern die doppelte Antwort auf den wachsenden Hunger in der Welt und auf den gestiegenen Bedarf an Biokraftstoffen.
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Die Zuckerhirse ist außerordentlich genügsam: Sie wächst auf trockenem Boden, toleriert aber auch aufgeweichte oder sehr salzige Böden und kann Hitze vertragen. Somit sei die Pflanze ideal für den Anbau in den meist armen Halbwüstengebieten, sagte der ICRISAT-Agronom Marc Winslow der Nachrichtenagentur AFP. Die Pflanze, die zwischen 2,6 und vier Meter groß wird, benötigt auf derselben Anbaufläche nur halb so viel Wasser wie Mais und hat dabei einen vergleichbaren Nährstoffgehalt. Im Vergleich zu Zuckerrohr braucht Hirse acht Mal weniger Wasser. Somit entfällt die Notwendigkeit der künstlichen Bewässerung, für die kraftstoffbetriebene Pumpen eingesetzt würden.
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Die Produktion von Hirse könne für Entwicklungsländer den Import von Kraftstoff überflüssig machen, sagte der Experte. Im Gegensatz zu Mais werde Hirse nicht so stark als Nahrung nachgefragt, weshalb die Ethanol-Produktion aus der Pflanze kaum Auswirkungen auf den Lebensmittelmarkt habe.
Es gibt nichts gegen Hirse zu sagen und eine Menge Argumente sprechen für Hirse. Aber es bleibt das alte Problem. Auch Hirse braucht Boden. Den gleichen Boden der auch für die Nahrungsmittelproduktion verwendet werden kann, und deshalb hat die Anpflanzung von Hirse direkte Auswirkung auf die Lebensmittelpreise. Mit dem reinen Pflanzenanteil von Hirse lassen sich wie beim Mais, entweder Tiere füttern oder Kraftstoffe herstellen.
Für die Anpflanzung in Gebieten in denen sonst keine ertragreiche Landwirtschaft möglich ist, gibt es neben Hirse auch noch andere Kandidaten. Dummerweise gibt es in solchen Gebieten auch keine Bauern, keine Infrastruktur. Düngemittel und alle Produkte des täglichen Lebens sowie der Treibstoff müssten herantransportiert werden, was Geld, viel Geld kostet. Geld das in der Finanzkrise verbrannt wurde und nun fehlt.
Dieses Hirsemodell würde nur den Hunger fördern. Für ein anderes müssten explizit Mittel bereitgestellt werden, die aber das Geld erfordern, das die Besitzer von n-tv wie die Familie Mohn/Bertelsmann lieber für andere Zwecke verballern.
Ölpreis noch in diesem Jahr auf 200 Dollar je Barrel
Nein, bitte nicht aufregen, das ist nur wieder einmal eine von meinen typischen Schwarzmalereien. Irgendein Banker hat diese Woche gesagt wir würden das Öl bald wieder unter 70 Dollar sehen. Dem kann man glauben. Seine Bank hat gerade 8 Milliarden vergeigt, da wird er sich doch nicht gleich nochmal irren. Also große Entwarnung, aber ein kleiner Stachel bleibt:
Matthew Simmons ist einer der führenden Ölexperten. Er rechnet mit einem weiteren Preisanstieg - aber nicht mit grossen Konjunkturproblemen.
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Allein wenn wir den Preisanstieg der letzten drei Monaten fortschreiben, werden 200 Dollar noch dieses Jahr erreicht. Ich gehe von einem stetigen Anstieg aus.
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Basierend auf den Daten glaube ich weiter, dass die Spitze [der globalen Förderung] im Jahr 2005 erreicht worden ist. Die Internationale Energieagentur hat kürzlich erklärt, dass im Januar die bisherige Förderspitze um etwa 150'000 Fass pro Tag übertroffen worden sei. Nun, wer dem glaubt, muss auch glauben, dass Saudiarabien über 9 Millionen Fass pro Tag fördert und der Iran mehr als 4 Millionen. Das behaupten diese Länder zwar. Ich bin überzeugt, dass beide über 1 Million weniger fördern.
Ich befürchte zudem auch noch, das die Russen ihre Fördermenge nach oben hin schönen, was zum einen mit Problemen beim Transport über Böden zusammenhängt, die eigentlich wegen des Permafrost tragfährig sein sollten, dies aber aufgrund der Klimaerwärmung nicht mehr sind und zum anderen an einem teilweise sehr schnellen nachlassen der Förderungsmenge in bestimmten Feldern liegt.
Simmons meint, das der Ölpreis nicht auf die Konjunktur durchschlagen wird, was in einer normalen Situation auch sicher so wäre. Die Frage ist nur ob wir mit der Finanzmarktkrise eine solche normale Situtation haben:
Nun ja, an Wallstreet sieht es tatsächlich düster aus. Die befinden sich in einer Depression, die sie selber geschaffen haben. Die Banker dürfen ihre Nadelstreifenanzüge gerne gegen Überkleider tauschen und hier arbeiten kommen. Ich habe eben eine Wette mit Kollegen abgeschlossen darauf, dass sich der Lohn eines Ölarbeiters in Texas in den nächsten zwei Jahren verdreifachen wird. Nach einer dreissigjährigen Schwäche erleben wir einen Boom, der uns bereits einen grossen Mangel an Facharbeitern gebracht hat.
..
Eine Gallone Benzin ist jetzt zum ersten Mal so teuer wie eine Gallone Milch. Das waren die grossen Nachrichten in Texas. Aber der Vergleich hinkt: Milch müssen wir nicht unbedingt trinken, Benzin hingegen brauchen wir. Kennen Sie einen Ort in der Schweiz, wo sie für 23 Cent eine Tasse Kaffee bekommen? Ich auch nicht, aber so günstig ist das Benzin noch immer.
Das sind sehr mutige Worte und natürlich setzt er darauf, das die Felder vernünftig zu Ende bewirtschaftet werden, was Zeit für neue Alternativen ließe. Aber die Herren die heute in der Weltwirtschaft das sagen haben, mit Vernunft in Verbindung zu bringen, ist sehr abenteuerlich.
Tatsächlich wird Öl immer teurer werden und der Preisanstieg kann beim jetzigen Vorgehen nur durch Verzicht ausgeglichen werden. Verzicht auf Heizung, Strom, Transport und Dünger. Nur wenn wir bereit sind neue Wege zur Energieerzeugung zu gehen, sind wir in der Lage mit nur geringen Verzichten im Bereich unnötiger Transporte und höher Dämmaufwendungen sowie Kosten für Wärmerückgewinnung davon zu kommen.
Aufgelesen: 7
Bloggen bis zur Abmahnung: “Online ist wichtiger als das richtige Leben”
Was schwarz auf weiß dasteht, wird nämlich für ebenso voll genommen, wie es in diesem Fall der Schreiber war, der nur irgendeine allgemeine Wut auf die Welt hatte. Redakteure werden zum Chefredakteur zitiert, Manager zum Vorstand, Sachbearbeiter in die Personalabteilung. Ob der nächtliche Vorwurf ganz offensichtlicher Unsinn ist, den außerhalb des WWW niemand länger als drei Sekunden beachtet hätte, spielt keine Rolle.
