Mohn/Bertelsmann hat sein Ziel erreicht
Wahrscheinlich haben in Gütersloh die Sektkorken geknallt als die Nachricht über die Ticker lief, das Deutschland immer weniger Studenten hat. Von 2002 hat sich die Zahl derer die mit Hochschulreife die Schule verlassen und nicht studieren von 27 auf 32 Prozent in 2006 erhöht und die Tendenz ist steigend. Die Familie Mohn, die Bertelsmannstiftung, die verkommenen Wissenschaftler und gekauften Politiker haben ihr Ziel erreicht.
Die jungen Leute haben Angst davor sich für ein Studium zu verschulden, sich für die Studiengebühren in die Rachen der Kredithaie zu begeben und für das Bafög ein Leben lang zahlen zu müssen, während die Familie Mohn ihren eigenen Kindern sogar den vollständigen wirtschaftlichen Mißerfolg mit Steuermitteln, durch eine völlig ahnungslos,e aber dafür um so willigere Kanzlerin Merkel, finanzieren lässt. ["Mohn/Bertelsmann hat sein Ziel erreicht" mehr »]
Heidenreich vom ZDF gefeuert
Man darf ruhig laut und deutlich sagen, dass Elke Heidenreich im Lauf der Jahre viel von ihrem Charme und Charisma verloren hat. Sicherlich ist es auch nicht einfach in einer solchen Anstalt wie dem ZDF mit einem halbwegs intelligenten Thema und so komischen Dingen wie Büchern seinen Sendeplatz zu verteidigen. Denn außer Schleichwerbung und einer geistigen Wassertiefe von 2 Millimetern wird ja dort seit Jahren nichts mehr geboten.
In der freien Wirtschaft hätte sich das Thema Öffentlich Rechtliche aber vor allem des Zentralen Demenz Fernsehens längst erledigt. Da die Vögel aber mit Gewalt, Nötigung und schierer Erpressung ihre Kohle beim Bürger abzocken dürfen ist dagegen nur dann etwas zu machen, wenn man die Politiker feuert die diese Abzocke unterstützen. ["Heidenreich vom ZDF gefeuert" mehr »]
Springer will neuen Müll in Berlin abwerfen
Wie heute bei turi2.de zu lesen war, plant der Springerkonzern nun doch eine Gratiszeitung, als zusätzlichen Müll, in den Berliner Briefkästen verteilen zu lassen. ["Springer will neuen Müll in Berlin abwerfen" mehr »]
Aufgelesen: 75
• Slow Shave
• Die Telefongespräche aus den Flugzeugen haben nie stattgefunden
• Das hätte ich auch noch gekonnt
• Das Kugelschreiberrätsel
• ARD-Tagesschau im Info-Krieg ["Aufgelesen: 75" mehr »]
Mohn/Bertelsmann lügt sich die SPD zurecht
Das Verfahren als dreist zu bezeichnen, wäre die Untertreibung des Jahrtausends. Nach dem das Forsa-Institut im Auftrage der Familie Mohn, die SPD systematisch herruntergeschrieben hatte und das Mietmaul Manfred Güllner, Woche für Woche in allen Medien der Famile Mohn, das als Meinung der Deutschen zum Besten gab, was den Wünschen der Familie Mohn entsprach, war die Zielrichtung ja schon lange klar, genau wie die Methode. ["Mohn/Bertelsmann lügt sich die SPD zurecht" mehr »]
Totholzfantasien von Matthias Horx
Wenn man über Matthias Horx unbedingt etwas Gutes sagen will, dann fällt den meisten sofort ein, das er gnädigerweise seit 2005 nicht mehr für die "Die Achse des Guten" des mittlerweile nur noch peinlichen Henryk M. Broder schreibt. Wenn man Horx allerdings vernünftig bewerten will, dann geht das am leichtesten mit dem von im geprägten Satz: "Warum ich nicht an die Klimakatastrophe glaube".
["Totholzfantasien von Matthias Horx" mehr »]
Lycos: Christoph Mohn kann es einfach nicht
Jedes Quartal ist es das gleiche Trauerspiel. Die Firma Lycos meldet Verluste. Das gibt es bei vielen Firmen. Meist fehlt Eigenkapital, Know How oder einfach nur gute Beziehungen. All das ist aber bei Lycos eigentlich kein Problem. Der Chief Executive Officer (CEO) Christoph Mohn ist der Sohn von Reinhard Mohn. Seiner Familie gehört das Bertelsmannimperium, die üble Stiftung und faktisch die ganze Republik. ["Lycos: Christoph Mohn kann es einfach nicht" mehr »]
Die Mohn Bertelsmann Bundeswehr
Man merkt, dass die internationale Finanzkrise drückt. Bevor die Bürger wirklich merken, wie sehr der Neoliberalismus in seinem Privatisierungswahn und seiner totalen Verantwortungslosigkeit versagt hat, soll noch schnell die Ernte eingefahren werden. Bahnprivatisierung und Teilprivatisierung bei der Bundeswehr. ["Die Mohn Bertelsmann Bundeswehr" mehr »]
Die Zeitung stirbt nicht
Na prima, das freut einen denn dann auch. Eine Sorge weniger. Warum denkt man dabei nur unwillkürlich an das Pfeifen im Wald. Ja schlimmer noch man hört das Pfeifen und sieht niemanden. Selbst der Sinner der sonst doch immer zum Licht drängt, ist kaum zu sehen, dafür aber zu hören: ["Die Zeitung stirbt nicht" mehr »]
Degler täuscht Denken vor
Die Süddeutsche Zeitung folgt treu ihrem neoliberalen wirtschaftsfaschistische Propagandaauftrag und lässt Dieter Degler so tun als ob er denkt, was natürlich prompt in die Hose geht, weil ein Journalist heute nicht mehr denkt, sondern verkündet. Also verkündet er uns, das wir Depressionen haben:
Deutschland, deine Depressionen
Abstiegsangst, Kinder- und Altersarmut und ein Mittelstand in Sorge vor dem Abstieg ins Prekariat: Eines der reichsten Länder der Welt hat seinen Optimismus verloren.
..
Es ist verrückt: Die halbe Welt beneidet dieses Land um seinen Wohlstand, und die andere Hälfte, die USA vorneweg, um seine sozialen Sicherungssysteme. Ein amerikanischer Freund sagte mir kürzlich, wenn er in Deutschland sei, wünsche er sich manchmal, hier zu leben. Wenn er aber unsere Zeitungen lese, habe er das Gefühl, es würde über ein Drittweltland berichtet, für dessen Bürger man sammeln müsse.
Die soziale Depression ist deshalb auch ein Thema, für das wir Journalisten mitverantwortlich sind: Bad news are good news and good news are no news, lautet noch immer ein Mediengesetz. Abstiegs- und Verarmungsängste sind Themen, Aufstiegswünsche und Karriereträume eher nicht.
In dieser treudoofen Form ist der ganze Unsinn geschrieben, von einem der genau weiß wie sein Propagandaauftrag lautet. Machen wir es diesem neoliberalen Flachdenker ganz einfach:
Wenn zehn Leute zusammen zehn Äpfel besitzen,
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
dann bedeutet das nicht,
das jeder einen Apfel besitzt.
Es kann gut sein, das einer die zehn Äpfel besitzt
und alle anderen keinen Apfel.
Auf Deutschland übertragen bedeutet das:
Ein Einziger besitzt neun Äpfel,
während sich neun Andere um einen Apfel schlagen müssen.
Es ist nämlich völlig egal ob wir das reichste Land der Welt sind, oder einer von Deglers angeblichen Freunden uns beneidet. Wir sind nämlich in Minderheit bitter arm, so dass eine Teilnahme am sozialen Leben nicht mehr möglich ist, was zu einer Gefahr für die Gesellschaft zu werden droht. Gleichzeitig ist die große Mehrheit in der Gefahr all das zu verlieren was sie sich erarbeitet hat und spätestens im Alter in bitterste Armut abzurutschen.
All dies passiert während sich die zehn Prozent, die auch die Anzeigen in der Süddeutschen Zeitung schalten und damit Herrn Degler oder doch zumindest seine Texte kaufen, laufend ihre Spekulationsverluste aus den öffentlichen Kassen erstatten lassen, ihre Steuern hinterziehen und unsere Gesetze brechen. Da ist es auch bezeichnend, das uns Herr Degler in einwandfreiem Qualitätsjournalismus noch ein Bildchen von Frau Merkel auf die Seite schmiert, damit wir auch alle wissen wem wir es zu verdanken haben, das es uns so gut geht.
Es mag ja ärgerlich für Herrn Deglers Propagandaauftrag sein, das selbst so neoliberale und wirtschafsfaschistische Blättchen wie es unsere deutschen Printmedien praktisch alle sind, nicht immer an den Tatsachen vorbeikommen und auch ab und an mal darüber berichten. Sie berichten noch nicht einmal ein Prozent dessen was berichtet werden müsste und deshalb laufen ihnen die Leser weg.
Die Leute sind es nämlich leid sich von so Denkern wie Herrn Degler belügen zu lassen und dafür auch noch zu zahlen.
Gesammelte Gemeinheiten 12
Plansecur
Die Finanzberatungsgesellschaft Plansecur hat Prof. Dr. Norbert Walter als "Vordenker 2008" ausgezeichnet. Der Chef-Volkswirt der Deutsche Bank Gruppe nahm die Auszeichnung heute, Dienstag, beim Finanzforum Vordenken der Plansecur in Frankfurt entgegen. "Prof. Walter gebührt die Auszeichnung für sein bisheriges Lebenswerk. Er gestaltet seit Jahrzehnten den Diskurs um einen zukunftsorientierten Wirtschafts- und Lebensraum Deutschland maßgeblich mit und besitzt die Fähigkeit, demographische Entwicklungen vorzeitig zu erkennen. Zudem setzt er für mehr Nachhaltigkeit und Ethik in der Finanzwirtschaft klare Zeichen", sagte Plansecur-Geschäftsführer Johannes Sczepan bei der Verleihung.
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Prof. Dr. Walter dankte für die Auszeichnung. Er freue sich, als erster "Vordenker" ausgewählt worden zu sein. Gerade auch im Zusammenhang mit dieser Preisverleihung komme sein von Ludwig Erhard geprägtes Lebensmotto erneut zum Tragen: "Wenn ich für diese unsere Zeit einen Wunsch frei hätte, dann wäre es der, dass wirklich und endlich und endgültig die Zivilcourage wieder als ein Wert erkannt wird, für den es sich zu Leben lohnt!".
Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre es der, das sich irgendjemand die Namen der Beteiligten notiert hat, damit dieses Deutschland, wenn es wieder eine Justiz hat und nicht mehr vom neoliberalen Pack regiert wird, sich genau an dieser Namensliste abarbeiten kann.
Ich wünschte mir das wir dann Staatsanwälte und Richter hätten die mit ehrlichen Gesetzen das Gebaren dieser Truppen die sich gegenseitig in den Himmel loben, genau analysieren und dass wir dann saubere und ordentliche Gefängnisse für das Pack haben. Es ist unterträglich was sich dort feiert, während die Menschen in Deutschland nicht mehr ein noch aus wissen. Aber das ganze ist der Hochmut vor dem Fall.
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Zu den Aussichten auf einen militärischen Sieg in Afghanistan
Todesfalle Afghanistan
Die militärische Lage in Afghanistan selbst lässt sich am ehesten noch mit dem Wort katastrophal beschreiben. Die oben erwähnte Steigerung der Todeszahlen um mehr als 200% ist kein Ausreißer aus der Statistik. So lag 2005 mit 1,6 auf 1000 Soldaten zu 0,9 auf 1000 Soldaten die Quote an getöteten amerikanischen Truppen in Afghanistan deutlich höher als im Irak. Das mag man kaum glauben, wird Afghanistan in den deutschen Medien doch zumeist als befriedet, der Irak hingegen als Bürgerkriegsgebiet dargestellt. Doch die Zahlen im Bericht des US Institue of Peace sind nicht zu leugnen.
