Die Spargelernte vergammelt auf den Feldern
So oder so ähnlich hören wir unsere Landwirte jammern. Sie fordern vom Arbeitminister mehr Saisonarbeiter, wollen mehr Zwang bei Hartz-IV-Empfängern, sie kreischen nach Hilfe, so laut es geht. Auf die einzige wirklich nützliche Idee kommen sie allerdings nicht. Anständige Löhne bezahlen!
Es ist im Grunde genommen zum rumkugeln komisch. In diesem Blog wurde mehrfach darauf hingewiesen, das die am besten subventionierte Berufsgruppe, die bescheidensten Löhne zahlt und dabei noch irrsinnige Leistungen fordert.
Natürlich haben sich unsere willfährigen Politclowns immer wieder etwas neues einfallen lassen, um deutsche Arbeitslose zu Zwangsarbeitern der Landwirte zu machen. Aber das nützt jetzt auch nichts mehr. Selbst die Rumänen und Bulgaren wollen nicht für Kleingeld in Deutschland bei der Ernte helfen, wenn sie überall in Europa anständige Löhne bekommen.
Das wird übrigens demnächst auch für Großschlachtbetriebe und Bauunternehmen gelten. Überall in Europa werden für anständige Arbeit, anständige Löhne gezahlt. Deshalb wollen die Menschen nicht mehr in Deutschland für unanständige Löhne arbeiten.
Es ist wohl Zeit um Umdenken. Die Lügen der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, schaden jetzt schon nicht mehr nur den Menschen in diesem Land, sondern schwächen unsere Wirtschaft nachhaltig.
Beruhigende Meldung
Die europäischen Filme werden nur mit 50 Prozent gefördert, weil die EU das so vorschreibt. Das ist doch nett. In Deutschland haben wir sogar in jedem Bundesland Filmstiftungen und Filmförderinstitute. Die haben 2003 mal eben Fördergelder in Höhe von 230 Millionen Euro verbrannt. Aber es werden auch ein Haufen Leute damit beschäftigt wie das Beispiel NRWzeigt.
Es gibt auch schöne Auslandsreisen zu den Filmfestspielen überall in der Welt. Gerade eben war bei n-tv so ein Filmreisender aus NRW zu sehen, der brav erklärte, das sich mit seinem Besuch dort, keine Geschäfte ergäben, er aber Kontakte knüpfen könne. Schön für ihn.
Ich frage mich ob in einer Zeit, in der unsere Erfinder erhebliche Probleme haben auch nur einen Patentanwalt zu bezahlen und die Zahl unserer Patente immer weiter zurückgeht, es nicht sinnvoller wäre, Patente zu fördern, als Filmchen zu fördern, die es an keinem Markt schaffen sich zumindest selbst zu refinanzieren.
Was kein Publikum und keinen Mäzen findet muss auch nicht produziert werden. Sonst kommt morgen noch Klein-Bloggersdorf und beantragt auch Subvention oder die vielen Tausend Schriftsteller ohne Erfolg. Wenn man allerdings ehrlich ist, müssen auch die Subventionen für Theater, Museen, Oper, Operette und ähnliches gestrichen werden. Was gut ist verkauft sich, der Rest findet Mäzene oder eben Leute die ohne Geld produzieren.
Mensch Hotte du machst mir wundern
Wenn das so weiter geht gründe ich noch einen Horst-Köhler-Fanclub. Der Mann wird mir langsam aber sicher unheimlich. Erst redet er mit Christian Klar, bevor er die Begnadigung ablehnt und nun das.
Bei der Verleihung des Friedrich August von Hayek Preises in Freiburg fand Horst Köhler ungewohnte Worte:
"Wer nach mehr Eigenverantwortung von Studenten, Arbeitnehmern und Rentnern ruft, kann nicht gleichzeitig Subventionen und staatlichen Wettbewerbsschutz für sich selbst in Anspruch nehmen wollen."
Mein Gott so was überhaupt aus Hottes Munde und dann noch bei der Verleihung eines Preises dessen Namensgeber eher dem neoliberalen Block der Menschenverächter zuzuordnen ist. Hotte fordert sogar "Privilegienfreiheit für alle". Da wird mir doch ganz warm ums Herz. Die Rede muss ich unbedingt zur Gänze haben. Nachsehen wo er die Eisen wieder aus dem Feuer zieht. Er kann das ja ganz gut.
Aber wenn er wirklich zu dem steht was er da gesagt hat, dann meine Hochachtung. Die Verantwortungslosigkeit der Manager und Unternehmsführer war ja schon oft mein Thema. Das ihnen das ihr Bundespräsident unter die Nase reibt, tut mir gut. Nicht das sich dadurch etwas ändern wurde, aber es musste mal wieder laut gesagt werden.
Wahrscheinlich wird ihn jetzt die Springerpresse ermorden lassen und der Sudel-Söder wird in München im Dreieck springen und zusammen mit Stoiber und Professor Unsinn vom ifo-Lügenclub Veitstänze aufführen. Das macht mir rein gar nichts, und Hotte kommt auch ohne zweite Amtszeit aus.
