Die angebliche Springer Kampagne gegen Wulff
Guttenberg muss endgültig scheitern
FDP - die Hohlkammernpartei
In Berlin ist Wahlkampf. Unübersehbar. Wie immer war die FDP die erste die ihre haltlosen Lügen an jedem zweiten Laternenmasten festmachte. Schließlich mangelt es der Partei ja nicht an Geld sondern einfach nur an Ideen und natürlich kann sie kaum Wahlkampfaussagen machen, da sie ja heute noch nicht weiß, was ihre Hintermänner morgen von ihr wollen. Aber sie ist wie immer stets bereit, alles gegen die Menschen zu tun. ["FDP - die Hohlkammernpartei" mehr »]
Propaganda für Sarrazin
Es ist wirklich eine Schande. Da geht der gute Herr Sarrazin, durch Kreuzberg und muss sich von den Bürgern als Nazi und Rassist bezeichnen lassen, fliegt angeblich aus einem türkischen Restaurant heraus und hat es überhaupt sehr schwer. Zum Glück wurde er rein zufällig von einem Kamerateam begleitet, so dass die ganze Sache wenigstens dokumentiert ist und die Staatspolizei gegen die bösen Bürger ermitteln kann und wird, die den braven Herrn Sarrazin doch so sehr Unrecht getan haben. ["Propaganda für Sarrazin" mehr »]
Und dann war da noch der Berliner FDP-Landesvorsitzende Christoph Meyer
Über Christoph Meyer gibt es zum Glück nicht viel zu sagen. Er war immer der Abstauber, der ein Pöstchen höher rutschte weil außer ihm gerade keiner da war, den man als einigermaßen vorzeigbar hätte bezeichnen können. ["Und dann war da noch der Berliner FDP-Landesvorsitzende Christoph ... »]
Thilo Sarrazin und die Mitte der Gesellschaft
Thilo Sarrazin ist doch immer wieder für einen gelungenen Scherz gut: ["Thilo Sarrazin und die Mitte der Gesellschaft" mehr »]
Desintegration der Union - Rechts ist Platz genug
Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, eine bekannte Revisionistin, zieht sich aus der CDU-Führung zurück. Der Rückzug von Frau Steinbach, die gerne vortäuscht eine Vertriebene zu sein während sie in Wirklichkeit lediglich das Kind eines Besatzungssoldaten und lange vor der eigentlichen Vertreibung bereits wieder zurück im Reich war, ist kein Verlust für eine demokratische CDU. ["Desintegration der Union - Rechts ist Platz genug" mehr »]
Wie dumm ist der "kleine Mann"?
Robert Misik hat es den Boulevard-Machern und Rechtspopulisten mal wieder so richtig gegeben. Dabei verwundert nur, dass er zwischen Boulevard-Machern und Rechtpopulisten unterscheidet. Zumindest in Deutschland ist das doch ein Gesocks. Aber egal, auf jeden Fall stellt Misik treffend fest, dass niemand den kleinen Mann mehr verachtet als genau die Boulevard-Macher und Rechtspopulisten. Das war übrigens schon immer so. ["Wie dumm ist der "kleine Mann"? " mehr »]
Geruch der Bundesbank
Aus Frankfurt wedelt es den Duft der alten braunen Rassistenscheiße über das Land. Wer sich mit dem Genossen Sarrazin in dieser Scheiße wälzt ist selber schuld. Anständige Menschen würden mit dem nicht in einem Unternehmen sein wollen.
Neue Staatslegende über den Tod von Benno Ohnesorg - Geschichtsumdeutung mit Kopfschuß
Am 25. Mai machte uns Herr Von Kirchbach auf folgenden Artikel aufmerksam:
Neue Staatslegende über den Tod von Benno Ohnesorg - Geschichtsumdeutung mit Kopfschuß
Von Hans-Detlev v. Kirchbach
Ja, kam nicht Rudi Dutschke auch aus der Zone?! - Angesichts dieser "neuen Wende", so wiederum der Spiegel, sollte unser Erinnerungsmuseum aber auch konsequent ummöbliert werden. Etwa so: Die Berliner Polizei war, soweit sie nicht selbst vom Ulbrichtregime gesteuert wurde, grunddemokratisch; die Bildzeitung, für die heute H.M. Broder gute Worte einlegt und Alice Schwarzer wirbt, war - und ist - ein Kulturblatt von zutiefst humanistischer Gesinnung; der Shah von Persien war ein zu Unrecht von Bahman Nirumand beschimpfter gütiger Wohltäter des Volkes, und die von der Berliner Polizei tatkräftig unterstützten Jubel- und Prügelperser waren keine Schläger, sondern eine Volkstanzgruppe im Rahmen des deutsch-iranischen Kulturaustausches.
Lesen Sie den kompletten Artikel auf: NRhZ.de
Informationen:
Vom Wehrmachtsoffizier und Leberwurst-Taktiken - vom Füchse jagen, Jubelpersern und der Zauberflöte
Der Schah galt uns allen als brutaler Tyrann
Schuld - Die Deutschen sind es, nicht die Schweizer
Wer hats erfunden? Die Schweizer! Das, was für ein grauenhaft schmeckendes zuckriges Bonbon gilt, gilt auch für das Steuer- und Blutgeldparadies. Die Schweizer haben ihr Land zu einer Oase für Steuerhinterzieher und das Geld der Drogen- und Waffenhändler, der Händler von Blutdiamanten und der Diktatoren gemacht. Dies war die freie Entscheidung der Schweiz – und sie hat gut davon profitiert.
Nun allerdings ist der Krug lange genug zum Brunnen gegangen und die Geschichte ist vorbei. Weder die USA noch Deutschland und andere Länder sind länger bereit zu dulden, dass die Schweiz eine Hochburg der Kriminellen ist, und es wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet, die im Ernstfall die Schweiz isolieren und so dem Spuk ein schnelles Ende machen. Natürlich hätte genau das schon vor Jahrzehnten passieren müssen. ["Schuld - Die Deutschen sind es, nicht die Schweizer" mehr »]
Nun allerdings ist der Krug lange genug zum Brunnen gegangen und die Geschichte ist vorbei. Weder die USA noch Deutschland und andere Länder sind länger bereit zu dulden, dass die Schweiz eine Hochburg der Kriminellen ist, und es wurden Gegenmaßnahmen eingeleitet, die im Ernstfall die Schweiz isolieren und so dem Spuk ein schnelles Ende machen. Natürlich hätte genau das schon vor Jahrzehnten passieren müssen. ["Schuld - Die Deutschen sind es, nicht die Schweizer" mehr »]
Und dann war da noch Hubertus Schmoldt, Chef der IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE)
Ja, es war wieder einmal der 1. Mai. Das ist der einzige Tag im Jahr, an dem die DGB-Bosse sich für ein paar Stunden als Gewerkschafter gebärden müssen, bevor sie wieder zurück an die Futtertröge des Großkapitals dürfen und sich zusammen mit ihren Tarifpartnern über die dummen Arbeitnehmer lustig machen können, die sogar noch Mitgliedsbeiträge dafür bezahlen, dass sie und ihre Interessen schamlos verraten werden.
