Die CDU in Schleswig-Holstein gibt nicht auf. Scheiß was auf den Wählerwillen. Nun ist sie sogar bereit die Einheitsschule einzuführen um an die Macht zu kommen. Wir erinnern uns, die Einheitsschule war das Teufelswerk gegen das sich der gesamte Wahlkampf des Herrn Carstensen wandte, der ansonsten nur noch in der Bildzeitung auf Brautschau gehen konnte. Nachdem ihn weder die Wähler seines Wahlkreises noch die Damen von Seite drei haben wollten, ist nun auch die Bildungspolitik nicht mehr wichtig. Es geht um die Macht und die Pfründe.
Otto Bernhardt, ansonsten eher unauffälliger Hinterbänkler der CDU im Bundestag, der mit seiner Tätigkeit als Unternehmensberater gut ausgelastet zu sein scheint und auch in seinen sonstigen Nebentätigkeiten eher unauffällig ist, macht den ersten Schritt zum Machtgewinn. Im Spiegel bietet er für die Macht, die Einführung der Einheitsschule an. Das Motto lautet lasst uns regieren, wen interessieren Sachfragen. Gebt uns Macht und Pfründe und wir sind für alles. Ein typischer deutscher Parteipolitiker, dem kein Niveau zu niedrig ist. Da lacht das Wählerherz und fühlt sich wahrlich gut vertreten.
Vielleicht brauchen wir in Berlin noch ein weiteres Denkmal. Das Denkmal des deutschen Parteipolitikers. Als Motiv wäre ein großer nackter Arsch wohl die richtige Auswahl.
Andererseits könnten wir auch einfach unser Wahlsystem ändern und die Abgeordneten an den Wählerwillen binden, anstatt sie zu Parteisoldaten zu machen. Wählen wir doch alle Abgeordneten direkt. In allen Parlamenten. Verdoppeln wir die Anzahl der Wahlkreise und verlangen, das jemand der gewählt werden will, mindestens drei Jahre in seinem Wahlkreis mit Erstwohnsitz gelebt hat. Dazu ein Abwahlrecht.
Welch ein schöner Gedanke. Keine Macht den Parteien - alle Macht den Bürgern.