Und dann war noch Erwin Huber, der 15 Prozent mehr abstaubte
Da freut er sich der Huber, Erwin. 576 Millionen Euro Fördergelder für Bayern im Bereich „Regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung“ Bayern 2007-2013. Das sind 15 Prozent mehr als beim letzten Mal. Das ist gut für Bayern.
Aber warum muss Europa und in diesem speziellen Fall die anderen deutschen Steuerzahler Bayern fördern. Da ist doch alles tutti paletti, alles bestens, wenn ich die Komiker von der CSU so reden höre. Ist das vielleicht nur ein Mitnahmeeffekt. Ös is ja do, dann nehmers auch.
Wenn mal so rechnet, ne halbe Milliarde hier, 1,5 Milliarden dort. Das läppert sich schon. Aber die Bayern sind ja an ständige Förderung gewöhnt. Auch bei der Reparatur der Bahn bekommen sie den Löwenanteil. Ganz früher mussten die Menschen in den Stahlwerken und Zechen des Ruhrgebietes dafür arbeiten, das Bayern Straßen und fließendes Wasser bekam. Heute nehmen sie von allen Seiten und geben selbst natürlich nichts.
Glückseeliges Bayern. Sozialhilfe auf sehr hohem Niveau. Das freut den Huber, weil der nicht versteht, das solch unnötige Subventionen, an anderer Stelle fehlen und auf Dauer allen schaden. Aber was den anderen schadet und Bayern nützt, das freut den Huber.
Fenster auf, das Geld muss raus
Wir müssen überall sparen, aber für so richtig bescheuerte Ideen ist immer Geld da. Der Wiederaufbau des Stadtschlosses gehört zu dieser Art von Ideen. Wollen wir wirklich die Bleibe von Wilhelm dem Doofen, dem Oberganoven wieder zurückhaben und was sagt das über uns aus. Der einzige König auf den Berlin und Brandenburg stolz sein können, war der alte Fritz und der hat dieses Loch verachtet.
Vom alten Fritz schon abgehakt und glücklicherweise dem Krieg genauso zum Opfer gefallen wie die Neue Reichskanzlei gibt es eigentlich keinen Diskussionsbedarf mehr. Das die gleichen Kreise die Willhelm und auch Adolfchen gut fanden, dafür sorgten das Erichs Lampenladen, der Palast der Republik abgerissen wurde verwundert da niemanden. Inwieweit die mit den Schlossbauern auf Steuerzahlerskosten identisch sind, vermag ich im einzelnen nicht zu belegen. Aber einige Namen lassen da böses ahnen.
Natürlich behauptet diese Initiative, das alles privat finanziert wird. Gleichzeitig geht es schon jetzt um rund eine halbe Milliarde für die Fassade, die doch bitteschön der Steuerzahler legen soll. Dazu das kostenlose Grundstück versteht sich. Der Rest wird dann ein Abschreibungsprojekt.
Wohin die Reise geht machte heute das Massenpublikum klar. Wie immer wenn die Springerpresse Meinung macht, kann man unbesehen davon ausgehen, das die Bürger zugunsten der Springerklientel bestohlen werden sollen. In diesem Fall wird das überdeutlich. Der Berliner Anteil soll zur Zeit 38 Millionen betragen. So fangen die ja immer an. Im Endeffekt mit Steuernachlässen und allem wird wohl allein Berlin eine halbe Milliarde tragen müssen und insgesamt werden in zehn Jahren wohl 3 Milliarden verkocht sein.
Polnische, bulgarische und rumänische Bauarbeiter werden für Hungerlöhne oder als Schwarzarbeiter die Arbeit leisten und dann wird der Steit um irgendeine Nutzung losgehen. Bei den Bau - und Unterhaltskosten ist das Objekt aber in Berlin nicht zu vermieten. Wir produzieren also weiteren Leerstand. Der drückt natürlich die Preise für andere Immobilien und erzeugt weitere Verluste, die als steuerliche Verluste von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Seien wir vorsichtig und sagen, das dies eine weitere Milliarde sein wird.
Aber dann geht es erst richtig los. Irgendwann muss der Kram von Berlin übernommen werden, dann müssen öffentliche Einrichtungen dort hinein. Museen, Verwaltung und alles mögliche für das an anderer Stelle schon zu viele Gebäude vorhanden sind. Die Kosten werden horrend sein.
Die Vernunft würde sagen, lasst uns Rollrasen kaufen und ein paar Bäume pflanzen. Nur Vernunft und Politik gehen nicht zusammen. Deshalb bekommen wir ein sehr teures Schloß und haben kein Geld für unsere Schulgebäude. Mensch wäre das schön wenn irgendwer diesem Schwachsinn ein Ende machen könnte.
Der unsinnige Professor will mal wieder die Löhne kürzen
Nachdem die von Professor Sinn so vehement unterstützten Wirtschaftsfaschisten und Abzocker bei der letzten Bundestagswahl eine deutliche Absage erhalten haben, hat der völlig Sinnlose wenigsten für ein paar Monate, seine halbgaren Lügen bei sich behalten.
Diese Schonfrist ist nun vorbei. Der Schwachsinn und die Menschenverachtung aus München feiern nun wieder fröhlich Urständ. Der Professor, der sich aus eigener Arbeit noch nicht einmal ein Stück Käserinde leisten könnte und der nur von den Subventionen der arbeitenden Bevölkerung und den Bestechungen der Abzocker lebt, will wieder einmal die Löhne kürzen. Das ist das einzige was diesem volkswirtschaftlichen Dinosaurier und seiner nichtsnutzigen, aber teuren Organisation einfällt.
