Fred Apostel der Telekom Staatsanwalt?
Die seltsame Amtsauffassung von Oberstaatsanwalt Fred Apostel war ja schon öfter Thema auf Duckhome. Aber nun beginnen sich auch andere zu wundern. ["Fred Apostel der Telekom Staatsanwalt?" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-13
Video-Interview mit Rechtswissenschaftler Prof. Lorenz Jarass
Vermögensstudie: Reiche sind reicher als vor der Finanzkrise
Der Unsinn, den Arbeitslosen das Elterngeld zu streichen
Kosten für Benzin und Heizöl steigen massiv
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NRW: Spekulationen über rot-grüne Minderheitsregierung
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Lücken im Abwrackprämie-Gesetz: Export ins Ausland ist legal
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"Meine Vierte-Gewalt-Bilanz"
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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein: Ex-Telekom-Manager dürfen wieder ruhiger schlafen
Da sage noch einer, die Bürger wären Politikverdrossen ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-13" mehr »]
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Obermann und seine soziale Marktwirtschaft
Telekom-Chef René Obermann ist ein Kapitalist wie aus dem Bilderbuch, was ihm schon Ende der achtziger Jahre die Wirtschaftswoche bescheinigte. Er ist am obersten Ende der Freßpyramide angekommen und hat in der Fernsehmoderatorin Maybrit Illner und Propagandistin der Neoliberalen auch die richtige Partnerin gefunden. Er ist weit genug von seinen Wurzeln entfernt um rücksichtslos und lachend über die Sorgen und Nöte der Mensche hinwegzugehen.
Das ist eben so bei Leuten für deren Karrieresprünge es keine besonderen Gründe gab und die einfach nur, weil sie gerade da sind die Leiter hinauffallen. So gibt es bis heute keine Begründung warum ausgerechnet er seinen Ziehvater Ricke ablösen musste. Aber vielleicht haben die Heuschrecken im Telekomaufsichtsrat erkannt, dass Obermann den Ricke an Gemeinheit noch um Längen schlägt. ["Obermann und seine soziale Marktwirtschaft" mehr »]
Oberstaatsanwalt Fred Apostel lässt Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke entkommen
Nein, das ist kein Grund sich aufzuregen. Das ist in Deutschland völlig normal. In Deutschland werden die führenden Herrschaften nie angeklagt. Das Management ist unantastbar. Alles darunter darf geopfert werden. Fred Apostel hatte sich ja schon im März ein Hintertürchen geöffnet, um nicht gegen die Mächtigen und Reichen ankämpfen zu müssen:
Oberstaatsanwalt Fred Apostel hatte im März gesagt, eine Anklage gegen die früheren Spitzenmanager hänge davon ab, ob der Ermittlungsrichter den Hauptbelastungszeugen Michael Hoffmann-Becking zu einer Aussage zwinge. Hoffmann-Becking habe Zumwinkel und Ricke 2005 beraten, als die Telefondaten erhoben wurden. Der Anwalt habe Zumwinkel und Ricke schwer belastet, berufe sich inzwischen aber auf seine Schweigepflicht. Wenn er aussage, werde zumindest Zumwinkel vermutlich angeklagt, sagte Apostel damals.["Oberstaatsanwalt Fred Apostel lässt Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe ... »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-03-07
NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft: "Langzeitarbeitslose sollen gemeinnützig arbeiten"
Minister Westerwelle (FDP) nimmt bei Auslandsreisen Manager mit, die zuvor an die FDP gespendet haben
Arbeitslose besetzen Bremer FDP-Landesgeschäftsstelle
Online-Appell: Demokratie darf nicht käuflich werden!
CDU-Vize Bosbach flippt aus: "Sie sind eine Flachpfeife, sie können mich mal"
CDU-Bundespolitiker Jaspers: Nicht nur der Doktortitel war falsch
Die BILD und Griechenland: Hetzen wird olympisch
Andreas Voßkuhle wird neuer Präsident des Verfassungsgerichts
Telekom-Aktien: Der Betrug des Jahrhunderts ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-07" mehr »]
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Aufgelesen und kommentiert 2010-02-12
- Westerwelles geistig politische Verblödung
- Westerwelle (FDP): "Die wütenden Reaktionen zeigen doch, dass ich Recht habe"
- Wie sich alle mit Hartz IV verrechnen
- Selbstversorge statt Abhängigkeit: Eine Hartz4-Empfängerin geht ihren eigenen Weg
- SEK-Elitepolizisten dürfen mit Pfefferkugeln auf Demonstranten feuern
- Vernetzte unbemannte Drohnen spielen eine tragende Rolle im EU-Überwachungsprojekt INDECT
- BKK Gesundheit räumt Datenpanne ein
- Röslers Kopfpauschale droht Steuer-GAU
- Von wegen Aufschwung: Die deutsche Wirtschaft bleibt tief im Krisental
- Telekom: Observationen und Durchsuchungen schon bei geringsten Anlässen
- Hessische CDU gab "Freie Fahrt" für Steuerkriminelle
- BILD meint: Softdrinks erhöhen Krebs-Risiko um 87 Prozent
- Afghanistan-Krieg heißt jetzt "bewaffneter Konflikt" ["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-12" mehr »]
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Daimler speichert Krankendaten ihrer Mitarbeiter
Die Serie von Datenschutzaffären in deutschen Großkonzernen reißt nicht ab: Im Bremer Werk des Autobauers Daimler sind illegal Krankendaten von Mitarbeitern gespeichert worden. Der Konzern bestätigte einen entsprechenden Bericht von "Radio Bremen Fernsehen". Erst im Januar war der Stuttgarter Autobauer vom baden-württembergischen Datenschutzbeauftragten wegen rechtswidriger Speicherung und Weitergabe von Gesundheitsakten der Beschäftigten im Stammwerk Stuttgart-Untertürkheim gerügt worden.
Datenaffären hatten bereits die Deutsche Bahn und die Deutsche Telekom erschüttert und den Rücktritt von Bahnchef Hartmut Mehdorn ausgelöst. Auch der Deutschland-Chef des Lebensmitteldiscounters Lidl musste nach einer ähnlichen Affäre seinen Stuhl räumen.
Lesen Sie die komplette Meldung auf: n-tv.de
Fefe regt sich über Fred Apostel auf
Das schöne an Fefe ist, dass er sich noch ehrlich und aufrichtig aufregt, und witzig daran ist, dass er fast twittermäßig bloggt. Das eine ist Haltung, das andere eine Gabe.
Mir kommt ja immer Brechreiz, wenn unsere Junta behauptet, ihnen ginge es um den Schutz der Kinder. Wie sehr das nicht zutrifft kann man ganz gut an einem aktuellen Fall aus Bonn sehen: Gerichtsnotorischer Kindervergewaltiger entführt 15jährige, wird von Zeugin beobachtet, die ruft sofort die Polizei und gibt denen das Autokennzeichen und die Polizei macht — gar nichts. Das war am 28 Februar. Und was hat die ach so unabhängige Staatsanwaltschaft getan? Nichts.["Fefe regt sich über Fred Apostel auf" mehr »]
"Wir haben noch kein Ermittlungsverfahren eingeleitet, aber wir prüfen, ob unterlassene Hilfeleistung im Spiel war."
Und da haben wir es mal wieder schwarz auf weiß: die Polizei kann sich daneben benehmen wie sie will, die haben genau nichts zu befürchten in unserem "Rechtsstaat".
Viviane Reding kennt die deutschen Telekoms noch nicht
Das einzige, was klappt, sind die Türen, und das einzige, was eigentlich sitzen müsste, ist der Chef. So könnte man böswillig die Situation der deutschen Telekomunternehmen beschreiben. Egal ob es um die magentafarbene Doping- und Abhörtelekom geht, um Vodafone und die alte Ackermanngeschichte mit Mannesman, um Arcor, dessen Zukunft völlig unklar ist, die alte Mobilcom um ihren Gründer Gerhard Schmid oder gar um Freenet und seinen Ex-Chef Spoerr: alles eher unappetitlich.
