Aufgelesen und kommentiert 2011-09-19
Berlin: PIRATEN an Bord
Falscher Jubel auf Berliner FDP-Wahlparty
FDP: "Sozialismus ist: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren"
Isoliert in BAYER-World: Eine Leiharbeiterin berichtet
Armut: 2,4 Millionen Deutsche benötigen einen Zweitjob
Reallöhne in Deutschland stagnieren 2010
CDU-Pflegekonzept sieht Beitragserhöhung vor
Banken stürzen in die Krise: Wieder muss der Staat ran
Rede von Oskar Lafontaine in Beckingen
Europa spart sich kaputt
Pleite Griechenlands oder der schwarz-gelben Regierungskoalition?
Ohne koordinierte Fiskal-, Wirtschafts- und Sozialpolitik geht es nicht
Krawalle in London die Folge des von Thatcher begründeten Neoliberalismus
Terrorpanik: Innenminister als Lobbyisten der Überwachungsindustrie
Bundesverfassungsrichter: EU-Wirtschaftsregierung nur per Volksabstimmung möglich
Deutschland: Mit Hilfspersonal durch die Euro-Krise
Jahrestagung der Nuklearlobby WNA: "Fukushima ein Beweis für Atomsicherheit"
Klaus von Dohnanyi (SPD): "Manche Lehrer bekommen zu viel Geld"
Weiterer Bundestagsabgeordneter der FDP unter Plagiats-Verdacht
Diskussion um Neuwahlen ["Aufgelesen und kommentiert 2011-09-19" mehr »]
Merkel, Konterrevolution und ein Leserbrief mit Verschwörungstheorie
Es ist nur allzu natürlich, dass ein Autor der so schreibt wie ich, auch regelmäßig Prügel bekommt. Einige tun das in Kommentaren, andere gebrauchen das Kontaktformular und einige schreiben mich direkt an. Mein Artikel über Merkels Exportwahn hat nicht etwa die Freunde der Frau Merkel - so sie denn welche hat - ereifert, sondern einen häufigen Leser in Wut versetzt und der hat sich diese Wut vom Herzen geschrieben. Schreibfehler sind übrigens dieser Wut und nicht seinem Unvermögen zuzuschreiben. ["Merkel, Konterrevolution und ein Leserbrief mit ... »]
Zigarettensozialismus der EU
Man muss die Handlungen der EU nicht verstehen. Meist ist das sogar unmöglich, weil die EU ja lediglich der Spielball nationaler Interessen und der Wünsche von Lobbyisten ist. Deshalb hat und kann die EU ja auch nichts für die Menschen in Europa bringen, sondern ist nur Dienstleister für das Großkapital und Unterdrückungsorganisation gegen die Demokratie. ["Zigarettensozialismus der EU" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-23
NRW-CDU schürt die Angst vorm bösen Sozialisten
Banken: Die wenig revolutionären Pläne der LINKEN
Onlineshop www.Discount-Zeitarbeit.de
Alles für den Export
Nach FAZ-Gastartikel: Strafanzeige gegen Prof. Heinsohn wegen Volksverhetzung
Korrekturen greifen zu kurz: SPD noch keine arbeitnehmerfreundliche Partei
Rentner-Ehepaar musste 50 Hausdurchsuchungen über sich ergehen lassen
Wikipedia: Feuchtgebiet 2.0
Amok in Rheinfelden: Polizist ballerte wie wild um sich
US-Army überarbeitet Grundausbildung - wegen Computerspiele
Die tollsten Tipps für Arbeitslose! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-23" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-02-21
- Politikkäuflichkeit setzt sich fort - Sponsoren beim CDU-Parteitag
- Neue Idee von Westerwelle: Hartz-Jugend zum Schneeschippen
- Guido Westerwelle warnt vor einer "spätrömischen Dekadenz" - Hat er recht?
