Neues von der Aufschwunglüge
Fremdschämen für Guttenberg
Ja, ich kann es auch nicht mehr hören. Aber es hilft doch nichts. Solange Guttenberg nicht zurücktritt oder besser zurückgetreten wird, müssen die Fakten um ihn berichtet werden. Sein neuester Schlag gegen den Anstand, war seine Rede für die drei ermordeten Soldaten in Regen. ["Fremdschämen für Guttenberg" mehr »]
Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?
Jeder erinnert sich an die dauerhafteste Lüge in der Bankenkrise. Die deutsche Bank ist nicht betroffen! Dabei war es Josef Ackermann der immer sofort zur Stelle war und lauthals forderte, dass der Staat die IKB, die Hypo Real Estate und andere rettete. Es war die deutsche Bank die dort und auch beim amerikanischen Steuerzahler kassierte und immer wieder ihre Grundlüge aufrecht erhielt.
Bis auf die Leser der Springer-Blöd-Presse und die Anhänger der neoliberalen Religion mit ihren Wirtschaftsblättchen hat eigentlich jeder diese Lüge längst durchschaut. Nun geht die Lüge aber in ihre nächste Runde. Schon vor knapp einem Jahr hatte Josef Ackermann einen Europäischen Banken- oder Währungsfond mit Staatsgarantie gefordert. Natürlich selbstlos. ["Deutsche Bank - EWF - Die letzten Zuckungen?" mehr »]
Uups wo ist der Beton geblieben...
Aus der Domstadt zu Köln ist man einiges gewöhnt.
Der kölsche Klüngel, die Weisheit des kölschen Grundgesetzes, ausgelassenes Zelebrieren von Traditionen.
Auch in den Zeiten, in denen das Narrentum seine Höchstphase erreichte, verlor man stets nicht die Zuversicht.
Nun reiht sich ein Skandälchen an das Andere.
Stahlkrampen gemopst und verscherbelt, Betonvolumen falsch berechnet, Lamellen nicht richtig verfüllt. Wer man nun ein Narr das Vertrauen nicht zu verlieren?
Uups wo ist der Beton geblieben... ["Uups wo ist der Beton geblieben..." mehr »]
Der kölsche Klüngel, die Weisheit des kölschen Grundgesetzes, ausgelassenes Zelebrieren von Traditionen.
Auch in den Zeiten, in denen das Narrentum seine Höchstphase erreichte, verlor man stets nicht die Zuversicht.
Nun reiht sich ein Skandälchen an das Andere.
Stahlkrampen gemopst und verscherbelt, Betonvolumen falsch berechnet, Lamellen nicht richtig verfüllt. Wer man nun ein Narr das Vertrauen nicht zu verlieren?
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Weltwirtschaftskrise und Bundestagswahl
Morgen Abend um 18 Uhr 01, ist es dann soweit. Die ganzen Wahlkampflügen werden eingestampft und alle werden behaupten nie etwas von Aufschwung und Steuersenkung gesagt zu haben. Dann werden auch die Gemeinheiten ausgepackt und die Umverteilung von unten nach oben geht fröhlich weiter. Dabei ist das Szenario mehr als bedrohlich.
Die EU geht in einer Studie davon aus, dass die Verschuldung auch weiter drastisch ansteigen wird und nennt Werte von 125 Prozent Zuwachs in der EU. Gleichzeitig wird davor gewarnt, die Bankenkrise als erledigt zu betrachten, da die Hypotheken von Gewerbeimmobilien weltweit als gefährdet gelten und gleichzeitig immer mehr Kreditkartenkunden in den USA insolvent werden, während die Kredite immer größer werden. ["Weltwirtschaftskrise und Bundestagswahl " mehr »]
Weltwirtschaftskrise - Im Kasino geht noch was
Komm'se mal rüber, komm'se mal ran! Hier werden sie genauso beschissen wie nebenan! So tönt es von allen Seiten. Die Kasinos sind wieder eröffnet. Alles nur Kaufkurse. Der Aufschwung ist da. Nein, nicht da. Er ist da. Zumindest kommt er da hinten. Irgendwer soll ihn schon gesehen haben. Zumindest hat das die Köchin seiner Schwester erzählt.
Ach ja. Geld ist da. Mut ist da und die alten Spieler stehen wieder am Roulette und an den Würfeltischen. Natürlich sind die Kessel beeinflusst und die Würfel und Karten gezinkt. Aber das macht ja nichts, die Zeche zahlt am Ende ja doch der Steuerzahler, der gar nicht mitspielen darf. Die Roulettekugel schlägt tiefe Kerben in die sozialen Systeme und die Würfel planieren sie flach. Es ist die Zeit für die Gambler, die ohne Gefahr für sich selbst, das Leben von Millionen zerstören. ["Weltwirtschaftskrise - Im Kasino geht noch was" mehr »]
Deutschland in der Weltwirtschaftskrise - Dumm geboren, nichts dazu gelernt und die Hälfte vergessen
Einer Bank der gerade ein Wert von 0 Euro bestätigt wurde, neben den bisher 100 Milliarden an Steuergeldern noch weitere 7 Milliarden hinterherzuwerfen ist zwar Wahnsinn, aber dieser Wahnsinn ist die Methode Merkel/Steinbrück. Die HRE freut sich und wird auch diese Milliarden verballern. Natürlich bekommt auch die IKB die an Lone Star verschenkt wurde, damit kein Abgeordneter jemals nachprüfen kann, wie hoch Josef Ackermann und die Deutsche Bank auf diesem Weg subventioniert wurden, weitere 7 Milliarden an Garantien und wird sie verjubeln.
Das ist laut Steinbrück und Merkel alles nicht aufregend. Sie sehen sich genau im Plan um Deutschland vollständig zu ruinieren und schließlich haben sie ja ihre Befehle vom Großkapital. Vor der Bundestagswahl tun sie noch so, als gäbe es einen Plan. Nach der Bundestagswahl, werden die Menschen sehen, dass es nicht einmal eine Idee gibt. Da wo sie heute von Garantien sprechen, ist das Geld morgen weg und es wird noch viel mehr in dieses dumme Spiel fließen.
["Deutschland in der Weltwirtschaftskrise - Dumm geboren, nichts ... »]
Weltwirtschaftskrise - Ein kurzer Rundgang
Am letzten Freitag wurde mit der Colonial Bank, Bank Nummer 75 in diesem Jahr in den USA beerdigt. Für die Freunde von Wetten soll das keine Enttäuschung sein. Die Marke von 100 Banken wird in diesem Jahr sicherlich geknackt. Im Moment herrscht etwas Flaute aber die nächste Welle rollt schon.