["Der unsinnige Professor will mal wieder die Löhne kürzen" mehr »]
Diese Schonfrist ist nun vorbei. Der Schwachsinn und die Menschenverachtung aus München feiern nun wieder fröhlich Urständ. Der Professor, der sich aus eigener Arbeit noch nicht einmal ein Stück Käserinde leisten könnte und der nur von den Subventionen der arbeitenden Bevölkerung und den Bestechungen der Abzocker lebt, will wieder einmal die Löhne kürzen. Das ist das einzige was diesem volkswirtschaftlichen Dinosaurier und seiner nichtsnutzigen, aber teuren Organisation einfällt.
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Liebet Angela,
nu reicht es also nicht, das uns det Bundeskanzler zu Neujahr mit eine Osteransprache belästigt, nu musse uns auch noch schreiben. Nun jut, et heißt ja, wer schreibt der bleibt, wat icke bei dir aber eher nich glaube. Da sin ein Koch und ein Wulff vor, die sich schon die Lippen über deine Knöchskes lecken tuen. Aber togal die Hoffnung schtirbt zuletzt.
Da du uns ja bei jede Jelejenheit erklären tust, wie pleite wir sind – als ob wir dat nicht längst wissen täten – macht es mir doch janz schön irre, dasde von die nich vorhande Penunse noch mal ebend 2,95 Milliönskes von det Euro verballerst. Damit kostet uns jedet deiner Wörtchen etwat mehr als 8.526 Euro. Müssen dat jewichtige Wörtkens sein. Dat der Münteheinifranz hinter dir steht globe ick dir jerne, der steht hinter jedem Mist, früher stand er immer in den Abwinden von det Schröderken, nu also in deine Abjase. Aber dat is egal, wat der einatmet, der wird eh nich mehr klar inne Birne.
Hab ich mir also sofort den Erjuss deines Jeistes vorjenommen. Bei den Preisen, muss dat ja, dat wichtichste in mein Lebens sein. Als erstes versuchste mir unterzujubeln, datte dat Land regieren willst, weil du an det Land und de Menschen jloobst. Finste das nich auch ein bisken dicke. Ständig haste uns von deine Aplaussidioten, wie diesem Arschgesicht und den anderen vorwerfen lassen wie dumm, faul und jefräßig wir sind. Ne du jloobst nicht an uns, sondern daran dasse ne jute Pension kriechst, wenn wir dir abwählen und dasse bis dahin jenüjend Bestechungsgelder kassieren tust, die dann anders heißen, oder wie bei dem Schröder erst hinterher fließen.
Im übrigen denken nicht nur viele, das du jenausowenig taugst wie der Rest deiner Bande, sondern die meisten wissen et. Aus Erfahrung. Et is uns auch ziemlich scheißejal ob die große Koalition den festen Willen hat, de Probleme zu lösen und de Herausforderungen anzunehmen. Det is nämlich eure Aufjabe, ihr Pappnasen. Dafür werdet ihr bezahlt.
Im nächsten Absatz haste dir verschrieben. Du willst ja nicht die Arbeitslosigkeit bekämpfen sondern die Arbeitslosen. Is ja auch einfacher, die können sich ja nich wehren. Du senkst auch nich die Lohnnebenkosten, sondern du lagerst Kosten aus den Unternehmen auf die Alljemeinheit um. Dat is jemein. Aba für dich passt et. Kalt und dumm, gleich neoliberal.
Du brauchst die Bereitschaft zur Veränderungen. Wir nich. Mir sin jederzeit bereit eine Veränderung in unserer politischen Landschaft hinzunehmen. Ihr müsst nur einfach alle zurücktreten, un die Parteien auflösen. Ick weiß dat man euch nicht als Mitesser nennen darf, wär ja auch eh falsch, da ihr dat meiste auffresst. Dat ihr euren Wohlstand und euer hohet sozialet Niveau behalten wollt is uns auch klar. Aber wir wollen eher unsern Wohlstand verbessern und mit unserem sozialen Niveau nich ganz unter dem Teppich verschwinden. Dat sin janz andere paar Schuhe, wir haben nämlich nix mit euch jemeinsam.
Ick finde et eh lustich, wenn eine deutsche Politikerin von Niveau redet, dat is dat einzige worum ihr euch keine Gedanken mehr machen müsst. Dat hat sich erledigt. Frag ma dein Laurenzken, der sich vom Steuerzahler die Spenden bezahlen lässt, die er als Strafe für seine kassierten Nichtbestechungsgelder anjeboten hat. Dat is Niveau, von feinstem.
Wir jloben dir och, das ihr alles daransetzen werdet, dass die Wirtschaft stärker wachsen und mehr Gewinne machen kann. Dummerweise werden wir das über höhere Steuern und niedrigere Löhne bezahlen müssen. Aber das is dir ja eh egal. Was der Staat an Aufgaben erfüllen will haben uns der Bosbach und der Schäuble schon gesagt. Der eine will Konzentrationslager und der andere will, das die Bundeswehr auf uns schießt. Aber auch dat is nich neu in Deutschland. Dat hatten wir auch schon.
