Normalerweise hört man ja selten etwas vom Organhandel was vor allem daran liegt, dass in einigen sehr armen Ländern Gesundheitsprogramme aufgelegt wurden, die vor allem der Erfassung der Daten potentieller Spender dienen, bei denen ein Verschwinden nicht auffällt. Tritt irgendwo in der reichen Welt ein Fall ein wo ein Spende benötigt und das notwendige Geld bereitgestellt wird, kommt es zum Geschäft. Die für den Spender beste Variante ist, wenn wirklich nur eine Niere oder ein Teil der Leber entnommen wird.
Schlechter sieht es aus wenn mehrere Organe benötigt werden oder das Organ nur einmal vorkommt. Dann muss eine Werteabschätzung vorgenommen werden, die meist nicht zum Wohle des Armen ausgeht. Von solchen Fällen hören wir hier aber nur ganz selten.
Aber selbst schief gegangener Organhandel mit Nieren wird kaum kommuniziert, wobei
Fälle wie dieser natürlich häufiger vorkommen dürften:
Student verkauft Niere und stirbt nach Operation
Beim Blutspenden in Ho-Chi-Minh-City hatte der Student eine Frau kennengelernt, die ihm umgerechnet knapp 2000 Euro für eine Niere bot. Der 22-Jährige willigte sein und fuhr mit der Vermittlerin in die chinesische Millionenmetropole Guangzhou.
Bei der Operation Anfang Dezember soll es dann zu Komplikationen gekommen sein, berichtete ein Sprecher des Volkskomitees am Montag. To Cong Luan war zunächst gelähmt, dann verschlechterte sich sein Gesundheitszustand rapide. Was die Ursache dafür war, ist bisher ungeklärt.
Im April wurde der Student in ein Krankenhaus in Vietnam verlegt - doch die Ärzte sahen zu diesem Zeitpunkt schon keine Heilungschancen mehr. Die Eltern holten den jungen Mann schließlich nach Hause, wo er am Sonntag starb.
Das ist eben dritte Welt. Vietnam, China. Tragisch aber, nicht zu ändern. Das mag in dieser Sekunde ja auch noch stimmen, aber die Weichen sind auch bei uns schon lange gestellt. Die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten aus der INSM, die zur Zeit alles daran setzen, sämtliche solidarischen Versicherungssysteme in Deutschland zu ruinieren und dabei tatkräftig von der CDU, FDP und der SPD unterstützt werden, sind schon lange einen Schritt weiter.
So forderte Prof. Peter Oberender im Auftrag der INSM schon im
"Spiegel Online" vom 12.05.2004:
Jeder Mensch soll aus freien Erwägungen entscheiden, ob die Vorteile eines Organkaufs oder -verkaufs für ihn in einem opportunen Verhältnis zu den möglichen Nachteilen stehen.
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Natürlich wird es sich nicht vermeiden lassen, dass Organe oft aus ärmeren Ländern stammen, wo Menschen durch ihre Lebensumstände eher bereit sind, zur Lösung ihrer existenziellen Probleme ein Organ zu verkaufen, als in reichen Industrieländern.
Damit sie auch aus den reichen Industrieländern möglichst viele Spenden bekommen, versuchen sie ja hier in Deutschland die Situation so zu verschlechtern das die Menschen keine Wahl mehr haben. Die
Methode ist ja bekannt.
Dann stehen die Neoliberalen an den Rampen unserer Zeit und sortieren. Arbeitsfähig, darf erwachsen werden, Organspender. Natürlich alles unter völliger Berücksichtigung des freien Willens.
"Schau mal mein Junge, ihr seid vier Brüder und zwei Schwestern zuhause. Die Schwestern können wir für den Sex gebrauchen, zwei deiner Brüder arbeiten, aber der Dritte hat Kinder und wie du keine Arbeit und da ist auch noch deine Mutter. Sei ein guter Junge opfere du dich für sie. Wir legen für das jüngste Kind deines Bruders auch noch zwei Lebensjahre oben drauf."
Natürlich wird der Junge sich freiwillig entscheiden, weil sonst alle nichts zu essen mehr bekämen. Zumindest schafft es dieses System uns gesunde Eliten zu bewahren, die nicht einmal mehr auf ihren eigenen Körper Rücksicht nehmen müssen, nachdem sie die Verantwortung für sich und ihre Taten schon lange abgelegt haben.
Oberender ist Mitglied der Bayerischen Bioethik-Kommission. Das sagt sehr viel über Bayern aus aber es macht klar welche Gefahr Deutschland von solchen Menschen und ihren Vorgesetzten bei der INSM droht.
Die Selektion von Menschen in brauchbare und unbrauchbare ist ein wichtiges Werkzeug der INSM und der gesamten neoliberalen, wirtschaftsfaschistischen Bewegung. Selbstverständlich ist das was die betreiben Faschismus. Sie grenzen heute nicht mehr die Juden, Zigeuner, Kommunisten, Schwule und Sozialisten aus, sondern teilen gleich in Lebenstüchtig, sprich zu ihrer Profitvermehrung zu gebrauchen oder Lebenuntauglich, also Gegner ihrer faschistischen Lehre, Kranke und Arme.
Natürlich würde ich heute nicht mehr von Faschismus schreiben, denn es ist Wirtschaftsfaschismus, was für die Opfer aber völlig gleichgültig ist. Ich selbst bin übrigens Organspender auch wenn nicht mehr viel an mir funktioniert, weshalb ich für mich einen solchen Aufwand wie eine Transplantation ablehnen würde. Das hängt auch damit zusammen, das ich meinen Lebensstil selbstbestimmt gewählt habe und meinen Spaß damit hatte. Deshalb habe ich auch die Folgen zu tragen.
Die Folgen des eigenen Handelns zu tragen ist aber genau das was die Neoliberalen nicht wollen. Egal ob sie Mohn/Bertelsmann, Pierer, Ackermann, Kannegiesser heißen für den BDI, BDA, DIHK oder die INSM und andere Buchstabenkombinationen arbeiten. Sie kennen keine Verantwortung und keine Pflicht.