Auch wenn die Colonial Bank im Moment die größte Pleite dieses Jahres ist, wird sie in den nächsten Wochen von der US-Mittelstandsbank CIT übertroffen, die es nicht einmal mehr schafft ihre Bilanzen vorzulegen. Vermutlich haben die dauernd Tränen auf den Ausdrucken, was bei Tintenstrahlern echt schlecht aussieht. ["Weltwirtschaftskrise - Ein kurzer Rundgang" mehr »]
Wirtschaftsentwicklung besser als gedacht?
In nahezu rhythmischen Abständen brüllt irgendjemand, dass die Rezession vorbei sei. In Deutschland ist dies vor allem den bevorstehenden Bundestagswahlen zuzuschreiben . Aber das Phänomen existiert weltweit. Es kann also nicht dem deutschen Wahlkampf geschuldet sein.
Tatsächlich gibt es weltweit einen festen Glauben an die sich selbst erfüllende Prophezeiung. Wenn man einen bestimmten Wunsch nur oft genug äußert. hoffen diese Gläubigen, dann wird er sich auch erfüllen. Tatsächlich braucht man bestimmte Dinge nur oft genug zu wiederholen, damit sie Teil des allgemeinen "Wissens" und damit "Wahrheit" werden. ["Wirtschaftsentwicklung besser als gedacht?" mehr »]
Mal kurz zur Weltsicht von Ronnie Grob, Roger Köppel und René Lüchinger
Ronnie Grob, den ich schon mehrmals weit in rechten Gefilden erwischt habe und der dennoch so tut, als sei er Blogger und einer modernen Welt gegenüber aufgeschlossen, hat mal wieder ein Meisterstück abgeliefert.
Frank A. Meyer verharmlost Rechtsradikale und Sekten["Mal kurz zur Weltsicht von Ronnie Grob, Roger Köppel und René ... »]
Frank A. Meyer, “ein Journalist, mittlerweile pensioniert, der in Berlin lebt” (Zitat Christian Unger), antwortet Marc Walder in einem Interview im Magazin des Sonntagsblicks vom 26. Juli 2009 auf eine Frage zu einem Titel der Zeitschrift Weltwoche:
Sie zitieren allen Ernstes ein rechtsradikales Sektenblatt?
Man kann ja zur Weltwoche stehen, wie man will, aber wer eine Zeitschrift, die weder mit Rechtsradikalen noch mit Sekten etwas am Hut hat, so bezeichnet, der muss sich vorwerfen lassen, damit die wahren Probleme, die Rechtsradikale und Sekten darstellen, zu verharmlosen.
15 Prozent Rabatt auf alle Hilfs- und Fachkräfte
Arbeiter billig zu verleihen, nehmen sie zwei, zahlen sie einen. Menschenwürde wurde abgeschafft. Demnächst Huren als ein Euro-Jobberinnen. Die Spaßgesellschaft ist an ihrem Tiefpunkt angekommen. Es gibt Nachrichten, die mag man nicht glauben, auch wenn man sie liest.
Da bietet die S&F Personal-Dienstleistungen GmbH in einer Kampagne menschliche Arbeitskraft wie beim Discounter an.
["15 Prozent Rabatt auf alle Hilfs- und Fachkräfte" mehr »]
Da bietet die S&F Personal-Dienstleistungen GmbH in einer Kampagne menschliche Arbeitskraft wie beim Discounter an.

Foto pressetext.de
Und dann war da noch Hartmut Matiaske, Geschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände
Hartmut Matiaske hat Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Kita-Streiks geäußert. Denn der Kitastreik ist ihm äußerst peinlich. Bisher haben die öffentlichen Arbeitgeber, wie auch viele andere sogenannte Tarifpartner, die aber in Wirklichkeit nur noch mit Erpressung arbeiten, sich eine bequeme Taktik ausgedacht. Sie machen einfach keine oder völlig lächerliche Angebote und ziehen die Verhandlungen unsinnig in die Länge.
Dies tun sie in der Hoffnung, dass jede verstrichene Woche die Erwartungen der Arbeitnehmer senkt und dass die Arbeitnehmer zum Schluss überhaupt froh sind, wenn man ihnen ein winziges Häppchen zuwirft. Matiaske hat diese Technik schon mehrfach angewandt und ist nun ganz erbost, weil jemand anderer dieses Spiel auch umdrehen kann. ["Und dann war da noch Hartmut Matiaske, Geschäftsführer der ... »]
Dies tun sie in der Hoffnung, dass jede verstrichene Woche die Erwartungen der Arbeitnehmer senkt und dass die Arbeitnehmer zum Schluss überhaupt froh sind, wenn man ihnen ein winziges Häppchen zuwirft. Matiaske hat diese Technik schon mehrfach angewandt und ist nun ganz erbost, weil jemand anderer dieses Spiel auch umdrehen kann. ["Und dann war da noch Hartmut Matiaske, Geschäftsführer der ... »]
Kluge Worte zu unserem Finanzsystem und unserer Gesellschaft
Prof. Max Otte hat auf dem IHK-Jahresempfang 2009 ein paar sehr kluge Worte zur aktuellen Lage geäußert, die hier auf Duckhome auch schon oft vertreten wurden.
Als ich 1998 verantwortlicher Projektleiter einer Unternehmensberatung war, die zusammen mit einem internen Projektteam Vorschläge zur Reorganisation des Bundesministeriums für Wirtschaft ausarbeiten sollte, sagte mir ein alt gedienter Ministerialbeamter im Dienstzimmer Ludwig Erhards: "Früher standen die Vorstandsvorsitzenden hier Schlange, um einen Termin beim Minister zu bekommen. Heute stehen die Politiker Schlange, um nach ihrem Ausscheiden einen Job in der Wirtschaft zu bekommen."["Kluge Worte zu unserem Finanzsystem und unserer Gesellschaft" mehr »]
Zeitarbeit, Leiharbeit, Sklavenarbeit
Zeitarbeit war eines der ersten Prunkstücke der neoliberalen Religion der Menschenverachtung. Die Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern aufzubrechen - und vor allem die Bindung der Mitarbeiter untereinander und jede Form von Organisation. Das ist hervorragend gelungen. Das DIW, das so tut, als sei es ein wissenschaftliches Institut, aber in Wirklichkeit nur eine der vielen Propagandaschleudern der INSM und des unsäglichen Herrn Kannegiesser ist, berichtet stolz von den triumphalen Erfolgen.
2007 waren 700.000 Menschen darauf angewiesen, sich zu miesesten Löhnen bei den Sklavenhändlern der Zeitarbeitsbuden zu verdingen. Heute dürften es schon wieder erheblich weniger sein, weil die Firmen natürlich als erstes die rechtlosen Zeitarbeitssklaven gefeuert haben. Als Beschäftigte der Zeitarbeitsfirmen waren sie ja nie Bestandteil der eigenen Arbeitnehmerschaft, und kein Kollege und keine Gewerkschaft kämpft für sie. ["Zeitarbeit, Leiharbeit, Sklavenarbeit" mehr »]
2007 waren 700.000 Menschen darauf angewiesen, sich zu miesesten Löhnen bei den Sklavenhändlern der Zeitarbeitsbuden zu verdingen. Heute dürften es schon wieder erheblich weniger sein, weil die Firmen natürlich als erstes die rechtlosen Zeitarbeitssklaven gefeuert haben. Als Beschäftigte der Zeitarbeitsfirmen waren sie ja nie Bestandteil der eigenen Arbeitnehmerschaft, und kein Kollege und keine Gewerkschaft kämpft für sie. ["Zeitarbeit, Leiharbeit, Sklavenarbeit" mehr »]
Wenn du es besser kannst, dann mach es doch selber!