Ein Bild spricht Tausend Worte
Die Zeitung The Washington Post wird kritisiert, weil es dieses Foto auf der Titelseite gezeigt hat. Für viele Amerikaner ist es falsch so ein Bild zu veröffentlichen, aber es ist in Ordnung durch den verbrecherischen Krieg Kinder zu ermorden. Hauptsache man sieht nichts davon. Für mich sind diese Leute alle krank!
Der Verrat der Alliierten am deutschen Widerstand
1944 verhöhnten die Alliierten das fehlgeschlagene Attentat auf Hitler als ein von Verrätern begangenes Verbrechen. Der Hintergrund enthüllt divergierende “Befreiungs”-Verständnisse sowie die Eisbrecherfunktion des Faschismus für die “Großen Drei”.
Die demografischen Probleme sind pure Demagogie
Fazit: Wäre die Verteilung zwischen Unternehmens-/Vermögenseinkommen einerseits und Arbeitnehmerentgelt andererseits in 2007 unverändert wie in 2000 geblieben, hätten sich Unternehmer/Vermögende gleich wie Arbeitnehmer um jeweils 20% Steigerung (nicht inflati-onsbereinigt) in den letzten 7 Jahren freuen können.
Die Lebensmittelkrise und der Bio-Sprit
Die Lebensmittelpreise steigen und die Suche nach den Verantwortlichen hat begonnen. Allenthalben kann man hören und lesen: Der Biosprit (Alkohol als Benzinersatz und Biodiesel als Diesel-Ersatz) sei für die gestiegenen Lebensmittelpreise verantwortlich. Im Auftrag oder im Interesse gewisser Konzerne wird das Märchen erzählt, die (bisher noch gar nicht ernsthaft eingeleitete) Umstellung von fossilen auf erneuerbare Energien sei der Grund für die (bereits heftig stattfindende) Erhöhung der Verkaufspreise von Lebensmitteln, vor allem von Grundnahrungsmitteln wie Reis, Weizen, Bohnen, Soja usw. Wie kann es sein, dass zukünftige, noch in Planung befindliche Aktionen in den vergangenen Monaten Preise getrieben haben könnten?
Aufgelesen: 5
Linde entdeckt Biosprit
Der Industriegase-Spezialist Linde entwickelt gemeinsam mit dem Spezialchemie-Unternehmen Süd-Chemie neue Biosprit-Anlagen. Dabei sollen Kraftstoffe wie Ethanol aus Pflanzenbestandteilen wie Mais- oder Weizenstroh gewonnen werden, teilten die beiden Unternehmen mit.
Biosprit aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais- oder Weizenstroh weise im Vergleich zu den Biokraftstoffen, die heute auf dem Markt sind, wie etwa Biodiesel aus Rapsöl, eine deutlich verbesserte Klima- und Energiebilanz auf. Zudem würde so gewonnener Biosprit nicht mit dem Anbau von Nahrungs- und Futtermitteln im Wettbewerb stehen. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht genannt.
Pflanzenbestandteile sind auch dünne Äste, Heckenschnitt etc. Red.
Fannie Mae schockiert mit Verlust
Der US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im ersten Quartal einen Verlust von 2,19 Mrd. $ eingefahren. Um die Verluste aufzufangen, plant das Unternehmen jetzt eine Kapitalerhöhung um 6 Mrd. $ sowie eine Kürzung der Dividende.
Fannie Mae und Freddie Mac sind das Rückgrat der amerikanischen Hypothekenindustrie. Wenn die aufgrund des Wertverlustes amerikanischer Banken hochgehen ist das Ende da. Red.
Jetzt hat der Liberalismus die Hosen herunter gelassen
Wenn es noch jemanden gab, der den Glaubenssätzen des (Neo-)Liberalismus Vertrauen entgegenbrachte, der kann dies nun getrost zu den Akten legen. Wenn die Bibel der Neoliberalen nicht sowieso schon widerlegt war, so tut dies spätestens die momentane Situation der weltweiten Finanzkrise und des langsamen Eintauchens in die Welt-Wirtschaftskrise.
Gerichtsvollzieher bei Volkswagen - Keine Information von Piech und Winterkorn
Ein ehemaliger VW-Manager ließ das Konto des Weltkonzerns VW bei der Deutschen Bank pfänden. Dies gravierende Ereignis wurde ebenso wie dessen überaus bemerkenswerte Hintergründe den Aktionären auf der Hauptversammlung 2008 von Vorstand und Aufsichtsrat verschwiegen. Dabei handelte es sich um einen nicht nur für die VW-Aktionäre wichtigen Vorgang mit außerordentlich gravierender Vorgeschichte.
HartzIV-Jobs nichtig
Eine kleine Meldung, die kaum der Rede wert ist und deshalb wohl kaum Beachtung auf den großen Klein-Bloggersdorfern Plattformen finden wird.
Auf FAZ.net steht heute zu lesen, dass die sogenannten Ein-Euro-Jobs kein geeignetes Mittel sind, Erwerbslose zurück auf den Arbeitsmarkt zu bringen, sondern eher dazu geeignet sind, reguläre Jobs zu verdrängen. Und damit bezieht sich die FAZ auf Papiere des Bundesrechnungshofes, die der Redaktion vorliegen.
Chinas wirre Träume gegen den Hunger und Indiens Schweigen
Die Idee ist grundsätzlich ja gar nicht schlecht. China möchte im Rahmen von Joint Ventures oder zu Miete Farmland außerhalb Chinas beschaffen:
China 'may lease foreign fields'
China could lease overseas farming land to beat rising food prices, according to reports from Beijing.
Soaring grain prices have encouraged the ministry of agriculture to consider the scheme, according to the Beijing Morning newspaper.
Chinese enterprises would lease or even buy farmland in Latin America, Australia and the former Soviet Union.
Vor zehn Jahren als Nahrungsmittel im Überfluss vorhanden waren hat das mit Cuba und Mexiko mal geklappt. Aber heute ist die Situation eine völlig andere. Der Hunger und die Nahrungsmittelknappheit macht sich überall bemerkbar. Selbst in den reichen Ländern. China verliert im Moment jährlich mindestens 1 Prozent seiner Ackerfläche durch das voranschreiten der Wüsten. Dagegen wird so gut wie nichts getan, was den Prozess beschleunigen wird. Gleichzeitig wird Wasser in unheimlichen Mengen verschwendet und das nicht verschwendete sinnlos verschmutzt, wie es bei uns bis in die 70 er Jahre auch noch der Fall war.
Die ehemaligen Staaten der Sowjetunion werden sich hüten China allzuviel Entgegenkommen zu zeigen. China schielt immer mit einem Auge auf die dort vorhandenen Bodenschätze und die steigenden Aufwendungen für Lebensmittel und Energie nehmen China die wirtschaftliche Kraft für eine weitere Aufrüstung. Gleichzeitig geht China auch das Geld aus, da viele Produkte eben in anderen Ländern billiger als in China gefertigt werden und die Finanzmarktkrise den Absatz insgesamt sinken lässt.