Wer sich im Internet umsieht, stellt fest, dass sich die Probleme häufen, jeder, der auch nur eine Frage an das hat, was sich da so Service nennt, braucht Tage, um dann über sogenannte Hotlines eine völlig falsche oder belanglose Auskunft zu bekommen. Hot ist an diesen Lines nur der Kunde, der sich über Stunden immer wieder die gleiche Fahrstuhlmusik anhören muss. Dazu kommt die Werbung für Leistungen, die hinterher nicht erbracht werden. DSL bis 16.000 kann alles bedeuten. Normalerweise bedeutet es zwischen 11 und 13,8. ["Viviane Reding kennt die deutschen Telekoms noch nicht" mehr »]
Wer sich im Internet umsieht, stellt fest, dass sich die Probleme häufen, jeder, der auch nur eine Frage an das hat, was sich da so Service nennt, braucht Tage, um dann über sogenannte Hotlines eine völlig falsche oder belanglose Auskunft zu bekommen. Hot ist an diesen Lines nur der Kunde, der sich über Stunden immer wieder die gleiche Fahrstuhlmusik anhören muss. Dazu kommt die Werbung für Leistungen, die hinterher nicht erbracht werden. DSL bis 16.000 kann alles bedeuten. Normalerweise bedeutet es zwischen 11 und 13,8. ["Viviane Reding kennt die deutschen Telekoms noch nicht" mehr »]
Heise mit Humor
Es gibt Schlagzeilen, die erzählen selber mehr als der eigentliche Artikel. Heise ist so eine Schlagzeile gelungen.
IT-Gipfel: Vertrauenswürdige De-Mail von Innenministerium und Telekom
Schöner kann man es doch nicht mehr formulieren, wie weit unser Land schon heruntergekommen ist. Abhör- und Überwachungsminister Schäuble und die Telekom, die schon gar nicht mehr weiß, wen sie alles abgehört und überwacht hat, schaffen eine vertrauenswürdige E-Mail. Den Bock zum Gärtner machen, nennt man so was wohl im allgemeinen. ["Heise mit Humor" mehr »]
Sich langsam herandopen
Tour-Chef Christian Prudhomme hat bisher Glück gehabt. Erst drei seiner Darsteller wurden des Dopings überführt. Das ist eine Zahl die er offensichtlich als Erfolg ansieht. So betrachtet könnte er sogar ganz auf Dopingtests verzichten und es gäbe dann auch keine Doper mehr. Der Sport wäre sauber. ["Sich langsam herandopen" mehr »]
Kurzkommentar 2008-07-14
• Unsere Junta informiert:
• Telekom-Spitzelaffäre: Aufseher machen Druck
• "Rache für das Radar?": Russland drosselt Tschechien Erdöl
• Dänische Zustände verhindern
• Schaeffler will Continental übernehmen
["Kurzkommentar 2008-07-14" mehr »]
Der Minister für Bespitzelung bekommt einen Korb von Telekomunternehmen
Am Montag wollte sich Wolfgang Schäuble, Minister für umfassende Bespitzelung des deutschen Volkes, bekannter Geldkofferempfänger vom Waffenschieber und bekennender Freund von Bundeswehreinsätzen im Inneren um die Deutschen zu bekämpfen, hatte für Montag die in Deutschland arbeitenden Telekommunikations-Firmen eingeladen um über die Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom zu reden.
Der Minister der immer wieder von sich selbst behauptet nicht vollständig durchgeknallt zu sein wird sich wohl mehr oder weniger mit sich selbst im Halbkreis zur Verhandlung setzen müssen. Wie Reuters berichtet, sind Vodafone, Arcor, E-Plus, die spanische Telefonia und deren deutsche Tochter O2 nicht bereit sich mit auf die Anklagebank zu setzen damit Schäuble so tun kann, als sei die ganze Branche betroffen und nicht nur die teilweise immer noch staatseigene Telekom.
Das der Branchenverband Bitkom teilnimmt braucht niemanden zu verwundern, die Bitkom würde auch zu einem Massenwettbewerb im Weitpinkeln und zum Rollstuhlfahrerwettbewerb des Altersheim Grünfink kommen, wenn sie denn nur eingeladen würden. Funktionäre eben.
Egal ob Herr Schäuble nun vollständig, teilweise oder gar nicht durchgeknallt ist, wird immer deutlicher, dass er nicht mehr Herr der Lage ist. Er hat durch seine rechts- und demokratiefeindliche ständige Forderung nach immer mehr Überwachung und Bespitzelung ein Klima geschaffen, in dem Unrecht wie es die Bespitzelung von Journalisten und Mitarbeitern bei der Telekom war, fast zu Recht wird, weil der Innenminister selbst für dieses Unrecht ist.
Geht man zusätzlich davon aus, das mit Fred Apostel ein Oberstaatsanwalt tätig wird, der schon in der Sache Jan Ullrich bewiesen hat, das er nicht bereit ist ernsthaft gegen die Telekom zu ermitteln, dann ist schon jetzt klar, das es nur eine Drohung mit dem erhobenen Zeigefinger geben wird und somit aus Unrecht, ganz offiziell Recht wird. Die Bespitzelung wird also nicht nur weitergehen sondern auch sicher noch ausgedehnt.
Egal ob Lidl oder Telekom. Da wo die Bundeskanzlerin, die ja aus ihrer eigenen politischen Karriere als Politkommissarin bei der FDJ die Bespitzelung gut kennt und auch heute noch gutheißt und ihr "geldannehmender" Polizeiminister, das Recht nicht achten, biegen und notfalls auch brechen, kann Demokratie und Bürgerrecht nicht mehr bestehen. Es wird noch schlimmer werden.
Verbindungsdaten - Alltäglicher Skandal bei der Telekom
Es ist immer wieder schön, wie die Wellen hochschlagen in Deutschland, wenn irgendeinem etwas auffällt das schon lange so ist. Da hatten wir gerade die Kameraüberwachung bei Lidl. Ein aufgeklärter Mensch fragt sich sofort was an dieser Nachricht so aufregend ist. Die Kameras sind doch zu sehen. Überall an jeder Tankstelle, vor dem Damenklo. Hat denn wirklich irgendwer geglaubt die würden nicht benutzt. Warum hätte man sie dann wohl aufgehängt.
Unter unserem Innenminister Wolfgang "Geldkoffer" Schäuble, der nach eigenem Bekunden nicht vollständig durchgeknallt ist, und der Reisekanzlerin Angela Merkel ist es doch schon ein fataler staatsgefährdender Fehler, wen ein weggeworfener Kaugummi oder Zigarettenstummel nicht von Kameras überwacht und sofort geahndet wird. Am besten gleich durch den Einsatz von Flugzeugen, Panzern und Raketenwerfern der Bundeswehr.
Jedes Arbeitsgericht bestätigt eine Kündigung, wenn ein Mitarbeiter trotz Abmahnung während der Arbeitszeit seine privaten Mails abfragt oder gar auch außerhalb der Arbeitszeit nackte Tanten im Internet betrachtet. Selbstverständlich sind Privattelefonate innerhalb der Dienstzeit ein Kündigungsgrund und niemand regt sich darüber auf, dass die Firmen die Verbindungsdaten aus den eigenen Telefonanlagen speichern und verarbeiten.
Es müsste doch Heise völlig klar sein, wie das abläuft. Die Telefonnummern aller ein- und ausgehenden Telefonate werden gespeichert und mit der Kunden- und Lieferantendatei sowie dem Behördenverzeichnis gegengecheckt. Deshalb gibt es ja all die vielen Dateien.
So bleibt im Raster hängen, wer mit unbekannten Nummern telefoniert, Mitarbeiter die mit ihrer eigenen Telefonnummer telefonieren und all die jenigen, die mit unliebsamen Leuten wie ehemaligen Mitarbeitern oder Überwachungsbehörden telefonieren. Ein weiterer Check noch gegen KlickTel oder ein anderes Verzeichnis und es blieben relativ wenige Nummern je Mitarbeiter übrig, die notfalls manuell abgeprüft werden müssen. Mit ein wenig Ehrgeiz aber auch kein Problem.
Normalerweise kennt ein Unternehmen jeden mit dem ein Mitarbeiter telefoniert. Zwar kommen immer neue hinzu, aber tatsächlich sind es doch immer rund 200 Leute mit denen jemand telefonischen Kontakt hat. Bei dieser Überwacherei gibt es auch wenig Unrechtsbewusstsein. Man kann den Menschen nicht ständig durch die Medien ins Ohr brüllen, dass die Kontrolle der Verbindungsdaten und das Abhören, das Aufbrechen von Wohnungen und das Bespitzeln von Computern nur dem Schutz dient und dann erwarten das die sich nicht selber schützen.
Das was Schäuble, Beckstein, Wiefelspütz und Merkel ständig predigen kann doch nicht unrecht sein. Egal was irgendwelche Gerichte sagen. Schäuble macht es ja vor. Kaum sagt ein Gericht nein, sagt Schäuble dass ihn das Gericht mal kann und macht es andersherum. Es ist das alte Elend. Man kann Recht nicht teilen. Entweder gibt es ein Recht, dann gilt es auch für Innenminister, die sich selbst nicht für vollständig durchgeknallt halten und Geld von Waffenschiebern angenommen haben, oder es gilt für keinen.
