Die Qual der Wahl
Wahlen sind in Deutschland ein Thema das niemanden so richtig glücklich macht. Das liegt vor allem daran, das es bei den Wahlen keine Wahl mehr gibt. Unsere Parteien haben sich von ihrem Volk freigeschwommen. Seit es keinen real existierenden Sozialismus als Wettbewerber mehr gibt, hat auch die letzte Politiktruppe alle Masken fallen lassen. Die Interessen der Bürger interessieren die Politik nicht mehr.
Während die CDU ganz offen, nicht nur das Grundgesetz in sein Gegenteil, nämlich ein Grundverbot und eine Grundlage für eine Diktatur umkehren will, hat sich die SPD entschieden, alles zu tun, was sie irgendwie an der Macht hält und dafür sorgt, das politische Altlasten wie Wolfgang Clement und Gerhard Schröder, von ihren neoliberalen Auftaggebern wenigstens gut versorgt werden.
Die FDP hat zum Glück kein Problem mit einer eigenem Meinung oder gar einem Standpunkt. Sie setzt lediglich alle Wünsche des Großkapitals und der diversen neoliberalen Gruppierungen, sofort in eigene Forderungen um und verschärft dabei stets Ton und Umfang. Das wichtigste Ziel der FDP in Deutschland, ist es den Menschen allen Mut und alle Hoffnung zu nehmen. Natürlich will die FDP damit in die Regierung kommen, aber in neoliberaler Verantwortungslosigkeit lässt sich auch gut aus der Opposition heraus leben. Das Geld scheint in ausreichenden Mengen zu fließen.
Die Grünen haben sehr schnell gezeigt, wohin eine Partei kommt, deren Führung vor allem Teilhabe an der Macht will, ohne einen wirklichen Plan zu haben, was mit der Macht anzufangen wäre. Der berühmte Marsch durch die Institutionen lässt sich an Joschka Fischer sehr deutlich in seinen Folgen ablesen. Vom Straßenkämpfer gegen eine Unterdrückerpolizei hin zu jemandem, der einen Kriegseinsatz für amerikanische Interessen in Afghanistan mit einem kalten Lächeln durchsetzte. Vom linken Staatsveränderer zum Hartz IV Befürworter.
Die Kraft der Institutionen in Deutschland scheint stark zu sein. Die Grünen wurden von ihnen auf jeden Fall deutlich weichgespült. Oswald Metzger ist eben nicht die Ausnahme, auch wenn der sicherlich den Menschen in diesem Land gar kein Leben mehr gönnt und die Mehrheit der Grünen den Deutschen zumindest ein Vegetieren auf niedrigstem Niveau zugestehen würde.
Natürlich sind die die Parteien nicht in allen Bundesländern vollständig gleich. Das Schwarz des Roland Koch hat einen deutlich braunen Einschlag, während Deutschlands liebster Schwiegersohn ein blässliches Grau mit violettem Einschlag aufweist. Korpsstudent gegen den lieben Jung, von dem niemand weiß, ob er wirklich für oder gegen etwas steht.
Die Ypsilanti hat als entscheidenen Vorteil für mich, das der Clement und der Schröder sie nicht mögen. Aber das reicht wohl kaum, um sie zu wählen. In Niedersachsen hat die SPD wohl auch einen Kandidaten. Den musste ich extra bei Google nachschlagen, der heißt Wolfgang Jüttner. Ein Gesicht zu dem habe ich nicht parat. So tief hat er mich beeindruckt.
Die FDP bietet in Hessen irgendein Hähnchen, das aber nur mit dem abgekochten Roland regieren will. Kann mir mal irgendwer erklären, warum man eine FDP wählen sollte, die einen regierenden Koch will. Da kann man doch gleich den Koch wählen und das Hähnchen in den Wienerwald schicken oder zum Chickenkebab. So ein richtiges Argument für eine Wahl der FDP, gibt es weder in Hessen noch in Niedersachsen. Verändern wollen sie nichts und nur damit die auch noch an die Macht kommen oder bleiben und Dienstwagen mit Fahrer haben, muss man sie wirklich nicht wählen.
Dann bleiben einem noch die vielen kleinen Parteien. Nette Ideen teilweise dabei. Auch die freien Wähler gefallen mir manchmal sehr gut. Da die aber alle an der fünf Prozent Hürde scheitern, wir wählen halt Parteien und leider nicht Personen, macht es keinen Sinn diese Parteien zu wählen. Mir wäre ja die Direktwahl der Kandidaten und ein Verbot der Parteienwerbung und der Fraktionen das Liebste und für Deutschland wäre das sicher auch das Beste. Aber das ist in unserer Parteiendiktatur nicht zu erreichen. Damit sind die kleinen Parteien raus, es lohnt sich nicht, ins Wahllokal zu gehen, um seine Stimme wegzuwerfen.
Bleiben die Rechten. In Hessen ist das einfach. Da brauchen die keine ausländerfeindliche Partei und niemanden der gegen Bürgerrechte ist, als Extrapartei. Das erledigt der Koch gleich mit. In Niedersachsen ähneln die Braunen dem Wulff. Während dessen CDU trotz seiner Bedeutungslosigkeit gewählt wird, bleiben die Rechten bedeutungslos unter den sonstigen Parteien. Unter ferner liefen der der Buchmacher und sein Hund.
Spannend bleibt, was mit der Linken passiert. Ich persönlich, der ich mein Leben lang SPD gewählt habe, spreche mich klar dafür aus die Linke zu wählen. Nicht weil ich mit dieser Linken so unheimlich toll zufrieden wäre. Sie ist zwar die einzige Partei, mit realen Chancen in beide Landtage zu kommen, die meine Interessen weitgehend vertritt, aber sie ist eine Partei.
Als Juniorpartner der SPD in Berlin ist sie nicht sonderlich überzeugend, was aber vielleicht auch an der Größe der Probleme liegt. In Berlin hat die CDU uns ja finanziell bis auf den letzten Cent ausgeblutet, unsere Banken ruiniert und die Wirtschaft vertrieben. Allerdings ist es in Berlin deutlich an der Zeit, das die Linken endlich mal Gesicht zeigen und sich nicht ständig an der Nase herumführen lassen.
De größte Nachteil der Linken ist, das sie eine Partei sind. Oskar Lafontaine, Gregor Gysi. Das sind Namen denen ich genausowenig traue wie Koch, Wulff, Steinbrück, Müntefering oder Merkel. Die beiden haben zusätzlich den Malus, da sie von der Fahne gegangen sind. Das Oskarlein hat die Brocken hingeschmissen und dem Schröder freie Hand gelassen, uns Bürger fertig zu machen. Das werde ich ihm nie verzeihen. Egal was er redet. Man kann ihm nicht trauen. Gregor Gysi hat die erste Gelegenheit wahrgenommen, ebenfalls aus der Verantwortung abzuhauen. Es ist ja auch nicht sexy Landespolitik mit leeren Kassen in Berlin zu machen.
Dazu die Parteistrukturen der Linken. WSAG und PDS. Eine Zweckehe aber sicher keine Liebesheirat. Nur leider haben wir nichts anderes. Wir haben eben keine Wahl, bei der Wahl. Rot, Grün, Gelb und Schwarz stehen für neoliberalen Wirtschaftsfaschismus, der neunzig Prozent der Menschen in Deutschland in die Armut schickt um zehn Prozent glücklich zu machen, die dann aber lieber in der Schweiz oder am Mittelmeer leben, als in diesem miefigen Deutschland, das sie ausbluten ließen.
Wir können unseren Mißmut nur dadurch ausdrücken, das wir die Linke stark machen. Das wird uns für ein paar Jahre eine kräftige Opposition und vermutlich etwas bessere Lebensbedingungen, für die Menschen in diesem Land geben, bis auch die Linken gekauft und korrumpiert sind. Unsere Wahlgesetze und die grenzenlose Bevorzugung von Parteien und deren Spitzen lässt eben eine dauerhafte Demokratie nicht zu. Unsere Parteien und die Art wie bei uns gewählt wird, sind der größte Feind der Demokratie.
Ähnlich wie die Grünen, werden auch die Linken nur für eine Übergangszeit brauchbar sein. Als Korrelativ, damit die anderen es nicht total übertreiben können. An den Machtverhältnissen wird sich nichts ändern. In Hessen wird zum Schluß die Ypsilanti mit dem Koch in den Rosenmontag schunkeln und beide werden den Hessen einen langen Aschermittwoch präsentieren. In Niedersachsen verliert der Wulff ein paar Federn, aber er bleibt Mamis und Schwiegermamis Liebling. Seltsam das Mütter und Schwiegermütter immer die Schwachen so lieben. Ist das weibliches Dominanzverhalten oder wirklich Mitgefühl?
Das einzige was bei den Wahlen in Hessen und Niedersachsen erreicht werden kann, ist das der Niedergang der Mehrheit der Menschen in Deutschland verlangsamt wird. Eine Trendwende steht leider nicht zur Wahl. Sie ist mit diesen Parteien und diesem Wahlsystem auch nicht zu erreichen.
Wahlenthaltung ist übrigens das Dümmste was man tun kann. Das ist noch dämlicher als ungültige Stimmen abzugeben. Wir sind in Deutschland nicht mehr in der Lage, uns angewidert vom Spielfeld abzudrehen und einfach nicht mit zu machen. Wir müssen Zeit gewinnen um eine Gegenwehr zu organisieren. Deshalb bedeutet ein starkes linkes Wahlergebnis auch einen Dämpfer für die jetzt und auch in Zukunft herrschenden Parteien. Sie müssen es langsamer angehen lassen. Nur darin liegt unsere Chance.
Die Taliban ist in der Defensive
Sie dürfen versichert sein, das wir Stalingrad nie wieder verlassen werden.
Hitler am 8. November 1942 als schon 90 Prozent der Stadt besetzt waren
Am 20. Dezember 1942 wurden die Nahrungsrationen der deutschen Soldaten halbiert, weil die Luftversorgung nicht durchzuhalten war. Sie fraßen dann ihre Pferde. Es kam zu Kanibalismus. Am 31.01. 1943 kapitulierte der Südkessel. Generalfeldmarschall Paulus läuft mit erhobenen Händen zu den Russen über.
Gegen das Überlaufen wäre ja nichts zu sagen, hätten nicht der gleiche General und sein Führer alles getan, um die deutschen Soldaten sinnlos zu opfern.
Heute hören wir gute neue Mär vom scheidenden deutschen ISAF-General Bruno Kasdorf:
"Wir haben die Taliban in die Defensive gedrückt", sagte der Chef des Stabes der Internationalen Schutztruppe ISAF und ranghöchste deutsche Offizier in Afghanistan bei seinem Abschied am Donnerstag in Kabul. "Ich bin optimistisch, dass die ISAF, die NATO und die beteiligten Nationen weitere Fortschritte erzielen werden." Nach 13 Monaten sei es für ihn ein sehr bewegender Moment, "die Verantwortung als Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier an meinen Nachfolger, Generalmajor Hans-Lothar Domröse, zu übergeben".
Da fällt mir doch glatt noch einmal Paulus ein:
"Zum Jahrestag ihrer Machtergreifung grüßt die 6. Armee ihren Führer. Noch weht die Hakenkreuzfahne über Stalingrad. Unser Kampf möge den kommenden und lebenden Generationen ein Beispiel dafür sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren.
Paulus am 29.01.1943 an Hitler
Natürlich ist General Bruno Kasdorf kein Paulus. Er ist ja auch noch kein Generalfeldmarschall. So groß machen wir es noch nicht wieder. Ich halte auch Kasdorfs Legitimation für deutlich besser, als die von Paulus. Schließlich habe auch ich, Struck mal für einen Demokraten gehalten. Ja sogar mal für einen Sozialdemkraten.
Aber Kasdorfs Aussagen, die erinnern vom Wahrheitsgehalt doch sehr an den Paulus. Wo bitte schön ist der Tailiban in der Defensive. In den befestigten Lagern aus denen sich die deutschen Soldaten kaum heraustrauen, und auch meist nicht heraus können, weil ihnen Material und einfachste Ausrüstung fehlen. Ich weiß nicht wieviele Taliban in diesen Lagern arbeiten, aber sie mögen dort in der Minderheit sein, ob sie aber auch in der Defensive sind, wage ich zu bezweifeln.
In der Defensive befinden sich unsere Truppen. Nachdem wir uns am fröhlichen Zivilistenmorden der USA mittels Tornados aktiv beteiligen und bald auch mit eigenen Kampftruppen beteiligen werden, sind wir in Afghanistan unten durch. Die wenigsten Leute sind so dämlich, diejenigen zu mögen, die sie, ihre Verwandten und Freunde umbringen. Wir sind in Afghanistan noch nicht einmal eine Besatzungsarmee, weil wir dafür zu schwach sind und mit unserer Bundeswehr auch gar nicht dafür ausgerüstet sind. Wir wollten mal die niedersächsische Tiefebene gegen die NVA und die Russen verteidigen bis Soldaten kämen.
Göring hat damals versprochen Stalingrad aus der Luft zu versorgen. Das Problem haben wir heute nicht. Wir kommen mit unseren Flugzeugen gar nicht erst bis dahin. Die Transall ist ein Witz und etwas anderes haben wir nicht, wenn man mal von den Maschinen absieht, mit denen unsere Politiker spazieren geflogen werden. Aber schlimmer noch, unsere Truppen in Afghanistan haben auch keine Pferde, die sie notfalls fressen könnten und nicht einmal annähernd genug Munition, um auch nur drei Tage durchzuhalten.
Aber weshalb sollten sie denn auch durchhalten. Wir könnten sie ja eh nicht ausfliegen. Wenn die Amis den Laden dort dicht machen, wie sie es damals in Saigon taten, dann können wir unsere Jungs und Mädels abschreiben. Aber keine Sorge. Die Generäle die nehmen die Amis mit, oder sie dienen bei den Taliban als Propagandasprecher. Siehe Paulus. Generäle und Obristen sind wertvoll. Den Schützen Arsch werden sie an dem selbigen kriegen und das wird niemand stören. Schon gar nicht unsere Generäle und nicht unsere Kriegsminister. Frau Merkel wird von tiefer, stolzer Trauer reden und Struck wird sich das Lachen kaum verbeißen können. Den Anblick kennen wir ja bereits.
Fakt ist, das wir heute schon wissen, das wir in Afghanistan verloren haben. Die Frage ist nur, was uns der Rückzug kostet. Heute könnten wir vermutlich noch halbwegs in Frieden verschwinden. Mit der Lufthansa oder Air Berlin. Wie es in ein paar Monaten oder gar in ein oder zwei Jahren aussieht, weiß niemand. Jeder der jetzt noch stirbt, weil die deutsche Generalität sich die Niederlage nicht eingestehen kann, ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Das gilt auch für jeden Verwundeten.
Was wäre es schön, wenn wir Generäle mit etwas Mut zur Wahrheit hätten. Ein wenig Verstand wäre auch ganz nett.
Mein Haus, mein Auto, meine Gene
Das wir in einer seltsamen Gesellschaft von Vergleichsfreaks leben ist eigentlich schon lange klar. Nun gibt es eine neue Vergleichsmöglichkeit. Die eigenen Gene und Don Alphonso aka Rainer Meyer fühlt sich völlig zu recht persönlich angepisst.
Aber wenn jeder irgendwelche Genproben an ein Startupwie 23andme schicken kann, das sich einen Dreck um effektiven Datenschautz kümmert und die Daten aus der Genomanalyse auch an Dritte weitergibt, und für das eigene Portal verarbeitet, dann ist der Moment da, in dem Himmler, das Ahnenerbe und Mengele putzmunter in der Jedermannversion2.0 vorliegen - das Projekt ist ziemlich genau das, was der feuchte Traum dieser Herrschaften war. Ich verstehe nicht, wie man so einem zutiefst unethischen Projekt ein Podium geben kann, und ich begreife auch nicht, warum man diese Leute beim DLD nicht von der Bühne gebuht hat. Ist die Domain GenomKZ eigentlich noch frei, zum Sammeln, Vergleichen und Selektieren möglichst sauberer DNA-Stränge?
Wie er schon sagt, es ist der alte feuchte Traum.
Im Gegensatz zu ihm finde ich aber das diese Truppe sehr gut zum DLD passt. Stehen die da nicht alle jeden Morgen auf und sehen aus dem Fenster, nicht um wie bei Kempowski ein hübsches Mädchen zu sehen, das den Tag versüßt, sondern um Schmulchen Stiefelbein zu entdecken, auf das sie sich, über jemand anderen erheben können? Auf die einzige Art die ihnen möglich ist.
Mein Haus, mein Auto mein rasiertes Arschloch und nun eben meine tollen Gene. Wahrscheinlich werden schnell die ersten mit falschen Genen dort antreten. Die vom sportlichen und intelligenten Nachbarn und nicht von dem alten fetten dummen Sack, der sie selber sind.
Es geht um Selbstdefinition. Und es geht um eine neoliberale Gesellschaft in der man sich eben nicht durch Leistung und Verantwortung definiert. Da geht es um Schein. Scheingewinne, Scheinleistungen, Scheinverantwortung. Ob Burda, Springer oder Mohn/Bertelsmann. In Wirklichkeit leisten diese Leute ja nichts, sie zerstören ja nur das, was andere geleistet haben. Unseren Staat und unsere Wirtschaft. Da die und ihre Handlanger nicht wirklich so dumm sind, das sie das nicht selbst sehen, müssen sie ihr Tun irgendwie rechtfertigen.