Niemand wird China Felder vermieten oder verkaufen. Die Rattenplage in der inneren Mongolei wird sich eben nicht durch Giftköderabwurf vom Flugzeug aus beseitigen lassen sondern bestenfalls die Resistenz erhöhen. Tatsächlich kommt für China jetzt sehr viel Negatives zusammen. Die Streiks um bessere Löhne und die Probleme mit den Bauern, die sich ebenfalls einen noch größeren Anteil erhoffen. Dazu Umweltschäden an allen Orten. Das sieht nicht gut aus.
Die Frage ist ob ein innerer Feind wie die Tibeter ausreicht um den Dampf aus dem Kessel zu bekommen, oder ob der Platz des himmlischen Frieden während der Olympiade wieder eine Rolle spielen wird. Innerer Aufruhr oder weitere Landnahme. Burma, Birma oder Union Myanmar sind das naheliegendste Ziel. Es ist rohstoffreich und einer der führenden Reisproduzenten der Welt. Ich glaube nicht das die Chinesen eine große Wahlmöglichkeit haben werden und China würde wahrscheinlich für die Bevölkerung besser sein als die jetzige Militärjunta.
Genau die gleichen Sorgen macht mir Indien. Eigentlich sogar noch größere Sorgen weil so wenig nach außen dringt. Tatsache ist, das Indien eigentlich die Selbstversorgung geschafft hatte, aufgrund der ständig fallenden Lebensmittelpreise auch dank europäischer Agrarsubventionen immer mehr Bauern aufgeben mussten oder gar 10.000 im Jahr in den Selbstmord getrieben werden, weil sie ihre Schulden nicht mehr bezahlen können.
Da klingt es wie purer Hohn, wenn die Weltbank das ständige Absinken der Nahrungsmittelproduktion in Indien und Indonesien abmahnt und davon spricht das auch Technologiemüdigkeit zwischen 25 und 50 Prozent der möglichen Erträge nicht erwirtschaftet werden. Das ist weniger Technologiemüdigkeit als einfache Mittellosigkeit.
Das Indien bestimmte Haarfärbemittel verbietet mit denen sich viele Bauern umgebracht haben ist auch keine Lösung. Noch mehr als China hat Indien das Problem das die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen sich mit großer Geschwindigkeit von einander entfernen. Das würde jeden Staat zur Zerreißprobe bringen und Indien schielt immer auf das für indische Verhältnisse völlig leere Australien, das für Millionen Inder eine Hoffnung sein könnte, für die sie auch bereit wären zu kämpfen.
Sicher stehen wir noch nicht morgen vor diesem Problem, aber man sollte sich klar machen, das der Druck wächst. Die Finanzkrise verhindert das genügend Geld in die jeweiligen Landwirtschaften gepumpt werden könnte, oder das neue Flächen erschlossen werden. Die Israelis die dort unheimlich helfen könnten stecken fest im Kampf gegen die Palästinenser, anstatt das beide die israelischen Erfolge vermarkten und in die Welt bringen. Das knapper werdende Öl, egal ob wegen Mehrverbrauch oder Peak Oil wird ebenfalls nicht durch Sonnenkraftwerke in Afrika gelindert, was neues Geld und neue Möglichkeiten schaffen würde.
Durch diese praktische Stagnation bei den Problemlösungen, die paar Cent der UN stellen da nur Tropfen auf einem heißen Stein dar, ist festzustellen, das die globale Lage nicht sicherer wird und das auch die Versorgung mit Nahrungsmittel nicht dauerhaft sicher gewährleistet ist. Auch bei uns nicht.
Schall und Rauch hat deshalb sicher nicht unrecht mit seiner Forderung:
Hohe Lebensmittelpreise zwingen zur Selbstversorgung
Investiert in euch selber und in eure Mitmenschen. Werdet autark und pflanzt einen eigenen Garten mit Lebensmittel an. Lernt neue Fertigkeiten die im Notfall gebraucht werden. Tut euch zusammen, gründet Kooperativen. Unterstützt die lokalen Bauern, kauft Lebensmittel aus der Region. Führt sogar ein eigenes lokales Geld ein oder ein Barter-System des Warentausches. Zahlt eure Schulden zurück und benutzt nicht das Bankensystem.
Das mag revolutionär klingen aber wie er anführt genehmigen die USA den Kauf von Saatgut zur Selbstversorgung mit Lebensmittelmarken und in Haarlem werden auf leerstehenden Grundstücken Schrebergärten angelegt.
Was haben wir zu verlieren, wenn wir genau das tun. Eigenanbau kostet eigentlich nur Arbeit. Bücher über Fähigkeiten die man in der Krise brauchen könnte, sind gar nicht so teuer. Klar man könnte sich lächerlich machen. Aber alle wollen doch Bio. Nennt es Bio aber macht etwas und denkt daran Samen muss man immer wieder anbauen. Er hält nicht ewig in der Tüte.
Noch gibt es keinen Hunger in der Schweiz
Nein, noch gibt es keinen Hunger in der Schweiz, aber die Alarmzeichen werden deutlicher:
Die weltweit steigenden Preise beim Reis wirken sich jetzt auch auf die Schweiz aus. Wegen Lieferengpässen und steigenden Einkaufspreisen plant die Migros eine Preisanpassung. Schon von nächster Woche an soll sich der Preis pro Kilogramm Reis um 10 bis 20 Prozent erhöhen.
..
Migros-Sprecherin Monika Weibel sagte: «Die Migros wird ab Anfang Mai die Preise laufend anpassen - je nach Reissorte zwischen zehn bis 20 Prozent.» Die Preiserhöhungen stehen im Zusammenhang mit der weltweiten Reisknappheit.
Natürlich steckt in Lebensmitteln auch ein Teil Spekulation, vor allem deshalb weil einige Hedgefonds nicht mehr in ihren ursprünglichen Bereichen aktiv sein können, da mit Aktien und Firmenzerschlagung momentan kein Geld zu verdienen, sondern nur welches zu verlieren ist. Das ist aber leider nur ein Teil der Erhöhungen. Tatsächlich haben gentechnisch veränderete Pflanzen, die bei immer weniger Ertrag, immer mehr teure Pestizide und Dünger sowie ständig neues teureres Saatgut brauchen das ihre genauso getan, wie die veränderten Essgewohnheiten der Menschen in Asien und Russland, die am Aufschwung ihrer Länder teilhaben konnten. Dazu kommt noch die Verwendung von Lebensmitteln zur Treibstofferzeugung oder als Heizmittel.
Eine einmalige Preiserhöhung wäre auch sicher nicht problematisch aber wie Monika Weibel schon sagte geht sie von weiteren Erhöhungen aus. Die Reispreise werden sämtliche Getreidepreise mitziehen und auch dort für gleiche Erhöhungen sorgen.
Auch das bedeutet kurzfristig noch keinen Hunger in Europa, zumindest nicht für die alle. Bei den Armen könnte es aber schon bald dazu kommen und auch bei den Leuten mit niedrigem Einkommen ist davon auszugehen, das sie ihren Nahrungsmittelbedarf schon in Kürze nicht mehr finanzieren können. Wohl dem der dann Land besitzt und wenigstens für den Eigenbedarf vieles anbauen kann.