Schäubles ständige Notstandsgesetzgebung hat das Recht zerstört. Mit einem zerstörten Recht könnten wir ja noch leben, aber gleichzeitig zerbarst das Rechtsempfinden. Wo es aber kein Rechtsempfinden mehr gibt wird Unrecht automatisch zu Recht. Da es in Deutschland keinen ernst zu nehmenden Widerstand gibt, und eben auch keine politische Opposition, keine freien Medien und vor allem keine verantwortliche handelnde Justiz ist die Rechtlosigkeit der natürliche Zustand.
Wenn wir uns dann den Fall Telekom mal etwas genauer ansehen, so unterscheidet er sich zunächst nur wenig von dem was Firmen und auch Behörden normalerweise tun, um ihre Angestellten und damit auch deren Familien und sonstige Kontakte zu bespitzeln. Alltag sozusagen. Das Besondere ist eigentlich nur, dass es sich um ein Telekommunikationsunternehmen handelt, das die Verbindungsdaten im Auftrag des Staates speichert.
Es hält also die Daten vor, die der Staat benutzen will um die Bürger zu bespitzeln. Durch die Bespitzelung lassen sich zwar keine echten Terroristen bekämpfen, aber der Widerstand der Bürger gegen die herrschende Kaste unterdrücken und schon ohne die eigentliche Verwendung der Daten lässt sich ein Klima der Angst erzeugen, das Solidarisierung verhindern soll. Vermutlich geht es im wesentlichen bei der Vorratsdatenspeicherung um die Erzeugung von Angst.
Nun hat die Telekom diese Daten und gleichzeitig das Problem, das sie ihr Missmanagement, ihren häufigen Betrug am Kunden sowie am Aktionär und den miesen Umgang mit den Mitarbeitern nicht in den eigenen Reihen halten kann. Irgendjemand hat ein Gewissen. Ein anderer quatscht aus Geltungssucht. Vielleicht wird aber einfach nur jemand ausgeforscht. Egal. Man möchte wissen wer redet.
Vernünftige Menschen, die aber heutzutage in Deutschland nicht mehr Manager werden können, würden davon ausgehen, das solche Gespräche im privaten Umfeld, in der Kneipe oder mit dem Nachbarn über den Zaun erfolgen. Wenn jemand mit den Verträgen seines Arbeitgebers, dem auch noch das Netz gehört im Netz telefoniert, SMS verschickt, surft oder Mails verwendet und Manager ist, dann müsste der normalerweise wissen, das er keine geheime Kommunikation führen kann.
Aber da die Telekom selber davon ausgeht, das ihre Manager zu dumm sind, sich selbst die Hose zu zumachen, glauben sie auch, dass diese Manager die Gefahr nicht begreifen und von ihren Anschlüssen oder gar dem Diensttelefon mit Journalisten oder anderen bösen Feinden telefonieren. Das mutet intelligenten Menschen lächerlich an, aber mit diesem Denken kann man im Vorstand und Aufsichtsrat von DAX-Unternehmen landen. Was auch einiges erklärt.
Das die Telekom bei dieser Gemengelage nun einen Großangriff startet und alle Telefonate ihrer Leute mit Journalisten überprüfen lässt, überrascht da nicht. Natürlich hat man als Telekommunikationsunternehmen die Telefonnummern so ziemlich aller Journalisten, Redaktionen und eben auch die der meisten Privatwohnungen. Man hat auch Hebammen und Frauenärztinnen. Drogenberatungsstellen und Psychologen und selbstverständlich die Telefonseelsorge. Das alles ist Handwerk. Der Rest Arbeit.
Natürlich würden intelligente Menschen auch hier wieder vermuten, das kluge Journalisten Telefonnummern haben, die sich so einfach nicht herausfinden lassen, weil sie auf Freundinnen, Großtanten oder Bekannte laufen. Das eigene Mitarbeiter vielleicht von Freunden oder aus der Kneipe telefonieren oder nicht zuordnungsfähige Handys besitzen oder gar Voice over IP benutzen und Journalisten das gleiche tun.
All dies ficht die Leistungselite der Deutschen Telekom nicht an. Nachdenken war noch nie deren Stärke. Wozu auch. Die Deutsche Bank sorgt doch dafür, das niemand wirklich fallen kann. Die segnen mit den Stimmen der Aktionäre die sie vertreten alles ab. Darin sind andere Banken nicht anders. Es gibt eben keine Kontrolle und keine Verantwortung. Alle sind neoliberal.
Ob das Verfahren illegal ist. Wen interessiert es. Auch wenn Thomas Knüwer und andere beim Handelsblatt ganz erstaunt sind wie offen mit der Sache umgegangen wird, verblüfft das doch nur auf den ersten Blick:
Der Kollege Jens Koenen hat gerade bei der Blattkritik in der morgendlichen Ressortkonferenz etwas Kluges angemerkt: "Ich bin überrascht, wie offen die sind."
Die, das sind der ehemalige Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer sowie Ralph Kühn, Chef von Network Deutschland, jenem "Recherchedienst", der im Auftrag der Deutschen Telekom die Telefonverbindungen zwischen Aufsichtsräten und Journalisten durchleuchtete.
..
Bei der Telekom-Affaire aber geht das verdammt schnell. Dass Kühn und gerade Klinkhammer nicht nur Details verraten, sondern auch noch offen gegen Personen wie Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel schießen - das ist ungewöhnlich. Und es könnte der Frühindikator dafür sein, dass hier eine Schlammschlacht losbricht, wie sie die deutsche Wirtschaft vielleicht noch nie erlebt hat.
Ja. So kann man argumentieren wenn man daran glaubt das es in Deutschland Recht und Gesetz gibt. Man kann es aber auch ganz anders sehen. Das handelsblatt möge sich seine Archive ansehen. Es gibt in Deutschland keine Rechtssprechung gegen die Vorstandsebene von Großunternehmen. Normalerweise kommt es wie bei von Pierer gar nicht zur Anklage oder die Anklage wird im Rahmen von Rechtsgesprächen auf eine im Verhältnis minimale und bedeutungslose Geldbuße zusammengestutzt die dann eben keine Strafe ist.
Ackermann, Harz, Piech und Pierer blieben und bleiben folgenlos. Heinz Klinkhammer und Ralph Kühn können davon ausgehen, das sich Herr Obermann als unwissend darstellen wird, also den Piech macht. Das gleiche werden Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel versuchen.
Dadurch das Klinkhammer und Kühn so früh mit ihrer Geschichte draußen waren, wirken sie glaubwürdiger. Es besteht die Gefahr öffentlicher Proteste oder eines noch größeren Justizverdrusses wenn solche Leute allzu hart bestraft werden.
Es wird niemand glauben, dass die beiden aus eigenen Mutwillen gehandelt haben, was ebenfalls hilft. Das auch bei den Siemens Mitarbeitern die jetzt wegen Bestechung in Reihe verurteilten kein Eigeninteresse vorliegt, spielt hier keine Rolle. Bei Siemens geht es um große Politik. Natürlich kann man auch hier Ricke und Zumwinkel nicht verurteilen. Zumwinkel steckt bis über beide Oberarme im neoliberalen Sumpf.
Das er wegen des Postmindestlohns in die Steuerhinterziehungsgeschichte kam, von der man jetzt auch nichts mehr hört, war ein klares Strafsignal, das sich weniger an ihn, als mehr an andere zur Abschreckung wandte. Sollte man ihn aber jetzt noch einmal durch die Mühle drehen wollen, könnte es sein, dass Zumwinkel Amok läuft und seine Kenntnisse über die neoliberalen Strukturen und die verschiedenen "wissenschaftlichen" Institute preisgibt.
Das würde der menschenverachtende Neoliberalismus in Deutschland und auch die beiden ihn tragenden Parteien nicht überleben. Deshalb wird es kein Verfahren und keine Schlammschlacht geben. Klinkhammer und Kühn werden sich hinter dem omminösen Mitarbeiter verbergen dürfen, der dann die alleinige Schuld tragen wird:
Klinkhammer sei von 1996 bis 2006 für die Konzernsicherheit verantwortlich gewesen. Ein Mitarbeiter dieser Abteilung sollte vor drei Jahren undichte Stellen im Konzern finden. "Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden", sagte Klinkhammer der Zeitung. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."
Ricke wies die Behauptungen gegenüber der Zeitung zurück: "Diese Vorwürfe sind unwahr und haltlos."
Zumwinkel hatte jede Verwicklung in die Abhör-Affäre bei dem Unternehmen bereits bestritten. "Herr Zumwinkel hat keinen persönlichen Auftrag und keinerlei Anweisungen gegeben", sagte sein Sprecher zu Reuters. Die Geschäfte eines Unternehmens führe der Vorstand. "Ein Aufsichtsratvorsitzender kann Mitarbeitern des Unternehmens keine Anweisungen geben", fügte er hinzu. Die angeblichen Datenspeicherungen seien - so es sie gegeben habe - nicht mit dem Einverständnis Zumwinkels erfolgt.
