Volkstrauertag und Tag der Deutschen Einheit zusammenlegen
Der Volkstrauertrag findet normalerweise zwar zwei Wochen vor dem ersten Advent statt, aber das muss ja nicht so sein. Am 3. Oktober ist das Wetter meist auch besser. Außerdem entspräche eine Zusammenlegung den Ergebnissen der Wiedervereinigung.
Nein, ich bin nicht gegen die Wiedervereinigung, war aber immer gegen die dabei vorgelegte Geschwindigkeit und die Rahmenbedingungen. Das ist allerdings Schnee von gestern. Die Umtauschquote führte zu einer Schieflage, die letztendlich zum Ende der schon vorher totkranken Unternehmen in der DDR maßgeblich beitrug. Diverse Treuhandverbrechen zogen den Schlußstrich.
Trotzdem freue ich mich, das die Diktatur in der DDR zu Ende ging, obwohl ich wusste was dann kommen würde. Ich freute mich für die Menschen, die einen kurzen Taumel des Glücks erlebten - übrigens auf beiden Seiten der Mauer - und fürchtete gleichzeitig die maßlose Trauer, die auf alle Deutschen zukommen würde.
Das Helmut Kohl und Herr Schäuble nicht wussten wie es in der DDR aussah, will ich denen gerne glauben. Die haben beide nie von irgendetwas gewusst. Offene Hände und ein total verschlossener, wenn überhaupt vorhandener Geist. Aber diese Leute gab es auch in der damals noch sozialdemokratischen SPD. Sie wollten nicht hören, nicht sehen und redeten dafür von blühenden Landschaften und der mitteldeutschen Industrie.
Das Erwachen kam schnell. Die 18 Millionen DDR-Bürger konnte Westdeutschland locker mitversorgen. Die Firmen in der DDR wurden nicht gebraucht, genausowenig wie die Menschen und die Abzocker von der Treuhand machten, die wenigen lebensfähigen Unternehmen als erste nieder. Aus DDR-Bürgern wurde Arbeitslose. In den westlich geprägten Medien meist als Vollidioten dargestellt. Zum Abschuss freigegeben.
Reisefreiheit hatte jeder. Nur schnell kein Geld mehr, um in die nächste größere Stadt zum Arzt zu fahren. Selbst die Trabbis mussten weg, aus Umweltschutzgründen und um nichts, aber auch gar nichts übrig zu lassen, worauf ein DDR-Bürger hätte stolz sein können. Aber dafür hatten die DDR-Bürger jetzt ein Wahlrecht. Sie durften wählen, nicht nur kniffen (den Wahlzettel falten und einwerfen). Aber war das ein Unterschied. Erst wählten sie Kohl, dann SPD, aber nichts passierte. Sie konnten wählen, hatten aber keine Wahl. Sie konnten reisen, hatten aber kein Geld dafür.
Aber auch für die Wessis ging es los. Als erstes wurde ihnen von Schäuble die Verfassung gestohlen. Ursprünglich bedeutete die Wiedervereinigung eine neue Verfassung. Aber Schäuble hatte schon damals Angst vor dem Volk und wollte keine Abstimmung. Deshalb fälschte er die Verfassung. Er bog sie zurecht und zerstörte damit das Recht in ganz Deutschland.
Obwohl Arbeit im Westen genügend vorhanden war, Überstunden ohne Ende gefahren wurden, hatte das Kapital schnell begriffen. Die Ossis wurden als Lohndrücker eingesetzt. Erst langsam und vorsichtig. Dann immer krasser. Das Kapital hatte keine Angst mehr. Der real existierende Sozialismus sowjetischer Prägung war ja gescheitert. Genau so tot wie der Sozialismus an sich. So denken sie bis heute noch.
Damit begann die Trauer für alle Deutschen. Neoliberale und wirtschaftsfaschistische Kräfte bekamen Oberwasser, infiltrierten die Universitäten, kauften sich Mietmäuler und willige Politiker. Die Medien bejubelten die absolute Freiheit aller. Gemeint war natürlich nur die Freiheit sich umzubringen.