Angela ob du wenigen Tagen ein Sofortprogramm für höheres Wachstum und mehr Beschäftigung beschließt, ist viel wenijer wichtich, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Der könnte nämlich einem Chinesen auf den Fuß fallen und weh tun. Unsere 25 Milliarden Euro wirste schon verballern, jenau wie dat Jeld für deine Worte. Konjunkturprojramme is immer das einzige was euch einfällt. Lasst uns einfach unser Jeld. Wir machen dann schon Konjunktur. Janz alleine. Ohne euch. Wir können det eh besser.
Handwerkerarbeiten und Dienstleistungen wie Pflege und Betreuung sind künftig stärker steuerlich absetzbar, sachste zu uns. Dat is schön. Vielleicht sollteste einfach mal fragen, wie oft normale Menschen dafür noch Geld haben. Dat machen wir schon lange selber, oder wir lassen den Dreck verfallen wie ihr dat ja mit den Straßen, Jugendclubs, Schulen und Kinderjärten auch macht.
Et jeht dir auch nich um eine bessere Förderung der Familien, um mehr Kinder. Sonst würdest du nich die Mehrwertsteuer auf Windeln anheben und dafür dein Propajandablättchen von Springer beim halben Satz lassen. Du willst es auch den Eltern nicht leichter machen, für ihre Kinder zu sorgen, denn neben Kinderjarten, Nachhilfeunterricht, Betreuungskosten und immer höheren Sportausjaben, sollen wir nun auch noch Jeld für et Studium bezahlen. Du verarscht uns liebe Angela.
Dann sollen wir uns auch noch überraschen. Du wirst et vielleicht nich verstehen. Aber wir möjen keine Überraschungen. Ihr übergerascht uns ständig. Soviel Dummheit wie von euch, macht uns staunen. Wo du dein Land hinbringen willst ist uns schon klar. Direkt in die Hände von Kannegießer, Springer, Mohn und Konsorten.
Aber wir übergeraschen dich auch. Wir wollen da nicht hin. Unser Land muss wieder dahin zurück, wo es noch menschlich war. Wo ein Schäuble niemals Innenminister hätte werden können. Deiner Menschlichkeit liebe Angela. Mit Verlaub, deiner Menschlichkeit trauen wir keinen Millimeter. Aber wir trauen dir und den deinen alles zu. Restlos alles. Nur nix jutes.
Wir müssen dir auch nix jutes für 2006 wünschen. Du hast die Portokasse, du erfüllst dir jeden Wunsch schon selbst. Übrigens war keines deiner Worte 8.526 Euro wert. Keiner deiner Buchstaben is die 1.268 Euro wert, die er kostet. Bis auf den einen Punkt. Den solltest du vielleicht auch machen. Hinter deine politische Karriere.
Da du uns ja bei jede Jelejenheit erklären tust, wie pleite wir sind – als ob wir dat nicht längst wissen täten – macht es mir doch janz schön irre, dasde von die nich vorhande Penunse noch mal ebend 2,95 Milliönskes von det Euro verballerst. Damit kostet uns jedet deiner Wörtchen etwat mehr als 8.526 Euro. Müssen dat jewichtige Wörtkens sein. Dat der Münteheinifranz hinter dir steht globe ick dir jerne, der steht hinter jedem Mist, früher stand er immer in den Abwinden von det Schröderken, nu also in deine Abjase. Aber dat is egal, wat der einatmet, der wird eh nich mehr klar inne Birne.
Hab ich mir also sofort den Erjuss deines Jeistes vorjenommen. Bei den Preisen, muss dat ja, dat wichtichste in mein Lebens sein. Als erstes versuchste mir unterzujubeln, datte dat Land regieren willst, weil du an det Land und de Menschen jloobst. Finste das nich auch ein bisken dicke. Ständig haste uns von deine Aplaussidioten, wie diesem Arschgesicht und den anderen vorwerfen lassen wie dumm, faul und jefräßig wir sind. Ne du jloobst nicht an uns, sondern daran dasse ne jute Pension kriechst, wenn wir dir abwählen und dasse bis dahin jenüjend Bestechungsgelder kassieren tust, die dann anders heißen, oder wie bei dem Schröder erst hinterher fließen.
Im übrigen denken nicht nur viele, das du jenausowenig taugst wie der Rest deiner Bande, sondern die meisten wissen et. Aus Erfahrung. Et is uns auch ziemlich scheißejal ob die große Koalition den festen Willen hat, de Probleme zu lösen und de Herausforderungen anzunehmen. Det is nämlich eure Aufjabe, ihr Pappnasen. Dafür werdet ihr bezahlt.
Im nächsten Absatz haste dir verschrieben. Du willst ja nicht die Arbeitslosigkeit bekämpfen sondern die Arbeitslosen. Is ja auch einfacher, die können sich ja nich wehren. Du senkst auch nich die Lohnnebenkosten, sondern du lagerst Kosten aus den Unternehmen auf die Alljemeinheit um. Dat is jemein. Aba für dich passt et. Kalt und dumm, gleich neoliberal.