Nun sollte man doch erwarten, dass in einer solchen Region eingesetzten Truppen über eine halbwegs sichere Rückzugsstrategie verfügen. Doch für die deutschen Truppen gibt es so etwas nicht oder, wie Eckhart von Klaedan es ausdrückt: “Die einzige Rückzugsstrategie, die wir haben, ist unser Erfolg in Afghanistan.” Das klingt ein wenig wie die “Kein Schritt zurück”-Anweisung an die Soldaten der roten Armee im zweiten Weltkrieg. Da die Lage im Norden Afghanistans noch relativ ruhig ist, fällt es nicht auf, doch von Klaeden meinte mit seiner Aussage nur eines: Sieg oder Tod!
Noch ist eine solche Einstellung harmlos, weil die deutschen Truppen zur Zeit im Norden vor den Taliban sicher sind. Die usbekischen und tadjikischen Drogenbarone verhalten sich friedlich, solange sie unbehelligt Schlafmohn anbauen, Heroin herstellen und dieses dann ins Ausland veraufen können. Doch sich die Bundeswehr tatsächlich in Kämpfen gegen die Aufständischen wiederfindet, wird sich angesichts der oben angeführten Punkte die Erkenntnis aufzwingen, die schon Briten und den Russen akzeptieren mussten: Afghanistan ist kein Land zum Siegen, es ist ein Land zum Sterben. Aber dann ist es wohl bereits zu spät.
Das schöne an Kriegen ist allerdings dass es nie die Befehlhaber und ganz selten die Generalität oder andere Teile der militärischen Führung trifft. Andererseits ist es für viele Politiker ein extrem erhebendes Gefühl die Macht über Leben und Tod zu haben, vor Särgen stehen zu können und hinter der Leichenbittermiene für die Öffentlichkeit zu grinsen und sich immer wieder zu sagen "Den hab ich erledigt. Bin ich nicht mächtig!".
Kriege aus der Etappe sind immer schön. Vermutlich wird die Bundeswehr auch deshalb schlecht ausgestattet um sie an der unteren Grenze der Einsatzbereitschaft zu halten und vermutlich wird deshalb demnächst die Zahl der Soldaten in Afghanistan erheblich erweitert um das Vergnügen der Politiker zu stärken, aber um eben auch Arbeitsfähige aus dem Arbeitsmarkt zu nehmen. Tote Arbeitslose wollen kein Hartz IV. Ein einmaliger Sarg ist eben deutlich billiger. Es ist Kalkül. Geplanter Mord. Egal was sie erzählen.
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Struck wirft CSU koalitionswidriges Verhalten vor
"Ich weiß nur, dass Erwin Huber im Grund sich völlig koalitionswidrig verhält, wenn er jetzt mit dieser Pendlerpauschale versucht, seine marode CSU im Landtagswahlkampf irgendwie nach oben zu bringen", sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck am Mittwoch im Deutschlandfunk. Wenn die alte Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer wieder eingeführt würde, müssten 2,5 Milliarden Euro zusätzlich mobilisiert werden.
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Struck räumte ein: "Ich persönlich glaube auch schon, es wäre wahrscheinlich ein bisschen fairer, wenn wir es schon ab dem ersten Kilometer machen würden."
Natürlich ist Wahlkampf und selbstverständlich wird gerade jetzt von den Politikern noch mehr gelogen und betrogen als sonst. Aber die Aussage des Herrn Struck, dem wir unsere Teilnahme am Krieg für den Drogenhandel in Afghanistan verdanken, würde man in einem demokratischen Staat als die eines besonders fiesen Arschlochs bezeichnen, was ich mir natürlich in Deutschland nicht erlauben kann, da der Herr dann sofort und erfolgreich beleidigt wäre.
Man muss ich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Er und sein mit ihm regierendes Pack verlangt vom Arbeitnehmer jede nur denkbare Art von Mobiliät. "Und sei der Job auch noch so klein, der Knecht der muss beweglich sein." Der Knecht soll nicht verdienen sondern arbeiten. Zur gleichen Zeit lassen sich die Strucks, Gabriels und wie sie auch alles heißen selbst zum Scheißhaus mit der Limousine und zwei Bewachungsfahrzeugen karren oder wenn möglich mit Hubschrauber und Flugzeug. Selbstverständlich auf Kosten der Steuerzahler. Das gleiche gilt für jeden Manager und Funktionär. All das findet Struck gut, tröstet aber die blöden Arbeitnehmer damit, das es unfair sei und sagt implizit das man da nichts machen kann. Dann grinst er höhnisch und tritt laut lachend ab.
Es ist gut das man in Deutschland so gut wie nichts mehr sagen darf. Das was ich Herrn Struck an Beschimpfungen zu sagen hätte, würde wahrscheinlich wochenlang bis zu meinem Tod durch völlige Erschöpfung dauern. Außerdem verspüre ich dauernd so ein Jucken in meinen Fäusten. Was widert mich dieses Pack an.
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Draghi (EZB) - Finanzkrise könnte sich noch verschärfen
EZB-Ratsmitglied Mario Draghi sagte am Mittwoch in Amsterdam laut Redetext: "Die Dinge können noch schlimmer werden."
Man könne noch nicht sagen, dass die Finanzkrise abflaue. Es gebe ernste Sorgen hinsichtlich der Qualität von Finanzanlagen im Werte von Billionen von US-Dollar, sagte der Chef der italienischen Notenbank, der zugleich auch der Vorsitzende des Forums für Finanzstabilität ist. Die in den vergangenen Jahren immer stärker in Mode gekommenen Finanzinnovationen seien ein "zweischneidiges Schwert". Falsch eingesetzt könnten sie "finanzielle Verwüstungen" anrichten.
Draghi räumte ein, auch die Zentralbanken selbst müssten ihre Lehren aus der Krise ziehen. So hätte etwa das niedrige Zinsniveau der vergangenen Jahre zum Entstehen der Krise beigetragen. "In der neuen Landschaft der Finanzmärkte hat Geldpolitik eine Stabilitäts-Dimension, die die Zentralbanken einfach nicht länger ignorieren können." Aus diesem Grund sei etwa das Wachstum der Geld- und Kreditmengen permanent im Auge zu behalten.
Was der gut Herr Draghi eigentlich sagen gemusst hätte, aber angesichts der wirklichen Machtverhältnisse sich einfach nicht zu sagen traut, ist das die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten es geschafft haben durch das Auflegen immer neuer Anlageformen ohne Wert, die Geldmenge zu beeinflussen und damit den inneren Wert des Geld auszuhöhlen. Diese kriminellen Vereinigungen können allerdings nicht verfolgt werden, weil die Politiker die für entsprechende Gesetze zuständig wären, selbst gekauft wurden.
Das sich diese Krise zunächst im wesentlichen im Dollar und mittlerweile im englischen Pfund abspielt, liegt nur daran, das es dort überhaupt keine Gesetze mehr gibt und Fehlentscheidungen viel schneller greifen. Die Uneinigkeit der EU und die innere Zerrissenheit der Euro-Zone haben einen großen Teil verhindert, allerdings dürften auch hier noch einige große Überraschungen warten.
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Tausend unentdeckte Morde
Mindestens 1200, bis zu 2400 Tötungsdelikte pro Jahr werden niemals als solche erkannt - die Zahl der Morde in Deutschland ist mehr als doppelt so hoch, wie bislang angenommen. Rechtsmediziner Wolfgang Eisenmenger erklärt, woher das kommt.
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Und jetzt muss man sich erst mal in einer stillen Minute den Vergleich vor Augen halten: Während wir über 1200 bis 2400 unentdeckte Morde diskutieren, werden in Deutschland pro Jahr nur 1000 Morde entdeckt. Das heißt, in Wirklichkeit werden mehr als doppelt so viele Menschen ermordet wie bislang immer angenommen. Womöglich kommt auf jeden bekannt gewordenen Mord ein unentdeckter.
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Zum einen liegt das an solchen Staatsanwälten, die ungern eine Obduktion anordnen. Und solange von den Juristen nichts kommt, dürfen wir Mediziner die Leiche nicht öffnen. Zum anderen liegt die Schuld auch bei den Ärzten selbst. Manche von ihnen stellen viel zu schnell Totenscheine aus, ohne den Verstorbenen eingehend zu untersuchen.
atürlich ist es wie alles in Deutschland vor allem ein finanzielles Problem. Hätten wir eine amtliche Leichenschau nach jedem Todesfall wären zwei Dinge im wesentlichen aus der Welt. Ärztliche Kunstfehler und die Ermordung alter Menschen entfielen fast vollständig weil sie zu leicht entdeckt würden. Aber auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene wären besser geschützt.
Bleiben wir bei den 1.000 unendeckten Morden, wäre das Geld sehr einfach zu beschaffen. Nehmen wir das Geld das Wolfgang Schäuble angeblich zur Terroristenabwehr ausgibt, aber in Wirklichkeit verwendet um seine Diktatur aufzubauen. Die Gefahr das 1.000 Deutsche durch Terroristen umgebracht werden, ist sehr viel kleiner als die, dass sie durch Ermordung sterben. Aber wir brauchen uns keiner Hoffnung hinzugeben. Da Schäuble die Angst vor Terroristen nur vorschiebt, gibt es kein Geld für eine amtliche Leichenschau und damit kann fröhlich weiter gemordet werden.
Morde interessieren unseren Innenminister nämlich nur dann, wenn sie ihm helfen seine Kriegspläne gegen das deutsche Volk zu unterstützen.
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Einmal Zeitarbeit und dann für immer verloren
Es gibt Dinge die man in seinem Berufsleben besser nicht aufzuweisen hat. Längere Arbeitslosigkeit wird von vielen dummen Personalchefs immer noch als persönliches Versagen empfunden, bei dem die Gründe nicht interessieren. Seltsamerweise sind es die gleichen Personalchefs, die Zeitarbeit negativ betrachten. In Deutschland geht eben nur der zu einer Zeitarbeitsbude der nicht vermittelbar ist und für billiges Geld alles tun muss.
Das ist ja auch deutsche Realität. Zeitarbeit ist in den meisten Fällen Sklavenarbeit zu miesesten Löhnen und Arbeitsbedingungen. Sie rangiert gesellschaftlich auf dem gleichen Niveau, wie jene armen Schweine die ihre Arbeitskraft jeden Tag neu bei den Vermittlungstellen der Arbeitsämter für Tagesarbeit anbieten müssen, oder jenen noch ärmeren Migranten, die an bestimmten und gut bekannten Stellen in den Städten stehen und darauf warten illegal beschäftigt zu werden. Sie gehört von der sicheren Seite der Gesellschaft aus betrachtet zur Prostitution.
Das ist übrigens auch so gewollt. Die Menschen die hart arbeiten sollen sich ja nicht gut fühlen, sondern die ständige Angst und den Abstieg empfinden. Nur dann sind sie wehrlos und lassen sich alles gefallen. Es ist das was die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten und ihre Helfer in allen Medien wollten. Die Bevölkerung in möglichst kleine wehrlose Gruppen zu teilen um sie dann leichter ausbeuten zu können.