Da sie nicht von adeliger Geburt sind und auch nicht klüger oder schöner als die anderen Menschen sind, bleibt nicht viel. Bisher sprachen sie über Verantwortung und Bildung, meinten aber Gewissenlosigkeit und die Kenntnis von Gesetzeslücken. Aber das reicht heute nicht mehr. Wo ein Schäuble das Grundgesetz schon vor dem Aufstehen bricht und Richter in Chemnitz über bundesweite Streikverbote Unrecht sprechen, da muss größeres her.
Das Geonom ist eine tolle Sache. Genetisch bedingte wirtschaftliche Unfähigkeit und schon wären all die Pfeifen gerettet. Sie kämen morgens wieder am Spiegel vorbei, ohne sich schämen zu müssen oder doch zumindest dieses ulkige Gefühl zu haben.
Slashdot berichtet über ein 1000 Personen Geonomprojekt, bei dem Leute aus allen Teilen der Erde untersucht werden sollen um die Informationsbasis über den Zusammenhang zwischen Genen und Krankheiten zu verbreitern und so bessere Rückschlüsse zuzulassen:
An international consortium of specialists in genetics has announced the 1000 Genomes Project, in which at least 1,000 people from around the world will have their genomes fully sequenced as part of an effort to discover the relationship between genetics and disease. At present, over 100 regions of DNA are known to be related to illnesses, but the maps that exist are vague and are drawn from an extremely small population pool. According to the article, this results in the need for slow, expensive, and laborious studies to pinpoint causes, especially for rarer conditions. This project aims to find conditions that might only appear once in every 2,000 people (though how they intend to do that with half that number is unclear). The researchers hope to massively speed up the diagnosis of genetically linked illnesses and to improve the reliability of such diagnoses
Damit kann man dann auch das unmoralische Handeln von 23andme und seinen Propagandisten begründen, obwohl die mit großer Sicherheit etwas anderes wollen. Don Alphonso erinnert uns zu recht an unsere Vergangenheit:
Das klingt für manche vielleicht überzogen, aber a) sitze ich in einem Haus, das man meinem Clan durch Verbringung nach Bergen-Belsen und andernorts nehmen wollten, b) ist Rassismus und Biologismus seintdem keinesfalls ausgestorben, wie auch c) die Dreckschweine in Politik und Wirtschaft, denen bei diesen Möglichkeiten einer abgeht und d) ist jeder Mensch gleich wertvoll, egal wie seine DNA-Struktur aussieht. Aber die unerträgliche Promoshow bei 23andme von den genetisch bedingten Talenten bis zu den Defekten sagt was anderes, zugunsten des Gewinnstrebens der Gründer.
Ich bin allerdings misstrauischer. Ich glaube eher das es gar nicht um das Gewinnstreben der Gründer geht. Irgendwann wird ein Arbeitgeber nur noch die Leute einstellen, deren Gene er auf diese Weise vorher auswerten lassen kann um das Risiko von Krankheit zu vermeiden. Das gleiche gilt für Krankenkassen und Versicherungen. So kann man Gewinne optimieren. Da dürfen auch solche Gründer ein wenig mit verdienen. Aber es geht um Größeres.
Das dann auch noch die braunen Horden kommen werden um ihr Süppchen auf der Gendatenbasis zu kochen ist klar. Ich kenne einen der sogar ein Buch darüber geschrieben hat, das man aufgrund von Genen alle Palästinenser umbringen könnte, wenn auch nur in einem Roman. Aber es ist der gleiche alte feuchte Traum. Wir wissen zwar heute wissenschaftlich, das die genetischen Unterschiede zwischen Rassen völlig unbedeutend sind, aber Wissenschaft hat die Braunen ja noch nie gekümmert. So wie sie mal Köpfe vermessen, oder Zwillinge zerschnitten haben um ihre Ansicht von Wissenschaft zu beweisen werden sie auch mit den Genen derartiges anfangen.
Aber es ist nicht das Netz, das solche miesen Charaktere hervorbringt. Es ist eine verkommene Gesellschaft, in der die verkommensten Typen an der Spitze stehen. In einer Gesellschaft in der Verkommenheit ein Gütezeichen ist, sind auch solche Truppen gern gesehen. Die Burdas, Mohns und Springer sind ja nicht betroffen. Die profitieren nur. Wer allerdings mit denen ins Bett steigt und sei es nur für die Verpflegung am Rande des DLD, der muss sich fragen lassen, warum er sich mit diesen Leuten abgibt. Jeder muss doch vorher wissen, das da nichts Gutes kommen wird.
Von mir bekommt Burda nicht einmal meinen rosigen Arsch zu sehen. Ich diene ihnen nicht als Staffage. Wenn das kein anständiger Mensch mehr tut, dann sind diese Vögel ziemlich alleine und auch bald erledigt. Die leben nämlich davon das die Anständigen immer wieder den Versuch unternehmen zu kommunizieren. Aber man kann nicht mit Verantwortungslosen diskutieren. Da macht es mehr Sinn mit Bäumen zu reden. Die sind wenigstens freundlich und nützlich.
Ein pisswütender Gewerkschaftsfunktionär
Mir wurde soeben der Kopf gewaschen. Ich hatte einen pisswütenden Gewerkschaftsfunktionär am Telefon, der zwar nicht zur GEW gehört, dem aber mein. "zur Zeit ständiges rumgemosere an den Gewerkschaften" mächtig auf den Geist geht. Das ist schön, das es ihm auf den Geist geht, war meine erste Antwort. Keine Sorge er ist nicht am anderen Ende des Rohres geplatzt. Er benutzte die Leitung als Entladungsgerät.
Tatsächlich bin ich wirklich erfreut, wenn sich in Deutschland noch Leute aufregen und etwas unternehmen, auch wenn sie nur anrufen um mir die Meinung zu geigen. Ich glaube das solche Leute auch anderen die Meinung geigen und das ist gut und wichtig für unser Land. Nun aber zu seinen Vorwürfen im Einzelnen.
"meine Linkspartei
Es gab nur eine Partei in Deutschland die mal meine Partei war. Das ist nicht nur lange Monde, sondern viele Winter her. Es ist fast schon nicht mehr wahr. Diese Partei war die SPD. Das meiste was ich zur SPD zu sagen habe, ist nur endlose Wiederholung von bereits vielfach gesagtem. Nach meiner Ansicht, habe ich meine Meinung zur SPD am besten in diesem wütenden Artikel ausgedrückt.
"Meine Linkspartei" gibt es nicht. Lafontaine ist und war nie mein Mann und Gysi ist vom gleichen Schlag. Die treten mal eben schnell zurück und lassen die Menschen im Regen stehen. Verantwortungslos wie all die anderen Politiker. Aber es gibt in der Linkspartei, Leute die meine Achtung haben. Die gibt es allerdings auch in anderen Parteien. Prozentual sind es in der Linkspartei aber am meisten. Nur gut das es da keine fünf Prozent Hürde gibt, bei mir.
Mit der Linkspartei glaube ich am ehesten meine sozialdemokratischen Positionen realisieren zu können. Ich glaube nämlich nicht an Kommunismus oder Sozialismus mit Menschen wie wir. Einen besseren Menschen wollte die DDR erziehen. Trotz aller Mühe ist es ihr nicht gelungen. Der Kapitalismus, also die persönliche Bereicherung ist eine der stärksten Triebfedern der Menschen. Neben dem Sex und der Freude an der Unterwerfung anderer. Deshalb kann und will ich den Kapitalismus nicht abschaffen, sondern ich will ihn, wie ein gefährliches Tier, in relativer Freiheit, aber doch begrenzt halten. Dafür gab es in Deutschland schon einmal Gesetze die ganz gut funktionierten. Das ist machbar.
"Gewerkschaften brauchen einen starken politischen Arm
Äh. Ja. Mhm. Am stärksten ist dann wohl die Einheitsgewerkschaft zusammen mit der Einheitspartei. Gut, war ja nur ein Scherz. Ich heiße ja nicht Merkel und ich glaube nicht an eine Partei, die ein starker Arm der Gewerkschaften wäre. Bisher hat die Nähe zu einer Partei die Gewerkschaften immer nur geschwächt. Dabei ist es völlig egal welche politische Richtung diese Partei angeblich vertritt. Bisher haben sich alle Parteien mehr oder weniger offen kaufen lassen.
Gewerkschaften müssen unabhängig von Parteien und Unternehmen sein. Auch unabhängig voneinander. Eine Gewerkschaft ist ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet. Ich habe nichts dagegen, wenn dabei auch die gesamtgesellschaftlichen Interessen nicht aus dem Auge verloren werden, aber das ist zweitrangig. Zuerst die eigenen Leute. Dann lange gar nichts, dann die Gesellschaft, derer die zusammen leben und arbeiten wollen, dann die Unternehmen und erst dann Kirchen, Parteien und sonstiges Volk, das sich noch nie für die Sorgen der Arbeitnehmer interessiert hat.
Meinetwegen auch einen Dachverband. Aus wirtschaftlichen Gründen, aber ohne jede Weisungsrechte. Im Grunde genommen ohne Rede- und Bewertungsrecht.
Was wir brauchen ist einfach. Freie Gewerkschaften. Wirklich freie Gewerkschaften.
"Mein Bildungsideal"
Mein Bildungsideal. In diesem unserem Staat ist das reine Fantasie. Hier geht es nicht mehr um Ideale. Hier geht es um das Notwendigste. Nix Ideal. Einfach nur um das Abwenden von Not. Ich bin 50 und das ist bei mir bestimmt nicht Halbzeit, so habe ich nicht gelebt. Aber ich würde mir wünschen, wenn wir am Ende der nächsten 25 Jahre wenigsten die pure Not gelindert haben. Schon das wird schwer genug.
Bildung ist kein Tattoo. Bildung kann man sich nicht einmal auf den Arsch pieksen lassen und trägt sie dann ein Leben lang mit sich rum. Bildung muss ständig gepflegt werden. Viel besser wie die Lebensabschnittsgefährten und auch viel besser als das Auto, Papas größten Stolz. Bildung kann man nicht erwerben um sie zu besitzen. Sie rieselt leise aus allen Taschen wieder heraus. Wie der ganze feine Sand vom letzten Urlaub. Ein paar Tage hat man ihn noch überall und dann ist er weg, nur noch eine Spur in der Erinnerung und vielleicht ein letzter Rest in der Falte jenes alten Koffers.
Wir müssen uns ständig aus- und weiterbilden. Der eigentliche Beruf oder besser die eigentliche Berufung muss das Feilen an der eigenen Bildung sein. Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur, mittlere Reife, Oberschulreife, Fachhochschulreife, Hochschulreife, Diplom, Doktorat oder Berufsausbildung und Weiterqualifizierung. Alles nur Momentaufnahmen. Sobald ein Abschluss erreicht ist muss es weitergehen. Stillstand heißt Rückschritt. Lernen endet erst mit dem Tode. Bis dahin muss gelernt werden.
Ich will das Lernen nur einfacher machen. Oder vielmehr das Angebot verbessern. Soll doch jeder lernen wann er will. Der eine nachts um vier, der andere um zwanzig vor sieben. Internet macht es möglich. Wir können jede nur denkbare Lehrstunde ins Netz stellen. Dort kann sie von jedem, egal wie oft und wann abgerufen werden. Kostenlos. Bis es auch der letzte begriffen hat. Dazu computergesteuerte Test. Viele unterschiedliche. Damit die Leute sich selbst prüfen können, oder aber auch um Empfehlungen bei Tutoren bitten können, was sie, wie lernen sollen. Die Tutoren können von zu Hause aus arbeiten. Einige in der Nacht, andere am Tage. Alle bundesweit, egal wo sie sitzen.
Dazu ein Angebot von Präsenzunterricht und Präsenztutorien. An den Schulen, die Abends und an den Wochenenden eh verwaist sind. Verbunden mit Tests und Prüfungen. Wiederholbar bis es klappt. Bieten wir Bildung an. Überall. Wie Klingeltöne fürs Handy. Damit wir jeden, wirklich jeden erreichen. Diese Unterrichtsstunden können wir auch aktuell halten. Viel leichter als viele Lehrer dazu zu bringen, aktuell zu sein. Nicht als Ersatz der Präsenzschule sondern als Erweiterung.
Das ist kein Ideal. Das ist einfach machbar.
Ich mag Gewerkschaftsfunktionäre die sich aufregen, wie ich schon am Anfang sagte. Aber nur wenn sie nicht nur wie ein wütendes Nashorn durch die Gegend rasen sondern mitdenken. Dieser Staat wird uns keine Bildung für die Menschen geben. Dieser Staat ist bildungsfeindlich. Also gründen wir wieder einen Arbeiterbildungsverein. Denn alle die nicht von den Erträgen ihres Kapitals leben können sind Arbeiter. Die künstliche Trennung in Arbeiter, Angestellte und sogar leitenden Angestellte ist Quatsch. Es gibt die wenigen Reichen und ihre Helfershelfer. Der Rest ist Arbeiter und braucht eine starke Gewerkschaft die seine Interessen und die seiner Kinder vertritt.
Ich will nur starke, freie und unabhängige Gewerkschaften. Ich bin übrigens der Meinung, das diejenigen die nicht in der Gewerkschaft sind, auch nicht von den Tarifabschlüssen profitieren sollen. Auch das kann man tariflich vereinbaren. Bei einer großen Einheitsgewerkschaft wäre mir die Gefahr zu groß, das dadurch eine Art Diktatur entsteht. Bei vielen Gewerkschaften die bestimmte Teile der Arbeitnehmerschaft vertreten besteht diese Gefahr nicht.
Also nicht aufregen, wenn ich auch weiterhin gegen die Art von Gewerkschaften schreibe, die wir jetzt haben. Die brauchen wir nämlich nicht. Die braucht nur das Kapital als ihre willfährigen Helfer.
Wie bitte - Grundrecht auf Berufsausbildung?
Immer wenn man glaubt, die dümmsten Sprüche dieser Welt schon zu kennen, dann wird es noch blöder. Gestern war es der Schäuble, vor dessen krimineller Energie auch das Wort unantastbar, eben nicht nur antastbar ist, sondern auch völlig egal ist. Heute kriecht die GEW aus ihren Löchern und setzt über dpa noch einen drauf:
Gewerkschaft GEW will Grundrecht auf Berufsausbildung
Berlin - Zur Eindämmung der Jugendkriminalität fordert die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ein Grundrecht auf Berufsausbildung. Eine Gesellschaft schütze sich am besten vor Gewalt, wenn sie allen jungen Menschen eine Perspektive gebe. Das sagte der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne der „Neuen Osnabrücker Zeitung”. Stattdessen werde es in Deutschland hingenommen, dass 13 Prozent der unter 25-Jährigen keine Ausbildung hätten.
Haste da noch Töne, wenn der Herr Thöne da so schön tönt. Ich hab noch welche. Ich möchte das Grundrecht auf Sonnenschein, wenn ich vor die Tür gehe und selbstverständlich auch das Grundrecht auf vollständige sexuelle körperliche Befriedigung, wann immer mir da nach ist, zusammen mit dem Grundrecht auf Reichtum und mein Idealgewicht. Man merkt das Lehrer die ganzen Jahre falsch geschrieben wurde. Das muss Leerer heißen, denn viel leerer geht wirklich nicht mehr.
Der Töne spielt nicht wie Flasche leer, sondern denkt wie Flasche gar nicht vorhanden. Ehrlich von solchen Gehirnakrobaten bekomme ich Ausschlag. GEW hieß früher einmal Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Das waren die Unkündbaren. Sichere Lebensstellung, die konnten es wagen den Mund aufzumachen, sobald sie im System waren. Es gab damals nur die Hürde des Berufsverbotes. Bei Leerern wurde darüber gesprochen, bei normalen Menschen nicht. Die mussten immer schon aufpassen was sie sagten.
Während die anderen für Kinderläden und bessere Schulen kämpften, bekamen unsere Leerer BurnOut-Syndrome oder Abgeordnetenmandate, meist bei der SPD. Die Ausgebrannten waren auf Kur und dienten den Kultusministern um nachzuweisen, das wir genügend Lehrer hätten, genau wie diejenigen die ständig aus politischen Gründen abwesend waren. Nur arbeiten und unterrichten wollte von den Kameraden und Kameradinnen so richtig niemand. Die gingen auch zu Weiterbildung. Reiki und Shamanisches Tanzen. Origami für fortgeschritten Gelangweilte und klöppeln ohne Sehnenscheidenentzündung.
Franz Josef Degenhardt hat sie gut beschrieben diese Lehrer in seiner Lehrerin. Wir hätten ihm viel besser zuhören sollen.
In einer kleinen schönen Stadt die alten Dinge in Bewegung setzen,
wenden, über junge Köpfe,
so hatten sie in Seminaren und in langen, heißen Nächten diskutiert.
Im Schwarz-Rot-Gold das ROT zum Leuchten bringen, müßte möglich sein,
gerade auch in der Provinz.
Die Zeichen waren gesetzt mit Willy Brandt und Gustav Heinemann.
Es roch nach Vormärz, und man sang die alten Lieder.
Diesmal müßte es gelingen, trotz Radikalenerlaß und
trotz alledem, trotz alledem.
Es lief auch gleich gut los:
Die Schüler mochten sie, und ein paar Kollegen dachten so wie sie.
