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Der als Raser aufgefallene nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) tritt zurück. Wittke zog damit die Konsequenzen aus seinem Verkehrsverstoß. "Aufgrund meines Fehlverhaltens im Straßenverkehr kann ich meiner als Verkehrsminister zwingend erforderlichen Vorbildfunktion nicht gerecht werden", heißt es in einer Erklärung. Wittke war im vergangenen November mit 109 Stundenkilometern durch eine geschlossene Ortschaft im Sauerland gerast und dabei geblitzt worden. Er musste in der Folge für acht Wochen seinen Führerschein abgeben.
Über den Verzicht auf das Ministeramt hinaus sehe er keinen Grund für Konsequenzen, erklärte Wittke. Der 42-Jährige will sein Abgeordnetenmandat behalten. Er wolle sich außerdem auf den Vorsitz der Ruhr-CDU sowie den stellvertretenden Landesvorsitz der CDU Nordrhein-Westfalen konzentrieren.
SPD-Landtagsfraktionschefin Hannelore Kraft nannte den Rücktritt "überfällig". Wittke habe offenbar die Flucht nach vorne angetreten, bevor in der Fragestunde des Landtags weitere belastende Details zu Tage getreten wären. Diese Einsicht des Ministers hätte auch der Ministerpräsident zeigen müssen und Wittke schon nach Bekanntwerden der Raserfahrt entlassen müssen, erklärte Kraft. "Der Ministerpräsident glaubte offenbar, das unentschuldbare Verhalten des Ministers mit einer Rüge beiseite schieben zu können."
Rüttgers hatte erst aus der Presse von dem Führerscheinentzug erfahren. Er hatte Wittke daraufhin scharf gerügt.