Aus dem Tagebuch - Neue Braunschweiger Kabinettstückchen 2001
(meiner Regierungszeit)
Hallöchen, lieber Tagesfreund, Du Stillschweigender...
Heute haben wir vorgesprächlich alles dingfest gemacht.
Stattwerke sozusagen ausverkauft und outgezurrzt. Versorgungs-Ade - äh - AG ist bald in privater Hand, soll die neue Besitzerin damit glücklich und wir, d.h. die Bürger - reich werden und die Stadt dieses lästige Ding vom Halse haben. Unter uns und ganz privat: Privatisierung ist mein Privatvergnügen und davon versteh' ich was, vom Privatisieren, meine ich!
Der Braunschweiger Jugend ... oder so ähnlich
In meinem nächsen Projekt will ich mich endlich der deutschen, d.h. der Braunschweig'schen Jugend widmen - auch ein Spezialgebiet von mir. Da gibt es in unseren wohlgeordneten Viertel ein aufmüpfiges stets lamentierend meckerndes Völkchen, welches in jugendlichem Überschwange wagt, meine Autorität anzuzweifeln. Lauter unnütze taugenichtige Jugendliche, die wohl nichts besseres zu tun haben. Da könnte ich ihnen helfend zur Hand gehen. Mmmmh, mal überlegen. Die Regierung plant ja gerade, die unter 25-jährigen härter ranzunehmen, diese Sozialhilfsarbeiter, sonst gammeln die ja eh' nur auf den Straßen rum. Da könnte ich mich doch geschickt erkenntlich zeigen und in die Fordermaßnahme irgendwie mit einsteigen. So könnte ich vorbildlich für Integration der deutschen Jugend stehen und für mein politisches Image durch vermehrtes Engagement in dieser Hinsicht etwas tun. Mal überlegen: Da könnte ich mit mit Wolfi kurzschließen. Schließlich weiß der doch genau, wie man Alpha- und Jungtieren umgeht, waid- wie weltmännisch! ...
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Atomkraftgegnerin in Braunschweig inhaftiert
UNSER-BRAUNSCHWEIG vom 4. April 2009, Seite 6/7:
Cécile Lecomte, Spitzname Eichhörnchen, ist eine junge Sportkletterin aus Frankreich und Mitglied der Umweltorganisation Robin Wood. Sie hatte in Gorleben Abseilen von einer Brücke gegen Castor-Transport demonstriert. Sie wurde festgenommen und für drei Tage in Braunschweig inhaftiert, damit sie an der Haupt-Demonstration nicht teilnehmen konnte.> hier der sehr persönliche Bericht von Cécile Lecomte...
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Aus dem Tagebuch - Braunschweiger Kabinettstückchen 2001
Liebes Buch,
viel viel zu tun.
Stelle gerade mal mein Schattenkabinett auf bzw. die sitzen bereits im Rat, den ich ja baldigst übernehmen werde.
Hier eine kurze Auflistung des illustren Kreises
(chronologisch aufgeführt)
1. ICH selbst natürlich - und ICH auch als Aufsichtsrat der Stadt Braunschweig. Diverse Aufgaben und Ämter folgen noch. Schließlich wird hier ja jeder gute Mann gebraucht, sage ich Dir.
2. Nun meine getreuen Kameraden...
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UNSER-BRAUNSCHWEIG - neue Bürgerzeitung gegen Zeitungsmonopol
UNSER-BRAUNSCHWEIG

Titelseite (Teilansicht)
UNSER-BRAUNSCHWEIG - heißt das neue Medium, das unter großem Engagement der Braunschweiger Bürgerinitiativen über 80.000 Braunschweiger Haushalte erreichte und ein informatives und zudem auch kostenloses Pendant zur bisherigen dortigen Zeitung bilden soll.
Diese Zeitung wird von Bürgerinnen und Bürgern erarbeitet, herausgegeben und von ihnen selbst finanziert...
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Aus dem Tagebuch - Braunschweiger Odyssee 2001
Liebes Tagebuch,
ja, wie Du sicher bemerkt haben wirst - eine lange Pause ist zwischen uns getreten.
Die Dessauer haben mich schnöde zurück gewiesen, meine Kanzlei lieft so ereignislos, dass ich Dir, liebe Buch, das Du weitaus Bewegenderes und Wichtigeres zu vernehmen gewohnt bist, das Einerlei des Mittelmaßes nicht zumuten wollte, was meiner Person im Alltage, den man landläufig normal zu nennen pflegt, begegnet war.
Nun aber genug des Rückblicks in diese tristen ereignislosen Jahre, liebes Buch. JETZT bin ich bald wieder wer, bin ganz groß im Kommen, sage ich Dir.
