Die Grünen und ein echter Wowereit
Gestern vor 10 Jahren trat Klaus Wowereit mit dem Spruch: "Ich bin schwul, und das ist auch gut so." ins Rampenlicht der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Das war damals und ist auch heute noch ein guter und mutiger Satz. Allerdings sind ihm keine anderen vergleichbaren Sätze oder Taten gefolgt. Wenn man auch nur etwas Glanz bei ihm sucht, dann bleibt sein Glanz als Partybürgermeister, wo er wirklich auch bei der nebensächlichsten Fete immer eine gute Figur machte. ["Die Grünen und ein echter Wowereit" mehr »]
Westerwelle ein geschichtsloser Schwuler?
Schon als Klaus Wowereit den Spruch "Ich bin schwul – und das ist auch gut so!" prägte, war klar, dass Schwulsein eben nichts, mit gut sein zu tun hat. Wowereit hat das immer wieder bestätigt und seine Amtsführung ist eine Schande für alle Menschen, egal welcher sexueller Orientierung. Bei Westerwelle ist es noch schlimmer. ["Westerwelle ein geschichtsloser Schwuler?" mehr »]
Die "islamische Homophobie" - ein Dauerbrenner...
Im ehemaligen Watchblog hatten wir eine lebhafte Beteiligung zum Thema Homosexualität/Homophobie und Islam/Islamophobie, die auch in andernorts nicht unkommentiert blieb. So wurde dem Autor Georg Klauda (lysis) und dem Watchblog unterstellt, daß wir uns an der Debatte beteiligten, diene nur dazu, von Menschenrechtsverletzungen in der islamischen Welt abzulenken. [Mittlerweile scheint es Blees und weiteren Bewohnern des linksradikalen und antideutschen Spektrums geraten, sich von den "Veranstaltern der Antiislam-Demo abzugrenzen...]
Im Zusammenhang eines Artikels auf diesem Blog und der (Vize-)Kandidatur von Sarah Palin kam das Thema letzte Woche zweimal vor:
Im Zusammenhang mit der Kandidatur von Sarah Palin berichteten diverse US-Medien darüber, dass sie das - neuerdings wieder in Mode gekommene - "Heilen" von Homosexualität unterstützt: zunächst mit Gebeten, wie auf dieser Frau Palins Kirche unterstützen Konferenz, aber vielleicht wird ja auch das ganze, gerade mal seit ein paar Jahrzehnten aus der Mode gekommene Arsenal wieder aufgefahren: (Gebete kommen mir in diesem Zusammenhang beinahe schon wie Exorzismus vor) Verhaltenstherapie, Elektroschocks - vielleicht kommt ja auch die Lobotomie wieder. Zitat aus dem Eintrag:
In den 1950er Jahren wurde die Operation unter anderem durchgeführt, um Homosexualität oder eine kommunistische Einstellung zu "kurieren".
[ Wie das Ergebnis aussieht, kann man in den letzten Szenen von "Einer flog über das Kuckucksnest" an MacMurphy (Jack Nicolson) besichtigen, das berühmteste Beispiel für die Lobotomie von Alkoholmißbrauch , Eigenwilligkeit und kommunistischer Einstellung war die Hollywoodschauspielerin Frances Farmer.]
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Kurzkommentar 2008-08-22
• Bezirksdekan nach Segnung von Homosexuellen abgesetzt
• Clement geht mit Genossen hart ins Gericht
• Iran kündigt bemannte Weltraummission an
• Bertelsmann ohne Mohn jr.