Du brauchst die Bereitschaft zur Veränderungen. Wir nich. Mir sin jederzeit bereit eine Veränderung in unserer politischen Landschaft hinzunehmen. Ihr müsst nur einfach alle zurücktreten, un die Parteien auflösen. Ick weiß dat man euch nicht als Mitesser nennen darf, wär ja auch eh falsch, da ihr dat meiste auffresst. Dat ihr euren Wohlstand und euer hohet sozialet Niveau behalten wollt is uns auch klar. Aber wir wollen eher unsern Wohlstand verbessern und mit unserem sozialen Niveau nich ganz unter dem Teppich verschwinden. Dat sin janz andere paar Schuhe, wir haben nämlich nix mit euch jemeinsam.
Ick finde et eh lustich, wenn eine deutsche Politikerin von Niveau redet, dat is dat einzige worum ihr euch keine Gedanken mehr machen müsst. Dat hat sich erledigt. Frag ma dein Laurenzken, der sich vom Steuerzahler die Spenden bezahlen lässt, die er als Strafe für seine kassierten Nichtbestechungsgelder anjeboten hat. Dat is Niveau, von feinstem.
Wir jloben dir och, das ihr alles daransetzen werdet, dass die Wirtschaft stärker wachsen und mehr Gewinne machen kann. Dummerweise werden wir das über höhere Steuern und niedrigere Löhne bezahlen müssen. Aber das is dir ja eh egal. Was der Staat an Aufgaben erfüllen will haben uns der Bosbach und der Schäuble schon gesagt. Der eine will Konzentrationslager und der andere will, das die Bundeswehr auf uns schießt. Aber auch dat is nich neu in Deutschland. Dat hatten wir auch schon.
Angela ob du wenigen Tagen ein Sofortprogramm für höheres Wachstum und mehr Beschäftigung beschließt, ist viel wenijer wichtich, als ob in China ein Sack Reis umfällt. Der könnte nämlich einem Chinesen auf den Fuß fallen und weh tun. Unsere 25 Milliarden Euro wirste schon verballern, jenau wie dat Jeld für deine Worte. Konjunkturprojramme is immer das einzige was euch einfällt. Lasst uns einfach unser Jeld. Wir machen dann schon Konjunktur. Janz alleine. Ohne euch. Wir können det eh besser.
Handwerkerarbeiten und Dienstleistungen wie Pflege und Betreuung sind künftig stärker steuerlich absetzbar, sachste zu uns. Dat is schön. Vielleicht sollteste einfach mal fragen, wie oft normale Menschen dafür noch Geld haben. Dat machen wir schon lange selber, oder wir lassen den Dreck verfallen wie ihr dat ja mit den Straßen, Jugendclubs, Schulen und Kinderjärten auch macht.
Et jeht dir auch nich um eine bessere Förderung der Familien, um mehr Kinder. Sonst würdest du nich die Mehrwertsteuer auf Windeln anheben und dafür dein Propajandablättchen von Springer beim halben Satz lassen. Du willst es auch den Eltern nicht leichter machen, für ihre Kinder zu sorgen, denn neben Kinderjarten, Nachhilfeunterricht, Betreuungskosten und immer höheren Sportausjaben, sollen wir nun auch noch Jeld für et Studium bezahlen. Du verarscht uns liebe Angela.
Dann sollen wir uns auch noch überraschen. Du wirst et vielleicht nich verstehen. Aber wir möjen keine Überraschungen. Ihr übergerascht uns ständig. Soviel Dummheit wie von euch, macht uns staunen. Wo du dein Land hinbringen willst ist uns schon klar. Direkt in die Hände von Kannegießer, Springer, Mohn und Konsorten.
Aber wir übergeraschen dich auch. Wir wollen da nicht hin. Unser Land muss wieder dahin zurück, wo es noch menschlich war. Wo ein Schäuble niemals Innenminister hätte werden können. Deiner Menschlichkeit liebe Angela. Mit Verlaub, deiner Menschlichkeit trauen wir keinen Millimeter. Aber wir trauen dir und den deinen alles zu. Restlos alles. Nur nix jutes.
Wir müssen dir auch nix jutes für 2006 wünschen. Du hast die Portokasse, du erfüllst dir jeden Wunsch schon selbst. Übrigens war keines deiner Worte 8.526 Euro wert. Keiner deiner Buchstaben is die 1.268 Euro wert, die er kostet. Bis auf den einen Punkt. Den solltest du vielleicht auch machen. Hinter deine politische Karriere.
Nu geht es aber gleich los - Müntefering macht Ernst mit der Bekämpfung der Arbeitslosen
Was hatten wir doch für eine schöne Woche. Ist es nicht beruhigend endlich wieder regiert zu werden? Zumal sich aus den Regierungserklärungen jeder raussuchen kann, was ihm gerade in den Kram passt. Lächelnde Unverbindlichkeit und feste Zusage für das Jahr irgendwann. Alle Regierungsmitglieder haben auch schon diesen Regierungsbankblick. Dümmlich arrogant grinsend überhörten sie, wie ihre fadenscheinigen Plänchen wenigstens ab und an von der Miniopposition angekratzt wurden. Dieser Leck-mich-am-Arsch-Blick, den wir seit Jahrzehnten ständig von der Regierungsbank gewöhnt sind, wie mag er wohl hergestellt werden. Ob es da kleine bunte Pillen gibt, die ihn erzeugen, ob es am Wasser in den Gläsern liegt oder daran, das in Deutschland nur Leute in die Regierung kommen, die nichts mehr begreifen, man weiß es nicht.