Demokratie wurde gewagt im Schülerparlament.
Die Schülerzeitung haute auf den Putz. Flugblätter auf dem Schulhof.
Das Jugendzentrum wurde selbstverwaltet, und sie saß mit in dem Verwaltungsrat.
Sie demonstrierten gegen Nazi-Treffen, Waffenexport und den NATO-Flugplatz vor der Stadt.
Sie lasen Brecht in Deutsch, den kannte man noch nicht,
und in Geschichte Bundschuh, Bauernkrieg und '48 - die revolutionären Traditionen -
und diskutierten durch die langen, hellen Maiennächte,
und sie schwammen unterm Silbermond und nackt im Fluß.
Ihr Kursus in der Volkshochschule über Lohnarbeit und Kapital, der wurde abgesetzt.
So fing es an.
Man schloß das Jugendzentrum. Vorwand: Drogenhandel, Schlägerei.
Und sie bekam von ihrer Schulbehörde den Verweis.
War das der Grund, weshalb sie aus der Wohngemeinschaft ausgezogen ist?
Sie weiß es nicht mehr, weiß auch nicht mehr, wann die ersten Eltern von Verführung sprachen.
Indoktrination; und die Kollegen Vorsicht rieten.
Darüber hat sie nur gelacht.
Doch daß sie dann im Unterricht beim Bauernkrieg
statt Thomas Münzer immer mehr dem Martin Luther recht gab,
war das diese Vorsicht?
Oh ja. Vom Vormärz zum wilhelminischem Untertanengeist. Den Weg haben sie schnell gefunden, die Leerer. In meinen Kreise war Lehrer schon damals nur ein anderes Wort für angepasster Idiot. Ich weiß wovon ich rede. Ich weiß es leider zu genau. Dann gingen die Herrschaften in das was sie die innere Imigration bezeichneten. Sie flohen vor der bösen Umwelt ins Lehrerzimmer. Da kommen sie seit dem nur noch mit Scheuklappen wieder heraus. Ob die Einrichtung der Schule verheizt, die Tische, Wände, Stühle und Karten beschmiert sind, ob der Projektor geklaut wurde. Sie sind nicht mehr zuständig.
Da draußen sind freilaufende Kinder. Man kann doch von ihnen nicht erwarten, das sie die erziehen. Auf Elternabenden erklären sie den Eltern was Pädagogik ist. Reinhard Mey hat es in seinem Elternabend so schön und richtig gefasst:
Nichts ist so erlabend,
wie ein Elternabend.
Und gar nichts macht mich strahlender,als die Aussicht im Kalender.
Nichts ist so gewaltsam,
nett und unterhaltsam.
Und wer das nicht kennt, der hat sein Dasein echt verpennt.
...
Dann wird es hochtrabend
auf dem Elternabend.
Der Lehrkörper erklärt die Logik
und den Sinn der Pädagogik.
Hier ein Kichern, da ein Gähnen.
Da puhlt einer in den Zähnen.
Alles schläft und einer spricht:Genau wie einst im Unterricht!
Nun wollen also diejenigen, die ihre Pflicht seit Jahren mit einem Lachen nicht erfüllt haben, die, die sich nicht wehrten als Lehrer nicht mehr verbeamtet wurden, als die Schülerzahlen in den Klassen immer weiter anstiegen, die, die nichts sagten, als Migrantenkinder für die Deutsch eine Fremdsprache war, in dreißiger Gruppen in Klassenräume getrieben wurden, in denen sie bestenfalls das Pausenzeichen verstand, ausgerechnet die wollen ein Grundrecht auf Berufsausbildung.
Ich habe keine Ahnung welche Qualifikation Herr Ullrich Thöne noch hat, außer GEW-Chef zu sein. Mein Dackel hält sich auch für den Chef in unserem Hause. Zumindest solange bis er Futter braucht, und ich scheinbar vergessen habe, wo ich es aufbewahre und wo seine Näpfe sind. Ich will auch Herrn Thönes Qualifikation nicht kennen. Es ist mir nicht einmal das googeln wert.
Die GEW hat zunächst einmal die Aufgabe dafür zu sorgen, das die Kinder in der Schule das lernen, was im Lehrplan steht, aber vor allem aber das lernen, was gebraucht wird. Kultusminister und in Kultusbehörden sind nämlich meist auch nur Leerer, die zu ihrem Glück zwar nicht mehr in die Schule müssen, aber ansonsten auch keine Ahnung haben. Wenn nicht genügend Geld und Leute dafür da sind, unsere Kinder vernünftig auszubilden, dann muss die Gewerkschaft laut um Hilfe schreien und notfalls streiken. Das tut sie aber nicht. Sie kuschelt viel lieber mit der Bertelsmannstiftung, die im Auftrag der Familie Mohn, ja auch Auswege aus der Schule bietet. Das diese Auswege bedeuten, das man in Zukunft Bildung bei Bertelsmann kaufen muss, damit die zu eigenem wirtschaften unfähigen Kinder der Familie Mohn wenigstens alimentiert werden, interessiert diese Gewerkschaft ja auch nicht.
Wer mit Mohn kuschelt, ist schon nicht mehr ernst zu nehmen. Der hat sich verkauft. Mohn und freie Ausbildung passt nicht zusammen, genausowenig wie Mohn und Demokratie. Eine GEW die nicht einmal in der Lage ist ihre ureigenste Aufgabe, nämlich seine solide Schulausbildung unserer Kinder zu liefern, hat jedes Recht verwirkt sich über weitere Themen zu unterhalten. Sie muss erst einmal ihre Hausaufgaben machen.
Falls dann aus einem neuen Ausbildungssystem auch kompetente und einigermaßen intelligente GEW-Vorsitzende kommen, dann wird denen klar sein, das es eben kein Grundrecht auf Ausbildung geben kann, weil für Ausbildung in jedem Beruf, Wissensgrundlagen vorhanden sein müssen. Ständig steigende Wissengrundlagen, bei einer ständig schwächer werdenden Schule übrigens. Ich kann einen 2-Meter-Mann mit 140 kg nicht zum erfolgreichen Springreiter ausbilden. Zu schwer, zu groß. Es geht nicht. Ich kann keine halben Analphabeten zu Lehrern machen, obwohl das ja scheinbar doch geht.
Natürlich meint Thöne ein Ausbildungssystem das alleine auf staatliche Berufsausbildung setzt. Also eine Ausbildung in der Maurer, die niemand auf der Baustelle sehen will, weil sie dort nicht zu gebrauchen sind, andere Maurer ausbilden, die dann ebenfalls nicht zu gebrauchen sind. Was Thöne nicht wissen kann, weil er ja nie so eine Erfahrung machen durfte.,Ausbilder sollten die besten ihrer Zunft sein. Pfeifen die ausbilden erzeugen eben nur Pfeifen. Pisa lässt grüßen. Was ein GEW-Vorsitzender auch nicht wissen kann, Ausbildung macht Arbeit. Deshalb bilden gute Meister nur wenige Lehrlinge aus, weil sie die Zeit dafür nicht haben. Lehrlingszüchtereien sind wie Legebatterien. Im Endeffekt völlig witzlos.
Je besser gebildet unsere Kinder aber aus der Schule kommen, desto weniger an Allgemeinbildung muss ihnen in der Ausbildung vermittelt werden. Das macht Ausbildung leichter und erhöht die Chancen auf einen guten Ausbildungsplatz. Ausbildung erfordert aber auch dann noch ständige Weiterbildung des Ausbilders. Gerade in einer sich ständig verändernden Produktionswelt. Das kann ein Thöne natürlich auch nicht wissen. Der ist ja in der Gewerkschaft, hat also mit Realität nichts zu tun.
Was wir hier also wieder einmal haben, ist eine Gewerkschaft, die so tut als würde sie ein Thema besetzen. Diesmal ist es besonders auffällig das sie Blödsinn redet und das müsste selbst einem GEW-Vorsitzenden klar sein. Wenn er aber trotzdem solche Sprüche absondert, dann muss er eine gute Begründung haben. Ich vermute das es ihm völlig egal ist, was er absondert, er muss nur mal wieder in der Presse sein, um nachzuweisen, das es ihn zum einen gibt und er zum anderen wichtig genug ist, das über ihn geschrieben wird.
Den Lehrern und sonstigen Mitgliedern der GEW kann ich nur raten, schafft euch eine neue Gewerkschaft. Die, die ihr jetzt habt, taugt in der Wurzel nichts. Über ihre Spitze habe ich das wichtigste heute noch einmal zusammengefasst.
Ich bin doch nicht Springers Mülleimer
Gestern habe ich mich wieder einmal den ganzen Nachmittag über diese beschissene Springerbude geärgert. Nicht nur das sie bei der PIN-AG und anderswo, die Menschen um ihren Lohn prellen wollen, damit Friede Springer noch ein paar Millionen mehr, mit in ihr hoffentlich baldiges Grab, nehmen kann. Nicht nur das sie bewusst und offen die Wahrheit soweit verdrehen, das, das, was sie in ihren Dreckblättern bringen, schlimmer als jede Lüge ist. Nicht nur das sie die mieseste Art von Propaganda in Deutschland zelebrieren und die Rechte ander Menschen ständig mit Füßen treten. Sie wollen mich auch noch zu ihrer Müllkippe machen.
Habe ich übrigens schon mal irgendwo erwähnt das ich Springer nicht leiden kann? Nein? Dann möchte ich es hiermit erwähnen. Springer kotzt mich an. Der 22. September ist bei mir ein hoher Feiertag. Es ist nämlich der Tag, an dem Axel Cäsar Springer endlich in die Hölle kam. Sollte es keine geben, hatte ich damals schon beantragt, für ihr extra eine zu schaffen. Wenn einer Hölle verdient hat, dann er und das mit verbundene Pack.
Heute tobt an der Spitze dieses Haufens Dr. Mathias Döpfner durch die Lande und bereichert sich an den Tränen der arbeitenden Menschen. Das kann ich nicht verhindern. Aber wenn dieser Typ noch einmal meinen Briefkasten dazu verwendet um den Müll, den er Zeitung nennt, durch mich entsorgen zu lassen, dann werde ich ihm zwei Tankwagen voll Scheiße in den Vorgarten kippen. Nebenbemerkung für die Staatsanwaltschaft: Die ist eine handfeste Ankündigung von Selbstjustiz, da die Berliner Staatsanwaltschaft nicht in der Lage ist, zu verhindern das Matthias Döpfner meinen Briefkasten als Müllablageplatz nutzt. Damit sie mich aber erwischen können, sage ich ihnen jetzt schon Bescheid."
Ich verstehe ja, das er mal die Welt, gestern die Berliner Morgenpost oder sonstigen Springerdreck nicht unter das Volk bekommt. Ich will den Müll ja auch nicht haben. Ich will unter gar keinen Umständen Springer Erzeugnisse kaufen und ich bin auch nicht bereit, sie für Herrn Döpfner und Friede Springer zu entsorgen. Wenn die zu dämlich sind, nur soviel von dem Klopapier zui produzieren, wie sich absetzen lässt, dann sollen sie den Mist bitte bei sich selbst entsorgen. Döpfner in Springerblättern erstickt, wäre doch eine schöne Schlagzeile. Ich bin jedenfalls nicht der Dienstbote von Herrn Döpfner und Frau Springer.
Natürlich geht dieser Artikel auch als Mail an Döpfner. Ich weiß allerdings nicht ob der einen Vorleser hat. Deshalb werde ich beim nächsten Blättchen, das er mir in den Kasten stopft, also wahrscheinlich nächste Woche, zunächst mal 3.000 Euro Bearbeitungsgebühr für die Entsorgung des Sondermülls von Herrn Döpfner fordern. Natürlich wird der vor Gericht erklären, das er nicht verantwortlich ist. Schließlich ist er ja ein Neoliberaler und ein "von der Zensur gestrichen " mit Ohren. Vermutlich ist dann der arme Zeitungsverteiler schuld, der extra Nachmittags nochmal losläuft um die alten Schmierblättchen, die übrig geblieben sind, noch zu verteilen.
Danach gibt es die Scheiße-Direktlieferung für Herrn Döpfner. Ich befürchte allerdings, das den der Inhalt von ein paar Sickergruben nicht stören wird. Ich war letztens am Springerhaus. Der Geruch war ähnlich.
Nokia will nicht über Bochum verhandeln - ich auch nicht mehr mit Nokia
Alle Handys die ich bisher gut fanden, waren von Nokia. Ich hab überall Reklame für Nokia gemacht. Das hat sich erledigt. Nokia wil laut dpa nicht verhandeln:
Nokia will nicht über Weiterführung von Bochumer Werk verhandeln
Helsinki - Der finnische Nokia-Konzern will mit deutschen Stellen nicht über eine mögliche Weiterführung der Werkes in Bochum mit 2 300 Beschäftigten verhandeln. Das sagte eine Unternehmenssprecherin der dpa in Helsinki. Die Entscheidung zur Schließung sei „sehr genau durchdacht”.
Das ist Nokias gutes Recht. Die müssen nicht verhandeln. Die haben ja die Subventionen abgegriffen und das reicht den Komikern. So kann man natürlich Geschäfte machen. Aber nicht mit mir.
Ich lasse auch nicht mit mir verhandeln. Ich werde jeden nie wieder ein Produkt der Firma Nokia kaufen. Mitarbeiter von Nokia haben ab sofort bei mir Hausverbot. Wer in meiner Gegenwart ein Handy von Nokia verwendet, wird von mir darüber belehrt, das er damit nur ein paar Subventionsbetrüger unterstützt.
Das schlimmste aber ist, das ich diese dämliche Europäische Gemeinschaft nicht daran hindern kann, neue Subventionen, für ein neues Werk irgendwo in Europa auszureichen. Deshalb sollten wir ernsthaft auch über Europa nachdenken.
Es sind unsere Steuergelder die Nokia hier genommen hat und dies sie morgen in Rumänien oder Bulgarien erneut haben wollen. Es ist der Vorstand und Aufsichtsrat von Nokia, der uns deutlich zeigt, wie verkommen diese ganze Wirtschaft ist. Sie wollen Subventionen aber keine Verantwortung. Sie müssen nicht diskutieren. Aber wir können diese Pfeifen für immer aus unseren Geschäften und Wohnungen heraushalten.
Nokia ist nur etwas für Leute ohne Charakter. Wer denen in Zukunft auch nur noch einen Cent gibt ist ein dummes Arsch. Jemand der sich selbst für wertlos erklärt. Wer Charakter hat kauft nie wieder bei denen und jagt deren Leute aus dem Land. Wer Aktien von Nokia hält soll doch bitte dann auch gleich dahin ziehen wo die produzieren und Deutschland verlassen.
Ich bin stocksauer. Das ist neoliberaler Wirtschaftsfaschismus in reinster Form. Ich würde sofort alle Mittel dieses Dreckskonzerns in Deutschland sperren, bis die Subventionen wieder drin sind. Aber in unserem Scheißland wird ein Rüttgers ein paar Tränen vergießen und sich innerlich tot lachen. Unserer Kanzlerin sind wir alle egal und unser Innenminister will uns erschießen. Unsere Justizministerin begreift schon lange nichts mehr. Wir sollten vielleicht zuerst unsere Politiker wegjagen und dann solchen Konzernen klar machen, das sie bei uns nie wieder ein Produkt absetzen können.
Um es deutlich zu machen. Schlecht laufende Werke können immer ein Grund für eine Schließung sein. Aber Nokia möchte ja nur wieder neue Subventionen. Das ist Betrug.
Warum sich Ralph Giordano ruhig mal irren darf
Politisch Korrekt diagnostiziert gestern bei Ralf Giordano Senilität, wenn auch mit einem Fragezeichen versehen. Ich bin mit Giordano sicher auch nicht immer einer Meinung. In letzter Zeit eigentlich gar nicht mehr. Ich bin Jahrgang 57 er ist Jahrgang 23. Er wurde von den Nazi verfolgt, ich habe mich immer bemüht die Nazis zu verfolgen. Wir haben völlig unterschiedliche Horizonte. Natürlich treffen wir uns an eingen Stellen. Kämpften vielleicht manchmal für die gleiche Sache, aber das macht uns nicht gleich.
1923 geboren. Wir schreiben 2008. Er wird bald 85. Ich 51. Da liegen dann mal eben 34 Jahre zwischen uns. Wenn man älter wird, merkt man das die Zeit knapper wird. Man muss sich konzentrieren. Hoffentlich auf das Wesentliche und auf das Richtige. Aber man blendet immer mehr Dinge aus, die man für belanglos hält. Das heißt nicht, das sie wirklich belanglos sind. Aber sie erscheinen den Menschen so. Natürlich ist bei jedem Menschen etwas anderes belanglos und jeder konzentriert sich auf etwas anderes. Wofür und wogegen man sich entscheidet, ist von den eigenen Erfahrungen, der Erziehung und auch von der Bildung und Herkunft abhängig. Es gibt nicht zwei völlig gleiche Menschen.
Giordano hat sein Leben lang gegen eine Bedrohung jüdischen Lebens gekämpft. Um es genauer zu sagen, gegen die Bedrohung jüdischen Lebens durch Deutsche und Nazis. Zu diesen beiden zumindest latenten Hauptfeinden kam aufgrund der Erfahrungen in Israel, auch die angebliche, islamische Bedrohung. Diese Bedrohung scheint in Israel ja auch real zu sein. Da fliegen Raketen in Siedlungen und explodieren Selbstmordattentäter in Cafes und Supermärkten.
