Radfahrer
Berlin ist mit einem sehr guten Radwegenetz ausgestattet. Natürlich gibt es auch hier noch viele Stellen wo Verbesserungen möglich wären. Aber es macht keinen Sinn über Verbesserungen nachzudenken, weil Radwege ja doch nicht benutzt werden. Radfahrer scheinen Radwege zu hassen.
Vielleicht ist ihn das Fahren auf ihrem eigenen Weg zu langweilig. Auf jeden Fall findet man sie überall, aber nur selten auf Radwegen. Die Fahrradkuriere rasen wie die Geisteskranken durch den fließenden Verkehr. Autofahrer haben einfach zu bremsen, auch wenn sie dadurch einen Auffahrunfall verursachen. ["Radfahrer" mehr »]
Von oben herab
Rebecca Evans am 1. Juni 2009, veröffentlicht am 2. Juni 2009
Politik ist, etwas von "oben herab" zu verändern. Die Argumentation zur Zementierung von Regeln ist dabei denkbar einfach. Man ist versucht dem geeigneten Wähler ein schlechtes Gewissen einzureden. Dass man, wenn man dem neuesten Vorschlag zur Reglementierung einer bestimmten Angelegenheit kritisch gegenüber steht oder gar etwas dagegen hat, nicht vernünftig wäre. Regelmäßig appellieren deshalb die Politiker aller Parteien an unser Bewusstsein und stellen unsere Auffassung von "Vernunft" damit in Frage. Sicher dessen, daß man ihre eigene Vernunft dabei nicht in Abrede zu stellen hat, denn einzig ihre Ansicht von "Vernunft" ist es, die als richtig erachtet werden muss. Damit wird dem Wahlvolk unterstellt, jeglicher Art der Selbstbestimmung nicht fähig zu sein, was wiederum die Plutokratie notwendig macht -sie legitimiert. Ein Staat in dem der Bürger das Wesen der Selbstbestimmung verliert und durch obere, finanziell besser gestellte Bürger übergestülpt bekommt was er zu tun und zu lassen hat, hat nur noch wenig mit Demokratie zu tun. Man macht die Bürger zu unfähigen, sich nicht unter Kontrolle habenden Individuen, deren einzige Aufgabe lediglich darin besteht wählen zu gehen.
Ähnlich verhält es sich mit dem Grundrecht der Bürger auf Gleichheit. Dort wo der Besserverdienende allein dadurch straffrei bleibt, herrscht gegenüber dem normalen Bürger ein Ungleichgewicht, da er es sich nicht "leisten" kann, der Strafe zu entkommen. Dort wo es auf Grund mangelnder finanzieller Mittel zu einer Einschränkung, zu einer Ungleichbehandlung von Grundrechten kommt, kann nicht von einer Demokratie gesprochen werden.
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• Sinnvolles für schlechte Zeiten
• Gleicher Lohn für alle - „So eine Art kategorischer Imperativ“
• Dreiundsechzig Jahre Hiroshima
• Schöne Scheisse
• Freifahrt ["Aufgelesen: 51" mehr »]
Was haben diese Leute nur gegen unseren blauen Planeten
Gut es mag natürlich die pure Gier und Gemeinheit sein die Leute wie Lakshmi Narayan Mittal von Arcelor Mittal dazu treibt, diesen Planeten mit Macht zu zerstören. Ich verstehe auch, dass solche Leute immer wieder willige Propagandisten finden, die dann natürlich wieder laut behaupten werden, das sie für ihre absurden Ansichten nicht bezahlt werden, was ich ihnen trotzdem nicht glaube, da die Interessenüberschneidung einfach viel zu groß ist.
Ähnlich wie beim Schwesterblog PI, bei dem ja auch mit Spürnasen gearbeitet wird und bei dem eben neben der Vernichtung der Erde auch noch die Vernichtung der Muslime als Dauerthema ansteht, macht es der dem Arcelor Mittal Konzern nahestehende Propagandablog Ökologismus jetzt auch, in dem er sich von angeblichen Spürnasen Themen servieren lässt, die allgemein bekannt sind, aber auf diese Art und Weise geheimnisvoller wirken sollen:
So sollen bei der Standortauswahl des neuen Stahlwerkes der Voest Alpine (immerhin eine sieben Milliarden Euro Investition) “Umweltschutzbestimmungen” (im Hinblick auf Belastungen durch den Emissionshandel) eine entscheidende Rolle spielen. Bei der Wahl zwischen Bulgarien, Rumänien und der Ukraine dürfte die Wahl sicherlich nicht schwer fallen.
Ebenso bestätigen Manager des staatlichen polnischen Stromkonzerns “lockere Gespräche” über den möglichen Bau eines neuen Kohlekraftwerkes in der Ukraine. Da das Kraftwerk dort nicht mit dem Bann des CO2-Ablasshandels belegt wäre, könnte der Strom dort wesentlich günstiger erzeugt und in die EU importiert werden.
Dies sind weitere Indizien dafür, dass das Konzept des staatlich vorordneten Ablasshandels lediglich zur Verteuerung der Energiepreise für die Bevölkerung und zum Export von Arbeitsplätzen führt.
Die Botschaft und damit die grundsätzliche Lebenslüge dieses Blogs und seiner Betreiber ist ganz einfach. Macht Energie so billig wie möglich und lasst alles was denkbar ist an Umweltverschmutzung zu, damit Lakshmi Narayan Mittal noch mehr Geld verdienen kann. Es ist egal wenn eure Kinder vergiftet werden, euer Wasser verschmutzt wird, solange nur Mittal verdient.
Jeder vernünftige Mensch der schon mal in der Ukraine war, weiß wie groß die Umweltprobleme dort sind. Das ist nicht nur Tschernobyl sondern sehr viele Kraftwerke die nicht die geringsten Schutzmechanismen haben. Die Ukraine selber würde gerne Umweltschutz betreiben, ist aber dazu finanziell nicht in der Lage. Die Leute von Ökologismus und Mittal wissen das genau. Aber es ist ihnen egal. Viele Gegenden der Ukraine sehen heute schlimmer aus, als das Ruhrgebiet in seinen schlimmsten Zeiten. Die Krankheiten sind ebenfalls die gleichen.
Aber es geht diesen Leuten nicht um Wahrheit, nicht um die Gesunderhaltung von Kindern, sondern um puren Wirtschaftsfaschismus in seiner schlimmsten ausbeuterischen Form. Am meisten würde von einem Nachgeben unserer Regierungen die Firma Mittal und deren Besitzer einen Nutzen daraus ziehen. Lakshmi Narayan Mittal muss hier nicht leben. Der geht mit seinem Geld morgen wieder aus London weg und sucht sich eine Insel mit guter Luft und sauberem Boden. Was er hier hinterlässt ist ihm egal.
Es ist wichtig solche Zusammenhänge zu verstehen, damit man beurteilen kann, warum sich Menschen so verhalten wie sie es tun. Es gilt jetzt Arcelor Mittal überall da wo sie europäischer Gerichtsbarkeit unterstehen auf das ganaueste zu untersuchen und die kleinste Verfehlung mit aller Härte zu bestrafen um Mittal der sich ja eindeutig verantwortungslos zeigt, aus dem europäischen Geschäft heraus zu bekommen. Wer sich nicht an Regeln halten will oder vernünftige Regel abschaffen will, gehört nicht in unsere Wirtschaft. Er gehört allerdings eigentlich in gar keine Wirtschaft.
Bei dem zur Zeit leider nicht aktiven Blog Waschsalon fand ich folgende Geschichte die ich einfach mal im Volltext mit den Bildern übernehme, weil ich sie nicht sinnvoll kürzen kann. Prügel bitte an mich:

Verhältnis Erde-Wasser

Verhältnis Erde-Luft
Mehr Luft als Wasser
Ich liebe ja Visualisierungen von Zahlen. Mal ehrlich: Wer kann sich schon vorstellen wie eine Billion Tonnen aussehen?! Oder 1,4087 Milliarden Kubikkilometer?! So viel Wasser gibt es nämlich auf unserem Planeten, inklusive Meerwasser, Eis, Seen, Flüsse, Grundwasser, Wolken, etc. Dafür gibt es allerdings auch 5140 Billionen Tonnen Luft. Wie viel das wäre, würde man alles Wasser bzw. sämtliche Luft zu einem Ball zusammenfassen und ins Verhältnis zur Größe unseres Planeten setzen, zeigen diese beiden Bilder - links Wasser, rechts Luft.
Es wird natürlich auch noch etwas anderes deutlich. Nämlich wie gefährdet unsere Luft und unser Wasser in Wirklichkeit sind. Wer sich noch an die ersten Farbaufnahmen des blauen Planeten aus dem All erinnern kann und die Begeisterung der Astro- oder Kosmonauten, der weiß sicher auch noch das wir damals die Möglichkeiten dieses Planeten für unendlich gehalten haben. Heute wissen wir es besser. Er ist endlich in seinen Möglichkeiten und in dem was wir ihm gefahrlos antun können.
Das einzige was es überhaupt möglich macht, das einige Spinner die drohenden Gefahren ableugnen können, ist die Tatsache, das wir nicht genau wissen, wie weit wir gehen können, bis der Planet und wir mit ihm untergehen. Es besteht die Chance das er noch einiges abkann, aber es kann auch sein, dass übermorgen der Start eines einzigen zusätzlichen Autos das Ende unumkehrbar einläutet.
Ich empfehle diesen Leuten, die sagen das bisher nichts passiert ist, auch nicht das sie Rattengift essen und dabei täglich die Dosis verdoppeln sollen. Wenn die Startmenge im Bereich von Nanogramm ist, könnten sie eine Zeitlang Rattengift genießen, ohne das es ihnen schadet. Trotzdem würden sie im Endeffekt sterben. Niemand weiß genau wann, aber jeder weiß das dieser Tag unausweichlich kommt.
Wer die Erde wie ein Stück Klopapier nur benutzt um sie dann wegwerfen zu können, sollte mindestens zwei weitere Erden im Kofferraum haben. Zur Zeit wissen wir nicht einmal ob es draußen im Weltall irgendwo eine Ersatzerde gibt, geschweige denn, das wir sie erreichen könnten. Wer mit dem blauen Planeten zockt, verzockt die Zukunft der Menschen. Wer das ob gekauft oder aus Dummdreistigkeit macht, gehört nicht in die menschliche Gesellschaft. Der ist viel zu gefährlich um ihn frei laufen oder gar wirtschaften zu lassen.
Ob beliebige Spürnasen ghw, Thomislav Rus oder Lakshmi Narayan Mittal sie alle haben nicht das Recht so mit den Menschen und deren Zukunft umzugehen, nur um ein paar Minute länger Vorteile genießen zu können. Wer nicht in der Lage oder willens ist Verantwortung zu tragen darf nicht teilhaben. Die Rus die Gründer oder Namensgeber Russlands deren Stamm lange in der Ukraine lebte und herrschte würden sich für solche Freunde der Ukraine sicherlich bedanken.
Nicht am Broder rumniggemeiern
Stefan Niggemeier hat es schon wieder getan. Er hat über Broder geschrieben. Das macht man doch nicht. Das ist doch Majestätsbeleidigung. Gut man darf ihn bejubeln, wie das bei PI und Kewil ja auch immer wieder passiert. Das lässt er sich gerade noch gefallen. Aber Broder kritisieren, oder gar über einen Prozess berichten den Broder verloren hat. Das geht eindeutig zu weit:
Henryk M. Broder hat ein Problem mit Tanja Krienen. Er schrieb, ihre „Passion” sei die „gesellschaftliche Anerkennung der Pädophilie”, empfahl „alleinreisenden Kindern”, einen weiten Bogen um ihren Wohnort zu machen, und nannte sie „eine dumme, ekelhafte, antisemitische schlampe”.
Aber Henryk M. Broder hat es nicht dabei belassen, ihre (tatsächlichen oder unterstellten) politischen Vorstellungen anzugreifen. Henryk M. Broder hat nämlich noch ein anderes Problem mit Tanja Krienen. Sie ist transsexuell.
Dass es so etwas gibt: Menschen, deren gefühltes Geschlecht nicht mit ihrem Körper übereinstimmt, scheint Broders Vorstellungskraft zu übersteigen. Vielleicht empfindet er es als Bedrohung. Vielleicht als Perversion. Vielleicht auch nur als Witz, „Charleys Tante”, man kennt das ja.
Jedenfalls wird Tanja Krienens Transsexualität irgendwann zu seinem Haupt-”Argument” gegen Tanja Krienen.
..
Das Landgericht Dortmund hat es Broder gestern untersagt, Frau Krienen als „antisemitischen Schlamperich” zu bezeichnen oder sich über ihre Transsexualität lustig zu machen, indem er sie „Herr Krienen” oder „Herr/Frau Krienen” anredet.
Wie üblich begann auf Niggemeiers Blog eine Kommentarschlacht, die teileweise zum piepen ist und nachdem die von den Broderanhängern - ja er hat welche - nicht gewonnen werden konnte, musste der Meister selbst ran. In solchen Fällen schreibt er dann immer gerne als eine der Achsenmächte auf einer Plattform die sich Achse des Guten nennt.
Wahrscheinlich haben sich die ursprünglichen Achsenmächte auch für gut gehalten. Broder und seine Kumpane müssen noch bekräftigen das sie gut sein wollen würden, wenn sie denn gut oder nur menschlich sein könnten. Aus ihren Texten geht jedenfalls nichts Gutes hervor. Da geht es immer nur gegen die Vernunft, gegen die Umwelt und gegen alle die für Menschlichkeit und einen vernünftigen Umgang miteinander sind. Aber zumindest ist man für den Kriegstreiber und Massenmörder Bush und dessen Junta.