Im September werde ich - so hoffen Parteifreunde von mir - wieder die politische Bühne betreten. Wenn auch bescheidener, muss ich sagen, wird es eher eine kleinere Provinzbühne sein - aber dennoch größer als die Bühne, die man mir in Gifhorn damals bereitet hat.
Offensichtlich weiß man meine bisherigen Arbeiten sehr zu schätzen. Das wird mir auch teilweise versichert - gerade aus Braunschweiger Partei-Kreisen - die offensichtlich nichts aus den eigenen Reihen vorzuweisen haben - was zu diesem halbwegs wichtigen Amte taugt. Das aber bleibt unter uns, liebes Tagebuch. ...
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Aus dem Tagebuch - 1993 - 1998 Dessauer Jahre
Lieber Freund,
da die Sache mit der merkwürdig verkannten Treuhandsgeschichte mir nicht mehr geheuer ist, schweig ich fein still und versuch's lieber mal wieder mit Gärtnerin und Landschaftsgestaltung.
Heute habe ich eine Kulturstiftung namens Förderverein des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches e.V. mitbegründet, die die landschaftlich historische Anlage mit Geldern versorgen soll. Das Dessauer Gartenreich ist aus der 1918 von Joachim Ernst von Anhalt gegründeten und zunächst nach ihm benannten Stiftung* hervorgegangen ...
(*Anmerkung: Diese Stiftung wurde 1994 wiederbelebt. Später nennt sich der Förderverein “Gesellschaft der Freunde des Dessau-Wörlitzer Anlagen e.V.”)
Organe der Stiftung sind natürlich das Kuratorium und der Vorstand - also ich. Das Kuratorium beschließt vor allem grundsätzliche Angelegenheiten der Stiftung. Dazu zählen die Feststellung des Haushaltsplanes, die Verwendung von öffentlichen Mitteln oder die Ernennung des Vorstandes. Vorstandsvorsitzender im Jahr 1993 wurde selbstverständlich und gebührend meine eigene Person, was sonst?
Gratuliere mir, liebstes Tagebuch, zu diesem großen Erfolg...
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Aus dem Tagebuch - 1982-1989 Gifhorner Jahre
Hallo Tagebuch,
ein beswingter Gruß Dir, das mir immer ein mildgestimmtes Ohr leiht, wo andere mir nicht ganz so aufmerksam entgegen treten.
Wie bereits berichtet, bin ich zum Stadtdirektor der Stadt Gifhorn ernannt. Aber ehrlich - ich langweile mich hier zu Tode, jetzt wo ich alles allein tun kann und mir niemand ins Handwerk pfuscht. Die Opposition hier ist auch ziemlich langweilig und auch sonst gibt es kaum was tun für mich. Gähn!
Wie kann man hier Abhilfe schaffen?
Neulich kam mir eine blendende Idee, mein dröges Image wieder ein wenig aufzupeppen.
Da habe ich mal kurz überlegt und halte moderne und jugendliche Rhythmen für äußerst geeignet, mir ein wenig Anerkennung gerade bei unserer Jugend (auf die ich ja bereits in früherer Zeit so viel Wert gelegt und Hoffnung gesetzt habe) zu verschaffen. Deshalb bin ich auf die glanzvolle Idee gekommen, den Jazz-Club Gifhorn e.V. mit zu gründen. Da geht die Post ab!
Irgendjemand hat mir neulich schelmisch erzählt, das wäre eigentlich nicht direkt das, was man unter deutscher Musik und Förderung deutschen Kulturgutes verstünde. Macht nix - Hauptsache es ist nicht solche Negermusik.
Gerade einmal 2 Jahre bin ich jetzt in Gifhorn im Amt, das langweilt zudem. Mal sehen, vielleicht kann ich ja mal wieder eine Bewerbung aufsetzen. Werde mal nachgucken, wo ich mich als nächstes bewähren kann - hier habe ich ja fast alles erreicht. Hildesheim vielleicht? In Hildesheim dort könnte ich was Wildes sein - HA HA HA, war der gut! Da sage noch einer, ich hätte keinen Humor.
Mal sehen! Vielleicht auch ein neues Werk, ein Buch?
Tschüssi für heut'

1983 Gifhorn - immer noch!
Liebes Buch,
gerade einmal 2 Jahre im Amt, habe mich heut' für das Amt des Oberstadtdirektors in Hildesheim beworben. Ein Desaster, sage ich Dir!