An diesem Tag geben sich die Gewerkschaften betont kämpferisch, und Schmoldt hatte schon vorher laut angekündigt, am 1. Mai mit den Bankern abrechnen zu wollen. Das hat er auch in einer wirklich großartigen Deutlichkeit getan, als er bemerkte, dass es grundsätzlich richtig sei, ein Bad-Bank-Modell auf den Weg zu bringen, und dann doch tatsächlich meinte, dass die Steuerzahler nicht allein für den Schaden aufkommen dürften und die Aktionäre auch beteiligt werden müssten. ["Und dann war da noch Hubertus Schmoldt, Chef der IG Bergbau, ... »]
An diesem Tag geben sich die Gewerkschaften betont kämpferisch, und Schmoldt hatte schon vorher laut angekündigt, am 1. Mai mit den Bankern abrechnen zu wollen. Das hat er auch in einer wirklich großartigen Deutlichkeit getan, als er bemerkte, dass es grundsätzlich richtig sei, ein Bad-Bank-Modell auf den Weg zu bringen, und dann doch tatsächlich meinte, dass die Steuerzahler nicht allein für den Schaden aufkommen dürften und die Aktionäre auch beteiligt werden müssten. ["Und dann war da noch Hubertus Schmoldt, Chef der IG Bergbau, ... »]
Nailin' Palin - oder die Suche nach der Schuldigen
Sie wurde präsentiert als die Hoffnungsträgerin des Wahlkampfs, doch allzu schnell entzaubert: Jetzt wird schmutzige Wäsche gewaschen: Sarah ist schuld...
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Sarah Palin: Und ob das auch schön ist...
Aus der hochgejubelten Frau Palin ist anscheinend die Luft raus. Auf den "Politisch Inkorrekten" Blogs werden so langsam die ersten Palin-Banner eingeholt. Nur bei den ganz Harten in den USA noch nicht. Sie wird so langsam peinlich, sogar für die WELT:
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Paneurpäischer Literaturpreis - Schreiben wie Dr. Udo Ulfkotte
Viele Menschen in ganz Europa lieben die Art und Weise, wie Dr. Udo Ulfkotte journalistisch kunstvoll gearbeitet, Nanoteilchen zu Mücken aufbläst und aus diesen Mücken dann Elefanten macht. Dies ist eine literarische Kunstform die gar nicht hoch genug gewürdigt werden kann. ["Paneurpäischer Literaturpreis - Schreiben wie Dr. Udo Ulfkotte" mehr »]
Springer will neuen Müll in Berlin abwerfen
Wie heute bei turi2.de zu lesen war, plant der Springerkonzern nun doch eine Gratiszeitung, als zusätzlichen Müll, in den Berliner Briefkästen verteilen zu lassen. ["Springer will neuen Müll in Berlin abwerfen" mehr »]
Die Religion von Sarah Palin und die "Kultur der Angst"

Ich habe ja schon öfters etwas von unserem Brüsseler Freund Huib übersetzt. Jetzt hat er sich der republikanischen Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin und ihrer Symbiose einer ganz bestimmten Ausprägung von Christentum und Krieg gewidmet. Wie immer lesens- und übersetzenswert. Er schreibt:
["Die Religion von Sarah Palin und die "Kultur der ... »]
Springer, Köhler und Axel Möller vom Störtebeker-Netz - Brüder im Kampf um Tapferkeitsorden
Da wächst zusammen, was zusammen gehört. Springer meldet an allen Fronten, dass Hotte Köhler schon ganz feucht im Schritt ist und darauf wartet, endlich das neue Eiserne Kreuz als Tapferkeitsorden herausgeben zu können. Dummerweise hat bisher wieder einmal der der Erbauer der Gedächtnisbaracke versagt und den Antrag für den Tapferkeitsorden mit Eichenlaub nicht eingereicht. ["Springer, Köhler und Axel Möller vom Störtebeker-Netz - ... »]
Kurzkommentar 2008-08-09
• Bank of America erhält Vorladungen wegen ARS-Anleihen
• Zypries gegen Verbot von Sachleistungen für Aufsichtsräte
• Forscher gegen gleiche Gehälter in Ost und West
• Das Flaggschiff der national-religiösen jüdischen Selbstausgrenzung
• Barmer zahlt abtrünnigen Versicherten Bleibeprämien ["Kurzkommentar 2008-08-09" mehr »]
Aufgelesen: 49
• Genfraß 4: GEN MACHT GELD oder Geiz macht geil!!!
• Beraten und verkauft
• Wasser auf dem Mars
• Deutsche Propaganda-Agentur
• Trau Dich, Clement ["Aufgelesen: 49" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-12
• Bahn-Börsengang - Keine „Dax-Untergrenze“
• Fingerabdrücke werden zum Problem
• Nieder mit der Softwarebranche!
• Walter Mayer folgt Claus Strunz als „BamS“-Chefredakteur
• Türkische Armee erschießt zehn Kurden ["Kurzkommentar 2008-07-12" mehr »]
Die Freiheit des Bürgers bedingt, dass er die Hoheit über seine Sprache hat
Wer die Deutungshoheit über eine Sprache erlangt, der bestimmt, was in dieser Sprache gesagt werden kann:
Die Deutungshoheit ist das Vorrecht einer Person oder Gruppe, zu einem bestimmten Sachverhalt oder Ereignis vorrangig ihre Meinung oder Interpretation abzugeben. Dieser Person oder Gruppe wird die Deutungshoheit entweder aufgrund ihres Fachwissens oder aber ihrer Machtposition zugestanden. Diese Meinung wird anschließend sehr oft auch zur vorherrschenden Meinung in der Gesellschaft.
Tatsächlich bedeutet Deutungshoheit, das es relativ einfach wird die Inhalte von Sprache, die Bedeutung der Worte in ihr Gegenteil zu verkehren. Ein sehr gutes Beispiel für einen solchen Missbrauch von Deutungshoheit ist das lügende Lexikon der INSM das nur den Zweck hat, ehrliche Worte so weit auszuhöhlen, dass es in der deutschen Sprache unmöglich wird, zum Beispiel über den Sozialstaat zu reden ohne die Schwachen, der Doktrin der INSM folgend, zu verunglimpfen.
Darüber wurde schon an vielen Stellen geschrieben. Franz-Josef Hanke hat sich intensiv mit Folgen derartiger Wortverdrehungen und ihren falschen Inhalten beschäftigt:
Schon der Begriff "neoliberal" zielt auf eine bewusste Irreführung ab. Er setzt sich aus einem lateinischen Wortstamm und einer griechischen Vorsilbe zusammen.
"Liberal" steht eigentlich für "freiheitlich". Doch mehr Freiheit verheißen neoliberale Wirtschaftskonzepte nur der Unternehmerschaft. Für die allermeisten Menschen hingegen bringen sie mehr Knechtschaft.
Die griechische Vorsilbe "neo" steht für "neu". Doch neu ist das, was die neoliberalen Propagandisten da fordern, beileibe nicht. Der Sozialphilosoph Karl Marx hätte dasselbe Mitte des 19. Jahrhunderts wohl ganz einfach mit dem Wort "Kapitalismus" bezeichnet.
Weitere Wörter aus dem neoliberalen Sprachschatz sind "Eigenverantwortung" und "Eigeninitiative". Sie wollen den Eindruck erwecken, die Menschen könnten ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen und sich dadurch von staatlicher Bevormundung befreien.
Tatsächlich aber schiebt die neoliberale Politik damit die gesellschaftliche Verantwortung für die soziale Sicherung aller auf die Einzelnen ab. Sie sollen selbst "Initiative" zeigen, anstatt auf die solidarische Unterstützung anderer zu bauen.
Diese "Privatisierung" der Lebensrisiken ist geradezu mörderisch. Das belegt der Fall eines 20-jährigen Erwerbslosen in Speyer. Da er aufgrund einer Lernbehinderung und psychischer Depressionen nicht fähig war zu der geforderten "Eigeninitiative", ist er Mitte April 2007 elend verhungert.
Natürlich sind es diese tödlichen Ausgänge die bewegen, aber nur weil man das kleine tagtägliche Elend das diese gefälschte Sprache bedeutet, gar nicht sehen und schon gar nicht bemessen kann. Joachim Bartsch hat sich unter dem Titel "Sprache als Ausdruck des Denkens" die Mühe gemacht einige Wortbedeutungen zu erläutern:
Arbeitslosenindustrie
Ehemals als Bildungsträger respektive Maßnahmenträger bezeichnet dient dieser Begriff zur Diffamierung von staatlich geförderten Weiterbildungen und Beschäftigungen. Denn wenn die Autoindustrie Autos produziert, produziert hier eine Industrie wohl Arbeitslose. (Erreichter) Zweck: Massive Kürzungen bei den Integrationsleistungen für Arbeitslose.