Dort also im Schutz der andern Guten und natürlich ohne Kommentarfunktion, weil man Angst hat die Wahrheit über sich selbst zu hören, da stellte sich der Meister auf den Misthaufen krähte über Eier. Mit denen scheint er wirklich ein Problem zu haben. Ob es die nachlassende Manneskraft ist oder wirklich Kastrationsängste, die Eier haben es dem Broder angetan:
Niggemeiers faule Eier
Stefan Niggemeier, nach Shraga Elam der zweitgrößte Recherchierjournalist der freien Welt, hat sich darauf spezialisiert, täglich die BILD-Zeitung zu lesen und sich anschließend über das Gelesene zum empören. Das macht er schon eine Weile recht erfolgreich, wie ein Endoparasit, der es sich gemütlich im Körper des Wirtes eingerichtet hat. Weil ihm das aber auf die Dauer nicht genug ist, verläßt er ab und zu den heimeligen BILD-Blog und tritt in die große Welt hinaus, wo das Unrecht darauf wartet, von ihm beim Namen genannt zu werden
Auch mit dem Arsch und seinen Bewohnern scheint sich der Meister gut auszukennen. Logisch für jemanden der so gerne im Darm des Bush-Junta säße, bei dem es aber nur für ein Foto vor dem Weißen Haus gereicht hat. Trotzdem fehlt mir bei Broder irgendwie der Schwung. Er hasst so ganz ohne Elan und auch das Gejaule das der Richter ihn gar nicht gewürdigt hat und die Berufung alles ändern würde, ist irgenwie lustlos.
Er hat natürlich auch ein Problem. Er muss siegen, damit seine Bewunderer ihn bewundern. Es reicht eben schon lange nicht mehr gegen die Muslime alleine zu sein um bei den Truppen von PI und Kewil Anklang zu finden. Die sind schon weiter. Sie sind gegen Schwule, Farbige, Ausländer im Allgemeinen und wohl auch gegen Polen. Da wird es für den Migranten Broder schon bald nicht mehr reichen, nur einen Transvestitien zu beschimpfen. Seine Anhänger werden mehr wollen.
Das könnte ganz großes Kino werden, wenn Broder gegen polnische katholische Migranten schreibt.
Und dann war da noch Annette Widmann-Mauz von der CDU
Ich liebe Pressemitteilungen, gerade wenn sie von so bedeutenden Politikerinnen kommen, die nicht nur einen schicken Doppelnamen tragen, sondern mir auch gänzlich unbekannt sind. Aber ich bin da kein richtiger Maßstab mehr, seit ich aufgehört habe mir Hinterbänkler anzusehen, denn sie hat ja wichtiges mitzuteilen:
Nach den Daten der Bundesvereinigung der Deutschen Apothekerverbände (ABDA) haben 2006 gesetzlich Versicherte 353 Millionen Euro weniger Zuzahlungen leisten müssen. Die gesundheitspolitische Sprecherin und Vorsitzende der Arbeitsgruppe Gesundheit der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB begrüßt diese Entlastung der Versicherten.
Die Preissensibilität der Versicherten bewirkt sowohl positive Effekte für die Versicherten selbst als auch für die gesetzlichen Krankenkassen. Die von der Union durchgesetzten Bestimmungen des Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) zeigen, dass die Vorstellungen der Union, Wettbewerb und Transparenz zu stärken, zu deutlich positiven Auswirkungen im Gesundheitswesen führen. Die Möglichkeit, besonders wirtschaftliche Festbetragsarzneimittel von der Zuzahlung freizustellen haben die Krankenkassen mittlerweile für mehr als 11.000 Arzneimittel genutzt und damit die Effizienz in der Versorgung gesteigert.
Wir haben also in 2006 353 Millionen Euro weniger Zuzahlungen leisten müssen. Das ist gut. Ist das nun ein Viertel aller Zuzahlungen, zwei Drittel oder nur fünf Prozent? Niemand weiß es. Aber wichtig ist ja nur, das wir gespart haben.
Die Krankenkassen haben auch gespart, weil sie für 11.000 Medikamente Festbeträge ausgehandelt haben. Das ist auch gut. Feste Preise sind immer gut. Wie lange gelten die denn, war das ein Einmaleffekt, haben wir das jetzt immer? Nichts genaues weiß man nicht. Aber das wichtigste ist doch, das die CDU, wenn nicht sogar die Widmannige Mauzi das alles für uns gemacht haben.
Mhm. Die Wahlen fanden im September 2005 statt, dann hat die CDU noch eben schnell ein Gesetz erlassen das uns 353 Millionen Euro erspart hat. Das macht mir mißtrauisch. Meiner Meinung nach haben die sich doch erst mal ein paar Monate angegiftet und sondiert, aber nicht gearbeitet. Richtig das Gesetz gab es erst zum 1.April 2006 und es endet nächsten Monat. Noch dazu war es wohl Sache der Gesundheitsministerin, die zwar so handelt als ob sie in der CDU wäre, aber wohl offiziell noch in der SPD ist.
Was also will uns Anette Widmann-Mauz von der CDU erzählen. Das wir mal ein Gesetz hatten, das toll war, und das sie gerne hätte, es wäre ein CDU-Gesetz. Das die CDU für Wettbewerb und Transparenz ist, wenn keiner hinguckt, oder einfach nur das sie zwar nicht wusste was sie sagen sollte, aber doch auch so gerne mal eine Pressemitteilung machen wollte.
Nun gut mein Kind. Das hat du nun geschafft. Leg dich wieder hin und träum schön weiter. Du bist in Sicherheit, du bist im Bundestag. Da gibt es ganz viele so wie dich. Nein, wir sind dir nicht böse. Wie denn auch. Du kannst ja nichts dafür. Du bist ja nur eine Politikerin, da verlangen wir keinen Sinn und Verstand. Bleib ruhig. Es ist alles gut.
Der Zaun in Zeit und Raum
Paderborn ist eigentlich wie Bielefeld. Nur viel lebloser und katholischer. Sieht man mal von den wenigen Jahren ab, in denen Heinz Nixdorf der Stadt so etwas wie Bedeutung verlieh, kennen wir Paderborn eigentlich nur aus der Steigerung von Schwarz.
Schwarz - Münster - Paderborn
Wahrlich keine Gegend für geistige Höhenflüge oder gar den Gedanken an Freiheit. Will man Paderborn schönreden, dann muss man einfach über Salzkotten sprechen. Gütersloh ist Provinz. Paderborn hat keine Chance Provinz zu werden. Wie leidenschaftlich haben wir leitenden oder leidenden Mitarbeiter von Nixdorf uns vor Besuchen in der Zentrale gedrückt. Selbst die Hallig Hooge wäre spannender gewesen.
Das liegt übrigens nicht an den Paderbornern. Die sind tapfer. Wer Paderborner Pilsner trinkt, muss tapfer sein. Die Paderborner sind auch weltoffen. Schließlich sind sie ja nicht schuld, wenn die Welt nicht nach Paderborn kommt. Dabei gibt es Flughafen und sogar breite Straßen. Es gibt übrigens auch hübsche Mädchen in Paderborn. Zumindest waren sie damals, als ich zwangsweise öfter da war, noch Mädchen. Heute dürften sie wie ich, langsam anfangen nach Schüppe zu riechen.
Ich nehm mir ja immer mal wieder vor in Paderborn zu halten. Aber wenn ich dann die Gelegenheit habe, denke ich an das Hotel im Zentrum. Irgendsoeine Kette. Nach einem Geier benannt. Das Zimmer war so klein, das ich mir beim Ausziehen des Hemdes fast den Arm gebrochen habe. Da wo ich Raum vermutete war Wand. Dummerweise war das die massivere. 5 mm Gipskarton, leider mit Strebe an der Stelle. Unfair war nur, wenn einer eine Frau mit aufs Zimmer nahm, oder eine Frau einen Mann. Ja das gabs auch zu meiner Zeit schon. Dann waren alle anderen live dabei, auf diesem Flur, dem darüber und dem darunter. Aber dabei sein, war in diesem Fall nicht alles. Es war eher frustrierend, wie man mir erzählte.
Also Paderborn. Das beste, habe ich immer gedacht, was denen passieren könnte, wenn deren Bischof zu den Muslimen übertritt oder eine 18 jährige Stripteasetänzerin heiratet. Nun hatte die rote Lola schon in meinem Zeiten keine 18-jährigen. Gut die waren auch nicht 80. Aber näher an der 80 als an der 18. Wer fährt auch schon von Berlin nach Paderborn um dort in einen Bums zu gehen. Gibts aber auch. Mich zum Beispiel.
Immer wenn die in Paderborn ansonsten schon die Bürgersteige hochgeklappt und die Häuser reingeholt hatten, also so um viertel vor zehn, dann wenn ich mich in Berlin gerade zum Ausgehen fertig machte, gab es in Paderborn nichts mehr. Entschuldigung Disco natürlich. Aber ich mochte meine Ohren schon damals. Außerdem habe ich auch von Musik keine Ahnung. Die ist nur Geräusch. Unnötiges Geräusch. Also fuhr ich zur roten Lola, keine Ahnung ob die wirklich so hieß, oder von uns nur den Spitznamen hatte. Da gab es Alkohol. Nicht mal teuer, auch ohne Damen. Natürlich auch mit Damen. Ist doch klar.
Essen. Essen war gut in Paderborn. Da sind sie eben echte Westfalen. Die wissen was auf einen Tisch gehört. Ehrlich klar und ein Steinhäger dazu. Natürlich fett. Fett ist Nervennahrung. Nein, mein heutiges Aussehen liegt nciht am westfälischen Essen. Das liegt am Berliner Schnellfraß und den Druckbetankungen. Paderborn ist da unschuldig. Ach ja. Wenn man Paderborn beschreiben will ist unschuldig ein tolles und richtiges Wort.
Vielleicht sollte ich jetzt mal zum Thema kommen. Na gut. Ich finde aber das Paderborn zum Thema gehört. Was mir in Paderborn sofort auffiel waren Zäune. Überall Zäune. Ums Werk, um die Zentrale, um jedes Haus ein Zaun. Überall. Ich als damals noch eingemauerter Berliner hatte vielleicht eine Zaunallergie. Aber ich kenne keine Stadt in der ich soviel Zäune wie in Paderborn gesehen habe. Teilweise auch schmerzhafte Zäune. Über ein oder zwei von diesen Dingern musste ich nämlich drüberhüpfen, als ein Ehemann unerwarteterweise zu früh nach Hause kam. Reisekostenabrechnungsabteilungen können ab und an doch überraschen.
Das hat meine Abneigung gegen Zäune noch verstärkt und meine Aufmerksamkeit geweckt. Als ich die ersten Pläne für den Umbau des alten AEG-Werkes in Berlin gesehen habe, war meine erste Frage, ob man nicht die einzelnen Parkplätze, auch noch mit Zäunen versehen kann. Die hatten überall welche eingeplant. Hohe, mittelhohe und kleine Zäune. So dackelhohe. Das war mal Mode. Da gabs auch in den Schrebergärten diese weißen kunststoffummantelten gebogenen Drahtzäunchen. Einmal mit dem Fuß draufgetreten, konnte man den Mist wegwerfen. Sah doof aus, hatte keinen Sinn und kostete viel Geld.
Die Hose die ich mir bei meinem Zaunjumping zerrissen hatte - der Hintern war schwerer als gedacht - ließ sich natürlich in Paderborn nicht flicken. Etwas ebenbürtiges auch nicht kaufen. Zum Glück hatte ich genug Anzughosen mit. Ich bin Sicherheitsfanatiker mit Breitarsch. Ich kaufe immer zwei Hosen zum Anzug, weil ich mehr mit dem Hintern, als dem Jackett arbeite.
Gut Zaun und unschuldig sind für mich fest mit Paderborn verbunden. Wenn aber die Paderborner so unschuldig sind, was ich nach wie vor nicht anzweifle, wofür brauchen die dann die vielen Zäune? Die Frage stellte ich mir schon damals. Allerdings habe ich sie damals nicht beantwortet. Ich hatte da mal eine Avonberaterin kennengelernt, was zwar nicht hier hin gehört, aber trotzdem nett war und mich in Paderborn auf andere Gedanken brachte, zumal die nicht wirklich unschuldig, aber dafür auch nicht aus Paderborn war.
Warum ich all das erzähle. Zum einen weil mir danach ist und zum anderen weil ich gestern folgende Meldung gelesen habe:
Die Überreste eines mittelalterlichen Gartenzauns haben Archäologen in der Innenstadt von Paderborn entdeckt.
Schlick und Modder eines früheren Teichs habe das fragile Holzgebilde 600 Jahre lang bis auf den heutigen Tag erhalten, teilte ein Sprecher des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in Münster mit. Ein Paderborner Handwerker des Spätmittelalters hatte den Gartenzaun aus bis zu 50 Zentimeter langen Holzpfosten gebaut, die mit dicht geflochtenen Weidenruten fest verbunden waren.
Zack da war alles wieder da. Paderborn und die Zäune. Mein Sprung über, dieselbigen, das reissen der Hose und die Bilder von all den vielen Zäunen. Bis zu diesem Artikel hatte ich auch noch Freunde in Paderborn, die mir lachend mitteilten, das der Zaun im Paderborner Kötterhagen gefunden wurde. Der Zaun der meiner Hose zum Verhängnis wurde, stand zwar nicht am Kötterhagen, dafür war die Dame deren Gatte so unplanmäßig auftauchte am Kötterhagen in Lohn und Brot. Was die Geschichte rund macht.
Schade es war schön Freunde in Paderborn zu haben. Aber wenigstens weiß ich jetzt warum die Paderborner so unschuldig sind. Wer seit 600 Jahren Gartenzäune baut, wird unschuldig. Soviel zerrissene Hosen kann sich niemand leisten. Der Zaun bildet eine Kultur. Nicht als physikalische Begrenzung sondern als metaphysische Grenze. Der Zaun erzeugt Unschuld.