So oder ähnlich könnte es bei Georg-Dieter von Holtzbrinck und seinem Halbbruder Stefan von Holtzbrinck geklungen haben, als die Holtzbrinckgruppe zerschlagen wurde. Es muss für Stefan ja auch ein Alptraum gewesen sein. Sein Bruder hatte mit dem ganzen Kram seit 2006 nichts mehr zu tun und endlich war er an der Macht. Konnte allen zeigen, was er konnte - oder doch eher, dass er es eben nicht kann.
Ausflüge in den Bereich des Internets endeten zuletzt in Reihe im Elend. Die VZs gibt es zwar noch, aber es sieht nicht so aus, als ob sie jemals mehr als den Strom und die Leitungskosten einbringen werden, die sie kosten. Auch dem Rest ging es in der Weltwirtschaftskrise mehr als malade. Trotzdem musste er seinen Bruder Georg-Dieter ausbezahlen. Welch ein Unglück. ["Wenn du es besser kannst, dann mach es doch selber!" mehr »]
Ausflüge in den Bereich des Internets endeten zuletzt in Reihe im Elend. Die VZs gibt es zwar noch, aber es sieht nicht so aus, als ob sie jemals mehr als den Strom und die Leitungskosten einbringen werden, die sie kosten. Auch dem Rest ging es in der Weltwirtschaftskrise mehr als malade. Trotzdem musste er seinen Bruder Georg-Dieter ausbezahlen. Welch ein Unglück. ["Wenn du es besser kannst, dann mach es doch selber!" mehr »]
Staatliche Einlagensicherung in der Weltwirtschaftskrise
Beim aktuellen Stand der Weltwirtschaftskrise dürfte klar sein, dass die vollmundig gegebenen Zusagen für eine Einlagensicherung durch den Staat schon bald greifen müssen. Dabei ist es einfach wichtig zu wissen, dass die sogenannte Merkelgarantie für alle Einlagen bei deutschen Banken natürlich nur das ist, was Politiker meist produzieren, nämlich heiße Luft. Sie hat einen netten Spruch gemacht und freut sich nun, dass keiner nachfragt.
Tatsächlich hat sie nämlich nur irgendwas versprochen und wahrscheinlich hatte sie die Finger hinter dem Rücken gekreuzt, um sich ja nicht an ihr Versprechen halten zu müssen. Es gibt weder eine Gesetzesvorlage noch auch nur ein Gerücht, dass ihr Versprechen irgendwie in Gesetze gefasst werden solle. Aktuell gilt, dass die Bundesregierung den Topf des Einlagensicherungsfonds aus den Mitteln der Bankenrettung nachfüllen kann oder, wie jetzt gerade in Sachen Lehman geschehen, mit 6,9 Milliarden an Garantien unterstützen kann, aber nicht muss. ["Staatliche Einlagensicherung in der Weltwirtschaftskrise" mehr »]
Tatsächlich hat sie nämlich nur irgendwas versprochen und wahrscheinlich hatte sie die Finger hinter dem Rücken gekreuzt, um sich ja nicht an ihr Versprechen halten zu müssen. Es gibt weder eine Gesetzesvorlage noch auch nur ein Gerücht, dass ihr Versprechen irgendwie in Gesetze gefasst werden solle. Aktuell gilt, dass die Bundesregierung den Topf des Einlagensicherungsfonds aus den Mitteln der Bankenrettung nachfüllen kann oder, wie jetzt gerade in Sachen Lehman geschehen, mit 6,9 Milliarden an Garantien unterstützen kann, aber nicht muss. ["Staatliche Einlagensicherung in der Weltwirtschaftskrise" mehr »]
Die Kinder reicher Eltern sind einfach mehr wert
Zumindest sind sie dem Staat viel mehr Geld wert. Das hat gerade der Bundesrat wieder einmal deutlich gemacht. Kindergeld wird in Deutschland auf zwei Wegen bezahlt. Entweder man bekommt Kindergeld oder kann den Kinderfreibetrag in Anspruch nehmen. Beides zusammen geht nicht. Trotzdem bekommen zunächst alle Eltern für ihre Kinder das Kindergeld ausgezahlt. Dadurch sieht es vordergründig so aus, als herrsche Gerechtigkeit.
So bekommen alle Eltern für die ersten beiden Kinder ab Januar 2009 6,49 Prozent mehr Kindergeld, was einer Erhöhung um 10 Euro auf 164 Euro entspricht. Ab dem dritten Kind wird es dann richtig üppig: Es gibt eine Erhöhung um 10,4 Prozent, was 16 Euro oder knapp drei Babysitterstunden entspricht. Dann allerdings greift der Staat in die Vollen. Ab dem vierten Kind, was ja in Deutschland der Regelfall ist, gibt es sogar eine Erhöhung um 26,7 Prozent oder 41 Euro. ["Die Kinder reicher Eltern sind einfach mehr wert" mehr »]
5 Jahre Duckhome
Am 19.12.2003 war es soweit.
Duckhome erblickte das Licht der Datenautobahn. Mit seinem ersten Artikel "Tagebuch versus Weblog" kündigte sich Jochen Hoff an:
"Das hier ist weder die unmittelbarste Form der autobiographischen Aufzeichnung, wie der Brockhaus ein Tagebuch definiert, noch ein Logging meiner Blindflüge durch das Netz.
Es wird ein Zwischending sein und bleiben.
Raum für böse politische Kommentare, neben hoffnungsvollen Fragen an das Leben an sich.
Platz für das, was ich für gut oder wissenswert halte, Persönliches, Unwichtiges und Nützliches, in schönster Subjektivität.
Nein, es gibt keine Notwendigkeit für dieses Tagebuch. Es wird die Menschheit nicht weiterbringen, ihr aber wohl auch kaum Schaden zufügen. Aber, es ist auch nicht nutzlos. Es kann zumindest als schlechtes Beispiel dienen."
Damals ahnte er noch nicht, wie sehr sich dieses Blog etablieren würde. Auch ahnte er nicht, dass sich knapp 5 Jahre später - und das innerhalb weniger Monate - aus einer One-Man-Show eine durchaus respektable Gruppendynamik entwickeln würde. Autoren liefen ihm regelrecht die Bude ein und wollten Teil dieses Weblogs sein.