Chancengerechtigkeit (statt Ergebnisgerechtigkeit)Der Versuch, wachsende Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft durch angeblich gleiche Ausgangsvoraussetzungen zu begründen. Hintergedanke: Wenn die Chancen gleich waren, müssen die Armen wohl selbst schuld sein - und Schuldige müssen bestraft werden. Wären die Propagandisten dieses Slogans tatsächlich für Chancengerechtigkeit, so müssten sie, der eigentlichen Theorie zufolge, für eine 100%ige Erbschaftssteuer eintreten. Das Gegenteil ist der Fall.
Eigenverantwortung
Das strikte Ablehnen des übernehmens von Verantwortung für andere, also dem, was man gemeinhin als verantwortungsvolles Verhalten bezeichnet. Zweck: Verbreitung des Glaubensgrundsatzes, ein jeder sei seines eigenen Glückes Schmied und um andere müsse man sich nicht kümmern. Die völlige Ablehnung der Gemeinschaft und den damit verbundenen Pflichten ist ein Charakteristikum des Neoliberalismus.
Freisetzung
Anderes Wort für Entlassung. Sehr schön gemacht, da das Wort "frei" generell positiv besetzt ist. Der Betroffene ist endlich frei, die Hartz-Reformen zu genießen. Komisch, warum freut sich denn keiner?
Humankapital
Eine Veränderung des Menschenbildes an sich: Vom Bruder zum Produktionsfaktor, dessen Wert in Geld gemessen wird. Die Tendenz ist, alles irgendwie zu "kapitalisieren": Neulich habe ich "Bildungskapital" gehört. Wann wird aus Kindern Gesellschaftskapital? Widerlich.
Leistungsträger
alias "Besserverdiener"; wurde als Substitution eingeführt, um eine äquivalenz zwischen Vergütung und Leistung zu suggerieren - was in hierarchischen Gesellschaften natürlich Unsinn ist. Ein sehr positiv konstruiertes Wort. Besonders schön: Die implizite, nicht direkt sichtbare Abgrenzung zu den "anderen" - denn die bringen demzufolge keine nennenswerte Leistung und sollen deswegen in Dreck und Elend leben.
Lohnveredelung
Auslagern von Arbeitsplätzen in Billiglohnländer. Eine Veredelung eines Stoffs ist gemeinhin als eine Verbesserung bekannt - hier ist, was den Lohn betrifft, jedoch eine Verschlechterung gemeint. Die klassische "doppelte Zunge".
Sozial ist, was Arbeit schafft
Diese Phrase versucht, den Begriff sozial mit einer neuen Bedeutung zu belegen und damit zu erreichen, das ursprüngliche Sozialverhalten "teilen" aus der Bedeutung dieses Wortes zu verbannen. Mit der Redefinition des Wortes "sozial" haben sich die Kreativen aber wohl etwas zu viel vorgenommen, diese Parole wurde sogar Frau Merkel im Wahlkampf zu heiß und zumindest zeitweise fallen gelassen. Ein erster zählbarer Erfolg fürs Volk.
Soziale Hängematte
Unterstellung vorn Faulheit und Arbeitsunwilligkeit bei Arbeitslosen. Bei einer Hängematte denkt man automatisch an einen tropischen Strandurlaub - eine gute Wahl also. Der von "Bild" so genüsslich und von der Politik propagandistisch ausgeschlachtete "Florida-Rolf" passte da voll ins Konzept.
Sozialneid
Das Totschlagargument schlechthin, wenn eine berechtigte Empörung über allzu dreiste Raffgier geächtet werden soll. Ein sehr interessantes Wort: Durch das als Sünde gebranntmarkte Wort "Neid" wird in dieser Kombination das Wort "sozial" ebenfalls negativ belastet. Ein geschickter Schachzug im Diffamieren von allem Sozialen und Solidarischen.
Sozialschmarotzer
Schmarotzer ist ein Begriff aus der Biologie, stark negativ besetzt. Er wird hier auf Menschen angewendet, die im freien Markt nicht in der Lage sind, sich ihren Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Man beachte: Ein Schmarotzer ist eine für den Wirt unerwünschte, häufig sogar schädliche Lebensform. Hier sind wir gefährlich nah an den "Volksschädlingen" der Nazis.
Zum Glück ist das was die INSM da betreibt vielen Leuten aufgefallen. Es wird und wurde immer wieder thematisiert. Allerdings gibt es da ein erhebliches Problem. So wahr und klar diese Aufklärung auch ist, sie verpufft im wesentlichen, weil sie nicht kontinuierlich ist und weil natürlich auch die finanziellen Mittel fehlen.
Das ist bei der INSM und den anderen neoliberalen Sprachverbiegern vollständig anders. So verfügt die INSM über praktisch unbegrenzte Mittel, da ihre Hintermänner, die Kosten einfach von der Steuer absetzen und die Allgemeinheit, den Betrug an der Allgemeinheit, auch noch bezahlen lassen. Ähnlich siehst es bei Mohn/Bertelsmann aus, die über die sehr gemeine und für den Menschen völlig unnütze Bertelsmannstiftung einen weiteren Großteil der Arbeit erledigt.
Das die restlichen Medien diese Sprachregelung gerne übernehmen, weil sie ja von Anzeigen leben müssen, während die Öffentlich Rechtlichen sich schon durch die Auswahl ihrer Themen und die Wahl der Leute die Raum für Aussagen bekommen, den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten als angenehme Dienstboten anbieten. Unnötig zu sagen das diese Dienste der Öffentlich Rechtlichen noch über die Zwangsgebühren finanziert werden.
Diese Medienmacht zeigt natürlich Wirkung. In einem Beitrag zu Peer Steinbrück prägt ein anonymer Leser folgenden Satz:
Es ist jedoch ganz klar in welche Richtung seine Dreckpropaganda geht... wenn man Bier und Zigaretten in den Medien erwähnt, so denkt man doch automatisch an Arbeitslose. Andere "Trinkergruppen" sind garnicht gemeint gewesen... man weiss schon wen er damit gemeint hat. So weit wurde uns schon das Gehirn gewaschen... Begriffe wurden gesetzt und missbraucht, Assoziationsketten wurden Jahrzehnte lang in jedem Sender verbeitet. Ok, es geht wieder mal gegen Arbeitslose, dabei verschweigt das dreckige Korrumpel, dass dieses Geld eh von dem Hartz IV Satz abgezogen wird.
Sieht man einmal von den Beschimpfungen ab, die natürlich Teil einer verzweifelten Wut sind, beschreibt dies die Situation doch ganz gut. Es reicht heute schon aus wenige Begriffe in Reihe auszusprechen um Bilder zu konstruieren, die bestimmte Bevölkerungsgruppen auf dass heftigste und gemeinste ausgrenzen. Natürlich hat das ganze System. Es ist eine bewusste politische Haltung.
Die Deutungshoheit über die Sprache bedeutet, das Assoziationsketten gebildet werden, die nichts mehr mit dem ursprünglichen Inhalt von Sprache zu tun haben, sondern nur noch der Ausgrenzung dienen. Deshalb ist auch das Wortpaar neoliberal und wirtschaftsfaschistisch so wichtig. Es beschreibt nämlich am ehesten das, was wirklich passiert.
Natürlich wiederholt sich Geschichte nicht. Aber ähnlich wie die schon Fritz Schotthöfer 1924 in Il Fascio erklärte sieht es auch heute aus:
Der Faschismus hat einen Namen, der an sich nichts sagt über den Geist und die Ziele der Bewegung. Ein Fascio ist ein Verein, ein Bund, Fascisten sind Bündler, und Fascismus wäre etwa Bündlertum.