Plötzlich verstehe ich die Welt. Das Grenzregime der DDR, die Chinesen und ihre Mauer, die Israelis die jetzt fleißig am mauern sind und unseren Innenminister Schäuble, der uns in seiner Dauerüberwachung einmauern will. Der Zaun als Garant für Unschuld. Es ist die Suche nach der endgültigen Unschuld, die uns ein- oder ausgrenzen lässt. Der Zaun ist ja nicht das trennende sondern eher das verbindende Element. Die gemeinsame Unschuldsgrenze.
Ich weiß nicht ob es da ein Grenzflimmern gibt. Hin- und herschwabbernde Unschuld. Aber es gibt sie die Kultur der Unschuld mit dem Zaun als Grundlage. Die Welt wird plötzlich begreifbar.
Nun aber genug gealbert. Sechshundert lange Jahre zäunen wir uns schon ein. Begrenzen uns. Nicht nur die Paderborner. Wir alle. Ist das nicht erschreckend? Zäune wirken doch nicht gegen andere. Gut gegen meine Hose haben sie gewirkt, aber nicht gegen mich. Ich verstehe Zäune um Schafe, Hunde, Rinder, Pferde. Um die Viecher selbst und andere vor ihnen zu schützen.
Aber ansonsten ist ein Zaun doch eher eine Fiktion als eine Realität. Das mit der Mauer rund um Berlin hat doch genauso wenig geklappt, wie mit der in China und die in Israel wird ebenfalls versagen. Mit einem Zaun kann man etwas einsperren, aber nichts aussperren.
von der Leyen: Zensur statt Wahrheit
Mutter Ursula vom Orden der nutzlosen Keksbräute hat augenscheinlich genug davon die Besserverdienenden mit Ferkelprämien zu beglücken, oder nachzuprüfen ob die Kekse ihrer Kindheit immer noch zweiundfünfzig Zähne haben. Nein nun möchte sie ein Ferkel schlachten. "Wo bitte geht's zu Gott?" darf das kleine Ferkel nicht mehr fragen.
Zumindest sollen die Kinder die allzuwahren Antworten die das kleine Ferkel bekommt, nicht kennen dürfen. Ursula von der Leyen und ihr unglückliches Ministerium will dieses Buch nämlich auf dem Index für jugendgefährdende Schriften haben. Kinder müssen von den Kirchen über Gott belogen werden, bis sie so weit indoktriniert sind, das jeder Pope sich an ihnen vergehen kann, ohne das sie sich wehren.
Ich finde das Frau von der Leyern auf den Index gehört. Sie und ihr Ministerium sind nicht in der Lage auch nur eines der überall anstehenden Probleme von Kindern und Familien zu lösen. Ja schlimmer noch beide sind nicht interessiert. Aber für Zensur und die Besserverdienenden da ist die Olle immer unterwegs.
Ach ja. Natürlich wird das Buch indiziert werden. Ist doch logisch. Wenn dieses Land Politiker wie Frau von der Leyen vertragen soll, dann verträgt es eben keine aufgeklärten Kinder. Solche Pflanzen wie sie und ihr Vater können nur dort gedeihen, wo der Geist künstlich bedrängt wird. Eine Welt der 52 Zähne eben.
Ich mag zwar Bahlsen, aber immer wenn ich an Albrecht und seine Tochter denke, kaufe ich andere Marken. Dabei kann Bahlsen direkt ja nichts dafür, das die so sind, wie sie sind. Kalt, neoliberal, verantwortungslos und raffgierig wären die wahrscheinlich auch ohne die Kekse.
Lachend in den Morgen
Die arme Katja hat manchmal wirklich einen Scheiß-Job. Aber das Ding, das ihr gestern mit der angehenden Betriebswirtin passiert ist, schlägt alles was ich bisher von ihr gelesen habe.
Ich könnte mich wegschmeißen vor Lachen. Wenn das Deutschlands Zukunft ist, dann lebte ich in einer goldenen Zeit.
Die Taliban ist in der Defensive
Sie dürfen versichert sein, das wir Stalingrad nie wieder verlassen werden.
Hitler am 8. November 1942 als schon 90 Prozent der Stadt besetzt waren
Am 20. Dezember 1942 wurden die Nahrungsrationen der deutschen Soldaten halbiert, weil die Luftversorgung nicht durchzuhalten war. Sie fraßen dann ihre Pferde. Es kam zu Kanibalismus. Am 31.01. 1943 kapitulierte der Südkessel. Generalfeldmarschall Paulus läuft mit erhobenen Händen zu den Russen über.
Gegen das Überlaufen wäre ja nichts zu sagen, hätten nicht der gleiche General und sein Führer alles getan, um die deutschen Soldaten sinnlos zu opfern.
Heute hören wir gute neue Mär vom scheidenden deutschen ISAF-General Bruno Kasdorf:
"Wir haben die Taliban in die Defensive gedrückt", sagte der Chef des Stabes der Internationalen Schutztruppe ISAF und ranghöchste deutsche Offizier in Afghanistan bei seinem Abschied am Donnerstag in Kabul. "Ich bin optimistisch, dass die ISAF, die NATO und die beteiligten Nationen weitere Fortschritte erzielen werden." Nach 13 Monaten sei es für ihn ein sehr bewegender Moment, "die Verantwortung als Chef des Stabes im ISAF-Hauptquartier an meinen Nachfolger, Generalmajor Hans-Lothar Domröse, zu übergeben".
Da fällt mir doch glatt noch einmal Paulus ein:
"Zum Jahrestag ihrer Machtergreifung grüßt die 6. Armee ihren Führer. Noch weht die Hakenkreuzfahne über Stalingrad. Unser Kampf möge den kommenden und lebenden Generationen ein Beispiel dafür sein, auch in der hoffnungslosesten Lage nie zu kapitulieren.
Paulus am 29.01.1943 an Hitler
Natürlich ist General Bruno Kasdorf kein Paulus. Er ist ja auch noch kein Generalfeldmarschall. So groß machen wir es noch nicht wieder. Ich halte auch Kasdorfs Legitimation für deutlich besser, als die von Paulus. Schließlich habe auch ich, Struck mal für einen Demokraten gehalten. Ja sogar mal für einen Sozialdemkraten.
Aber Kasdorfs Aussagen, die erinnern vom Wahrheitsgehalt doch sehr an den Paulus. Wo bitte schön ist der Tailiban in der Defensive. In den befestigten Lagern aus denen sich die deutschen Soldaten kaum heraustrauen, und auch meist nicht heraus können, weil ihnen Material und einfachste Ausrüstung fehlen. Ich weiß nicht wieviele Taliban in diesen Lagern arbeiten, aber sie mögen dort in der Minderheit sein, ob sie aber auch in der Defensive sind, wage ich zu bezweifeln.
In der Defensive befinden sich unsere Truppen. Nachdem wir uns am fröhlichen Zivilistenmorden der USA mittels Tornados aktiv beteiligen und bald auch mit eigenen Kampftruppen beteiligen werden, sind wir in Afghanistan unten durch. Die wenigsten Leute sind so dämlich, diejenigen zu mögen, die sie, ihre Verwandten und Freunde umbringen. Wir sind in Afghanistan noch nicht einmal eine Besatzungsarmee, weil wir dafür zu schwach sind und mit unserer Bundeswehr auch gar nicht dafür ausgerüstet sind. Wir wollten mal die niedersächsische Tiefebene gegen die NVA und die Russen verteidigen bis Soldaten kämen.
Göring hat damals versprochen Stalingrad aus der Luft zu versorgen. Das Problem haben wir heute nicht. Wir kommen mit unseren Flugzeugen gar nicht erst bis dahin. Die Transall ist ein Witz und etwas anderes haben wir nicht, wenn man mal von den Maschinen absieht, mit denen unsere Politiker spazieren geflogen werden. Aber schlimmer noch, unsere Truppen in Afghanistan haben auch keine Pferde, die sie notfalls fressen könnten und nicht einmal annähernd genug Munition, um auch nur drei Tage durchzuhalten.
Aber weshalb sollten sie denn auch durchhalten. Wir könnten sie ja eh nicht ausfliegen. Wenn die Amis den Laden dort dicht machen, wie sie es damals in Saigon taten, dann können wir unsere Jungs und Mädels abschreiben. Aber keine Sorge. Die Generäle die nehmen die Amis mit, oder sie dienen bei den Taliban als Propagandasprecher. Siehe Paulus. Generäle und Obristen sind wertvoll. Den Schützen Arsch werden sie an dem selbigen kriegen und das wird niemand stören. Schon gar nicht unsere Generäle und nicht unsere Kriegsminister. Frau Merkel wird von tiefer, stolzer Trauer reden und Struck wird sich das Lachen kaum verbeißen können. Den Anblick kennen wir ja bereits.
Fakt ist, das wir heute schon wissen, das wir in Afghanistan verloren haben. Die Frage ist nur, was uns der Rückzug kostet. Heute könnten wir vermutlich noch halbwegs in Frieden verschwinden. Mit der Lufthansa oder Air Berlin. Wie es in ein paar Monaten oder gar in ein oder zwei Jahren aussieht, weiß niemand. Jeder der jetzt noch stirbt, weil die deutsche Generalität sich die Niederlage nicht eingestehen kann, ist einem Verbrechen zum Opfer gefallen. Das gilt auch für jeden Verwundeten.
Was wäre es schön, wenn wir Generäle mit etwas Mut zur Wahrheit hätten. Ein wenig Verstand wäre auch ganz nett.
Mein Haus, mein Auto, meine Gene
Das wir in einer seltsamen Gesellschaft von Vergleichsfreaks leben ist eigentlich schon lange klar. Nun gibt es eine neue Vergleichsmöglichkeit. Die eigenen Gene und Don Alphonso aka Rainer Meyer fühlt sich völlig zu recht persönlich angepisst.
Aber wenn jeder irgendwelche Genproben an ein Startupwie 23andme schicken kann, das sich einen Dreck um effektiven Datenschautz kümmert und die Daten aus der Genomanalyse auch an Dritte weitergibt, und für das eigene Portal verarbeitet, dann ist der Moment da, in dem Himmler, das Ahnenerbe und Mengele putzmunter in der Jedermannversion2.0 vorliegen - das Projekt ist ziemlich genau das, was der feuchte Traum dieser Herrschaften war. Ich verstehe nicht, wie man so einem zutiefst unethischen Projekt ein Podium geben kann, und ich begreife auch nicht, warum man diese Leute beim DLD nicht von der Bühne gebuht hat. Ist die Domain GenomKZ eigentlich noch frei, zum Sammeln, Vergleichen und Selektieren möglichst sauberer DNA-Stränge?
Wie er schon sagt, es ist der alte feuchte Traum.
Im Gegensatz zu ihm finde ich aber das diese Truppe sehr gut zum DLD passt. Stehen die da nicht alle jeden Morgen auf und sehen aus dem Fenster, nicht um wie bei Kempowski ein hübsches Mädchen zu sehen, das den Tag versüßt, sondern um Schmulchen Stiefelbein zu entdecken, auf das sie sich, über jemand anderen erheben können? Auf die einzige Art die ihnen möglich ist.
Mein Haus, mein Auto mein rasiertes Arschloch und nun eben meine tollen Gene. Wahrscheinlich werden schnell die ersten mit falschen Genen dort antreten. Die vom sportlichen und intelligenten Nachbarn und nicht von dem alten fetten dummen Sack, der sie selber sind.
Es geht um Selbstdefinition. Und es geht um eine neoliberale Gesellschaft in der man sich eben nicht durch Leistung und Verantwortung definiert. Da geht es um Schein. Scheingewinne, Scheinleistungen, Scheinverantwortung. Ob Burda, Springer oder Mohn/Bertelsmann. In Wirklichkeit leisten diese Leute ja nichts, sie zerstören ja nur das, was andere geleistet haben. Unseren Staat und unsere Wirtschaft. Da die und ihre Handlanger nicht wirklich so dumm sind, das sie das nicht selbst sehen, müssen sie ihr Tun irgendwie rechtfertigen.
Da sie nicht von adeliger Geburt sind und auch nicht klüger oder schöner als die anderen Menschen sind, bleibt nicht viel. Bisher sprachen sie über Verantwortung und Bildung, meinten aber Gewissenlosigkeit und die Kenntnis von Gesetzeslücken. Aber das reicht heute nicht mehr. Wo ein Schäuble das Grundgesetz schon vor dem Aufstehen bricht und Richter in Chemnitz über bundesweite Streikverbote Unrecht sprechen, da muss größeres her.
Das Geonom ist eine tolle Sache. Genetisch bedingte wirtschaftliche Unfähigkeit und schon wären all die Pfeifen gerettet. Sie kämen morgens wieder am Spiegel vorbei, ohne sich schämen zu müssen oder doch zumindest dieses ulkige Gefühl zu haben.
Slashdot berichtet über ein 1000 Personen Geonomprojekt, bei dem Leute aus allen Teilen der Erde untersucht werden sollen um die Informationsbasis über den Zusammenhang zwischen Genen und Krankheiten zu verbreitern und so bessere Rückschlüsse zuzulassen:
An international consortium of specialists in genetics has announced the 1000 Genomes Project, in which at least 1,000 people from around the world will have their genomes fully sequenced as part of an effort to discover the relationship between genetics and disease. At present, over 100 regions of DNA are known to be related to illnesses, but the maps that exist are vague and are drawn from an extremely small population pool. According to the article, this results in the need for slow, expensive, and laborious studies to pinpoint causes, especially for rarer conditions. This project aims to find conditions that might only appear once in every 2,000 people (though how they intend to do that with half that number is unclear). The researchers hope to massively speed up the diagnosis of genetically linked illnesses and to improve the reliability of such diagnoses
Damit kann man dann auch das unmoralische Handeln von 23andme und seinen Propagandisten begründen, obwohl die mit großer Sicherheit etwas anderes wollen. Don Alphonso erinnert uns zu recht an unsere Vergangenheit:
Das klingt für manche vielleicht überzogen, aber a) sitze ich in einem Haus, das man meinem Clan durch Verbringung nach Bergen-Belsen und andernorts nehmen wollten, b) ist Rassismus und Biologismus seintdem keinesfalls ausgestorben, wie auch c) die Dreckschweine in Politik und Wirtschaft, denen bei diesen Möglichkeiten einer abgeht und d) ist jeder Mensch gleich wertvoll, egal wie seine DNA-Struktur aussieht. Aber die unerträgliche Promoshow bei 23andme von den genetisch bedingten Talenten bis zu den Defekten sagt was anderes, zugunsten des Gewinnstrebens der Gründer.