Öl und Gas - wie knapp wird das
Beginnen wir die Woche mit unseren amerikanischen Brüdern. Brüder, weil man sich Freunde ja aussuchen könnte. Brüder werden einem geschenkt. Wenn ich Andrian Kreye auf seiner "FLUCHT IN DIE WILDNIS" folge, kann ich mir ein Lächeln nicht verkneifen. Ja so sind sie die Amerikaner. Stets auf der Suche nach dem einen, dem wahren Glauben der dann aber auch gegen jede Anfeindung verteidigt werden muss. Große Kinder mit großen Gefühlen, viel Herz und oft genug wird überraschend wenig, vom zweifellos vorhandenen Verstand eingesetzt:
Die amerikanische Peak-Oil-Bewegung glaubt an das Ende der Weltwirtschaft und das Überleben in der Einöde
New York im September '06 - Es war ein langer Marsch durch den regnerischen Central Park, doch auf der Höhe der 102. Strasse wird Steve Brill auf einer versteckten Lichtung endlich fündig. “Klettenwurzeln!", ruft er aus. Gut gekocht schmecken die wie eine Kartoffel. Dann kniet er auch schon im feuchten Erdreich und stichelt mit seiner Gartenkelle einen graubraunen Strunk frei. “Wild Man" nennt sich Steve Brill auf seiner Webseite, auf der man sich zu seinen botanischen Rundgängen anmelden kann, und um den “wilden Mann" zu unterstreichen, trägt der 57jährige zu seiner Nickelbrille und dem Professorenbärtchen kurze Safarihosen und einen Tropenhelm.
Gut dreißig Interessierte führt er an diesem Samstagvormittag auf der Suche nach essbaren Pflanzen durch den Central Park. Ein paar Familien sind dabei, die ihren Kindern ein wenig Gespür für die Natur nahe bringen wollen. Aber da sind auch die Damen und Herren mit den Notizblöcken und den vielen Fragen, die den Rundgang viel ernster nehmen, als die Familien. Die ernsthaften Damen und Herren gehören zu einer neuen Sorte Klientel, die seit einigen Monaten auf Steve Brills Rundgängen durch Stadtparks und umliegende Wälder anzutreffen sind. Für sie ist die Suche nach essbaren Pflanzen im Stadtpark kein Wochenendspaß, sondern ernsthafte Vorbereitung auf die finsteren Zeiten, die da kommen und mit dem Begriff der “posttechnologischen Gesellschaft" eigentlich viel zu freundlich beschrieben sind, wie sie versichern. Aber genau das ist es, was da auf uns zukommt, wenn man Bill, Dan oder Gusti glaubt - eine Welt ohne Technologien, ohne Maschinen, ohne Massenfabrikation und vor allem ohne fossile Energiequellen, was natürlich zunächst einmal den Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystemes und die Rückkehr der Menschheit in die Zeiten der Jäger, Sammler und Kleinbauern bedeutet. Genau deswegen sollte man sich möglichst bald auf die harten Zeiten des Rückschritts von der technokratischen, globalisierten Moderne zurück in eine vorzivilisatorische Geselschaftsform vorbereiten, in der wieder jede Familie, jede Gemeinde für sich selbst sorgen wird.
Man sollte den Artikel unbedingt ganz lesen. Es lohnt sich. Natürlich ist das alles Quatsch. Nicht die Frage ob es Peak Oil gibt, ob es vor oder hinter uns liegt, sondern die Reaktion. Obwohl Russland, Norwegen und Saudi Arabien Peak Oil, also den Höhepunkt der Fördermenge gemeldet haben, bedeutet dies ja nicht, das die Flasche leer ist. Es bedeutet, das die höchstmögliche Fördermenge erreicht wurde und es von nun an bergab geht.
Ich kenne alleine drei unterschiedliche Rechenmodelle, die jeweils noch einen Haufen Parameter zusätzlich haben um den weiteren Förderverlauf nach Peak Oil zu berechnen. Die zu erklären würde die Verwirrung noch zusätzlich vergrößern, weil es einfach zu viele Stellschrauben gibt. Es gibt auf der Welt ganz wenige Felder, bei denen der Druck so hoch ist, das sie spätestens 10 Jahre nach dem jeweiligen Peak Oil leer sind. In der Mehrheit der Felder reden wir je nach Lesart von einer kontinuierlich sinkenden Förderung und einem Ende nach 20 - 45 Jahren.
Das sollte niemanden hindern sich wieder für essbare Pflanzen und deren Anbau zu interessieren. Aber Peak Oil ist daran nicht schuld. Wir haben praktisch alle Möglichkeiten um den Verlust von Öl und Gas zu überleben, ohne mit der Waffe in der Hand unsere drei Möhren auf dem Balkon verteidigen zu müssen.
Jochen Bard vom Kasseler Institut für Solare Energieversorgungstechnik (ISET) meint das wir ein Drittel des Weltstrombedarfs aus Meeresnergie gewinnen könne. Selbst wenn es nur 15 Prozent werden, wäre das schon hilfreich.
Wir können in der Welt ein Drittel unseres Energiebedarfes durch Dämmung, verbesserten Transport, Abbau von Verschwendung und besserem Energierecycling einsparen. Andere Rechnungen meinen sogar das es bis zu 45 Prozent reicht. Wir gehen wieder nur von 15 Prozent aus um auf der sicheren Seite zu sein.
Mit großen Thermischen Solarkraftwerken in den Sonnenwüsten unserer Erde, auf nicht landwirtschaflich nutzbarem Land könnten wr sogar sehr schnell unseren aktuellen Energiebedarf an Strom und Treibstoff herstellen, wenn wir uns beim Treibstoff auf die Brennstoffzelle und Wasserstoff oder Batterien einlassen.
Leider interessiert uns weder Einsparung, noch Meeresenergie und in den Wüstengebieten beleidigen wir lieber die dort lebenden Menschen durch Leute wie Herrn Wilders und seine Freunde, anstatt zu unser aller Nutzen mit allen Menschen vernünftig zusammen zu arbeiten.
Deshalb gibt es auch neben der Hoffnung auf eine machbare und gute Zukunft, die schlechten Nachrichten. Eine davon sieht auf den ersten Blick sehr positiv aus, ist aber eine Riesengeldverschwendung die zudem für noch erhebliche Gefahren beinhaltet:
Neben dem Transport durch Pipelines gewinnt deshalb der Transport von verflüssigtem Erdgas per Schiff an Bedeutung. Der Bedarf an Flüssigerdgas wird sich bis zum Jahr 2015 auf 400 Millionen Tonnen im Jahr verdoppeln, prognostiziert die IEA. Vor allem die boomende Wirtschaft Asiens setzt auf das sogenannte "Liquefied Natural Gas" (LNG).
..
Mit großen Flüssigerdgas-Tankern könnten deutsche Versorger zusätzlich Gas aus Afrika, Asien oder Nahost beziehen. Der Transport lohnt sich nur in flüssiger Form, weil die Energie so kompakter zu speichern ist. 600 Kubikmeter Gas schrumpfen bei gleichem Energiegehalt auf einen Kubikmeter Flüssigerdgas.
Der Energiekonzern Eon plant, in Wilhelmshaven das erste Regasifizierungsterminal in Deutschland zu bauen. Es wird benötigt, um das für den Transport verflüssigte Gas wieder in den verbrauchsfertigen Aggregatszustand zurückzuversetzen. Eine Machbarkeitsstudie ist bereits abgeschlossen.