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11.11.2005 Koalitionsvertrag - Narren oder Böswillige?
Da ist er nun. Der Vertrag. Sie hätten ihn um 11 Uhr 11 vorstellen sollen. Schunkelnd mit den Narrenkappen auf dem Kopf. Aber den Mut ihre Verachtung dem Bürger gegenüber offen zu zeigen hatten sie doch nicht. Trotzdem. Merkels Angela grinst wie ein Honigkuchenpferd, sie darf nun Kanzlerin in Deutschland werden. Der Münte grinst auch, hat er doch die letzte Aufgabe als Vertreter der Schröderbande erfüllt und die deutschen Arbeitnehmer und Armen noch mal so richtig in den Arsch getreten. Das gefällt ihm. Das hat er ja sieben Jahre lang geübt. Platzeck weiss scheinbar nicht so recht ob er lachen soll und Stoiber denkt wohl mehr darüber nach wie er sich in Bayern nochmal selbst aus dem Schlamm mogeln kann, in den er sich mutwillig hineingeritten hat.
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Kultur, Gemeinnützigkeit und Subventionen
Kultur ist zunächst einmal eine Frage der Begrifflichkeit. Jeder hat so seine persönliche Definition von Kultur. Ich persönlich verdaue Kotelett und Hamlet mit dem gleichen Organ, bin weniger musikalisch als ein Stuhlbein, freue mich bei Tanzdarbietungen an den Darstellerinnen und bin immer wieder erstaunt was man als bildender Künstler alles als Kunst verkaufen kann. Wenn ich Kultur beurteile dann immer aus meiner persönlichen sehr eingeschränkten Perspektive. Lediglich wenn sich Kunst in Worten ausdrückt bin ich in der Lage ein Urteil abzugeben. Ich kann und will also weder Kunst noch Kultur beurteilen.
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Oskar und die Mottenkiste
Im Cicero präsentiert uns Oskar unter dem Titel " So rette ich Deutschland" was der kleine Napoleon von der Saar, was er so alles in der hintersten Ecke, auf dem politischen Dachboden gefunden hat und nun wiederverwerten möchte.
Recycling ist an sich ja eine gute Sache, solange es sich nicht um verstaubte Altpolitiker handelt, die sich mit den erfolglosen Ideen der Vergangenheit nur interessant machen wollen.
Der gute Oskar Lafontaine, fand keinen Platz im Dschungelcamp und wurde auch auf der Alm nicht zugelassen, nun versucht er ein Comeback als Politcharge. Genau wie seine Fernsehvorbilder, lässt auch er keine Blamage aus, um sich ins Gespräch zu bringen. Angebliche Gespräche mit ebenso angestaubten Gewerkschaftsführern, Mitgliedschaft in einer neuen Linkspartei oder mögliche Reden auf Montagsdemonstrationen. Überall ist Oskar. Überall ist er so notwendig wie ein Kropf.
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Recycling ist an sich ja eine gute Sache, solange es sich nicht um verstaubte Altpolitiker handelt, die sich mit den erfolglosen Ideen der Vergangenheit nur interessant machen wollen.
Der gute Oskar Lafontaine, fand keinen Platz im Dschungelcamp und wurde auch auf der Alm nicht zugelassen, nun versucht er ein Comeback als Politcharge. Genau wie seine Fernsehvorbilder, lässt auch er keine Blamage aus, um sich ins Gespräch zu bringen. Angebliche Gespräche mit ebenso angestaubten Gewerkschaftsführern, Mitgliedschaft in einer neuen Linkspartei oder mögliche Reden auf Montagsdemonstrationen. Überall ist Oskar. Überall ist er so notwendig wie ein Kropf.
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Keine Alternative
Sie hat sich gegründet und gesammelt die Wahlalternative 2006. Versteht sich als Linkspartei und grüßt mit solidarischen Grüßen. Da wird einem richtig warm ums Herz, das klingt irgendwie nach Heimat. Alle sind sie da. IG-Metall-Sekretäre und Attac-Aktivisten, Ex-DKPler und Vertreter des katholischen Arbeitnehmerflügels der CDU, Friedens- und Frauenbewegte. Auch die mit den langen Wanderungen durch alle Niederungen der Politik.
Auch die alten Begriffe hört man wieder. Konjunkturprogramm, Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Rentenerhöhung und hochwertige Gesundheitsleistungen für alle. 40 Milliarden sollen ins erste Konjunkturprogramm. Ach, das klingt so gut. Da stört es dann kaum, dass es sich quasi um eine gewerkschaftseigene Partei handelt und das die Gewerkschaften mit den Arbeitslosen nicht viel am Hut haben. Man spürt förmlich die sozialistische Nestwärme.
Voller Hoffnung beginnt man nach Substanz zu graben. Die gibt es leider nicht. Zurück in die Siebziger. Die gleichen Fehler noch einmal machen. Wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, dann ist die Alternative keine solche. Dann ist sie nur ein weiterer Verein in dem sich ein paar Funktionäre ihr warmes Nest bauen.