Es mag ja gute Gründe für Zeitarbeit geben. Es gab auch gute Gründe für jedes andere Verbrechen. Auch wenn die Süddeutsche mal wieder ihrem neoliberalen Propagandaauftrag nachkommt und von einer Erfolgsgeschichte aus der Zeitarbeit berichtet, damit andere sich verführen lassen, klingt selbst in der Propaganda der Zweifel durch:
Teufelszeug Zeitarbeit
Gabriele Altmann hat schon umfangreiche Erfahrungen in der Branche gesammelt. In ihrem Lebenslauf stehen mehrere Stationen bei Zeitarbeitsfirmen. Mit Unterbrechungen kommt sie auf etwa 13 Jahre. Dabei hat sie auch bei Branchenriesen wie Randstad und Manpower in Hannover und Frankfurt gearbeitet. Doch immer wieder wurde sie von einem Entleihunternehmen zum nächsten weitergereicht. Eine Übernahme kam für ihre Chefs meist nicht in Frage.
Das dürfte auch daran liegen, dass die meisten Zeitarbeitsfirmen eine Übernahmeprovision von bis zu drei Monatsgehältern von ihren Kunden verlangen. Ein Grund, warum für viele Gewerkschafter Zeitarbeit immer noch Teufelszeug ist.
"Die Zeitarbeitsunternehmen haben doch am Ende gar kein Interesse daran, den Mitarbeiter zu verlieren. Sie wollen ihn weiter verleihen und an ihm verdienen", sagt Reinhard Dombre, Leiter der Abteilung Tarifpolitik beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Die gesetzliche Höchstdauer für Leiharbeit von zuletzt 24 Monaten ist weggefallen.
Dabei akzeptiert auch Dombre, dass Zeitarbeit in einem gewissen Umfang sinnvoll ist: um flexibel Mitarbeiter einzusetzen, wenn der Krankenstand hoch ist oder wenn sich im Unternehmen die Aufträge stapeln. "Dafür würde aber ein Zeitarbeitsanteil von zehn Prozent am Gesamtpersonalbestand ausreichen. In einigen Betrieben ist es schon ein Drittel der Belegschaft. Da unterstelle ich, dass Zeitarbeit auch dazu genutzt wird, um die Löhne zu drücken."
Da mag ihm auch Zeitarbeits-Unternehmerin Voß nicht widersprechen. "Ein Zeitarbeitsanteil von 20 Prozent oder mehr ist ungerecht", sagt sie. Voß geht es aber bei ihrem Unternehmen um etwas ganz anderes: "Zeitarbeit ist ein Mittel der Personalauswahl und -flexibilisierung. Wir machen es erst möglich, dass Geringqualifizierte beschäftigt werden."
Die Auswüchse von Zeitarbeit sind auch BZA-Vorstandsmitglied Sebastian Lazay ein Dorn im Auge. "Zeitarbeit sollte als flexibles Instrument der Personalpolitik eingesetzt werden, nicht um Löhne zu drücken", sagt er.
Damit ist eigentlich alles über Zeitarbeit gesagt, was man sagen muss. Die Gewerkschaften weinen gerade so viel wie sie unbedingt müssen, finden aber 10 Prozent Zeitarbeit toll. Das es dann dreißig und irgendwann 75 Prozent sind werden sie auch toll finden, solange ihre Funktionäre ihr Geld bekommen. Wahrscheinlich werden sie sich mit den Arbeitgebern auf eine Zwangsabgabe aller Arbeitnehmer zugunsten der Gewerkschaftsbosse einigen. Kein Problem.
Das die Zeitarbeitsfirmen mit Zeitarbeit kein Problem haben ist klar. Ich kenne auch keinen Zuhälter der gegen Zwangsprostitution oder gar die Prostitution an sich wäre. Auch Bankräuber finden Bankraub grundsätzlich in Ordnung, vor allem aber in ihrer besonderen Situation.
Drei Monatslöhne Ablösung ist auch nicht schlecht. Das sagt etwas darüber aus wie Arbeitnehmer heute insgesamt gesehen werden. Das unsere vergammelte Politik alle Grenzen gegen Ausbeutung herausgenommen hat ist klar. Demnächst bringt der Arbeitsminister Scholz ja ganz unverfroren die Arbeitsgesetze von Mohn/Bertelsmann ins Parlament ein. Vielleicht ist er wenigstens so ehrlich und trägt die dem versammelten Haufen von Versagern in Nürnberg vor.
Deutschland ist ein Land in dem der raubtierkapitalistische Neoliberalismus keine Grenzen kennt. Deshalb ist hier auch eine sinnvolle Leiharbeit nicht möglich. Da wo weder Politik noch Wirtschaft Verantwortung kennen, sind solche Lösungen nicht möglich. Dies ist Deutschland, hier geht gar nichts mehr ohne das es eine Katastrophe wird.
Sie nenen es Journalismus
Manchmal frage ich mich wirklich wie völlig schmerzbefreit man als "Qualitätsjournalist" sein kann:

Deutsche setzen auf geförderte Rentenversicherungen
Berlin (dpa/tmn) Die Deutschen haben in den ersten drei Monaten des Jahres 2008 annähernd eine halbe Million staatlich geförderte Rentenversicherungen abgeschlossen. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres sei das ein Rückgang von 5,6 Prozent.
Wenn im ersten Quartal des Jahres 5,6 Prozent weniger dieser wahrscheinlich wertlosen Rentenverträge abgeschlossen werden, dann setzen die Bürger eben nicht auf diesen Quatsch, sondern lassen sich immer weniger veralbern.
Wenn die Versicherungswirtschaft am heutigen Tage offenlegen müsste, was die bisherigen Verträge an für den Kunden nutzbarer Substanz enthalten, gäbe es eine Revolution. Die meisten dürften obwohl sie schon länger zahlen, noch nicht einmal die Provisionen und Verwaltungskosten eingezahlt haben. Der Wert solcher Verträge liegt im negativen Bereich.
Wie schlimm es aussieht zeigen ja die Pressemitteilungen der Branche, die sich nur wenig von den Siegesmeldungen des deutschen Rundfunks unterscheiden, als die Fronten im zweiten Weltkrieg überall zusammenbrachen. Es ist dümmste Propaganda.
Ein Journalist, der eine solche Agenturmeldung durchlässt verdient diese Berufsbezeichung nicht. Das Ding hätte auffallen müssen.
Aber die Schwäbische Zeitung ist klein und da kann so etwas vielleicht passieren. Wenn aber Tobias Kaiser von Börse-Online mit dem gleichen Mist kommt, dann ist es ein grundsätzliches Problem:
Deutsche Sparer setzen für die private Altersvorsorge zunehmend auf die Riester-Rente; im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Riester-Fondssparpläne fast verdoppelt. Dafür sinkt das Interesse an vermögenswirksamen Leistungen.
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Das Interesse an Riester-Versicherungsverträgen scheint sich allerdings abzuschwächen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vermeldet, dass im ersten Quartal 2008 etwas mehr als 457.000 Riester-Versicherungverträge abgeschlossen wurden – rund 6 Prozent weniger als im gleichen Quartal 2007.
Da lügt die Recklinghäuser Zeitung neben der FTD.
Lediglich die Welt und zwei kleine Onlinedienste haben den Betrug gemerkt, wobei die Welt dann eben für Bankenriester wirbt. Natürlich ist das ganze eine Nebensache. Nicht wirklich wichtig. Aber will diesen Medien und dieser Art von Journalisten denn bei wichtigen Sachen vertrauen, wenn sie schon bei Belanglosigkeiten lügen. Auch wenn die Quelle tausendmal dpa ist, so ist es die Pflicht eines Journalisten nachzuprüfen, zumindest aber zu überfliegen was da für ein Mist steht.
Wollen Sie Börse Online noch eine Empfehlung glauben oder der FTD. Was ist mit den Leuten die Anzeigen in solchen Zeitungen schalten. Kaufen die mit der Anzeige gleich die Redaktion? Das Vertrauen ist weg. Nach Politiker wird wohl demnächst auch der Begriff Journalist ein Schimpfwort.
Ach ja, als Anmerkung für die Rechtsabteilungen dieser Verlage. Ich habe die Texte archiviert.
Die große Angst des Michael Konken
Michael Konken ist hauptberuflich der Chef des Deutschen Journalisten-Verbandes und kotzt sich normalerweise in seiner Freizeit genauso unqualifiziert wie er seinen Job macht, über das Internet und Blogschreiberlinge aus. Zum Glück ist es gar nicht nötig, das ich ihm sage was ich über ihn denke und mir dafür einen Prozess einhandele. Das hat Thomas Knüwer im Handelsblatt formvollendet und viel höflicher als ich je könnte erledigt ohne an Deutlichkeit noch Wünsche offen zu lassen:
Seit dem Wochenende schäme ich mich. Ich schäme mich, Mitglied des Journalisten-Verbandes DJV zu sein. Der Grund: sein Vorsitzender Michael Konken.
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Es liegt mir in den Fingern, mal so richtig zu kontern. Von einem Ewiggestrigen Gewerkschaftsheini, der seine Führerbunkermentalität hauptberuflich auch noch an Studenten weitergeben darf an der Uni Vechta und der FH Oldenburg. Über einen, dessen intellektuelles Niveau in Sachen Mediendiskussion tiefer liegt als die Golf GTI in meiner münsterländischen Heimat.
Man sollte bei Thomas Knüwer die Ergüsse des Herrn Konken ganz ruhig ein bis zweimal nachlesen um zu verstehen, wofür der steht. Im Grunde hat er nichts begriffen. Sein Journalismusgefühl ist von keiner Realität getrübt. Seine Feinde sind nicht etwas gekaufter Journalismus, die Vermischung von Text und Werbung oder gar die ständige Widerholung des neoliberalen Liedgutes. Ihn stört auch nicht die steigende Einmischung der Eigentümer in die redaktionellen Belange. Ihm geht es nur darum das Internet auszugrenzen.
Ich finde das für jemand mit so geringen Qualifikationen wie Herrn Konken eine typische Haltung. Alles Fremde ist böse und das was man nicht versteht ist um so schrecklicher. Jeder Afrikareisende der Vergangenheit wusste über derartiges zu berichten. Während Konken allerdings noch mit der Holzlanze im tiefen Staub der Niederungen des heutigen Journalismus mit den Füßen und der Lanze trotzig aufstampft und Urlaute in die Gegend brüllt, ist die Realität schon wieder ein Stück an ihm vorbeigezogen.
Jetzt hat ihm jemand erzählt das es an die Pfründe der Journalisten gehen soll und schon ertönt wieder sein Kriegsgeschrei:
Billige Lohnschreiber» bedrohen Journalismus
Leiharbeitnehmer statt qualifizierter Redakteursstellen. Die Praxis vieler Verlage Redakteursstellen nicht zu besetzen, gefährdet nach Auffassung des Journalistenverbandes die Pressefreiheit.
Der Deutsche Journalisten-Verband hat zum Tag der Arbeit am 1. Mai die Bedrohung der unabhängigen Presse durch immer mehr Leiharbeit in den Redaktionen angeprangert. «Einige Verleger setzen alles daran, Journalisten zu billigen Lohnschreibern zu degradieren», kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am Mittwoch.
Die ehrlichen Journalisten haben mein aufrichtiges Bedauern, aber auch das hält sich in Grenzen. Das was jetzt den Journalisten passiert, habe ich in diesem Blog und an vielen anderen Stellen oft vorausgesagt. Der Neoliberalismus frisst zum Schluss auch seine Helfer. Als den Arbeitnehmern ihre Rechte genommen wurden, als die Kranken und Schwachen verteufelt wurden, haben die Journalisten in ihrer Mehrheit nicht nur genickt, sondern fleißig mitgeholfen den Wünschen von Kannegiesser, Mohn, INSM, Springer und Bertelsmann einen intellektuellen Unterbau zu geben.