Es gab keinen politischen Gegner mehr und keine Alternative. Die Menschen waren dem Raubtierkapitalismus vollständig ausgeliefert. Von den Nettolöhnen her sind sie schon wieder vor der Wende. Aber da ist kein Haltepunkt. Wir werden noch weiter zurück müssen. Ein Wissenschaftler darf heute noch 30.000 Euro im Jahr kosten, hat Frau Schavan bestimmt. Dann sind wir bei 1960. Aber auch da wird es kein Ende geben.
Es wird alles abgebaut. Soziale Fürsorge, Gesundheitssystem, Rente, Bildung und alles andere was den Deutschen nützen könnte. Aufgebaut wird nur was dem internationalen Großkapital nutzt. Die DDR-Bürger wurden Erich Honecker und seine Bagage los. Die Westdeutschen gewannen 18 Millionen Geschwister und verloren alles andere, was Leben lebenswert macht.
Es ist ein Trauertag für das Volk. Die, die heute jubeln, tun das, weil sie von den Tränen der Mehrheit leben und sich an deren Schmerzen laben. Aber wir sind immer noch das Volk. Ein Volk das es geschafft hat, sich selbst von Honnecker und Co. zu befreien und dann leider unter Kohls Räuber gefallen ist.
Weshalb wollen Schäuble, Jung, Bosbach und Wiefelspütz die Bundeswehr im Inneren auf uns ansetzen. Die wollen uns nicht nur an einer Grenzmauer töten können, die wollen uns überall umbringen können, wo wir ihnen, oder ihren Auftraggebern im Wege sind. Gibt es einen Unterschied zwischen denen und dem Honecker. Ja gibt es. Honecker war schon altersmilde. Milde ist von denen aber nicht zu erwarten.
Leute lasst uns rausgehen auf die Straßen und dieses System mit seinen Gemeinheiten hinwegfegen. Aber lasst und diesmal nicht den Fehler machen wie nach 1945 und nach der Wende. Wir dürfen die Täter nicht entkommen lassen. Wir müssen sie einsperren von A wie Ackermann bis Z wie ZEW.
Wir sind das Volk!
Schade - Manufactum verkauft an Otto
Diese Nachricht wird viele treue Manufactum Kunden traurig machen.
Die Otto-Gruppe ist über ihre Tochter Heine seit 1998 an Manufactum beteiligt, zuletzt mit 50 Prozent. Manufactum war vor 19 Jahren vom gelernten Buchhändler und ehemaligen Geschäftsführer der westfälischen Grünen, Thomas Hoof, gegründet worden und erwirtschaftete zuletzt mit 150 Beschäftigen einen Umsatz von 100 Millionen Euro.
Vielleicht sollten wir uns den aktuellen Katalog aufheben. Unter der absoluten Herrschaft von Otto wird sich der Schund schnell breit machen und den Sinn von Manufactum ad absurdum führen. Da geht es nicht mehr um Qualität, sondern um Masse und Gewinn.
Wirklich schade.
Liebe Frau Zypries
Ich finde es richtig gut, das sie vorausschauend, mit klarer Rückwärtsrichtung planen. Das ist immer gut. Vor allem wenn man auf die Schnauze fallen will. Ihr Vorschlag, das muslimische Gemeinden radikale Mitglieder melden sollen, ist ja fast identisch mit dem, den wir schon einmal hatten und wo dann der Einfachheit halber alle Juden gemeldet wurden. Das war für die Juden allerdings nicht so gut.
Solange sie den Terroristen Wolfgang Schäuble, der neben ihnen am Kabinettstisch sitzt, nicht in Gewahrsam nehmen lassen - vermutlich würde eine gründliche Überprüfung der geistigen Gesundheit reichen, um Deutschland von ihm zu befreien - kann ich niemanden empfehlen irgendwen oder irgendwas an die Sicherheitsbehörden zu melden.