Wer würde heute schon ein neues Auto mit 30 Jahre alter Technik kaufen. Klar die Konjunkturprogramme finden ein paar fröhliche Abzocker, Herr Ackermann wird bestimmt dabei sein. Die neuen Politiker werden ihre Rundumversorgung bekommen und in ein paar Jahren sogar ein Stück Macht, wenn es dann noch welche in Deutschland zu verteilen gibt.
Das ist genau das was wir nicht brauchen. Da können wir auch die SPD behalten. Wir brauchen einen völlig neuen Entwurf für unsere Republik, wir brauchen eine neue Republik und keine Flickschusterei.
Auch die alten Begriffe hört man wieder. Konjunkturprogramm, Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn, Rentenerhöhung und hochwertige Gesundheitsleistungen für alle. 40 Milliarden sollen ins erste Konjunkturprogramm. Ach, das klingt so gut. Da stört es dann kaum, dass es sich quasi um eine gewerkschaftseigene Partei handelt und das die Gewerkschaften mit den Arbeitslosen nicht viel am Hut haben. Man spürt förmlich die sozialistische Nestwärme.
Voller Hoffnung beginnt man nach Substanz zu graben. Die gibt es leider nicht. Zurück in die Siebziger. Die gleichen Fehler noch einmal machen. Wenn das der Weisheit letzter Schluss ist, dann ist die Alternative keine solche. Dann ist sie nur ein weiterer Verein in dem sich ein paar Funktionäre ihr warmes Nest bauen.
Wer würde heute schon ein neues Auto mit 30 Jahre alter Technik kaufen. Klar die Konjunkturprogramme finden ein paar fröhliche Abzocker, Herr Ackermann wird bestimmt dabei sein. Die neuen Politiker werden ihre Rundumversorgung bekommen und in ein paar Jahren sogar ein Stück Macht, wenn es dann noch welche in Deutschland zu verteilen gibt.
Das ist genau das was wir nicht brauchen. Da können wir auch die SPD behalten. Wir brauchen einen völlig neuen Entwurf für unsere Republik, wir brauchen eine neue Republik und keine Flickschusterei.
Kein Rückenwind aus Berlin
Damit hat der designierte Generalsekretär der SPD Franz Müntefering die grausame Niederlage in Hamburg kommentiert. Der leider noch amtierende Generalsekretär der SPD, der unsägliche Elitendisputant Olaf Scholz, setzt für die kommenden Wahlen auf einen Stimmungsumschwung. Gerhard Schröder betont, dass die Reformen weitergehen.
Ende der Meldungen. Vielen Dank auch. Das stimmt mich als SPD-Wähler so richtig glücklich. Ich bin begeistert. Dazu noch die Einigung mit Toll-Collect für 2005 und vielleicht auch erst 2022. Da kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen. Es ist alles in schönster Ordnung.
Lieber Gerhard und lieber Franz, wenn ihr keine Lust mehr habt, dann hört einfach auf. Das ist bestimmt ein Burn-Out-Syndrom. Haben ja heute so ziemlich alle. Aber bitte hört auf. Das was ihr da momentan treibt, hat weder die SPD noch unser Land verdient. Oder habt ihr mittlerweile einen Vertrag mit Merkel, Westerwelle und Stoiber um die an die Regierung zu bringen?
Wir Bürger sind nämlich gar nicht so doof. Wir wissen ziemlich genau, was in unserem System falsch läuft. Reformen sind mit uns machbar. Nur erklären müsstet ihr schon einmal. was ihr wollt. Universitäten fördern, wie die Weimarer Papiere sagen, ist genau im Trend, solange ihr den Scholz nicht darüber reden lasst, der dann von Eliten faselt. Dass die Renten nicht sicher und kaum noch bezahlbar sind, wissen wir schon, seit Norbert Blüm uns belog.
Subventionskürzung gerne, nur nennt uns die Zahlen. Was kostet die Eigenheimzulage, wem nutzt sie und ist die Pendlerpauschale mehr Fluch als Segen, dann belegt das. Aber dann seid auch ehrlich mit den anderen Subventionen. Wozu bezahlen wir Siemens Forschungsgelder, wenn die Arbeitsplätze im Ausland entstehen, warum jagen wir den polnischen Schwarzarbeiter mit riesigem Aufwand, legen aber seinem Auftraggeber nicht das Handwerk?
Weshalb können die großen Aktiengesellschaften mit Riesengewinnen prahlen und gleichzeitig nicht ausbilden und keine Steuern zahlen? Warum kann uns die Pharmaindustrie ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, ohne dass ihr etwas tut? Kein Rückenwind? Ihr produziert Gegenwind.
Ihr lasst euch von dieser lächerlichen Opposition ohne Gegenwehr jagen. Ihr sollt nicht die andere Wange hinhalten, sondern Politik machen. Das bedeutet, dem Gegner notfalls kräftig, aber natürlich verbal aufs Maul zu hauen. Mein lieber Franz, da reicht so ein halbherziger Spruch mit dem Merz und seinem Bierdeckel nicht aus. Deren Steuerpläne sind Müll, sollen nur die Wähler verdummen, aber das müsst ihr immer und immer wieder betonen.