Nein, nein, nicht meine Bewerbung und auch nicht meine Eloquenz. Dennoch musste ich nach Bekanntwerden meiner ehemaligen NPD-Mitgliedschaft leider meine Kandidatur zurückziehen. Man kann eben nicht immer Glück haben. Die Hildesheimer scheinen da penibler als die Gifhorner. So werde ich erstmal hier bleiben und sehen, wie ich anderswo weiterkomme. Es gibt ja in Niedersachsen noch mehr Städte, wo man einen wie mich verzweifelt sucht und gut gebrauchen kann...
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Aus dem Tagebuch - 1972-1981 Streifzüge durch die Provinz
Göttingen, 1972
Liebes Tagebuch,
hier bin ich wieder. Ach, soviel Ereignisse sind ins Land gegangen, über die ich Dir hier treulich berichten will.
1972 bin ich ja, wie Du bereits weißt, stellvertretender Kreisvorsitzender der JU (Jungen Union heißt es übrigens!) geworden. Auch hier erarbeitete ich mir schnell den Posten eines Vorsitzenden. Kurz darauf wurde ich sogar Pressesprecher des CDU-Kreisverbandes. Exorbitantes kann ich jedoch nicht berichten. Ich fühle mich jedoch, das sei Dir anvertraut, zu weitaus Höherem berufen.
Dein Vertrauter ...
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Aufgelesen 127
● Kapitalgenehme Krisenbewältigung
● Geisterstunde
● 90 Lehrerstellen ließen sich einsparen
● Steigende Mieten wegen Finanzkrise
● Immobilien: die nächste Bilanz-Bombe
● Conti: „Der Einbruch hat uns überrollt“
● AIG zahlt Managern Millionen-Zulagen
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Justiz-Skandal: 2009 arbeiten wie 1933 - Niedersachsen bedient sich des NS-Rechts
"Das Recht der Landessparkasse, Zwangsvollstreckungsanträge zu stellen, ergibt sich aus § 16 des Gesetzes für den Landesteil Oldenburg betreffend dies Landessparkasse zu Oldenburg vom 03.07.1933, dessen Absatz 2 noch heute Gültigkeit hat.", so heisst es im Eingangssatz des Schriftwechsel, ausgestellt durch die Landessparkasse zu Oldenburg.
Herr Günter E. Völker erläutert untenstehend in dem nun folgenden und veröffentlichten Dokument, warum dieses Gesetz keine Gültigkeit mehr hat.
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Aus dem Tagebuch - 1970: Parteiwechsel - und der Ätzard!
Liebes Tagebuch!
Verzeih', wenn ich dich längere Zeit warten ließ - ich hatte so viel zu tun in diesen bewegten Zeiten, so daß ich nur schwerlich Zeit erübirgen konnte, mich dir zu widmen.
Habe nun ein neues Refugium, selbst tapeziert und eingerichtet. Bin mächtig stolz auf mich. Die Kommilitonen oder -tanten tapezieren ihre Buden, wie sie sagen, lediglich mit großen Plakaten - Poster genannt. Da sind Persönlichkeiten aus dem Künstlermetier abgebildet, zuweilen auch solcher Art dargestellt, wo ich lieber heimlich hingucken möchte. Da kann man jedes Detail bis ins kleinste Raster hinein kaum übersehen. Weil ja Mutti öfter kommt, etwas aufräumt und mir Tee, Kekse und sonstiges, was ich brauche, vorbeibringt, habe ich mich für Gemälde und weniger bunte Darstellungen entschieden. Jedenfalls ist es recht gemütlich geworden in meiner kleinen Studentenbude.
Damenbesuch hatte ich bisher noch keinen! - (Nachtrag: Ich meine, außer Mutti natürlich!)
Wie bereits angedeutet, hat mein Zeitungsaufruf noch Hoffnung geborgen, die ich jedoch infolge UNSerer Wahlerfolge nun mehr und mehr verliere. Dabei gebe ich der Partei keinerlei Schuld - lag es eher an der Offenheit unseres Programmes und der alten Dickköpfe, die den Krieg und das Gestrige einfach nicht vergessen wollen.
Versteh' mich nicht falsch, liebes Buch, auch ich kann die uns durch die Ausländer und Alliierten entstandene Schmach nicht vergessen, sehe jedoch beim deutschen Volke, daß es die Schmach seines Tuns endlich so verinnerlicht hat, daß es wohl für unsere Partei-Ideen noch etwas zu früh ist. Die Deutschen wollen eben Frieden. Innerhalb kürzester Zeit ist meine Partei wieder aus allen Landes- und fast allen Kommunalparlamenten verschwunden und verliert derzeit Tausende ihrer Mitglieder. Diese mutlosen feigen Verräter glauben nicht mehr an den endlichen Sieg unserer Idee. Lediglich 2% sind für unsere Art, das zukünftige deutsche Schicksal zu gestalten. Wie kann man sich nur so kleinmütig entscheiden? ...