Sie haben gegen die faulen Arbeitslosen gehetzt, waren gegen Kündigungsschutz, gegen alles wofür die Menschen in dieser Republik nach 1945 gekämpft haben. Gegen gutes Geld waren unsere Journalisten willige Werkzeuge des Hasses. Sie haben in Talkshows, Leitartikeln aber auch ganz nebenbei in gehässigen Berichten über die kleinsten Freuden der Schwachen das Leben für viele in diesem Land unerträglich gemacht. Sie haben kurzum gegen Geld gelogen und betrogen.
Neoliberalismus ist aber wie Krebs. Er führt unweigerlich zum Tode des Patienten. Erst waren es die Facharbeiter deren Berufe wertlos gemacht worden, weil sich die Berufsbilder alle Jahre änderten und sie somit auf den Stand von Hilfsarbeitern und deren Bezahlung fielen. Dann durften die Arbeitslosen keine Chance mehr haben und mussten möglichst schnell nach Hartz IV und dann in die Ein Euro Jobs, in ein Leben ohne Hoffnung und ohne Zukunft abgeschoben werden.
Das die Kinder der Armen nicht studieren sollen und Mohn/Bertelsmann nicht nur Schulgeld für die Universitäten, sondern auch für die Sekundarstufe will, wurde von Konkens Leuten bejubelt. Die sahen sich ja als Elite. Als die fleißigen Lügner der neuen Machthaber. Als Frau Schavan die Einwanderungsschleusen bei 30.000 Euro für qualifizierte Arbeitnehmer öffnen wollte, hat auch kein Journalist gegen diesen neuen Maximallohn geschrieben. Natürlich mussten sie jetzt auch noch die Rentner beschimpfen. Ist ja auch unverschämt, das die Rente wollen anstatt zu sterben. Die Gesundheitsreformen haben den Journalisten auch gefallen. Sie haben laut und deutlich ja geschrien zu allem was anderen Menschen angetan werden sollte.
Nun sind sie selber dran. Wie nicht anders zu erwarten, werden jetzt die Herren Journalisten entsorgt. So funktioniert das System. Machen wir uns doch nichts vor. Die INSM und Mohn/Bertelsmann haben genug Leute die für die Grundstimmung und die Fehlinformationen sorgen. Daraus kann ein dressierter Affe Artikel machen. Wozu also diese Journalisten bezahlen. Die sind überflüssig.
Natürlich tut das Herrn Konken weh. Scheiße wenn man zu doof ist, auch nur zwei Zentimeter in die Zukunft zu sehe. Aber keine Sorge Herr Konken auch die die Billigschreiber werden bald ersetzt. Mit Indern die genau die gleichen Sülztexte wie sie die deutschen Journalisten in den letzten Jahren verfassten, genau so schlecht, aber viel billiger können. Im Wettbewerb mit China werden die sogar die Preise noch mal senken müssen.
Ach ja Herr Konken, falls sie jetzt auf Solidarität der Arbeitnehmer hoffen, kann ich ihnen sagen, dass diese Hoffnung vergeblich ist. Man kann die Menschen nicht ständig beschimpfen und ankotzen und dann deren Solidarität verlangen wenn man selbst den Bach runtergeht. Ihre Zukunft Herr Konken heißt Hartz IV. Denn Journalisten die man nicht mehr braucht, braucht man auch nicht auszubilden. Aber keine Sorge, unter ihrer Führung haben sie auch die anderen Journalisten auf diese schiefe Ebene gebracht. Einige sind schon krachend unten aufgeschlagen, auf andere wird noch gewartet, aber sie sind schon auf dem Weg.
Die nächsten die von ihren neoliberalen Herren gefressen werden, sind übrigens die Berater. Auch da geht es schon los.
Verbrauchervertrauen oder Mut der Verzweiflung
Gute Nachrichten müssten doch eigentlich das Herz erfreuen:
Finanzkrise und steigender Preise bessert sich überraschend die Kauflaune der Verbraucher. Das Barometer für das Konsumklima im Mai stieg um 1,1 auf 5,9 Punkte, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Montag mitteilte. Das ist der höchste Stand seit dem Herbst. Volkswirte hatten hingegen mit einem leichten Rückgang gerechnet.
Die abnehmende Arbeitslosigkeit und die jüngsten Tarifabschlüsse sorgten dafür, dass die Bürger ihre Einkommenserwartungen kräftig nach oben schraubten und wieder eher mit größeren Anschaffungen liebäugeln. „Der Verbraucher geht davon aus, dass er netto trotz Inflation mehr in der Tasche haben wird“, sagte GfK-Vorstandschef Klaus Wübbenhorst zu Reuters.
Eigentlich doch eine wirklich gute Nachricht, wenn die FAZ ihr nicht folgende Überschrift verpasst hätte:
Verbraucher optimistischer als Manager
In dieser Überschrift versteckt sich die etwas hilflose Frage, warum denn die Manager mehr Angst vor der Zukunft haben als die Verbraucher. Dabei ist die Antwort ganz einfach. Wenn die Medien ihren Lesern nicht die Wahrheit erzählen, sondern ein ewiges Eia Popopeia und es wird schon wieder, es ist Licht am Ende des Tunnels, dann müssen die normalen Bürger eben an das glauben was die Medien erzählen.
Natürlich könnten die Bürger zwischen den Zeilen lesen, aber das wollen sie nicht. Sie wollen ja glauben das alles gut wird, ja das es vielleicht sogar besser wird. Da will man nicht wissen, das die wachsende Beschäftigung eben nicht mehr Geld sondern nur Billigstarbeitsplätze bedeuten von denen niemand leben kann. Das diese Arbeitsplätze Betrug sind. Da will keiner etwas von 9 Millionen echten Arbeitslosen hören, oder gar von 9,5 Prozent realer Inflation, die jede Lohnerhöhung lächerlich erscheinen lässt. Da will keiner etwas von Finanzkise, Peak Oil oder Hunger wissen.
Die Bürger wollen das Lied der Freude gerne hören und tatsächlich kaufen sie auch. Wir ja auch. Die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen hat das Sofa und den Esstisch ersetzt. Mit Recht. Aber ihre Argumentation war noch härter: "Billiger wird es sicher nicht.". Kaufe jetzt weil du es dir morgen nicht mehr leisten kannst. Soweit sind jetzt auch schon Banker
Sonst kaufen andere
[ Janwillem Acket ] Der Chefökonom des Schweizer Bankhauses Julius Bär wirbt für Aktien, weil er an ein Wachstum der Weltwirtschaft glaubt
Der Privatkunde müsste sich wie ein strategischer Investor gebärden und jetzt auf Schnäppchenjagd gehen. Er müsste sich einkaufen in die möglichen Flaschenhälse der Zukunft auf dem globalen Markt. Damit meine ich Knappheiten in bestimmten Sektoren und Branchen, wo Preissteigerungen zu erwarten sind wie Rohstoffe und Infrastruktur.
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Natürlich ist es riskant, jetzt am Aktienmarkt einzusteigen. Das kann ohne Weiteres um zehn oder zwanzig Prozent runtergehen. Deshalb raten wir unseren Kunden: Staffeln Sie Ihren Einstieg über Wochen oder Monate.
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Ob das eine Rezession ist, wissen wir sicher erst am Ende des Jahres. Außerdem leben wir in einer multipolaren Welt mit vielen Wachstumsquellen. Drei Milliarden Menschen sind in den Schwellenländern unterwegs, den Abstand von ihrem Lebensstandard zu unserem zu verkürzen.
"Leute kauft Kämme, es gibt lausige Zeiten, ist das was mir zu solchen Aussagen einfällt. Natürlich hat das Bankhaus Julius Bär noch haufenweise Papiere in ihren Depots die sie lieber in den Depots von anderen sehen möchten und zudem die Furcht im Nacken, wann der nächste Mitarbeiter die Wahrheit sagen könnte. Den ersten konnten sie nicht zum schweigen bringen, das ermutigt andere.
Ob das eine Rezession ist kann Herr Acket erst am Ende des Jahres sagen, nachdem er hofft seine maladen Papiere losgeworden zu sein. Schade das es in der Schweiz kein Internet gibt und das er wohl auch den Tagesanzeiger.ch nicht lesen darf. Der sagt ihm nämlich genau das Rezession ist und das es täglich schlimmer wird und er würde auch Herrn Acket erklären warum das so ist
Die USA im Schuldenrausch
Vier von fünf amerikanischen Haushalten sind verschuldet. Auto, TV, Jeans – alles auf Pump gekauft. Nach der Immobiliendroht nun die Konsumkrise.
Schuldner sind in den USA fast alle. Knapp 80 Prozent aller Haushalte stehen bei Banken und Kreditkartenfirmen in der Kreide – per Ende 2007 mit 13 800 Milliarden Dollar. Das Schuldenmachen beginnt schon im Studium. Gut zwei Drittel aller Absolventen beanspruchen inzwischen Ausbildungskredite. Tendenz steigend. Seit 1990 hat sich die Zahl der Studenten verdreifacht, die mit mehr als 25 000 Dollar Schulden ins Arbeitsleben starten, wie die Organisation Student Debt Alert festhält. Wer nach dem Studium keinen gut bezahlten Job ergattert, stottert das Geld zum Teil jahrzehntelang ab.
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Seit 1998 nahm die Summe der Nicht-Hypothekarkredite um 86 Prozent auf 2600 Milliarden Dollar zu. Ein substanzieller Teil jenes Konsums, der die amerikanische Wirtschaft bisher am Laufen gehalten hat, erfolgte somit auf Pump.
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Da der Konsum den bei weitem grössten Teil zum Bruttoinlandprodukt beiträgt, macht sich schon ein kleiner Rückgang stark bemerkbar. «Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die USA dadurch in eine länger dauernde Rezession geraten», sagt Baker. Und das, so erwartet er, würde auch dem System der auf Schulden basierenden Wirtschaft den Garaus machen.
Natürlich gibt es in der Schweiz Internet und auch die Bank Julius Bär weiß genau, wohin die Reise geht. Aber sie sagt ihren und anderen Kunden einfach nicht Wahrheit. Sie weist auf die Gefahren hin, füttert aber gleichzeitig mit dem Rauschgift Hoffnung. Die deutschen Medien, gerade die Wirtschaftspresse nimmt das gerne auf. Es muss doch weiter gehen. Wer soll denn all die schönen Anzeigen schalten von denen sich doch so bequem leben lässt. Welchen Sinn macht Börsenfernsehen wenn man die Wahrheit sagt.
Das ist natürlich Unfug. Eine kluge Wirtschaftspresse spricht die Wahrheit aus um etwas zu bewegen und dafür zu sorgen, das die Kunden ihnen nach der Krise eben auch noch glauben. Die Kunden sind aber nicht die Werbekunden, sondern die Zuschauer und Leser. Egal was die Werbekunden denken und tun, ohne Leser und Zuschauer gibt es keine Medien, weil dann auch die Werbekunden weglbleiben. Wahrheit liefern um Kundenvertrauen zu gewinnen, ist das eigentliche Mediengeschäft. Wer das nicht begreift wird untergehn.
Natürlich kann man auch jetzt noch Aktien kaufen, wenn man selber genau weiß was man tut. Fonds, gerade Bankenfonds ähneln im Moment manchmal den Ladeflächen von fahrenden Schrotthändlern. Da ist oft alles drauf und drin was sich sonst nicht mehr verwerten lässt. Gebündelter Ramsch.
Der fürchterliche Hähnchensaurier
Das Leben und die Wissenschaft ist doch immer wieder für eine Überraschung gut. Mir fällt bei T-Rex sofort ein Lied ein:
Children of The Revolution
Nein, diese Saurier sind natürlich nicht gemeint, obwohl Marc Bolan durchaus etwa von einem Hahn hatte. Zumindest mochte er den Hühnerhof sehr.