Ihr seid nicht die Enkel von Willy Brandt und Onkel Herbert Wehner, ihr seid die Enkel von Heinrich Lübke. Ja, Franz du hast deine Fraktion im Zaum, die Kanzlermehrheit ist gesichert. Wie schön, wen interessiert es? Wir wollen sehen, dass ihr kämpft oder dass ihr geht. Mit der Hand an der Mütze auf der Brücke des sinkenden Schiffs zu stehen, ist vielleicht ehrenvoll aber ziemlich dumm. Die SPD vertritt in Wirklichkeit zirka 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, eure Regierung zur Zeit nicht einmal 20 Prozent. Das liegt übrigens nicht an den Themen, sondern nur an der Art, wie ihr euch verkauft. Entschuldigung, ihr verkauft euch ja gerade nicht.
Wenn ich bei einer Fee einen Wunsch frei hätte, würde ich mir einen Herbert Wehner für die SPD wünschen. Lieber Franz, lieber Gerhard, wir haben noch ein paar Wahlen in diesem Jahr. Kommt endlich aus eurem vorgezogenen Ruhestand zurück und bewegt euch. Es ist keine Frage des Könnens, sondern eine des Wollens. Wenn ihr nicht wollt, dann geht.
Ende der Meldungen. Vielen Dank auch. Das stimmt mich als SPD-Wähler so richtig glücklich. Ich bin begeistert. Dazu noch die Einigung mit Toll-Collect für 2005 und vielleicht auch erst 2022. Da kann ich mich ja beruhigt zurücklehnen. Es ist alles in schönster Ordnung.
Lieber Gerhard und lieber Franz, wenn ihr keine Lust mehr habt, dann hört einfach auf. Das ist bestimmt ein Burn-Out-Syndrom. Haben ja heute so ziemlich alle. Aber bitte hört auf. Das was ihr da momentan treibt, hat weder die SPD noch unser Land verdient. Oder habt ihr mittlerweile einen Vertrag mit Merkel, Westerwelle und Stoiber um die an die Regierung zu bringen?
Wir Bürger sind nämlich gar nicht so doof. Wir wissen ziemlich genau, was in unserem System falsch läuft. Reformen sind mit uns machbar. Nur erklären müsstet ihr schon einmal. was ihr wollt. Universitäten fördern, wie die Weimarer Papiere sagen, ist genau im Trend, solange ihr den Scholz nicht darüber reden lasst, der dann von Eliten faselt. Dass die Renten nicht sicher und kaum noch bezahlbar sind, wissen wir schon, seit Norbert Blüm uns belog.
Subventionskürzung gerne, nur nennt uns die Zahlen. Was kostet die Eigenheimzulage, wem nutzt sie und ist die Pendlerpauschale mehr Fluch als Segen, dann belegt das. Aber dann seid auch ehrlich mit den anderen Subventionen. Wozu bezahlen wir Siemens Forschungsgelder, wenn die Arbeitsplätze im Ausland entstehen, warum jagen wir den polnischen Schwarzarbeiter mit riesigem Aufwand, legen aber seinem Auftraggeber nicht das Handwerk?
Weshalb können die großen Aktiengesellschaften mit Riesengewinnen prahlen und gleichzeitig nicht ausbilden und keine Steuern zahlen? Warum kann uns die Pharmaindustrie ausnehmen wie eine Weihnachtsgans, ohne dass ihr etwas tut? Kein Rückenwind? Ihr produziert Gegenwind.
Ihr lasst euch von dieser lächerlichen Opposition ohne Gegenwehr jagen. Ihr sollt nicht die andere Wange hinhalten, sondern Politik machen. Das bedeutet, dem Gegner notfalls kräftig, aber natürlich verbal aufs Maul zu hauen. Mein lieber Franz, da reicht so ein halbherziger Spruch mit dem Merz und seinem Bierdeckel nicht aus. Deren Steuerpläne sind Müll, sollen nur die Wähler verdummen, aber das müsst ihr immer und immer wieder betonen.
Ihr seid nicht die Enkel von Willy Brandt und Onkel Herbert Wehner, ihr seid die Enkel von Heinrich Lübke. Ja, Franz du hast deine Fraktion im Zaum, die Kanzlermehrheit ist gesichert. Wie schön, wen interessiert es? Wir wollen sehen, dass ihr kämpft oder dass ihr geht. Mit der Hand an der Mütze auf der Brücke des sinkenden Schiffs zu stehen, ist vielleicht ehrenvoll aber ziemlich dumm. Die SPD vertritt in Wirklichkeit zirka 40 Prozent der deutschen Bevölkerung, eure Regierung zur Zeit nicht einmal 20 Prozent. Das liegt übrigens nicht an den Themen, sondern nur an der Art, wie ihr euch verkauft. Entschuldigung, ihr verkauft euch ja gerade nicht.
Wenn ich bei einer Fee einen Wunsch frei hätte, würde ich mir einen Herbert Wehner für die SPD wünschen. Lieber Franz, lieber Gerhard, wir haben noch ein paar Wahlen in diesem Jahr. Kommt endlich aus eurem vorgezogenen Ruhestand zurück und bewegt euch. Es ist keine Frage des Könnens, sondern eine des Wollens. Wenn ihr nicht wollt, dann geht.


