Dazu war es in unserer Zeit nicht mehr nötig diese Bünde neu zu gestalten. Sie waren als Arbeitgeberverbände, Interessenverbände und sonstige Klubs schon vorhanden und mussten nur der neuen Zielplanung untergeordnet werden. Diese Menschen haben sich auch schon früher für die Elite gehalten, aber sie waren zu ängstlich etwas zu riskieren, da es zumindest immer noch einen theoretischen Gegenentwurf für eine Gesellschaft gab.
Mit dem Ende der Sowjetunion und der DDR verflog diese Angst. Sie hatten gesiegt und es sollte niemanden mehr geben der sie aufhalten konnte. Das ist übrigens keine Verschwörung. Man hatte und hat nur gemeinsame Interessen und man hat Geld ohne Ende.
Das ist der wesentliche Auslöser überhaupt. Würde es das Geld dieser Leute kosten, würden sie sich nicht einmal auf minimale Ziele einigen können. Niemand von denen würde auch nur einen Cent für eine gemeinsame Sache ausgeben. Das einzige was sie zusammentreibt ist die Gier nach mehr. So wie sie Solidarität bei anderen für Schwäche halten, sind sie natürlich selbst untereinander nicht solidarisch.
Genau da greift unser Steuersystem ein. Im Prinzip ist ab einer gewissen Vermögensklasse alles nur noch Aufwand, also Kosten, welche von den Gewinnen abgezogen werden und damit Steuern sparen. Sie geben das Geld für ihre eigenen Interessen aus und müssen dafür weniger Steuern bezahlen. Das führt natürlich automatisch dazu, dass alle anderen mehr Steuern bezahlen müssen, oder der Staat weniger leisten kann.
So bluten diese fünf bis fünfzehn Prozent der Deutschen und natürlich auch einige Ausländer die hier finanzielle Interessen haben, die übrigen fünfundachtzig bis fünfundneunzig Prozent der Bürger aus und unterhöhlen den Staat.
Da für sie real keine Kosten entstehen, können sie für die Vertretung ihrer Interessen auch unbegrenzt Mittel aufwenden. Unbegrenzt heißt wirklich unbegrenzt. Es zählt nicht das Geld, was z.B. die INSM offiziell in ihren Büchern hat, oder das der Bertelsmannstiftung. Es zählt jede Werbemilliarde die aus diesen Kreisen vergeben wird, jede Schaffung eines Arbeitsplatzes oder nur dessen Zusicherung, jede Parteispende und natürlich auch das was zur Beeinflussung von willfährigen Journalisten getan werden kann.
Sie haben wirklich Ahnung davon wie man die eigenen Ansichten verkauft. Sie haben sich die richtigen "Wissenschaftler" in ihr Boot geholt, die sie mit Pöstchen, Entgelten für Vorträge und Ausbildungsplatzzusagen für die Kinder ködern können und sie zahlen ja wirklich. Sie lassen Institute gründen oder übernehmen bestehende um sie als Propagandaschleudern zu verwenden. Wer die Abläufe beobachtet meint das er so etwas wie einen Virus oder Krebs sieht. Die Werbeagentur die für Siemens oder Brokat arbeitete wusste schon, dass sie neben diesem Auftrag auch etwas kostenfrei für die INSM machen musste, was natürlich in den an Siemens oder Brokat berechneten Kosten enthalten war.
Bertelsmann hat mehr als ein Schattenkabinett. Die Mohns haben die Regierung schon zu weiten Teilen übernommen. Zur Zeit spielen an der Oberfläche die INSM und Mohn/Bertelsmann, so wie Springer und das deutsche Großkapital noch gut zusammen.
Ganze Bevölkerungsgruppen werden aussortiert weil sie für die Art von faschistischem Wirtschaftssystem nicht gebraucht werden, also nutzlos sind. Dazu muss diesen Menschen der Mut genommen und die Schuld zugewiesen werden, was mit Hartz IV hervorragend geklappt hat. Jetzt muss nur noch eine neue Arbeitsgesetzgebung her, die eine Arbeitspflicht festschreibt und im wesentlichen einem neuen Arbeitsamt die Zuordnung von Personen und Arbeit ohne rechtliche Einschränkungen überlässt.
Dieses Gesetz hat Mohn/Bertelsmann bereits fertig. Der Arbeitsminister will und wird es umsetzen. Dazu die Einschränkungen im Versammlungsverbot wie in Bayern, die einen Streik unmöglich machen und die kommenden EU-Verordnungen die es dem Staat ermöglichen, seine Bürger vor gefährlichen Inhalten im Internet zu bewahren und somit jede Kritik und Meinungsfreiheit zu unterdrücken.
Nimmt man dann noch die Mohn/Bertelsmann die über eine Tochterfirma Arvato nicht nur die Kindererziehung übernehmen wollen, sondern auch bestimmen werden wer Ausweise oder einen Führerschein bekommt, dann ist klar wohin die Fahrt geht. Das ist übrigens auch das Steinbrück mit seiner Polemik erreichen will. Er öffnet die Türen für Bertelsmann und die Familie Mohn. Was wohl auch mein anonymer Leser weiß.
Dieses Ganze ist aber nur möglich, weil im ersten Schritt die Sprache verdreht wurde. Weil Worte plötzlich nicht mehr das bedeuten was ihr eigentlicher Inhalt war. Weil Assoziationsketten aufgebaut und in die Köpfe gehämmert wurden. die einfach falsch sind.
Wer also den Kampf aufnehmen will, der muss sich zuerst die Sprache zurück holen. Natürlich haben die Bürger nicht das Geld um eine ähnliche Welle von Propaganda und Demagogie loszutreten. Aber sie können einen Anfang machen. Sie können ihr eigenes Lexikon der Begriffe erstellen. Eines das frei von dem Schmutz der Neoliberalen ist. Sie können in allen Foren und auf allen Plattformen den falschen Gebrauch der Worte kritisieren.
Da beginnt ein Mengenproblem dem Propaganda nicht gewachsen ist. Solange es noch den Ansatz von freier Rede in diesem Land gibt, gibt es auch die Möglichkeit gegen die Propaganda anzusprechen. So gut die Propaganda auch bezahlt sein mag. Es gibt nicht genügend Leute, wenn die Bürger aufstehen.
Vor einigen Jahren wurde in der Denkfabrik Deutschland bereits ein Versuch unternommen solch ein Lexikon aufzubauen. Es scheiterte an mangelnder Beteiligung. Manch einer mag auch auf Wikipedia verweisen. Die Zusammenarbeit von Spiegel, der ja direkt zu Mohn/Bertelsmann gehört und die Orgien von Änderungen und Grabenkämpfe haben gezeigt, das sich dieser Weg nicht gehen lässt. Wikipedia führt einen anderen Kampf und es ist zu hoffen das die Guten dort gewinnen, es ist allerdings Sorge und vor allem sorgfältige Beobachtung angebracht.
Das Lexikon oder erst einmal das Wörterbuch einer neuen Republik muss geschützt werden. Wir haben unsere Sprache schon mehrfach an Gegner der Demokratie verloren. Auch die Nazis haben sie mißbraucht, so dass uns heute viele Worte fehlen, die zu sehr beschmutzt sind, als dass sie noch verwendet werden können.
Die INSM und die Neoliberalen haben die Worte und Begriffsketten umgelogen. Das kann man rückgängig machen. Es ist Aufwand, aber es müsste doch möglich sein hundert Leute zu finden, die Zeit genug haben zuerst die wichtigsten Worte wieder zurück zu erobern und sie den Deutschen wieder zur Verfügung zu stellen. Wenn jeder davon eine Stunde in der Woche opfert wäre schnell ein Anfang gemacht.
