Aufgelesen und kommentiert 2011-01-30
FDP rudert zurück: Doch höhere Hartz-IV-Sätze?
Sanktionen gegen Schwangere: Aktive Eugenik aus dem Jobcenter
Statistisches Bundesamt: Tariflöhne 2010 weniger als 0,5 Prozent gestiegen
Paketdienste: Der neue Trend der Lohndrücker
ARD-Doku: Notstand im Altenpflegeheim
Interview der Woche: Gregor Gysi im Gespräch
Ungleichheit wird nur von denen verteidigt, die davon profitieren
Der Kapitalismus unterm permanenten Rettungsschirm
Amnesty International: "Wir erleben eine Renaissance der Menschenrechte"
Wahltag ist Zahltag: Massenprotest gegen Stuttgart 21
Brandenburg: LINKE-Minister Christoffers genehmigt CO2-Verpressung - Bürger fassungslos
Verbraucherschutzministerin Aigner (CSU) will Zulassungshürden für Pestizide senken
Verbraucherschutzministerin Aigner (CSU) ernennt Industrielobbyisten zum Staatssekretär
Hessen: Schwarz/Gelbe Schulreform erlaubt Leiharbeiter im Unterricht
Eine Partei zur Entmachtung der Parteien
Schwarz/Gelb/Linke Konstellationen in Westdeutschland
Providerverband eco gegen Vorratsdatenspeicherung light
Offener Brief der Stammbesatzung der Gorch Fock
Ägypten: Ist jetzt der Tourismus in Gefahr? ["Aufgelesen und kommentiert 2011-01-30" mehr »]
Unappetitlich
Dieser Tage regen sich die Deutschen mal wieder über Raucher und Nichtraucher auf. Für mich.. nur eine Posse. Eine Komödie a la Dante, dazu nicht einmal al dente.
["Unappetitlich" mehr »]
BAYER ist humanitär und wirtschaftsfördernd?
In regelmäßigen Abständen, so fern es öffentlich gemacht wird, beweist die Firma BAYER was sie unter Humanität und Wirtschaftsmanagement verstehen. Das dies nicht immer so ist wie wir uns das vielleicht vorstellen mag nicht verwundern, möglicherweise aber übel aufstoßen.
Beginnen wir jedoch mit Hintergründen aus dem letzten Jahrhundert.
Nach Firmenzusammenschlüssen entstand in den Jahren '25/'26 die I.G. Farbenindustrie AG (). In deren Aufsichtsrat der erste Vorsitzende Carl Duisberg von der BAYER AG seine Position inne hielt. Bis 1937 waren nahezu alle Direktoren der I.G. Farbenindustrie Mitglieder der NSDAP. Eine Tochtergesellschaft der Degussa AG und der I.G. Farben, die Deutsche Gesellschaft für Schädlingsbekämpfung (Degesch), vertrieb das Schädlingsbekämpfungsmittel Zyklon B, das in den Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau zum Massenmord eingesetzt wurde. Der starke Bedarf an Rohstoffen zur Kriegsführung, wie Synthetikkautschuk und -benzin, führte 1941 zur Errichtung einer großen Bunafabrik in Auschwitz. Die Finanzierungskosten in Höhe von ca. 1 Mrd. Reichsmark trug die I.G. Farben allein, um so Herr im eigenen Haus bleiben zu können. Für die Häftlinge, welche die Fabrik bauen mussten, wurde extra das Konzentrationslager Monowitz, Auschwitz III errichtet. Man ging eine unheilvolle Symbiose ein: Die SS war für die Verfügbarkeit und Bewachung der Gefangenen zuständig und die I.G. würde die Investitionen tätigen und das Baumaterial heranschaffen. Beim Bau und Betrieb dieser riesigen Fabrik, die eine Fläche von ungefähr 30 km² einnahm, ließen nach Schätzungen 20.000 bis 25.000 Menschen ihr Leben.
["BAYER ist humanitär und wirtschaftsfördernd?" mehr »]
Die Bienen sterben und der Landwirtschaftsminister schaut weg
Er wird wohl einen Grund haben, warum er die Ursachen des Bienensterbens nicht untersucht haben will. Denn Untersuchungen könnten ja ergeben, dass er selbst die Verantwortung dafür zu tragen hat, da er die Erkenntnisse der deutschen Behörden und den Hilfeschrei der österreichischen ImkerInnen bewusst ignoriert.