Denn es sind nicht unsere Sicherheitsbehörden, sondern die Sicherheitsbehörden von Herrn Schäuble und seinen neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Auftraggebern. Sie müssten die ja am besten kennen, sie arbeiten ja auch für die. Haben sie übrigens was abbekommen, als er sich letztens von der Waffenlobby beeinflussen ließ, oder geht das über getrennte Kassen?
Wenn wir ihren Sicherheitsbehörden übrigens etwas melden. Vom Internetabzocker bis zu Peter Hartz, dann ist das immer schade um die Atemluft, die wir dabei vergeuden. Es wird ja doch keiner verfolgt, wie uns Herr Ackermann und andere zeigen. Es interessiert sie und ihresgleichen ja nicht, weil diese Täter ja nur die Bürger schädigen und Bürger sind für sie nicht einmal eine Nebensache.
Nein Frau Zypries. Das was sie wollen, können sie von den Menschen in Deutschland nicht mehr bekommen. Egal wie viele gefakte Attentate und Terroranschläge sie uns vorweisen. So wenig wie diese Justiz bis heute wissen will, wer Buback wirklich ermordet hat, weil sie ja genug Gefangene verurteilt haben, genausowenig wollen sie rechte Gewalt oder Verbrechen des Großkapitals beseitigen.
Ihre Gesetze sind immer gegen uns. Das ist ja auch ihr Auftrag. Wir dürfen nicht wissen, von wem unsere Kinder sind und wir dürfen nicht wissen, wer sie nun ,in welcher Höhe besticht. Wir sollen nur hinnehmen und nehmen auch hin. Mit der geballten Faust in der Tasche. Aber helfen. Helfen wird ihnen niemand. Sie müssen ihre Drecksarbeit schon alleine machen.
Wir trauen ihnen und ihren Behörden nicht. Keinen Millimeter weit. Sie vertreten ein Deutschland das wir nicht mögen und das wir nicht wollen. Wir bekommen keine Verfassung und kein vernünftiges Wahlrecht, aber irgendwann nützt ihnen das auch nichts mehr. Das ist dann der Moment, wo die ehrlichen Menschen in diesem Land, eine neue Polizei, eine neue Justiz und für alle gültige Gesetze schaffen werden, die nicht durch irgendwelche Winkeladvokaten und Durchführungsbestimmungen in ihr Gegenteil verkehrt werden.
Vor diesem Tag, an dem wieder ein Recht herrscht, Frau Zypries, vor diesem Tag sollten sie sich fürchten. Ich weiß nicht wann, aber er wird kommen. Ganz sicher.
Todesanzeige

Logitech Trackman Marble FX
Mit tiefer Trauer gebe ich bekannt, das mein bestes Arbeitswerkzeug mitten im Betrieb verstorben ist. Jahrelang haben wir erfolgreich miteinander gearbeitet und plötzlich ging die linke Maustaste nicht mehr. Ein schwerer Verlust.
Das was ich mir notgedrungen als behelfsmäßigen Ersatz besorgt habe, verdient den Namen Ersatz nicht. Weder werden unter Linux die Tasten automatisch erkannt, noch sind sie so angeordnet, das sie effizientes Arbeiten ermöglichen. Wer einen Trackball oder eine Maus mit weniger als vier nativ einsetzbaren Tasten versieht, zeigt damit nur, das er keine Ahnung von Ergonomie hat.

Logitech Marble Mouse Optical
Nicht einmal der Hauch eines Ersatzes
Nicht einmal der Hauch eines Ersatzes
Ich war jahrelang ein zufriedener Logitech Kunde. Aber eine Kamera wie die Quickcam Pro 5000 die in zwei Versionen auf dem Markt ist, von der ich natürlich die habe, die nicht funktioniert, das fehlen eines brauchbaren Trackballs und was sich so von anderen höre, lässt mich daran zweifeln ob ich bei der bald fälligen Tastatur mich wieder für Logitech entscheiden werden.
Aber vielleicht brauchen die auch gar kein Geld mehr.