Wie er vor 5 Jahren festhielt, dass die Texte die Menschheit nicht weiterbringen werde, muss im Nachhinein wohl relativiert werden. Immer wieder kommen E-Mails über das Feedbackformular, die sich aus unterschiedlichsten Gründen für Artikel bedanken. Für das Vertrauen bedanken wir uns bei der Leserschaft, denn es zeigt uns, dass unsere Arbeit einen Sinn ergibt und gebraucht wird.
Duckhome leistet mittlerweile mehr als nur Aufklärungsarbeit und erreicht monatlich bereits bis zu 78.607 Leser und Leserinnen. Und täglich werden es mehr.
Die Autoren wünschen Jochen Hoff mit Duckhome alles erdenkllich Gute zum 5-jährigen Jubiläum und den Lesern auch weiterhin viel Spaß!
Totholzfantasien von Matthias Horx
Wenn man über Matthias Horx unbedingt etwas Gutes sagen will, dann fällt den meisten sofort ein, das er gnädigerweise seit 2005 nicht mehr für die "Die Achse des Guten" des mittlerweile nur noch peinlichen Henryk M. Broder schreibt. Wenn man Horx allerdings vernünftig bewerten will, dann geht das am leichtesten mit dem von im geprägten Satz: "Warum ich nicht an die Klimakatastrophe glaube".
["Totholzfantasien von Matthias Horx" mehr »]
Kurzkommentar 2008-08-21
• Jahr 2007: Durchschnittliche Kinderzahl steigt auf 1,37 Kinder je Frau
• Dem Kapital zu Diensten
• Linutop
• Schnurlos-Dockingstation mit USB, Ton und DVI für Notebooks
• Beamten sollen in Rentenkasse zahlen ["Kurzkommentar 2008-08-21" mehr »]
Mammographie - Die Gier der Medizinindustrie nach Geld
Nachdem sich in den USA die Umsätze der Mediziner bei der Röntgendiagnostik der weiblichen Brust nur noch dadurch steigern lassen, dass sie nun einfach Hochbetagte über 80 röntgen wollen, eröffnet GenoGyn in Deutschland den Kampf für wildes Massenröntgen. ["Mammographie - Die Gier der Medizinindustrie nach Geld" mehr »]
Anzahl der Diabetiker steigt in den USA um 8 Prozent
Es ist schon fast eine Gesundheitswoche auf diesem Blog. Dabei gibt es dafür überhaupt keinen Grund. Der Blog bildet nur die Nachrichtenlage ab. Aber noch einmal für meine Freunde. Meine gesundheitliche Situation hat sich nicht verschlechtert. Es ist alles so wie es bei einem alten Mann ist. Eigentlich sogar besser.
Die Nachricht aus den USA verwundert nicht, werden die Amerikaner doch immer mächtiger. Leider nicht politisch oder wirtschaftlich sondern an Körperumfang und Gewicht:
The number of Americans with diabetes has grown to about 24 million people, or roughly 8 percent of the U.S. population, the government said Tuesday.
A report by the Centers for Disease Control and Prevention, based on data from 2007, said the number represents an increase of about 3 million over two years. The CDC estimates another 57 million people have blood sugar abnormalities called pre-diabetes, which puts people at increased risk for the disease.
The percentage of people unaware that they have diabetes fell from 30 percent to 25 percent, according to the study.
Dr. Ann Albright, director of the CDC Division of Diabetes Translation, said the report has "both good news and bad news."
"It is concerning to know that we have more people developing diabetes, and these data are a reminder of the importance of increasing awareness of this condition, especially among people who are at high risk," Albright said in a statement.
"On the other hand, it is good to see that more people are aware that they have diabetes."
Natürlich ist es gut, das bei mehr Leuten Diabetes erkannt wird und dementsprechend weniger Leute mit einer unerkannten Diabetes in Folgekrankheiten kommen. Andererseits haben wir eine Diabetesbehandlung die uns einfach irgendwie nicht weiter bringt.
Natürlich können wir viele Folgeerkrankungen durch die Gabe von Insulin in unterschiedlichen Formen verhindern, andererseits habe ich das Gefühl das die Diabetskranken und da schließe ich mich ausdrücklich mit ein, immer schneller lernen, falsch mit ihrer Krankheit umzugehen. Es ist relativ einfach das eigene Fehlverhalten mit Insulin auszugleichen. Jeder der des Lesens und der Grundrechenarten mächtig ist, ist dazu in der Lage.
Das hat zur Folge das wir uns selbst betrügen. Wir leben nicht nach unserer Erkrankung sondern regeln diese, oder besser ihre momentanen Folgen einfach weg. Die typische Gewichtszunahme die immer schlimmer wird, je länger und lockerer man mit dem Insulin umgehen kann, ist ein deutliches Signal, das eine Entwicklung sich beschleunigt.
Wir sind heute in der Lage die Alltagstauglichkeit trotz Fehlernährung und mangelnder Bewegung weitgehend aufrecht zu erhalten. "Eine halbe Sahnetorte. Kein Problem, die spritze ich mir weg.". Daraus entsteht sehr schnell ein System aus Lügen gegen sich selbst, bis zu Schluss nichts mehr unmöglich erscheint. Von 112 auf 139,5 Kg sind da eine leichte Übung. Nach oben gibt es kaum Grenzen.
Natürlich bricht dieses Kartenhaus irgendwann zusammen. Das geht um so schneller je weniger Bewegung es gibt. Die Insulintherapie führt zu einem Wohlgefühl und erlaubt den Selbstbetrug, der nicht nur den ständigen Verstoß gegen die Ernährungsregeln unsanktioniert lässt, sondern auch fast vollständige Bewegungslosigkeit erlaubt.
Eine Entwicklung der sich so leicht nachgeben lässt und die so folgenlos scheint, es aber natürlich nicht ist. Nein, das soll kein Plädoyer gegen Insulin sein. Im Gegenteil, das können nur die wenigsten durchhalten und die müssen schon sehr geschickt sein. Es geht mir um etwas anderes.
Wir haben in Deutschland eine Pflichtberatung / Diabetikerschulung die auch dazu führt, dass die Leute sich eine Zeitlang bewusster verhalten. Danach ist es aber wie mit der Geliebten, die man geheiratet hat. Sie ist da, aber der Neuigkeitswert lässt nach, genau wie die Aufmerksamkeit. Ein schleichender Prozess, der sich an Scheidungen ablesen lässt. Die Scheidung von der Diabetes erfolgt meist auf Friedhöfen nach einer oft noch langen und schweren Krankheit, die zudem noch viel Geld kostet.
Der Mensch sollte ein vernünftiges Lebewesen sein, aber selbst die, die sich selbst für ziemlich schlau halten, fallen in die gleichen Fallen wie die Dummen oder besser sie fallen schneller und tiefer, weil sie zu schlau sind.