Diese Bedrohung ist schrecklich. Aber es ist keine Bedrohung aus der hohlen Hand. Es ist eine Reaktion. Eine Reaktion auf den israelischen Staat in Palästina. Wir müssen gar nicht diskutieren ob die Israelis nach dem Holocaust eine Wahl hatten. Wir müssen auch nicht diskutieren ob die Palästinenser eine Wahl hatten. Es ist unerheblich. Die Fakten sind bekannt. Die Situation lässt sich durch Schuldzuweisung und auch durch Schuldanerkenntnis nicht mehr heilen. Die Schuldfrage ist also müßig.
Das der Konflikt der Palästinenser mit Israel für lange Zeit nichts anderes als ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion war, hat die Situation nicht vereinfacht. Das dazu noch der Streit zwischen Christen, Juden und Muslimen, die sich ja alle drei auf Abraham berufen dazu kommt, macht es auch nicht besser. Rechnet man dann noch das Öl dazu, dann wird die Situation völlig unberechenbar und undurchschaubar.
Ich kann mich da weise zurücknehmen und sagen das alle unrecht haben. Damit habe ich vielleicht sogar recht, bringe die Probleme aber auch keiner Lösung näher. Giordano konnte diese Position nicht beziehen. Er hat sich als deutscher Jude für seine Glaubensgenossen positioniert. Sicher auch oft mit Zahnschmerzen. Hätte er sich denn überhaupt anders positionieren können. Wie oft habe ich versucht israelische Übergriffe zu verteidigen, die eigentlich nicht zu verteidigen waren. Das kann ich also Giordano nicht vorwerfen.
Ich verstehe auch nicht, warum Giordano den Konflikt mit dem Islam unbedingt nach Europa und nach Deutschland importieren wollte. Er müsste wissen, das unsere Rechten, ihn gerne als Legitimation für die Vernichtung der Muslime zitieren werden um sich danach genüsslich den Juden zu zu wenden. Ich habe es oft geschrieben und gesagt. Es gibt nur eine Recht. Wenn ich Rassismus gegen eine Gemeinschaft zulasse, dann wird der Rassismus auch andere Gemeinschaften treffen. Rassismus und Faschismus können nur leben, wenn sie ständig durch einen inneren Feind davon ablenken können, das sie eigentlich nichts geregelt bekommen.
Wer Rassismus gegenüber dem Islam zulässt, wird Rassismus gegen die Juden nicht verhindern können. Schon heute werden von den einschlägigen Webseiten die gleichen Argumente gegen den Islam gebraucht, die früher gegen die Juden galten. Das ist der gleiche Ungeist. Diesen Ungeist hätte Giordano erkennen müssen. Anders übrigens als Broder, der seine Meinung noch zu Geld machen muss und deshalb nicht frei sein kann. Giordano ist frei.
Aber er ist eben auch alt. Er möchte so gerne die Weichen stellen und die Juden auf alle Zeit zumindest in Deutschland schützen. Da bin ich mit ihm einer Meinung. Aber es ist eben nicht der Islam, der, der echte Feind der Juden ist. Antisemitismus ist nur eine Form des Rassismus. Die Juden und die Muslime haben einen gemeinsamen Feind. Die Rassisten.
Wenn Ralph Giordano heute nicht mehr zwischen den markigen Wahlkampfsprüchen eines Herrn Koch unterstützt durch die Falschmeldungen der Blödzeitung und der gesamten Springerpresse unterscheidet, dann ist das kein Zeichen von Senilität. Er hat einfach die falschen Dinge für unwichtig erachtet. Er hat den Kampf gegen die echten Feinde der Juden, für einen Kampf gegen heiße Luft eingetauscht. Das ist einfach nur menschlich.
Wir sollten sein Lebenswerk achten. Es macht keinen Sinn ihn noch anzugreifen. Giordano ist für niemanden mehr ein Gegner oder gar Feind. Er verdient unsere Achtung, die wir am besten dadurch ausdrücken, das wir das, was wir als Entgleisung empfinden, eben nicht mehr kommentieren.
Ficken gegen Jugendkriminalität
Seitdem es dem Springerkonzern nicht gelungen ist, den Deutschen zu verkaufen, das alle Menschen, außer dem Großkapital und vor allem außer Friede Springer, arm sein müssen und deshalb anständige Löhne Scheiße sind, rasten die irgendwie völlig aus. So macht die Welt heute einen Artikel folgendermaßen auf:
Gewaltbereite junge Männer brauchen ein Ziel
Militärische Disziplin, die manche selbsternannten Erzieher straffälliger Jugendlicher preisen, verhindert Gewalt nicht – sie kanalisiert sie nur. Die Geschichte zeigt, dass junge Männer eine Aufgabe brauchen. Eine Chance ist auch die Familie: Schon die erste Freundin lässt manche kriminelle Karriere abreißen.
Klar, du kannst nicht gleichzeitig Rentner verhauen und ficken. Geht nicht. Rein technisch meine ich. Geht aber hintereinander. In Berlin lief jahrelang eine barbusige Seniorin rum, die zumeist ihre rechte Brust schwenkte und dabei lauthals "Ficken für den Frieden forderte.". Da galt das gleiche. Et jeht nur nacheinander.
Aber mal im Ernst. Soll ich mir das jetzt wirklich als Therapievorschlag vorstellen. Die erste Freundin als das Ende der kriminellen Karriere. Oder wenn nicht da, dann spätestens nach dem dritten Kind. Ich weiß ja das die Leute bei Springer in einer Welt leben, die selbst für so alte Menschen wie mich in tiefster Vergangenheit liegt. Aber selbst ein Springermitarbeiter sollte schon mal etwas davon gehört haben, das Kinder gequält, ausgesetzt und umgebracht werden, wenn ihre Eltern mit dem eigenen Leben und den eigenen Sorgen nicht fertig werden.
Es ist ja schon toll, das Herr Baron erkannt, das dieser ganze militärische Zirkus natürlich Sublimation ist. Wer kein Geld hat um eine Familie zu gründen, muss eben in der Schlacht fallen oder sich durch Vergewaltigung sein Teil holen. Das ist bekannt. Man nannte das auch mal Kreuzzüge. Aber es ist die Grundlage alles militärischen. Deshalb passen diese militärischen Konzentrationscamps auch so gut zu Herrn Koch und in das Weltbild der CDU/CSU.
Das jede Aktion eine Gegenreaktion hervorruft haben die natürlich nicht verstanden. Wie denn auch. Verstehen setzt Verstand voraus. Weil unsere Gesellschaft nur noch dazu dient, Menschen wie Friede Springer auf jede nur denkbare legale und illegale Weise mit immer mehr Geld zu versorgen, müssen andere natürlich auf ihr Lebensglück verzichten. Wer, wie es die Neoliberalen ständig tun, den Menschen die Zukunft und die Hoffnung stiehlt, der muss mit Reaktionen rechnen.
Jugendkriminalität in dem aktuellen Ausmaß ist die Antwort auf die absolute Chancenlosigkeit der normalen Menschen in diesem Land. Hier kann nur noch überleben, wer entweder eine Bank eröffnet, oder eine beraubt. Das haben die Kids zwar nicht verstanden, aber verinnerlicht. "Ey Alter, is doch eh alles fürn Arsch.". Ehrlicherweise kann man ihnen nicht überzeugend wiedersprechen. Sie haben keine Chance. Sie werden keine Arbeit bekommen, weil unser Staat lieber Spekulation subventioniert als Produktion. Sie werden keine Ausbildung bekommen, weil Mohn/Bertelsmann Ausbildung schon in der Grundschule kostenpflichtig machen will. Zum Nutzen der Familie Mohn, damit auch die unfähigsten Söhne dieser Familie noch auf Staatskosten alimentiert werden und Suchmaschinen bauen, die weniger als ein Traum sind.
Das war ja auch einer der Gründe, weshalb Peter Struck die Freiheit des Drogenanbaus in Afghanistan verteidigen wollte. Jeder der da stirbt, ist hier nichts arbeitslos. Den Trick kannte schon Adolf Hitler und vor ihm jeder andere verantwortungslose Herrscher. Baron hat richtig erkannt das junge Männer ein Ziel brauchen. Falsch ist das er das auf junge Männer begrenzt. Auch wenn es nicht in sein Weltbild passt. Wir werden bald die ersten Mädchenbanden erleben. Ich glaube noch in diesem Jahr.
Angefangen von Kannegießer, der INSM, Springer, Mohn/Bertelsmann, den sogenannten Arbeitgeberverbänden, Ackermann, Pierer und anderen Managern, zusammen mit unserem völlig verkommenen Parteiensystem haben so Leute wie Herr Baron nie davor gewarnt, was passiert wenn man die Menschen hoffnungslos macht.
Aber ich möchte es ihm ins Stammbuch schreiben. Es war die deutsche Journaille, die sich ja gerne an den Pelzen der herrschenden Klasse gerieben und leidenschaftlich jeden rausgestreckten Arsch geleckt hat, die wirklich den Untergang Deutschlands besiegelt hat. Anstatt für die Menschen und die Wahrheit zu kämpfen, haben die Barons, Jörges, Konken und wie sie alle heißen, den Herrschenden Puderzucker in den Arsch geblasen und eifrig dabei genickt. Wie die Kühe im Stall. Wir können unsere Jugend auf kein Ziel mehr einschwören, Herr Baron. Es gibt keine erreichbaren Ziele mehr in Deutschland. Deutschland ist kein Staat mehr sondern eine ausgesaugte Hülle, die ausgespuckt jetzt im Fahrweg liegt und von jedem weiter in Richtung Rinnstein getreten wird.
Das einzige Ziel, das mir einfällt, ist die Revolution. Ein Reset. Auf 1945. Wir müssen bei Null anfangen. Alle Gesetze wegwerfen und als erstes eine verfassungsgebende Versammlung wählen. Ohne das politische, wirtschaftliche, juristische und journalistische Pack von heute mit einzubeziehen. Wir könnten sogar den Urtext des Grundgesetzes als Diskussionsgrundlage nehmen. Den Text bevor Schäuble uns auch darum betrog. Wir müssen den Menschen wieder Hoffnung und Chancen geben. Wir brauchen Gerechtigkeit. Erst dann haben wir Ziele, mit denen wir die Menschen herausfordern können und bei denen es sich für die Menschen lohnt, die Herausforderung anzunehmen.
Das wird die Jugendkriminalität nicht auf Null schrauben und auch die sonstige Kriminalität nicht beenden. Aber es wird die schlimmsten Auswüchse eingrenzen. Schaffen wir wieder Ziele und Hoffnungen. Für jeden.
Wie man sich bettet, so liegt man
Es scheint wirklich so, als ob die Gewerkschaften aus der aktuellen politische Situation nichts gelernt hätten. Zumindest trifft das wohl auf den Vorstandsvorsitzenden der IG Metall, Berthold Huber und die IG Metall zu. Einer Pressemitteilung der SPD darf die geneigte Öffentlichkeit entnehmen, wie nah sich IG Metall und SPD sind, wie sie praktisch in einem Bett liegen:
am Montag, dem 14. Januar 2008, tagt das Präsidium der SPD in den Räumen der Vorstandsverwaltung der IG Metall in Frankfurt.
Am gleichen Tag kommen das Präsidium der SPD und die geschäftsführenden Vorstandmitglieder der IG Metall zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen.
In einer
Pressekonferenz
am Montag, dem 14. Januar 2008,
um 12:30 Uhr
im Atrium der IG Metall Vorstandsverwaltung,
Wilhelm-Leuschner-Straße 79, 60329 Frankfurt
möchten Sie der Vorsitzende der SPD, Kurt Beck, und der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, über die Ergebnisse des Treffens informieren.
Die gemeinsame Sitzung von SPD und IG Metall beginnt um 10:00 Uhr. Es besteht die Möglichkeit zu Auftaktbildern.
Ja das gefällt der SPD. Solange sie in der Regierungsverantwortung ist hat sie alles getan um die Rechte der Arbeitnehmer zu schmälern, angestammte Rechte der Arbeitnehmer zu entwerten und selbst Ansprüche aus den Sozialkassen und an den Staat, einseitig für nichtig zu erklären. Während die Arbeitnehmer in Deutschland jeden politischen Einfluss und jede soziale Sicherheit verloren haben, während ihnen bewusst durch die Politik der SPD das Geld aus der Tasche gezogen wurde, hat das Großkapital hervorragend verdient. Es geht dem Kapital so gut wie nie. Egal was in deutschen Unternehmen schief lief, ob bei Siemens oder VW, die Gewerkschaften waren immer dabei. Herr Heckmann hat bei Siemens auch nie etwas gewusst.
Natürlich kann sich die IG Metall und Herr Huber so offen auf die Seite der SPD stellen. Dann soll die IG Metall sich aber auch ehrlicherweise nicht länger als Gewerkschaft bezeichnen, sondern als politischer Arm der SPD, der bei der Vernichtung von Arbeiterrechten an führender Stelle tätig ist. Wenn Herr Huber glaubt, auf beiden Seiten der Straße spielen zu können, dann liegt er falsch. Es ist ja nicht so, das der Blick auf die miesen Politiker, die wir allenthalben zu beklagen haben und der Blick auf die gleichgeschalteten Medien, uns von den Gewerkschaften ablenkt.
Heute weiß jeder in Deutschland, das Transnet so eine Art Arbeitgebergewerkschaft ist, die von ihren Mitgliedern und vom Arbeitgeber kassiert. Sie hat auf beiden Seiten der Straße gespielt und mit ein wenig Glück, ist sie bald Geschichte. Die Mitglieder gehen, soweit sie können zur GDL, weil die für ihre Leute kämpft. Huber und die IG Metall müssen ein ähnliches Schicksal erleben. Sie sind einfach nicht lernfähig.
Es ist überhaupt an der Zeit über den DGB nachzudenken. Das sind keine Gewerkschaften mehr, die, die Interessen ihrer Mitglieder oder gar der Menschen in Deutschland vertreten. Es sind vielfach einfach nur noch Funktionäre, die aus Angst, Dummheit oder weil sie sich kaufen ließen, ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Gerade die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten haben gezeigt, das sie nicht die Interessen der Arbeiter wahrnehmen, sondern längst die Seite gewechselt haben. Was nützt uns eine Mitbestimmung, die nur Zustimmung zu den Forderungen des Kapitals ist?
Herr Huber und die IG Metall darf tun und lassen was sie will. Ich plädiere dafür, eine neue Gewerkschaft zu gründen, die ein Gegengewicht zu den schlimmsten Demagogen Deutschlands, um Gesamtmetall, Kannegießer und die INSM bilden kann. Die IG Metall ist nur noch als Werbeplattform für die SPD zu gebrauchen. Eben nur noch für Auftaktfotos.
Wer aber braucht außer der SPD schon eine Gewerkschaft für Auftaktfotos. Wenn Herrn Huber und der IG Metall die Rolle als dumme Kulisse reicht, dann ist das schön, aber warum sollte man denen noch sauer verdientes Geld als Mitgliedsbeitrag in den Rachen stecken.
Übrigens ich bin für Gewerkschaften. Gerade als Unternehmer. Ich will nicht mit jedem Mitarbeiter einzeln und ständig verhandeln müssen. Gewerkschaften sind auch für die Unternehmer nützlich. Aber nur wenn sie stark und unabhängig sind und nur die Interessen der Arbeitnehmer vertreten. Eine Gewerkschaft, die mir als Unternehmer nach dem Mund redet brauche ich nicht. Dafür hab ich ein Diktiergerät. Das kann ich viel billiger mein Eigenlob abspielen lassen. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat müssen helfen den Laden besser zu machen. Das geht nur mit zufriedenen Leuten und einer verständlichen und ehrlichen Kommunikation. Nur wenn ich als Unternehmer und alle meine Mitarbeiter einer Gewerkschaft und dem Betriebsrat glauben können, ist wirkliche Gewerkschaftsarbeit möglich. Zum Nutzen aller.
Herrn Huber und der Führung der IG Metall glaube ich kein Wort und ich messe ihnen auch keine Bedeutung zu. Sie sind nur gut für Auftaktfotos. Kulisse.
Finanzkrise: Ein Loch ist im Eimer
Es geht ein Bibabutzemann in unserem Kreis herum. Eigentlich sind es sogar mehrere. Es sind die Noten- oder Zentralbanken der Staaten und Staatengemeinschaften, die versuchen den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Nach all den hoffnungsvollen Lügen, durch Leute wie Ackermann und andere, die ja selbst an der Krise noch gut verdienen, zeigt sich jetzt, das weder die US-Notenbank noch die EZB wirklich Herr der Lage werden kann.
Es reicht eben nicht, einen Eimer, dessen Boden ein Loch hat, ständig mit neuem Wasser zu befüllen. Er hält das Wasser eben nur solange, bis man aufhört neues hinein zu pumpen und wird dann ganz schnell wieder leer, wenn man damit aufhört. Man kommt nicht vom Brunnen zum Haus. Dazu gibt es sogar ein altes Volkslied, das aber scheinbar keiner in der Finanzwelt kennt:
Ein Loch ist im Eimer,
oh Henry, oh Henry,
ein Loch ist im Eimer,
oh Henry, ein Loch.
Dann stopf es,
dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
dann stopf es, dumme Liese,
das Loch stopfe zu!