• Billionen fressen Seele auf ["Kurzkommentar 2008-08-22" mehr »]
So langsam habe ich die Schnauze voll vom Kreuz.net
Nachdem ich mir den Prozess mit dem wunderbaren Menschen Dr. Udo Ulfkotte eingetreten hatte, habe ich angefangen die ganzen Trupps um ihn herum zu beobachten, weil mich das Netzwerk interessiert, das es natürlich nicht gibt. Das sind ja sicher auch alles keine Rassisten wie das Frankfurter Landgericht vermutlich meinen dürfte und ich schließe mich selbstverständlich dieser Ansicht an. Vermutlich hält dieses Landgericht die Lynchmobs gegen Roma und Sinti in Italien für Grillfreunde. Nein ich werde zu dieser Geschichte in Italien nichts schreiben, weil ich nur wieder darauf hinweisen kann, das die gesamte Hetzerei, erst zu Progromen und dann zu Vernichtungslagern führt, was dem Landgericht aber bestimmt auch wieder nicht gefallen würde. Also lassen wir es.
Nun aber sind nach Muslimen, Sinti und Roma demnächst wohl auch die Juden wieder an der Reihe wie es gut vernehmlich in kreuz.net Katholische Nachrichten schon wieder tönt:
Den Christen im Judenstaat weht der Wind aufgrund der Schikanen der israelischen Behörden immer schärfer ins Gesicht.
..
Es ist unklar, worin die Probleme der Gemeinschaft in Jerusalem bestehen.
Ich bin kein großer Freund der katholischen Kirche und halte den missionarischen Eifer einer jeden Religion für höchst bedenklich weil dabei immer die Interessen anderer Religionen durch deren Abwertung beschädigt werden. Allerdings weiß ich auch das Glauben und Mission scheinbar zusammen gehören und damit Auseinandersetzungen fast unvermeidlich sind.
Ich halte kreuz.net für ein sehr übles Beispiel wie aus der Vermischung von Religion und Fanatismus der Hass geschürt wird. Selbstverständlich wird dort gegen die Muslime gehetzt. Ein weiterer Todfeind sind die Schwulen und natürlich die Linken. Für mich ist es logisch das jetzt die Juden an der Reihe sind. Der Antisemitismus gehört einfach mit in diese Reihe und egal wie sehr da angebliche christlich-jüdische Gemeinsamkeiten zweckmäßigerweise bemüht werden, die es real nicht gibt und nie gab, die Juden gehören zu den fest fixierten zukünftigen Opfern.
Deshalb gehe ich auch auf diese Geschichte ein, die wie alles was aus diesen Kreisen kommt einen winzigen Kristallisationspunkt hat um den herum die im Verhältnis dazu riesige Schneeflocke gebildet wird. Der Kern der Geschichte lässt sich mit den Suchbegriffen "Benediktiner Jerusalem Hildesheim" im Bruchteil einer Sekunde ermitteln:
Zwischen den Bevölkerungsgruppen sei eine „Glaswand, die nichts durchlässt“, fasste Pater Jonas die Schwierigkeiten vor Ort zusammen. Dass die Heiligen Stätten in den Augen der einheimischen arabischsprachigen Christen vor allem „Stätten von Ausländern für Ausländer“ sind, deren Liturgie sie nicht verstehen – die Mönche beten die Horen auf Deutsch – , erschwert die Aufgabe.
Das was selbst die einheimischen Christen als Okkupation durch fremden Geist empfinden, wird für Muslime und Juden nicht angenehmer aussehen. Aus Sicht der Kirche ist diese Vorgehensweise aber in Ordnung. Die Opfer der Mission sollen glauben und nicht wissen. Die haben die Lehren aus Luther immer noch nicht gezogen.
Allerdings hat der Hildesheimer Standort nichts mit diesem Problemen zu tun:
„Das Bistum freut sich über die Entscheidung der Abtei, sich mit einigen Mönchen in Hildesheim niederzulassen. Aufgrund der schwierigen Lage im Heiligen Land ist das Bistum gern bereit, den Aufenthalt der Mönche zu Erholungs- und Studienzwecken zu ermöglichen sowie im Bistum Hildesheim die geistige Verbindung mit dem Heiligen Land zu stärken und benediktinische Spiritualität erfahrbar zu machen.“ So heißt es in dem Papier, das der Jerusalemer Abt Benedikt Lindemann und der Hildesheimer Generalvikar unterzeichneten. Laut Vertrag sollen die Mönche in der Basilika St. Godehard oder im Kapitelsaal öffentliche Gottesdienste halten und ihre Vertretung im so genannten „Haus Jerusalem“ im Pfarrhaus am Lappenberg zu einem geistlichen Zentrum entwickeln.