Ich bin allerdings misstrauischer. Ich glaube eher das es gar nicht um das Gewinnstreben der Gründer geht. Irgendwann wird ein Arbeitgeber nur noch die Leute einstellen, deren Gene er auf diese Weise vorher auswerten lassen kann um das Risiko von Krankheit zu vermeiden. Das gleiche gilt für Krankenkassen und Versicherungen. So kann man Gewinne optimieren. Da dürfen auch solche Gründer ein wenig mit verdienen. Aber es geht um Größeres.
Das dann auch noch die braunen Horden kommen werden um ihr Süppchen auf der Gendatenbasis zu kochen ist klar. Ich kenne einen der sogar ein Buch darüber geschrieben hat, das man aufgrund von Genen alle Palästinenser umbringen könnte, wenn auch nur in einem Roman. Aber es ist der gleiche alte feuchte Traum. Wir wissen zwar heute wissenschaftlich, das die genetischen Unterschiede zwischen Rassen völlig unbedeutend sind, aber Wissenschaft hat die Braunen ja noch nie gekümmert. So wie sie mal Köpfe vermessen, oder Zwillinge zerschnitten haben um ihre Ansicht von Wissenschaft zu beweisen werden sie auch mit den Genen derartiges anfangen.
Aber es ist nicht das Netz, das solche miesen Charaktere hervorbringt. Es ist eine verkommene Gesellschaft, in der die verkommensten Typen an der Spitze stehen. In einer Gesellschaft in der Verkommenheit ein Gütezeichen ist, sind auch solche Truppen gern gesehen. Die Burdas, Mohns und Springer sind ja nicht betroffen. Die profitieren nur. Wer allerdings mit denen ins Bett steigt und sei es nur für die Verpflegung am Rande des DLD, der muss sich fragen lassen, warum er sich mit diesen Leuten abgibt. Jeder muss doch vorher wissen, das da nichts Gutes kommen wird.
Von mir bekommt Burda nicht einmal meinen rosigen Arsch zu sehen. Ich diene ihnen nicht als Staffage. Wenn das kein anständiger Mensch mehr tut, dann sind diese Vögel ziemlich alleine und auch bald erledigt. Die leben nämlich davon das die Anständigen immer wieder den Versuch unternehmen zu kommunizieren. Aber man kann nicht mit Verantwortungslosen diskutieren. Da macht es mehr Sinn mit Bäumen zu reden. Die sind wenigstens freundlich und nützlich.
Es ist nicht alles Mist
Zwei Nachrichten machen wieder einmal Mut. Bei der einen handelt es sich zwar angeblich um ein Gerücht, das aber auch durch meine eigenen Quellen bestätigt wird:
Laut Bericht wollen sich die Automobilhersteller mit dem früheren Technikvorstand von SAP, Shai Agassi, verbünden und mit ihm zusammen Elektroautos anbieten, die mit Lithium-Ionen-Batterien ausgerüstet sind und mit einer Ladung rund 100 Meilen (160 km) weit fahren können. Agassis Rolle wäre es dabei, ein Netzwerk von Lade- und Austauschstationen für die Batterien in Israel aufzubauen – mit Unterstützung der israelischen Regierung.
In einem Interview von gestern, das das WSJ zitiert, wollte Renault Vorstandschef Carlos Ghosn eine solche bevorstehende Ankündigung nicht bestätigen. Er habe darin aber bestätigt, dass Renault/Nissan an geeigneten Batterien und Elektroautos arbeite und dass man erwogen habe, Elektroautos in überfüllten Großstädten zu testen. Man wolle Elektroautos in Städten wie London, Yokohama, Japan und Paris bis 2010 im großen Maßstab verkaufen, dabei sei auch die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungen denkbar.
Zunächst einmal müssen wir von der Logik her die Batterien vom Auto trennen, da sie sich anders als ein Tank nämlich auch verbrauchen. Die Batterie gehört also mit zum Treibstoff und muss fairerweise mit diesem verrechnet werden. Dann aber sind Elektroautos eher billiger als normale Fahrzeuge, vor allem wenn man bestehende Serienfahrzeuge nutzt. Überall da, wo normalerweise nicht mehr als 80 km für eine einfache Fahrt anliegen, also typisch in kleinen Ländern und in Städten sind solche System sinnvoll und praktisch sofort einsetzbar.
Was damit nicht gelöst werden kann, ist der Fernverkehr und auch die Herkunft des Stroms, bzw. dessen Produktionshintergrund bleiben offen. Das wird mit Biostrom in den meisten Ländern nicht zu machen sein, zumal hohe Leitungsverluste beim Transport, die Energiebilanz nochmal verschlechtern. Wind- und Sonnenergie, Biologische Energieproduktion, Wasserkraft im Binnenland und Gezeitenkraftwerke, wie auch Erdwärme und das Anzapfen von Thermalquellen sind überall möglich und sinnvoll aber unterschiedlich effizient. Ein Gezeitenkraftwerk an der Ostsee macht genau so wenig Sinn, wie ein Wasserkraftwerk im Brandenburgischen Luch.
Wir müssen also Energie dort produzieren, wo sie möglichst effizient und mit einem hohen Wirkungsgrad erzeugt werden kann. Für Windenergie sind das die Berge, Wüsten und Küsten. Sonnenkraftwerke gehören in die Bereiche in denen viel Sonne scheint. Also rund um den Äquator. So wie wir heute Gas, Öl und Kohle kaufen, können wir auch zusammen mit anderen Ländern in diesen Gebieten Energiefarmen betreiben. Dann allerdings wird elektrische Energie zu einem Transportproblem. Besser und viel effizienter wäre die Umwandlung in Wasserstoff und dessen Transport.
Bei dem Transport von Wasserstoff könnte uns die nächste gute Nachricht helfen:
Dennoch gibt es an Bord der 132 Meter langen «Beluga SkySails» um 16.55 Uhr eine Weltpremiere. Bei 53 Grad 42 Minuten nördlicher Breite und 8 Grad 18 Minuten östlicher Länge, rund 30 Kilometer von Bremerhaven entfernt, entfaltet sich über dem Bug des Frachters ein frei fliegender Zugdrachen. Er steigt an seinem Kunststoff-Halteseil zügig auf die Arbeitshöhe von 250 Metern. Seine Zugkraft erreicht drei Tonnen. Die Schiffsgeschwindigkeit liegt bei 3,5 Knoten.
«Damit zieht jetzt überwiegend der Kite den Dampfer», stellt Stephan Brabeck, Geschäftsführer Technik beim Hamburger Drachenkonstrukteur «SkySails», fest.
Noch liegt viel Arbeit vor den Konstrukteuren und Technikern des Kite, wie man den Zugdrachen nennt. Aber alle Erkenntnisse und Versuche aus der Vergangenheit zeige, das sich alle Probleme wirtschaftlich lösen lassen. Auch wenn es ein sehr langer und sehr harter Weg war um bis hierhin zu kommen. Die Idee ist bald 20 Jahre alt, aber gute Ideen werden in Deutschland ja meist nicht weiterentwickelt. Das es diesmal doch geklappt hat, ist nur der unglaublichen Hartnäckigkeit des Erfinders Stephan Wrage zu verdanken. Es wäre schön wenn wir mehr solche Leute hätten, die nicht nur gute Ideen haben, sondern auch das notwendige Durchhaltevermögen.
Die Segel werden größer werden und auf Dauer einen wesentlichen Anteil am Schiffsantrieb haben. Bei steigenden Energiepreisen, ist die Transportzeit nämlich nicht mehr ausschlaggebend, sondern die gesamten Transportkosten zu denen auch die Kapitalbindung während der Transportzeit gehört.
Anders als ein reiner Segler, ist diese Art von Schiff, ein normales Motorschiff, das nur einfach den Motor nicht, oder nur teilweise nutzt, wenn es segeln kann. Damit wäre ein Transport von Wasserstoff auch auf weite Entfernung preiswert und in kleineren Einheiten möglich. In Einheiten die auch deutsche Nordseehäfen oder die Ostseehäfen anlaufen könnten, also für eine Versorgung der kurzen Wege geeignet sind. Wenn wir allerdings Wasserstoff überall verfügbar haben, ist es fraglich, ob es Sinn macht, batteriebetriebene Fahrzeuge überhaupt noch einzusetzen oder direkt den Wasserstoff im Auto in Strom umzuwandeln. Ich tippe auf letzteres.
Natürlich ist Wasserstoff relativ gefährlich weil hochexplosiv. Wir haben aber heute schon Techniken, die es uns erlauben mit Wasserstoff genauso sicher umzugehen, wie mit Gas. Die Möglichkeiten sind alle da. Wenn wir jetzt handeln, können wir das noch aus einer Position der relativen Stärke heraus tun. Wenn wir abwarten bis das Öl wirklich zu Ende ist, dann müssen wir betteln gehen.
Wie wäre es denn mit einem Gesetz das ab 2015 dem Einsatz von Mineralölprodukten als Treibstoff in Deutschland verbietet. Das wäre ein Programm für Wirtschaftswachstum das keine Subventionen erfordert aber trotzdem viele Arbeitsplätze schafft. Wir könnten auch die Nutzung von Atomenergie, Öl, Erdgas und Kohle zur Stromerzeugung ab 2020 verbieten. Das würde noch mehr Arbeit schaffen. Es liegt nur an uns.
Natürlich werden die Umweltvernichter, die zum wahrscheinlich im Auftrag von Arcelor Mittal sogar in einem deutschen Blog gegen jeden Schutz der Umwelt schreiben, wieder laut aufjaulen. Lakshmi Narayan Mittal scheint ja eine zweite Erde in seinem Kofferaum zu haben, oder er hat andere Gründe um für Umweltvernichtung zu sein. Allerdings stört mich dieses Gejaule wenig. Mal sehen wann Herr Mittal es leid ist, sich hier und mittlerweile auch in Indien seine Haltung ständig vorwerfen zu lassen.
Warum sich Ralph Giordano ruhig mal irren darf
Politisch Korrekt diagnostiziert gestern bei Ralf Giordano Senilität, wenn auch mit einem Fragezeichen versehen. Ich bin mit Giordano sicher auch nicht immer einer Meinung. In letzter Zeit eigentlich gar nicht mehr. Ich bin Jahrgang 57 er ist Jahrgang 23. Er wurde von den Nazi verfolgt, ich habe mich immer bemüht die Nazis zu verfolgen. Wir haben völlig unterschiedliche Horizonte. Natürlich treffen wir uns an eingen Stellen. Kämpften vielleicht manchmal für die gleiche Sache, aber das macht uns nicht gleich.
1923 geboren. Wir schreiben 2008. Er wird bald 85. Ich 51. Da liegen dann mal eben 34 Jahre zwischen uns. Wenn man älter wird, merkt man das die Zeit knapper wird. Man muss sich konzentrieren. Hoffentlich auf das Wesentliche und auf das Richtige. Aber man blendet immer mehr Dinge aus, die man für belanglos hält. Das heißt nicht, das sie wirklich belanglos sind. Aber sie erscheinen den Menschen so. Natürlich ist bei jedem Menschen etwas anderes belanglos und jeder konzentriert sich auf etwas anderes. Wofür und wogegen man sich entscheidet, ist von den eigenen Erfahrungen, der Erziehung und auch von der Bildung und Herkunft abhängig. Es gibt nicht zwei völlig gleiche Menschen.
Giordano hat sein Leben lang gegen eine Bedrohung jüdischen Lebens gekämpft. Um es genauer zu sagen, gegen die Bedrohung jüdischen Lebens durch Deutsche und Nazis. Zu diesen beiden zumindest latenten Hauptfeinden kam aufgrund der Erfahrungen in Israel, auch die angebliche, islamische Bedrohung. Diese Bedrohung scheint in Israel ja auch real zu sein. Da fliegen Raketen in Siedlungen und explodieren Selbstmordattentäter in Cafes und Supermärkten.
Diese Bedrohung ist schrecklich. Aber es ist keine Bedrohung aus der hohlen Hand. Es ist eine Reaktion. Eine Reaktion auf den israelischen Staat in Palästina. Wir müssen gar nicht diskutieren ob die Israelis nach dem Holocaust eine Wahl hatten. Wir müssen auch nicht diskutieren ob die Palästinenser eine Wahl hatten. Es ist unerheblich. Die Fakten sind bekannt. Die Situation lässt sich durch Schuldzuweisung und auch durch Schuldanerkenntnis nicht mehr heilen. Die Schuldfrage ist also müßig.
Das der Konflikt der Palästinenser mit Israel für lange Zeit nichts anderes als ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA und der Sowjetunion war, hat die Situation nicht vereinfacht. Das dazu noch der Streit zwischen Christen, Juden und Muslimen, die sich ja alle drei auf Abraham berufen dazu kommt, macht es auch nicht besser. Rechnet man dann noch das Öl dazu, dann wird die Situation völlig unberechenbar und undurchschaubar.
Ich kann mich da weise zurücknehmen und sagen das alle unrecht haben. Damit habe ich vielleicht sogar recht, bringe die Probleme aber auch keiner Lösung näher. Giordano konnte diese Position nicht beziehen. Er hat sich als deutscher Jude für seine Glaubensgenossen positioniert. Sicher auch oft mit Zahnschmerzen. Hätte er sich denn überhaupt anders positionieren können. Wie oft habe ich versucht israelische Übergriffe zu verteidigen, die eigentlich nicht zu verteidigen waren. Das kann ich also Giordano nicht vorwerfen.