Vom Muslim überrannt
Gut, ich muss zugeben ich bin oft genug gewarnt worden. Aber ich hätte nie damit gerechnet, das ausgerechnet ich vom Muslim überrannt werde. Aber für alles gibt es ein erstes Mal. Mein erstes Mal war gestern Abend. Ich meine ich wurde gestern Abend zum ersten Mal von einem Muslim überrannt. Andere erste Male liegen schon so lange in der Vergangenheit, das ich mich kaum noch an sie erinnern kann, viele erste Male habe ich lieber verdrängt.
Zum ersten Mal vom Muslim überrannt. Ein kleiner Satz für die Menschheit, aber ein großer Schmerz in meiner Magengegend und in meinem Rücken. Dabei kam ich nur in meiner Stammkneipe von der Toilette. Ich gebe zu, wie alle alten Männer habe ich nach ein paar Bier und Schnaps die Lauferei. Deshalb trinke ich auch am späteren Abend mehr Wodka, das vermindert den Druck und es fällt nicht auf wenn ich unsicherer auf den Füßen werde. Zumindest mir nicht.
Also ich kam unschuldig, soweit man mit Fünfzig noch unschuldig sein kann, von der Toilette, da raste der muslimische Stier, unter übelsten Geräuschen, auf mich zu. Oh, zu der Uhrzeit hatte ich noch Reaktion, ich war ja gerade erst reingekommen und schon mal prophylaktisch pinkeln. Aber der muslimische Stier war schnell. Gesenkten Hauptes raste er auf meinen Bauch zu und traf mich mit aller Gewalt mit seinem hörnerlosen Kopf und ich bohrte mir die Türklinke in den Rücken. Schmerz.
Der muslimische Stier ließ sich nicht aufhalten. In einem weiteren Anlauf quetschte er sich an mir vorbei und stand an dem extra dafür vorgesehenen Becken und würgte und pfiff gleichzeitig nach Luft. Nur meinen ungeahnten geistigen Fähigkeiten und dem Ruf "Ali hat sich verschluckt!" war es zu verdanken, das sofort, die bei mir seit meiner christlichen Taufe eingebaute Humanitas startete. Ich hechtete zu Ali und trommelte auf seinen Rücken. Als Vater kennt man das Problem. Ich hätte ihn auch noch auf den Kopf gestellt, aber meine Schläge schüttelten seinen kleinen mageren, aber typisch muslimisch zähen Körper ordentlich durch und er würgte ein Stück Currywurst aus der Lunge.
Von der Currywurst befreit, jappste er nach Luft, wie der Fisch auf dem Trockenen, der damals abrupt meine Anglerkarriere beendet hatte, weil ich das nach Luft schnappen nicht ertragen konnte und meine Zeit auf Mitleid verschwendete, anstatt dem Fisch eins hinter den Kopf zu hauen. Beim Jagen ist das einfacher. Da ist der Tod weiter weg. Ich expedierte Ali nach vorne und verlangte energisch Aufklärung.
Ali heißt übrigens nicht Ali. Wir nennen ihn nur Ali weil, wir schon nüchtern Knoten in die Zunge bekommen, wenn wir den Namen aussprechen wollen. Er ist übrigens auch kein Türke sondern Syrer mit türkischem Pass. Die Türken nennen ihn aber auch Ali, weil sie Angst um ihre Zungen haben. Aus dem Gestammel der übrigen Gäste und des verantwortungslosen Wirtes konnte ich mir einen Reim auf das Geschehen machen.
Ali hatte gerade damit begonnen seine Currrywurst zu essen, die er als Koch eines guten Restaurants, mit deutscher, türkischer und internationaler Küche, an seinen freien Abenden, als Ausgleich braucht. Nein in Berlin gehört die türkische Küche nicht zur internationalen Küche. Selbst die sächsische und schwäbische Küche wird hier als nationale Küche betrachtet, genau wie die chinesische, vietnamesische und jugoslawische Küche. Da hat bei uns übrigens Jugoslawien überlebt.