Da helfen auch all die netten, nützlichen und wohlgemeinten Briefchen der Krankenkassen nichts. Wir brauchen einen Art TÜV für Diabetiker, aber wahrscheinlich auch für andere Dauererkrankungen. Der niedergelassene Arzt kann das heute im Praxisalltag nicht leisten, weil die Zeit und das Geld dafür nicht da ist. Der schafft gerade die Grundversorgung und die Behandlung der Extreme, sofern die extremen Fälle nicht einfach ganz ausweichen.
Es muss also eine Abrechnungsposition für diesen Diabetiker-TÜV geschaffen werden und die Aufgabe muss weg von den Ärzten, hin zu den Leuten, die sonst die Diabetiker-Schulung machen. Eine vernünftige Analyse der aktuellen Situation in einem Einzelgespräch mit einer ausführlichen Aufnahme der aktuellen Daten und einen halben Tag Nachschulung in jedem Jahr, ist etwas das jeder leisten kann, egal wie eng sein Zeitrahmen ist.
Davon verspreche ich mir zum einen bessere Daten über die Entwickung in der Bevölkerung zum Nutzen aller, aber auch für den Einzelnen einen Punkt an dem er oder sie den inneren Schweinehund wirklich anfassen muss. Den Leuten die auch mit diesen Möglichkeiten nicht genügend Eigeninitiative entwickeln könnte mit einer Gesprächsrunde geholfen werden. Wir können es uns einfach nicht leisten, so weiter zu machen wie bisher. Es ist eine Frage der Kosten und der Lebensqualität.
Was haben diese Leute nur gegen unseren blauen Planeten
Gut es mag natürlich die pure Gier und Gemeinheit sein die Leute wie Lakshmi Narayan Mittal von Arcelor Mittal dazu treibt, diesen Planeten mit Macht zu zerstören. Ich verstehe auch, dass solche Leute immer wieder willige Propagandisten finden, die dann natürlich wieder laut behaupten werden, das sie für ihre absurden Ansichten nicht bezahlt werden, was ich ihnen trotzdem nicht glaube, da die Interessenüberschneidung einfach viel zu groß ist.
Ähnlich wie beim Schwesterblog PI, bei dem ja auch mit Spürnasen gearbeitet wird und bei dem eben neben der Vernichtung der Erde auch noch die Vernichtung der Muslime als Dauerthema ansteht, macht es der dem Arcelor Mittal Konzern nahestehende Propagandablog Ökologismus jetzt auch, in dem er sich von angeblichen Spürnasen Themen servieren lässt, die allgemein bekannt sind, aber auf diese Art und Weise geheimnisvoller wirken sollen:
So sollen bei der Standortauswahl des neuen Stahlwerkes der Voest Alpine (immerhin eine sieben Milliarden Euro Investition) “Umweltschutzbestimmungen” (im Hinblick auf Belastungen durch den Emissionshandel) eine entscheidende Rolle spielen. Bei der Wahl zwischen Bulgarien, Rumänien und der Ukraine dürfte die Wahl sicherlich nicht schwer fallen.
Ebenso bestätigen Manager des staatlichen polnischen Stromkonzerns “lockere Gespräche” über den möglichen Bau eines neuen Kohlekraftwerkes in der Ukraine. Da das Kraftwerk dort nicht mit dem Bann des CO2-Ablasshandels belegt wäre, könnte der Strom dort wesentlich günstiger erzeugt und in die EU importiert werden.
Dies sind weitere Indizien dafür, dass das Konzept des staatlich vorordneten Ablasshandels lediglich zur Verteuerung der Energiepreise für die Bevölkerung und zum Export von Arbeitsplätzen führt.
Die Botschaft und damit die grundsätzliche Lebenslüge dieses Blogs und seiner Betreiber ist ganz einfach. Macht Energie so billig wie möglich und lasst alles was denkbar ist an Umweltverschmutzung zu, damit Lakshmi Narayan Mittal noch mehr Geld verdienen kann. Es ist egal wenn eure Kinder vergiftet werden, euer Wasser verschmutzt wird, solange nur Mittal verdient.
Jeder vernünftige Mensch der schon mal in der Ukraine war, weiß wie groß die Umweltprobleme dort sind. Das ist nicht nur Tschernobyl sondern sehr viele Kraftwerke die nicht die geringsten Schutzmechanismen haben. Die Ukraine selber würde gerne Umweltschutz betreiben, ist aber dazu finanziell nicht in der Lage. Die Leute von Ökologismus und Mittal wissen das genau. Aber es ist ihnen egal. Viele Gegenden der Ukraine sehen heute schlimmer aus, als das Ruhrgebiet in seinen schlimmsten Zeiten. Die Krankheiten sind ebenfalls die gleichen.
Aber es geht diesen Leuten nicht um Wahrheit, nicht um die Gesunderhaltung von Kindern, sondern um puren Wirtschaftsfaschismus in seiner schlimmsten ausbeuterischen Form. Am meisten würde von einem Nachgeben unserer Regierungen die Firma Mittal und deren Besitzer einen Nutzen daraus ziehen. Lakshmi Narayan Mittal muss hier nicht leben. Der geht mit seinem Geld morgen wieder aus London weg und sucht sich eine Insel mit guter Luft und sauberem Boden. Was er hier hinterlässt ist ihm egal.
Es ist wichtig solche Zusammenhänge zu verstehen, damit man beurteilen kann, warum sich Menschen so verhalten wie sie es tun. Es gilt jetzt Arcelor Mittal überall da wo sie europäischer Gerichtsbarkeit unterstehen auf das ganaueste zu untersuchen und die kleinste Verfehlung mit aller Härte zu bestrafen um Mittal der sich ja eindeutig verantwortungslos zeigt, aus dem europäischen Geschäft heraus zu bekommen. Wer sich nicht an Regeln halten will oder vernünftige Regel abschaffen will, gehört nicht in unsere Wirtschaft. Er gehört allerdings eigentlich in gar keine Wirtschaft.
Bei dem zur Zeit leider nicht aktiven Blog Waschsalon fand ich folgende Geschichte die ich einfach mal im Volltext mit den Bildern übernehme, weil ich sie nicht sinnvoll kürzen kann. Prügel bitte an mich:

Verhältnis Erde-Wasser

Verhältnis Erde-Luft
Mehr Luft als Wasser
Ich liebe ja Visualisierungen von Zahlen. Mal ehrlich: Wer kann sich schon vorstellen wie eine Billion Tonnen aussehen?! Oder 1,4087 Milliarden Kubikkilometer?! So viel Wasser gibt es nämlich auf unserem Planeten, inklusive Meerwasser, Eis, Seen, Flüsse, Grundwasser, Wolken, etc. Dafür gibt es allerdings auch 5140 Billionen Tonnen Luft. Wie viel das wäre, würde man alles Wasser bzw. sämtliche Luft zu einem Ball zusammenfassen und ins Verhältnis zur Größe unseres Planeten setzen, zeigen diese beiden Bilder - links Wasser, rechts Luft.