Gerade in der katholischen Kirche mag man keine ungeregelten Dinge. Es wäre nicht falsch, diese Kirche als Mutter der Bürokratie zu bezeichnen. Es ist üblich alle Dinge bis ins Kleinste genau zu regeln und Verträge abzuschließen. Da Bistum und Benediktinerorden juristisch und wirtschaftlich völlig getrennt sind, ist dies auch eine Notwendigkeit.
Allerdings geht es weniger um Geld, als mehr um die kirchlichen Aufgaben, die von den studierenden und urlaubenden Benediktinermönchen in Hildesheim erledigt werden. Mit jedem Mönch der in Hildesheim ist, bekommt die Stadt praktisch einen zusätzlichen Priester und die Immobilie des ehemaligen Pfarrhauses wird genutzt und unterhalten. Sie muss nicht wie viele andere verkauft werden, weil die Zahl der Gläubigen zurückgeht.
Die katholische Kirche hat schon immer gerne Missionspriester in ihre Heimatkirchen zurückgeholt weil dadurch der Missionseifer angeregt wird und auch neuer Elan in verschlafene Gemeinden kommt. Alles also ein normaler Vorgang, der sicher nicht mit irgendwelchen jüdischen Missetaten zu begründen ist, auch wenn die israelische Bürokratie berüchtigt ist. Der Blaumilchkanal aber auch viele andere Geschichten von Ephraim Kishon schildern das ausführlich.
Wir haben es bei diesem Bericht also wieder einmal mit einer Lüge oder doch zumindest mit einer Verdrehung der Wahrheit zu tun, die einer bestimmten Gruppe von Menschen Schaden zu führen soll. Natürlich ist der Schaden in diesem Einzelfall mikroskopisch gering. Aber wenn die Geschichte erst einmal mehrfach durch die verschiedenen anderen Publikationen dieser Szene gegangen ist, wird sie noch größer aber nicht wahrer. Außerdem wird sie mit hunderten anderen angeblichen Fällen zu einem Strang verknüpft.
Es ist diese Technik der bewussten Lüge, Verdrehung oder Aufbauschung die es so schwer macht, sich diesen Gruppen in den Weg zu stellen. Wenn dann auch noch solche Urteile dazukommen, wird es nicht leichter.
Da hilft es zwar wenn die Steinbergrecherche aufzeigt wie nach deren Meinung Herr Dr. Ulfkotte lügt, aber ich kann es zum Beispiel nicht wagen, Steinberg zu zitieren, weil da sicher wieder ein Richter steht der das zu verhindern weiß und mich mal eben schnell abstraft.
Die auf einem Witz basierende Geschichte der Gipfelkreuze die zu Halbmonden werden sollten, kann ich allerdings bedenkenlos bringen. Obwohl nicht sicher ist das österreichische Gerichtsentscheidungen in Deutschland ein gültiges Beweismittel sind. Die eines Brüsseler Bürgermeisters scheinen es auch wenn sie auf Erkenntnissen des belgischen Staatsschutzes beruhen, nicht zu sein. Zumindest nicht für das Landgericht in Frankfurt.
Wer das was in diesen Kreisen zusammengelogen wird, aufdröseln wollte, also aus dem Strang wieder einen einzelnen Faden machen wollte, der hat Arbeit ohne Ende, zumal meist die Quellenangaben wie bei Akte Islam ins Leere führen. Natürlich hilft es das auch im europäischen Ausland die Entwicklung hier bei uns verfolgt wird.