- FDP lehnt "Gleiches Geld für gleiche Arbeit" bei Zeitarbeit ab
- CDU-Wirtschaftsratspräsident Kurt Lauk: "Weg mit den sozialistischen Fesseln der Großen Koalition"
- Sozialausgaben in der EU: Geringste Steigerung in Deutschland (0,1 Prozent pro Jahr)
- 14 Prozent der Linke-Anhänger finden Hartz IV zu hoch
- Sozialrichter Borchert: "Der Sozialstaat ist gescheitert"
- Zur Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten
- Hamburger Bildungspolitik: Dreifacher Wechsel von SPD zur LINKE
- Die SPD macht jetzt Netzpolitik
- Verbraucherschutzministerin Aigner (CSU): "Google fehlt Respekt vor Privatdaten" ["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-21" mehr »]
Heuchler und Meuchler
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Ausgabe 142
Eifer und Geifer
Dort, wo im „Wendeherbst“ 1989 irgendein als Bürgerrechtler firmierender und angeblich einen „besseren Sozialismus“ einfordernder DDR-Hasser hingespuckt hat, steht heute ein Gedenkstein zur Erinnerung an einen unbeugsamen Freiheitskämpfer. Fast jeder stinknormale Knast beherbergt inzwischen ein sogenanntes
Opferkabinett. Und selbst in den einstigen Konzentrationslagern der Hitlerfaschisten ist man bemüht gewesen, die heldenhafte Geschichte des Widerstandes in das Prokrustesbett des Antikommunismus zu zwängen.
Der Sommerschlußverkauf für Lügenstories aller Art strebt seinem diesjährigen Höhepunkt zu. Im November begeht die Kamarilla der Hetzer und Heuchler das, was sie als „Mauerfall“ bezeichnet. Sämtliche Schleusen werden geöffnet, um wahre Sturzbäche einer schwarz-gelben, bisweilen auch rosafarbenen oder grünlichen
Brühe über Land und Volk hereinbrechen zu lassen. Der antikommunistische Dauerbeschuß hat ohne Zweifel eine gewisse Wirkung erzielt, die allerdings mehr und mehr verpuffen dürfte. Denn jede Überdosis ist kontraproduktiv. Millionen früheren DDR-Bürgern und Klarsichtigen im Westen hängt die ewige Unrechtsstaatsund Stasi-Leier längst zum Halse heraus. Sie wollen, daß man ihnen endlich wieder reinen Wein einschenkt.
Ein Wort zu jenen, die sich mit Eifer und Geifer an gewissen Novemberdaten berauschen und trunken vom Taumel der Sieger auf Zeit jedermann die Ewigkeit ihrer gerade vom Krisenfieber geschüttelten Ordnung einreden wollen. Vor 20 Jahren ist in Deutschland und Europa – bei der UdSSR etwas zeitversetzt – die neue Welt des lange erfolgreich aufstrebenden, dann aber in arge Turbulenzen geratenen Sozialismus zusammengebrochen. Er fiel im Trommelfeuer eines materiell überlegenen Gegners, der ihn schon in der Wiege hatte erdrosseln wollen, aber auch durch Inkompetenz in der Stunde der Bewährung gelähmter Steuerleute auf der Brücke. Sie gaben die Zukunft kampflos auf.
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Links, Recht, Querfront und dritter Weg
Es ist Bewegung in die deutsche Politikszene gekommen. Etablierte Vertreter wenden ihren Parteien den Rücken wie Gabriele Pauli und Jörg Tauss. Gleichzeitig kommt es überall zur Bildung von neuen Parteien oder politischen Gruppierungen, die sich teilweise auch als überparteilich begreifen. Dies wird von den etablierten Parteien und deren Hintermännern, aber auch von interessierten Einzelpersonen und Agenturen durchaus als Gefahr gesehen und bekämpft. Meist ist es ein schmutziger Kampf der im Dunkeln geführt wird und zumeist aus haltlosen Verdächtigungen gespeist wird.
Wichtigste Maßnahme dabei ist die Faschismuskeule, die immer dann ausgepackt wird, wenn einem Gegner auf die Schnelle der Boden unter den Füßen entzogen werden soll. Um zu greifen braucht diese Keule eigentlich nur wenige Worte, die sich mit dem Hitler-Faschismus in Verbindung bringen lassen und schon legt sie los. Natürlich fallen auch andere darauf rein, weil diese Begriffe ja scheinbar einfach zu verorten sind.
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Gregor halt doch einfach mal das Maul
Heute morgen kam die Nachricht über die Ticker, dass Bodo Ramelow nicht unbedingt Ministerpräsident in Thüringen werden will. Er hatte die Größe vorzuschlagen, dass jede Fraktion einer möglichen Rot-Rot-Grünen Koalition einen Kandidaten vorschlagen soll, über den dann abgestimmt werden soll. Er regte sogar noch eine Frau an, was Katrin Göring-Eckhardt von den Grünen direkt wieder ins Spiel brachte.