Womit soll ich’s stopfen,
oh Henry, oh Henry,
womit soll ich’s stopfen,
oh Henry, womit?
Mit Stroh,
du dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mit Stroh
du dumme Liese,
mit Stroh stopf es zu!
Wenn das Stroh aber zu lang ist,
oh Henry oh Henry,
wenn das Stroh aber zu lang ist,
oh Henry was dann?
Schneid’s ab,
du dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
schneid’s ab du dumme Liese,
das Stroh schneide ab!
Womit soll ich’s schneiden,
oh Henry, oh Henry,
womit soll ich’s schneiden,
oh Henry womit?
Mit der Schere,
dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mit der Schere dumme Liese,
mit der Schere schneid’s ab!
Wenn die Schere aber stumpf ist,
oh Henry, oh Henry,
wenn die Schere aber stumpf ist,
oh Henry was dann?
Mach sie scharf,
du dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mach sie scharf dumme Liese,
die Schere mach scharf!
Womit soll ich sie denn schärfen,
oh Henry, oh Henry,
womit soll ich sie denn schärfen,
oh Henry womit?
Mit dem Schleifstein
du dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mit dem Schleifstein,
dumme Liese
mit dem Schleifstein mach sie scharf!
Wenn der Stein aber zu trocken ist,
oh Henry, oh Henry,
wenn der Stein aber zu trocken ist,
oh Henry, was dann?
Mach ihn nass du
dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mach ihn nass du dumme Liese,
den Stein mache nass!
Womit soll ich ihn denn nass machen,
oh Henry, oh Henry,
womit soll ich ihn nass machen,
oh Henry, womit?
Mit Wasser
du dumme Liese, dumme Liese, dumme Liese,
mit Wasser du dumme Liese,
mit Wasser mach ihn nass!
Womit soll ich denn Wasser holen,
oh Henry, oh Henry,
womit soll ich Wasser holen,
oh Henry, womit?
Mit dem Eimer,
du dumme Liese. dumme Liese, dumme Liese,
mit dem Eimer du dumme Liese,
mit dem Eimer hol Wasser!
Aber - aber Henry….
Ein Loch ist im Eimer,
oh Henry, oh Henry,
ein Loch ist im Eimer,
oh Henry, ein Loch!
Ja. Das Lied ist lang. Natürlich es auch doof. Sie könnte ja ihre Schürze nass machen und über dem Schleifstein auswringen. Oder noch besser ihre Bluse, dann ist dem Henry der Eimer und das sonstige Wasser für die nächste Zeit völlig egal. Dumm nur wenn das Leben und der Wohlstand vieler Menschen davon abhängen, das Notenbanker das richtige tun, und die sich dann wie dumme Liese geben oder schlimmer noch, so tun als ob sie wüssten was zu tun ist und dabei mit der langen Stange im undurchsichtigen Nebel herumstochern.
Selbstverständlich werden wir diese Krise und auch die nächste noch überleben. Die armen Leute werden noch mehr verlieren und die Reichen noch mehr gewinnen. Denn dafür ist unser Weltwirtschaftssystem geschaffen. Es den Abzockern und Ackermännern leicht zu machen. Die Aktionäre von Ackermann haften nicht für die volkswirtschaftlichen Verluste die Ackermann anrichtet. Nicht für die 75 Milliarden Euro die bei dem Verramschen von Mannesmann an Steuergeldern vernichtet wurden und auch nicht für das, was bei Daimler an Geld zerhackt wurde. Nicht für das was die Kommunen durch windige Geschäfte mit der deutschen Bank verloren und nicht für das, was der IKB passierte.
Für all das haften nur die arbeitenden Menschen. Die müssen einfach mehr Steuern zahlen, von dem wenigen Geld das ihnen bleibt. Natürlich kommen dann einige Ganoven und rechnen denen auch noch vor, das die armen Reichen doch so viel Steuern zahlen. Wer mehr als zwei Drittel der Einnahmen hat, und dann weniger als die Hälfte der Steuern zahlt, der ist ein Betrüger und die Leute die sein Lied singen, sind ebenfalls Betrüger.
Die Milliarden der Notenbanken an die Finanzmärkte sind verpufft. Strohfeuer waren das Beste was zu sehen war. In Wirklichkeit wurden nur schnelle Gewinne mit dem billigen Geld gemacht und die Gewinne verschwanden da, wo alle Gewinne verschwinden. In den Tresoren und auf den Konten der Reichen. Die wissen gar nicht mehr wohin mit dem Geld. Welche Spekulation als nächste möglich ist. Sie wissen nur, das sie kein Geld in Produktion stecken wollen. Nichts in Entwicklung und nichts in Forschung. Sie wollen nicht ausbilden, sondern nur ausnutzen. Das ist Neoliberalismus und eben auch Wirtschaftsfaschismus. Ja. Ich kann die Worte auch nicht mehr hören. Aber ich habe keine anderen Worte. Sie beschreiben den Zustand genau.
Nun streiten sich die Volkswirtschaftler ob die EZB zu sehr auf Wachstum setzt, oder die US-Notenbank niedrigere Steuern fordern soll. Das sind alles Methoden aus dem obigen Volkslied. Tauglich für die dümmste Liese. Aber nein. Tauglich für den normalen Volkswirt, eine so dumme Liese gibt es nämlich nicht. Ich hatte mal ein herrliches belgisches Kaltblut. Rotblond. Das hieß auch Liese und war viel schlauer als alle Volkswirte zusammen die ich kenne. Und ich kenne zu meinem Leidwesen viele Volkswirte.
Könnten wir dieses Pferd, das es leider nicht mehr gibt, befragen, würde es uns vermutlich erklären, das wir etwas grundsätzliches ändern müssen. Wir müssen der Wahrheit wieder ans Licht verhelfen. Wie immer ist die Wahrheit auch hier ganz einfach. Wirtschaft darf kein Spiel sein, bei dem man die Gewinne einstreicht, also privatisiert und die Verluste durch den Steuerzahler tragen lässt, also sozialisiert.
Tatsächlich beruht aber unser gesamtes Wirtschaftssystem auf der Privatisierung von Gewinnen und der Sozialisierung von Verlusten. Das Werkzeug dafür ist die Abschreibung. Hier muss auch angesetzt werden. Wenn ich in meinem Privathaushalt eine neue Waschmaschine kaufe, dann nur, weil die alte Maschine entweder so langsam ihren Geist aufgibt, oder weil die neue Maschine Reparaturkosten, Zeit, Energie oder Wasser spart. Ich kaufe also nur dann etwas neues, wenn es mir einen Vorteil bringt. Alles was ich kaufe, muss ich selber bezahlen, inklusive Mehrwertsteuer und ich kann es nicht abschreiben.
Wäre meine Familie ein Unternehmen, was sie ja in Wirklichkeit auch ist, so wäre die neue Waschmaschine ein Anlagegut. Ich könnte nicht nur die Maschine selbst abschreiben, sondern auch meine Beschaffungskosten. Natürlich würde ich mich dann auch bei Miele im Werk schlau machen, ob die meine Waschmaschine auch nach meinen Vorstellungen bauen. Noch könnte ich da nach Gütersloh fahren, aber bald muss ich da wohl nach Polen reisen, weil auch die Miele spinnen. Deshalb kaufe ich meine nächste Waschmaschine auch nicht mehr bei denen. Wenn die nicht mehr in Deutschland produzieren wollen, dann kauf ich die billigste Maschine, die meinen Anforderungen genügt.
Aber lassen wir mal Miele. Meine Waschmaschine würde, bei fünf Personen im Haushalt, in drei Jahren abgeschrieben und ich entsprechend weniger Steuern zahlen. Die Abschreiberei könnte mich allerdings dazu verführen, eine zu teure Maschine mit Funktionen die ich gar nicht brauche, zu kaufen und damit über meine Abschreibungen die Allgemeinheit zu belasten. Abschreibungen müssten also auf ein vernünftiges Maß gedeckelt werden. Nun ist aber genau das schwierig. Wer soll das Maß der Vernunft bestimmen.
Bei unserem Großkapital gibt es schon lange keine Vernunft mehr. Da die auch Verluste aus Spekulation, also Verluste aus Glücksspiel abschreiben können, ist denen jedes Risiko egal. Hauptsache beim Gewinn lässt sich groß abzocken, wenn man verliert, zahlen ja eh andere. Anders als die Waschmaschine, die ja noch dem Produktionszweck saubere Kleidung dient, hat aber Spekulation keinen wirklichen Zweck. Es wird nichts erzeugt. Wo nichts erzeugt wird, können sich aber auch keine Produktionswerkzeuge abnutzen, kann es also folglich keine Abschreibung geben.
Wenn wir unsere Welt wieder in Ordnung bringen wollen, dann müssen wir einfach nur die Möglichkeit abschaffen, Spekulationsverluste abzuschreiben und Spekulationsgewinne mit 75 Prozent Steuern belegen. Schon herrscht Ruhe. Wenn es keine Abschreibungen mehr gibt, die sich nicht auf Produktionmittel beziehen, dann ist eine Investition in andere Bereiche unsinnig. Es wird also in Produktion investiert. Wer in Produktion investieren will, braucht Leute und Produkte, der braucht Forschung und Ausbildung.
Wenn wir dann Spass daran haben, können wir ja noch festlegen, was der Produktion dient. Luxusfahrzeuge und Verwaltungspaläste sind sicherlich nicht wichtig für die Produktion. Aber das ist ein Nebenkriegsschauplatz der nicht unbedingt beachtet werden muss. Machen wir zunächst einmal das Kapital wieder für seine Verluste verantwortlich. Wir werden dann zwar ein paar tausend arbeitslose Finanzberater haben, aber in Wirklichkeit arbeiten die ja auch heute nicht. Zumindest schaffen die keine neuen Werte. Ein Straßenkeher schafft dagegen saubere Straßen, die einen Wert an sich darstellen.
Glänzende Flachleute
Da tagt in München der BVKJ. Wie, den kennen sie nicht. Kannte ich auch nicht. Aber die müssen die Schwäbische Zeitung irgendwie bepressemitteilt haben. Die wusste nämlich das es sich beim BVKJ um den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte handelt.
Häufig sind diese ärztlichen Abzockervereine ja nur dazu gedacht, besser an die Bestechungsgelder von den Pharmaleuten zu kommen. Die machen dann Kongresse auf den Malediven. Fünf Wochen Urlaub und fünf Minuten Weiterbildung. Aber wer glaubt bei der Mehrheit der deutschen Ärzte wirklich an eine Weiterbildungsfähigkeit.
Der BVKJ hat aber zumindest noch ein ganz anderes Hobby:
«Am exaktesten misst ein Thermometer im Darmausgang», erläutert BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler.
Bevor es eingeführt wird, sollte die Spitze mit weißer Vaseline bestrichen werden. «Legen Sie Ihr Kind bäuchlings auf den Schoß oder mit hochgezogenen Beinen seitlich ins Bett, damit es sich nicht verkrampft», rät der Kinderarzt. Es sollte nach 2 bis 2,5 Zentimetern gestoppt werden - spätestens aber bei einem Widerstand.
Ist er nicht entzückend der Herr Ulrich Fegeler. Da merke ich doch sofort den Fachmann oder heißt das Flachmann? Egal. Bei dem hat Weiterbildung auf jeden nicht funktioniert und Ahnung von Kindern hat er annähernd gleich Null. Wenn Kinder krank sind, werden sie nicht einfacher. Selbst wenn ihnen sonst mit Vernunft durchaus beizukommen ist, sind sie dann wehleidig bis unleidlich. Fast so schlimm wie erwachsene Männer. Damit können Eltern leben.
Kluge Eltern suchen dann nach Wegen, die Kinder so wenig wie möglich mit dem ärztlichen Kram zu belästigen. Deshalb gibt es Thermometer die berührungslos im Ohr messen. Vor allem messen sie problemlos. Das Kind wird nicht gestört, hat keinen Grund sich aufzuregen, der Heilungsprozess wird gefördert.
Aber das gefällt Herrn Fegeler ja nicht. Der muss den Kindern ja im Hintern rumpopeln um glücklich zu sein, und so bei jeder Messung weinende oder zumindest genervte Kinder erzeugen. Wie gesagt ein Fachmann erster Kajüte. Oder will er etwas ganz anderes. Sollen Eltern etwa ihren Kindern nicht bestens helfen können, ohne einen Kinderarzt reich zu machen, der im Normalfall nicht in die Wurst taugt.
Das dürfte wohl des Pudels Kern sein. Der Herr Fegeler möchte mehr Umsatz für Kinderärzte generieren. Denn wenn Eltern maximal einmal am Tag, sich an eine Fiebermessung auf Fegelers dumme Art trauen, dann unternehmen sie meist viel zu spät etwas. Das nützt den Kinderärzten.
Falls mir so ein Flachmann mit der Genauigkeit der Messung kommt, kann ich nur müde lächeln. Temperaturmessungen sind nie genau. Weder bei Stahl- noch bei der Glaserzeugung und auch nicht beim Fiebermessen im Krankenhaus. Da sind Abweichungen in der Messgenauigkeit normal. Es geht also nicht um ein singuläres Meßergebnis, sondern um eine Folge von Meßergebnissen, die einen Trend bilden. Behandlung gegen Fieber oder ein Arztbesuch dient ja nur der Trendumkehr. Die Genauigkeit des Meßergebnisses, wir reden von Abweichungen zwischen Ohr- und Analmessung von 0,1 - 0,3 Grad ist also völlig nebensächlich.
Genauso nebensächlich wie der Herr Fegeler und seine Meinung, oder sein ulkliger Berufsverband. Wenn die auf anale Spielchen stehen, dann reicht die Eingabe von Analsex bei Google und sie sind bis zum Ende ihres Lebens bestens versorgt.
Ich hatte übrigens zwischen Weihnachten und Neujahr drei Kinder mit Fieber und trockenem Husten. Ich habe mir erlaubt am Samstag mal den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin anzurufen. Also eigentlich wollte ich einen Notarzt. Nachdem mich aber die Arbeitsabweisungsbeauftragte der KV endlich am Telefon hatte und ihr die Sachlage schilderte, frage sie mich, was ich von ihr erwarte. Ich müsse in eins der Kinderkrankenhäuser fahren.
Ich gebe zu, ich bin nicht einmal mehr dazu gekommen mich aufzuregen. Da unterhalten diese Geldvernichter auf Kosten aller Beitragszahler einen Notdienst und wollen drei kranke Kinder von den Eltern in ein Kinderkrankenhaus verfrachten lassen. Nicht so sehr ein Problem bei uns. Aber was machen Leute ohne Geld für ein Taxi und ohne Auto. Oder Alleinerziehende von denen nicht alle Kinder krank sind. Die kranken Kinder notfalls sterben lassen? Tolle KV. Diese Parasiten am Arsch unseres Gesundheitssystem müssten sofort abgeschafft werden.
Wir brauchen Ärzte, die ihre Rechnungen an den Patienten stellen müssen und nur das erstattet bekommen, was der Patient abgezeichnet und selbst der Kasse geschickt hat. Erlauben wir dann keine Pharmareferenten mehr und statt dessen die Freizügigkeit bei Medikamenten, dann haben wir die Gesundheitskosten halbiert.
Verlierer sind natürlich solche Verbandsfachleute wie Herr Fegeler vom BKVJ. Aber da die Steigerung von nutzlos ja Verbandsfunktionär ist, muss er damit leben.
Gemein zu Frau Kiewel
Ich muss zunächst gestehen das ich Frau Kiewel nicht kenne. Ich vermeide die Gebühren erpressenden Sender weitgehend, auch wenn ich sie bezahlen muss. Ich will nämlich nicht so tief sinken, von dem Kakao, durch den ich gezogen werde, auch noch zu trinken. Wobei die weniger Kakao, sondern eher Scheiße liefern.
Vom Fernsehgarten habe ich nur eine diffuse Vorstellung. Wird da nicht gesungen? Volksmusik oder so? Florian Hinterlader und Susi Reblaus. Mir schüttelt schon der Gedanke. Aber nu is ja vorbei mit die Herrlichkeit. Der ehrenhafte Herr ZDF-Intendant Markus Schächter und der noch ehrenhaftere MDR mit der vielen Volksmusik haben Frau Kiewel wegen Schleichwerbung bei Kerner gefeuert.
Ick wusste gar nich, das es bei Kerner oder Beckmann schleichende Werbung gibt. Das ganze sind doch Dauerwerbesendungen für Schwachsinnige. Aber sie schleichen so dahin. Ick brauche maximal zehn Minuten bis ick eingeschlafen bin. Würde ich an Schlafstörungen leiden, würde ich Kerner und Beckmann auf DVD brennen. Aber ich habe drei kleine Kinder und Schlaf ist Luxus. Trotzdem würde ich Kerner und Beckmann gerne brennen, aber das gehört nicht hier hin.
Die Kiewel hat also bei Johannes dem Entkernten Reklame für die Weight Watchers gemacht. Die finde ich eher lustig. Es hat schon was, wenn so eine Horde übergewichtiger Damen in einem Hühnerwald, im Hinterzimmer darüber sinniert, das sie gerade zehn Gramm abgenommen haben und dann nach vereinter Mühe, vorne die Hähnchen mit Pommes auffressen. Ich watche mein Weight auch immer. Ist lustig. Entweder tilt die Waage oder ich hab die falsche Brille auf.