Aber wir haben ja noch gar nicht Sonntag und an Samstagen gibt es eigentlich keine Musik hier. Deshalb also zurück zu den Hähnchensauriern die einigen Zeitungen zu einem sensationellen Artikel verhalf. Was würden diese Zeitungen nur machen, wenn dpa eine Woche streikt. Vermutlich weiße Seiten ausliefern oder es wie die Bild machen und gleich reine Fantasie liefern.
Während die Welt, die ich als erste verlinkt habe, so tut, als ob der Bericht auf ihrem Mist gewachen ist, macht die Schwäbische Zeitung so ehrlich wie immer und verweist auf die Herkunft aus dem dpa Ticker. Die versuchen wenigstens da nicht zu lügen, wo jeder die Wahrheit kennt. Das ist heute für Journalisten schon echt viel Ehrlichkeit macht ihren Artikel aber auch nicht besser:
Der Tyrannosaurus rex ist tatsächlich der Urahne unserer heutigen Hühner. Erstmals konnte ein US-Forscherteam durch Proteinanalysen nachweisen, dass der vor 68 Millionen Jahren lebende Dinosaurier enger mit den Vögeln verwandt ist als mit irgendeinem anderen heutigen Wirbeltier.
Ja. Ja. Die Sache mit den Vögeln. Da haben wohl einige "Journalisten" zu häufig "Dinner for One" mit Freddie Frinton und May Warden gesehen und den kurzen Dialog
"Please Sir, the Chicken."
"That looks so delicate, I think, we have champagne with the Bird!"
"That looks so delicate, I think, we have champagne with the Bird!"
ein wenig zu sehr verinnerlicht. Bird und Chicken. Ähnlich aber nicht gleich. Man kann zwar ein komischer Vogel sein, ist aber deshalb kein dummes Huhn. Wenn wir uns den Artikel in der Schwäbische Zeitung ansehen, dann reden die vom Tyrannosaurus rex als Urahn unserer Hühner. Die Welt, ein qualitativ dem Springerkonzern entsprechendes Blättchen weiß es ebenfalls genau, sagt aber nicht wo sie es her hat, zeigt dafür schöne Bilder:
Erstmals konnte ein US-Forscherteam durch Proteinanalysen nachweisen, dass der vor 68 Millionen Jahren lebende Dinosaurier tatsächlich der Urahne unserer heutigen Hühner ist.
Ah ja. Urahne der Hühner. Unsere Medien eben. Einer muss den Mut haben auch die dümmste Lüge rumzufaseln. Leider hatte ich gerade «Science» (Bd. 320, S.499) nicht vorliegen, sicherlich ein schreckliches Versäumnis meinerseits, aber ich glaube wir können uns auch auf die Nachricht in Nature 446, 180-184 (8 March 2007) verlassen und dürften damit für unsere Zwecke gut bedient sein:
Avian genomes are small and streamlined compared with those of other amniotes by virtue of having fewer repetitive elements and less non-coding DNA1, 2. This condition has been suggested to represent a key adaptation for flight in birds, by reducing the metabolic costs associated with having large genome and cell sizes3, 4. However, the evolution of genome architecture in birds, or any other lineage, is difficult to study because genomic information is often absent for long-extinct relatives. Here we use a novel bayesian comparative method to show that bone-cell size correlates well with genome size in extant vertebrates, and hence use this relationship to estimate the genome sizes of 31 species of extinct dinosaur, including several species of extinct birds. Our results indicate that the small genomes typically associated with avian flight evolved in the saurischian dinosaur lineage between 230 and 250 million years ago, long before this lineage gave rise to the first birds. By comparison, ornithischian dinosaurs are inferred to have had much larger genomes, which were probably typical for ancestral Dinosauria. Using comparative genomic data, we estimate that genome-wide interspersed mobile elements, a class of repetitive DNA, comprised 5–12% of the total genome size in the saurischian dinosaur lineage, but was 7–19% of total genome size in ornithischian dinosaurs, suggesting that repetitive elements became less active in the saurischian lineage. These genomic characteristics should be added to the list of attributes previously considered avian but now thought to have arisen in non-avian dinosaurs, such as feathers5, pulmonary innovations6, and parental care and nesting7.
Selbst meine miserablen Englischkenntnisse erlauben mir festzustellen, das es nicht um Hühner sondern um Vögel an sich geht. Ebensowenig geht es um den Tyrannus Rex sondern um die nicht flugfähigen Dinosaurier.
Das Bräthähncen bleibt ein Brathähnchen, Springer bleibt Springer, Journalisten bleiben Journalisten und der Tyrannus Rex ein Tyrannus Rex. Wie nature in diesem Artikel auch berichtet, war schon lange von der Verwandtschaft der Dinosaurier mit den Vögeln ausgegangen worden, da Federkleid, Lungensystem, elterliche Fürsorge und Nestbau typische Indizien waren.
Von all dem vielen Wind bleibt die Nachricht, das wir beweisen können, das die Dinosaurier an sich ein Schritt auf der Evolutionslinie in Richtung zu den heutigen Vögeln sind. Wieviele Evolutionslinien die Natur auf diesem Weg als Irrtum abgeschnitten hat, wissen wir nicht. Was der Springerschreiber aber nicht gemerkt hat, das er damit wieder einmal einen Beweis gegen die Schöpfungslehre der Kreationisten geliefert hat, die uns Springer ansonsten ja gerne schmackhaft machen will.
Früher war es die Aufgabe der Kirche die Leute dumm zu halten, was sie heute nicht mehr schafft da kaum jemand noch hingeht und die Fürsten hielten die Menschen arm. Heute sind Springer und viele andere "Qualitätsmedien" für die Verbreitung der Dummheit zuständig. Für Armut sorgt schon unsere Politik, die ja immer ein werbendes Plätzchen in den Medien sucht.
Was mich allerdings sehr tröstet ist, dass Springer nun an der Rudi-Dutschke-Straße liegt. Die Welt ist schön.
Die schöne Welt der Inquistion
Es gibt Bücher, bei denen hofft man, das sie wenigstens die physikalische Höhe haben, um unter ein wackelndes Tischbein zu passen, oder groß genug sind um wenigstens Fliegen damit erschlagen zu können. Leider taugen dieses Machwerk auch in diesem Bereich nichts:
Ein Buch geht um im Vatikan. In dem Bändchen eines ehemaligen Mönchs wird eine höchst verrufene Unternehmung der katholischen Kirche verteidigt: War die mörderische Inquisition in Wirklichkeit eine moderne Reformbewegung?
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Den Dan Brown des deutschen Katholizismus. Es ist ein im Gütersloher Verlagshaus erschienenes Büchlein mit dem Titel "Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition", geschrieben von einem ehemaligen Mönch aus Solothurn, Hans Conrad Zander.
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Tatsächlich habe die Inquisition weit weniger Leute verbrannt, als gemeinhin geglaubt wird. Bei dem großen Autodafé von 1680 in Madrid, so Zander, "sind 18 (oder 19) Ketzer hingerichtet worden. Aber 34 Ketzer konnten nur als Strohpuppen verbrannt werden. Ihnen allen war die Flucht gelungen."
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Nach Aktenlage des Vatikanischen Geheimarchivs hat "die Spanische Inquisition im 16. und 17. Jahrhundert insgesamt 44.647 Verfahren durchgeführt. Davon endeten 1,8 Prozent mit einem Todesurteil, in weiteren 1,7 Prozent der Fälle lautete das Urteil auf 'Verbrennung in effigie' - 'Verbrennung einer Strohpuppe'. Insgesamt hat die Spanische Inquisition etwa 1200 bis 2000 Hinrichtungen zu verantworten." Das schafft China in einem Jahr, nicht in zwei Jahrhunderten.
Es ist schon nicht schlecht wie das System Mohn/Bertelsmann funktioniert. Da macht Alexander Smoltczyk im Spiegel, in breitester Form Werbung für Buch des ehemaligen Stern Journalisten Hans Conrad Zander, für ein Buch das bei einem Gütersloher Verlagshaus gedruckt wird. Alle Beteiligten arbeiten oder arbeiteten also für die Familie Mohn. Natürlich ist das keine Schleichwerbung. Die Werbung ist ganz offensichtlich und da schleicht gar nichts. Ich sehe kaum Fernsehen, aber wetten das n-tv und RTL auch ausführlichst über dieses wesentliche Werk berichten müssen.
Toll. Das System Mohn funktioniert. Schon ein Grund, ein Buch, das eine solche Unterstützung braucht, nicht zu kaufen. Es muss Mist sein, weil sonst hätte es diese schwachsinnige Werbung nicht nötig.
Ob Georg Gänswein, der Privatsekretär des Papstes das Geschmiere liest und mit ihm die ganzen Bischöfe entzieht sich meiner Kenntnis. Da Zander sich auf die Akten des Vatikans bezieht, wird er sich seinen Text auch vom Vatikan genehmigen lassen haben. Es dürfte also nichts drinstehen, was den Vatikan ärgert. Natürlich bekommt er nur die Akten zu lesen, die er lesen soll.
Wenn ich die heutigen Nazis frage dann gab es auch keine Gaskammern, deshalb frage ich sie gar nicht erst. Zum Thema Inquistion sind genügend gute Bücher in diversen Sprachen erschienen, die Familie Mohn, kann sich Zanders Machwerk also auf ihr Klo hängen. Da hat das Papier wenigstens noch Sinn.
Schön ist das im Abschluss des "Artikels" wenigstens auch noch auf China eingeschlagen wird um auch alle Interessen der Mohns abzudecken. Ich würde gerne mal wissen mit wieviel Umdrehungen Rudolf Augstein in seinem Grab vor routiert, wenn er sieht, was die Mohns aus seinem Spiegel gemacht haben. Pech gehabt. Es gibt Leute denen darf man eben nicht den kleinen Finger reichen, die knabbern sich bis über die Schulter hinweg durch.
Eines Ungeistes Kinder - PI, Wolfram Weimer, Cicero
Das ist das schöne daran, das man sich Freunde ja aussuchen kann der Cicero und Wolfram Weimer lieferten heute den Leitartikel für die Pubertierende Inkompetenz von PI. Selbstverständlich wird uns Wolfram Weimar erzählen das er das ja alles nicht so nicht gemeint hat:
Wenn Sie diesen Artikel lesen, können Sie gaaanz entspannt bleiben. Hier müssen Sie endlich einmal keine Sorge haben, in Ihren religiösen Gefühlen verletzt zu werden. Nehmen Sie den Koran in die linke, Cicero in die rechte Hand, kontrollieren Sie noch einmal den Schleier Ihrer Nachbarin und freuen Sie sich mit mir, dass man in manchen Alpendörfern tatsächlich damit beginnt, Gipfelkreuze von den Bergen zu holen. Die haben lange genug die religiösen Gefühle von Muslimen verunglimpft. Schließlich gehören die Berge doch allen.
Natürlich weiß Wofgang Weimar, das er mit seinen Gipfelkreutzen bewusst lügt. Er ist zwar ein miserabler Journalist, aber in der Lage Google zu bedienen oder notfalls von einer Praktikantin bedienen zu lassen. Es geht ihm auch nicht um Freiheit oder Unfreiheit. Es geht ihm um etwas wichtiges. Es geht ihm ums Geld.
Wolfram Weimar ist normalerweise einer der ganz harten Propagandisten der Heilslehre der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten. Da ist es seine Aufgabe die Hoffnungen der Menschen zu zerstören, ihnen den Mut zu nehmen und ihnen zu erklären das sie sich in ihr Schicksal zu ergeben haben und an ihrem Schicksal selbst schuld sind. Dummerweise hat ihn die Realität links überholt. Mit der Subprimekrise weiß auch Lieschen Müller das unsere Wirtschaftsführer nicht nur mies und gemein zu ihren Mitarbeitern, sondern auch noch völlig unfähig sind.