Natürlich hat auch Obermann nichts gewusst, auch wenn die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass er vertuschen wollte. Aber Obermann ist ja nicht angreifbar. Er kann sich auf die Zwangsgebührenzahler bei der GEZ verlassen, die schon dafür sorgen das er öffentlich von allem reingewaschen wird. Maybritt Illner und ihrer neoliberalen Truppe sei dank.
Wenn jemand den real existierenden Neoliberalismus in Deutschland beschreiben möchte, kann er diesen Fall als exemplarisch ansehen. Formal ist von den Verantwortlichen keiner Schuld. Niemand gab einen Befehl. Wozu auch?
Wenn der Chef der Post AG und Aufsichtsratsvorsitzende wohlmöglich mit dem Vorstandsvorsitzenden zusammensitzt und beide dem Mitarbeiter X erklären: "Wissen Sie X, das ist natürlich ein heikles Thema. Muss unter der Decke bleiben. Aber zu unserem Schutz leider unumgänglich. X sie machen das schon. Sind ja ein findiges Kerlchen. X, Sie haben unser Vertrauen. Enttäuschen sie uns nicht. Und. X. Zu keinem ein Wort. Wenn jemand dumme Fragen stellt, verweisen sie auf uns. Bei uns traut sich keiner nachzufragen. X sie sind unser Mann!"
Wahrscheinlich haben die beiden neoliberalen Elitemenschen danach noch bei einem Glas über den dummen Herrn X gelacht. Ein Opferlamm. Dumm wie Stroh. Genauso wahrscheinlich ist der Herr X nach Hause gegangen und war ganz stolz, wollte aber nichts sagen und lechtzte trotzdem nach privater Anerkennung. Vielleicht sah er die Beförderung und das Geld schon vor sich.
Jetzt bekommt er die Härte des Gesetzes zu spüren. Die Richter und Staatsanwälte werden ihn tadelnd ansehen und fragen wie er das nur machen konnte und ihm sagen das er doch wissen gemusst hätte. Wenn er dann auf seine Chefs verweist, dann werden sie ihn hämisch grinsend fragen wo er denn den schriftlichen Auftrag hat und dann wird er gnadenlos verknackt. Schließlich sind wir ein Rechtsstaat. Hier herrscht ein besonderes Recht und eine besondere Ordnung.
An diesem System ist nichts mehr zu reparieren. Es ist ein Totalschaden. Da hilft nur ein Reboot und ein völliger Neuanfang.
Natürlich hat der Herr Obermann nichts gewusst
Ich bin zwar nicht sonderlich ansehnlich, aber heute habe ich ein fröhliches Lächeln auf dem Gesicht. Die Telekom ist bei einer Bespitzelungsaktion von Journalisten aufgefallen und die Medien sind formal wütend:
Der "Spiegel" zitiert aus einem Fax der Beratungsfirma, das vor wenigen Wochen bei der Telekom eingegangen sei. Ziel der Spähoperationen "Clipper", "Rheingold" und einiger anderer "Nebenprojekte" sei "die Auswertung mehrerer hunderttausend Festnetz- und Mobilfunk-Verbindungsdatensätze der wichtigsten über die Telekom berichtenden deutschen Journalisten und deren privaten Kontaktpersonen" gewesen. Dies sei bei "mehreren Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmerseite" wiederholt worden "über einen Zeitraum von insgesamt anderthalb Jahren".
Das macht schon Spaß. Nun muss die Journaille so tun, als hätte sie nicht ahnen können dass mit den Daten Schindluder getrieben wird. Dabei war jedem normal denkenden Menschen klar dass die dauernde Abhörwut unsres nach eigenen Angaben nicht vollständig durchgeknallten Innenministers Schäuble auch die Begehrlichkeiten des Großkapitals weckt. Dass es diesmal Manager und Journalisten erwischt hat, ist lustig. Neoliberale kennen eben keine Freundschaft und kein Vertrauen. Schließlich kennen Neoliberale ja sich selbst.
Was machen die Journalisten demnächst nur wenn ihre PayBackkarten mit den Daten ihr privaten Krankenversicherung abgeglichen werden und sie die Lebertransplantation wegen zuviel Suff selber bezahlen müssen. Das Leben ist aber auch gemein.
Es gibt aber noch einen weiteren Satz der mir viel Spaß macht:
Der amtierende Telekom-Chef Rene Obermann versprach am Samstag rückhaltlose Aufklärung und ließ nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft einschalten. Die dem Unternehmen vorgelegten Vorwürfe beträfen Verbindungsdaten, aber kein Abhören von Gesprächen, hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.
Ist das nicht niedlich. Er hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Na. Da ist sein Persilschein doch schon ausgefüllt. Klarer Freispruch. Ob der Staatsanwalt wohl ganz zufällig Fred Apostel heißt. Vermutlich wird er sich einen neuen Jan Ulrich suchen, den anstelle der wirklich Verantwortlichen hängen kann.
Aber wenn nicht dann ist das auch nicht schlimm. Sehen wir ja an dem Herrn von Pierer. Der hat ja auch nur falsch geparkt, eine Ordnungswidrigkeit begangen, während sene bösen Mitarbeiter vor ihm die milliardenschweren Bestechungen verheimlicht haben. Aber wenigstens kannte von Pierer den Klopapierverbrauch genau.
Ich würde es zudem spannend finden wenn ein Journalist, so ein ganz ein mutiger wenn es solche noch gibt, den Herrn Obermann mal fragt was er denn über "Deep Packet"-Inspektion weiß. Natürlich wird er auch da darauf verweisen, das die Telekomiker das doch nicht tun.
Denn genau wie das Abhören von Gesprächen wurde es ihnen bisher noch nicht nachgewiesen. Aber wenn einer nachfragen sollte, werden wir in der nächsten Maybritt Illner Sendung sehen, das die totale Überwachung des Internet nur zu unserem Schutz dient. Schließlich müssen unsere Mails ja von kundiger Hand Korrektur gelesen werden. Schön wie wir da mit unseren eigenen Gebühren belogen werden.
Besser dopen mit der Telekom
Am letzten Donnerstag war wieder mal ein schwarzer Tag für die Reinwäscher der Telekom, die Herren Staatsanwälte Friedrich Apostel und Jörg Schindler. Die Excellent dopende Albert-Ludwigs-Univerität Freiburg gab den Zwischenbericht ihrer "Doping-Untersuchungskommission des Universitätsklinikums Freiburg" bekannt:
Die Kommission, der der Jurist Dr. Hans-Joachim Schäfer, der Biochemiker Professor Wilhelm Schänzer und der Pharmakologe Professor Ulrich Schwabe angehören, konnte ermitteln, dass die Dopingpraktiken der Ärzte Prof. Dr. Andreas Schmid und Dr. Lothar Heinrich in sachlichem und zeitlichem Umfang deutlich über das von ihnen eingeräumte Maß hinausgehen. Auch hinsichtlich Dr. Georg Huber liegen weitergehende Erkenntnisse vor.
Ein wesentliches Ergebnis des Kommissionsberichts ist die Aufdeckung der gängigen Praxis der Rennställe, die das Team betreuenden Ärzte zusätzlich und ohne Kenntnis des Universitätsklinikums zu entlohnen.
Diverse Unterlagen lassen den Schluss zu, dass neben Dr. Heinrich auch Prof. Dr. Schmid sowie Dr. Andreas Blum und Dr. Stefan Vogt entsprechende Zahlungen erhalten haben.
..
Auch wenn bislang keine Aussagen von Radrennfahrern für den Zeitraum 2001 bis 2005 vorliegen, hält es die Kommission für wahrscheinlich, dass auch in dieser Zeit gedopt wurde. Dafür sprechen nicht nur die zusätzliche Vergütung von Ärzten durch die Rennställe, sondern auch die vom Universitätsklinikum Anfang Dezember 2007 aufgedeckten Datenmanipu-lationen durch Anlage „fiktiver“ Patienten. Solche Namen von angeblich 2005 im Universitätsklinikum behandelten Patienten sind beispielsweise "Maier, Ulrich, geboren am 02.12.1937" und "Mayer, Alexander, geboren am 02.07.1943". (Die Tour de France 2005 begann am 02.07.2005.)
Hinsichtlich des Eigenblutdopings im Jahr 2006 geht die Kommission davon aus, dass über die der Öffentlichkeit bekannten Angaben eines ehemaligen Team-Telekom-Profis hinaus, sich weitere Teamangehörige solchen Behandlungen unterziehen ließen.