Ich verstehe auch nicht, warum Giordano den Konflikt mit dem Islam unbedingt nach Europa und nach Deutschland importieren wollte. Er müsste wissen, das unsere Rechten, ihn gerne als Legitimation für die Vernichtung der Muslime zitieren werden um sich danach genüsslich den Juden zu zu wenden. Ich habe es oft geschrieben und gesagt. Es gibt nur eine Recht. Wenn ich Rassismus gegen eine Gemeinschaft zulasse, dann wird der Rassismus auch andere Gemeinschaften treffen. Rassismus und Faschismus können nur leben, wenn sie ständig durch einen inneren Feind davon ablenken können, das sie eigentlich nichts geregelt bekommen.
Wer Rassismus gegenüber dem Islam zulässt, wird Rassismus gegen die Juden nicht verhindern können. Schon heute werden von den einschlägigen Webseiten die gleichen Argumente gegen den Islam gebraucht, die früher gegen die Juden galten. Das ist der gleiche Ungeist. Diesen Ungeist hätte Giordano erkennen müssen. Anders übrigens als Broder, der seine Meinung noch zu Geld machen muss und deshalb nicht frei sein kann. Giordano ist frei.
Aber er ist eben auch alt. Er möchte so gerne die Weichen stellen und die Juden auf alle Zeit zumindest in Deutschland schützen. Da bin ich mit ihm einer Meinung. Aber es ist eben nicht der Islam, der, der echte Feind der Juden ist. Antisemitismus ist nur eine Form des Rassismus. Die Juden und die Muslime haben einen gemeinsamen Feind. Die Rassisten.
Wenn Ralph Giordano heute nicht mehr zwischen den markigen Wahlkampfsprüchen eines Herrn Koch unterstützt durch die Falschmeldungen der Blödzeitung und der gesamten Springerpresse unterscheidet, dann ist das kein Zeichen von Senilität. Er hat einfach die falschen Dinge für unwichtig erachtet. Er hat den Kampf gegen die echten Feinde der Juden, für einen Kampf gegen heiße Luft eingetauscht. Das ist einfach nur menschlich.
Wir sollten sein Lebenswerk achten. Es macht keinen Sinn ihn noch anzugreifen. Giordano ist für niemanden mehr ein Gegner oder gar Feind. Er verdient unsere Achtung, die wir am besten dadurch ausdrücken, das wir das, was wir als Entgleisung empfinden, eben nicht mehr kommentieren.
Wie man sich bettet, so liegt man
Es scheint wirklich so, als ob die Gewerkschaften aus der aktuellen politische Situation nichts gelernt hätten. Zumindest trifft das wohl auf den Vorstandsvorsitzenden der IG Metall, Berthold Huber und die IG Metall zu. Einer Pressemitteilung der SPD darf die geneigte Öffentlichkeit entnehmen, wie nah sich IG Metall und SPD sind, wie sie praktisch in einem Bett liegen:
am Montag, dem 14. Januar 2008, tagt das Präsidium der SPD in den Räumen der Vorstandsverwaltung der IG Metall in Frankfurt.
Am gleichen Tag kommen das Präsidium der SPD und die geschäftsführenden Vorstandmitglieder der IG Metall zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen.
In einer
Pressekonferenz
am Montag, dem 14. Januar 2008,
um 12:30 Uhr
im Atrium der IG Metall Vorstandsverwaltung,
Wilhelm-Leuschner-Straße 79, 60329 Frankfurt
möchten Sie der Vorsitzende der SPD, Kurt Beck, und der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, über die Ergebnisse des Treffens informieren.
Die gemeinsame Sitzung von SPD und IG Metall beginnt um 10:00 Uhr. Es besteht die Möglichkeit zu Auftaktbildern.
Ja das gefällt der SPD. Solange sie in der Regierungsverantwortung ist hat sie alles getan um die Rechte der Arbeitnehmer zu schmälern, angestammte Rechte der Arbeitnehmer zu entwerten und selbst Ansprüche aus den Sozialkassen und an den Staat, einseitig für nichtig zu erklären. Während die Arbeitnehmer in Deutschland jeden politischen Einfluss und jede soziale Sicherheit verloren haben, während ihnen bewusst durch die Politik der SPD das Geld aus der Tasche gezogen wurde, hat das Großkapital hervorragend verdient. Es geht dem Kapital so gut wie nie. Egal was in deutschen Unternehmen schief lief, ob bei Siemens oder VW, die Gewerkschaften waren immer dabei. Herr Heckmann hat bei Siemens auch nie etwas gewusst.
Natürlich kann sich die IG Metall und Herr Huber so offen auf die Seite der SPD stellen. Dann soll die IG Metall sich aber auch ehrlicherweise nicht länger als Gewerkschaft bezeichnen, sondern als politischer Arm der SPD, der bei der Vernichtung von Arbeiterrechten an führender Stelle tätig ist. Wenn Herr Huber glaubt, auf beiden Seiten der Straße spielen zu können, dann liegt er falsch. Es ist ja nicht so, das der Blick auf die miesen Politiker, die wir allenthalben zu beklagen haben und der Blick auf die gleichgeschalteten Medien, uns von den Gewerkschaften ablenkt.
Heute weiß jeder in Deutschland, das Transnet so eine Art Arbeitgebergewerkschaft ist, die von ihren Mitgliedern und vom Arbeitgeber kassiert. Sie hat auf beiden Seiten der Straße gespielt und mit ein wenig Glück, ist sie bald Geschichte. Die Mitglieder gehen, soweit sie können zur GDL, weil die für ihre Leute kämpft. Huber und die IG Metall müssen ein ähnliches Schicksal erleben. Sie sind einfach nicht lernfähig.
Es ist überhaupt an der Zeit über den DGB nachzudenken. Das sind keine Gewerkschaften mehr, die, die Interessen ihrer Mitglieder oder gar der Menschen in Deutschland vertreten. Es sind vielfach einfach nur noch Funktionäre, die aus Angst, Dummheit oder weil sie sich kaufen ließen, ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen. Gerade die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten haben gezeigt, das sie nicht die Interessen der Arbeiter wahrnehmen, sondern längst die Seite gewechselt haben. Was nützt uns eine Mitbestimmung, die nur Zustimmung zu den Forderungen des Kapitals ist?
Herr Huber und die IG Metall darf tun und lassen was sie will. Ich plädiere dafür, eine neue Gewerkschaft zu gründen, die ein Gegengewicht zu den schlimmsten Demagogen Deutschlands, um Gesamtmetall, Kannegießer und die INSM bilden kann. Die IG Metall ist nur noch als Werbeplattform für die SPD zu gebrauchen. Eben nur noch für Auftaktfotos.
Wer aber braucht außer der SPD schon eine Gewerkschaft für Auftaktfotos. Wenn Herrn Huber und der IG Metall die Rolle als dumme Kulisse reicht, dann ist das schön, aber warum sollte man denen noch sauer verdientes Geld als Mitgliedsbeitrag in den Rachen stecken.
Übrigens ich bin für Gewerkschaften. Gerade als Unternehmer. Ich will nicht mit jedem Mitarbeiter einzeln und ständig verhandeln müssen. Gewerkschaften sind auch für die Unternehmer nützlich. Aber nur wenn sie stark und unabhängig sind und nur die Interessen der Arbeitnehmer vertreten. Eine Gewerkschaft, die mir als Unternehmer nach dem Mund redet brauche ich nicht. Dafür hab ich ein Diktiergerät. Das kann ich viel billiger mein Eigenlob abspielen lassen. Die Gewerkschaft und der Betriebsrat müssen helfen den Laden besser zu machen. Das geht nur mit zufriedenen Leuten und einer verständlichen und ehrlichen Kommunikation. Nur wenn ich als Unternehmer und alle meine Mitarbeiter einer Gewerkschaft und dem Betriebsrat glauben können, ist wirkliche Gewerkschaftsarbeit möglich. Zum Nutzen aller.
Herrn Huber und der Führung der IG Metall glaube ich kein Wort und ich messe ihnen auch keine Bedeutung zu. Sie sind nur gut für Auftaktfotos. Kulisse.
Glänzende Flachleute
Da tagt in München der BVKJ. Wie, den kennen sie nicht. Kannte ich auch nicht. Aber die müssen die Schwäbische Zeitung irgendwie bepressemitteilt haben. Die wusste nämlich das es sich beim BVKJ um den Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte handelt.
Häufig sind diese ärztlichen Abzockervereine ja nur dazu gedacht, besser an die Bestechungsgelder von den Pharmaleuten zu kommen. Die machen dann Kongresse auf den Malediven. Fünf Wochen Urlaub und fünf Minuten Weiterbildung. Aber wer glaubt bei der Mehrheit der deutschen Ärzte wirklich an eine Weiterbildungsfähigkeit.
Der BVKJ hat aber zumindest noch ein ganz anderes Hobby:
«Am exaktesten misst ein Thermometer im Darmausgang», erläutert BVKJ-Sprecher Ulrich Fegeler.
Bevor es eingeführt wird, sollte die Spitze mit weißer Vaseline bestrichen werden. «Legen Sie Ihr Kind bäuchlings auf den Schoß oder mit hochgezogenen Beinen seitlich ins Bett, damit es sich nicht verkrampft», rät der Kinderarzt. Es sollte nach 2 bis 2,5 Zentimetern gestoppt werden - spätestens aber bei einem Widerstand.
Ist er nicht entzückend der Herr Ulrich Fegeler. Da merke ich doch sofort den Fachmann oder heißt das Flachmann? Egal. Bei dem hat Weiterbildung auf jeden nicht funktioniert und Ahnung von Kindern hat er annähernd gleich Null. Wenn Kinder krank sind, werden sie nicht einfacher. Selbst wenn ihnen sonst mit Vernunft durchaus beizukommen ist, sind sie dann wehleidig bis unleidlich. Fast so schlimm wie erwachsene Männer. Damit können Eltern leben.
Kluge Eltern suchen dann nach Wegen, die Kinder so wenig wie möglich mit dem ärztlichen Kram zu belästigen. Deshalb gibt es Thermometer die berührungslos im Ohr messen. Vor allem messen sie problemlos. Das Kind wird nicht gestört, hat keinen Grund sich aufzuregen, der Heilungsprozess wird gefördert.
Aber das gefällt Herrn Fegeler ja nicht. Der muss den Kindern ja im Hintern rumpopeln um glücklich zu sein, und so bei jeder Messung weinende oder zumindest genervte Kinder erzeugen. Wie gesagt ein Fachmann erster Kajüte. Oder will er etwas ganz anderes. Sollen Eltern etwa ihren Kindern nicht bestens helfen können, ohne einen Kinderarzt reich zu machen, der im Normalfall nicht in die Wurst taugt.
Das dürfte wohl des Pudels Kern sein. Der Herr Fegeler möchte mehr Umsatz für Kinderärzte generieren. Denn wenn Eltern maximal einmal am Tag, sich an eine Fiebermessung auf Fegelers dumme Art trauen, dann unternehmen sie meist viel zu spät etwas. Das nützt den Kinderärzten.
Falls mir so ein Flachmann mit der Genauigkeit der Messung kommt, kann ich nur müde lächeln. Temperaturmessungen sind nie genau. Weder bei Stahl- noch bei der Glaserzeugung und auch nicht beim Fiebermessen im Krankenhaus. Da sind Abweichungen in der Messgenauigkeit normal. Es geht also nicht um ein singuläres Meßergebnis, sondern um eine Folge von Meßergebnissen, die einen Trend bilden. Behandlung gegen Fieber oder ein Arztbesuch dient ja nur der Trendumkehr. Die Genauigkeit des Meßergebnisses, wir reden von Abweichungen zwischen Ohr- und Analmessung von 0,1 - 0,3 Grad ist also völlig nebensächlich.
Genauso nebensächlich wie der Herr Fegeler und seine Meinung, oder sein ulkliger Berufsverband. Wenn die auf anale Spielchen stehen, dann reicht die Eingabe von Analsex bei Google und sie sind bis zum Ende ihres Lebens bestens versorgt.
Ich hatte übrigens zwischen Weihnachten und Neujahr drei Kinder mit Fieber und trockenem Husten. Ich habe mir erlaubt am Samstag mal den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin anzurufen. Also eigentlich wollte ich einen Notarzt. Nachdem mich aber die Arbeitsabweisungsbeauftragte der KV endlich am Telefon hatte und ihr die Sachlage schilderte, frage sie mich, was ich von ihr erwarte. Ich müsse in eins der Kinderkrankenhäuser fahren.
Ich gebe zu, ich bin nicht einmal mehr dazu gekommen mich aufzuregen. Da unterhalten diese Geldvernichter auf Kosten aller Beitragszahler einen Notdienst und wollen drei kranke Kinder von den Eltern in ein Kinderkrankenhaus verfrachten lassen. Nicht so sehr ein Problem bei uns. Aber was machen Leute ohne Geld für ein Taxi und ohne Auto. Oder Alleinerziehende von denen nicht alle Kinder krank sind. Die kranken Kinder notfalls sterben lassen? Tolle KV. Diese Parasiten am Arsch unseres Gesundheitssystem müssten sofort abgeschafft werden.
Wir brauchen Ärzte, die ihre Rechnungen an den Patienten stellen müssen und nur das erstattet bekommen, was der Patient abgezeichnet und selbst der Kasse geschickt hat. Erlauben wir dann keine Pharmareferenten mehr und statt dessen die Freizügigkeit bei Medikamenten, dann haben wir die Gesundheitskosten halbiert.
Verlierer sind natürlich solche Verbandsfachleute wie Herr Fegeler vom BKVJ. Aber da die Steigerung von nutzlos ja Verbandsfunktionär ist, muss er damit leben.