Sofort kam aus dem ZK der Linken, das Gejaule von Gregor Gysi, der darauf bestand, dass die stärkste Partei natürlich auch den Ministerpräsidenten stellen und müsse und überhaupt sehr böse drauf war, weil sein übergroßes Ego mal wieder seine realen Möglichkeiten bei weitem überstiegen hatte. Es ist nicht überliefert, ob er gleichzeitig neben dem großen Maul auch mit den Füßen aufgestampft hat. ["Gregor halt doch einfach mal das Maul" mehr »]
Auszüge aus 'Ehrliche Auskünfte': Lächerliche „Stasi“-Hysterie und Weiße Schimmel, schwarze Rappen
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Sonderbeilage der Ausgabe 140:
Auszüge aus: Ehrliche Auskünfte
Abschnitt: Lächerliche „Stasi“-Hysterie
Ein Wort zur Diktatur: Natürlich war auch unser Staat als Demokratie anderer Art eine Herrschaftsform. Und ohne Zweifel übte er seine Macht – wie jeder Staat – mit den Mitteln der Macht (Staatsapparat, Polizei, Justiz, Geheimdienste u. v. a.) aus. In diesem Sinne war er durchaus eine Diktatur. Es fragt sich eben nur, wer in wessen Interesse welche Macht mit welchen Mitteln, welchem Ziel und welchen Inhalten ausübt. Und da, so meine ich, brauchten wir uns hinter keinem anderen sich noch so demokratisch gebärdenden Staat zu verstecken. Natürlich waren die Mittel und Methoden andere, weil ja auch das Wesen des Gesellschaftssystems ein anderes war. Daher paßte das den angeblich so „freiheitlichen Demokratien“ des Westens nicht in den Kram. Sie rieben sich daran, daß unsere Demokratie ein Staat der Arbeiter und Bauern war und bekämpften ihn von der ersten Stunde mit nachweisbar verbrecherischen Mitteln. Deshalb kann es nicht verwundern, daß wir die Möglichkeiten der Diktatur auf unsere Weise nutzen mußten, ohne dabei die Demokratie einzuschränken.
Das ist übrigens in jedem anderen Staat ähnlich – allerdings unter umgekehrten Vorzeichen. Als Popanz wurde nach der angeblichen Wende die „Stasi“-Hysterie aufgebaut. Dazu ist zweierlei zu sagen: Erstens gibt es in jedem modernen Staat (so auch in der BRD) einen Geheimdienst oder gleich mehrere, die nach innen und außen wirken. Das mag nicht jedem gefallen, ist aber in den politischen Auseinandersetzungen unserer Zeit nun einmal nicht anders. Jeder Staat, der sich über andere aufregt, sollte zuerst vor der eigenen Tür kehren. Denn wie man mit verfälschten Geheimdienstinformationen Kriege vom Zaun brechen kann, haben uns die Musterdemokratien der Sonderklasse mit ihren Überfällen z. B. auf Nordvietnam, Grenada, Jugoslawien, Irak und Afghanistan vorgeführt. All die Aufregung über die DDR-„Stasi“ ist eigentlich lächerlich, maßlos aufgebauscht und sinnentstellend. Zweitens meine ich, daß mit dieser Hysterie Tausenden großes Unrecht zugefügt wurde und noch immer wird. Ich kenne selbst viele Menschen, die damit ins soziale Abseits gedrängt wurden, obwohl sie grundehrliche Leute waren und sind.
["Auszüge aus 'Ehrliche Auskünfte': Lächerliche ... »]
Ein kalter Wind weht durch die deutsche Linke
Es hätte so schön sein können. Deutschlands Linke im weiten Spagat zwischen Oskars SPD-Positionen und der kommunistischen Plattform von Sarah Wagenknecht. In Berlin ist die Linke als Juniorpartner in einer Koaltion mit der SPD sogar so weit gegangen, jede eigene Identität aufzugeben. Das konnte nicht gut gehen und nun zeigen sich die ersten Risse im Gebäude der Linkspartei.
Da nützt es auch nicht viel, wenn der Bundesgeschäftsführer der Linkspartei, Dietmar Bartsch fordert die Flügelkämpfe einzustellen und fordert, ein sogenanntes "breites Spektrum" mit der Partei abzudecken. Besser wäre es, wenn die Linke sich auf ihre Kernkompetenz zurückziehen würde, anstatt sich und ihre Themen immer mehr zu verwässern, bis sie völlig bedeutungslos ist. ["Ein kalter Wind weht durch die deutsche Linke" mehr »]
In der BRD angekommen?