Damit steht fest das beim Rad-Rennstall Telekom und dessen Nachfolger Team T-Mobile jahrelang systematisches Doping durch die Abteilung Sportmedizin der Uni Freiburg gegeben hat. Systematisch bedeutet Planvoll. Innerhalb einer solchen Systematik ist ein Fahrer nur ein Teil des Systems. Er ist Angestellter seines Teams und handelt auf Anweisung.
Dann ist die Anwendung von Doping, durch spezielle vom Rennstall und Sponsor bereitgestellte Ärzte und Medikamente somit Teil seiner dienstlichen Pflicht. Es bleibt dabei zwar Doping, aber Doping auf Anweisung. Eine Nichtbefolgung hätte den Ausschluß aus der Mannschaft und damit nicht nur einen erheblichen finanziellen Verlust, sondern bei der wirtschaftlichen Macht der Telekom auch ein Berufsverbot bedeuten können. Dementsprechend handelt es sich bei den Fahrern zwar um halbwegs willige Opfer, aber eben um Opfer, die zudem das Doping zu einem späteren Zeitpunkt ihres Leben mit erheblichen körperlichen Beschwerden bezahlen werden müssen.
Bei einer normalen rechtlichen Betrachtung müssten die Herren Staatsanwälte Friedrich Apostel und Jörg Schindler eigentlich gegen die Telekom wegen schwerer Körperverletzung ermitteln. Wie bereits häufig in diesem Blog berichtet hat die Bonner Staatsanwaltschaft ein recht eigenartiges Ermittlungsziel. Es geht ihr darum mit Jan Ulrich einen Alleinschudligen aufzubauen der die arme Telekom betrogen hat. Dafür lässt sie alle gegenteiligen Beweise mit einem Lachen liegen, oder versteckt sie schnell unter dem Teppich.
Es würde mich also auch jetzt nicht wundern, wenn Fred Apostel uns nach Ostern erklärt, das er davon ausgeht, das Ulrich die Gelder für das Doping der anderen Fahrer bezahlt hat und auch soviel Druck auf die anderen Fahrer ausgeübt hat, dass die sich bereitwillig von den ebenfalls ulrichhörigen Ärtzten der Uni Freiburg dopen ließen. Was muss eigentlich passieren bis solche Staatsanwälte abgelöst und dem Gartenbauamt zur Wegepflege zur Verfügung gestellt werden. Unsere Justiz macht sich doch noch nur noch lächerlich.
Anzeigen mit Werner Franke
Werner Franke glaubt mal wieder:
Franke glaubt, dass mehrere Radprofis während der Tour de France 2006 gedopt haben.
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Dopingexperte Werner Franke hat gegen Andreas Klöden und weitere frühere T-Mobile-Profis Strafanzeige wegen Betrugs erstattet.
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Zudem werde er an diesem Montag eine Anzeige wegen Betrugs und Anstiftung zum Betrug gegen Olaf Ludwig, den damaligen Sportlichen Leiter des T-Mobile-Team, abschicken. Franke fragte: "Olaf Ludwig war der verantwortliche Teamleiter. Will der nicht gemerkt haben, dass seine Fahrer bei der Tour für mehrere Stunden verschwunden sind?"
Ach ja. Wir hatten ein paar Wochen FFZ. Franke freie Zeit. Das darf natürlich nicht sein. Wie soll Werner Franke überleben, wenn nicht ständig über ihn berichtet wird. Woher soll er sein Selbstwertgefühl generieren, wenn nicht durch ein breites Medienecho. Ich kann den Kerl, sein Gesicht und sein Gelabere einfach nicht mehr sehen und hören. Ich mag es auch nicht mehr lesen.
Die Fahrer und der Teamleiter des Teams Telekom haben das getan was man ihnen gesagt hat. Die fahren nämlich Rad, weil da gute Beine, ein belastungsfähiger Arsch, viel Mut und gnadenlose Härte zu sich selbst ausreichen kann um vorne dabei zu sein. Große Intelligenz gehört nicht zu den Anforderungen. In einer Sportart die seit Jahrzehnten verseucht ist, von Betrug zu reden ist eine Frechheit. Allerdings funktioniert Frankes Anzeigerei nur mit dem Betrugsvorwurf. Aber wen verdammt nochmal haben die Fahrer betrogen. Herr Franke wusste das gedopt wurde. Ich auch. Die Sportjournalisten, die Sponsoren und eigentlich jeder andere auch. Gut der Chef des Bundes deutscher Radfahrer, dieser Scharping, der könnte betrogen worden sein. Bei dem bin ich mir nicht sicher, ob der in den letzten dreißig Jahren überhaupt etwas bemerkt hat.
Betrug setzt Täuschung voraus. Hier wurde niemand getäuscht. Aber natürlich nimmt Franke die Telekom in Schutz. Dafür gibts ja extra Staatsanwälte die das gleiche machen. Aber auch die haben Jan Ulrich bis heute nicht angeklagt, auch wenn sie immer wieder gerne an die Presse gehen. Wäre Franke eine Sekunde ehrlich, würde er sagen, die Sponsoren sind selbst schuld. Alle Hinweise waren immer da, nicht schön, aber eben Realität. Wer wie die Telekom extra Freiburger Uniärzte einsetzte und bezahlte, um besser zu dopen als alle anderen, kann nicht betrogen worden sein, sondern war vermutlich Teil des Betruges.
Aber wer wurde dann betrogen. Die anderen Doper? Die jeweiligen Rennleitungen, die Zuschauer. Es wurde niemand betrogen. Es wurde gedopt. Ende. Es wird übrigens weiter gedopt. Hier und da und sicherlich auch dort. Wir wissen es alle. Ob Medaillenregen bei Biathleten oder Superleistungen bei bestimmten Fußballmannschaften. Nur ein Idiot kann glauben, das nicht gedopt wird.
Könnte Herr Franke bitte seine Anzeigerei einstellen, dem Staat die Kosten ersparen und endlich in der Versenkung verschwinden. Er nervt ohne Sinn und Verstand. Wenn er etwas tun will, soll er beim Fußball anfangen und sich dann durch die anderen Sportarten durcharbeiten. Aber das will er nicht. Er will nur da noch mal nachtreten, wo die Leute schon am Boden liegen. Wehrhaftes Wild, wie z.B. den Telekomvorstand, den greift ein Franke nicht an. Die könnten sich ja wehren.
Was soll es. Es gibt Leute die sind halt widerwärtig in ihrer armseligen Art. Trotzdem ärgert es mich immer wieder.
Einen hab ich noch
Es tut mir wirklich leid, aber im Rahmen der aufgekommenen Systemdiskussion habe ich noch einen, den diesmal Die Presse.com zur Telekom liefert:
Als die Telekom unter einer Flut von Kundenbeschwerden zu versinken droht, richtet der Konzern einen "toten" Briefkasten ein - viele Kunden warten bis heute auf eine Antwort.
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Die Telekom wies die Vorwürfe zurück. Der für den Kundendienst zuständige Telekom-Vorstand Thomas Berlemann sagte dem "Stern", eine Anweisung des Managements, Beschwerden wegzulegen, ohne sie zu beantworten, sei ihm nicht bekannt.
Da gefällt mir schon das neoliberale Neusprech des Herrn Thomas Berlemann. Von einer Anweisung, die Beschwerden wegzulegen ist ihm nichts bekannt. Ich weiß auch schon genau wie ich mir das vorzustellen habe.
Während die Vorstände der Telekom in ihren kleinen spärlich ausgestatteten Kämmerchen praktisch 24 Stunden schwer an der Last der Verantwortung trugen und versuchten das Unternehmen und die eigene Pfründe durch Massenentlassungen zu retten, trafen sich in den Kellern und sonstigen versteckten Winkeln der Telekomverwaltung die subversiven Kräfte, denen nicht das Wohl des Unternehmens am Herzen liegt, sondern die nur zerstören wollen, was andere im Schweiße ihres Angesichtes geschenkt bekommen haben.
Diese Kräfte die stets nur das böse wollen, heckten einen bösen Plan aus. Anstatt wie Vorstand und leitendes Management all ihre Kraft für das Unternehmen zu bündeln, und statt täglich zweimal zum Golf zu gehen, dies nur auf einmal zu reduzieren, bearbeiteten diese miesen Kreaturen einfach die Reklamationen nicht mehr. Natürlich wurden weder Vorstand noch Management informiert, die doch schon weise, um eine bessere Bearbeitung zu ermöglichen, den Personalbestand bis auf einen geringen Restbestand zusammengekürzt hatten.
Diese Wenigen hätten nun doch aus der Fülle der Beschwerden mit großen Eimern schöpfen und alle Beschwerden bearbeiten können. Statt dessen beklagten sie nur die Menge der Beschwerden und freuten sich nicht, das sie nun die anfallende Arbeit nicht mehr mit tausenden Anderen teilen mussten, sondern im Dutzend für sich selbst hatten. Natürlich konnte man solche Klagen nicht ernst nehmen. Kunden die sich beschweren haben doch in Wirklichkeit nur ein Problem. Sie verstehen den tieferen Sinn hinter den Dingen nicht.