Der Herrn Ulfkotte wohl sehr nahestehenden PI ist ja zum Glück schon ein eigener Watchblog POLITISCH KORREKT gewidmet, der in bewundernswerter Weise jeden Tag den gleichen Müll aufarbeitet.
Ich selber lese zwar auch im Feedreader die Titel dieser Seiten und versuche ab und an mit einem Kommentar zum Nachdenken anzuregen, aber mich täglich wirklich mit diesem dumpfen Hass, den Lügen und Verdrehungen abzugeben, würde ich nicht aushalten. Es macht einfach kaputt. Deshalb wäre es schön, wenn sich die Last auf mehr Schultern verteilen würde und auch die Qualitätsmedien mal ein wirklich kritisches Wort bringen würden.
Allerdings ist das für die Qualitätsmedien ja fast unmöglich, da sie dann auch über das Verhältnis der CDU zu Dr. Ulfkotte sprechen müsste, der ja gerne gesehener Vortragsredner in den Kreisen der CDU/CSU ist, um über die Muslime zu wettern. Ein Teufelskreis. Ulfkotte selbst wird vom System geschützt, seine Gegner mit Strafverfolgung überzogen und die mit ihm verbundenen Seiten sind ins Ausland geflüchtet um de, deutschen Recht zu entgehen.
Aktionsplan gegen Schwulenhass
Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Beck gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingspolitikern. Ich glaube ihm einfach viele seiner Aktionen nicht. Aber da wo er den Finger in eine offene Wunde legt, um auf sie aufmerksam zu machen, hat er meine volle Unterstützung:
Angesichts einer Studie, derzufolge bei jungen Einwanderern aus der Türkei und der ehemaligen Sowjetunion Schwulenhass weit stärker verbreitet ist als bei deutschen Jugendlichen, fordern die Grünen Konsequenzen. «Die Integrationspolitik darf sich nicht auf Vermittlung von Deutschkenntnissen beschränken», sagte der Geschäftsführer der Grünen-Fraktion im Bundestag, Volker Beck, selbst bekennender Schwuler, im Gespräch mit Netzeitung.de.
Er unterstütze daher den Vorschlag des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD), einen gemeinsamen Aktionsplan mit Migrantenorganisationen zum Abbau der Homophobie zu entwickeln. «Homophobie muss ein Thema der Integrationspolitik werden», forderte Beck und fügte hinzu: «Da hat Frau Böhmers Integrationsplan leider einen weißen Fleck.» Maria Böhmer (CDU) ist Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.
Ich habe keinesfalls die Absicht dieser Studie zu widersprechen. Sie deckt sich vielmehr mit eigenen Beobachtungen und Erfahrungen. Ich möchte sie nur gerne um eine Gruppe erweitern. Um die deutschen Jugendlichen die schon heute keine Chance mehr in diesem Land haben und praktisch nur noch auf Hartz IV vorbereitet werden.
Schwulenhass oder Homophobie haben genau wie Islamophobie oder Judenhass, nur selten etwas mit den Personen, Ansichten, Handlungen, sexuellen oder religiösen Praktiken zu tun, die von den Objekten der Phobie gezeigt werden. Die Triebfeder dahinter ist in den meisten Fällen eine völlig andere. Phobien dienen der Selbstbestimmung.
Wenn ich noch jemanden unter mir finde, der noch weniger angesehen als ich selbst bin, dann bin ich eben nicht der letzte, sondern der vorletzte Dreck. Es geht also darum den Druck von sich selbst, auf andere umzulagern. Wir werden bald auch noch eine Altenphobie bekommen.
Es spricht nichts dagegen Phobien innerhalb eines Migrationsprozesses auszuräumen, aber wo gibt es den einen solchen Prozess? Fünf Monate lang ein Jugendprojekt, von dem jeder vorher wusste, das die Mittel nicht verlängert werden. Schulen die nicht genügend Lehrer und schon gar keinen vernünftigen Deutschunterricht für Ausländer bieten. Die können das nicht leisten und für mehr gibt es kein Geld.