Aber was verdammt noch mal stört den Schächter, das ZDF und den MDR an Schleichwerbung. Wenn Maybritt Illner die Interessen der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten vertritt, dann hat der Schächter und das ZDF doch auch nichts dagegen. Genauso wenig wenn der von Fallobst im Phönix das gleiche tut, oder die Slomka bei den angeblichen Nachrichten wütet. Der MDR hat sich auch noch nie die Aufgabe von Sabine Christiansen oder jetzt der Will gefordert. Die dürfen für Kannegießers INSM, Werbung bis über das kollektive Erbrechen hinaus machen.
Was unterscheidet neoliberale Wirtschaftsfaschisten denn von irgendwelchen Gewichtsbeobachtern. Ich sehe da keinen Unterschied. Die Gewichtstanten kosten vielleicht ein wenig Geld, vor allem wenn man das Zeug ißt, das sie in Läden verkaufen wollen, aber eigentlich sind die ungefährlich. Man kann da jahrzehntelang Mitglied sein, ohne abnehmen zu müssen. Die lieben geradezu die schweren Aufgaben.
Anders ist es bei den neoliberalen Wirtschaftsfaschisten gegen die Schächter, das ZDF und der MDR gar nichts tun. Die kosten nicht nur ein Vermögen, sie ruinieren in ihrer neoliberalen Verantwortungslosigkeit auch das ganze Land und stürzen Millionen Menschen ins Elend, nur um ein paar verkommene Kapitalbesitzer glücklich zu machen.
Die sollen die Frau Kiewel weiter schleichend Werbung machen lassen, wenn sie nicht aktiv etwas gegen die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten unternehmen wollen, die praktisch das gesamte Programm unterlaufen haben. Aber der Schächter vom ZDF und seine Freunde bei der ARD haben die Quittung ja längst gekriegt.
13,4 Ouote für die ARD und 12,8 Prozent für das ZDF bestätigen das die Zuschauer den Gebührenerpressern weglaufen. Niemand will deren Schleichwerbung für neoliberale Wirtschaftsfaschisten mehr sehen. Das stört die Herren von ZDF und ARD allerdings wenig. Denen ist es egal wer sie sieht. Bezahlen müssen ja doch alle.
Würde man mir persönlich einen Wunsch freigeben, dann möchte ich gerne wissen, was Herr Schächter und die Herren der ARD, an Geld für ihre neoliberale Schleichwerbung bekommen. Aber diesen Wunsch wird mir wohl keine Fee gewähren. Selbst Feen sind machtlos gegen den neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Dreck. Aber das die Bürger immer weniger hinsehen ist ein gutes Zeichen. Die Bürger sind schlauer und beginnen sich zu wehren.
Da kann der Schächter auf Nebenkriegsschauplätzen machen was er will. Es glaubt ihm keiner mehr.
Warum Managerschelte von Merkel und Co.
Ich führe solche Wirrungen unserer diversen Politiker immer auf die Lieferung schlechter Drogen zurück, rege mich aber nicht auf, da die sich immer wieder einkriegen und sich dann brav wieder, auf der ihnen vorgegebenen, neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Linie einfinden.
Gestern Abend in den Mitternachtsspitzen kam Wilfried Schmickler auf eine viel bessere Idee. Er verneinte meine Idee mit den miesen Drogen und auch die des öftern mal von Betrunkenen geäußerte Meinung, in unseren Politikern könnte ab und an so etwas wie ein Gewissen anspringen. Nein Schmickler drang zum Kern der Dinge vor. Er glaubt das die Pfeifen die Hose voll haben.
Schmickler geht davon aus, das die sich fürchten. Das die eine reale Angst davor haben, die Bevölkerung könne sich die Frage stellen, ob nicht eine neue RAF benötigt wird. Das die Antwort dann wahrscheinlich ja lauten würde, ist auch unseren Politbonzen klar. Ging es in der Gründungszeit der RAF noch um politische Freiheit, die dem Arbeiter am Arsch vorbeiging, geht es heute um den Arsch des Arbeiters und der ist viel näher an ihm dran, als politische Freiheiten.
Es geht heute auch nicht nur um den Arbeiter. Der Angestellte, der sich ja lange Jahrzehnte nicht als Teil der Arbeiterschaft, sondern als Teil der Geschäftsleitung gesehen hat, musste mittlerweile erkennen, das er genauso übrig ist wie die die Arbeiter. Manöveriermasse für schnelle Gewinne, ohne Rücksicht auf Langfristigkeit. Im Zeitalter der Quartalsbetrachtungen in denen die Manager Zeiträume die länger als 120 Tage sind, gar nicht mehr begreifen können, weiß heute sogar der Filialleiter einer Bank, das er morgen arbeitslos sein kann und in einem Jahr auf Hartz IV gelandet ist.
Wer erinnert sich noch wirklich an Rudi Dutschke, der mit Reden und Überzeugungsarbeit, die Menschen auf die Notwendigkeit der Solidarisierung aufmerksam machen wollte. Was hat sich der Rudi den Mund fusselig geredet, bis er dann endlich Terroropfer der Springerhetzer wurde.
Heute brauchen wir keinen Rudi Dutschke mehr. Jede Kassiererin im Supermarkt hat mit ihren Kunden und Kundinnen schon lange das gleiche Thema. Man sollte die da oben. Aber richtig. Früher verschaffte schimpfen den Menschen noch etwas Luft. Es war so eine Art Ventil. Heute verschafft das Schimpfen auch Luft. Aber nicht als Druckentlastung, sondern wie eine Sauerstofflanze, fördert diese Luft das erneute Aufkochen der Wut.
Da kühlt auch nichts mehr ab. Egal was Meinungsforscher oder Tagesschau den Menschen einreden wollen. Ob Frau Slomka, Frau Will oder Maybritt Illner. Sie alle schüren das Feuer, weil auch Lieschen Müller längst begriffen hat, wie sie verarscht wird.
Kannegießer, Mohn/Bertelsmann, die INSM, Professor Sinn und all die anderen gekauften Wissenschaftler, die Chef-Volkswirte, sie allen wollten die Menschen entsolidarisieren. Sie in einzelne Grüppchen aufteilen, die sie dann leichter unterwerfen konnten. Aber maßlos, wie es kein Raubtier jemals sein könnte, haben sie gefressen und gefressen. Sich vor lauter Gier alles Geld der Menschen in den endlosen Schlund gestopft. Es überall auf der Welt verzockt, nur um denjenigen, die es eigentlich verdient haben, nichts abzugeben zu müssen.
Die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten haben etwas geschafft was Rudi Dutschke nie gelungen ist. Sie haben die Menschen solidarisiert. Sie haben den Menschen klar gemacht, das sie sich zusammenschließen müssen. Im Grunde genommen hat die maßlose Gier der Neoliberalen ihren Untergang vorbereitet. Sie haben ihre eigenen Henker geschult.
Natürlich wird es noch ein wenig dauern, bis Volkes Seele überkocht. Aber die Gier der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten ist nicht mehr zu bremsen. Maßlos, gewissenlos und völlig verantwortungslos fressen sie weiter. Sie beginnen ja bereits sich selbst zu kanibalisieren. Da werden Wirtschaftsinstitute, die zwar alle wertlos sind, aus dem Geschäft gedrückt, dort Berater entlassen. In der großen Spekulation, zieht einer dem anderen, den Boden unter den Füßen weg.
Sind es jetzt noch 10 Prozent der Deutschen denen fast alles gehört, werden es bald nur 5 Prozent und dann nur 2 Prozent sein. Je weniger es sind, desto weniger Berater werden gebraucht. Da müssen dann auch die ersten Chefvolkwirte gehen, da lösen sich Demoskopiebetriebe auf oder werden gefressen. Selbst der Werbung geht es schon an den Kragen.
Natürlich würde eine neue RAF den Druck aus der Sache nehmen. Deshalb ist es gut, das es keine Chance für eine neue RAF gibt. Die Herrschaften sind heute viel zu gut bewacht. Die kann man nur dann erwischen, wenn man bereit ist Polizisten, Leibwächter, Fahrer und Unbeteiligte in großer Zahl zu opfern. Das aber war, wenn auch in geringerer Zahl schon der Fehler der alten RAF.
Die wenigsten trauerten Hans-Martin Schleyer nach, aber die Morde an seinem Fahrer und den Leibwächtern waren eben nicht tolerabel. Eine ehrliche Revolution verträgt keine Kollateralschäden an Nichtkombattanten. Deshalb ist die Angst der Regierenden und ihrer Auftraggeber vor einen neuen RAF auch unbegründet.
Angst müssen die vor dem Volk in seiner Gesamtheit haben. Angst vor einem Volk das nicht nur eine Regierung stürzen will, sondern ein ganzes System beerdigen möchte. Sie müssen Angst davor haben, das sie nicht schnell irgendwo aufgehängt und verscharrt werden, sondern, das sie vor Gerichte kommen, die endlich Recht sprechen und dann bis zum Ende ihres Lebens oder zumindest auf lange Jahre im Knast verschwinden. Das ihr zusammengeraubtes Vermögen dazu verwandt wird, die Staatschulden abzubauen.
Sie müssen Angst haben, das in Deutschland endlich ein echte Demokratie eingeführt wird und das alles wofür sie stehen, auf den Müllhaufen der Geschichte kommt. Sie müssen Angst haben das sie nicht Teil der Geschichte werden, sondern von ihr ausgespuckt werden.
Aber sie müssen auch eine andere Angst haben. Wer sagt uns denn, das nicht morgen ein unterbezahlter Saaldiener im Bundestag, dessen Tochter keine Niere, bekommt, weil der verfressene und versoffene Bundestagsabgeordnete privat versichert ist und schon die zweite braucht, um seine Völlerei zu überleben, auf komische Ideen kommt. Der könnte denen Plutoniumstaub in ihre Wassergläser füllen und sie langsam umbringen. Oder irgendein anderes Gift, das sich anreichert.
Wer kann den sicherstellen, das nicht der Leibwächter plötzlich seine Waffe zieht und den fetten Abzocker hinrichtet, der dafür gesorgt hat, das seine Schwester ihr Häuschen und ihr Leben verlor. Kann Josef Ackermann wirklich sicher sein, das der Koch in der Vorstandskantine nicht längst das Zyankali bereitliegen hat, um ihn aus dem Spiel zu nehmen. Was ist mit den Restaurants in denen die frechen Lobbyisten unsere Politiker mästen. Vielleicht hat die Kellnerin im Einstein schon das Gift oder die Waffe bereit, um sowohl den Lobbyisten, wie auch den gekauften Politiker ins Jenseits zu befördern.
Wer will sicher sein, das der Aufzug bei den Arbeitgeberverbänden keine Sprengfalle ist und die nette Hure, den Mananger nicht nur halb bewusstlos fickt, sondern ihm neben dem Koks auch noch eine Spritze mit Aids setzt. Susanne Albrecht kam mitten aus den Kreisen, die sie angriff. Wieviele Susanne Albrechts mag es heute geben, die bessere Gründe haben. Deren Leben zerstört wurde, um die Gier der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten zu befriedigen, oder deren Verwandte, Freunde oder gar Kinder es getroffen hat.
Kann ein Manager der Atomkraftwerke betreibt, wirklich sicher sein, das seine Leute ihm kein strahlendes Material im Auto unter seinen fetten Arsch schieben. Er kann es nicht sein. Niemand von den Bonzen kann sich sicher fühlen. Das ist der Witz. Jeder weitere Leibwächter, jeder Vorkoster kann der Rächer sein. Selbst wenn sie sich in ihren angeblich sicheren Festungen verschanzen.
Denn auch in den Hochsicherheitstrakten der Superreichen wird Personal gebraucht. Vor allem bewaffnetes Sicherheitspersonal, aber auch Gärtner, Spülhilfen, Köche und Diener. Es gibt keine Sicherheit. Sie die glauben sich alles kaufen zu können, können eins mit Sicherheit nicht erwarten. Sicherheit. Die Angst wird ihr Begleiter sein und bleiben. Sie werden immer in Angst leben müssen, bis zum Zeitpunkt wo sie die Rache ereilt.
Wer die Hochsicherheitsfestungen der Superreichen gesehen hat, kommt an einer Erkenntnis nicht vorbei. In gewisser Weise sitzen die schon im Knast. Zwar in einem schönen und gut ausgestatteten Knast, aber sie sind Gefangene ihrer eigenen Taten und ihrer Gier. Das tröstet zwar nicht unbedingt, aber es ist eine Erkenntnis zu der man es erst einmal kommen muss.
Sie haben nicht nur das Leben vieler Menschen in Deutschland und der Welt zerstört, letztendlich zerstören sie auch sich selbst. Neoliberalität ist eine Kraft die nur vernichten kann. Es gibt keine Komponente innerhalb des neoliberalen Wirtschaftsfaschismus, die irgendetwas aufbauen würde oder die einen Sinn über die reine Gier hinaus hätte. Neoliberalität ist nichts anderes als eine Krankheit. Leider gibt es bisher keine sichere Heilmethode, weshalb die Befallenen zum Schutz für sich und andere, weggesperrt werden müssen.
Neoliberalität als Krankheit lässt sich nur ausmerzen, wenn man den Neoliberalen keine Macht lässt und den Kindern schon zu Anfang der Erziehung beibringt, das Eigennutz dort enden muss, wo das Leben anderer betroffen ist. Im Gegensatz zur neoliberalen Verantwortungslosigkeit muss die Verantwortung für sich und andere, zentrales Bildungsziel sein. Um gerade Menschen zu erziehen, die für sich und andere, eine vernünftige Welt verantwortlich schaffen und damit auch automatisch eine bessere Welt erreichen, ist es wichtig das Verantwortung, Ehre und Moral wieder mit Leben gefüllt werden.
Auch wenn unsere jetzige Führung nicht ehrenhaft, nicht moralisch und nicht verantwortlich handelt und ist, bedeutet dies nicht, das diese Worte ihre ursprüngliche Begründung verloren hätten. Sie wurden nur unter einem Sumpf von Lügen verborgen, aus dem wir sie einfach wieder freikratzen müssen. Wir reinigen sie von dem neoliberalen Betrug und verwenden sie so, wie sie wirklich gemeint sind. Auch das ist Freiheit. Die eigene Sprache wieder herstellen.
Claus Kleber bleibt beim ZDF
Nicht das ich Claus Kleber für einen auch nur annähernd geeigneten Kandidaten für die Aust-Nachfolge beim Spiegel gehalten hätte. Ich will aus rechtlichen Gründen lieber nicht sagen, wofür ich ihn als geeigneten Kandidaten halte. Auf jeden Fall gibt es nichts, für das ich ihn entlohnen würde.
Mein Problem liegt ganz woanders. Nun wo er bleibt, darf er eigene Sendungen mit einer eigenen Produktionsfirma realisieren. Das bedeutet, er bekommt wie viele andere eine Lizenz zum Geld drucken. Wer das bezahlen wird. Natürlich die Gebührenzahler. Wenn das Programm teurer wird, weil ARD oder ZDF Geschenke verteilen wollen, dann zahlt das immer der Gebührenzahler.
Was mag uns der Verbleib von Kleber beim Zentralen Demenz Fernsehen pro Bürger wohl kosten? Ein Cent pro Gebührenpflichtigen dürfte wohl nicht reichen. Es ist an der Zeit die Gebührenerpressung zu beenden und die Jungs und Mädels in die freie Wirtschaft zu schicken, die sie ja immer so preisen. Sollen sie sich, anstatt im Naturschutzpark der Gebührensender doch mal in der Freiheit versuchen. Aber so neoliberal und wirtschaftsfaschistisch sie sonst auch sind. Für sich selbst wollen sie Sicherheit in Verantwortungslosigkeit.
Nur die anderen, die sollen leiden. Es ist zum kotzen.
Haben, haben, haben
Ich brauche ihn zwar nicht, aber es soll ihn auch kein anderer haben. So ähnlich könnte man das Verhalten von Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge beschreiben, dessen Verein Jan Schlaudraff zwar nicht in der ersten Bundesliga einsetzt, aber zu feige ist, einen guten Spieler einem Konkurrenten zu überlassen, bei dem er wahrscheinlich eingesetzt werden würde und sich auch erneut als Nationalspieler anbieten könnte.
Es geht aber nicht um Jan Schaludraff und auch nicht um Fairness. Es geht darum, das Bayern München, alle guten Spieler bei ihren Heimatvereinen wegkauft, um sie dann still zu legen. Das macht Sinn. Denn wenn die Spieler nicht für andere siegen, ist es egal ob sie bei Bayern nur den Parkplatz kehren. Das berühmte Festgeldkonto, bezahlt von allen Deutschen, die das Olympiastadion bezahlten, macht es möglich.
Natürlich wird ein solches Verhalten auch erst dadurch möglich, das die Fußballvereine weder den Aufwand für die Polizei bei Heimspielen, noch die Vandalismusschäden bezahlen müssen. Noch wichtiger ist aber die Geschichte mit der Gemeinnützigkeit und der praktisch nicht vorhandenen Steuerlast.
Wo Jan Schlaudraff spielt ist mir persönlich eigentlich egal. Aber wenn Uli Hoeneß immer so schön tönt, wie die Nationalmannschaft oder alle anderen dem deutschen Fußball und dessen internationalem Ansehen schaden und sich ständig über die mangelnden Fähigkeit anderer Vereine mokiert, dann muss einfach mal gesagt werden, das es der FC Bayern ist, der Talente kauft, um sie verkümmern zu lassen, oder sie nervlich im Kampf gegen internationale Superstars in den eigenen Reihen fertig macht. Dieses Verhalten schadet dem deutschen Fußball mehr, als alles andere was je zur Sprache gebracht wurde.