Die Anlage könnte schon 2011 ihren Betrieb aufnehmen. Die Jahreskapazität entspräche dem Gasbedarf von fast drei Millionen Haushalten. "LNG ist eine vielversprechende Option", sagt Eon-Chef Wulf Bernotat. "Das geplante Terminal in Wilhelmshaven gibt Deutschland Anschluss an den weltweit wachsenden LNG-Markt."
Dummerweise wird Peak Gas schon für 2025 erwartet, so dass der schöne Eon Plan gerade noch rechtzeitig fertig wird, um sich nicht zu rentieren. Aber davon mal ganz abgesehen, ist es immer wieder bewundernswert wie blauäugig ein so hochbezahlter Manager, wie Herr Bernotat ist, durch die Gegend läuft. Wenn er einmal in Rotterdam zugesehen und zugehört hätte was es bedeutet wenn ein Gastanker einen Hafen anläuft und wie gefährlich das ist, dann würde er diese schwimmenden Bomben nicht durch den Ärmelkanal, bis nach Wilhelmshaven fahren lassen wollen.
Aber Herr Bernotat muss eben keine Ahnung haben. Vielleicht kann ihm jemand klar machen, das so ein Terminal und eine derartige Anlage nach Rotterdam gehört oder an einen anderen Punkt an der Atlantikküste der möglichst menschenleer ist.
Viel schlimmer aber ist, dass mit dem Geld, das für solchen Schwachsinn verballert wird, die ersten Solarkraftwerke gebaut werden könnten. Wie bekommt man einen deutschen Manager nur dazu in die Zukunft zu investieren, anstatt sich wie ein Affenbaby an seine Mutter, an die Vergangenheit zu klammern.
Auch die andere Nachricht ist nicht besonders gut, weil zwei Probleme sich aufeinander addieren:
Wegen förderbedingten Engpässen sind Öl-Förderunternehmen immer häufiger dazu gezwungen, auch Tiefseeregionen anzuzapfen. Gleichzeitig gestaltet sich die Finanzierung derartiger Projekte angesichts des Dollar-Tiefs und der internationalen Finanzkrise aber immer schwieriger. Nachdem der Ölpreis zuletzt einen neuen Rekordstand von 119,90 Dollar für ein Barrel der Sorte West Texas Intermediate erreichte, prognostizieren Analysten noch immer eine steigende Nachfrage durch aufstrebende Schwellenländer wie Indien und China. Somit seien höhere Ölpreise auf längere Sicht unvermeidbar. "Die Öl-Vorkommen haben sich über die Jahrzehnte hinweg aufgrund der hohen Nachfrage massiv verkleinert, sodass Öl-Multis inzwischen zu kostenintensiven Tiefseeborungen übergehen müssen. Das unlängst entdeckte Ölfeld vor der brasilianischen Küste ist nur ein Beispiel von vielen", so HSH-Nordbank-Analyst Andy Sommer im Gespräch mit pressetext.
Wir erinnern uns an die Felder vor Brasilien in 5.000 Meter unter dem Salz. Aber der Experte hofft noch auf weitere Felder in Alaska, an der Westküste Afrikas und am russischen sowie norwegischen Polarkreis. Ich will das auch gar nicht in Abrede stellen, am eigentlich Problem werden auch diese Funde nichts ändern.
Wenn uns jetzt aber, bei diesen hohen Ölpreisen, aufgrund der Finanzkrise das Geld für die Förderung und weitere Exploration fehlt, dann beginnt die Katze sich selbst aufzufressen. Kein Geld für Öl, kein Geld für Förderung von bekanntem Öl, kein Geld für Solarkraftwerke und für Kraftwerke die Meeresenergie nutzen. Wenn wir diese Entwicklung nicht in den Griff bekommen, könnten die amerikanischen Peak Oil Extremisten doch noch Recht bekommen, ohne es wirklich zu haben. Dann kommt der Hunger auch sehr schnell zu uns.
Biomasse sinnvoll einsetzen
Zum Thema Hunger hatte ich ja bereits etwas gesagt. Logischerweise wird jetzt der Hunger als Einrede gegen die Verwendung von Biomasse eingesetzt und immer brav auf die dümmlichste Art der Verwertung verwiesen, in der Lebensmittel zu Treibstoff werden. Allerdings haben wir in unserem Land, öffentlich gefördert ganz andere Beispiele:
Das quantitative Biomassepotenzial ist nahezu unerschöpflich, denn der kontinuierliche pflanzliche Aufwuchs unseres Planeten übertrifft den Bedarf an Primärenergie um ein Vielfaches.
Die so genannte Nettoprimärproduktion (NPP), das heißt, die solare Strahlungsenergie, die Jahr für Jahr biologisch in Form von Biomasse fixiert wird, entspricht rund 50 Mrd. t Rohöleinheiten (RÖE). Der momentane Primärenergiebedarf der Menschheit liegt hingegen jährlich bei etwa 9,7 Mrd. t RÖE. Selbstverständlich kann nur ein Teil der aufwachsenden Biomasse aus ökologischen, technischen und wirtschaftlichen Gründen tatsächlich einer Nutzung zugeführt werden. Doch selbst die bereits vorhandenen Biomassemengen mit sehr guten Nutzungseigenschaften sind immens.
In der Zukunft kann zudem der globale Biomassezuwachs gesteigert werden, indem beispielsweise ein Teil des Öd- und Weidelandes, welches rund ein Viertel der gesamten Landfläche ausmacht, mit den jeweils angepassten Baum- und Straucharten wieder aufgeforstet wird.
Allein in der Bundesrepublik werden derzeit lediglich etwa zwei Drittel des jährlichen Holzzuwachses tatsächlich genutzt. Der Rest verbleibt im Wald – sozusagen als Reserve.
50 % dieses jährlich ungenutzten Potenzials genügen bereits als Rohstoff für elf großindustrielle BTL-Anlagen bzw. zur Produktion von rund 2,5 Mio. t BTL.
Und auf landwirtschaftlichen Flächen werden jährlich über die Hälfte der insgesamt rund 40 Mio. t Stroh untergepflügt, da es derzeit keine weitergehenden Nutzungsmöglichkeiten gibt.
Genug zur Produktion von 4 Mio. t BTL bzw. etwa 14 % des deutschen Diesel- verbrauchs. Beim Einsatz von nur 10 % des deutschen Ackerlandes, was in etwa der derzeit stillgelegten Fläche entspricht, können weitere 3 – 6 Mio. t BTL aus der angebauten Biomasse erzeugt werden – je nachdem ob traditionelle oder innovative Anbaukonzepte mit speziell angepassten Sorten genutzt werden.
Das gesamte frei verfügbare Bioenergiepotenzial Deutschlands beziffert Prof. Scheffer von der Universität Kassel/Witzenhausen mit 56 Mio. t RÖE1. Mit dieser Menge können theoretisch knapp 30 Mio. t BTL erzeugt werden, was zur Deckung von 50 % des gesamten Kraftstoffverbrauchs der Bundesrepublik ausreichen würde – einschließlich der Luftfahrt und ohne die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln einzuschränken.
