Habe ich jemals für Steuerehrlichkeit und ähnliches plädiert? Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, denn ich habe akuten Bürokratiefrust.
Mit einem Bein steht man als arbeitender Mensch immer schon im Gefängnis, weil man irgendwelche Vorschriften nicht kennt bzw. beachtet. Das andere Bein hat man dann frei, um Geld ranzuklotzen, damit man alle Abgaben, Gebühren, Steuern und wie sie auch immer heißen, die Gelder, die der Staat einkassiert, pünktlich bereit halten kann. Also wirklich.
Ein Bekannter, selbständiger Handwerker, muß seitenweise Sicherheitsvorschriften dokumentieren, - z.B. ob er seinen Mitarbeitern erklärt hat, wie man sicher auf eine Leiter steigt, oder so ähnlich. Eine andere Bekannte, Kleingewerbetreibende, hat einen derartig komplizierten Steuerbescheid bekommen, den selbst die Beamten nicht zu verstehen scheinen. Nimmt sie jetzt auch noch einen Steuerberater in Anspruch, bleibt ihr nicht mehr genug Geld zum Leben. Und was macht der Finne, der hier 6 Monate lebt und der Krankenvesicherungspflicht unterliegt, - na? Der muß erstmal einen Strafbeitrag nachzahlen, weil er ein paar Monate unversichert war. Da staunt er, der freundliche Finne. Und der Nachbar, der seine Freundin aus dem schönen Baltikum zu sich nach Deutschland kommen ließ, auch!
Aber über allem thront die deutsche Bürokratie. Die läßt sich auch von der Globalisierung nicht kleinkriegen!





