Warum soll die Telekom verantwortlich sein, wenn DSL nicht geht, aber die aus Irland durchgeführten Messungen auf einen ganz andere Anschluss, tolle Ergebnisse liefern. Die Kunden sind genauso undankbar wie die Mitarbeiter.
Thomas Berlemann hat nichts gewusst. Er hätte auch keine Fehler bei anderen geduldet. Er ist ein Vorstand. Er steht den anderen vor. Ich erlebe das immer wieder an der Kasse im Supermarkt. Mein vor mir stehender, also mein Vorstand, kauft eine winziges Bund Lauchzwiebeln, wobei er an der Kasse noch fragt, ob man es nicht vielleicht doch halbieren kann, oder ob es Sonderrabatte für Besitzer des echt güldenen Ulkfingerrings gibt. Dann zückt er die Kreditkarten 1 -36 die alle abgelehnt werden um dann mit Karte Nr. 38 erfolgreich zu sein.
Ein Vorstand ist meist jemand, der anderen im Wege steht. Das der nichts weiß glaube ich gerne. Ich glaube ihm auch da er nichts versteht. Ich weiß, das er nie für etwas die Verantwortung übernehmen wird. Ich weiß auch das wenn er gezwungenermaßen irgendeinen Verantwortlichen benennen muss, dies jemand ist, der nichts, aber auch gar nichts mit der Sache zu tun hat.
Hier ist es wieder einmal. Das System der totalen Verantwortungslosigkeit. Die Neoliberalen haben uns doch immer erzählt, das genau das aufhört, wenn wir alles privatisieren. Aber es hört nicht auf. Es wird immer schlimmer. Früher hätte man eine dumme Antwort gekriegt, heute kriegt man gar keine. Es gibt auch keine Programme die Mail automatisch beantworten. Es gibt keine Sortierprogramme die alle Mails eines Absenders oder eines Betreffs zusammenfassen. Das gibt es alle nicht. Zumindest nicht bei der Telekom. Aber Freiburger Dopingwissenschaftler, von denen auch niemand etwas gewusst hat, die gibt es.
Innerhalb eines neoliberalen Systems sind vernünftig und qualitativ herausragende Arbeitsergebnis unmöglich, weil dann individuelle Leistung anerkannt und belohnt werden müsste. Das Wesen des Neoliberalismus besteht jedoch darin den Erfolg immer dem Kollektiv, oder besser den Leitern des Kollektivs zuzuschreiben und die Niederlage und den Verlust, anderen als Schuld zuzuweisen.
Mohn Junior ist eben nicht für die Situation bei Lycos verantwortlich. Sein Desaster ist eben auch nicht das Desaster seiner Erziehung. Deshalb ist er auch nicht das Beispiel dafür, das dieses System Mohn ein fehlerhaftes System ist, das an seinen eigenen Ergebnissen gemessen, eben nicht einsetzbar ist.
Wenn der Herr Vorstand Berlemann von der Telekom wirklich nichts gewusst hat, dann ist er in seinem Job unfähig und sollte es als Hausmeistergehilfe an einer Gesamtschule versuchen. Ich meine den mit dem Lappen und den Gummihandschuhen, der sich den ganzen Tag um die Klos kümmert.
Warum lesen die eigentlich nicht ihre eigenen Doping-Akten
Nun gut der Telekom-Chef René Obermann, scheint zur Zeit starken Schwankungen zu unterliegen. Hat der sich doch wirklich in die Maybrit Illner verknallt. Ich meine etwas gemeinsames haben die beiden ja. Diesen jugendlich unbedachten wirtschaftsfaschistischen Neoliberalismus, der sie beide von jeder Verantwortung für ihr Handeln befreit. Damit meine ich nicht die verlassenen Ehepartner, sondern das wirtschaftliche Handeln des einen und die Desinformation, die die andere in ihrer unterträglichen Show versprüht.
Aber beide sind unschuldig von keiner Sachkenntnis getrübt. Genauso scheint es der Telekom mit ihrem Dopingstall zu gehen, der manchmal auch scherzhaft als Radrennstall bezeichnet wird. dpa meldet wie folgt:
T-Mobile-Team fordert Akteneinsicht bei Staatsanwaltschaft und BDR
Bonn - Das Team-Management von T-Mobile fordert im Fall Patrik Sinkewitz Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft Freiburg und beim Bund Deutscher Radfahrer. Der Vorstand des Mutter-Konzerns Telekom will das weitere Engagement im Profiradsport erneut auf den Prüfstand stellen. Ob sich der Sponsor trotz neuer Doping-Vorwürfe weiter vertragsgemäß engagieren wird, dürfte frühestens in der kommenden Woche feststehen.
Was wollen die uns nur damit erzählen. Das sie ihre eigenen Dopingakten nicht finden, oder stellen sie sich einfach nur doof bis die Bonner Staatsanwälte Apostel und Schindler, alles tun, um die Telekom reinzuwaschen und gegen Sinkewitz wegen Betruges an der Telekom ermitteln. Nochmal für die beiden Herrschaften. Beim Telekomdoping handelt es sich, wenn überhaupt um gemeinschaftlichen fortgesetzen Betrug am Zuschauer und dem einen ungedopten Mitfahrer.
Allerdings wussten wir Zuschauer schon lange, das gedopt wurde, wie jeder andere auch. Nur bei unseren öffentlich rechtlichen kam die Botschaft wohl nie an. Wahrscheinlich hatten die Kommentatoren ihre Ohren verstopft und keiner hat die Berichte gesehen.
Typsicherweise taucht auch der Sportausschuss-Vorsitzende des Deutschen Bundestages, Peter Danckert, von der SPD wieder auf:
«Bei aller Sympathie für den Radsport - hier gibt er selbst den letzten Anstoß, dass ein Sponsor, der viel veranlasst hat zur Dopingbekämpfung, am Ende des Tages sagen muss: Jetzt sind wir nicht mehr die richtigen Partner», sagte der SPD-Politiker in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung». Das Bonner Kommunikationsunternehmen hielt sich weiter bedeckt: «Wir haben eine neue Sachlage. Die werden wir uns nun anschauen», sagte ein Telekom- Sprecher auf dpa-Anfrage.
Es spreche nichts dafür, dass der geständige Dopingsünder Patrik Sinkewitz der einzige Fahrer im T-Mobile-Team gewesen sei, der gedopt habe, sagte Danckert. «Ein ganz starker Verdacht» laste auch auf T- Mobile-Kapitän Michael Rogers, der jedoch alle Doping-Vorwürfe zurückweist. Es gebe aber «keine Anhaltspunkte», dass der Mutter- Konzern Telekom von den verbotenen Praktiken gewusst habe.
Das finde ich gut. Keine Anhaltspunkte das der Mutterkonzern etwas gewusst hat. einfach toll. Team Telekom und T-Mobile-Team sind vollständig eigenständige Organisation. Die dürfen tun und lassen was sie wollen. Wahrscheinlich kommt bald auch noch die Nachricht, das, die eigentlich gar nicht für die Telekom, sondern für Vodafone gefahren sind. Dem Staatsanwalt Apostel in Bonn wird das sofort einleuchten.
Der Herr Danckert produziert solche Persilscheine bestimmt auch nicht kostenlos. Ach könnten wir doch erfahren, was die Telekom ihm für die Rufrettung bezahlt hat oder bezahlen wird. Bestimmt mehr als die Diätenerhöhung der nächsten 20 Jahre. Denn die 700 Euro Erhöhung dienen ja nur dazu, uns Bürgern zu zeigen, wie machtlos wir sind.
Jede Förderung von Profisport ist unsinnig. Fördern wir den Breitensport und betrachten den Rest als Show, von der wir nur die Steuern haben wollen.
Ist T-Mobile nun das Beispiel für eine deutsche Verlogenheit?
Nun ist auch die Süddeutsche aufgewacht:
Gerade ist bekannt geworden, dass der des Dopings überführte Profi Sinkewitz als Kronzeuge vor dem Sportgericht des Bundes Deutscher Radfahrer ausgesagt hat, beim wichtigsten Radrennstall im Land sei auch 2006 noch gedopt worden. Das ist ein Widerspruch zum vollmundig vertretenen Sauberkeitsanspruch der Bonner, an dem vorbei offensichtliche Manipulateure wie Jan Ullrich operierten.