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Halts Maul und putz, du Sau! Wir müssen schließlich auch sparen ...
Komische Dinge tun sich gerade in Deutschland auf.
So stolperte ich über einen Blog¹, der es als "sozial" bezeichnet, wenn Schüler nun mehrmals wöchentlich zum Putzen verdonnert werden.
Hintergrund ist nicht etwa das Stärken sozialer Kontakte, sondern schlicht und ergreifend der Wille zum Sparen.
Die Stadtverwaltung Hildesheim ordnet zum 1. April - und es handelt sich hier leider nicht um einen April-Scherz - für 27 Schulen den Schülerputzdienst² an. Material, so heißt es, werde in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt. Frei nach dem Motto:
"In der DDR war nicht alles schlecht", sollen Schüler nun selbst den Besen schwingen.
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Zusätzliche Lehrkräfte und die verschwiegenen Probleme
Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung (CDU), kündigte es die vergangenen Tage bereits an. Kompetente Kräfte aus dem Handwerk und der Wirtschaft sollen in Schulen als zusätzliche Lehrkräfte - mit ein Grund: Lehrkräftemangel und dadurch bedingter Unterrichtsausfall - beschäftigt werden. Was bei Schavan noch wie ein unausgegorener und kurioser Gedankengang klingt, hat nun der Ministerpräsident von Niedersachsen umgesetzt. Christian Wulff (CDU) meint damit Probleme lösen zu wollen und die Teilzeitarbeit auflösen zu können.
Feuerwehrlehrer, Pensionäre sowie vorzeitig geprüfte Referendare sollen ab Sommer 2009 in Schulen eingesetzt werden - selbstverständlich bei voller Vergütung. Alle Beschlüsse zusammengefasst, soll dies für 2000 belegte Lehrerstellen sorgen, falls die Ziele erreicht werden.
Um die Lehrkräfte zusätzlich zu entlasten - anders kann man es nicht nennen -, sollen Hauptschüler der Klassen 9 und 10 zweimal pro Woche am Berufsschulunterricht teilnehmen.
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Stalinismus an niedersächsischen Schulen
Das System von Kritik und Selbstkritik wurde in der Sowjetunion der 1920er Jahre geschaffen. Vor allem Parteimitglieder waren angehalten, in regelmäßigen Abständen zu Sitzungen der „Kritik und Selbstkritik“ zusammenzukommen, deren Ergebnisse protokolliert wurden und auch zu Sanktionen führen konnten (Rückversetzung in den Status des Parteikandidaten, Pflicht zur gesellschaftlichen Arbeit, berufliche Nachteile). Berthold Unfried sieht dieses der öffentlichen Beichte verwandte Ritual als Konzept gegenseitiger Überwachung unter Gleichen.[1] Oft waren die Anklagen und Selbstbezichtigungen allerdings Inszenierungen von seiten einer höheren Instanz.
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Tradition verpflichtet: Kameradschaftspflege, geistige Verschmutzung und die Folter
So heißt es in der Einführung eines Artikels der NPD-Niedersachsen aus dem Jahre 2007 [1]. Und auch Andreas Molau [2][2a], Mitglied im Bundesvorstand der NPD und Vorsitzender der rechtsextremen "Gesellschaft für Freie Publizistik" [3], forderte Hoffmann per offenen Brief auf, sich an seine politischen Wurzeln zu erinnern.
Es geht um den, seit 2001 regierenden, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig: Gert Hoffmann.
Der Bezug zur NPD ist eindeutig. Hoffmann war, laut Wikipedia [4], von 1967 bis 1969 Mitglied der NPD, seit 1970 ist er Mitglied der CDU. Als die NPD 1969 den Einzug in den Bundestag nicht schaffte, kommentierte Hoffmann das Ergebnis in den „Deutschen Nachrichten“:
Die NPD muß nicht um ihrer selbst, sondern um des deutschen Volkes willen die Partei der denkenden und schaffenden Jugend werden ... Wir haben nur die erste 'Schlacht' verloren: Uns gehört die Zukunft - diese Gewißheit läßt auf unsere Stunde warten!
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Neues Versammlungsrecht: Offener Brief an die Niedersächsische FDP-Fraktion
Offener Brief an die FDP-Fraktion im Niedersächsischen Landtag
Sehr geehrter Herr Jörg Bode,
sehr geehrter Herr Philipp Rösler,
sehr geehrte Damen und Herren,
als Teil der Niedersächsischen CDU-FDP-Landesregierung werden Sie in nächster Zukunft ein neues Versammlungsgesetz für unser Land in den Landtag einbringen.