Als die Kärntner Imkerin Frau B. am 15. April dieses Jahres so wie jeden Tag ihre Bienenstöcke aufsuchte, war der Boden übersät mit hilflos zuckenden oder bereits leblosen Bienen. Bienen, die noch am Leben waren, wiesen klassische Vergiftungssymptome auf: vorgestreckter Rüssel, Orientierungslosigkeit und aggressives Verhalten.
Diese Symptome weckten bei Frau B. Erinnerungen an Bilder vom letztjährigen Bienensterben in Deutschland. Damals hatten die deutschen Behörden sehr schnell das Pestizid Clothianidin als Verursacher identifiziert. Frau B. informierte umgehend die zuständige Behörde, die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES. Diese ließ auch prompt Proben von toten Bienen zur Untersuchung abholen. Auf das Untersuchungsergebnis wartet Frau B. jedoch noch heute (bis Redaktionsschluss).
Weiter lesen: GLOBAL 2000
Info:
Wenn die Bienen verschwinden
[Comment] Frozen seeds – safeguarding global food supplies
Autor: HALLDÓR ÁSGRÍMSSON, Secretary General of the Nordic Council of Ministers and former Icelandic Prime Minister
published: 21.04.2009 @euobserver.com
EUOBSERVER / COMMENT - It is a fact that climate change poses a threat to food supplies, particularly in poorer parts of the world. We are at the same time dependent on rice, maize and other subsistence crops for our very survival, crops that are vulnerable to, amongst other things, desertification and flooding.
It is the responsibility of the developed world to combat this trend. The Nordic countries have put in place a range of measures to tackle the situation, including the creation of a global seed bank and efforts to promote similar gene banks in Africa and Central Asia.
One key Nordic objective is to safeguard global food supplies through the conservation and sustainable utilisation of genetic resources in agriculture.
The Nordic countries benefit from one of the most comprehensive systems of regional partnership anywhere in the world. Official co-operation between Finland, Sweden, Denmark, Norway, Iceland and the autonomous territories of Åland, Greenland and the Faroe Islands, dates back to the 1950s. The Nordic Council of Ministers serves as the official body for inter-governmental co-operation and the Nordic Council as the official body for inter-parliamentary co-operation. The initial focus was on integration – the Nordic countries have had a passport union for over half a century. Nordic citizens were entitled to move freely between countries to work or study long before the EU adopted similar principles.
["[Comment] Frozen seeds – safeguarding global food supplies" mehr »]
Letzter Ausweg: Samenbank
Artikel aus dem Jahre 2008 - zur Sicherung wiederveröffentlicht auf Duckhome
Der Titel mag anmuten es handle sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Artikel über Künstliche Befruchtung im Rahmen verschiedener Schwangerschaftskonflikte. Dass mit Samenbanken längst nicht nur menschliche Eizellen aufbewahrt und reproduziert werden zeigte uns das Projekt „Arche Noah“. Zumindest ist es unter diesem Namen weit verbreitet. Allerdings handelt es sich dabei nicht um ein Holzschiff biblischen Ausmaßes, sondern um einen Tresor mitten in Spitzbergen, der unter Permafrost sämtliches Saatgut von Nutzpflanzen beherbergen wird. Ein Tresor des Jüngsten Gerichts sozusagen.
["Letzter Ausweg: Samenbank" mehr »]
US-Kongress untersucht tödlichen Störfall bei BAYER
Presse Information vom 2. April 2009, Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.
Tödlicher Störfall bei BAYER: Untersuchung im US-Kongress
Strafe wegen schwerer Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen / Bhopal-Chemikalien in großer Menge gelagert / frühzeitige Warnungen / BAYER will Untersuchungen verhindern
Das Energy and Commerce Committee des US-Kongresses wird am 21. April die Sicherheitslage im BAYER-Werk Institute untersuchen. Das Hearing wird sich besonders mit dem schweren Störfall im vergangenen August beschäftigen, bei dem zwei Mitarbeiter starben und Tausende Anwohner gefährdet wurden. Zwei Tage später ist zum selben Thema eine Anhörung der staatlichen Behörde Chemical Safety Board geplant. Die BAYER AG hatte zunächst versucht, eine öffentliche Aufklärung der Katastrophe mit Hinweis auf Anti-Terror-Gesetze zu verhindern.
Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren: „Es ist höchst ungewöhnlich, dass sich der US-Kongress mit den Sicherheitsproblemen eines einzelnen Werks befasst. Dies ist aber angesichts der hohen Risiken, die von den Giftgas-Tanks in der Fabrik ausgehen, mehr als angemessen.“ Die Sicherheitslage in dem Werk im Bundesstaat West Virginia steht seit Jahrzehnten in der Kritik. „Nirgendwo in den USA werden größere Mengen der tödlichen Chemikalie Methyl Isocyanat (MIC) produziert und gelagert als in Institute. Wir verurteilen den Versuch von BAYER, die Untersuchungen mit juristischen Tricks zu verhindern“, so Mimkes weiter.
["US-Kongress untersucht tödlichen Störfall bei BAYER" mehr »]
Experiment: Lebewesen
Nach dem nun gestern - am 25. März - Molekularbiologen der Technischen Universität München der Presse die Information über eine neue Studie zur gefahrlosen Nutzung (nur 25 Monate Genmais-Fütterung und schon eine "Langzeit-Studie") durch gentechnisch modifizierten Mais aus dem Hause Monsanto, wissenschaftlich, unterjubelten, wird es Zeit noch einmal auf die Gefahren hinzuweisen die bei der Studie wissentlich ausgeblendet werden. Greenpeace.ch hat dazu einen Film entworfen:
Ein Danke nach Hamburg zu http://greenpeace.de
Die Arche für Pflanzen: 53.000 Pflanzenarten in Sicherheit - offene Fragen
(n-tv.de)
Mit einer der größten biologischen Rettungsaktionen sollen 100.000 bedrohte Getreide-, Gemüse- oder Fruchtarten bewahrt werden. Die Aktion ist nach Angaben ihrer Initiatoren bislang erfolgreich, denn mehr als die Hälfte der Arten sei schon eingelagert.
Weiter heißt es:
Ziel der Aktion ist, die Samen von allen bedrohten Nutzpflanzen so zu lagern, dass sie künftigen Generationen trotz veränderter Klima- und Umweltbedingungen bei Bedarf zur Verfügung stehen.
Man lasse sich das besagte Ziel auf der Zunge zergehen!
Es handelt sich um einen Einlagerungsprozess. Bei Bedarf soll das gelagerte Pflanzengut trotz veränderter Klima- und Umweltbedingungen wieder ausgebracht werden. Zwei Fragen stellen sich:
["Die Arche für Pflanzen: 53.000 Pflanzenarten in Sicherheit - ... »]
Pestizideinsatz: mutierte Fische mit zwei Köpfen
Gemeinsame Pressemitteilung
Rettet den Regenwald e.V.
Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V.
Pestizideinsatz: mutierte Fische mit zwei Köpfen
Bayer-Pestizide für Vergiftungen verantwortlich / Kritiker fordern Verkaufs-Stopp von Endosulfan
Berlin und Düsseldorf, 22. Januar 2009 - Im australischen Fluss Noosa werden Millionen deformierter Fische mit zwei Köpfen beobachtet. Nach dem Schlüpfen sterben die Fischlarven innerhalb von 48 Stunden, berichtet der auf Fische spezialisierte Veterinärmediziner Dr. Matt Landos. Eine Zuchtfarm allein verlor mehrere Millionen Larven.
Als Auslöser der Mutationen stehen Pestizide in Verdacht, die auf einer angrenzenden Macadamianuss-Plantage versprüht werden. Namentlich nennt Landos das Insektizid Endosulfan und das Fungizid Carbendazim, beide im Sortiment des Leverkusener Bayer-Konzerns. Bereits geringste Konzentrationen der Pestizide rufen Schäden des Hormonsystems sowie Entwicklungsstörungen bei Embryonen hervor, wie in Studien nachgewiesen wurde.