Ich würde Prof. Scheffer noch dahingehend korrigieren, das wir haufenweise Flächen haben, die sich für den Anbau von Biomassepflanzen eignen. Ränder der Bahnstrecken, Ränder der Autobahn und sonstiger Straßen. Alle Brachflächen und viele begrünte Bereiche. Tatsächlich sind für den Biomasseanbau auch Flächen zu gebrauchen, die sich für Landwirtschaftsmaschinen nicht eignen.
Aber Biomasse kann man auch aus Algen gewinnen. Überall da wo man heute Warmwasser mit Hilfe von Sonnenkollektoren gewinnt, an Fassaden, in Parks mit unterschiedlichen Modellen. Das billigste ist ein besserer Wasserschlauch an einen Holzrahmen mit einer Heizungspumpe. Auch diese Verfahren sind längst fertig:
Schließlich weisen sie eine ganze Reihe deutlicher Vorteile gegenüber anderen Organismen auf, mit denen derzeit Biodiesel gewonnen wird. Im Gegensatz etwa zu Raps, Mais oder Palmen sind sie extrem genügsam und brauchen wenig Platz. So lassen sich aus einem Hektar Raps etwa 1800 Liter Biodiesel pro Jahr gewinnen, aus Palmen können es etwa 6000 Liter sein. Mit den Algen sind 10.000 bis 25.000 Liter möglich, manche Fachleute halten sogar noch erheblich mehr für möglich.
Ich habe Papiere vorliegen, in denen bei einer hallenähnlichen Baustruktur, ohne Bedachung, bei einer Bauhöhe von 40 Metern. in Deutschland, auf der Ebene zwischen 175.000 und 250.000 Liter möglich wären, wobei die Kulturverluste bei Sturm um Windstärke 10 die größte Unsicherheit darstellen.
Zur Verarbeitung der Biomasse hat die weltweit erste kommerzielle Anlage bei der CHOREN Industries GmbH gerade ihren Betrieb aufgenommen. Der Ablauf der Umwandlung von Biomasse bis zum fertigen Treibstoff wird hier hervorragend erklärt.
Das Verfahren ist übrigens nicht neu, auch wenn einige Teilaspekte sicher bestens optimiert wurden. Das schöne an dem Verfahren ist, dass man nicht alle Verfahrensstufen wirklich durchführen muss. Zur Stromerzeugung und als Heizkraftwerk kann viel früher Schluß gemacht werden und damit effizienter Energie erzeugt werden.
Außerdem lässt sich noch an der Dieselqualität einiges an Abstrichen machen. Wir haben eine viel bessere Motorentechnik als uns heute von den interessierten Firmen vorgelogen wird:
Der große Bio-Sprit-Schwindel - und die Alternative: Hanf!
Vor dreizehn Jahren, im Mai 1995, schrieb ich einen kleinen Artikel über den großen Bio-Diesel-Schwindel, , die Tatsache, dass Mineralöl-,- und Autoindustrie damals begannen, Pflanzenöl in einem mehrstufigen chemischen Verfahren zu Methylester zu verwandeln - unter Einsatz von Methanol (einem Erdgasprodukt), unter Zurücklassung von Abfall (Glyzerin) und in großtechnischen, zentralen Anlagen. Als “Schwindel” bezeichnete ich das deshalb, weil Rudolf Diesel seinen Motor seinerzeit ausdrücklich für den Gebrauch von Pflanzenölen konzipiert – und ein alter Mercedes mit einem Elsbett-Dieselmotor gerade mit einem Verbrauch von 3 l Pflanzenöl auf 100 km eine Öko-Rallye gewonnen hatte. Dennoch behauptete die Industrie, das Pflanzenöl müsse durch die aufwändige “Veredelung” an die moderne Motorentechnik angepaßt werden . Dass die Diesel-Motoren seitdem nicht massenhaft mit der preiswerten Elsbett-Einspritzung versehen wurden, hat indessen seinen Grund nicht in der Technik, sondern im Geschäft: “Das allseits beschworene CO2- neutrale 3-Liter-Öko-Auto existiert, es könnte mit dem Elsbettmotor morgen gebaut werden; nur würde das Milliardenimperirum der petrochemischen Industrie dadurch in den Grundfesten erschüttert. Denn auf 30 Millionen Hektar stillgelegter Flächen in der EU könnten jährlich 30 Millionen Tonnen Treibstoff wachsen, und jeder Bauer könnte eine freie Tankstelle eröffnen - ohne ein Gramm Chemie, ohne Preisdiktat durch die Biodiesel-Raffinerien.”
Das was Mathias Bröckers damals schon beschrieb, kann heute noch jedermann bei der ELSBETT Technologie GmbH / ELSBETT Aktiengesellschaft käuflich erwerben.
Wenn wir jetzt einmal ganz vorsichtig rechnen, dann hätten wir Motoren, die mit der Hälfte des Treibstoffs auskommen könnten, bei vernünftigen Endgeschwindigkeiten müssten Autos auch nicht gar so teuer und unfallsicher gebaut werden. Natürlich würden diese Autos die gleichen Proteste auslösen wie die Dacia Werbung, die bei einigen Leuten ja schon deshalb schlecht ist, weil bei ihnen ein Auto nur ein weiteres nutzloses Spielzeug in einem ziemlich nutzlosen Leben ist und es nicht darauf ankommt, ob es nützlich ist.
Wir werden in der Zukunft immer mehr auf den Nutzen von Dingen achten müssen. Ohne die Ölvorkommen der Vergangenheit müssen wir Energie sparen. Wir müssen Transport einschränken und radikal den Sinn von Transport in Frage stellen. Das wird Einschränkungen im Warenangebot und in der Verfügbarkeit von Waren haben. Transporte werden teurer, dauern länger und wir müssen zurück zu einer Lagerhaltung. Möglichst viel muss auf möglichst kurzen Wegen vom Erzeuger direkt zum Kunden.
Die Funktion wird auf lange Zeit die Form bestimmen müssen, damit etwas nützlich wird. Haltbarkeit, reparaturfreundlichkeit und Lebensdauer werden die bestimmenden Verkaufsargumente sein. Schick, vorgeschobene Modernität und Showfunktion, wird einfach wegfallen.
Dies ist aber auch das Ende unserer bestehen Wirtschaft. Transport kostet nichts, also wird überall da produziert, wo Produktion, also Menschen nichts kosten. Geringer Preis ist heute der Wettbewerbsvorteil, aber bei steigenden Transportkosten ist die Lebensdauer in Verbindung mit dem Kaufpreis, wichtiger als der Kaufpreis. Heute kaufen wir für den Moment. Ein halbes, ein ganzes Jahr. Wir werden wieder für Jahrzehnte kaufen müssen. Das ist auch kein Problem. Das ihier ist mehr als eine Aufschnittschneidemaschine. Es ist eine Schönheit.
Wenn wir wieder dahin kommen Schönheit, Funktion und Langlebigkeit zu vereinen, hat die Krise für uns mehr Gutes als Schreckliches. Vor allem aber können wir genug Energie erzeugen. Brauchen keinen Atomstrom, müssen keine Kriege um die restlichen paar Liter Öl führen und hätten Arbeit für sehr viele, wahrscheinlich für die meisten arbeitsfähigen Menschen.