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger
Ausgabe 137:
Ideologisch nackt und entwaffnet
Wenn die selbsternannten Eliten der BRD von früheren DDR-Bürgern verlangen, sie müßten endlich im Staat der Hundts und Ackermanns „ankommen“, dann ist das blanker Hohn. In Wirklichkeit meinen sie ja etwas ganz anderes: Die „Ostler“ sollten sich – ideologisch nackt und entwaffnet – zum als „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ mit „sozialer Marktwirtschaft“ verklärten kapitalistischen System bekennen. Das fordert man übrigens seit Jahr und Tag auch von all jenen im Westen, welche ebenfalls niemalsin dieser Gesellschaft brutalster Ausbeutung der meisten und schamlosester Bereicherung weniger angekommen sind.
Es wäre grotesk gewesen, Max Reimann oder Herbert Mies so etwas anzutragen! Worum geht es? Ohne Zweifel handelt es sich um den Kern der Dinge: die Klassenfrage. Sie eindeutig beantworten zu können, erfordert mehr als gesunden Menschenverstand. Der Kompaß, der aus dem Labyrinth herausführt, heißt Klassenbewußtsein.
["In der BRD angekommen?" mehr »]
Wie sie die DDR erfinden
Mit freundlicher Genehmigung durch den Redaktionsleiter der Zeitschrift RotFuchs, Dr. Klaus Steiniger, am 25. Mai 2009
Ausgabe 132 Extra:
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt
Am 25. Juli 2008 stellte der „Forschungsverbund SED-Staat“ der Freien Universität Berlin sein Buch „Soziales Paradies oder Stasi-Staat?“ vor. Teilergebnisse einer ihm zugrunde liegenden „Untersuchung“ waren schon im November 2007 veröffentlicht worden und hatten bei einigen Politikern für Wirbel gesorgt. Angeblich bewirken „unzuverlässige Erinnerungen“ der Eltern und „schwere Versäumnisse der Schulen“ eine „DDR-Verklärung unbedarfter Jugendlicher“. Den für die Klitterung der SED-Geschichte zuständigen Autoren Monika Deutz-Schroeder und Prof. Dr. Klaus Schroeder ist unbegreiflich, daß Ostdeutsche die DDR heute anders beurteilen, als von offizieller BRD-Seite erwünscht. Selbst zwei Drittel der befragten Westdeutschen (!) lehnten es ab, die DDR als Diktatur zu bezeichnen.
Auch Gruselkabinettsverwalter Hubertus Knabe beklagt „zunehmende Unwissenheit über die SED-Diktatur“.
Brandenburgs Polizeiminister Schönbohm warnt vor einer „systematischen Verherrlichung der DDR“. Merkels sogenannter Ostbeauftragter Tiefensee fordert, „die Fakten über Unterdrückung, Mauer-Tote, Stasi Spitzel, Folter-Knäste und den Konkurs der DDR-Wirtschaft“ stärker im Geschichtsunterricht zu behandeln. Herr Köhler, Bundespräsident, erzählt Schülern, die er im Schloß Bellevue empfängt, Lebensglück habe es für DDR-Bürger „nicht wegen, sondern trotz des SEDRegimes“ gegeben. Da fragt man sich doch unwillkürlich, ob von BRD-Seite noch immer nicht genug getan worden ist, um die DDR zu verunglimpfen.
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Leblos, aber nicht tot - die linke Bewegung in Deutschland
Niemand kann allen Ernstes behaupten, dass er vom Kapitalismus nicht profitiert hätte. Er ist die unserer Natur am ähnlichsten gestrickte Wirtschaftsform. Der Mensch ist von sich aus nicht gern zum Teilen bereit. Der menschliche Organismus reagiert auf Belohnung mit einer extra Portion Serotonin. Der Mensch hortet und denkt allenfalls solidarisch, wenn es seine eigenen Kinder betrifft.["Leblos, aber nicht tot - die linke Bewegung in Deutschland" mehr »]
Weltwirtschaftskrise: Ist der Kapitalismus noch zu retten?
Schauen wir uns doch einfach mal die Lösungen an. Im Feudalismus ist es einfach. Das war ein reiner rücksichtsloser Kapitalismus, der nur dadurch gebremst wurde, dass die Menschen sich erhoben und ihre Fürsten oder deren Beauftragten einen Kopf kürzer machten. Übrigens ein über lange Zeit probates Mittel beider Seiten, den jeweiligen Unmut über die Haltung des anderen kundzutun. Gebremst wurde die Willkür nur dadurch ein wenig, dass es viele Feudalherren gab, die ein ganz klein wenig miteinander im Wettbewerb standen. ["Weltwirtschaftskrise: Ist der Kapitalismus noch zu retten?" mehr »]
Aus dem Tagebuch - 1990-1992 Go east!