Mit diesen befreiten Worten ist möglich sehr fein und sehr deutlich die Wahrheit zu formulieren und neue Politikentwürfe zu machen, die auch verstanden werden. Natürlich würden die Gegner der Wahrheit haufenweise Schmutz über dieses Projekt ausgießen und viel Geld ausgeben um es zu torpedieren. Aber auch da gilt, das ihre Geldgeber nichts fördern was nur Geld kostet und keine Ergebnisse bringt.
Das auch andere das Sprachproblem erkannt haben, merkt man an so seltsamen Artikeln die natürlich einen Zweck haben. Sie sollen das ungute Gefühl das manche Menschen mit der aktuellen Sprache und ihrer Unehrlichkeit haben auf andere Ziele lenken.
Mal sind es die SMS-Abkürzungen oder eine angebliche Jugendsprache. All dies sind Ablenkungsmanöver damit die Menschen sich nicht hinsetzen und in Ruhe nachdenken. Die Menschen ständig zu hetzen, damit sie nicht nachdenken ist übrigens ein typisches Mittel um Propagandawirkung zu verstärken.
Die Zeit ist übrigens günstig für eine Befreiung der Sprache als Grundlage für eine Befreiung der Menschen. Der neoliberale Wirtschaftsfaschismus hat wirtschaftlich versagt. Wir haben in Deutschland ja schon wirklich miese Regierungen und Hintermänner gehabt. Wir hatten Willhelm den Doofen den Oberganoven, die unfähigen Papen und Hindenburgs, den österreichischen Schnauzbart, Adenauer den außer seiner persönlichen Macht nichts interessierte, den dicken Lügner Ehrhardt, Kiesinger die Nullnummer, Kohl mit seinen Bestechungsgeldern, auch wenn es ja Spenden waren von Leuten deren Namen man nicht nennen darf.
Aber mit Schröder und Merkel sind wir ganz unten angekommen. Dabei hat Schröder genau wie Merkel ja gar nichts gemacht. Die befolgten und befolgen nur die Befehle der Neoliberalen. Haben die Lobbyisten gleich die Gesetze machen lassen. Haben alles und jedem dem Markt überlassen. Genau dieser Markt verreckt gerade vor aller Augen jämmerlich.
Jeder kann sehen das unsere neoliberalen Eliten es einfach nicht können. Früher konnten die Willhelms und Sohn ja noch irgendwo anders hingehen wenn sie versagt hatten. Das ist nicht mehr. Die neoliberalen Komiker haben die Weltwirtschaft vor die Wand gefahren. Um genau zu sein machen sie das täglich wieder.
Sie fahren vor die Wand, setzen zurück und wiederholen sich. Das ist ihr Glaube. Der Markt wird es richten. Er richtet natürlich nichts. Jeder Markt braucht Regeln um zu funktionieren. Marktordnungen waren die ersten und wichtigsten Gesetze. Aber ein Neoliberaler hat weder Geschichte noch Zukunft. Er hat nur Quartale.
Sie sind zu dumm zum Wasser kochen, weil sie nur beobachtet haben, dass jemand Wasser in einen Topf tut und nach einiger Zeit eine Topf mit kochendem Wasser vom Herd nimmt. Nun stehen sie vor der Waschmaschine und haben schon seit Tagen einen Topf mit Wasser vor Augen, das einfach nicht kochen will. Dabei ist die Waschmaschine doch ein Elektrogroßgerät und sie versichern uns, dass der Stecker in der Steckdose sei. Sie brauchen auch keine Hilfe sie sind und haben Experten. Ja ausgewachsene Professoren des Unsinns sogar.
Besser kann die Situation für eine Gegenwehr gar nicht sein. Während die sich streiten warum das Wasser nicht kocht und die Gewinne nicht mehr fließen, sind die gut beschäftigt. Das verschafft den Bürgern Zeit sich zu befreien. Sie werden bald anfangen gegeneinander zu kämpfen. Weil keiner die Verantwortung übernehmen wird. Lasst sie kämpfen, das ist egal.
Der Kampf der Bürger in Deutschland muss sich zuerst um Sprachhoheit drehen. Die Bürger müssen die Inhalte ihrer Sprache bestimmen und dann einen neuen Entwurf für Deutschland machen. Dabei gilt es Gutes zu bewahren, Brauchbares erst dann zu ersetzen wenn man etwas Besseres hat und das Schlechte grundsätzlich und hart auszumerzen.
Das ist Arbeit und man nennt es nicht nur Arbeit. Aber eine Arbeit die ein Ziel hat. Also bitte mit anfassen. Wer helfen will, kann sich bei info@denkfabrik-deutschland.de melden.
Kurzkommentar 2008-06-29
Pin, die billige Beute
von Jennifer Lachman, Nina Klöckner und Ulf Brychcy (Hamburg)
Springer hat den missglückten Einstieg ins Briefgeschäft teuer bezahlt. Nun, da der Scheinriese Pin pleite ist, machen sich die Rivalen über ihn her. Sie holen sich ihre einst für viel Geld an Springer verkauften Brief-Töchter zurück - zum Schnäppchenpreis.
Ich weiß nicht wer Jennifer Lachman, Nina Klöckner und Ulf Brychcy ausgebildet hat. Ich kann nur sagen, es hat nicht funktioniert. Sie haben es nicht kapiert. Nicht Springer bezahlt den missglückten Versuch Menschen um ihren Lohn zu bringen teuer, sondern die Steuerzahler.
Friede Springer und die anderen Aktionäre dieses miesesten aller deutschen Konzerne kostet das ganze keinen Cent. Die ehrliche Trauer die aus dem Artikel der drei Schreiberlinge ablesbar ist wandelt sich bei Friede Springer in schallendes Gelächter. Es kostet sie nichts. Sie verliert nicht. Sie lässt einfach nur addieren was sie ausgegeben hat, inklusive des Kaufs einer Gewerkschaft und eines Arbeitgeberverbandes und dann wird diese Summe einfach von den nächsten Steuern abgezogen.
Bezahlen müssen das die Steuerzahler. Die gleichen Steuerzahler die letztendlich jede Fehlspekulation bezahlen müssen, egal wo auf der Welt unsere Elite das Geld verballert. Deshalb zeigen ja Mensch wie Friede Springer und die anderen Neoliberalen keine Verantwortung, weil sie nie welche tragen müssen. Unsere Steuergesetze sind so, dass der Verantwortungsloseste den größten Nutzen hat.
Die Idee des Prof. Kirchhoff mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 Prozent ist doch nur deshalb nicht zum tragen gekommen, weil keiner aus dem Großkapital jemals soviel Steuern gezahlt hat. Die meisten zahlen gar nichts oder zwischen 2 und 7 Prozent.
Solange aber Journalisten so tun als hätte Springer etwas verloren, wird sich an der Situation nichts ändern. Solange wird es keine Verantwortung geben.
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Dax: „Wieder einen auf den Deckel“
Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt setzt sich fort. Auslöser dafür sind der neue Rekordpreis für Öl und die Sorge über den Zustand der Finanzbranche. "Alles deutet darauf hin, dass die Subprime-Krise noch nicht vorbei ist und wir auf eine Rezession zusteuern", sagt ein Händler. Technische Analysten warnen vor neuen Tiefständen.
Es geht doch schon lange gar nicht mehr um die Frage wohin der DAX heute oder morgen geht, sondern darum wie man sich dem Verfall der Währungen, die rasende Inflation und den damit verbundenen ständigen Kursverlusten stellen will, oder ob man die Hand vor die Augen hält und hofft nicht gesehen zu werden.
Jeden Tag eine neue Bärenfalle aufzubauen ist keine Lösung.