Selbst die anderen Demagogen und Propagandisten der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten kommen nicht umhin, einige schlechte Nachrichten durchzulassen. Zumal es diese Blog und ausländische Zeitungen im Internet, ja sogar ausländisches Fernsehen gibt, das ganz offen über das Disaster berichtet. Lieschen Müller merkt also das Weimar und die anderen Propagandaleute sie belogen haben. Jetzt ist nicht nur ihr Arbeitsplatz in China, das Häuschen beim Hedgefond, kein Geld für Heizung und Essen mehr im Haus, jetzt kennt sie sogar die wirklich Schuldigen.
Sie kennt die Namen der Abzocker und sie weiß wo Weimar log und kann sich auch ausrechnen was er dafür bekam. Das macht dem Wolfram Weimar und den anderen Angst. Zumal wir ja schon offen über Revolution reden. Niemand weiß so genau, ob es nur Gerede ist, oder ob das Volk vielleicht doch schon übermorgen aufsteht.
Genau an dieser Stelle wird er wach. Er muss einen neuen Feind erfinden. Einen ganz bösen. Einen der noch viel schlimmer ist, als all die Ackermänner, Hartz, Kannegiesser, Hundt und wie sie alle heißen. Den wirklich Schuldigen der auch den armen Wolfram Weimar getäuscht hat und all die anderen. 1933 und davor hatten wir für solche Geschichten immer noch die Juden als Generalverantwortliche. Geht heute leider nicht, weil unsere Eltern einfach zu viele davon umgebracht haben. Die können nun wirklich nicht schuld sein, wie sie es ja auch vorher nie waren.
Aber Wolfram Weimar ist ja nicht doof. Da gibt es doch noch eine andere Truppe so ähnlich wie die Juden. Diese Muslime. Das müsste doch gehen. Da haben doch schon andere dran gearbeitet die für schuldig zu erklären und überhaupt irgendwer muss ja schuld sein. Und so möchte uns Wolfram Weimar um die Fehler seiner Freunde und seine eigenen Lügen zu bemänteln auf die Muslime hetzen. Natürlich auf alle.
Ich bin dagegen. Ich brauche meinen türkischen Obsthändler und ich möchte das seine Tochter sich nicht vor Angst im Schrank verstecken muss, wie jenes jüdische Mädchen als der Laden ihres Vaters zerstört wurde. Ich will Frieden für alle. Ich werde keine Gerichte bekommen die einen Lügner wie diesen Weimar zur Verantwortung ziehen. Der wird auch in Monaten noch im Handelsblatt rumseiern. Es sei denn wir richten in diesem Land wieder Ordnung ein. Ich glaube wir brauchen eine Revolution, schon um solche Lügenmäuler in den Knast zu stecken.
Heute gehört ihm PI, morgen Kewils Truppe und übermorgen brennen wieder Häuser und diesmal Moscheen. Er soll mir nur nicht erzählen er habe das nicht gewusst. Er weiß es genau.
Michael Hüther hält 7,50 Euro Mindestlohn für zu niedrig
Ja, da hat er gesagt der Gute. Ist er nicht ein netter Mensch. Man kann es hier nachlesen:
Eine Lohnuntergrenze von 7,50 Euro würde weder bei Teilzeitkräften und Minijobbern noch bei Familien mit Kindern dafür sorgen, dass der Staat nicht einspringen müsse. Um dies zu vermeiden, bräuchten Familien schon Mindestlöhne von deutlich über zehn Euro pro Stunde.
Der Mann kann sogar mal die Wahrheit sagen. Ich fordere ja schon seit einiger Zeit 9,50, aber dann sagen wir doch 10,50 Euro. Ja natürlich habe ich ihn aus dem Zusammenhang gerissen, aber das ändert an dem Reuters-Text kein Wort, den es hier zur Sicherheit im Volltext gibt:
Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat vor einer Verschärfung der Arbeitslosigkeit durch Mindestlöhne gewarnt. "Ein zu hoher Mindestlohn verursacht Arbeitslosigkeit und verschärft gerade die Probleme der Geringqualifizierten", sagte IW-Direktor Michael Hüther am Dienstag in Berlin. Eine Lohnuntergrenze von 7,50 Euro würde weder bei Teilzeitkräften und Minijobbern noch bei Familien mit Kindern dafür sorgen, dass der Staat nicht einspringen müsse. Um dies zu vermeiden, bräuchten Familien schon Mindestlöhne von deutlich über zehn Euro pro Stunde. Beschäftigte, deren Produktivität geringer sei als ihr Lohn, würden jedoch vom Arbeitsmarkt verdrängt.
Um Langzeitarbeitslosen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern, müssten vielmehr die Anreize zur Annahme eines Jobs verstärkt werden. Grundsätzlich sollten Erwerbstätige finanziell besser gestellt sein als Transferbezieher. Zudem schlägt das IW vor, den gesetzlichen Kündigungsschutz zu flexibilisieren, um Langzeitarbeitslosigkeit zu vermindern. An die Stelle des Kündigungsschutzes solle eine Abfindungslösung treten. Gesetzliche Regelungen sollten einen Mindestanspruch definieren, der individuell ausgeweitet werden könne.
Natürlich greift er gleich in die alte wirtschaftsfaschistische und neoliberale Kiste der Trickbetrügereien. Deshalb habe ich den ScreenShot auch gesichert. Man weiß ja nie wie lange so ein Link Bestand hat, wenn der Herr mitbekommt, was er gesagt hat.
Ein zu hoher Mindestlohn ist Quatsch. Ein Mindestlohn muss eine angemessene Teilhabe am Leben ermöglichen, die jedem arbeitenden Menschen zusteht. Würde Herr Hüther nach seinen Leistungen bezahlt müsste er Geld mitbringen. Gute und anständige Mindestlöhne schaffen Konsum, weil diese Menschen bekannterweise 100 Prozent ihres Einkommens in Konsum stecken müssen, um überhaupt leben zu können.
Anders als Herr Hüther, Herr Kannegiesser und Herr Ackermann, die ihr Geld nur noch vor der Steuer in Sicherheit bringen müssen und einfach nicht mehr konsumieren können, als sie heute schon konsumieren.
Die Binnennachfrage ist aber genau das, was uns fehlt. Sie fehlt uns weil Leute wie Herr Hüther zu jedem schmutzigen Trick greifen, um den Arbeitern anständige Löhne zu verweigern und neue Lasten aufzubürden, während sie gleichzeitig für ihre neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Auftraggeber die Wissenschaft bis über die Bruchgrenze verbiegen und lügen und betrügen, wo es nur eben geht. Je besser die Menschen bezahlt werden, gerade in den unteren Einkommensbereichen, desto eher kommt eine sich selbst tragende Binnenkonjunktur in Gang.
Hüther will aber die Allgemeinheit für die Gewinne seiner Freunde mit Steuergeldern aufkommen lassen und dann den Menschen trotzdem so wenig zahlen, das ihr Leben keinen Wert hat. Das Spiel des Herrn Hüther ist klar. Er lotet die Grenzen aus, wie weit seine Freunde gehen können, ohne das es zum Aufstand kommt. Kommt es dann doch zum Aufstand und Schäuble schafft es nicht die Bundeswehr auf die Bürger schießen zu lassen, glaubt Hüther das ihn seine Auftraggeber ausfliegen und weiterbeschäftigen werden.
Was er nicht weiß und sich auch nicht vorstellen kann, sie werden ihn nicht in den letzten Hubschrauber aus Saigon lassen sondern ihn als Opfer zurücklassen, für die wütende Meute, um selbst die wichtigen Sekunden zu gewinnen. Hoffentlich sind die Menschen dann schlau genug ihm kein Haar zu krümmen, sondern ihn schnell in ein gutes Gefängnis vor einen Staatsanwalt des Volkes zu bringen.
Er wird dann schon singen, weil er Angst um sein Leben hat. Wird Namen nennen und Hintermänner, so daß man den Sumpf austrocknen kann und das Geld zurückholen, für das Volk, dem es gestohlen wurde. Es muss ihm ja keiner sagen, das er auf jeden Fall nur eine lange Haftstrafe bekommt, für seine Lügen. Lebend begraben tut mehr weh als tot und vor allem kann er als Lebender immer wieder befragt werden.
Aber seine 10,50 Euro Mindestlohn, die sollten wir zum Programm machen. In ganz Deutschland in jeder Branche. Die Menschen brauchen anständige Löhne.
Durchgeknallte Netzzeitung spricht von Killerrochen
Das der deutsche Journalismus in weiten Teilen absoluter Schrott ist, weil die Herren und Damen Journalisten aus Feigheit sich nicht trauen die Wahrheit zu schreiben, bestochen wurden, oder so sehr von der Schere im eigenen Kopf unterdrückt werden, das sie gar nicht mehr schreiben können, ist bekannt.
Wenn ich daran denke das mein Großvater schon die Zeitung mit dem Satz:
Liegt auf der Treppe und lügt!
treffend charakterisierte, dann frage ich mich was er wohl zu dem Scheiß sagen würde, der sich heute Zeitung oder Medien nennt.
Die Netzeitung, jenes Werbewitzblättchen im Internet das schneller den Besitzer wechselt als einige Leute ihre Unterhosen, hat gerade mal wieder den Vogel abgeschossen:
Killer-Rochen springt in Boot und tötet Urlauberin
Natürlich ist der Artikel nicht namentlich gekennzeichnet. Wer möchte auch schon als absolut dämliches Arschloch vor der Welt stehen. Tatsächlich ist folgendes passiert. Ein Adlerrochen mit 35 kg Eigengewicht springt vermutlich von Fressfeinden verfolgt, nach Rochenart aus dem Wasser um sich zu retten, als zum gleichen Zeitpunkt ein Boot mit 40 Stundenkilometern ihm entgegenfährt. Geschwindigkeit und Gewicht des Rochens und des Bootes summieren sich an dem Punkt, an dem die 55 jährige Tochter des Bootsführers liegt. Das Ergebnis ist für Rochen und Tochter gleichermaßen tödlich. Ein bizarrer Unfall.
Das die Netzeitung daraus einen Killerrochen macht, zeigt wie notwendig diese Pfeifen jeden Klick brauchen um den nächsten Tag noch zu überleben. Genauso hätten sie von einem Killervater reden können, der mit seinem Boot und mittels seiner Tochter, einen armen flüchtenden Rochen tötet. Aber die Netzeitung denkt nicht, sie ist eine dumme Klickmaschine.
Das bekräftigt sie im gleichen Artikel auch noch mehrfach:
Der jüngste Unfall weckt auch Erinnerungen an den tragischen Tod des australischen Tierfilmers Steve Irwin. Der TV-«Krokodiljäger» war im September 2006 bei Unterwasseraufnahmen am Great Barrier Reef von einem Stachelrochen mitten ins Herz gestochen worden.
Nur um es mal deutlich zu sagen. Das war kein tragischer Tod, sondern Steve Irwin, dessen Lieblingsbeschäftigung darin bestand vor laufender Kamera irgendwelche Tiere am Schwanz zu ziehen, was nun gar nichts mit Tierfilmerei aber eine Menge mit Großkotzigkeit zu tun hat, hat einmal überzogen. Wenn ich ehrlich bin habe ich immer gehofft das sich mal ein Krokodil umdreht und ihm die dicken Finger kürzt.
Das was die Netzeitung hier liefert ist deutscher Journalismus. Drüben bei Stefan Niggemeier, wo es um seltsame Berichterstattung geht und ein NewsMan wie ein Lokalreporter regen sich auf, weil man unsere ach so tollen Journalisten kritisiert. Wohlgemerkt nicht so dick wie bei den Netzeitungsleuten aber im Prinzip war selbst bei den mageren News des Karfreitags genügend Mist dabei, um zehn derartige Beiträge zu schreiben.