Liebes Tagebuch,
nun ist es soweit, ich werde Gifhorn endgültig verlassen.
Durch die Wiedervereinigung des Deutschen Reiches zeigen sich überall im Lande neue Möglichkeiten, von denen so mancher von uns jahrzehntelang nur zu Träumen gewagt hat. So streift auch mich das neue Erblühen diverser Landschaften, die uns unser Kanzler versprach und ich schnuppere Frühlingsluft im Osten. Die Ostgebiete weisen auch für mich DIE Gelegenheit auf, mich aus diesem kleinen Gifhorner Mief endgültig zu verabschieden. Hier kann ich nichts Großes werden. Hier ist kein Weiterkommen für mich. Man kratzt mir hier zu sehr an meinem Image, versteht mich nicht und möchte mir weitere Sprosse meiner Karriereleiter zersägen. Daher mache ich's wie jeder heutzutage: Go East! So die Devise, wer hier nichts wird, geht nach drüben. Dort eröffnen sich ungeahnte Chancen, wie viele zu berichten wissen, die bereits drüben ihre Geschäfte machen.
Es gibt einfach zu wenig geschultes Personal dort drüben und so war es ein leichtes, mich umzuhören und zu erfahren, dass man Regierungspersonal händeringend sucht, weil so viele gegangen werden mussten aufgrund ihrer Staatssicherheitsmitarbeit. Da ich glaube, in puncto Staatssicherheit einiges verstanden zu haben, erachte ich mich durchaus als hervorragend geeignet, die präsidialen Regierungsgeschäfte in einem Städtchen in der Zone übernehmen zu können. Desweiteren weiß dort kaum einer, aus welcher politischen Ecke ich zuvor gekommen, womöglich besteht sogar die Möglichkeit, meinen recht strammen Führungsstil als angenehm zu empfinden. Man ist es ja dort bereits seit Jahrzehnten sozusagen gewohnt. HA HA!...
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Hypo-Real-Estate-Verstaatlichung ist kein Sozialismus
Die Verantwortlichen für das Drama, wie der Exvorstandsvorsitzende der Hypo Real Estate, Georg Funke, fordern sogar noch frech Boni und wollen ihr Gehalt bis zum eigentlichen Vertragsende. Normale Mitarbeiter bei Firmen, die entlassen werden, obwohl sie an der Lage unschuldig sind, verlieren alles. Werden in Hartz IV gezwungen und haben dann nicht einmal mehr die primitivsten Menschenrechte, geschweige denn eine Chance, wieder auf die Beine zu kommen. ["Hypo-Real-Estate-Verstaatlichung ist kein Sozialismus" mehr »]
Großoffensive: Wider den Kommunismus
Und nocheinmal sehen und hören Sie, liebe Leser, eine Folge aus der Rubrik “CDU unter Freunden”. Diesmal allerdings etwas kürzer.
Es ist uns ein persönliches Anliegen, dem Kampfruf "Wehret den Anfängen" gerecht zu werden. Nachdem wir uns bereits mehrfach über das Konglomerat CDU/NPD ausgelassen haben, lesen Sie heute: MdB Ronald Pofalla (CDU) und seine Ausreisser.
["Großoffensive: Wider den Kommunismus" mehr »]
Der Fall Jürgen Elsässer oder die real existierende Linke
Gestern hat die Zeitung "Neues Deutschland" ihren Autorenvertrag mit Jürgen Elsässer beendet. Das ist ihr gutes Recht. Die dazu abgegebene Begründung zu zerlegen, ist Duckhome eine angenehme Pflicht.
Hintergrund ist eine von ihm gegründete »Volksinitiative«, die zu einer »Volksfront« gegen das »anglo-amerikanische Finanzkapital« aufruft, der sich auch das »national bzw. ›alt-europäisch‹ orientierte Kapital« anschließen möge. Dieses auf einen äußeren Feind orientierende Projekt hat nichts mit den tragenden redaktionellen Grundsätzen des ND zu tun. Wir unterstellen Elsässer nicht, ins rechte Lager übergewechselt zu sein, möchten aber nicht als Plattform für sein Vorhaben herhalten; auch nicht insofern, dass der Initiator eine ständige ND-Autorenschaft als Werbung für sein privates politisches Projekt einsetzt. Das ist geschehen.