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"Mir gehört die Tür für das BMW-Vorstandsklo"
Aktien beteiligen Anleger am unternehmerischen Erfolg - auch wenn es nur kleine Anteile sind. Doch die Deutschen halten Aktien für Teufelszeug. Dabei kommt man um den Dax nicht herum - wenn man ein Vermögen machen will.
Es ist ein Klischee, aber es bestätigt sich immer wieder: Deutsche Sparer sind Angsthasen. Sie halten Aktien für Teufelszeug und parken ihr Geld lieber auf Tagesgeldkonten. Weder die unablässigen Appelle der Politiker, doch bitteschön fürs Alter vorzusorgen, noch die Kursgewinne des Deutschen Aktienindex haben daran etwas geändert.
Ob Catherine Hoffmann denn nun wenigsten für diesen schönen Artikel ihre Verluste aus Internetblase, Telekom und dem aktuellen Crash erstattet bekommt, oder muss sie solchen geistigen Dünnpiff nur gegen Gehalt oder gar Wortentgelt verzapfen.
Man braucht sich doch nur den Kurzkommentar über diesem zu betrachten und weiß Bescheid. Der normale Depotkunde hat bei diesem System keine Chance mit Aktien Geld zu verdienen. Solange wir in Deutschland das Universalbankprinzip haben ist es für den Privatanleger nicht möglich langfristig Gewinne zu machen. Hier gewinnt immer nur die Bank.
Wer Lotto spielt, auf Fußball wettet oder wertlose Münzen kauft, hat mehr Chancen zu gewinnen als ein ehrlicher Anleger. Der ist auf jeden Fall der Dumme. Aber während sich ein Manfred Krug noch für seine Werbung entschuldigte hat eine Catherine Hoffmann vermutlich keine Schwierigkeiten mit ihrem Aufruf. Sie ist ja auch schließlich keine Journalistin sondern eine Propagandistin. Und ihr Klischee ist natürlich genauso falsch wie jedes Klischee.
Am schlimmsten aber sind solche Wissenschaftler wie Professor Richard Stehle, Kapitalmarktforscher an der Berliner Humboldt-Universität, der uns vorrechnet das jemand der 1954 sein Geld in Aktien angelegt hätte, seitdem eine Verzinsung von 10,3 Prozent im Durchschnitt erzielt hätte, während Bundesanleihen nur 6,6 Prozent brachten.
Ob ich diesem Tropf mal vorrechne was mein jüngster Sohn zu seinem 18 Geburtstag an Kapital bekäme, wenn vor 14.000 Jahren, jener Dödel von Vorfahr nicht mit der Keule hinter Weibern hinterhergerannt wäre, sondern die ersten Münze für Junior gut angelegt hätte. Bah. Was für Wissenchaftler. Alles vom Geld der Steuerzahler. Schönrechner, die nie Gebühren und nie Verluste haben. Aber vermutlich auch gut bezahlt. So eine Professur nährt ihren Mann sicherlich redlich und die Kapitalmarktleute brauchen immer Studien.
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Tarifverdienste steigen erneut langsamer als in Frankreich
Deutsche Arbeitnehmer haben sich 2007 trotz eines höheren Wirtschaftswachstums erneut mit geringeren Lohnanstieg als ihre französischen Kollegen zufriedengeben müssen.
Die durchschnittlichen Tariferhöhungen lagen hier bei 2,3 Prozent, im Nachbarland dagegen bei 2,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das sei das vierte Jahr in Folge, in dem die Franzosen ihre Löhne und Gehälter kräftiger steigerten. Dabei hatte Deutschland mit 2,5 Prozent das kräftigere Wirtschaftswachstum verzeichnet.
In Deutschland reichte der Lohnzuwachs gerade aus, um den Anstieg der Lebenshaltungskosten von 2,3 Prozent auszugleichen. Die Franzosen hatten dagegen auch real mehr Geld in der Tasche, weil ihre Verdienste schneller stiegen als die Verbraucherpreise mit 1,6 Prozent.
Wen wundert es wirklich. Bei uns haben sich Politik und Gewerkschaft gemeinsam an das Großkapital und die Neoliberalen verkauft. Diese Schere wird in Zukunft noch weiter auseinander gehen. Das ist so gewollt. Noch grausamer würde es aussehen wenn man die nicht tariflich gebundenen Löhne vergleichen würde.
Die arbeitenden Menschen in Deutschland werden bewusst und mit voller Absicht um ihre Teilhabe an dem ausschließlich von ihnen erwirtschafteten Ertrag betrogen. Unsere Manager könnte man bis auf einzelne Ringeltauben alle entlassen. Die einzige Folge wäre das die Gewinne steigen weil diese Volk nicht mehr abzockt, vor allem aber keine sinnvolle Arbeit mehr stört oder aufhält.
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Merrill Lynch erwartet weitere Milliardenabschreibungen
Die US-Investmentbank Merrill Lynch erwartet nach Informationen des Senders CNBC neue Abschreibungen von drei bis fünf Milliarden Dollar.
Es sei sogar ein Quartalsverlust möglich, berichtete der Sender am Freitag. Analysten von Lehman Brothers rechnen damit, dass Merrill Lynch im zweiten Vierteljahr auf Abschreibungen von 5,4 Milliarden Dollar komme. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres hatte Merrill Lynch in Folge der internationalen Finanzkrise bereits einen Verlust von fast zwei Milliarden Dollar ausgewiesen.
Ohne ein Analyst zu sein, wage ich mühelos die Voraussage das es im nächsten Quartal dann etwas weniger als 5 Milliarden sind, was uns dann als Erfolg verkauft wird. Dann kommt auch gleich die Empfehlung wieder Aktien zu kaufen.
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Gesammelte Gemeinheiten 13
Jung bereitet Verstärkung der Afghanistan-Truppe vor
Verteidigungsminister Franz Josef Jung will mehr Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan schicken.
Die Anzahl zusätzlicher Kräfte solle noch in diesem Monat geklärt werden, sagte Jung am Donnerstag in einem Interview des Deutschlandfunks. Medienberichten zufolge soll die Truppe um 900 bis 1300 Soldaten vergrößert werden. Derzeit ist das Mandat auf 3500 Soldaten begrenzt.
Ja das war klar, der Herr Jung lässt ja eine Gedächtnislokus für die toten Soldaten bauen. Dazu braucht er vor allem tote Soldaten. Er kommt ja aus dem Bundesland wo sie nicht nur kein Hochdeutsch sondern auch keinen Anstand kennen und wo der NS-Mordrichter Filbiinger ihnen sagte wie es geht. Das man Soldaten auch noch in Gefangenschaft ermordet, damit genug Hundemarken für die Gedächtnisklos vorhanden sind.
Afghanistan könnte Geld, Lehrer und Polizei gebrauchen. Jung will aber lieber töten lassen und die Komissarin für Agitation und Propaganda Angela Merkel freut sich dazu. Sie mag das Morden scheinbar auch.
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"Die Möglichkeiten werden maßlos überschätzt"
Markus Schächter: Es gibt jetzt eine gemeinsame Position der 16 Länder. Aber es bleiben Probleme, erhebliche, über die wir weiter reden werden. Hessens Ministerpräsident Koch hat Gespräche angekündigt, mit Brüssel und mit uns. Da werden wir unsere Position einbringen. Positiv sehe ich, dass wir nicht mehr ausschließlich als Rundfunksender, sondern als ein öffentlich-rechtliches Medienhaus betrachtet werden - das ist eine Annäherung an die Wirklichkeit.
Ja Markus Schächter und die anderen Gebührenerpresser sind am Ziel. Erst sorgten sie dafür das wir keinen Computer mehr am Internet betreiben dürfen ohne ihre Raubgebühren an die GEZ zu bezahlen und jetzt wollen sie das Internet mit ihrem Müll zukippen. Die öffentlich-rechtlichen Werbeschleudern und Propagandaverbreiter für neoliberalen Wirtschaftsfaschismus gehören aufgelöst oder privatisiert.