Aber ich schweife ab. Ali aß seine Currywurst. Ja das darf er auch als Moslem oder glaubt irgendwer, das heutzutage in irgendeiner Wurst, die im Gastronomiebedarf verkauft wird, noch Fleisch ist. Weder Schwein noch Katze. Das Tier, das für diese Würste geschlachtet wird, heißt Soja und der Geschmack kommt direkt aus der Chemiefabrik. Aber die kennt unseren Geschmack gut. Ali darf Currywurst essen.
Currywurst, Schnitzel und Buletten sind übrigens das einzige, was es bei unseren Wirt an sogenanntem Eßbaren gibt. Dazu höllisch scharfe Soßen. Das Essen gibt es nur, weil der Kleinkapitalist hinter dem Tresen Angst hat, wir würden nicht zurückfinden, wenn wir seinen Laden verlassen müssten, um woanders was zu essen. Er kennt uns halt. Die Soßen sind scharf, um den Geschmack des Fleisches zu übertünchen.
Ali könnte nach unserer Meinung auch die Buletten essen. Da ist eh nur Brot drin und das Schnitzel besteht aus einer Scheibe Schinken mit viel Panade. Das dürfte er nicht essen. Wir auch nicht, aber wir sind altes Frittenfett an Semmelbröseln gewöhnt. Gehört zu den kulinarischen Höhepunkten deutscher Küche. Unser Wirt mag es nicht, wenn wir über sein Essen reden. Seiner Meinung nach reicht es, wenn wir bezahlen und die Schnauze halten. Da ist er ein echter deutscher Demokrat. Wir aber auch, deshalb ist sein Essen, oder das was er als solches bezeichnet, immer wieder Gesprächsstoff.
Aber heute war er unschuldig. Während Ali am Essen war, kam der dicke Borchert rein. Der dicke Borchert ist nicht wirklich dick, wie Ali auch eher ein muslimischer Ziegenbock als ein muslimischer Stier ist, zumindest wenn man meine Körperformate als normal ansetzt. Ja, ich bin normal. Ich habe mein Idealgewicht. Elefanten dürfen wiegen was sie wollen. Borchert, heißt der dicke Borchert, weil er wie ein Supertanker manöveriert. Selbst wenn er seine Maschinen auf volle Kraft zurück schaltet, braucht es noch Minuten, bis er stoppt.
Als er reindampfte, wollte er Ali nur einen Klaps auf die Schulter geben. Aber Ali abklapsen, die Maschine dicker Borchert, auf volle Kraft zurück schalten und seinen Ankerplatz am Tresen ansteuern, war einfach zu viel für ihn. Der Leidtragende war der muslimische Ziegenbock. Das ist keine Beleidigung sondern entspricht dem Größenverhältnis zu mir. Ich habe übrigens schon Ziegenböcke besessen. Wenn die zustoßen dann tut das sehr weh und anders als ein Stier, bleiben die am Mann. Die verhauen sogar große Hunde und Pferde. Selbst Kühe gehen ihnen aus dem Weg. Also nichts gegen Ziegenböcke.
Also bekam Ali vom dicken Borchert einen massiven Schlag ins Kreuz, als er gerade testete, ob die Sauce seiner Currywurst, diesmal durch seine Zunge durchbrennen würden. Die Sauce ummantelte natürlich ein Stück Currywurst. Der Schlag vom dicken Borchert mitten in die Konzentration von Ali und zack, schon steckte die Currywurst in der Luftröhre. Unsere Speiseröhren sind gegen die Sauce abgehärtet, aber die Luftröhren haben da keinerlei Erfahrung.
Wie die anderen schilderten, lief Ali rot an, dicke Tränen traten aus seinen Augen und laut einer Einzelmeinung, die aber sonst auch nicht zählt, kamen Dampfwölkchen aus seinen Ohren. Mit einem komischen Quitschen und gleichzeitigem Schnaubenund Röcheln, versuchte er sich Luft zu verschaffen, was aber nur die Currysauce tiefer nach unten zog und das Problem verschlimmerte. Dann entwickelte er sich zum muslimischen Stier und überrannte mich. Der Rest ist bekannt.