ND bietet Raum für allerlei Ansichten und Meinungsstreit innerhalb der Linken – wir debattieren auch kontrovers mit Auffassungen, wie sie in dieser »Volksinitiative« zum Ausdruck kommen. Wir sind aber kein publizistisches Instrument für alte Irrtümer.
["Der Fall Jürgen Elsässer oder die real existierende Linke" mehr »]
Die Volksinitiative - ein paar Grundsätze
Wie Gregor Samsa schon beschrieben hat, handelt es sich bei der Volksinitiative keineswegs um eine inhaltlich auf Gleichklang gedrillte Gruppe oder Partei, sondern um eine wirkliche Initiative, die gerade erst dabei ist, ihre Positionen zu verfestigen.
Wir sind zum Teil ehemalige WASGler, Menschen, die, man erinnere sich, eher nicht den Anschluss an die im Bundestag vertretene Partei Die Linke wollten, aber auch viele andere, die erkannt haben, dass man in Zeiten wie diesen doch etwas tun sollte, um sie, die Zeiten, nachhaltig, insbesondere für die Schwächeren, zu verbessern.["Die Volksinitiative - ein paar Grundsätze" mehr »]
Doch haben wir so viel mehr vor, als uns an einer anderen Partei zu reiben. Die Chancen, sich derart zu profilieren, einen sinnvollen Eindruck zu hinterlassen, sind eher unbedeutend; so dass sich die Redewendung vom Schwein und der Eiche nahezu aufdrängt.
Teamarbeit versus Gemeinschaftshandeln?
Es ist nicht abzustreiten, dass das Wort "Teamarbeit" durchaus als Pendant von "Gemeinschaftshandeln" zu sehen ist.
Was versteht man unter "Teamarbeit" und kann man es vom Wort "Gemeinschaftshandeln" trennen?
Sportgemeinschaften, Religionsgemeinschaften, aber auch Gewerkschaften oder Klassengemeinschaften gehören zur Grundlage gemeinschaftlicher Sozialität. Diese sind klar vom politischen Gemeinschaftshandeln zu trennen. Beim politischen Gemeinschaftshandeln geht es um zu begrenzende Gebiete ohne das absolute Ziel.
Hier stellen wir fest: soziales Gemeinschaftshandeln hat lediglich das Ziel, in einem Team selbiges als solches zu festigen. Offenheit, aufeinander zugehen, anderen Hilfestellung bieten, aber auch das Akzeptieren von Mehrheiten und Toleranz sind die Grundbausteine für ein funktionierendes Team.
Miteinander statt gegeneinander.
"Teamarbeit" und "Gemeinschaftshandeln" sind folglich nicht trennbar. Ihre Subkategorisierungen allerdings sind dies sehr wohl.
["Teamarbeit versus Gemeinschaftshandeln?" mehr »]
Rote Socken, liederlich gestopft
Autor Ralph Hartmann
Das »Gedenkjahr 2009«, in dem der »friedlichen Revolution« in der DDR gedacht werden soll (s. Ossietzky 12/2008), rückt näher – die Wahlen zum Bundestag ebenso. Die CDU bereitet sich emsig darauf vor und hat die prächtige Idee, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Beide Ereignisse fest im Blick will sie mit der »Verklärung der DDR« aufräumen und die »Aufklärung über das SED-Unrechtsregime« vorantreiben. Dazu verabschiedete die christlich-demokratische Unionsführung einen Antrag mit dem flotten Titel »Geteilt. Vereint. Gemeinsam. Perspektiven für den Osten Deutschlands«. Anfang Dezember soll der Text, der zugleich als eine der Grundlagen für die bevorstehenden Wahlschlachten vor allem gegen Die Linke dienen soll, in Stuttgart auf dem Parteitag beschlossen werden. Das Thema ist brisant, denn die Gefahr ist groß, und »leider stellen wir«, wie Generalsekretär Ronald Pofalla nach der Verabschiedung des Antrages alarmierte, »heute fest, daß eine Verklärung, ja teilweise sogar eine Geschichtsfälschung mit Blick auf das SED-Unrechtsregime stattfindet«. Das »Vergessen, Verdrängen und Beschwichtigen« dürfe keine Schule machen.
["Rote Socken, liederlich gestopft" mehr »]
Weltwirtschaftskrise: Das Kapital feiert weiter
Geradezu mit Radladern wird das Geld des Steuerzahlers in die Taschen des Großkapitals geschoben. Gleichzeitig wird den arbeitenden Menschen von den Leuten, die diese Krise mit ihrer maßlosen Gier verursacht haben, schon wieder gesagt, dass sie maßhalten sollen. Wie damals bei dem fetten Erhardt von der CDU, der das Maßhalten immer nur für die kleinen Leute kannte und nicht für sich und seinesgleichen.