Es wird natürlich auch noch etwas anderes deutlich. Nämlich wie gefährdet unsere Luft und unser Wasser in Wirklichkeit sind. Wer sich noch an die ersten Farbaufnahmen des blauen Planeten aus dem All erinnern kann und die Begeisterung der Astro- oder Kosmonauten, der weiß sicher auch noch das wir damals die Möglichkeiten dieses Planeten für unendlich gehalten haben. Heute wissen wir es besser. Er ist endlich in seinen Möglichkeiten und in dem was wir ihm gefahrlos antun können.
Das einzige was es überhaupt möglich macht, das einige Spinner die drohenden Gefahren ableugnen können, ist die Tatsache, das wir nicht genau wissen, wie weit wir gehen können, bis der Planet und wir mit ihm untergehen. Es besteht die Chance das er noch einiges abkann, aber es kann auch sein, dass übermorgen der Start eines einzigen zusätzlichen Autos das Ende unumkehrbar einläutet.
Ich empfehle diesen Leuten, die sagen das bisher nichts passiert ist, auch nicht das sie Rattengift essen und dabei täglich die Dosis verdoppeln sollen. Wenn die Startmenge im Bereich von Nanogramm ist, könnten sie eine Zeitlang Rattengift genießen, ohne das es ihnen schadet. Trotzdem würden sie im Endeffekt sterben. Niemand weiß genau wann, aber jeder weiß das dieser Tag unausweichlich kommt.
Wer die Erde wie ein Stück Klopapier nur benutzt um sie dann wegwerfen zu können, sollte mindestens zwei weitere Erden im Kofferraum haben. Zur Zeit wissen wir nicht einmal ob es draußen im Weltall irgendwo eine Ersatzerde gibt, geschweige denn, das wir sie erreichen könnten. Wer mit dem blauen Planeten zockt, verzockt die Zukunft der Menschen. Wer das ob gekauft oder aus Dummdreistigkeit macht, gehört nicht in die menschliche Gesellschaft. Der ist viel zu gefährlich um ihn frei laufen oder gar wirtschaften zu lassen.
Ob beliebige Spürnasen ghw, Thomislav Rus oder Lakshmi Narayan Mittal sie alle haben nicht das Recht so mit den Menschen und deren Zukunft umzugehen, nur um ein paar Minute länger Vorteile genießen zu können. Wer nicht in der Lage oder willens ist Verantwortung zu tragen darf nicht teilhaben. Die Rus die Gründer oder Namensgeber Russlands deren Stamm lange in der Ukraine lebte und herrschte würden sich für solche Freunde der Ukraine sicherlich bedanken.
Überall ist Pirmasens
Der Springerverlag macht das was er besonders gut kann. Er macht Agitation und Propaganda für die Neoliberalen. Diesmal wird eine ganze Stadt als übles Beispiel heranzgezogen. Springer schimpft über Pirmasens
Die Stadt, die keine Mittelschicht mehr hat
Was passiert mit einer Stadt, die keine Mittelschicht hat? Im pfälzischen Pirmasens läßt sich dieser Fall am lebenden Objekt begutachten: Tausende Leistungsträger haben die Stadt verlassen, die Armut steigt, es herrscht Trostlosigkeit. Viele Menschen haben ihren Ehrgeiz verloren.
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Eine gewöhnliche Kleinstadtszene. Doch die Kinder waren nicht im Supermarkt: Sie haben Essen bei der Pirmasenser Tafel geholt, dort, wo es nichts kostet.
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In der Pfälzer Stadt haben laut den Berechnungen der Gesellschaft für Konsumforschung knapp 22 Prozent der Haushalte mehr als 2600 Euro netto im Monat zur Verfügung. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 45 Prozent. Auch am unteren Rand macht sich der fehlende Bauch bemerkbar: Während bundesweit nur 14 Prozent der Haushalte weniger als 1100 Euro als Nettoeinkommen zur Verfügung haben, sind es in Pirmasens 25 Prozent. Ein ganzes Viertel der Stadt muss mit dem Minimum auskommen. Pirmasens lebt vor, was es für eine Gesellschaft bedeutet, keinen Mittelbau zu haben.
..
Dazu gesellt sich eine Art Verschwörungstheorie gegen die einst mächtigen Schuhbarone: Mehrmals, so erzählt man in Pirmasens, hätten sie verhindert, dass sich andere Unternehmen ansiedelten, dass durch Wettbewerb und Diversifizierung die Löhne hätten steigen können. So auch, als Siemens 1969 hier eine Spritz- und Druckgussfabrik eröffnete mit 200 Arbeitsplätzen und kurz darauf wieder abzog. Es ist eine Legende, für die es keine Beweise gibt und keine braucht.
Das erinnert einen doch an die Jagd die Springer auf Florida Rolf und Viagra Karl, auf jeden Arbeitslosen in Deutschland abgezogen hat. Jetzt ist es eine ganze Stadt. Die sich mit einer Verschwörungstheorie rausredet.
Natürlich haben die Schuhbarone den Herren im Gemeinderat nicht gesagt, dass sie weggehen wenn die andere Firmen zulassen. Selbstverständlich nicht. Das war Konsens. Genauso wie es Konsens war in ganz Deutschland als die Löhne zu steigen begannen, sehr schnell Gastarbeiter zu holen um die Löhne zu drücken. Künstlich Konkurrenz schaffen. Daneben wurde Gewerke immer weiter zerteilt, bis die Arbeit von jedem nach kurzer Anlernzeit gemacht werden konnte.
Im Takt der Maschinen hat man ihnen ihre Wertlosigkeit als Arbeiter wie als Menschen immer wieder eingehämmert. Armado Rodrigues aus dem kleinen Dorf Vale de Madeiros in Portugal bekam als Millionster Gastarbeiter sogar ein Moped geschenkt, weil er so schön beim Lohndrücken half. Die Gastarbeiter lebten unter unmöglichen Umständen und arbeiteten für mieses Geld, das sie sofort nach Hause schickten.
Aber das Kapital wurde nicht satt. Es mussten immer mehr kommen. In Pirmasens wie überall in Deutschland. Dank der Gastarbeiter blieben die Löhne niedrig. Die Kaufkraft entwickelte sich nie entsprechend der Produktivität der Arbeit. Große Teile der gesamten Nettolohnsumme gingen ins Ausland.
Dann war es irgendwann vorbei. Die Gastarbeiter und auch die deutschen Arbeiter wurden immer weniger gebraucht. Längst erledigten Maschinen die Arbeit, die nur von wenigen bewacht und gewartet werden mussten. Das Kapital entließ die Arbeiter. Die Ausländer die zurück in ihre Heimat wollten und konnten gingen, einige wurden rausgekauft, durften die Gelder aus der Rentenversicherung mitnehmen.