Das die Telekom zusammen mit der Bonner Staatsanwaltschaft, bestehend aus den Herren Friedrich Apostel und Jörg Schindler, alles tun, um die Telekom reinzuwaschen und Jan Ullrich fertig zu machen, war ja schon öfter Thema in diesem Blog. Dabei geht es nicht darum, Dopingtäter zu schützen, sondern darum, das eine deutsche Staatsanwaltschaft im Fall Ullrich die Unschuldsvermutung völlig beiseite schiebt und gleichzeitig keine Ermittlungsschritte gegen die Telekom und ihre Freiburger Dopingwissenschaftler durchführt.
Natürlich ist es für die Bonner Staatsanwaltschaft unangenehm gegen die Telekom zu ermitteln, und sicherlich auch schwierig, da sie mit allen Telefon- und Datenleitungen von der Telekom abhängig sind und die Telekom gleichzeitig ein großer Arbeitgeber vor Ort ist. Deshalb wird ja auch das seltsame Mahngebaren der Telekomanwälte von der Staatsanwaltschaft nicht untersucht.
Die Telekom wird mit ihrer Masche noch lange durchkommen und behaupten das arme betrogene Opfer zu sein. Aber um es deutlich zu sagen, dies glauben wirklich nur ganz Dumme und Staatsanwälte. Nach allem was wir heute wissen und aus den Fakten herauslesen können, gab und gibt es bei der Telekom ein systematisches Doping unter wissenschaftlicher Begleitung.
Ist die Telekom verlogen. Mit großer Sicherheit. Sie ist auf jeden Fall verantwortungslos. So wie sie mit ihren Kunden, Kleinaktionären und Mitarbeitern umgeht, ist sie sein klassischer Fall von neoliberalem wirtschaftsfaschistischem Verhalten. Das Management schielt nur auf Prämien, die meist die direkte Folge von Entlassungen sind, wobei das gleiche Management gar keine Ahnung über die Geschäftsabläufe hat. Deshalb wurden und werden immer die Falschen entlassen.
Die Verantwortung dafür tragen dann die verbliebenen Mitarbeiter, die gar nicht in der Lage sind die an sie nun gestellten Mehraufgaben abzuwickeln. Dazu kommt noch eine sehr stark zentralistische Führung, bei der sich selbst die Genehmigung für den Toilettengang, praktisch beim Vorstand geholt werden muss. So kann man auf flexiblen Märkten nicht arbeiten. Verantwortung gehört dort direkt in den Service. Vorstände, Leitende und Halbleiter halten in ihrer Mehrheit nur den Verkehr auf.
Wer aber weiß wie die Telekom in den einzelnen Baubereich hinein regiert, der weiß auch, das es keine Möglichkeit gibt, das die Telekomvorstände nichts vom Doping gewusst haben. Dazu sind die Kontrollnetze viel zu feinmaschig.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ermitteln sie einfach weiter
Die deutsche Justiz muss sonst ja meist zum jagen getragen werden, wenn es nicht um linke oder kleine wehrlose Bürger geht. Ganz anders läuft das bei Jan Ullrich, da tut die Bonner Staatsanwaltschaft alles um die Telekomdopingabteilung dadurch zu schützen, das sie Jan Ullrich jagt. Es ist scheinbar unmöglich, auch nur eine Woche von neuen Horrormeldungen dieser Staatsanwaltschaft verschont zu bleiben. Heute beißt sie wieder kraftvoll um sich:
Eine Klageerhebung der Bonner Staatsanwaltschaft im Fall Jan Ullrich noch in diesem Jahr ist unwahrscheinlich. Davon sei nicht auszugehen, erklärte ein Sprecher der zuständigen Justizbehörde.
Die Ermittlungen wegen Betrugsverdachts gegen den des Dopings verdächtigten Ex-Radprofi hielten an.
Ätsch wir können dich zwar nicht anklagen weil wir nichts in der Hand halten, aber wir werden dir dein Leben versauen bist du weich gekocht bist. Du hast gefälligst schuldig zu sein und irgendwann möchtest du ja auch einmal wieder leben ohne von uns gejagt zu werden. So kann man die Methode der Bonner Staatsanwaltschaft beschreiben.
Nach wie vor lehne Ullrich, der mit dem spanischen Doping-Arzt Eufemiano Fuentes zusammen gearbeitet haben soll, eine Kooperation mit der Staatsanwaltschaft Bonn ab. Der Sprecher bestätigte, das seit einem Jahr existierende Angebot, bei einem umfangreichen Geständnis nur eine Geldstrafe zu verhängen, gelte nach wie vor.
Wenn du gestehst musst du nicht in den Knast. Das heißt wenn du so gestehst, das die Telekom nicht betroffen ist, musst du nicht in den Knast. Wir von der Bonner Staatsanwaltschaft wollen die Telekom reinwaschen. Wir sind staatstragend. Also gesteh, gesteh, gesteh und wir werden unsere Milde walten lassen. Recht bekommst du hier nie.
Es ist ein schönes Beispiel für die deutsche Rechtsfindung. Natürlich hat Ullrich wie wahrscheinlich alle anderen auch gedopt. Aber nicht um die Telekom oder Herrn Scharping zu betrügen, sonder um im Sinne von der Telekom und Herrn Scharping zu gewinnen. Das dies nicht ohne Wissen der Telekom ging, dürfte klar sein. Die logische Folge wäre das einstellen des an den Haaren herbeigezogenen Ermittlungsverfahrens.
Wenn zwei oder mehrere Komplizen bei einem Betrug mitwirken, dann kann sich keiner dieser Komplizen herausreden und selber als Betrogener fühlen.
Über den Heidelberger Molekularbiologen Werner Franke sage ich lieber nichts. Er und seine Mitgespielin die ja die Anzeige gegen Ullrich einreichte, wollen sich daran ergötzen, die Sportler nieder zu machen. Gegen das System werden beide nie etwas haben. Sie sind eher Helfer des Systems, das die Verantwortlichen immer ganz unten lokalisiert. Den großen Werbeerfolg durch Doping hatten und haben aber die Rennställe und wenn die noch dazu ihre Leute in der nationalen Anti-Dopingkommission haben, dann weiß ich sehr genau was los ist.
Der Bock will nicht mehr Gärtner sein
Das der Deutschen Telekom nichts peinlich ist, wissen die Deutschen und vor allem die Kunden der Telekom ja schon seit langem. So war es ihr auch nicht peinlich, ihren Leiter Sponsoringkommunikation der Deutschen Telekom Christian Frommert, in das Kuratorium der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA zu setzen, damit dieser direkt an der Quelle aller Informationen saß.
Es ist ja auch von Vorteil, wenn man die Maßnahmen und Möglichkeiten der Antidopingagentur kennt. Das macht das eigene Dopen leichter und effektiver. Hat nicht so ganz geklappt, weil mit Gontschar, Bernucci und Sinkewitz trotzdem drei Dopingfälle auftraten und mit George Hincapie einer aus dem Armstronglager eingestellt wurde, der sicherlich noch zu neuen Freuden Anlass geben wird. Aber das wird sicher noch besser werden.
Das Doping und die Telekom werden wohl noch für lange Zeit ein ständiges Thema bleiben, bei dem auch willfährige Bonner Staatsanwälte nicht helfen können.
Auch wenn Frommert jetzt auf eigenen Wunsch aus dem Kuratorium ausscheidet, können wir sicher sein, das die Telekom einen weniger offensichtlichen Statthalter in dem Kuratorium bekommen wird. Schließlich zahlen die für gute Erstinformationen ja 450.000 Euro pro Jahr.
Es ist aber auch notwendig dort Einfluß zu haben. Sonst kommt die NADA wohl möglich auch auf die Idee, Fußballer genauer untersuchen zu lassen. Das ist ein Bereich, in dem die Telekom noch viel mehr Imagewerbung betreibt als im Radsport. Laut Meinung einiger italienischer Juristen, ist damit zu rechnen, das dort ganze Mannschaften gedopt sind, was auch einige sehr auffällige Ergebnisse im deutschen Fußball erklären könnte.
Natürlich gibt es unter den Telekom-Fußballern kein Doping, genau wie bei den Telekom-Radfahrern. Die Telekom lässt doch nicht dopen. Das mit den Dopingsspezialisten der Telekom, in der Uni Freiburg, das war doch alles nur ein Mißverständnis. Wurden in Freiburg eigentlich auch Fußballer behandelt? Auch welche vom FC Bayern München?
Neues von der Doping-WM
Während bei uns noch Staatsanwälte die Telekom reinzuwaschen versuchen und Jan Ullrich in einem schon fast als kriminell zu bezeichnenden Ermittlungsverfahren vorverurteilt haben, darf Valverde bei gleicher Verdachtslage fahren. Auch Di Luca darf wie Zabel fahren. Da ist es schon fast selbstverständlich das auch Bettini den Segen des Stuttgarter Landgerichtes bekommt und fahren darf, obwohl er sich weigert die Ehrenerklärung abzugeben.