Zum Glück ist das, was jetzt passiert, ja nicht neu für die Menschheit. Das hatten wir alles schon einmal in der letzten Weltwirtschaftskrise. Allerdings hatten wir damals noch das Vergnügen, dass die Spekulanten wenigstens teilweise aus ihren Wolkenkratzern hüpften. Darüber sind sie heute weit hinaus. Sie sanieren sich direkt aus den Taschen der anständigen Bürger. ["Weltwirtschaftskrise: Das Kapital feiert weiter" mehr »]
Sozialismus des 21. Jahrhunderts: Intellektuelle Konstruktion, politischer Slogan oder Ausdruck eines Kampfes gegen das System?
Übersetzt von Herbert Berger.

Vorwort des Übersetzers
Dieser Beitrag wurde von François Houtart bei einem Seminar zum Gedenken an Andrés Aubry (Sozialanthropologe, der über 40 Jahre in Chiapas arbeitete und aïs einer der besten Kenner des Gebiets und seiner Probleme gilt) gehalten, welches vom 13. bis 16. Dezember 2007 in San Cristobal de las Casas, Chiapas, Mexiko uber die antisystemischen Bewegungen stattfand.
Kapitalismus mit menschlichem Antlitz?
Ein Vorwort von Herbert Berger
Wer spricht heute noch von Sozialismus? Warum über einen Sozialismus des 21. Jahrhunderts nachdenken? Nach all den negativen Erfahrungen, nach dem Ende so vieler Illusionen? Nach den Verbrechen des Stalinismus, der sich auf den Sozialismus berief, nach der schleichenden, aber zugleich gründlichen Aufgabe sozialistischer Positionen in der westlichen Sozialdemokratie?
Andererseits meinen viele, es könne doch nicht sein, dass wir vor dem Kapitalismus endgültig kapitulieren. Denn wir erleben und sehen doch tâglich, was der Kapitalismus heute im Gewand des globalen Neoliberalismus anrichtet, wo zwar nicht ein politisches System Verbrechen begeht, wo aber ein ökonomisches System 800 Millionen Menschen hungern lässt und durch die von den Kapitalinteressen getriebene Wirtschaft unsere Lebensgrundlagen zerstört.
Fotoaustellung über Che in Wien
so lapidar schildert der Che Blog eine wie ich finde bemerkenswerte Ausstellung, aber ein klein wenig Text gibt er uns dann noch mit:
Ausgehend von Alberto Kordas Originalvorlage, der Ikone aller Guevaradarstellungen, werden in dieser Ausstellung größtenteils Vintage prints kubanischer und international bekannter Fotografen, u.a. von Alberto Korda, Osvaldo Salas, René Burri, und anonymer Fotografen von Che Guevara, Fidel Castro und ihren Mitstreitern zu sehen sein.
Ich verzichte hier bewusst darauf, eines der Bilder im Rahmen der Ausstellungswerbung zu verwenden, da ich die etwas seltsame Rechtesituation, die mir verbieten würde, dieses Bild in anderem Zusammenhang als mit der Ausstellung nochmals zu verwenden, nicht akzeptieren will:
HINWEISE ZU BILDVERWENDUNG UND CREDITS
Das Bildmaterial ist für die einmalige Veröffentlichung in Print-Medien oder temporäre Online-Publikation freigegeben und darf ausschließlich in direktem Zusammenhang mit einer Berichterstattung über die Ausstellung im WestLicht von 27. Mai bis 31. Juli 2008 verwendet werden. Die Bilder dürfen weder beschnitten noch bearbeitet werden. Bilddateien sind nach Verwendung aus den Archiven zu entfernen. Bilder dürfen nur unter Angabe des Credits veröffentlicht werden.
Es ist schon seltsam wie der Besitz von Rechten, den Willen zur Verteidigung des Besitzes vor die Sache stellt. Aber wegen solch einer Kleinigkeit wollen wir uns die Freude an der Ausstellung nicht verderben lassen.
27.05.2008 - 31.07.2008
im
WestLicht Schauplatz für Fotografie
Westbahnstraße 40, 1070 Wien
Das Vergangene ist nicht vergessen. Es ist noch nicht einmal vergangen.
Franz Josef Degenhardt
Es ist nicht das wilde Blut welches die Menschen lieben, sondern das tapfere Herz und den gerechten Sinn.