Allerdings wäre auch unsere Gesellschaft eine andere. Sehr viel dezentraler, unabhängig von Zentralversorgern und Zentralregierungen. In den kleineren Einheiten wäre direkte Demokratie möglich und gemeinsame Entscheidung darüber, was mit den gemeinsam gezahlten Steuern passieren soll. Der Staat, die Großindustrie, die Parteien und die Banken wären die großen Verlierer. Die werden alles tun, um es nicht dazu kommen zu lassen und wenn sie uns bis zum letzten Mann und bis zur letzten Frau, Kinder und Greise eingeschlossen opfern müssten.
Es ist wie immer. Wenn wir nicht kämpfen um unsere Zukunft, dann haben wir keine. Mit ein wenig Pech, haben wir ohne Kampf aber auch kein Leben mehr.
Gabriel und Vorbildfunktion?
Der FDP Abgeordnete Jürgen Koppelin stellt in einer Pressemitteilung fest:
Gabriel verletzt durch Vielfliegerei seine Vorbildfunktion
Seine was? Ich lese immer Vorbildfunktion. Welche Vorbildfunktion. Für wen Vorbildfunktion. Man kann ihn als schlechtes Beispiel nehmen, aber doch nicht als Vorbild. Der Mann der unseren Biodiesel kaputt gemacht hat, damit seine Freunde aus der Ölindustrie den Regenwald erledigen können, um Biodiesel für Deutschland anzubauen. Der Mann der jahrelang gegen Schacht Konrad gekämpft hat und kaum in Amt und Würden und an den Futtertöpfen der Macht, die Hände über den feisten Bauch reibt und Konrad genehmigt.
Der Gabriel, den die Menschen in Niedersachsen so leid waren, das sie sich sogar den Wulff angetan haben. Was mag sich der Herr Koppelin da nur gedacht haben. Vorbildfunktion für Gabriel. Das passt doch nicht mal richtig in einen Satz.
Lasst den nur Fliegen. Fliegen ist Hoffnung. Mit der Anzahl der Flugkilometer steigt die Wahrscheinlichkeit das der nächste, sein letzter ist. Irgendwann kommen die Dinger alle runter. Bitte auch nicht versuchen ihm mit Vernunft zu kommen. Er ist ein deutscher Politiker die verstehen das nicht, er ist aber auch noch Minister. Die dürfen gar nichts mehr verstehen.
Irrsinn Landwirtschaft
In der EU gibt es einen Wirtschaftsbereich, der praktisch eine heilige Kuh darstellt. Die Land-, Forst- und Fischwirtschaft. Da wird immer wieder das Ideal des Landschaftsschützer in der bäuerlichen Kleinfamilie gepredigt, den es in dieser Form nirgendwo mehr gibt. Der Landwirt ist ein Bürokrat geworden. Er füllt Subventionsformulare aus, gegen die eine Steuererklärung ein Witz ist.
Dabei muss er sich auf Flächenangaben verlassen, die teilweise schon Jahrzehnte alt sind oder noch nie geprüft wurden. Wird ihm per Satellit nachgewiesen das er Mist gebaut hat, zahlt er. Es wird ihm vorgeschrieben wieviel Milch er erzeugen darf und über die Subvention bekommt er vorgeschrieben was er anbauen oder ob er Flächen stilllegen soll. Planwirtschaft in Reinkultur. Natürlich auch mit dem Ergebnis das Planwirtschaft immer mit sich bringt. Entweder wird zu viel oder zu wenig produziert.
Ertranken wir einst in Milchseen und mussten mühsam Butter- und Getreideberge unter Lebensgefahr erklimmen, stehen wir heute vor dem Mangel, der die Preise steigen lässt. Natürlich sind die Preise für den Erzeuger seit langem viel zu mies. Das ist keine Frage. Aber wie wir an den jetzt geplanten Preiserhöhungen sehen bekommt der Landwirt vielleicht 6 Cent mehr während sich die Lebensmittelindustrie und der Handel die Taschen vollstopfen.
Das funktioniert aber nur, weil wir in unserem Kontrollwahn, mittelständische Molkereien, mittelständische Schlachtbetriebe mit immer neuen Anforderungen überzogen haben, um sie zur Aufgabe zu zwingen. Heute wird in Großbetrieben ein geschmackloser Einheitsbrei erzeugt, bei dem es nur darauf ankommt, dem Verbraucher das Geld mit Marketingtrick aus der Tasche zu ziehen.
Ein weiteres Problem ist die Steuerthematik. Ein moderner Betrieb braucht heute eine effiziente Kostenkontrolle. Deshalb sind die angeblich aus Vereinfachungsgründen geschaffenen pauschalisierten Verfahren unnötig und widersinnig. Es gibt keinen Grund einen landwirtschaftlichen Betrieb anders als einen Bäcker oder Klempner zu behandeln.
Wenn wir etwas für die Verbraucher und die Landwirte tun wollen, dann müssen wir zunächst die Subventionen für Stilllegungen, die Milchquote und die besondere Mehrwertsteuerregelung abschaffen. Gleichzeitig sollten die Anforderungen an Weiterverarbeitungsbetriebe auf ein europäisches Niveau gesenkt werden, um wieder kleine und mittelständische Qualitätserzeugung regional möglich zu machen. Die CMA ist ersatzlos zu streichen.
Alle anderen Subventionen müssen jährlich nach der Rasenmähermethode um 10 Prozent gekürzt werden. Alle Einschränkungen für die Produktion von lokalen Spezialitäten wie Rohmilchkäse und den Vertrieb von Rohmilch oder besonderen Früchten sind aufzuheben. Der Fläche muss wieder ein eigenständiges Brennrecht zugewiesen werden, das nicht übertragbar ist.
Viele unterschiedliche Abnehmer bedeuten für den Landwirt bessere Preise, weil die Nachfrage den Markt bestimmt. Viele interessante und unterschiedliche Produkte bedeuten ebenfalls bessere Preise für den Erzeuger. Der Durchschnittspreis auf dem Massenmarkt wird hingegen nur geringfügig steigen, da er in direkter Konkurrenz zu Qualitätsprodukten steht. Es braucht nur etwas Mut. Leider aber auch eine Regierung die ihre Kontrollsucht aufgibt.
Um den Bioanbauern einen Vorteil zu gewähren, könnten ihnen die Mehrwertsteuer die sie abführen müssten, für die nächsten 10 Jahre erlassen werden. Auch und gerade wenn sie sich als Energiebauern betätigen. In Deutschland komplett erzeugter Biosdiesel oder Biosprit muss von Kraftstoffsteuern freigehalten werden, weil sonst in anderen Ländern der Raubbau an der Natur subventioniert würde.