Rechnet man noch dazu, das der DFB ja noch extra Anweisung geben musste, die Zuckerpuppen der Bayern zu schützen, sprich normalen Fußball und spielerische Gegenwehr, gegen die Bayern sofort als gefährliches Foul zu ahnden, dann wird klar, wohin der deutsche Fußball gekommen ist. Man sollte eine Weltliga gründen, in die der FC Bayern automatisch käme, ohne in der Bundesliga mitzumachen. Dann könnten die anderen endlich wieder fairen Fußball spielen und die Bayern hätten keinen Grund, Spieler in der zweiten und dritten Mannschaft versauern zu lassen, da sie ja keinen Wettbewerb mehr fürchten müssten.
Kotzen mit Sigmar Gabriel
Eine Langzeitstudie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hatte ergeben, das Kinder im Umkreis von fünf Kilometern ein signifikant erhöhtes Blutkrebsrisiko (Leukämie) haben. Der dicke Darsteller eines Bundesumweltministers, Sigmar Gabriel, will die Studie durch die Strahlenschutzkommission (SSK) prüfen lassen. Damit ist sichergestellt, das er sich bis zum Ende seiner Amtszeit, nicht mehr mit dem Thema beschäftigen muss. Er muss schließlich an seine Altersversorgung denken. Da kann er doch nichts gegen Atomkraftwerke unternehmen.
Damit das ganze nicht so völlig bescheuert und teilnahmslos aussieht, hatte er sogar eine fast glaubwürdige Erklärung bereit:
Nach wissenschaftlichem Kenntnisstand könne der beobachtete Anstieg nicht mit der Strahlenbelastung aus einem Atomkraftwerk erklärt werden, sagte Gabriel und gab damit auch die Einschätzung des BfS wieder. Nach Worten des Ministers müsste die Strahlenbelastung der Bevölkerung durch den Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland um mindestens das Tausendfache höher sein, um den beobachteten Anstieg des Krebsrisikos erklären zu können.
Für einen deutschen Politiker erstaunt mich die Tiefe seiner Gedanken immer wieder und auch seine Fähigkeiten, zum Ablesen von vorbereiteten Texten der Atomlobby, bringen ihm in der internationalen Pisa-Studie für unfähige Politiker sicher gute Plätze ein.
Dumm ist nur, das ihm keiner gesagt hat, wo der Wurm in seiner Erklärung steckt, oder das er das einfach nicht verstanden hat. Wenn es zu einer signifikanten Erhöhung des Blutkrebsrisikos bei Kindern im Umfeld von Atomkraftwerken kommt, dann wird dieses Risiko nicht deshalb kleiner, weil nach der Rechnung der Atomlobby die Strahlenbelastung viel größer sein müsste, um Kinder umzubringen, sondern der angenommene Wert, bei dem Schäden für Kinder eintreten, ist einfach um 1000-fache niedriger, als diejenigen angenommen haben, die uns den Atomdreck aufgedrückt haben.
Da braucht Sigmar Gabriel auch nichts mehr zu prüfen. Das Ergebnis ist sonnenklar. Die Strahlung aus Atomkraftwerken schadet unseren Kindern bereits bei den heutigen Werten. Die Werte sind also viel zu hoch um tolerabel zu sein. Wäre Sigmar Gabriel ein verantwortungsvoller Mensch, würde er sofort dafür sorgen, das alle Kinder und Jugendlichen sofort mindestens 50 Kilometer weit weg, von den Strahlenschleudern angesiedelt werden und die Kosten dafür der Atomindustrie aufdrücken. Im nächsten Schritt würde ein verantwortlicher Mensch alle Atomkraftwerke schließen und die Kosten dafür von den Aktionären der Betreiber und aus dem Vermögen der Betreiber einsammeln und gleichzeitig denen auch die Kosten für die Endlagerung aufdrücken.
Aber Sigmar Gabriel ist ja ein deutscher Politiker aus der SPD. Warum sollte der sich verantwortlich fühlen. Also dürfen die Kinder mit dem Segen Siegmar Gabriels an Blutkrebs verrecken. Für den Profit und Eon, RWE, Vattenfall und all den anderen Atombuden. Es sind ja nur Kinder. Die können deutsche Politiker ja nicht bestechen, die haben nicht genug Geld.
Wenn Zürich fliegen will
Wenn Zürich fliegen will, dann spricht üerhaupt nichts dagegen. Zürich hat ja einen Flughafen und die Schweiz hatte sogar mal eine nationale Fluggesellschaft, bis die pleite ging. Es spricht nur etwas dagegen, wenn die Schweiz, das Territorium anderer Länder dazu benutzen will, um fliegen zu können.
Wenn ich in meinem Garten keine Landebahn für den A380 unterbringe, ohne über den Garten meines Nachbarn fliegen und fahren zu müssen, dann kann ich aus meinem Garten keinen A380 starten lassen. Nicht schön. Aber so ist da Leben. Wenn mein Garten auch nicht für eine Cessna reicht, kann ich eben nur mit einem Hubschrauber starten, oder muss, wenn das auch nicht geht, bis zum nächsten funktionierenden Flughafen mit der Straßenbahn fahren. Das ist leicht verständlich.
Natürlich könnte ich mich mit den anderen Gartenbesitzern einigen. Am leichtesten dadurch, das ich denen das Recht abkaufe über ihre Gärten zu fliegen oder zu starten. Vielleicht würden einige das auch tun. Eventuell bekomme ich genug Möglichkeiten zusammen um meinen A380 starten zu lassen.
Wenn aber ein Land wie die Schweiz oder ich, solche Rechte haben will, dann werden die Nachbarn der Schweiz, wie auch meine Gartennachbarn, darüber nachdenken wie die Schweiz oder ich, in der Vergangenheit mit ähnlichen Rechten umgegangen sind. Da ich noch nie einen Flughafen hatte und noch nie Luftverkehr durchgeführt habe, wird es bei mir kaum Kritik geben.
Das ist bei der Schweiz aber völlig anders. Die Schweizer haben uns mit dem Flugzeugunglück von Überlingen bewiesen, das sie kein Interesse an sicherem Luftverkehr über fremden Gärten haben, sondern das es ihnen nur darum geht, möglichst viel Blutgeld, möglichst billig auf Schweizer Banken zu bekommen. Überlingen hat allen Nachbarn der Schweiz gezeigt, das die Schweiz nicht nur unfähig ist Flugverkehr durchzuführen, sondern auch noch, das die Schweiz die Opfer mißachtet und sich über deren Leid lustig macht.
Ein Land, das in einer derart ekelerregender Art und Weise mit den Opfern eines durch Schweizer Mißwirtschaft und mangelnde Aufsicht verursachten Unfalls umgeht, kann nicht erwarten, das es in einer Gemeinschaft Gleicher, als Partner akzeptiert wird. Da hilft es auch nicht, wenn Schweizer Gerichte, Schweizer Verfehlungen schön reden. Die Schweiz kann urteilen was sie will. Niemand wird ihr noch ein Wort glauben.
Aber auch unter internationalen Gesichtspunkten ist es gut, wenn die Schweiz nur von kleinen Flugzeugen angeflogen werden kann. Das gibt Europa die Möglichkeit weitgehend zu kontrollieren, welche Despoten und Diktatoren, gerade das Geld ihrer Völker in der Schweiz parken. Es würde ermöglichen solche Gelder einzufrieren und die Schweiz dazu zu zwingen, nicht von dem Blut und den Tränen anderer zu leben, sondern es mit anständiger Arbeit zu versuchen.
Nein. Die Schweiz darf keine Start und Landeräume über Deutschland bekommen und jedes andere europäische Land sollte sich gleichfalls verweigern. Sollen sie doch bitte schön über ihren Garten benutzen. Dann müssten sie anders als jetzt, auch für die Opfer von Überlingen bezahlen. So wird wieder einmal Deutschland für die Schweiz einstehen müssen, da der Unfall über Deutschland passierte, wenn auch von Schweizer Geiz und Unfähigkeit verursacht.
Wir sollten das Land der staatlichen geförderten Unterstützung von Steuerhinterziehern, das Land mit dem Standort für Internetkriminalität ohne Verfolgungsmöglichkeit und den Schutzpark für Betrüger, weitgehend isolieren. Ich bin der Meinung das der Grenzverkehr auf Straße und Schiene massiv kontrolliert werden muss, da von der Schweiz eine reale Gefahr für die europäische Wirtschaft ausgeht und durch das Schweizer Bankensystem auch eine erhebliche Terrorismusgefahr besteht. Terrorismus braucht Geld. Geld das am leichtesten über ein Bankensystem wie das der Schweizer zu transferieren ist.
Die Schweiz mag in der Schweiz tun, was sie für gut hält. Spätestens an den Grenzen sollte jedoch Schluß mit der Schweizer Vorgehensweise sein und endlich Recht und Gesetz herrschen.
Springer gibt keine Ruhe beim Mindestlohn
Für Menschen wie Friede Springer und das Management von wahrscheinlich Deutschlands verlogenstem Medienkonzern ist es unerträglich, wenn sie Mitarbeitern anständige Löhne zahlen sollen. Das war schon bei Axel Cäsar Springer, dem irgendwelche Idioten in Berlin sogar keine Straße gewidmet haben, weil er so schön gegen die Menschen hetzte, so. Springer steht für maßlose Hetze gegen jede Art von Freiheit. Da zur Freiheit, auch anständige Löhne gehören, sind anständige Löhne, wie die Anständigkeit an sich, natürlich gegen Springers Interessen.
Ob es der Hass war, den Springer auf die Studenten schürte und der letztendlich zum Tod von Benno Ohnesorg führte, weil ein dummer Polizist nicht mehr zwischen der Realität und Springers Haßtiraden unterscheiden konnte oder die diversen versteckten Mordaufforderungen gegen Rudi Dutschke, die schließlich zum Attentat führten. Springer war immer an der Spitze der Bewegung. So auch beim schüren des Hasses auf Arbeitslose und Hartz IV Empfänger.
Springer ist Mißgunst. Alle anderen dürfen nichts haben, alles muss Springer gehören. Im Zeichen der von Springer massiv unterstützten Ideologie der neoliberalen Wirtschaftsfaschisten, meinte Springer nun, das es überhaupt gar keine Regeln mehr gibt. Springer wollte das freie Abzocken auf Kosten der Allgemeinheit. So wurde die PIN AG gekauft, die von Anbeginn an nicht wirtschaftlich war, weil sie viel zu wenig Post zu befördern hatte.
Das die PIN AG nie wirtschaftlich war, ließ sich daran ablesen, das die Mitarbeiter mit ihren Fahrrädern wie geisteskrank über die Bürgersteige rasten, Kinder, alte Menschen und Tiere massiv gefährdeten um in jedem dritten oder vierten Mehrfamilienhaus einen Brief abzugeben. Um in die Häuser zu kommen wurde massiv Sturm geklingelt und ohne Rücksicht auf Nachtarbeiter oder schlafende Kleinkinder die Interessen der PIN AG durchgesetzt. Die PIN AG hat eben von Anfang an neoliberale Verantwortungslosigkeit gezeigt und arbeitet auch heute so.
Kein Wunder das die Berliner Verwaltung so bescheuert war, denen Aufträge zu erteilen um sie wenigsten ein bisschen zu subventionieren. Auch kein Wunder das die gleiche bescheuerte Verwaltung es nicht merkte, das die Leute bei ihrer Arbeit für die PIN AG nicht genug Geld verdienen und deshalb über Hartz IV noch Geld nachgeschossen werden muss. Damit wurden die angeblich billigen Briefe über die PIN AG viel teurer als der Versand mit der normalen Post die zumindest Tariflöhne zahlen muss.
Aber Verwaltungen müssen ja nicht intelligent sein. Die geben ja nur das Geld der Bürger aus und in die Niederungen der Realität steigt unser Regierender Bürgermeister ja schon lange nicht mehr ab. Scheinbar kann er auch nicht mehr lesen, da er von vielen auf das Problem hingewiesen wurde, ohne zu reagieren. Wenigstens werden die PIN Radartisten nicht belangt, egal wie extrem sie gegen Verkehrsregeln verstoßen. Das ist verständlich tragen sie doch die Strafmandate für Verkehrsvergehen aus.
Die Löhne der PIN AG waren schon vor dem Springer Einstieg keine Entlohnung sondern ein Hohn. Egal was man von der gelben Post denkt, die genug Anlass zur Klage bietet, war das was die PIN AG und andere sich leisteten eigentlich ein Fall für den Staatsanwalt. Besonders irre wurde es, als Springer sogar gegen Mindestlohn demonstrieren ließ. Zum Glück stellten sie Florian Gerster als Kämpfer gegen den Mindestlohn ein. Gerster konnte meines Wissens bisher noch keine Aufgabe erfolgreich lösen und versagte auch hier genauso jämmerlich wie sonst.
Wenn ein Unternehmen wie Springer im Jahr 2007 seine gesamte Medienmacht in die Waagschale werfen darf, um Löhne durchzusetzen die nicht zum Leben reichen, dann stimmt etwas nicht in diesem Land. Es vergeht kein Tag, wo nicht in einem dieser Drecksblättchen ein Artikel gegen anständige Löhne auftaucht. Das ist nicht Pressearbeit sondern reine Desinformation. Das hat nichts mit Journalismus zu tun, das ist Propaganda zugunsten einer Unternehmensgruppe und nicht redaktioneller Teil.
Wenn aber vom Wirtschaftsjournalisten bis zum Lokalredakteur alle die Linie zur Gewinnmaximierung von Friede Springer auf Kosten der Allgemeinheit vertreten müssen, dann erzeugt der Springerverlag keine Presseerzeugnisse mehr. In Folge dessen ist es folgerichtig ihm die Berichte als geldwerten Vorteil in der Bilanz anzurechnen und dementsprechend höhere Steuern zu fordern. Gleichzeitig sollte für die Erzeugnisse von Springer natürlich der volle Mehrwertsteuersatz fällig werden.
Wo es keinen Journalismus mehr gibt, kann es auch keine journalistischen Rechte und Bevorzugungen mehr geben.
Der Mann von Maybritt Illner erhöht die Dividenden für das Kapital
Rene Obermann, der Noch-Chef der Telekom - zum Glück halten sich die Pfeifen da alle nicht besonders lange - erhöht die Dividende auf das Kapital. Das ist toll. Der Aktienkurs steigt. Weniger toll ist, das Rene Obermann immer noch keine Spur einer Ahnung hat, wie er die Telekom langfristig ins Plus führen will, ohne das auf Kosten der Mitarbeiter zu tun.
Auf Kosten der Mitarbeiter zu wirtschaften kann er schon ganz gut. Es wird ihm aber auch nicht helfen, wenn Maybritt Illner mit noch so viel erpressten Fernsehgebühren, seine Unfähigkeit schön redet. Wohin Maybritt Illner will, ist allen Zuschauern schon lange klar. Sie ist eine fleißige Schönrednerin für neoliberale Verantwortungslosigkeit. Das fällt ihr ja auch leicht, da die Zuschauer sich nicht wehren können. Sie müssen bezahlen auch wenn sei bei den Sendungen von Frau Illner auf den Teppich kotzen vor Wut.
Aber machen wir uns nichts vor. Es gibt keine Interessenkollision. Nie nicht. Das ist alles in Ordnung. Alles schön neoliberal und gebührenfinanziert. Es lebe die totale Verantwortungslosigkeit.
Hauptsache die Auenkirche ist schön
Die Auenkirche bei mir in der Wilhelmsaue ist ein imposantes Gebäude. Hervorragend renoviert, bestens in Schuß gehalten. Selbst das kleinste Nebengebäude strahlt die Art von Reichtum aus, die entsteht, wenn man sich schamlos aus Kirchensteuer und sonstigen Steuermitteln finanzieren kann.
Die Außenflächen der Auenkirche ist peinlich sauber. Es ist eine Freude sie anzusehen. Wahrscheinlich werden da auch noch ein paar Ein-Euro-Jobber ausgenutzt, um den hohen Standard zu halten. Die Auenkirche ist ein klerikales Schmuckstück.
Das hat natürlich Folgen. Negative Folgen für die Nachbarschaft der Auenkirche. Denn so peinlich sauber die Auenkirche auch sein mag, so sehr ist sie begeistert dabei, das Umfeld zu verdrecken. Wie die rücksichtslosen Macher ja schon auf ihrer Website erklären, reichen die Eintrittspreise und allerlei Unterstützungsmittel nicht aus, um deren Anspruch an Musik zu finanzieren. Deshalb muss bei der Plakatierung gespart werden. Die wird wild und ungesetzlich gemacht.
Natürlich ist auch niemand für die alten Plakate verantwortlich. Die liegen einfach auf dem Boden. Das ist ja kein Kirchengrund, da darf ja rumgesaut werden. Da muss keine Rücksicht genommen werden. Es ist auch egal, wieviel Geld die Hausbesitzer für ihre Fassaden ausgegeben haben. Die sind Freiflächen für die Auenkirche und ihren Geschäftsinn.