Sie konnten Che ermorden, aber sie konnten ihn nicht töten. Das ist es was die amerikanischen Imperialisten heute noch zur Weißglut treibt. Je mehr Kugeln sie in ihn pumpten, desto unsterblicher machten sie ihn.
Die schöne Sahra und der nicht kommunistische Hummer
Neben unseren Qualitätsmedien, die Hummer nur für Manager, Politiker und das Großkapital vorgesehen haben, regt sich auch in der Bloggerszene der Unmut, wie z.b beim Kolumnistenschwein
Ich kann der ganzen Aufregung nicht so ganz folgen. Ich wäre gerne Kommunist, weil es eine so schöne Utopie ist. Fast so schön wie Christentum. Nur eben ohne Himmel, Hölle und Papst. Wobei ich nicht weiß, ob Papst und Hölle nicht das gleiche sind.
Nehmen wir also die Sahra Wagenknecht mal als das, was sie ist, als bekennende Sozialistin. Das ist wie bei bekennenden Christen, sie sind theoretisch gegen die Sünde, aber manchmal sehr praktisch, bei der Freude an der Sünde. Die Felix Culpa, die glückseelige Schuld, hat mir schon manchen schöne Fickerei gebracht. Schließlich muss man zuerst sündigen, bevor einem vergeben werden kann.
Mir persönlich ist die Vergebung egal. Aber ich mag die körperlichen Sünden der Liebe, genau wie ich Hummer mag. Am liebsten beides zusammen, mit einer oder mehreren guten Flaschen Wein. Nein nicht mit mehreren Frauen, ich bin doch nicht größenwahnsinnig. Außerdem hasse ich Stress.
Mir stellt sich allerdings die Frage: "Kann den Hummer Sünde sein?" . Klar in der männlichen Vorstellungswelt, also auch in meiner, kann vieles, was mit Sahra Wagenknecht verbunden ist, Sünde sein. Es ist ja auch gemein. Eine schöne Linke oder eine linke Schöne. Frauen können also klug und schön sein. Das unsere Bundesangela und ihre Protagonisten da vor Wut in die Schreibtischkante beißen und der Sahra den Hummer nicht gönnen, ist klar.
Wenn schon links und schön, dann wenigsten keinen Hummer, lautet die Maxime. Wahrscheinlich darf ich deshalb Hummer essen, weil ich zwar links aber wenigsten alt, häßlich und fett bin. Trotzdem erschließt sich mir der Zusammenhang nicht. In Maine, das ist da wo man Hummer billig und in den Mengen bekommt, die auch mich satt machen, habe ich schon andere schöne Menschen Hummer essen sehen. Genauso in Normandie und auf Sylt.
Schöne Menschen dürfen Hummer essen. Linke dürfen auch Hummer essen. Sogar schöne linke Männer dürfen Hummer essen, wenn sie Franzosen oder Schauspieler sind. Tatsächlich habe ich auch schon schöne linke Frauen, aus Frankreich und Spanien Hummer essen sehen. Übrigens auch Langusten.
Aber scheinbar gibt es ein typisch deutsches Gesetz, vermutlich aus dem Springerverlag. Schöne deutsche Linke dürfen keinen Hummer essen. Aber aus dem Springerverlag kommt doch sonst auch nur gequirlte Scheiße. Warum sollten wir denen abnehmen, das Sarah Wagenknecht keinen Hummer essen darf, weil sie zu schön und zu links ist.
Es ist nicht das Essen, das darüber entscheidet, was jemand denkt. Oft entscheiden aber denkende Menschen, bestimmte Dinge nicht zu essen. Wale zum Beispiel oder Eier aus Legebatterien. Hummer darf man aber essen, wenn er den Regeln entsprechend gefangen wurde. Der ist nicht nur für Friede Springer und die Familie Mohn oder die anderen Superreichen reserviert. Der ist auch für Sahra Wagenknecht und mich da.
Wäre ich nicht so alt, fett, häßlich und vor allem so geizig wäre, würde ich die schöne Sahra glatt auf ein Hummeressen einladen. Ich würde ihn auch selber kochen. Aber die beste aller Lebensabschnittsgefährtinnen könnte etwas gegen ein Treffen in trauter Zweisamkeit haben und die Sahra hat wohl auch einen Mann. Aber vielleicht essen wir mal irgendwann alle gemeinsam Hummer. Wir haben ihn uns im Gegensatz zu vielen anderen, nämlich redlich verdient.





















