Es ist schon tragisch für die ZEIT. Auf der einen Seite erweist sich alles, was sie in den letzten Jahren an neoliberaler Propaganda gebracht hat als grober Unfug und Spinnerei, die die Weltwirtschaft ruiniert haben, auf der anderen Seiten bricht ihnen jetzt zum Dank dafür die Werbung weg. Allerdings kann man gegen den Einbruch bei der Werbung etwas tun. So wie man bisher die Propaganda für die neoliberale Menschenverachtung als Inhalt verkaufte, verkauft man heute eben die Segnungen der Gentechnik.
Diesmal geht es um die BASF, vor allem aber um die Genkartoffel Amflora. Während das sogenannte Interview mit BASF-Vorstand Stefan Marcinowski nicht mehr als der übliche Verlautbarungsjournalismus ist, bei dem die Aussagen, die der Werbetreibende loswerden will, mit Fragen umgarnt werden, die eher Stichworte sind, hat der Artikel von Andreas Sentker alles das, was Propaganda, die sich als mieser Journalismus tarnt, ausmacht.
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Gentechnik, wohin man schaut
Dr. Jeff Steinberg bietet seinen Kunden in seinen Befruchtungskliniken die freie Auswahl. Geschlecht, Hautfarbe und Hauttönung, Augenfarbe und Haarfarbe können sich die Eltern bei der gentechnisch unterstützten In-vitro-Fertilisation selbst aussuchen. Designerbabys, bei denen auch noch die genetische Gesundheit garantiert sein soll. Ob es wohl auch ein Rückgaberecht gibt, wenn das Kind nicht gefällt?
Natürlich sind das typische Auswüchse des amerikanischen Traums, aber rund um die Welt nimmt genau dieser Designergedanke immer mehr zu. Ein Baby passend zur Handtasche. Wie leicht vergisst man dabei, dass es sich um Menschen handelt und dass diese Form der Auswahl einen Umgang mit Menschen und eine Denkart bedeutet, die sehr gefährlich werden könnte. Was machen die Eltern, wenn ihr Designerbaby eben nicht das erhoffte Schmuckstück ist, sondern sich zu einem normalen Kleinkind und dummen Teenager entwickelt, der sich zudem nicht wäscht? ["Gentechnik, wohin man schaut" mehr »]
Natürlich sind das typische Auswüchse des amerikanischen Traums, aber rund um die Welt nimmt genau dieser Designergedanke immer mehr zu. Ein Baby passend zur Handtasche. Wie leicht vergisst man dabei, dass es sich um Menschen handelt und dass diese Form der Auswahl einen Umgang mit Menschen und eine Denkart bedeutet, die sehr gefährlich werden könnte. Was machen die Eltern, wenn ihr Designerbaby eben nicht das erhoffte Schmuckstück ist, sondern sich zu einem normalen Kleinkind und dummen Teenager entwickelt, der sich zudem nicht wäscht? ["Gentechnik, wohin man schaut" mehr »]
Stammzellen, Klone und Chimären
Im Bereich der Stammenzellenforschung scheint zur Zeit ein Durchbruch nach dem anderen zu gelingen. Das könnte in vieler Hinsicht Hoffnung machen, ist aber eben auch nicht ganz ohne Probleme.
Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der sie ohne Einsatz eines Virus menschliche Zellen dauerhaft in vielseitig einsetzbare Stammzellen verwandeln können. Bisher werden dazu sogenannte Virus-Genfähren eingesetzt: Die Viren dringen in die Zelle ein und platzieren die gewünschten Gene an verschiedenen Stellen des Erbgutes. Dieses Verfahren ist jedoch mit Risiken verbunden, da dabei etwa versehentlich ein lebenswichtiges Gen ausgeschaltet werden kann, was wiederum die Gefahr beinhaltet, dass die Zelle entartet. Jetzt haben gleich zwei Arbeitsgruppen eine sicherere, neue Methode entwickelt: ein Team um den in Edinburgh tätigen Keisuke Kaji und eines um den in Kanada arbeitenden Knut Woltjen.["Stammzellen, Klone und Chimären" mehr »]
Die Wissenschaftler um Kaji verwendeten eine abgewandelte Genfähre, die ursprünglich aus Bakterien stammt und Plasmid genannt wird. Sie schleusten die vier bereits früher für die Reprogrammierung von Hautzellen verwendeten Gene – c-Myc, Klf4, Oct4 und Sox2 – in einer einzigen Genfähre in Bindegewebszellen der Maus ein, die dadurch zu pluripotenten Stammzellen wurden.
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Die kanadischen Forscher schleusten ebenfalls alle vier Gene zusammen mit dem Transposon in Bindegewebszellen des Menschen und der Maus ein. Ihnen gelang es zudem, die Genfähre zusammen mit den eingeschleusten Genen komplett aus dem Erbgut der induzierten Stammzellen wieder herauszuschneiden. Bei der Methode von Kaji ohne das Transposon verbleiben nach dem Herausschneiden noch Reste der Genfähre im Erbgut.
Kurzkommentar 2008-07-28
• Importpreise steigen so stark wie seit Jahren nicht mehr
• Nächste Schlappe für Brown
• Beckstein besteht auf Änderungen bei Erbschaftsteuerreform
• GENREGULATION - Alterung könnte sich verlangsamen lassen
• Bunte Scheiben sammeln Licht für Solarzellen ["Kurzkommentar 2008-07-28" mehr »]
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