Aber Ehre im Radsport. Das ist wohl nur noch ein makaberer Scherz.
Ganz makaber aber wird es, wenn die Telekomiker im Kampf gegen das Doping zeigen woher der Wind weht:
Das T-Mobile-Team hat für die kommende Saison zehn neue Rad-Profis verpflichtet, darunter den Armstrong-Helfer George Hincapie.
Der 34-jährige New Yorker war bei allen sieben Tour- Siegen Lance Armstrongs wichtigster Helfer des Texaners, der sich seine gesamte Karriere hindurch mit Doping-Vorwürfen auseinandersetzten musste. Zudem bekundeten die Bonner am Rande der Straßenrad-WM in Stuttgart starkes Interesse an Erik Zabel, der aber bei Milram noch einen Vertrag bis Ende 2008 hat. «Wenn er seine Vertragverhältnisse klärt, hätten wir ihn gerne. Er würde in unser Team passen», sagte Teamchef Bob Stapleton.
Das ist doch mal richtig fein. Voraussetzung für einen Vertrag bei den Telekomikern scheint ausführliche Dopingerfahrung zu sein. Aber wie schon gesagt. Die halten sich für Probleme ja extra eigene Staatsanwälte in Bonn, die in ihrem Sinne ermitteln. Da darf dann lustig weitergedopt werden. Am Ende ist der Fahrer der Täter und eine brave Staatsanwaltschaft schaut nicht auf die Auftraggeber.
Das Doping und die Telekom
Gestern berichtete ich noch über die seltsamen Staatsanwälte und Jan Ullrich heute liefert mir die Schwäbische Zeitung online ein schönes neues Schaustück in sachen Telekom:
Der ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), Armin Baumert, wird nun doch keinen Beratervertrag mit der Deutschen Telekom AG abschließen dürfen. Das teilte der Vorsitzende des Kuratoriums der unabhängigen Stiftung, Hanns Michael Hölz, mit.
«Ich habe Veranlassung, den Punkt von der Tagesordnung der Sitzung zu nehmen», sagte Hölz der Deutschen Presse-Agentur dpa. Weitere Einzelheiten wollte er nicht mitteilen.
Was brauche ich da noch weitere Einzelheiten. Die Telekom kauft den Chef der deutschen Antidoping Agentur und alles ist gut. Ja so funktioniert das doch meistens in unserer Bananerepublik. Ob die Bonner Staatsanwälte auch einen Beratervertrag bekommen haben? Denkbar ist es. Zumindest handeln sie so, als ob sie einen sehr gut dotierten hätten.
Deutschlandradio Kultur hatte zuvor berichtet, dass Baumert das Kuratorium um Zustimmung zum Beratervertrag mit der Telekom gebeten habe. Gegenstand sei die «Bewertung des aktuellen Anti-Doping-Kampfes im Team T-Mobile und dessen zukünftige Ausrichtung». Nach den zugestellten Beratungsunterlagen wollte das NADA- Kuratorium auf seiner Sitzung unter Tagesordnungspunkt 6 über die Genehmigung der Nebentätigkeit beraten.
Ja die Bewertung des aktuellen Doping Krampfes im Team T-Mobile. Wer es glaubt wird seelig. Geht es nicht viel mehr darum als erster zu erfahren welche neuen Tests angewandt werden. Das Wissen wäre für die eigene Dopingpraxis der Telekom doch bares Geld wert.
Entschieden gegen einen Beratervertrag hatte sich zuvor Winfried Hermann, sportpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, ausgesprochen. «Die Gefahr ist groß, dass es mit einem solchen Vertrag zu einem Interessenkonflikt kommt», sagte er. «Wenn Baumert sich von einem Unternehmen bezahlen lässt, in dem jahrelang Doping betrieben wurde, dann hat es, wie man es im Schwäbischen sagt, ein Geschmäckle.» Die NADA, die im Wesentlichen durch öffentliche Mittel finanziert werde, müsse «sauber wirtschaften», unterstrich Hermann. «Die Politik sollte jetzt genau hinschauen, dass es nicht zu Interessensverquickungen kommt, die ungut sind.»
Ich traue allerdings unserer Politik noch weniger als der Telekom, oder besser ich traue unseren Politikern alles zu. Ich wäre in keiner Weise erstaunt wenn sich nachträglich herausstellen sollte, das Rudolf Scharping, dem Jan Ullrich die Dopingmittel persönlich hinterhergefahren hat, um sich eine Sekunde länger in der Sonne Jan Ullrich präsentieren zu können.
Wie es um unsere Politik bestellt ist, sehe ich daran, das der Vorstandsvorsitz der NADA ein Ehrenamt sein soll. Nix Kohle, aber gegen das große Geld kämpfen. So etwas können sich nur Politiker ausdenken. Baumert hat nur konsequent gehandelt und sich dann gleich vom dicksten Fisch im Teich an den Haken nehmen lassen. Moral. Moral gibt es seit Ackermann hier regiert doch nicht mehr.
Ein wahrhaft offenes Ermittlungsverfahren
Die Staatsanwälte Friedrich Apostel und Jörg Schindler führen eines der offensten Ermittlungsverfahren die wir in Deutschland je gesehen haben. Falls mal zwei Tage lang kein Journalist nachfragt, wie es um die "Straf"-Verfolgung von Jan Ullrich steht, werden die Staatsanwälte unruhig und haben Schwierigkeiten ihr Wasser zu halten. Aber dann findet sich doch immer wieder jemand der berichtet. Jetzt ist es dpa:
Laut „Focus” verdächtige Barabhebungen Ullrichs 2005 und 2006
München - In der Doping-Affäre um Ex-Radprofi Jan Ullrich ist die Bonner Staatsanwaltschaft auf „verdächtige Barabhebungen” gestoßen. Das berichtet der „Focus”. Danach soll Ullrich 2005 und 2006 fünfstellige Summen von seinem Schweizer Konto genommen haben. Die Transaktionen sollen zeitnah zu der Medikamenten-Ausgabe liegen, die der spanische Doping-Arzt Fuentes für einen Sportler unter der Codeziffer 1 eingetragen hatte. Die Ermittler vermuten, dass Ullrich gemeint ist. Dieser hat bisher jede Verbindung zu Fuentes bestritten.
Es ist doch schön, das bei Jan Ullrich kein Bankgeheimnis gilt und das die Öffentlichkeit auf das Beste von der Justiz informiert wird. Seltsam nur das diese Staatsanwälte keine Anklage erheben sondern immer nur Stimmung machen. Aber eigentlich auch nicht seltsam. Je lauter sie auf Ullrich einschlagen und je mehr dummes Geschrei sie dabei verursachen, desto weniger wird auf einen großen Arbeitgeber am Ort geachtet.
Die arme betrogene deutsche Telekom für die Herr Apostel und Herr Schindler ja ermitteln, weil diese doch von Jan Ullrich betrogen wurden. Die armen Telekomiker haben eben nicht nur keine Ahnung wie man Kunden hält, sondern wussten auch nicht das gedopt wird, was das Zeug hält. Wie sollten die das auch wissen. Hat ihnen ja nie jemand gesagt.
Wenn man die Doping-Vorfälle im Team Telekom addiert dann kann nur noch ein deutscher Staatsanwalt so blöd sein und glauben, das die nichts gewusst haben. Es waren ja schließlich die Team-Ärzte die involviert waren und alle Testdaten wurden über Telekomleitungen transportiert. Aber ein Bonner Staatsanwalt hetzt lieber Jan Ullrich, auch wenn er keine Beweise hat und das Verfahren vor Gericht wahrscheinlich schon deshalb platzen würde, weil dann Ullrich und andere keinen Grund mehr zum Schweigen hätten und die Wahrheit sagen können.
Erst hat man bewusst die Gesundheit der Fahrer zerstört und dann will man ihnen auch noch das Geld nehmen. Die Ehre spielt in dieser Gesellschaft ja keine Rolle mehr. Wenn die beiden ulkigen Bonner Staatsanwälte keine gerichtsverwertbaren Beweise haben, dann sollen sie einstellen oder zumindest, während sie weiter ermitteln, einfach mal die Schnauze halten. Sie sind Angestellte der Bürger und nicht der Telekom.
Falls es in NRW noch einen Justizminister gibt und der ausnahmsweise nicht von der Telekom gekauft ist, würde ich dem empfehlen, die Herren Apostel und Schindler in der Aktenvernichtung zu beschäftigen. Das ist das einzige wozu sie taugen. Zumindest berichten sie dann aus dreißig Jahre alten Fällen an die Presse.





