Anlässlich Ihres diesjährigen Neujahrsempfangs möchten wir, die Ortsgruppe Hannover des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung, Sie noch ein weiteres mal ausdrücklich darum bitten, für einen verfassungsgerechten und grundrechtswahrenden Gesetzesentwurf zu sorgen und diesen baldmöglichst der Öffentlichkeit zur Diskussion zur Verfügung zu stellen.
Wir wählen hierzu die Form eines Offenen Briefes, weil die Veröffentlichung dieses Entwurfes noch immer nicht erfolgt ist, obwohl das Gesetzgebungsverfahren laut Angaben unseres Niedersächsischen Innenministers Uwe Schünemann bereits in diesem Monat begonnen werden soll.
Uns liegt ein Entwurf zu diesem Gesetz vor, bei dem es sich allerdings nicht um eine offizielle Veröffentlichung der Landesregierung handelt. Darum wissen wir nicht, ob er der Gesetzesentwurf Ihrer Koalition ist. Es sieht allerdings danach aus, denn der Entwurf ähnelt in vielen Punkten den bereits verabschiedeten Landesgesetzen von Bayern und Baden-Württemberg.
Mit diesem Gesetzesentwurf wird die unrühmliche Serie der bisherigen Landesgesetzgebungsverfahren von Bayern über Baden-Württemberg bis nach Niedersachsen fortgesetzt.
Die FDP Niedersachsen würde - falls dieser Entwurf Gesetzeskraft erlangt - dann in vielen Punkten der Verfassungsklage gegen das bayrische Versammlungsrecht blanken Hohn spotten und Ihrer bayrischen FDP-Landespartei in den Rücken fallen, die eine der vielen KlägerInnen dieser Verfassungsklage ist.
Es ist im juristischen Kreise unstrittig, dass die Neuordnung des Versammlungsrechts auf Länderebene nicht zu einer simplen Übernahme des ansonsten und zuvor gültigen "Bundes-"Versammlungsgesetzes (Gesetz über Versammlungen und Aufzüge vom 24.7.1953, zuletzt geändert am 15.11.1978) führen sollte, sondern dass die zwischenzeitlich zahlreich erfolgten Rechtsprechungen (z. B. den Brokdorf-Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 14. Mai 1985) eingeflochten werden sollten.
Der uns vorliegende Entwurf geht allerdings weit darüber hinaus und führt zu einer - aus unserer Sicht nicht
verfassungskonformen - Beeinträchtigung der Versammlungsfreiheit in seinem Wesensgehalt.
Dieser Gesetzesvorschlag ist nicht versammlungs- sondern behördenfreundlich und interpretiert das Versammlungsrecht als reines Polizei- und Ordnungsrecht unter Eingriffsgesichtspunkten fehl.
Diese Behauptung möchten wir im folgenden konkretisieren:
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Jugendgewalt: Einige schlagen anders als Andere
Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) ist mit der Unterstützung der IMK für die niedersächsischen Anträge hoch zufrieden.
„Meine Forderung, beim Thema Jugendgewalt eine separate Erfassung junger Migranten in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik vorzunehmen, wird umgesetzt. Um eine bessere Vergleichbarkeit unter den Ländern herzustellen, sollen in der Erprobungsphase gemeinsame Kriterien entwickelt werden. Dies betrifft insbesondere das Merkmal Migrationshintergund.”
Die separate Erfassung sei notwendig, weil hierdurch gezieltere Präventionsmaßnahmen gegen Jugendgewalt möglich würden.
Gezieltere Präventionsmaßnahmen durch Unterscheidungen von Ethnien. Darauf wies Roland Koch, Hessens Ministerpräsident, bereits zu den Landtagswahlen anfang des Jahres hin. Nun steht die Innenministerkonferenz (IMK) hinter ihm und Schünemann.
Sticht ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund eigentlich anders zu als ein Jugendlicher ohne Migrationshintergrund?
Der König von Conti gegen die eiserne Gräfin der Wälzlager
Wenn man Maria-Elisabeth Schaeffler mit zwei Worten beschreiben sollte, dann wäre "fürchterlich effizient" wohl genau die richtige Beschreibung. Zu Manfred Wennemer käme man dann schnell auf den "eitlen Pfennigfuchser". Natürlich sind solche Betrachtungen immer etwas kurz gegriffen. ["Der König von Conti gegen die eiserne Gräfin der Wälzlager" mehr »]


