Endosulfan gehört zu den giftigsten Insektiziden, die sich weltweit auf dem Markt befinden. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, in mehr als fünfzig Ländern ist der Wirkstoff daher verboten. In Deutschland besitzt Endosulfan seit 1991 keine Zulassung mehr. Der Bayer-Konzern produziert Endosulfan jedoch weiterhin und exportiert es weltweit. Häufig wird das Pestizid (Bayer-Handelsnamen: MALIX, PHASER, THIODAN) gegen Insekten im Baumwollanbau eingesetzt. Allein im kleinen westafrikanischen Land Benin führte der Endosulfan-Einsatz innerhalb von zwei Jahren zu 348 Vergiftungen und 50 Todesfällen. In Indien starben im vergangenen November fünf Schüler, nachdem sie Endosulfan-vergiftete Milch getrunken hatten.
Nach Angaben lokaler Fischer sollen die Bestände im australischen Noosa-Fluss dramatisch zurückgegangen sein, seitdem sich in den neunziger Jahren Macadamia-Plantagen in der Gegend angesiedelt haben. Das staatliche Industrie- und Fischereiamt (DPI & F) untersucht den Fall.
„Bei Fischen und Amphibien ist seit Jahren ein weltweiter dramatischen Rückgang der Bestände bis hin zum Artensterben zu beobachten, die nach verschiedenen wissenschaftlichen Studien auf Pestizide zurückgeführt werden,“ erklärt Klaus Schenck vom Verein Rettet den Regenwald. Den VerbrauchernInnen in Deutschland wird empfohlen, mit Endosulfan behandelte Produkte wie die australischen Macadamia-Nüsse NICHT zu kaufen.
Rettet den Regenwald und die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordern Bayer auf, Produktion und Verkauf von Endosulfan endlich einzustellen. „Eine gefahrlose Anwendung von hochgefährlichen Pestiziden ist prinzipiell nicht möglich, besonders unter Armutsbedingungen“, so Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren.
Rund 10 Tonnen Endosulfan waren auch an Bord der am 22. Juni 2008 gesunkenen Fähre Princess of the Stars, die vor der philippinischen Insel Sibuyan in einen Taifun geriet und sank.
Studien zeigen, dass Endosulfan extrem toxisch ist und direkt auf das zentrale Nervensystem wirkt. In Tierexperimenten wurden Störungen der Bewegungskoordination und epilepsieartige Krämpfe hervorgerufen. Auch Leber- und Nierenschäden sowie Erblindungen sowie Schädigungen der Haut und Schleimhäute wurden festgestellt. Die chronischen Auswirkungen auf Menschen, die lange Zeit geringen Endosulfandosen ausgesetzt waren, umfassen einen Einfluss auf die Fortpflanzungsorgane, Fehlfunktionen der männlichen Geschlechtsorgane, sowie ein stärkeres Wachstum von Brust- und Prostatakrebszellen.
Weitere Informationen:
·
Artikel
Sky News (Australien): Two-Headed Fish Found In Australia Sparks Fears Of Chemical
Contamination
·
Kampagne
Stop Endosulfan: www.cbgnetwork.org/2574.html
·
PAN-Informationen
zu Endosulfan: www.pan-germany.org/download/fs_bw_endosulfan.pdf
Kontakt:
Klaus
Schenck, Rettet den Regenwald e.V., Büro Berlin; Tel.: 030-51 73 68 79; berlin@regenwald.org
Philipp
Mimkes, Coordination gegen BAYER-Gefahren; 0211 – 333 911, CBGnetwork@aol.com
Pestizide: Die miesesten Trauben gibt es in Deutschland

© Greenpeace
Laut einer Pressemeldung seitens Greenpeace sind Tafeltrauben in Deutschland am stärksten mit Pestiziden belastet. In 43 Prozent der hier getesteten Trauben seien die Werte so hoch, dass sie von Greenpeace als «nicht empfehlenswert» eingestuft werden. Das seien mehr als doppelt so viele wie etwa in Holland, berichtete der Chemieexperte der Organisation, Manfred Krautter, in Hamburg.
Die Pestizid-Belastungen seien teils so hoch, dass gerade bei Kindern Gesundheitsschäden möglich sind.





