Obwohl wir Ali wieder hinbekamen, weiß ich nun, welches Gefahrenpotential in so einem Muslim steckt. Ich sehe es mit völlig anderen Augen, wenn meine Kinder über die Straße Ali brüllen und er lachend auf sie zukommt, sie hoch hebt und küsst. Ich kenne jetzt die Gefahren, die in so einem Muslim lauern. Ein winziges Stück Currywurst mit extra scharfer Sauce kann ihn zum reißenden Stier oder Ziegenbock machen. Wir müssen einfach vorsichtiger sein. Was verbergen die beiden reizenden Zwillingsschwestern im türksichen Supermarkt, die immer so freundlich und hilfsbereit sind. Ich überlege ernsthaft, ob ich mich fürchten soll.
Das ist doch alles vom System so gewollt
Bankenkrise wurde erneut abgesagt +++ Bankenkrise wurde erneut abgesagt +++ Bank
Die FAZ versucht sich als Gesundbeterin, stolpert aber ständig über ihre eigenen Zweifel. Die eine tote Mittelstandsbank in Düsseldorf, die paar toten Fonds, das macht doch alles noch keine Krise. Zumindest dann nicht, wenn man beide Augen fest zudrückt.
Doch die Optimisten haben (noch) die besseren Argumente. Die Neubewertung der Risiken sei überfällig und gesund, sagen sie. Lieber eine kleine Kreditklemme als eine große Kreditblase. Dass, verteilt über die ganze Welt, jetzt ein paar Banken zusammenbrechen, ist im Einzelfall betrüblich, aber im großen Ganzen gut und vom System gewollt. Denn so wird gerade ein Dominoeffekt verhindert.
Na also. Die Bankenkrise wurde erneut abgesagt.
Aber:
Was passiert, wenn ein großes Unternehmen aufgrund schlechten Ratings sich nicht mehr über Anleihen refinanzieren könnte? Das Misstrauen könnte von den Anleihen und Krediten zu den Aktien springen. Immerhin ist der Risiko-Index der Schweizer Bank UBS, der Risikofreude und Risikoaversion der Finanzakteure abbildet, im Juli 2007 auf den Stand vom September 2001 gefallen. Damals war gerade die New Economy beendet worden.
Finanzmärkte basierten ursprünglich einmal auf Vertrauen. Dieses Vertrauen wurde durch pure Gier ersetzt:
Dass über die Kreditwürdigkeit der Schuldner zu wenig nachgedacht wurde, liegt nicht zuletzt an einer Spezialität des Geschäfts, welche in den vergangenen zehn Jahren international ziemlich Mode geworden ist: Die Gläubiger haben ihre Forderungen gegenüber den Kreditnehmern flugs an andere Banken oder Hedge-Fonds weitergereicht, die sie ihrerseits mit Methoden der höheren Finanzalchemie auf der ganzen Welt verhökert haben. Das ist im Prinzip eine gute Idee. Denn sie verfolgt die Absicht, das Risiko breit zu streuen. Doch es gibt einen verführerischen negativen Effekt: Das Risikoempfinden der Finanzakteure wurde nicht nur von ihrer Gier betäubt, sondern auch von der realen Aussicht darauf, die mit der Gewinnerwartung verbundenen möglichen Schmerzen andere erdulden zu lassen.
Die Bankenkrise ist noch nicht so ganz abgesagt. Da glimmt ein ungelöschtes Feuer. Wenn da Sauerstoff dazu kommt, dann gibt es einen Großbrand. Ich bin kein Finanzberater, aber es könnte sehr gut sein, jetzt Gewinne mitzunehmen und Verluste zu vermeiden. Als die New Economy crashte war das auch das Beste was man tun konnte. Es macht nichts, wenn man mal ein Vierteljahr Zuschauer ist.