Ein Stadtpräsident, ein Laptop, eine Hure und viel Spaß
Zunächst einmal musste ich bei Wikipedia nachschlagen, was so ein Stadtpräsident eigentlich ist. Bei uns nennt man so was Stadtverordnetenvorsteher. Andreas Lange steht als Stadtpräsident den Schweriner Stadtverordneten vor. Das ist ein schweres Amt.
Damit er sein Wissen nicht im Kopfe tragen muss, hat Andreas Lange, wie alle anderen Stadtverordneten einen Laptop bekommen, auf dem er die kleinen und großen Schweriner Geheimnisse, Bit für Bit und Byte für Byte, an jeden Ort tragen kann, wo er die Geschäfte der Stadt bearbeiten will. Von Laptops habe ich viel Ahnung. Mein erster war von Toshiba. Der war sogar über kurze Strecken tragbar. Zum Glück besaß ich als Ausgleichsgewicht ein C-Netz Handy von SEL/Alcatel. So wurden beide Arme gleich lang gezogen.
Ein Schweriner Stadtpräsident muss nicht mehr so schwer tragen. Sowohl Handy als auch Laptop sind viel leichter geworden. Allerdings braucht ein Mann nach schwerem Dienst für seine Stadt auch etwas Entspannung. Die heißt in Schwerin laut Schweriner Volksszeitung Isabel Kobow und ist eine 24 jährige Prostituierte, wobei mir die Berufsbezeichnung Hure lieber ist. Prostituierte klingt irgendwie so klinisch. So wie Absamungstechnikerin.
Von Huren habe ich noch mehr Ahnung als von Laptops. Huren gibt es einfach schon länger. Ich weiß zwar nicht, ob der Beruf der Hure wirklich der älteste der Welt ist, ich tippe da eher auf falscher Prediger, aber es ist zumindest einer der wichtigsten. Wenn wir mal von den armen unterworfenen und gezwungenen Frauen absehen- ohne sie zu vergessen, ist es ein Beruf der sowohl dem Kunden als auch der Hure viel Spaß machen kann. Also bitte nichts gegen Huren.
Isabel Kobow ist sogar eine schlaue Hure. In den Zeiten knappen Geldes, die wir heute nun einmal haben, bietet sie ihre Dienste auch auf Kredit an. Heute schön ficken, erst am nächsten Ersten zahlen. Ein geschicktes Geschäftsmodell. Denn bei den meisten normalen Menschen, ist der Monat heute deutlich länger, als das Geld reicht. Frau Kobow schafft damit eine bessere Auslastung, auch in den Zeiten, in denen selbst bei einem Schweriner Stadtpräsidenten kein Geld mehr vorhanden ist. Das nenne ich innovatives Unternehmertum. Die Sparkasse Schwerin sollte ihr dafür den Unternehmerinnenpreis 2007 überreichen.
Der gute Stadtpräsident muss schwer unter seinen Amt leiden, vielleicht ist er aber nur sexuell besonders aktiv. Also nutzte er seine Kreditlinie bis zum letzten aus. So kam er auf mehr als 4.000 Euro Bumsschulden. Respekt vor dem Mann und vor Frau Kolbow. Wenn wir ehrlich sind, wird die Leistungsfähigkeit eines Mannes, ja immer von seiner jeweiligen Partnerin mitbestimmt. Leider bin ich so selten in Schwerin. Aber die Stadt oder eher Frau Kolbow, scheint mir eine Reise wert zu sein.
Der Wert eines Schweriner Stadtpräsidenten ist nun auch geklärt. Bei mehr als 4.000 Euro reicht er nicht mehr aus. Deshalb musste Andreas Lange ein Pfand hinterlassen, um seine Kreditwürdigkeit und weitere Liebesdienste zu erhalten. Als guter deutscher Politiker ließ er das Überflüssigste was er hatte, als Pfand zurück. Seinen städtischen Laptop.
Seien wir doch mal ehrlich. Wer die Aussagen vieler Bundespolitiker, Landespolitiker und vor allem der Leute kennt, die Gesetze über Computer und Internet verabschieden, der versteht das sofort. Wenn schon hochbezahlte Bundes- Und Landespolitiker zu dämlich und zu faul sind, einen Computer zu bedienen, und sich ein Wirtschaftsminister Glos, genau wie ein BKA-Chef die Mails vorlesen lässt, dann braucht ein Stadtpräsident einen Laptop so dringend, wie einen Kropf. Da ist Bumsen viel wichtiger und er hat auch mehr davon.
Natürlich hat sich Frau Kolbow auch das Passwort für den städtischen Laptop geben lassen und verändert. Welch großartige Geheimnisse kann denn Schwerin haben? Das kein Geld aber dafür hochfliegende Pläne da sind, steht schon in der Zeitung. Außerdem war sie fair, sie hat ihn sogar seine Mails lesen lassen, wenn denn mal was wichtiges dabei war. Alles war gut.
Dann aber wurde es peinlich. Es gab eine Razzia bei Frau Kolbow, bei der auch der städtische Laptop sicher gestellt wurde. Peinlich. Mit ganz großem P. Natürlich wurde die Geschichte sofort publik. Seien wir mal ehrlich. Welcher Ermittlungsbeamte hätte da widerstehen können. Die Geschichte ist einfach zu gut. Außerdem ist es ja üblich geworden, das jeder an Ermittlungen beteiligte, für die Verbreitung der Ergebnisse sorgt. Im Fall Jan Ullrich, gibt es extra zwei Bonner Staatsanwälte, die als Pressesprecher und Reinwascher der Telekom funktionieren. Warum also nicht in Schwerin.
Es kam wie es kommen musste. Schwerins Stadtpräsident Andreas Lange landete mit zuckendem Adamsapfel im Fernsehen. Ich hatte echt Angst, das er seine Zunge verschluckt haben könnte. Er versuchte sich in Erklärungen, die so typisch männlich waren, das sie schon verboten gehören. Er wollte sich rausreden, anstatt fröhlich zu seinem Rumgevögele zu stehen. Das fällt ihm natürlich nun auf die Füße. Die Menschen mögen eben einen fröhlichen Ficker lieber, als einen der stammelnd Ausreden versucht, die nicht mal so lange halten, wie die Lügen von Vattenfall bei Kernkraftwerksunfällen.
Nett fand ich den Fernsehauftritt von Isabel Kobow. Klar, offen und herzerfrischend. Hätte Andreas Lande die gleiche Größe bewiesen, wäre die Sache mit einem Schmunzeln beendet. So wird Lange diese Geschichte für immer nachlaufen, wie Sigmar Gabriel seine übertriebene Reaktion auf die Satire mit den Nutten und Peter Hartz.
Den anderen Stadtverordneten, Politiker und sonstigen Männern kann ich nur raten, zu ihren Vergnügungen zu stehen. Erstens sind wir als Männer eh zu blöd, um so was erfolgreich zu verheimlichen, zum anderen weshalb sollten wir?
Mir hat die Geschichte auf jeden Fall viel Spaß gemacht und ich danke dem Leser der mich nochmal darauf aufmerksam gemacht hat. Ich hatte sie zwar am Rande im Fernsehen mitbekommen, hatte aber keine Namen. So was greife ich gerne auf. Nicht weil ich dem Lange seinen Spaß mißgönne oder der Kolbow ihr Geld, sondern weil ich nicht kapiere, warum man um alltägliches so ein Brimborium machen muss.
Ulfkotte reloaded
Nachdem es still geworden ist um den Pax Europa Gründer, Sicherheitsexperten, SIOE Deutschland Chef und Parteigründer Dr. Udo Ulfkotte, hatte ich schon die Hoffnung, das der ganz große Spuk für eine Weile vorbei sein würden. Zusammen mit BigBerta vom Watchblog Islamophobie sitze ich schon an einem Buch, in dem wir unsere Erkenntnisse über die Zusammenhänge und das Umfeld, einer breiteren Öffentlichkeit erläutern wollen.
Dabei geht es uns vor allem um das Zusammenspiel von CDU (die Ulfkotte in ihren Organisationen gerne als Vortragskünstler einsetzt um vor dem Islam zu warnen), Deus vult die sich herzlich über die antiislamistischen Ausfälle von Markus Söder freut, Kewil und vor allem der besucherstärksten Seite in diesem Bereich, um PI.
Nachdem Dr. Ulfkotte von so ziemlich allen seinen Mitstreitern und Propagandisten verlassen wurde, nachdem er endlich einmal das richtige tat und die "Großdemonstrationen" absagte, bleibt er natürlich trotzdem auf unserem Radar und auch die Schweizer Aktivitäten bleiben nicht im verborgenen.
Die Wahlwerbung für die SVP die aufgrund ihres Verhaltens und von Plakaten sogar von der UNO als rassistisch bezeichnet wurde, scheint aber ein letztes Aufbäumen gewesen zu sein. Man braucht in der Schweiz keine tragischen deutschen Helden.
Aber wie so oft. Da wo der eine geschlagen vom Feld zieht, entsteht aus seinen Truppenführern ein neuer König, bereit für eine neue Schlacht. So geht es jetzt auch Dr. Udo Ulfkotte. Er geht, geschlagen und wohl auch nicht ganz willig. Ihm folgt Dr. Kai Borrmann - der große Memetiker
Immer wenn man denkt, es kann nicht mehr schlimmer kommen, dann kommt so ein Borrmann und es wird noch schlimmer. Nein, nein. Der Mann heißt Borrmann mit zwei R. Der andere hieß Borman mit einem R.
Dr. Kai Borrman war früher der Berliner Statthalter von Dr. Udo Ulfkotte in Sachen Pax Europa. Nachdem Pax Europa nun wohl erledigt zu sein scheint, gründete er die Partei "Demokratische Liga". Nun ist eine Liga aber eben keine Partei, sondern ein Bündnis, indem sich unterschiedlich motivierte Kräfte mit unterschiedlichen Zielen, gegen irgendetwas zusammen schließen. Die aus der Geschichte bekannten Ligen hatten übrigens nie etwas mit Demokratie zu tun. Wahrscheinlich bin ich da einfach nur zu beckmesserisch.
Auf jeden Fall wurde die neue Partei und ihr Leiter dann pflichtgemäß von PI bis kewill bekannt gemacht und in kürzester Zeit werden wir einen Propagandafeldzug erleben, wie wir ihn schon bei Dr. Ulfkotte und seiner Partei und Pax Europa, sowie den Großdemos hatten. Die Demokratische Liga hat zwar schon eine eigene Website, aber ich wette, das die Erstankündigung aller Aktivitäten auf PI erfolgen.
Alles wie gehabt, einfach nur Ulfkotte reloaded, nur diesmal mit Dr Kai Borrmann als neuem Führer und glänzendem Held am Firmament? Fast. Aber leider nur fast. Während die Truppen um Ulfkotte und er selbst bisher nur echte, erfundene oder nichtnachweisbare Vorwürfe gegen die Muslime dieser Welt, in möglichst einfache Worte fassten und in einer Mentalität, die der jener Zeitung gleicht, die dem Juden alle schuld gab, der Zeitung "Der Stürmer", bringt Borrmann eine neue Qualität. Er macht auf wissenschaftlich.
Natürlich ist das was er macht keine Wissenschaft, sondern ein breit angelegter Betrug. Schon der Name Memetik soll nicht etwas eigenständiges darlegen, sondern lehnt sich bewusst an die reale Wissenschaft Genetik an, um bei unbedarften Zuhörern, über diese Anlehnung anerkannt zu werden. Tatsächlich ist Memetik nichts anderes als grober Unfug, ohne die Spur einer wissenschaftlichen Basis, dafür aber mit gefährlichen Nebenwirkungen.
Wie der Vordenker der pseudo-wissenschaftlichen "Memetik" und atheistisch-fundamentalistischer Religionskritiker Richard Dawkins so tickt, kann man hier nachlesen:
"Das Gespenst Hitlers hat einige Wissenschaftler dazu geführt, von "Soll-" zu "Seinsaussagen" überzugehen und zu bestreiten, dass es überhaupt möglich wäre, menschliche Qualitäten zu züchten. Aber wenn man Kühe nach dem Milchertrag, Pferde nach der Geschwindigkeit und Hunde für das Schafehüten züchten kann, warum auf der Welt sollte es dann unmöglich sein, Menschen für mathematische, musikalische oder athletische Fähigkeiten zu züchten? [...] Ich frage mich, ob wir uns, sechzig Jahre nach Hitler's Tod, wenigstens trauen zu fragen, was der moralische Unterschied zwischen einem Züchten für musikalische Qualität und einer Verpflichtung von Kindern zu Musikunterricht ist."
Das ist übrigens noch ein harmloseres Beispiel der geistigen Verwirrungen der Memetik. Dr. Borrmann möchte über die Memetik beweisen, das Muslime aufgrund ihre Meme, weniger bildungs- und kulturfähig sind, und deshalb mit anderen Maßstäben behandelt werden können. Nachtigall ick hör dir trapsen. Vermutlich haben auch die Schwulen und Linken derartige schlechte Meme.
Die Juden sind viel zu nah mit großen Teilen der islamischen Weltbevölkerung verwandt, die brauchen gar nicht erst zu hoffen, das ihre Meme reichen könnten. Ich glaub da steht ein Arier vor der Tür und klopft heftig. Aber wir wollen ihn nicht reinlassen. Arier müssen drausen bleiben, genau wie Memetiker. Man weiß ja nie ob die nicht auf den Teppich kacken.
Besonders lustig ist, das auch dieser neue Parteigründer, sein Forum bei der CDU findet.
Dienstag, 30. Oktober 2007, 19.00 Uhr
Was will der Islam?
Eine Informationsveranstaltung der CDU Moabit mit dem Islamexperten Dr. Kai Borrmann im Rathaus Tiergarten, Turmstraße/Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin-Moabit.