Wenn wir einen großen Teil der Bevölkerung ausgrenzen und verarmen lassen, während ein kleiner Teil alle Früchte genießt, dann bedeutet dies, das wir auf eine Hälfte der Bevölkerung, aber wahrscheinlich schon auf dreiviertel der Bevölkerung einen ständig steigenden Druck ausüben. Dieser Druck braucht ein Ventil.
Rassismus und ein Feind im inneren sind ein solches Ziel. der Kampf gegen Moslems, Juden, Schwule, Ausländer und Alte ist das Ventil. Die Schuld an den jeweils nächstschwächeren zuweisen. Das ist der wirtschaftsfaschistische Neoliberalismus der zur Zeit Mainstream in allen Parteien und Medien ist.
Als Politiker weiß Herr Beck genau, wie man Verantwortung auf andere überträgt. Diesmal auf die angeblichen Migrationshelfer und die Migranten. So machen es die Neoliberalen immer. Die anderen sind Schuld. Aber genau das stimmt nicht. Herr Beck hat im Bundestag alles getan um solch eine Gesellschaft, wie er sie jetzt zu seinem Erschrecken vorfindet, zu gestalten. Die Verhältnisse sind auch seiner und der grünen Politik geschuldet.
Wenn Herr Beck den eigenen Schuldanteil nicht anerkennt und nicht an die Ursachen des Problems gehen will, dann macht es keinen Sinn die Sache überhaupt zu diskutieren. Anstatt über Migrationspolitik zu reden, sollte er den Schwulen und Lesben empfehlen, Kampfsportunterricht zu nehmen und sich zu bewaffnen. Das ist wenigsten etwas wirksamer als sein laues Ansinnen, wenn auch sicherlich nicht vernünftig, oder gar richtig.
Wir müssen die Masse der Menschen wieder in unsere Gesellschaft holen. Da draußen sind längst nicht mehr nur Migranten. Da sitzen die gescheiterten Selbstständigen, die mit 50 zu ihrem Pech krank gewordenen, neben denen, die INSM und Mohn/Bertelsmann um ihr Einkommen gebracht haben. Demnächst sitzen da auch die Häuslebauer, denen Ackermanns Spekulationen ihr Eigentum gekostet haben. Es werden täglich mehr.
Ich bin gerne an der Seite von Herrn Beck, wenn er etwas tun will. Aber wie schon bei seinen Demonstrationsauftritten in Moskau, will er Show, aber nicht arbeiten. Die Wahrheit, die will er schon gar nicht.
Die Heiligsprechung des Volker Beck
Ich hatte mir erlaubt, am 27.5. um 10:11 den Bundestagsabgeordneten Volker Beck gleichzeitig für seinen Einsatz für die schwulen Bürgerrechte in Moskau zu loben und zu bemerken, das es mir lieber wäre, wenn er sich um die deutschen Bürgerrechte in Deutschland kümmern würde und zwar um alle, da ich Bürgerrechte für nicht teilbar halte.
Am 28. Mai um 1:15 antworte Stefan Niggemeier auf einen einen Hetzartikel der Menschenfeinde von PI, wobei ich PI für mich immer mit Provinziditioten übersetze und sie schon lange von meinem Radar gestrichen habe.
Stefans Antwort war ohne jeden Anlass zur größeren Kritik durchaus richtig im Zusammenhang mit der PI. Allerdings fehlte mir dabei die Auseinandersetzung mit dem, was ich in den Aktionen Volker Becks sehe. Deshalb schrieb ich am 28.5 um 7:05
Findest du Beck wirklich glaubwürdig? Ich nicht.
Es muss möglich sein, auch einen schwulen Politiker in Frage zu stellen, der den Bürgerrechten in Moskau mehr Bedeutung zumisst, als denen bei uns. Mehr noch, der sich um unsere Rechte nicht kümmert. Egal ob irgendwelche Anti-Islam-Idioten auch auf diese Idee kommen.