Aber der größte Teil war zu lange hier. Die hatten zu Hause kaum noch Bindungen. Ihre Kinder waren hier in der Schule oder die Lebensbedingungen waren dort noch schlechter als die Arbeitslosigkeit hier. Die Kosten für die Lohndrückerei des Kapitals durften jetzt die Arbeitnehmer gemeinsam mit den Firmen tragen, die noch viel Personal brauchten. Die Lohnkosten stiegen, weil die Gewinne die vorher mit den Gastarbeitern gemacht worden waren, sich nicht an deren Arbeitslosigkeit beteiligten. Das war Sache der Arbeiter.
Springer fand das toll. Das musste so sein. Springer kannte auch die Lösung des Problems. Die Löhne der Arbeiter mussten runter, die Arbeitslosen bestraft werden. Eine Hetzkampgagne folgte der anderen. Mit der Wende und der Wiedervereinigung belasteten auch noch die Arbeitslosen und Rentner aus der DDR die Sozialsysteme. Das Kapital machte Geschäfte, die Kosten trugen die Arbeitnehmer, deren Löhne dadurch natürlich noch teurer wurden.
Springer war begeistert. Die blühenden Landschaften wurden zu Unkraut auf totem Fabrikgelände und da es den real existierenden Sozialismus nicht mehr gab, konnten die neoliberalen Wirtschaftsfaschisten sich hemmungslos austoben. Springer tobte mit.
Kündiungsschutz weg, Löhne runter, Arbeitslosengeld gekürzt, Hartz IV. Springer trieb die Verrückten zu noch immer größerer Geschwindigkeit an. Mit Hartz IV brachen sie die Arbeitslosen. Man konnte zusehen wie die Menschen aufgaben. Gleichzeitig wurden die Berufe zerstört. Eine Berufsbezeichung existiere kaum länger als drei oder vier Jahre. Danach waren alle Hilfsarbeiter.
Jetzt mokiert sich Springer darüber das die Kinder das Essen für zu Hause von der Tafel holen. Wahrscheinlich würde Springer denen auch den Abfall an liebsten noch gegen Geld verkaufen. Die letzte Cents an sich raffen. Wir wissen ja das Friede Springer ihre PIN-Post Leute sogar gegen höhere Löhne demonstrieren ließ. Sie zeigte denen und uns ihre Verachtung für die Menschen so deutlich wie es nur ging und ihre Helfer waren eifrig mit dabei.
Aber den Menschen in Pirmasens fehlt der Ehrgeiz. Meint Spinger. Von Ehrgeiz ist doch in Deutschland gar nicht mehr zu reden. Die Springers, Mohns, Bertelmanns, Quandts, Kannegiessers, unsere bestechenden und bestochenen Manager und Gewerkschaftler, sowie die gekauften Mietmäuler die angeblich Wissenschaftler sein wollen und dazu das schmutzige Politikerpack, haben doch alles an Hoffnung und Zuversicht zerstört was es gab in diesem Land.
Während sich dies Pack die Taschen immer voller stopfte, sind die Leute verarmt und wurden bewusst verarmt. Der so wehleidig beklagte Mittelstand ist die Beute der IHKs und Handwerkskammern geworden. Mit Bürokratie und dümmlichen Abgaben überhäuft rutscht er weg. Den Schuster gibt es nicht mehr, der Bächer stirbt aus, Metzger haben Seltenheitswert und die Kneipe muss wegen Rauchverbot schließen.
Ehrgeiz. Das ich nicht lache. Wir müssten den Menschen erst wieder einmal Mut machen. Die von Pierer, Ackermann und Hartz einsperren. Den Menschen zeigen dass sie Rechte haben und nicht nur Verfügungsmasse sind. Statt dessen holt Frau Schavan Ingenieure aus Indien um die deutschen Preise zu drücken für 30.000 Euro und schafft damit einen neuen Höchstlohn für den Mittelstand.
Aber im Grunde genommen muss unsere führende Klasse eigentlich froh sein, das die Menschen sich aufgegeben haben. Was würde passieren wenn die Menschen aus Pirmasens einen Besuch im Springerverlag machten. Was wäre nach den 42.000 Pirmasensern noch übrig von Springer. Wohin würde Friede Springer laufen wenn das Volk kommt.
Die Pirmasenser kommen wohl nicht. Aber spätestens dann wenn sie im nächsten Winter nur noch ein Zimmer heizen können, oder in die Wärmestuben müssen, könnte sich das ändern. Sie werden nämlich die Heizung nicht mehr bezahlen können. Auch die nicht, die noch Arbeit haben. Vielleicht kommen sie dann durch die Kälte in Wut und hoffentlich erinnern sie sich was Springer mit ihrer Stadt anstellte.
Ein pisswütender Gewerkschaftsfunktionär
Mir wurde soeben der Kopf gewaschen. Ich hatte einen pisswütenden Gewerkschaftsfunktionär am Telefon, der zwar nicht zur GEW gehört, dem aber mein. "zur Zeit ständiges rumgemosere an den Gewerkschaften" mächtig auf den Geist geht. Das ist schön, das es ihm auf den Geist geht, war meine erste Antwort. Keine Sorge er ist nicht am anderen Ende des Rohres geplatzt. Er benutzte die Leitung als Entladungsgerät.
Tatsächlich bin ich wirklich erfreut, wenn sich in Deutschland noch Leute aufregen und etwas unternehmen, auch wenn sie nur anrufen um mir die Meinung zu geigen. Ich glaube das solche Leute auch anderen die Meinung geigen und das ist gut und wichtig für unser Land. Nun aber zu seinen Vorwürfen im Einzelnen.
"meine Linkspartei
Es gab nur eine Partei in Deutschland die mal meine Partei war. Das ist nicht nur lange Monde, sondern viele Winter her. Es ist fast schon nicht mehr wahr. Diese Partei war die SPD. Das meiste was ich zur SPD zu sagen habe, ist nur endlose Wiederholung von bereits vielfach gesagtem. Nach meiner Ansicht, habe ich meine Meinung zur SPD am besten in diesem wütenden Artikel ausgedrückt.
"Meine Linkspartei" gibt es nicht. Lafontaine ist und war nie mein Mann und Gysi ist vom gleichen Schlag. Die treten mal eben schnell zurück und lassen die Menschen im Regen stehen. Verantwortungslos wie all die anderen Politiker. Aber es gibt in der Linkspartei, Leute die meine Achtung haben. Die gibt es allerdings auch in anderen Parteien. Prozentual sind es in der Linkspartei aber am meisten. Nur gut das es da keine fünf Prozent Hürde gibt, bei mir.