Ich finde das dies typisch ist für die falsche Frömmigkeit dieser sogenannten Christen. Für sie selbst muss alles vom Feinsten Sein. Das Umfeld der anderen darf verdreckt und mißbraucht werden. Anstatt ihren Gott zu belügen, sollten die Pfarrer der Auenkirche auf den umliegenden Straßen ihren Dreck einsammeln und sich bei den Menschen entschuldigen.
Aber ich glaube nicht, das solche Theologen dazu in der Lage sind. Denen geht es nur um das Geld. Ich überlege mir ernsthaft ob ich nicht meinen Hausmüll vor deren Kirche kippe, aber zum einen bin ich für solche Aktionen zu gut erzogen worden und zum anderen gefallen mir saubere Flächen. Bei anderen wie bei mir.
Es bleibt nur die ständige Forderung. Schafft die Kirchensteuer ab. Dann müssen diese Leute ihr Geld mit Arbeit erwirtschaften. Vielleicht hält das sie davon ab vor lauter Langeweile die Häuser zu bekleben und Briefkästen mit ihrem Müll zu verstopfen.
Tu du mir nichts, ich tu dir auch nichts
Der DIHK-Chef Ludwig Georg Braun hat die moderate Managerkritik von Angela Merkel zurückgewiesen und sie gleich bei ihrem Schwachpunkt erwischt:
Eine pauschale Managerschelte sei ebenso verfehlt wie eine generelle Politikerschelte. Letztlich müssten die Aufsichtsräte entscheiden, welche Gehälter die Unternehmen zahlen wollten, um die besten Manager für sich zu gewinnen
Der DIHK ist so eine Art oberste Funktionärsclique der Industrie- und Handelskammern, die sich durch die Erpressung von Zwangsgebühren bei den kleinen und mittelständischen Firmen finanzieren um die Interessen des Großkapitals zu vertreten. Zusammen mit den Arbeitgeberverbänden bilden sie den harten Kern der neolibalen Politikbeeinflusser und sind so eine Art von Krebsgeschwulst am Körper der deutschen Wirtschaft und der der Politik.
Normalerweise ist der DIHK so nützlich wie ein Kropf, dafür aber lästiger als jede bekannte Fliegen- oder Mückenart. Es lohnt sich nicht, auch nur mit wenigen Zeilen über seine Aktivitäten zu berichten. Da ist selbst die Landesmeisterschaft im Graswachsenhören in Vorpommern interessanter.
Diesmal jedoch fasst der DIHK Obermime Braun, zwei Dinge zusammen, die zusammen gehören. Miese Manager und miese Politiker. Zwar möchte Braun nicht, das beide gescholten werden, aber das muss ja niemanden interessieren. Abzockende Manager, abzockende Politiker, bestechende Manager die nicht verfolgt werden, wie bestochene Politiker die ebenfalls nicht verfolgt werden. Verantwortungslose Manager und verantwortungslose Politiker.
Ja. Man muss und darf sie beide schelten. Sie taugen in Deutschland nämlich beide nicht. Es ist sogar ein Pauschalurteil gerechtfertigt. Denn die paar guten Manager und die paar guten Politiker verschwinden in der Masse der unfähigen, unwilligen und unfairen Manager und Politiker vollständig.
Seltsame Unternehmen
Die neoliberale und wirtschaftsfaschistische Politik in Deutschland treibt die seltsamsten Blüten. Da berichten die sogenannten Qualitätsjournalisten der FTD unter dem Titel "Mindestlohn bremst Post-Konkurrenz aus" folgendes:
Die Post-Konkurrenten TNT Post und Hermes verzichten angesichts des geplanten Mindestlohns für Briefzusteller auf ein flächendeckendes Angebot für deutsche Privatkunden. Sie sehen die Liberalisierung des Postmarktes als "gescheitert" an.
..
Die Wettbewerber des ehemaligen Monopolisten wollten auch deutlich niedrigere Löhne zahlen dürfen. Der von Pin Group und TNT gestützte Branchenverband der Post-Konkurrenten hatte gewarnt, durch den Mindestlohn drohten bis zu 20.000 der 60.000 Stellen bei den Post-Wettbewerbern verloren zu gehen.
Meine Meinung zur Pin-Post, Axel Springer und Florian Gerster dürfte jedem, der hier öfter liest, klar sein. Was ich von Neoliberalismus und der damit verbundenen totalen Verantwortungslosigkeit halte, ist auch hinlänglich bekannt. Das gleiche gilt für meine Meinung zu dieser eigentümlichen Art von Journalisten, die keine eigene Meinung mehr haben und sich lediglich als Propagandisten fremder Interessen sehen.
Mit diesem Artikel dürfte die FTD auf ihrem schnellen Weg zu einem reinen Werbeblättchen einen neuen Tiefpunkt erreicht haben. Wenn ein Wirtschaftsmodell eines Unternehmens ausschließlich darauf beruht, das es bei einer Dienstleistung im Inland, so niedrige Löhne bezahlt, das die Gemeinschaft der Steuerzahler zuzahlen muss, dann müsste eine Wirtschaftszeitung sofort aufschreien. Selbst die Lokalredaktion vom Kleinsiehstemichnichter Anzeiger würde da aufmerksam.
Im Grunde sollten der Post Marktanteile gestohlen werden, indem man die Löhne nicht selbst zahlt, sondern vom Steuerzahler aufbringen lässt, während die Post, ihre Tariflöhne zahlen muss. Die Post ist sicherlich kein Traumunternehmen und bieten an jeder Ecke einen Ansatz zu härtester Kritik. Das was Gersters Postanbieter unter Springers Herrschaft wollten, ist einfach perfide. Sie wollten Gewinn direkt auf Kosten des Steuerzahlers machen.
Eine Zeitung, die wie die FTD solche Zusammenhänge nicht bemerkt, oder nicht bemerken will und nicht auf sie aufmerksam macht, stellt eine Gefahr da. Im Grunde genommen, muss man all ihre Nachrichten zumindest in Frage stellen. Selbst das Datum im Seitenkopf bedarf einer Prüfung. Da die FTD auch Informationen für Kapitalanleger transportiert, müsste zusätzlich geprüft werden, in wie weit, der aus Desinformation in diesem Bereich entstehende, volkswirtschaftliche und persönliche Schaden, nicht durch die Besitzer der FTD ausgeglichen werden müsste.
Das Springer uns ausnehmen will wie eine Weihnachtsgans ist klar. Das Springer mit Gerster eines der größten Lügengebäude in der deutschen Tarifgeschichte aufgebaut hat, ist auch klar. Das Florian Gerster versagen würde, wusste jeder der seinen Lebensweg verfolgt. Aber das eine Wirtschaftszeitung absolut Null Wirtschaftskompetenz hat, ist neu. Egal wer die FTD nun kauft. Er sollte eine Rätselzeitung daraus machen. Die Rätsel müssen auch nicht aufgehen. Es ist ja auch nicht klar, wer die Redaktion der FTD für diese Berichterstattung bezahlt.
Schmutzig wie Lidl
Es gibt Läden, die machen mich einfach sprachlos. Natürlich ist zwischen der bunten Werbewelt und der harten Realität der Discounter ein Riesenloch. Selbstveständlich machen sie alle ihre billigen Preise vor allem zu Lasten ihrer Mitarbeiter und müssten alle boykottiert werden, was aus Versorgungsgründen allerdings nicht möglich ist. Man kann nur die Auswüchse bekämpfen.
Lidl ist so ein Fall. Die kennen in der Berliner Straße in Wilmersdorf absolut keine Regeln und scheinen damit durch zu kommen. An mindestens zwei Tagen in der Woche, versperrt der stinkende Müll aus dem Lager, den gar nicht so schmalen Bürgersteig für praktisch den ganzen Tag. Meist Montags und Samstags, aber auch oft zu anderen Zeiten. Lidl muss von der Berliner Straße aus beliefert werden, obwohl sie einen Parkplatz hinter dem Haus haben und eine Hebebühne, das Problem lösen würde.
Aber wozu. Was interessiert Lidl die Interessen der Allgemeinheit. Sollen die Leute mit Kinderwagen doch über die Straße gehen. Hauptsache Lidl macht Gewinn. Rücksichtslos und dummdreist, aber fröhlich. Heute, es ging ein wenig Wind, schoß den Müll über die Straße, die leeren Brotkisten blockierten alles. Sie waren umgestürzt. Aber die Mitarbeiter von Lidl sehen darin kein Problem. Wozu auch. Das Ordnungsamt pennt und ist ansonsten nur mit der Bestrafung von Falschparkern beschäftigt.
Aber auch der Gewerbeaußendienst scheint ziemlich blind zu sein. Vermutlich hat Lidl in seinem Lager keinen Abfluß. Das Wischwasser, die Kehrreste, alles landet auf dem Bürgersteig. Der Gestank von vergorener Milch und verfaulenden Gemüseresten ist zeitweilig atemberaubend. Natürlich ist der gesamte Bürgersteig so verschmutzt, das man die Räder des Kinderwagens zu Hause erst einmal reinigen muss. Es geht eben nur um Lidls Gewinn.
Ich persönlich würde ja nicht bei Lidl kaufen. Wer mir als potentiellen Kunden zeigt, das Sauberkeit nur bedeutet, den Dreck auf den Bürgersteig zu wischen, der war im Mittelalter vielleicht noch richtig, ist aber heute mit Sicherheit falsch. Ich glaube übrigens auch nicht, das die Abwässer die unter der Tür durchsickern nur dort sind. Ich befürchte, das ich und die anderen Bürger nur die Spitze des Dreckberges sehen.
Deshalb möchte ich nichts, was durch diesen Laden gegangen ist. Nicht einmal umsonst. Wer weiß, was die selbst an Dosen noch an Bakterien züchten, geschweige denn an Obst und Gemüse. Da schüttelt mich alleine der Gedanke.
Ist Lidl eigentlich überall in Deutschland so schmutzig und rücksichtslos?
Bundesrechnungshof: Bundeswehr soll auf Bombodrom verzichten
Der Begriff Bombodrom mag nicht jedem geläufig sein. Gemeint ist damit eine Fläche von 144 Quadratkilometern, was ungefähr einem Sechstel der Fläche Berlins entspricht, die zwischen Wittstock und Rheinsberg liegt und bis nach Kyritz und Neuruppin reicht. Diese Kyritz-Ruppiner Heide, wurde in den den 50er Jahren von den Sowjets enteignet, die dort einen Artillerieschießplatz und Bombenabwurfplatz einrichteten.
Bei der Größe der Fläche ist es leicht vorstellbar, das dieses Bombodrom nicht nur durch die ständige Lärmbelästigung nervte, sondern auch wie ein Riegel, viele Entwicklungsmöglichkeiten der Region unterband. Um so größer war die Freude, als nach der Wende und dem Abzug der Sowjets neue Verkehrswege für kürzere effektivere Verbindungen sorgten und die Menschen, aber auch die Touristikbranche auf eine ruhige und sichere Zukunft hoffen konnten.
1992 war es mit dieser Hoffnung schon fast wieder vorbei, als die Bundeswehr plötzlich meinte, das Gelände nun doch wieder als Bombenabwurfplatz nutzen zu wollen. Selbstverständlich fanden sich sofort eine Reihe von Verteidigungsministern bis hin zu den Herren Struck und Jung, die nichts besseres zu tun hatten, als diesem Plan zuzustimmen.
Zwar machte Struck mit seinem Bundestagsmotorradclub einen Ausflug in die Ruppiner Heide und lobte Rheinsberg und dessen Schönheit. Wer allerdings auf die Spur von Erkenntnis gehofft hatte, wurde enttäuscht. Kaum war Struck wieder weg, wollte er die mittlerweile geschaffene kleine Idylle natürlich sofort wieder zerstören. Es hätten sich ja sonst einfache Bürger daran erfreuen können. Für einfach Bürger ist aber in diesem Land schon lange keine Freude mehr vorgesehen.
Gäbe es nicht die Bürgerbewegung Freie Heide und ihren unermüdlichen Kampf, würden schon lange wieder die Bomben fallen und sicher hätten wir auch wieder die eine oder andere Nachricht von einem Kollateralschaden. Mit ein wenig Pech könnten die kleinen Industriegebiete der Gegend betroffen sein, um dann auch noch die letzten Arbeitsplätze zu vernichten.
Tourismus unter Bomben und ständigen Flugbewegungen ist natürlich auch nicht denkbar. Alles was sich die Menschen in dieser Gegend aufgebaut haben, wäre erledigt. Dabei ist es trotz schönster Gegend, viel Geschichte und netten Menschen, so schon schwer genug, ein paar Touristen anzulocken, obwohl von Angeln bis Wassersport so ziemlich alles denkbare angeboten wird.
Das niemand das Bombodrom braucht, ist schon lange klar. Aber es geht ja auch nicht um benötigen, sondern ums haben wollen. Es geht darum das gemeine Politiker aller Parteien viel Spaß daran haben, wenn die Bürger etwas aufbauen und sie das dann mit einem Fingerschnippen unter hämischen Grinsen zerstören können. Über das Militär ist in diesem Block schon genug gesagt worden. Die Führung taugt nichts und die Bürokratie macht bewegungslos.
Vielleicht wäre das eine Hoffnung. Wenn die ihr Bombodrom hätten, dann fehlt ihnen der Sprit zum fliegen und die Bomben zum abwerfen. Wahrscheinlicher aber ist, das schlecht gewartete Maschinen einfach in Wohngebiete stürzen.
Gerade deshalb ist es toll das der Bundesrechnungshof sich so deutlich äußert:
Nach Überzeugung des Rechnungshofes basieren sämtliche Argumente, mit denen die Bundeswehr den Bedarf für das 140 Quadratkilometer große Übungsareal seit 1992 begründet, auf falschen oder völlig überholten Planungen. Gleiches gelte für das gesamte Übungskonzept der Luftwaffe. Der zusätzliche Übungsplatz bei Wittstock, so schreibt es der Rechnungshofchef, werde überhaupt nicht benötigt.
Genauso unnötig und unausgegoren, wie das Beharren auf dem Bombodrom scheint im übrigen auch der gesamte Übungsplan der Luftwaffe zu sein:
Die tatsächliche Nutzung der inländischen Schießplätze durch die Luftwaffe ging bis zum Jahre 2004 um rund 86 Prozent zurück.“
Die Luftwaffe, so Engels weiter, laste daher seit Jahren ihre beiden deutschen Übungsplätze für Luft/Boden-Kampfeinsätze „nicht aus“: „Zuletzt flog sie nur noch ein Drittel der geplanten Übungen.“ Den Luft/Boden-Schießplatz in Siegenburg habe die Luftwaffe „im Jahre 2005 nur acht Stunden“ genutzt. Insgesamt seien im Jahr 2005 lediglich 26 Prozent der verfügbaren Übungskapazitäten im In- und Ausland von der Luftwaffe genutzt worden. „Trotzdem hält sie daran fest, für rund 270 Mio. Euro ihre Übungsmöglichkeiten“ in Nordbrandenburg zu erweitern, so der Rechnungshofchef.
Während die Goldfasanen in den Stäben Weltkrieg spielen, reichen die Mittel schon lange nicht mehr aus, um nur einen vernünftigen Übungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Während unseren Truppen in Afghanistan praktisch alles Notwendige fehlt, spielen die Bürokraten Papierkrieg. Die brauchen keine realen Flugzeuge und Mannschaften, denen reichen Landkarten und Zinnsoldaten auf denen sie ihre Kinderspiele treiben.
Das der Bericht des Rechnungshofes als geheime Verschlusssache gilt, macht die Angelegenheit besonders prekär. Das Volk soll gehalten werden wie die Champignons. Nämlich im Dunkeln und dabei Scheiße fressen. Unserer politischen Führung brauchen wir kein Mißtrauen mehr auszusprechen. Denen trauen noch nicht einmal die, die sie gekauft haben. Es ist an der Zeit unserer militärischen "Führung" klar zu sagen, das sie entweder auf den Boden der Tatsachen zurückkommt, oder wegtreten soll.
Wir haben, gegen den Willen des Volkes, überall Soldaten im Kampfeinsatz. Deren Leben zu schützen und für deren möglichst schnellen und sicheren Rücktransport zu sorgen, ist die Aufgabe der Generalität. Zumindest aber muss sie dafür sorgen, das die Leute wenigsten nicht ohne Waffen, Munition und Fahrzeuge im Krieg stehen. Wenn die deutsche Generalität, wie eigentlich immer in der Vergangenheit, nicht in der Lage ist, für ihre Leute zu sorgen, dann sollten diese Leute, die Gewehre auf die Generäle richten und diese an die vorderste Frontlinie schicken.
Es wäre nett die "Führung" Bundeswehr zu Fuß außerhalb von Kabul marschieren zu lassen. Der Geruch wäre zwar schrecklich, aber danach würden unsere Soldaten zumindest besser ausgerüstet. Ein General mit vollen Hosen ist viel schneller bereit, das Notwendigste zu bewilligen.
Nein die Bundeswehr wird nicht auf das Bombodrom verzichten. Die nehmen keine Vernunft an. Leider werden die Soldaten auch nicht meutern sondern sterben. Aber selbst wenn sie als Bürger in Uniform meutern, wird es schnell Gerichte geben sie sie verurteilen. Die gleichen Gerichte, die nicht eingreifen, wenn die Soldaten ohne geeignete Schutzwesten in Afghanistan geopfert werden.


