Dazu gab ich ihm einen Link auf meinen eigenen Artikel. Ich hielt es nicht für nötig auf die Hassprediger in den Kommentaren einzugehen, weil es keinen Sinn macht, denen etwas erklären zu wollen. In deren Hirn ist einfach nicht genügend Platz mehr neben den Parolen.
Seine Antwort auf meinen Kommentar erfolge noch am 28.5 um 11:02
@Jochen Hoff (16): Du nennst die schwulenfeindlichen Beschimpfungen und Todesphantasien, von denen ich oben eine kleine Auswahl zitiert habe, einen Politiker “in Frage stellen” und legitim?
Deine Argumentation auch im verlinkten Blog-Eintrag ist von erschütternder Ignoranz. Du findest es nicht “fair”, mit dem Diplomatenausweis zu winken, wenn es ernst wird? Du hast nichts verstanden. Schwule ohne Diplomatenausweis können sich die Art von Protest in Russland gar nicht erlauben, ohne Gefahr zu laufen, totgeschlagen zu werden. Der Sinn, dass da eine Gruppe Parlamentarier hinreist, ist genau der: Die Öffentlichkeit auf den Skandal hinzuweisen, die Kameras dabei zu haben und trotzdem zu hoffen, (aufgrund der Prominenz, des Diplomatenausweises) nicht totgeschlagen oder für länger inhaftiert zu werden.
Und dann deine Forderung, Bundestagsabgeordnete sollen, wenn ihnen Probleme im Ausland so wichtig sind, gefälligst ihr Mandat zurückgeben? Abgesehen davon, dass die Unterstellung, Beck prangere nicht auch die Verletzung von Bürgerrechten in Deutschland an, nachweislich falsch ist.
Ich lese Deine Kommentare hier seit heute mit anderen Augen.
Gut, das ist seine Meinung und die ist legitim, ebenso wie es legitim ist jeden weiteren Diskussionsversuch abzulehnen. Aber das hindert mich nicht, hier noch einiges mal genauer anzugehen.
Moskau, wie gesamt Rußland befindet sich in einer sehr schwierigen Phase. Auf der einen Seite das Großkapital mit seinen Bestechungen und offener Kriminalität. Die Summen die da angeblich "verdient wurden" lassen sich aber nicht auf ehrliche Art und Weise verdienen. Dann eine breite Unterschicht, die sich und ihr Land längst aufgegeben hat oder jeden Tag erneut verzweifelt. Dazwischen Bürger die ein wenig Glück und Freiheit wollen, bei starker Polizei und starkem Staat. Dazu die Altlasten und die selbstgemachten Lasten mit den tan-Republiken und deren aktuelle Verschärfung.
Nein Rußland ist keine Demokratie in unserem Sinne, aber eben auch keine Diktatur. Fremdenhass und Hass auf Andere, im faschistischen Sinne ist weit verbreitet und wird von bestimmten Kräften auch massiv geschürt. Dazu kommen die von den USA geförderten Oppositionsgruppen. Ein einziges Pulverfass.
Es ist richtig das sich Abgeordnete und Prominente für die Bürgerrechte einsetzen. Aber Volker Beck tut etwas anderes. Seine Verhaftung ist jedesmal eine Show. Live auf allen Sendern, damit wieder einmal bewiesen ist, wie böse Rußland und wie gut Deutschland ist. Ich hatte es hier schon mal thematisiert.
Außerdem ist es eine Show die uns Volker Beck als engagierten Politiker zeigen soll. Aber das reicht mir nicht. Ich will das er hier mit uns für die Bürgerrechte hier und in Rußland kämpft, weil sich Rußland nicht bewegen muss, wenn Schäuble und Merkel den gleichen Mist bauen wie Putin. Die Diskussion haben wir doch gerade hinter uns.