Aber hallo Herr Gabriel
Eine klatschende Ohrfeige erhält unser Umweltminister Gabriel vom bifa Umweltinstitut (Bayerisches Institut für Angewandte Umweltforschung und -technik GmbH):
Neueste Untersuchungen des bifa zeigen, dass durch den Einsatz geeigneter Technik und genormten Pflanzenöls (DIN V 51605) als Kraftstoff das Krebsrisiko der Abgase von Dieselmotoren halbiert werden kann. Entscheidend dabei ist die Versorgung des Motors mit dem während des Betriebes angepassten gerade optimalem Kraftstoff bzw. Diesel/Pflanzenöl-Gemisch. Die Steuerbefreiung des Kraftstoffes Pflanzenöl ist deshalb aus umweltpolitischer Sicht absolut gerechtfertigt.
Aber mit seinem Besteuerungsgesetz für Biodiesel wollte er ja auch nichts für die Umwelt tun, die ihm ansonsten ja auch völlig egal ist. Er wollte vielmehr den sich entwickelnden deutschen Biodieselbereich platt machen, damit seine Freunde aus der Ölindustrie keine Angst vor Konkurrenz haben müssen. Das ist ihm ja auch gelungen. Deutscher Biodiesel findet keine Abnehmer und Energiemultis importieren Biodiesel der Regenwald verdrängt oder unter hohen Beigaben von Pflanzenschutzmitteln produziert wird.
Das ist ihm gut gelungen. Man sollte ihn wirklich zum Minister machen. Allerdings zum Minister für Wirtschaftsföderung bei Multis. Noch besser aber wäre ihm den Prozess zu machen und ihn sofort als Minister zu entlassen.
EU: Unterirdischer CO2-Testspeicher funktioniert
Und da dachte ich doch glatt, ich hätte irgendwo nicht aufgepasst als die EU verkündete, das der unterirdische CO2-Testspeicher funktioniert. Aber es ist nicht meine Schuld. Die EU wurde nur mal wieder von ihren eigenen Wünschen übermannt. Im eigentlichen Text der Meldung steht nämlich die Wahrheit:
EU-Energiekommissar Andris Piebalgs hat heute in Potsdam den Startschuss für den ersten unterirdischen CO2-Testspeicher in Europa gegeben. Die Pilotanlage wird wichtige Erkenntnisse zur unterirdischen Speicherung von CO2 aus der Stromerzeugung liefern. Da CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung eine Hauptquelle von Treibhausgasen sind, ist das Projekt ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung des Klimawandels durch die EU. EU-Kommissar Piebalgs erklärte: „Nach Ansicht der EU-Kommission kann die unterirdische Speicherung von CO2 einen Beitrag zu dem technologischen Verfahren leisten, durch das nach 2020 die Kohlenstoffsequestrierung und –speicherung Realität wird. Heute kommt Europa diesem Ziel einen wichtigen Schritt näher“.
Da funktioniert also noch gar nichts, sondern wir beginnen mit einer Pilotanlage, die eventuell vielleicht funktionieren wird, aber tatsächlich blanker Unfug ist, weil wir nicht CO2 speichern, sondern vermeiden müssen.
Anstatt das Geld also für vergangenheitsorientierte Technologien der fossilen Brennstoffkreise zu vergeuden, sollte es für Solarenergie, nachwachsende Rohstoffe, Wasser- und Windkraft genutzt werden. Aber eine EU die den Start eines Projektes schon als dessen Bestätigung sieht, ist dazu leider nicht in der Lage. Setzen. Ungenügend.
Auch die Opec findet Biodiesel pfui
Die Presse.com berichtet heute darüber, das die Opec Mitglieder nicht sehr erbaut über Biodiesel und seine Verwandte sind und mit Preiserhöhungen beim Öl drohen, wenn wir nachwachsende Energien und Rohstoffe weiter ausbauen.
Sigmar Gabriel, die Opec, die Ölmultis und unsere Helden von CDU/CSU, SPD und FDP haben eine echte Gemeinsamkeit. Sie alle hassen nachwachsende Rohstoffe und Biodiesel.
Bei unseren politischen Führungskomikern ist das nicht weiter verwunderlich, weil regenerative Energien und Rohstoffe gleichzeitig auch Dezentralisierung bedeuten und Dezentralisierung dazu führt, das sie nicht mehr bestochen werden und nicht mehr reinregieren können.
Die Ölmultis verstehe ich auch, die wollen ja die Bürger abzocken und das geht nur wenn alles zentral von oben verteilt wird. So kleine faire, nette Geschäfte unter Nachbarn würden die, genau wie unsere Strom- und Gasversorger, ja aus dem Geschäft werfen.
Auch den Sigmar Gabriel verstehe ich. Der arbeitet ja gegen die Menschen in Deutschland und für die Ölmultis, deshalb hat er ja auch das deutsche Biodieselgeschäft zu deren Gunsten erledigt. Der muss halt an die Zeit denken, wenn er nach der nächsten Wahl aus dem Bundestag gejagt wird.
Das die Opec mauert, finde ich aber eher dumm. Zumindest die intelligenteren Mitglieder müssten längst begriffen haben, das Öl endlich ist und das wir uns schon jetzt sehr beeilen müssen, wenn wir vor dem Ende des Öls, die Umstellung auf nachwachsende Energien abgeschlossen haben wollen. Ein wenig Rohöl brauchen wir auch auf Dauer noch für nichtenergetische Zwecke.
Siegmar Gabriel hat den Biodiesel erledigt
Da werden bei Familie Gabriel aber heute die Sektkorken knallen und in den Zentralen der Ölmultis auch. Sigmar kann sich darüber freuen, das er nun für sein Leben ausgesorgt haben dürfte und den Ölmultis fällt ein zentnerschwerer Stein vom Herzen, weil eine dezentrale Wirtschaft mit Biodiesel von Sigmar Gabriel konsequent vernichtet wurde.
dpa meldet gerade:
Biodiesel wird für deutsche Transportunternehmen immer unattraktiver. Grund ist die im vergangenen Jahr eingeführte Besteuerung. Daher haben die meisten Unternehmen nach einer Studie des Bundesamtes für Güterverkehr wieder auf normalen Diesel umgestellt, berichtet die „Bild”-Zeitung. Weiter heißt es in der Studie: Wenn die Steuer im kommenden Jahr wie geplant von 9 auf 15 Cent pro Liter angehoben wird, werde „der Absatzmarkt für den Reinkraftstoff Biodiesel vollständig einbrechen”.
Damit hat es Sigmar Gabriel geschafft. Da wo Deutschland technisch und marketingmäßig weit vorne war, hat ein einziger, den Ölmultis verpflichteter Minister, für einen Kahlschlag gesorgt. Natürlich können wir nicht beweisen, das er gekauft wurde, aber wir dürfen das sehr lauthals denken und in unserem Geist, immer wenn der Name Sigmar Gabriel fällt, an ein gekauftes Arschloch denken. Das ist nämlich nicht verboten.
Eigentlich könnte er jetzt, wie damals der Herr Müller zurücktreten. Hat der ja auch gemacht, als er seine RAG für sich fertig gestrickt hatte. Vielleicht haben wir ja auch noch das Glück, das die Ölmultis, den Gabriel später genauso fallen lassen, wie jetzt die RWE, den Müller fallen lässt. Das wäre eine späte, aber nette Rache.
Deutschland hat auf jeden Fall, wieder mal aus purem Eigennutz einzelner, eine wichtige Chance verpasst. Schade.






