Wenn Schächter Geld haben will, soll er seine Leistung verkaufen. Davon könnte er allerdings nicht leben. Mir wäre er nicht einmal den Bruchteil eines Cent wert.
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VW-Chef Winterkorn setzt auf Elektroautos
Wegen der hohen Öl- und Benzinpreise werden die Autohersteller immer sparsamere Autos bauen. Konzerne wie Volkswagen stellen bald auch elektrisch betriebene Fahrzeuge her. Dies kündigt VW-Chef Martin Winterkorn in einem Interview an. Und er spricht über einen neuen Spar-Golf.
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Winterkorn kritisierte die politischen Debatten um den Klimaschutz scharf. „Die deutsche Autoindustrie leidet unter den unklaren Vorgaben der Politik“, sagte Winterkorn. „Die Menschen wissen nicht, was auf sie zukommt, ob sie künftig mehr oder weniger Autosteuer zahlen müssen. Das verunsichert die Autofahrer sehr.“
Der VW-Chef erklärte, viele würden die Entscheidung für ein neues Auto deshalb „bewusst“ immer weiter verschieben. Das sehe man daran, dass das Durchschnittsalter der Autos auf deutschen Straßen bei fast neun Jahren liege.
Das ist wieder einmal typisch deutscher Manager. Ihm fehlen die Vorgaben der Politik, aber wenn die Politik Vorgaben macht, dann schreit er auf und will viel einfachere Vorgaben. Es ist nicht die Politik die Herrn Winterkorn daran hindert Autos zu bauen, die viel weniger Sprit verbrauchen. Es ist nicht die Politik die verhindert das VW Hybridautos baut oder Wasserstoffahrzeuge zur Serienreife bringt. Es ist VW_Management, das dass Risiko scheuet, das mit neuen Innovationen verbunden ist.
Die Autokäufer wissen das ganz genau. Wer heute mit seinem Spritfresser noch fahren kann, wird sich kein neues Auto kaufen, weil alle hoffen, dass die Winterkorns dieser Welt endlich das anbieten, was die Leute brauchen. Bietet Winterkorn diese Autos nicht, werden sie von anderen verkauft, aber bis dahin ist er wahrscheinlich schon lange nicht mehr VW-Chef.
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Goldener Herzschlag
US-Manager lassen sich ihren Ausstieg aus der Arbeit vergolden, und das noch über den Tod hinaus. Die letzte Ruhe bietet Stoff für eine unselige Diskussion.
Sollte Brian L. Roberts, Chef des US-Telekommunikationskonzern Comcast, in absehbarer Zeit tot umfallen - die Trauer seiner nächsten Angehörigen könnte sich in Grenzen halten. Mehr als 298 Millionen Dollar fielen den Hinterbliebenen in den ersten fünf Jahren nach Roberts' Tod zu - inklusive Boni. Solch eine Summe dürfte auch ob eines plötzlichen und unerwarteten Todes aufgewühlte Hinterbliebene relativ schnell beruhigen
Ich bin mal gespannt, wie sich unsere deutschen Manager da abgesichert haben. Ansonsten werden sie das jetzt schnell nachholen. Einige sind auf diese Art und Weise tot deutlich mehr wert als lebend. Wenn der goldene Sarg wirklich ein Mittel ist um unfähige Manager loszuwerden, ist das vielleicht nicht die schlechteste Idee.
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Kann Springer Kriege verursachen?
„Die letzten eventuell noch gültigen Regeln des Mindest-Anstandes werden nun übertreten, nichts ist mehr unmöglich – alles erlaubt!“ Das ist nicht etwa das Lamento eines rückständigen Spiessers, sondern die nüchterne Beschreibung der heutigen Medienszene. Wie die meisten schon gehört haben, hat der Springer–Verlag seine polnischen Hetzblätter gegen die deutschen und sein deutsches Hetzblatt Bild gegen die Polen in Stellung gebracht und versucht, in beiden Ländern nationalistische Gefühle zu wecken und auf einen Krieg gegen das jeweils andere Land zu orientieren. Als Vorwand diente dazu die Fussball-EM und das Eröffnungsspiel Deutschland-Polen, aber der tatsächliche Inhalt war Völkerhetze.
So liess der Springer-Verlag sein polnisches Boulevard-Blatt `Super-Express` ausdrücklich nicht einfach nur über Fussball sprechen, sondern bezog sich auf die Schlacht bei Tannenberg im Jahr 1410 und liess Bezug nehmen und auf die deutsche Niederlage von 1945. Die Zeitung «Dziennik» (Axel Springer Polska) zitierte einen Spieler: «Dieser deutsche Panzer stört mich nicht. Ich werde gern mit ihm zusammenstoßen ... Deutsche, wir werden Euch aufessen»
«Super Express» druckte eine Fotomontage ab, die Polens Nationaltrainer Leo Beenhakker zeigt. Mit grimmigem Gesichtsausdruck hält er die beiden abgeschlagenen Köpfe von Jogi Löw und Michael Ballack in den Händen. Dazu die Überschrift: «Leo bring uns die Köpfe!»
Dann lässt Springer die deutsche Abteilung der Blätter anworten, aus denen Blut läuft, wenn man sie schräg hält: Bild beginnt gegen Polen zu hetzen: „«Das ist widerlich!» mit dem Aufmacher: «EM-Krieg gegen uns! Hetze gegen unsere EM-Mannschaft» und «Die Polen, unser 1. Gegner, führen einen schmutzigen Fußballkrieg!» und «Die Giftpfeile der Polen». Dass „die Polen“ Springer heissen, unterschlägt man natürlich.
Springers beliebteste Waffe war schon immer die Menschen aufeinander zu hetzen. Wenn sie es schaffen Polen gegen Deutsche aufzuhetzen hebt das den Umsatz ihrer Drecksblättchen, sorgt aber auch dafür das die Menschen sich nicht damit beschäftigen wie Friede Springer und ihre neoliberalen Wirtschaftsfaschisten die Arbeiter der PIN AG und die Menschen in Deutschland allgemein betrogen haben. Springer fährt ein Ablenkungsmanöver nach dem anderen und hetzt, damit die Menschen sich nicht in Ruhe hinsetzen, nachdenken, die wirkliche Situation analysieren und wie ein Mann losstürmen um die Neoliberalen und das sie führende Großkapital in die Gefängniszellen zu bringen in die sie seit langem gehören.
Deshalb müssen wir ja auch Krieg in Afghanistan und demnächst im Iran führen, weil diese Herrschaften Angst vor dem Volk haben. Vor dem Volk auf das unserer Innenminister schießen lassen will, das nicht streiken darf und sich in Bayern nicht einmal mehr versammeln kann. Es ist an der Zeit den Feind im Inneren zu bekämpfen
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Überall ist Pirmasens
Der Springerverlag macht das was er besonders gut kann. Er macht Agitation und Propaganda für die Neoliberalen. Diesmal wird eine ganze Stadt als übles Beispiel heranzgezogen. Springer schimpft über Pirmasens
Die Stadt, die keine Mittelschicht mehr hat
Was passiert mit einer Stadt, die keine Mittelschicht hat? Im pfälzischen Pirmasens läßt sich dieser Fall am lebenden Objekt begutachten: Tausende Leistungsträger haben die Stadt verlassen, die Armut steigt, es herrscht Trostlosigkeit. Viele Menschen haben ihren Ehrgeiz verloren.
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Eine gewöhnliche Kleinstadtszene. Doch die Kinder waren nicht im Supermarkt: Sie haben Essen bei der Pirmasenser Tafel geholt, dort, wo es nichts kostet.