Mohn/Bertelsmann will den Beck nicht mehr
Nun hatten sie ihren hauseigenden Wahrsager, Manfred Güllner den Forsa-Chef schon der Wetzlarer Zeitung erzählen lassen, das es mit Beck nicht gehe. Da dies aber nicht so richtig zur Kenntnis genommen wird, mussten Forsa, Stern und Spiegel heute nachlegen und der SPD ein Umfrageergebnis von 20 Prozent präsentieren.
Lustig ist, das der Spiegel von Göllner als Forsa-Chef und Beck-Kritiker spricht. Ich wusste gar nicht das es zu den Aufgaben eines angeblichen Meinungsforschers gehört, der Kritiker eines Parteivorsitzenden zu sein. Ich halte das auch irgendwie für falsch. Selbst wenn es sich um die sprechende Hecke aus Mainz handelt. Natürlich ist eine solche Einschätzung gut, um zu wissen was beabsichtigt wird. Es geht nicht um Umfrageergebnisse sondern nur darum um Stimmung für die Familie Mohn und den Bertelsmannkonzern zu machen.
Demagogie anstatt Information. Für die Familie Mohn und den Bertelsmannkonzern ist das allerdings richtig. Sollte in Deutschland in irgendeiner Weise das Volk an die Macht kommen, wobei ich dies auch bei einer Koaltiion von SPD und Linken für unmöglich halte, könnten die Machenschaften von Mohn/Bertelsmann untersucht und entsprechende Urteile getroffen werden. Deshalb dieser vehemente Kampf gegen eine Veränderung zum Guten für die Menschen.
Ach ja. Ob Herr Beck vor oder zurück tritt ist mir gleichgültig. Ich glaube nicht das eine neoliberale SPD wie wir sie heute haben, noch einmal in eine sozialdemokratische Partei zu verwandeln ist. Die kann nur sterben. Die Linke wird beweisen müssen, was sie drauf hat. In Berlin ist es nicht gerade viel. Man muss Koalitionen auch mal aufgeben, wenn man keine der eigenen Ziele erreichen kann. Politiker die den Machterhalt wollen, haben wir genug.
Aufräumen die Erste - Mohn-Klone
Ich bin beim Aufräumen. Nein nicht auf meinem Schreibtisch. Den hab ich zu einem Biotop erklärt und Ruhe ist. Nein ich ordne meine Notizen zu verschiedenen Themen einfach neu. Dabei findet sich die eine oder andere Perle, wie der Medienbote aus dem Mai 2007:
BVZM: Mohn-Klone
Medienbote Ausgabe Nr. 677 vom 29. Mai 2007
Adolf Theobald hat in seinem Journalistenleben schon viel in Bewegung gesetzt. Er gründete die legendäre „Twen“, war Chefredakteur von „Capital“, „Natur“ und „Geo“ sowie Geschäftsführer des Spiegel-Verlags. Den „Focus“-Erfinder Helmut Markwort regte er 1993 mächtig auf, als er schrieb, der „‚Focus’ sei ein journalistisches Missverständnis, jedenfalls kein Nachrichtenmagazin“. Wenn Theobald sein sprachliches Talent hochfährt, bleiben brillante Formulierungen mit ätzender Genauigkeit. Jetzt hat der Meister im „Manager Magazin“, das bekanntlich zum Bertelsmann-Reich gehört, unter der Überschrift „Der Mohn ist aufgegangen“ wie üblich witzig-hart zugeschlagen. „Der Mohn ist aufgegangen, Augstein ist gegangen“ lautet der letzte Satz des Pamphlets, denn es geht natürlich gegen etwas, gegen den neuen Verleger-Typ, den Theobald nicht so prickelnd findet. Wir lesen: „Eigentlich braucht es heutzutage keine Verleger, es reichen markttechnisch gut ausgebildete Manager mit sicherem Gespür für Rendite. (…) Diese Entwicklung trägt einen Namen, den ältere Journalisten einst nur mit Frösteln aussprachen: Bertelsmann. Genauer: Reinhard Mohn. (…) Mohn-Klone steuern heute fast alle Medienkonzerne. Sie haben die Passion für das Produkt durch das Gespür fürs Geschäft ersetzt und halten so die alternden Verlage am Leben. (…) Nur was hat das noch mit Journalismus zu tun? Vom Logo zur Logistik, von der Staatskontrolle zum Controlling, vom Inhalt zum Content.“ Ist das die Altersweisheit eines großen Journalisten? Bernt von zur Mühlen arbeitet als Medienberater und Publizist in Luxemburg. E-Mail: bvzm@bvzm.net
Der Originaltext ist übrigens noch in der Online-Ausgabe des Manager-Magazins zu finden und sehr lesenswert.
Wie oft wird in der Blogosphäre von Klein-Bloggersdorf über Qualitätsjournalismus und Qualitätsmedien geredet. Hier haben wir eine der Kernproblematiken auf den Punkt gebracht "Mohn-Klone steuern heute fast alle Medienkonzerne" vom "Inhalt zum Content". Schöner und klarer kann man das nicht ausdrücken.
Was aber weder Bernt von zur Mühlen noch Adolf Theobald erwähnen ist die Tatsache, dass das System Mohn keine Inhalte mehr braucht, das es die Staatskontrolle nicht über Journalisten ausüben lässt, sondern den Staat direkt steuert. Die Bertelsmannstiftung erstellt eine mohnkonforme Weltsicht und leitet daraus pseudowissentschaftlich die Vorgaben ab, die eine willige und denkunfähige Politik einfach nur übernimmt und auch übernehmen muss.
Kommt irgendein Politiker, wie letztens die sprechende Hecke aus Mainz, Kurt Beck, auf die Idee etwas zu versuchen, das nicht auf der vorgegebenen Mohn-Linie liegt, dann wird sofort eine Forsa-Umfrage bekannt gegeben, nach der die SPD 4 Prozent der Wähler genau wegen dieser Entscheidung verloren hat und die Contentmanager des Mohn-Imperiums verbreiten diese Propaganda pflichtschuldigst.
Da braucht es keine Journalisten mehr. Für die textliche und bildliche Umrandung von Propaganda sind bestenfalls noch ein paar Werbefuzzis oder Stylisten notwendig. Wir müssen nicht dem Qualtiätsjournalismus nachweinen sondern dem Journalismus an sich.
Das gleiche gilt ebenfalls für die Wissenschaft. Um das bestehende Weltbild der Familie Mohn zu beweisen, braucht es keine Wissenschaft. Die wäre sogar hinderlich, da Wissen meist ja auch Wahrheit schafft. Wahrheit aber genau das ist, was das System Mohn am wenigsten gebrauchen kann. Deshalb gibt es ja auch das Hochschulranking von Mohn/Bertelsmann unter dem Tarnnamen CHE. Es soll echte Wissenschaft verhindern um die pseudowissenschaftliche Weltbetrachtung der Familie Mohn zu stützen.
Allerdings versteht der alte Mohn zu wenig von dieser Welt. Selbst die katholische Kirche hat es nicht geschafft Wissenschaft und Wahrheit auf Dauer zu unterdrücken. Gütersloh ist nicht der Nabel der Welt und die Mohns haben es nicht mit Schafen zu tun, die sich scheren und willig von einem Judasbock zum Schlachter führen lassen. Nein! Die Gegner der Mohns die überall aufstehen sind eher wütende genervte Bären und es sind viele Bären.
Schalke Schalke Schalke Schalke Schalke Schalke Schalke
Ich hatte mir so geschworen nichts zu schreiben, aber es geht nicht, es geht einfach nicht.
Schalke
Schalke
Schalke
Ach ja. Ist das schön. Schalke hat gegen Porto gewonnen. Ich hab nix gegen Porto. Aber Schalke lag zurück, dann sind die normalerweise schon in der Umkleidekabine, zucken mit den Schultern und sagen, sowas wie, ging nicht, Gegner hat nicht zugelassen, zu kalt, zu warm, wir sollten ernsthaft Fußball spielen.
Aber nu. Verlängerung. Die sind noch gelaufen. Ja. Ja. Nicht überragend Aber sie waren noch nicht in der Kabine. Die hatten wahrscheinlich Angst der Manuel Neuer hätte sie dann in den Arsch getreten. Mal im Ernst hätte irgendjemand damit gerechnet das die nach dem 1:0 Rückstand weitergespielt hätten. Ich nicht.
Ich kuck ja immer nicht hin, oder nur so halb. Aber im Grunde bin ich davon ausgegangen das sie untergehen. Diesem Schalke traue ich keinen Kampfgeist zu. Dann basteln die sich tatsächlich bis zum Elfmeterschießen und gewinnen. Der Manuel Neuer hält wie ein Gott und die Jungs schießen Elfer als hätten sie nie was anderes getan. Einfach Klasse.
Ich sag jetzt mal nichts zu Kevin Kurany. Seine Haltung war idiotisch. Niemand kann seine eigenen Fehler sehen, dafür stellen die da draußen einen Trainer und seine Helferlein hin. Damit die Entscheidungen treffen. Slomka hatte Kuranys Unterstützung bei der Intrige gegen ihn wohl vernommen. Aber als Trainer muss er für den Verein entscheiden. Egal. Slomka hat Größe und Kevin weiß wie entschuldigen geht.
Wenn wir schon mal gerade so am plaudern sind dann muss auch der Name Andreas Müller fallen. Genau das sollte er auch bei Schalke. Rausfallen. Er hat die Konsistenz, Konsequenz und das Durchsetzungsvermögen einer Nacktschnecke. Ich habe immer Angst das er auf seiner eigenen Schleimspur ausrutscht und hoffe gleichzeitig, dass das den Herren Josef Schnusenberg und Clemens Tönnies passiert.
Dieses Unglücksduo Tönnies Schnusenberg ist ja nie richtig hinterfragt worden. Schnusenberg war Tönnies Steuerberater und was in Tönnies Fleischbetrieben wirklich läuft, darf man nicht einmal vermuten. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt ja seit 2006 unter anderem wegen illegaler Arbeitnehmerüberlassung und Betruges. Wie wir alle wissen, wurden in vielen deutschen Fleischfabriken und Schlachthöfen, die deutschen Arbeiter illegal durch Ausländer ersetzt.
Das nicht nette System der Kungelei hat erst dafür gesorgt, das die lokale Schlachtung durch unsinnige Auflagen nicht mehr bezahlbar war und dann wurden in den Großbetrieben die deutschen Arbeitnehmer rausgeworfen und Arbeiter aus dem Ostblock über Subunternehmer geholt. Etliche Fernsehberichte, diverse Zeitungsartikel konnten an diesem System nichts ändern.
Tönnies ist der größte deutsche Fleischunternehmer, Schnusenberg war sein Steuerberater. Für mich ist es unvorstellbar, das die allgemein übliche, illegale Praxis nicht auch bei Tönnies zur Anwendung kam, aber es gibt bis heute keine Verurteilung und meines Wissens auch keine Anklage gegen Tönnies und Schnusenberg.
Trotzdem will ich solche Leute natürlich nicht im deutschen Fußball sehen und schon gar nicht bei meinem Lieblingsverein Schalke. Das mag den Herren Tönnies und Schnusenberg nicht gerecht werden, ist aber meine Haltung. Es gehört sich nicht.
Aber es spiegelt genau den Stil des Herrn Schusenberg wieder, den dieser gegenüber Slomka gezeigt hat. Es reicht nicht für eine rote Karte, oder eine Anklage aber man erkennt die Absicht und man ist verstimmt. Wenn Leute mit solchen Methoden, die Macht bei Schalke haben, dann ist es absolut unmöglich, das der Verein erfolgreich sein kann.