Mit der Linkspartei glaube ich am ehesten meine sozialdemokratischen Positionen realisieren zu können. Ich glaube nämlich nicht an Kommunismus oder Sozialismus mit Menschen wie wir. Einen besseren Menschen wollte die DDR erziehen. Trotz aller Mühe ist es ihr nicht gelungen. Der Kapitalismus, also die persönliche Bereicherung ist eine der stärksten Triebfedern der Menschen. Neben dem Sex und der Freude an der Unterwerfung anderer. Deshalb kann und will ich den Kapitalismus nicht abschaffen, sondern ich will ihn, wie ein gefährliches Tier, in relativer Freiheit, aber doch begrenzt halten. Dafür gab es in Deutschland schon einmal Gesetze die ganz gut funktionierten. Das ist machbar.
"Gewerkschaften brauchen einen starken politischen Arm
Äh. Ja. Mhm. Am stärksten ist dann wohl die Einheitsgewerkschaft zusammen mit der Einheitspartei. Gut, war ja nur ein Scherz. Ich heiße ja nicht Merkel und ich glaube nicht an eine Partei, die ein starker Arm der Gewerkschaften wäre. Bisher hat die Nähe zu einer Partei die Gewerkschaften immer nur geschwächt. Dabei ist es völlig egal welche politische Richtung diese Partei angeblich vertritt. Bisher haben sich alle Parteien mehr oder weniger offen kaufen lassen.
Gewerkschaften müssen unabhängig von Parteien und Unternehmen sein. Auch unabhängig voneinander. Eine Gewerkschaft ist ausschließlich ihren Mitgliedern verpflichtet. Ich habe nichts dagegen, wenn dabei auch die gesamtgesellschaftlichen Interessen nicht aus dem Auge verloren werden, aber das ist zweitrangig. Zuerst die eigenen Leute. Dann lange gar nichts, dann die Gesellschaft, derer die zusammen leben und arbeiten wollen, dann die Unternehmen und erst dann Kirchen, Parteien und sonstiges Volk, das sich noch nie für die Sorgen der Arbeitnehmer interessiert hat.
Meinetwegen auch einen Dachverband. Aus wirtschaftlichen Gründen, aber ohne jede Weisungsrechte. Im Grunde genommen ohne Rede- und Bewertungsrecht.
Was wir brauchen ist einfach. Freie Gewerkschaften. Wirklich freie Gewerkschaften.
"Mein Bildungsideal"
Mein Bildungsideal. In diesem unserem Staat ist das reine Fantasie. Hier geht es nicht mehr um Ideale. Hier geht es um das Notwendigste. Nix Ideal. Einfach nur um das Abwenden von Not. Ich bin 50 und das ist bei mir bestimmt nicht Halbzeit, so habe ich nicht gelebt. Aber ich würde mir wünschen, wenn wir am Ende der nächsten 25 Jahre wenigsten die pure Not gelindert haben. Schon das wird schwer genug.
Bildung ist kein Tattoo. Bildung kann man sich nicht einmal auf den Arsch pieksen lassen und trägt sie dann ein Leben lang mit sich rum. Bildung muss ständig gepflegt werden. Viel besser wie die Lebensabschnittsgefährten und auch viel besser als das Auto, Papas größten Stolz. Bildung kann man nicht erwerben um sie zu besitzen. Sie rieselt leise aus allen Taschen wieder heraus. Wie der ganze feine Sand vom letzten Urlaub. Ein paar Tage hat man ihn noch überall und dann ist er weg, nur noch eine Spur in der Erinnerung und vielleicht ein letzter Rest in der Falte jenes alten Koffers.
Wir müssen uns ständig aus- und weiterbilden. Der eigentliche Beruf oder besser die eigentliche Berufung muss das Feilen an der eigenen Bildung sein. Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Abitur, mittlere Reife, Oberschulreife, Fachhochschulreife, Hochschulreife, Diplom, Doktorat oder Berufsausbildung und Weiterqualifizierung. Alles nur Momentaufnahmen. Sobald ein Abschluss erreicht ist muss es weitergehen. Stillstand heißt Rückschritt. Lernen endet erst mit dem Tode. Bis dahin muss gelernt werden.
Ich will das Lernen nur einfacher machen. Oder vielmehr das Angebot verbessern. Soll doch jeder lernen wann er will. Der eine nachts um vier, der andere um zwanzig vor sieben. Internet macht es möglich. Wir können jede nur denkbare Lehrstunde ins Netz stellen. Dort kann sie von jedem, egal wie oft und wann abgerufen werden. Kostenlos. Bis es auch der letzte begriffen hat. Dazu computergesteuerte Test. Viele unterschiedliche. Damit die Leute sich selbst prüfen können, oder aber auch um Empfehlungen bei Tutoren bitten können, was sie, wie lernen sollen. Die Tutoren können von zu Hause aus arbeiten. Einige in der Nacht, andere am Tage. Alle bundesweit, egal wo sie sitzen.
Dazu ein Angebot von Präsenzunterricht und Präsenztutorien. An den Schulen, die Abends und an den Wochenenden eh verwaist sind. Verbunden mit Tests und Prüfungen. Wiederholbar bis es klappt. Bieten wir Bildung an. Überall. Wie Klingeltöne fürs Handy. Damit wir jeden, wirklich jeden erreichen. Diese Unterrichtsstunden können wir auch aktuell halten. Viel leichter als viele Lehrer dazu zu bringen, aktuell zu sein. Nicht als Ersatz der Präsenzschule sondern als Erweiterung.
Das ist kein Ideal. Das ist einfach machbar.
Ich mag Gewerkschaftsfunktionäre die sich aufregen, wie ich schon am Anfang sagte. Aber nur wenn sie nicht nur wie ein wütendes Nashorn durch die Gegend rasen sondern mitdenken. Dieser Staat wird uns keine Bildung für die Menschen geben. Dieser Staat ist bildungsfeindlich. Also gründen wir wieder einen Arbeiterbildungsverein. Denn alle die nicht von den Erträgen ihres Kapitals leben können sind Arbeiter. Die künstliche Trennung in Arbeiter, Angestellte und sogar leitenden Angestellte ist Quatsch. Es gibt die wenigen Reichen und ihre Helfershelfer. Der Rest ist Arbeiter und braucht eine starke Gewerkschaft die seine Interessen und die seiner Kinder vertritt.
Ich will nur starke, freie und unabhängige Gewerkschaften. Ich bin übrigens der Meinung, das diejenigen die nicht in der Gewerkschaft sind, auch nicht von den Tarifabschlüssen profitieren sollen. Auch das kann man tariflich vereinbaren. Bei einer großen Einheitsgewerkschaft wäre mir die Gefahr zu groß, das dadurch eine Art Diktatur entsteht. Bei vielen Gewerkschaften die bestimmte Teile der Arbeitnehmerschaft vertreten besteht diese Gefahr nicht.
Also nicht aufregen, wenn ich auch weiterhin gegen die Art von Gewerkschaften schreibe, die wir jetzt haben. Die brauchen wir nämlich nicht. Die braucht nur das Kapital als ihre willfährigen Helfer.





