Es ist schon seltsam, mit wem die CDU alles so zusammenarbeitet. Nun gut, wir werden die Memetiker, diese neue Liga - wahrscheinlich gegen Muslime und andere die ihnen nicht passen und Herrn Borrman auf dem Radar behalten. Mal sehen wie lustig das noch wird.
Billigung von Straftaten und Verdacht der Volksverhetzung
Das wird unserem Marinerichter Filbinger, der noch in Gefangenschaft mordete und dem Richter Freisler in ihrer jeweiligen persönlichen Hölle, wie ein lauer Windhauch vorkommen. Deutschland ist wieder stramm auf Kurs bei der Ermittlungsarbeit und wird wohl auch in ihrem Sinne urteilen.
Beginnen wir mit dem Erwerbslosen-Forum das dummerweise Verständnis für durchdrehende Hartz IV-Empfänger hat. Jeder der eine dieser Jobagenturen nur mal von außen gesehen hat, beim Kampf um den Einlass dabei war, oder irgendeinem nicht sehr Aufgewecktem beim Ausfüllen der Papiere geholfen hat, wundert sich, das da nicht mehr passiert.
Die Jobagenturen selbst sind wohl am meisten verwundert und haben jetzt sogar die Anzahl ihrer Wachleute verringert. Dabei liegt es nicht so sehr an den Leuten in den Agenturen, sondern an einer Gesetzeslage die so stümperhaft ist, wie alles was unsere Regierung so zustande bringt. Recht wird aus einem Gesetz eben nur noch durch Klagen. Nichts für schwache Gemüter:
Gegen einige Nutzer des Erwerbslosen Forum Deutschland
"...ermittelt die Staatsanwaltschaft Aachen wegen des Verdachts der Volksverhetzung, weil sie nach einer glimpflich angelaufenen Geiselnahme, einer offensichtlich gestörten Person in der Aachener Arge, im September im Online-Forum Verständnis zeigten, dass solche Sachen bei Hartz IV-Empfänger passieren können, die offensichtlich unter erheblichen Druck durch Behörden stehen."
Da kann die Staatsanwaltschaft Aachen auch gleich gegen mich ermitteln. Ich habe nämlich volles Verständnis, wenn so ein Hartz IV-Empfänger durchdreht. Ich verstehe das aus Angst und Erniedrigung, Wut wird. Das ein deutscher Staatsanwalt das nicht versteht, verwundert mich allerdings nicht. Es ist schön, wenn man finanzielle gut abgesichert über den Dingen stehen kann. Dann lässt sich leicht verurteilen, was man mangels eigener Erfahrung, oder eigener Menschlichkeit nicht beurteilen kann. Ich würde den Staatsanwalt zwingen, über eine Woche lang, jeden Tag drei Leute durch eine Jobagentur zu begleiten. Wen, kann er sich aussuchen.
Allerdings sind wir Deutschen es ja längst gewohnt, das Recht immer das Recht des Stärkeren ist und das unsere Staatsanwaltschaften zwar nicht wegen Kinderprostitution in Sachsen ermitteln, weil Kinder eben nicht stark sind, sondern lieber angebliche millitante Gruppen jagen, die sie selbst erst erfunden, oder durch übermäßigen Druck selbst erzeugt haben.
Wir haben dann da auch gleich den nächsten Fall.
Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen den früheren RAF-Terroristen Rolf Clemens Wagner. Nach seiner heftig umstrittenen Äußerung zur Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer 1977 besteht gegen Wagner der Verdacht der Billigung von Straftaten, wie Oberstaatsanwältin Simone Herbeth dem "Focus" sagte. Wagner hatte mit Blick auf die Entführung Schleyers am 5. September 1977 in Köln in einem Zeitungsinterview gesagt: "Manche Ergebnisse unserer Überlegungen bleiben auch aus heutiger Sicht richtig. Wie die Entscheidung, Hanns Martin Schleyer zu entführen."
Ich würde es vielleicht anders formulieren. Tatsächlich ist die Ermordung des Fahrers von Schleyer, Heinz Marcisz und die seiner Begleiter der Polizeibeamten Reinhold Brändle, Roland Pieler und Helmut Ulmer, durch nichts, aber durch gar nichts zu rechtfertigen. Wenn eine Entführung nur unter solchen Umständen möglich ist, dann darf sie nicht durchgeführt werden. Ohne wenn und aber.
Was aber die Person Hans Martin Schleyer angeht, der auch noch stolz auf seine Vergangenheit und sein Handeln als SS-Offizier war, sieht die Sache ganz anders aus. Schleyer hatte den Menschen in Deutschland den Krieg erklärte und nutzte seine Position als Arbeitgeberpräsident, um das Leben der Mehrheit zu verschlechtern. Wenn er damals am Bildschirm auftauchte und seine Haßtiraden losließ, dann ist das nur mit einem heutigen Schäuble in dreifacher Ausführung zu vergleichen. Vielleicht bin ich ja zwischenzeitlich auch abgestumpfter.
Schleyer war ein legitimes Ziel des Hasses. Ob er ein legitimes Ziel der RAF war, möchte ich bezweifeln. Die RAF hatte zum Zeitpunkt der Schleyerentführung schon lange keine Ziele mehr für die Menschen in Deutschland, sondern verfolgte nur nach eigene Interessen. Hätten sich irgendwelche Arbeiterbrigaden den Schleyer geschnappt, wäre ich glücklicher damit.
Ich kam am Abend der Schleyer-Entführung nichtsahnend in meine Stammkneipe und da war der Teufel los. Die Menschen freuten sich und hatten nur Angst, das die Regierung nachgeben würde und Schleyer wieder freikäme. Da war kein Platz für mahnende Worte, die Wut der Menschen war einfach zu groß.
Genau deshalb sind unsere Staatsanwälte auch heute so am verfolgen. Sie haben Angst. Es wird sicher keine RAF mehr geben. Dieser Feind im Innern dem man alles, auch die eigenen Geheimdienstmorde in die Schuhe schieben kann. Selbst die Erfindung von millitanten Gruppen und das Verbot bestimmte Worte, wie z.B. Gentrifikation kennen zu dürfen. Auch die erfundenen Terroristen helfen ihnen nicht mehr. Der Bürger hat aufgehört, an die Justiz zu glauben. Der lacht nur noch über diese Leute.
Immer dann wenn der Bürger dem Despoten ins Gesicht lacht, wird es ernst. Herr Hundt, der heutzutage deutlich schlimmer ist, als Schleyer es jemals war, Kannegießer und seine INSM, Mohn/Bertelsmann, es gibt genug Feinde. Herr Beckurts war ein Lächeln gegenüber Herrn von Pierer und Herrhausen nicht mehr als ein bleicher Schatten des Herrn Ackermann. Buback wurde wenigstens noch von Herold verführt, aber Frau Harms hat sicher keine Ausrede mehr.
Vor allem aber ist eines anders als zu Zeiten der RAF. Das Volk in seiner breiten Mehrheit ist wütend. Egal ob es die Umfragen ergeben. Fragen sie einfach mal was man mit unseren Politikern und Managern machen soll, an einer Supermarktkasse oder auf einen Straßenfest. Totschlagen ist die Standartanwort die dann noch durch besondere Feinheiten verstärkt wird. Die Leute haben in einer breiten Mehrheit die Schnauze voll und das berechtigt die Angst der Staatsanwälte.
Aber ihre sinnlose Verfolgung von Leuten, die nichts getan haben, ihr Erfinden immer neuer Verbrechen und ihre ständigen Verbeugungen vor dem Großkapital machen nichts besser. Sie steigern nur die Wut. Wenn jetzt das Volk losbricht, werden sie dieser Justiz die Federn beschneiden. Denn auch das wurde mittlerweile verstanden. Unsere Art der Justiz, die auf Freisler und Filbinger aufbaut, schreibt kein Recht, sondern verfestigt Unrecht, selbst da wo sie es gar nicht will.
Wir hätten 1945 die Lehre säubern müssen. 1968 war das viel zu spät. Die Folgen tragen wir noch heute.
Abmahnungen und einstweilige Verfügungen
Es wird immer skurriler. Schon längst geht es bei all der Abmahnerei nicht mehr um irgendwelche Rechtsfragen, sondern es geht ausschließlich um Prozesshanselei und Geldschneiderei. Das was jetzt gerade Finger.zeig passiert, ist geradezu typisch für Deutschland und zeigt sehr deutlich für wen dieses Rechtssystem gemacht wurde. Für Abzocker der übelsten Sorte.
Ja, da kann man depressiv werden und das ist ja auch der Sinn der dahinter steht. Es geht darum aufgrund minimalster Verfehlungen andere mit dem juristischen Knüppel niederzumachen und Gebühren oder Schadensersatz einzuklagen. Aber es kann einen auch wütend machen. Ich bin da sehr für Wut.
Natürlich stehen die Gerichte nicht auf unserer Seite. Wann hätten sie je dort gestanden. Aber ich glaube das, so etwas wie bei Finger.zeig, eine Frage des Menschenrechts ist. Wenn man nicht mehr veröffentlichen kann, ohne wahnsinnigen Forderungen ausgesetzt zu sein, dann bedeutet dies ein Veröffentlichungsverbot.
Wie auch schon bei meinem Verfahren gegen Ulfkotte und Pax Europa gibt es nur einen Weg um Recht zu bekommen. Wir müssen mit diesen Verfahren vor die europäischen Gerichte. Denn anders als unsere Richter, die stets auf der rechten Seite stehen und meist von keiner Sachkenntnis getrübt sind, gibt es dort Richter die über Verhältnismäßigkeit nachdenken.
Wenn in meinem Verfahren von 20 - 30.000 Euro Prozesskosten bis zum bitteren Ende in Europa auszugehen ist und das auch auf BigBerta zutrifft, die lediglich auf mich verlinkt hat, dann weiß jeder was erreicht werden soll. Das Kochbuch rechnet die Prozesskosten, über die Steuern als außerordentliche Aufwendungen ab, Ulfkotte und Pax Europa nehmen gemeinnützig Spenden.
Wir bekommen ein Ende nur dann, wenn wir entweder politisch etwas ändern, was in Deutschland nicht möglich ist, oder die europäischen Gerichte unseren einen Riegel vorschieben. Ansonsten könnten wir nur nachgeben. Aber wir sollten nicht nachgeben sondern kämpfen.
Vielleicht ist es auch an der Zeit eine Bloggenossenschaft zu gründen, die gemeinsam Werbung nach außen vermarktet und einen gewissen Rechtsschutz anbietet. Aber dazu ein andermal mehr. Jetzt sollten wir uns erst einmal das Kochbuch genau vornehmen und klare Worte finden. Diese Worte braucht es auch für die Rechtsanwälte.
Volkstrauertag und Tag der Deutschen Einheit zusammenlegen
Der Volkstrauertrag findet normalerweise zwar zwei Wochen vor dem ersten Advent statt, aber das muss ja nicht so sein. Am 3. Oktober ist das Wetter meist auch besser. Außerdem entspräche eine Zusammenlegung den Ergebnissen der Wiedervereinigung.
Nein, ich bin nicht gegen die Wiedervereinigung, war aber immer gegen die dabei vorgelegte Geschwindigkeit und die Rahmenbedingungen. Das ist allerdings Schnee von gestern. Die Umtauschquote führte zu einer Schieflage, die letztendlich zum Ende der schon vorher totkranken Unternehmen in der DDR maßgeblich beitrug. Diverse Treuhandverbrechen zogen den Schlußstrich.
Trotzdem freue ich mich, das die Diktatur in der DDR zu Ende ging, obwohl ich wusste was dann kommen würde. Ich freute mich für die Menschen, die einen kurzen Taumel des Glücks erlebten - übrigens auf beiden Seiten der Mauer - und fürchtete gleichzeitig die maßlose Trauer, die auf alle Deutschen zukommen würde.
Das Helmut Kohl und Herr Schäuble nicht wussten wie es in der DDR aussah, will ich denen gerne glauben. Die haben beide nie von irgendetwas gewusst. Offene Hände und ein total verschlossener, wenn überhaupt vorhandener Geist. Aber diese Leute gab es auch in der damals noch sozialdemokratischen SPD. Sie wollten nicht hören, nicht sehen und redeten dafür von blühenden Landschaften und der mitteldeutschen Industrie.
Das Erwachen kam schnell. Die 18 Millionen DDR-Bürger konnte Westdeutschland locker mitversorgen. Die Firmen in der DDR wurden nicht gebraucht, genausowenig wie die Menschen und die Abzocker von der Treuhand machten, die wenigen lebensfähigen Unternehmen als erste nieder. Aus DDR-Bürgern wurde Arbeitslose. In den westlich geprägten Medien meist als Vollidioten dargestellt. Zum Abschuss freigegeben.
Reisefreiheit hatte jeder. Nur schnell kein Geld mehr, um in die nächste größere Stadt zum Arzt zu fahren. Selbst die Trabbis mussten weg, aus Umweltschutzgründen und um nichts, aber auch gar nichts übrig zu lassen, worauf ein DDR-Bürger hätte stolz sein können. Aber dafür hatten die DDR-Bürger jetzt ein Wahlrecht. Sie durften wählen, nicht nur kniffen (den Wahlzettel falten und einwerfen). Aber war das ein Unterschied. Erst wählten sie Kohl, dann SPD, aber nichts passierte. Sie konnten wählen, hatten aber keine Wahl. Sie konnten reisen, hatten aber kein Geld dafür.
Aber auch für die Wessis ging es los. Als erstes wurde ihnen von Schäuble die Verfassung gestohlen. Ursprünglich bedeutete die Wiedervereinigung eine neue Verfassung. Aber Schäuble hatte schon damals Angst vor dem Volk und wollte keine Abstimmung. Deshalb fälschte er die Verfassung. Er bog sie zurecht und zerstörte damit das Recht in ganz Deutschland.