Nur wenn wir ein gutes und ehrliches Beispiel sind, können wir andere zur Nachahmung bringen. Showeffekte nützen da überhaupt nichts. Im Gegenteil. In dem die Polizei dem Abschaum der Straße erlaubt ihr Mütchen an den Schwulen zu kühlen, kommt Druck aus dem Kessel, der sich ansonsten vielleicht an anderer Stelle entladen würde.
Am meisten aber ärgert mich, das auch Stefan Niggemeier nicht versteht das Bürgerrechte nicht teilbar sind. Sie müssen für alle in gleicher Weise zu jeder Zeit gelten. Die Abgrenzung von Gruppen und Grüppchen nutzt nur dem Gegner. Je kleiner die Gruppe, desto leichter ist sie auzugrenzen.
Wir haben es doch von 1933 bis 1945 erlebt. Die Juden, die Schwulen, die Zigeuner, die Kommunisten, die Sozialdemokraten, die Zeugen Jehovas, die Pfingstler, die Widerständler. Sie wurden nacheinander aufgerieben und vernichtet. Weil sie sich teilen ließen und weil sie partikulare Interessen verfolgten.
Dashalb finde ich die Heiligsprechung des Volker Beck völlig falsch. Er ist kein Teamplayer für Menschen- und Bürgerrechte, sondern meiner Meinung nach ein gewiefter Selbstdarsteller, dem ich kein Wort glaube. Egal ob das Stefan passt oder nicht.
Die PI habe ich schon lange von meinem Radar gestrichen. Sie sind nützliche Idioten für den braunen Ungeist, der da in Wirklichkeit aus allen Poren stinkt. Das die im Moment israelfreundlich sind, ist leicht zu erklären. So lässt sich der Krieg gegen den Islam leichter schüren. Aber wie von mir schon mehrfach gesagt. Für die Schlacht von Armageddon werden sowohl die PI als auch die USA, Israel jederzeit opfern.
Beck kämpft für schwule Bürgerrechte in Moskau
Das ist in Ordnung so und er macht das ja scheinbar auch gerne. Sein Einsatz ist auch ohne jeden Hintergedanken zunächst einmal lobenswert, auch wenn es nicht ganz fair ist mit seinem diplomatischen Status zu winken, wenn es ernst wird.
Aber noch etwas anderes stört mich an seinem Engagement. Er ist Abgeordneter im deutschen Bundestag. Also politisch mitverantwortlich, wenn ein Herr Schäuble und seine Helfershelfer die zwar nicht durchgeknallt sein wollen und es leider wohl auch nicht sind, hier die Bürgerrechte komplett aufheben. Ich weiß nicht ob das der richtige Zeitpunkt ist, in Moskau zu demonstrieren anstatt hier laut gegen Bestechlichkeit, Desinformation und Abschaffung der Bürgerrechte anzugehen.
Kann es vielleicht sein, das Herr Beck, als grüner Abgeordneter nur noch seine Diäten frisst und sich sonst nur als Schwulenbeauftragter dieser Erde sieht. Diese Sichtweise mag ihm ein persönliches Anliegen sein, aber dann sollte er so fair sein und auf sein Mandat verzichten und sich ganz seiner Berufung widmen. Am besten in Moskau.
Es könnte allerdings auch sein, das seine Moskauer Auftritte nur verdecken sollen, das er hier nur als Einmannkopie der drei Affen fungiert, die nichts hören, sehen, oder sagen. Will Herr Beck vielleicht davon nur davon ablenken, das ihm Deutschland und seine Bürger völlig egal sind? Ich nehme es sehr stark an und empfehle, alle seine Aussagen unter diesen negativen Vorbehalt zu stellen.
Vielleicht können die deutschen Schwulen, ja auch einmal dazu Stellung nehmen, wo Herr Beck heute in erster Linie gebraucht würde. Wenn Prof. Oberenders INSM-Selektionstrupps erst wieder an den Rampen der Lager die Menschen aufteilen, garantiere ich den Schwulen, das sie hier mit als erste auf den Listen stehen werden. Neben so Großschnauzen wie mir und anderen die sich mühsam wehren.
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