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In der Pfälzer Stadt haben laut den Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung knapp 22 Prozent der Haushalte mehr als 2600 Euro netto im Monat zur Verfügung. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 45 Prozent. Auch am unteren Rand macht sich der fehlende Bauch bemerkbar: Während bundesweit nur 14 Prozent der Haushalte weniger als 1100 Euro als Nettoeinkommen zur Verfügung haben, sind es in Pirmasens 25 Prozent. Ein ganzes Viertel der Stadt muss mit dem Minimum auskommen. Pirmasens lebt vor, was es für eine Gesellschaft bedeutet, keinen Mittelbau zu haben.
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Dazu gesellt sich eine Art Verschwörungstheorie gegen die einst mächtigen Schuhbarone: Mehrmals, so erzählt man in Pirmasens, hätten sie verhindert, dass sich andere Unternehmen ansiedelten, dass durch Wettbewerb und Diversifizierung die Löhne hätten steigen können. So auch, als Siemens 1969 hier eine Spritz- und Druckgussfabrik eröffnete mit 200 Arbeitsplätzen und kurz darauf wieder abzog. Es ist eine Legende, für die es keine Beweise gibt und keine braucht.
Das erinnert einen doch an die Jagd die Springer auf Florida Rolf und Viagra Karl, auf jeden Arbeitslosen in Deutschland abgezogen hat. Jetzt ist es eine ganze Stadt. Die sich mit einer Verschwörungstheorie rausredet.
Natürlich haben die Schuhbarone den Herren im Gemeinderat nicht gesagt, dass sie weggehen wenn die andere Firmen zulassen. Selbstverständlich nicht. Das war Konsens. Genauso wie es Konsens war in ganz Deutschland als die Löhne zu steigen begannen, sehr schnell Gastarbeiter zu holen um die Löhne zu drücken. Künstlich Konkurrenz schaffen. Daneben wurde Gewerke immer weiter zerteilt, bis die Arbeit von jedem nach kurzer Anlernzeit gemacht werden konnte.
Im Takt der Maschinen hat man ihnen ihre Wertlosigkeit als Arbeiter wie als Menschen immer wieder eingehämmert. Armado Rodrigues aus dem kleinen Dorf Vale de Madeiros in Portugal bekam als Millionster Gastarbeiter sogar ein Moped geschenkt, weil er so schön beim Lohndrücken half. Die Gastarbeiter lebten unter unmöglichen Umständen und arbeiteten für mieses Geld, das sie sofort nach Hause schickten.
Aber das Kapital wurde nicht satt. Es mussten immer mehr kommen. In Pirmasens wie überall in Deutschland. Dank der Gastarbeiter blieben die Löhne niedrig. Die Kaufkraft entwickelte sich nie entsprechend der Produktivität der Arbeit. Große Teile der gesamten Nettolohnsumme gingen ins Ausland.
Dann war es irgendwann vorbei. Die Gastarbeiter und auch die deutschen Arbeiter wurden immer weniger gebraucht. Längst erledigten Maschinen die Arbeit, die nur von wenigen bewacht und gewartet werden mussten. Das Kapital entließ die Arbeiter. Die Ausländer die zurück in ihre Heimat wollten und konnten gingen, einige wurden rausgekauft, durften die Gelder aus der Rentenversicherung mitnehmen.
Aber der größte Teil war zu lange hier. Die hatten zu Hause kaum noch Bindungen. Ihre Kinder waren hier in der Schule oder die Lebensbedingungen waren dort noch schlechter als die Arbeitslosigkeit hier. Die Kosten für die Lohndrückerei des Kapitals durften jetzt die Arbeitnehmer gemeinsam mit den Firmen tragen, die noch viel Personal brauchten. Die Lohnkosten stiegen, weil die Gewinne die vorher mit den Gastarbeitern gemacht worden waren, sich nicht an deren Arbeitslosigkeit beteiligten. Das war Sache der Arbeiter.
Springer fand das toll. Das musste so sein. Springer kannte auch die Lösung des Problems. Die Löhne der Arbeiter mussten runter, die Arbeitslosen bestraft werden. Eine Hetzkampgagne folgte der anderen. Mit der Wende und der Wiedervereinigung belasteten auch noch die Arbeitslosen und Rentner aus der DDR die Sozialsysteme. Das Kapital machte Geschäfte, die Kosten trugen die Arbeitnehmer, deren Löhne dadurch natürlich noch teurer wurden.
Springer war begeistert. Die blühenden Landschaften wurden zu Unkraut auf totem Fabrikgelände und da es den real existierenden Sozialismus nicht mehr gab, konnten die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten sich hemmungslos austoben. Springer tobte mit.
Kündiungsschutz weg, Löhne runter, Arbeitslosengeld gekürzt, Hartz IV. Springer trieb die Verrückten zu noch immer größerer Geschwindigkeit an. Mit Hartz IV brachen sie die Arbeitslosen. Man konnte zusehen wie die Menschen aufgaben. Gleichzeitig wurden die Berufe zerstört. Eine Berufsbezeichung existiere kaum länger als drei oder vier Jahre. Danach waren alle Hilfsarbeiter.
Jetzt mokiert sich Springer darüber das die Kinder das Essen für zu Hause von der Tafel holen. Wahrscheinlich würde Springer denen auch den Abfall an liebsten noch gegen Geld verkaufen. Die letzte Cents an sich raffen. Wir wissen ja das Friede Springer ihre PIN-Post Leute sogar gegen höhere Löhne demonstrieren ließ. Sie zeigte denen und uns ihre Verachtung für die Menschen so deutlich wie es nur ging und ihre Helfer waren eifrig mit dabei.
Aber den Menschen in Pirmasens fehlt der Ehrgeiz. Meint Spinger. Von Ehrgeiz ist doch in Deutschland gar nicht mehr zu reden. Die Springers, Mohns, Bertelmanns, Quandts, Kannegiessers, unsere bestechenden und bestochenen Manager und Gewerkschaftler, sowie die gekauften Mietmäuler die angeblich Wissenschaftler sein wollen und dazu das schmutzige Politikerpack, haben doch alles an Hoffnung und Zuversicht zerstört was es gab in diesem Land.
Während sich dies Pack die Taschen immer voller stopfte, sind die Leute verarmt und wurden bewusst verarmt. Der so wehleidig beklagte Mittelstand ist die Beute der IHKs und Handwerkskammern geworden. Mit Bürokratie und dümmlichen Abgaben überhäuft rutscht er weg. Den Schuster gibt es nicht mehr, der Bächer stirbt aus, Metzger haben Seltenheitswert und die Kneipe muss wegen Rauchverbot schließen.
Ehrgeiz. Das ich nicht lache. Wir müssten den Menschen erst wieder einmal Mut machen. Die von Pierer, Ackermann und Hartz einsperren. Den Menschen zeigen dass sie Rechte haben und nicht nur Verfügungsmasse sind. Statt dessen holt Frau Schavan Ingenieure aus Indien um die deutschen Preise zu drücken für 30.000 Euro und schafft damit einen neuen Höchstlohn für den Mittelstand.
Aber im Grunde genommen muss unsere führende Klasse eigentlich froh sein, das die Menschen sich aufgegeben haben. Was würde passieren wenn die Menschen aus Pirmasens einen Besuch im Springerverlag machten. Was wäre nach den 42.000 Pirmasensern noch übrig von Springer. Wohin würde Friede Springer laufen wenn das Volk kommt.
Die Pirmasenser kommen wohl nicht. Aber spätestens dann wenn sie im nächsten Winter nur noch ein Zimmer heizen können, oder in die Wärmestuben müssen, könnte sich das ändern. Sie werden nämlich die Heizung nicht mehr bezahlen können. Auch die nicht, die noch Arbeit haben. Vielleicht kommen sie dann durch die Kälte in Wut und hoffentlich erinnern sie sich was Springer mit ihrer Stadt anstellte.





