Obwohl Arbeit im Westen genügend vorhanden war, Überstunden ohne Ende gefahren wurden, hatte das Kapital schnell begriffen. Die Ossis wurden als Lohndrücker eingesetzt. Erst langsam und vorsichtig. Dann immer krasser. Das Kapital hatte keine Angst mehr. Der real existierende Sozialismus sowjetischer Prägung war ja gescheitert. Genau so tot wie der Sozialismus an sich. So denken sie bis heute noch.
Damit begann die Trauer für alle Deutschen. Neoliberale und wirtschaftsfaschistische Kräfte bekamen Oberwasser, infiltrierten die Universitäten, kauften sich Mietmäuler und willige Politiker. Die Medien bejubelten die absolute Freiheit aller. Gemeint war natürlich nur die Freiheit sich umzubringen.
Es gab keinen politischen Gegner mehr und keine Alternative. Die Menschen waren dem Raubtierkapitalismus vollständig ausgeliefert. Von den Nettolöhnen her sind sie schon wieder vor der Wende. Aber da ist kein Haltepunkt. Wir werden noch weiter zurück müssen. Ein Wissenschaftler darf heute noch 30.000 Euro im Jahr kosten, hat Frau Schavan bestimmt. Dann sind wir bei 1960. Aber auch da wird es kein Ende geben.
Es wird alles abgebaut. Soziale Fürsorge, Gesundheitssystem, Rente, Bildung und alles andere was den Deutschen nützen könnte. Aufgebaut wird nur was dem internationalen Großkapital nutzt. Die DDR-Bürger wurden Erich Honecker und seine Bagage los. Die Westdeutschen gewannen 18 Millionen Geschwister und verloren alles andere, was Leben lebenswert macht.
Es ist ein Trauertag für das Volk. Die, die heute jubeln, tun das, weil sie von den Tränen der Mehrheit leben und sich an deren Schmerzen laben. Aber wir sind immer noch das Volk. Ein Volk das es geschafft hat, sich selbst von Honnecker und Co. zu befreien und dann leider unter Kohls Räuber gefallen ist.
Weshalb wollen Schäuble, Jung, Bosbach und Wiefelspütz die Bundeswehr im Inneren auf uns ansetzen. Die wollen uns nicht nur an einer Grenzmauer töten können, die wollen uns überall umbringen können, wo wir ihnen, oder ihren Auftraggebern im Wege sind. Gibt es einen Unterschied zwischen denen und dem Honecker. Ja gibt es. Honecker war schon altersmilde. Milde ist von denen aber nicht zu erwarten.
Leute lasst uns rausgehen auf die Straßen und dieses System mit seinen Gemeinheiten hinwegfegen. Aber lasst und diesmal nicht den Fehler machen wie nach 1945 und nach der Wende. Wir dürfen die Täter nicht entkommen lassen. Wir müssen sie einsperren von A wie Ackermann bis Z wie ZEW.
Wir sind das Volk!
Schade - Manufactum verkauft an Otto
Diese Nachricht wird viele treue Manufactum Kunden traurig machen.
Die Otto-Gruppe ist über ihre Tochter Heine seit 1998 an Manufactum beteiligt, zuletzt mit 50 Prozent. Manufactum war vor 19 Jahren vom gelernten Buchhändler und ehemaligen Geschäftsführer der westfälischen Grünen, Thomas Hoof, gegründet worden und erwirtschaftete zuletzt mit 150 Beschäftigen einen Umsatz von 100 Millionen Euro.
Vielleicht sollten wir uns den aktuellen Katalog aufheben. Unter der absoluten Herrschaft von Otto wird sich der Schund schnell breit machen und den Sinn von Manufactum ad absurdum führen. Da geht es nicht mehr um Qualität, sondern um Masse und Gewinn.
Wirklich schade.
Und dann war da noch Ilse Aigner von der CSU
Dieses bayrische Schmuckstück der Bundespolitik, ist die bildungspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Wenn jemand von unseren Poltiheinis zum Sprecher für einen Bereich gemacht wird, bedeutet das normalerweise, das derjenige absolut keine Ahnung von diesem Bereich hat, und auf jede Einflüsterung der Lobbyisten sofort gehorsam reagiert.
Diese Dame gibt nun auch noch Pressemitteilungen heraus, mit denen sie ihre absolute Unfähigkeit dokumentiert:
Immer wieder wird im Zusammenhang mit dem OECD-Bericht auf die im Vergleich zum OECD-Durchschnitt geringere Studienanfänger- und Hochschulabsolventenquote in Deutschland hingewiesen. Zwar sind die Zahlen rechnerisch richtig. Politische Schlüsse rechtfertigen sie aber nicht. So werden in dem Vergleich nicht nur Äpfel mit Birnen verglichen, sondern auch mit Kirschen, Bananen und Melonen. Alle verglichenen Bildungssysteme haben ihre Besonderheiten, besonders aber das deutsche. Anders als in Deutschland gibt es in andern Ländern zur Hochschulbildung nur die "Alternative" ungelernte Kraft.
Wie bitte. Woher hat die Tante denn nun diese Weisheit. War die vielleicht schon mal irgendwo im Ausland. Wahrscheinlich nicht. In Österreich wollen die, die Bayern ja auch nicht. Aber darum geht es ja gar nicht. In Bayern sind die nicht einmal in der Lage genügend Abiturenten durch ihre Schulen zu kriegen, weil sie zu faul und zu geizig sind. Dafür werben sie dann die gut ausgebildeten Leute aus anderen Bundesländern ab.
Natürlich haben wir zu wenig Studienanfänger, wie wir auch zuwenig Absolventen haben. Aber das ist ja erklärtes Ziel der deutschen Bildungspolitik. Insbesondere die christlich undemokratisch regierten Länder sparen an der Bildung wo sie nur können und haben mit den Studiengebühren zusätzlich noch eine Hürde aufgebaut, die unsere Jugend vom Studium abhalten soll.
Anstatt bei uns Leute ordentlich auszubilden will dieses Politikerpack lieber Leute aus anderen Ländern nach Deutschland holen, um auch die Löhne der Akademiker noch drücken zu können, wie es ja Frau Schavan mit ihren 30.000 Euro schon versucht.
Was Frau Aigner betreibt ist nichts anderes als eine dreiste Lügerei um die Vorwürfe der OECD abzulenken. Frau Aigner betreibt das Geschäft von Mohn/Bertelsmann und INSM, die ja die Bildungausgaben auf Null drücken wollen, um dem Großkapital noch mehr Steuervorteile zu gewähren.
Wir müssen uns entweder damit abfinden, das Leute wie diese Aigner unser Land ausrauben und unseren Kindern die Bildung verweigern, oder wir müssen unser politisches Pack loswerden. Wer die Aigner wieder in den Bundestag wählt, ist gegen seine eigenen Kinder und Enkelkinder.
Es spricht übrigens nichts dagegen der Dame ihre Äpfel, Birnen, Kirschen, Bananen und Melonen an den Kopf zu werfen, solange diese so angefault sind, das keine Verletzungsgefahr besteht. Dann dürfen auch gerne ein paar überlagerte Eier dabei sein. Vielleicht begreift diese Dämlichkeit dann, das sie diesmal wirklich zu weit gegangen ist.
Liebe Frau Zypries
Ich finde es richtig gut, das sie vorausschauend, mit klarer Rückwärtsrichtung planen. Das ist immer gut. Vor allem wenn man auf die Schnauze fallen will. Ihr Vorschlag, das muslimische Gemeinden radikale Mitglieder melden sollen, ist ja fast identisch mit dem, den wir schon einmal hatten und wo dann der Einfachheit halber alle Juden gemeldet wurden. Das war für die Juden allerdings nicht so gut.
Solange sie den Terroristen Wolfgang Schäuble, der neben ihnen am Kabinettstisch sitzt, nicht in Gewahrsam nehmen lassen - vermutlich würde eine gründliche Überprüfung der geistigen Gesundheit reichen, um Deutschland von ihm zu befreien - kann ich niemanden empfehlen irgendwen oder irgendwas an die Sicherheitsbehörden zu melden.
Denn es sind nicht unsere Sicherheitsbehörden, sondern die Sicherheitsbehörden von Herrn Schäuble und seinen neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Auftraggebern. Sie müssten die ja am besten kennen, sie arbeiten ja auch für die. Haben sie übrigens was abbekommen, als er sich letztens von der Waffenlobby beeinflussen ließ, oder geht das über getrennte Kassen?
Wenn wir ihren Sicherheitsbehörden übrigens etwas melden. Vom Internetabzocker bis zu Peter Hartz, dann ist das immer schade um die Atemluft, die wir dabei vergeuden. Es wird ja doch keiner verfolgt, wie uns Herr Ackermann und andere zeigen. Es interessiert sie und ihresgleichen ja nicht, weil diese Täter ja nur die Bürger schädigen und Bürger sind für sie nicht einmal eine Nebensache.
Nein Frau Zypries. Das was sie wollen, können sie von den Menschen in Deutschland nicht mehr bekommen. Egal wie viele gefakte Attentate und Terroranschläge sie uns vorweisen. So wenig wie diese Justiz bis heute wissen will, wer Buback wirklich ermordet hat, weil sie ja genug Gefangene verurteilt haben, genausowenig wollen sie rechte Gewalt oder Verbrechen des Großkapitals beseitigen.
Ihre Gesetze sind immer gegen uns. Das ist ja auch ihr Auftrag. Wir dürfen nicht wissen, von wem unsere Kinder sind und wir dürfen nicht wissen, wer sie nun ,in welcher Höhe besticht. Wir sollen nur hinnehmen und nehmen auch hin. Mit der geballten Faust in der Tasche. Aber helfen. Helfen wird ihnen niemand. Sie müssen ihre Drecksarbeit schon alleine machen.
Wir trauen ihnen und ihren Behörden nicht. Keinen Millimeter weit. Sie vertreten ein Deutschland das wir nicht mögen und das wir nicht wollen. Wir bekommen keine Verfassung und kein vernünftiges Wahlrecht, aber irgendwann nützt ihnen das auch nichts mehr. Das ist dann der Moment, wo die ehrlichen Menschen in diesem Land, eine neue Polizei, eine neue Justiz und für alle gültige Gesetze schaffen werden, die nicht durch irgendwelche Winkeladvokaten und Durchführungsbestimmungen in ihr Gegenteil verkehrt werden.
Vor diesem Tag, an dem wieder ein Recht herrscht, Frau Zypries, vor diesem Tag sollten sie sich fürchten. Ich weiß nicht wann, aber er wird kommen. Ganz sicher.
Israel tötet Kinder
Das sind genau die Art von Nachrichten die niemand und sicherlich auch nicht Israel hören möchte:
Das israelische Militär hat eingeräumt, dass drei palästinensische Kinder, die am Mittwoch im nördlichen Gazastreifen durch eine israelische Panzergranate getötet worden waren, lediglich spielten. Der Panzerbesatzung sei es auf Grund von Luftaufnahmen unmöglich gewesen, die Drei in der Nähe der Grenzsperranlagen bei Beit Hanun als spielende Kinder zu erkennen.
Ich glaube dem israelischen Militär. Nicht etwa weil es wahrheitsliebener als andere Militärs wäre, sondern weil es auf den dramatischen Fehler hinweist, der immer dann passiert, wenn reguläre Truppen versuchen, gegen Partisanen zu kämpfen. Man kann mit einem Mähdrescher nicht sinnvoll Kopfsalat ernten und wer mit einem Maschinengewehr Kaninchen jagt wird nicht einmal mehr Hackfleisch bekommen.
Das ändert sich auch nicht, wenn man die Partisanen, Terroristen nennt. Eine reguläre Armee tut sich bei der Bekämpfung von Partisanen genauso schwer wie eine Polizeitruppe. Der Blutzoll unbeteiligter Zivilisten ist einfach viel zu hoch. Die deutsche Wehrmacht hat im zweiten Weltkrieg ganze Ortschaften, als Strafe für Partisaneneinsätze von der Erdoberfläche getilgt. Die Amerikaner bomben, dank deutscher Tornado-Bilder afghanische Dörfer weg, während die Partisanen aus weiter Entfernung zusehen.
Jeder dieser Einsätze aber schafft neuen Hass. Wenn der Vater eines dieser von den Isralies getöteten Kinder nun verständlicherweise keine Sinn mehr in seinem Leben sieht, und sich in einem Bus in Haifa mit den Insassen in die Luft sprengt, werden wieder Väter und Brüder keinen Sinn mehr im Leben sehen und andere töten. Ein Kreislauf.
Ich weiß nicht wer Henne und wer Ei ist. Ich weiß das Deutschland durch den Holocaust viele Juden geradezu nach Israel gezwungen hat, die sonst vielleicht nicht dort hingegangen wären und ich weiß das die Engländer, wie immer zu blöd und zu feige waren, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. Die sind fast so schlimm wie wir, oder die Amerikaner, wenn es um andere Menschen geht.
Der Knall war vom ersten Tag an da und trotzdem dürfen wir auch nicht die Palästinenser vergessen, die gerne Land verkauft haben, nur um sich schnellstens aus der Gegend absetzen zu können. Gibt es eine Lösung für Israel und Palästina. Ich glaube nicht. Die zwei Staaten-Theorie ist völliger Quatsch, weil ein nicht lebensfähiges Palästina immer ein Krisenherd bleibt.
Ein Staat mit einem gleichen Wahlrecht wäre die vernünftigste Lösung für alle. Aber Politik und Vernunft sind grundsätzliche Gegensätze. Dazu kommt noch der lange akkumulierte Hass auf auf den jeweils anderen. Nein das wird nicht gehen. Es sei denn der stärkere beginnt mit den vertrauensbildenen Maßnahmen und die Welt unterstützt nur die, die Kompromisse suchen.
Die toten Kinder sind ein Trauerspiel, für ihre Eltern und Verwandten, aber sich auch für diejenigen die sie getötet haben. Es ist viel leichter einen Abzug zu betätigen als mit den Folgen zu leben.
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