Die Tricksereien der Fleischbranche mit Arbeitnehmern die kaum eine andere Wahl haben, lässt sich nicht auf Profifußballer anwenden. Natürlich sollte sie bei niemandem angewandt werden, aber da ist der Gesetzgeber gefragt. Führungsanspruch bedeutet, das man in der Lage sein muss aus eigener vorbildlicher Haltung heraus, die anderen zu ähnlichem aufzufordern. Wenn man das nicht kann, bleibt nur die Führung durch Piesacken, das System Schusenberg - Tönnies.
Ich bin der Meinung die beiden sollten zurücktreten und bei Schalke Platz für eine anständige neue und vor allem unbelastete Führung machen. Schalke kann gewinnen. Aber nicht auf Dauer mit diesen Herren.
Morgendliche Träumereien
Im Laufe eines Tage kommen viele Nachrichten bei mir vorbei, die ich nur mit halbem Auge wahrnehme, aber oft in BasKet übernehme. BasKet ist für mich der Zettelkasten, der es mir erlaubt unter verschieden Titeln, Gliederungen oder einfach nur nach Uhrzeit, Texte, Urls und alles das was ich nicht sofort verwerten kann, zu speichern.
Selbstverständlich sammelt sich da auch viel Müll, der nie ausgewertet wird und irgendwann mal die Basis für meinen "Zettels Traum" bildet. Aber jeden Tag sehe ich kurz durch diesen Kasten und nicht selten, finden sich da Glanzstücke. Nicht immer unbedingt wichtig, aber einfach schön.
Heute morgen fand ich eine Notiz des Markenblogs. Die Nachricht an sich ist erst einmal ziemlich bedeutungslos:
Marke Kreidler wechselt den Besitzer
Die KREIDLER Zweiradgesellschaft mbH aus Oldenburg hat die nachfolgenden Marken übernommen.
790 177
Wortmarke: Kreidler
Nizzaklasse: 12
Anmeldedatum: 10.03.1964
..
Bisherige Inhaberin der Markenrechte war die Prophete GmbH & Co. KG aus Rheda-Wiedenbrück.
Da sind gestern schon alle Lampen angesprungen, denn der nächste Eintrag auf diesem Notizzettel betrifft mich ganz persönlich Kreidler Florett RS Da steht sie. Meine RS ganz in rot. Ich bin ganz andächtig. Ein Traum von einer Karre. Kein Moped, ein Traum, eine Königin. Der Bock schlechthin.
Ich hab sie schon gebraucht gekauft. ROT. Nicht nur in Schuss, sondern topp. Wie kommt dieser blöde Autor nur darauf, die Karre sei nach 4 Jahren abgeritten gewesen. In meiner Gegend nicht. Die Kreidler Florett RS war die Göttin. Göttinen werden gepflegt. Das leiseste Hüstelchen bedeutete Totalzerlegung. Ich glaube das könnte ich heute noch bei vielen Teilen mit verbundenen Augen. Kreidler Florett RS. Das kann man nicht beschreiben, das muss man fühlen und gefühlt haben.
Danach gab es viele schöne Motorräder. Die Münch 4 Mammut TTS mit dem 1200 NSU Prinz Motor war sicher mein persönlicher Höhepunkt. Ja, ich weiß das Biest durfte nie Mammut genannt werden, aber wir haben es immer getan.
Auch wenn Friedel Münch nie wirklicher wirtschaftlicher Erfolg beschieden war, glaube ich das uns heute solche Leute fehlen. Ideen gepaart mit Ehrgeiz und sehr viel Fleiß. Das wäre auch ein schönes Erziehungsziel. Aber in einem Land in dem es wichtiger ist, die Biegung von Salatgurken zu regeln, als Fantasie auszuleben, ist das wohl eher ein blöder Wunsch.
Aber es gibt die Firma Kreidler wieder. Ich werde bald mal versuchen solch ein Gefährt in die Hand zu bekommen. Vielleicht spüre ich ja irgendwo noch den Geist der Göttin.
Die Manager als Handlanger
Die Sargnagelschmiede hat einen sehr interessanten Artikel zur Verantwortlichkeit der Bosse gegeben, der nicht falsch ist, den ich aber im Rahmen eines Kommentars ergänzen wollte. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich das ,was ich meine auf einen Kommentar eingrenzen können, mangels Zeit wird es ein eigener Artikel:
Als ob das die Bosse wären ...
... die diese Leute entlassen. Die sind auch nur Knechte, sehr gut bezahlte zwar, aber sie bekommen ihre Renditevorgaben doch nur auf den Schreibtisch gelegt - und entweder sie erfüllen die oder sie fliegen raus.
Das erinnert mich immer an den KZ-Wächter der mir erzählte (glaubhaft übrigens), dass er das Treiben im KZ ja gar nicht gut gefunden habe, ja dass er sogar manchmal des Nachts geweint habe, wegen all dem Grauen. Aber er hat sich eben nicht an die Front gemeldet, sondern hat als braver Deutscher seinen Dienst erfüllt. Er hat auch nicht seine Waffe genommen und den Lagerkommandanten erschossen. Er hat nur geweint.
Weist du wer der mieseste Schuft in einem Industrieunternehmen ist. Es ist der Arbeitsvorbereitungsmann, der die Zeit misst, die für eine Tätigkeit gebraucht wird. Misst er sie offen, sehen die Arbeiter was er tut und haben es nicht allzu eilig. Also misst er verdeckt. Weil er sich aber dafür schämt, sieht er sich als Bestrafer der Arbeiter. Er drückt den Knopf immer ein wenig weiter vor dem eigentlichen Ende der Arbeit. Bis der Takt so schnell ist, das niemand mehr Leistung bringen kann und alle miese Löhne haben. Dann ist er glücklich. Er hat für seine Gerechtigkeit gesorgt und die faulen, lügnerischen Arbeiter auf Trab gebracht.
Es sind diese Manager die sich Zahlenspiele anfertigen lassen, die sie ein wenig in die gewünschte Richtung arrangieren, von Stufe zu Stufe, bis sie oben angekommen, völlig falsch sind. Der letzte der damit zu den Inhabern geht, legt natürlich noch einen drauf, bis alles verloren ist.
Natürlich sind die Besitzer der Unternehmen verantwortlich. Das Großkapital mit seinen Mehrheiten, aber auch der einzelne Aktionär mit seinen drei Aktien. Bei den Wahlen in Kommunen, Landtagen oder zum Bundestag, ist es niemanden erlaub,t sich bei der Stimmabgabe von anderen vertreten zu lassen. Man kann verantwortungslos handeln und nicht hingehen, oder dumm sein und ungültige Stimmen abgeben, aber man muss sich selbst vertreten.
Bei den wichtigsten Entscheidungen für dieses Land, nämlich bei denen um die Zukunft unserer Unternehmen, da muss man nicht anwesend sein, da kann man sogar sein Stimmrecht, ziemlich einfach und allem Missbrauch preisgegeben, an andere übertragen. Meist an die Banken bei denen auch das Depot liegt. Ob diese Banken, das Interesse der Firma und unseres Landes im Auge haben, darf bezweifelt werden. Welche Interessen mag wohl Herr Ackermann vertreten, der dank des Depotstimmrechtes, in jedem DAX-Unternehmen irgendwie mitregiert.
Die ganz oben entscheiden aufgrund von Daten die für sie ausgearbeitet und ihnen dann vorgelegt wurden. Das sie aus verschiedenen Entscheidungsmöglichkeiten, die für sich beste wählen, kann ihnen niemand zum Vorwurf machen. Wenn die Manager aber schon bei den Vorlagen falsche, bewusst gelogene oder einfach nur angepasste Daten als Grundlage genommen haben, und diese Daten auf jeder Ebene nochmals angepasst wurden dann haben wir folgende Situation:
Der Brigadier der LPG "Rote Rübe" in Heilenroda stellt fest, daß die volkseigenen Säue in seinem Stall durchschnittlich sechs Ferkel werfen. "Das klingt nicht gerade viel", meinte er zu sich, "... so was kann ich doch der SED-Kreisleitung nicht weiter melden!" Und so entschied er sich zu einer kleinen Übertreibung und schreibt in seinen Bericht: "Die gesunde Sau in Heilenroda wirft sieben Ferkel."
Der Kreisparteileiter liest den Bericht und denkt bei sich: "Sieben Ferkel, nun ja, so komme ich ja nie auf meine Kennziffern. Für die Bezirksleitung schreibe ich da mal besser acht."
Der Bezirksparteileiter fragt sich: "Acht Ferkel? Ist das viel? Keine Ahnung, aber Papier ist schließlich geduldig." Sein Bericht an die Staatliche Plankommission spricht daher von neun Ferkeln.
Nach dem Lesen dieses Berichtes meint der zuständige Genosse in der staatlichen Plankommission: "Neun Ferkel? Die Genossen in Heilenroda sind gar nicht schlecht! Aber schließlich haben wir in der Schweinefleischbilanzkennzahl noch eine kleine Lücke." Und deshalb liest der Bereichsleiter für landwirtschaftliche Produktion im ZK der SED von zehn Jungvieheinheiten.
"Zehn Ferkel ist ja nun wohl ziemlich mies!" spricht das Zentralkomitee, "So können wir dem Politbüro nicht kommen!" Und so meldet schließlich das Politbüro, daß von elf Ferkeln wußte, stolz: "Genosse Honecker, die gesunde Sau in der LPG Rote Rübe in Heilenroda wirft zwölf Ferkel!"
"Das ist ja wunderbar!" ruft Honecker, "Dann können wir ja sechs in den Export geben!"
Das Fiktivschwein der DDR ist ein wunderbares Bild für das was in unserem System passiert. Wir haben eine Planwirtschaft. Nicht mehr in einem Fünfjahresplan, nein in einem Quartalsplan dessen Jahressummen immer nur mit den letzten 4 Quartalen korrelieren. Das macht Sinn. Erfolg ist eine langfristige Angelegenheit und macht Arbeit. Kurzfristige Spielchen, täuschen Erfolg vor, dessen Kurzfristigkeit nicht sichtbar wird, wenn man die Wahrheit nicht sagt. Aber weder Börsenberichterstatter noch Analysten können die Wahrheit sagen, das würde das System auf den Kopf stellen.
Der alte KZ-Wächter, der AV-Mann, der Manager und die Kapitalseigner hatten und haben genausowenig Interesse an der Wahrheit, wie der LGP-Vorsitzende, Kreis- und Bezirksparteileitung, Plankommission, Politbüro und Honecker in dem alten DDR-Witz. Tatsächlich aber war es in der DDR, wie auch heute, kein Witz. Genauso wurde gewirtschaftet und die Ergebnisse kennen wir. Da die einzigen sechs erzeugten Schweine verkauft werden, bleibt nichts für die eigenen Leute. Da die Gewinne aus der Arbeit vieler an Einzelne weitergegeben werden, bleibt für die meisten nichts.
Man kann ziemlich lange auf Verschleiß produzieren, die Menschen immer weiter ausquetschen, die Umwelt vernichten und Rohstoffe sinnlos verballern und sich das alles schön rechnen. Aber fünf Minuten Wahrheit beenden diesen Traum. Kämpfen wir für die Wahrheit. Sie macht das Leben einfacher, weil man sich seine Lügen nicht merken muss und sie gibt uns die Chance, uns auf wirkliche wichtige Ziele zu konzentrieren.
Wer ein Haus baut, baut das nicht für das nächste Quartal, sondern plant für das eigene Leben und ein Stück weit in die nächste Generation hinein. Wer ein Land steuern will, sollte wenigstens genauso weit planen. Das bedeutet nicht, das man seine Realtität den Planungen anpasst sondern seine Planungen der Realität. Wahrheit und langfristige Kontinuität in der Planung sind ein guter Anfang.


