Fehlende Tochter
Töchterchen ist jetzt erwachsen. Hat das erste Mal bei Oma übernachtet. Alles gut gelaufen. Trotzdem irgendwie ein seltsames Gefühl. Zum einen die Freude. Das Kind wollte nicht zur Schlafenszeit schreiend nach Hause, sondern erklärte per Telefon, das es bis zum Dunkelwerden aufbleiben würde. Hihi. Da lachen ja die Hühner. Die Junge Dame hat ein ausgeprägtes Schlafbedürfnis. Wenn die müde ist schläft die.
Aber es gibt auch einen kleinen Stich. Man muss loslassen. Natürlich nur ein Zipfelchen. Aber man weiß, das dies nur der Anfang des Loslassens ist. Das man von jetzt ab, ständig etwas mehr loslassen muss. Als erfahrener Vater weiß man auch das es mit rasender Geschwindigkeit weiter geht.
Trotzdem darf man nicht festhalten. Menschen und vor allem Kinder brauchen Freiheit. Es ist egal ob Elternliebe fesselt oder Ketten. Beides kann die gleiche Wirkung haben.
Unser Mittlerer, also ihr kleiner Bruder war nicht ganz so begeistert. Des Abends hatte er das Vergnügen, das die Teerarbeiter noch zu beobachten waren, aber dann fehlte ihm sein Schwesterherz doch deutlich. Naja mit der kann er ja auch so herrlich rumstänkern. Als ich heute morgen vorschlug, wir könnten das Lenchen doch verkaufen, bekam ich aber richtig Mecker. Er hat sein Lenchen lieb und die wird nicht verkauft und ich muss nach Timbuktu.
Timbuktu ist der Ort, zu dem bei uns jeder geschickt wird, der grad übrig ist, oder Mist gebaut hat. Irgendwann werden wir wirklich mal nach Timbuktu fahren, nur um nachzusehen wie es dort ist.
Unbedeutende Randerscheinungen
UPLOAD stellt wie die meisten Printmedien fest, das Weblogs, Blogs oder wie auch immer man diese selbstreferenzierenden Schreiberlinge nennt, eine unbedeutende Randerscheinung im Bereich des großartigen Medienuniversums sind. Diese Feststellung ist richtig.
Täglich werfen ungefähr 5.000 mal mehr Menschen die FAZ ungelesen in den Müll, als mein Block Leser hat. Selbst wenn ich die Leser über den Feed mitrechne bleiben es noch noch rund 3.000 mal mehr Menschen die, die FAZ nicht lesen, aber bezahlen, als ich Leser habe.
Das tut gar nicht weh. Nicht weil ich so schmerzunempfindlich bin, sondern weil ich keine FAZ herausgebe. Ich mache auch keine Bild, obwohl das die ideale Diät für mich wäre, ich könnte dann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen müsste. Ich schreibe einen Blog mit meinen Themen. Meist politischen Themen. Tendenziös, mit einer ziemlich festgelegten Meinung, die in Deutschland eben nicht mehrheitsfähig ist. Ich gebe mir auch gar keine Mühe mehrheitsfähig zu schreiben, weil ich es dann auch lassen könnte.
Mein Produkt, mein Blog, ist also durch seine Art schon sehr stark in seiner Reichweite begrenzt. Jemand der auf die Idee kommen könnte, mich zu lesen, muss nach politischen Themen suchen und dann noch meine Randmeinung gut finden. Was aber noch viel schlimmer ist, er muss mich erst einmal finden. Meinen Blog gibt es seit 2003, immer mal wieder unterbrochen, weil ich keine Zeit hatte. Er ist also jung. Im Verhältnis zu Spiegel, FAZ und der Bild sogar sehr jung. Ich schreibe alleine. Da waren es von Anfang an mehrere. Aber die wollten ja auch keinen Blog machen sondern eine Zeitung, Zeitschrift, oder wie bei Springer einfach mal kräftig Mist bauen.
Neulinge, die bislang “professionelle” Angebote gewohnt sind, haben es mit Blogs meistens schwer. In vielen Weblogs gehen die Themen bunt durcheinander. In der Regel interessiert die Leser aber nur ein Teil davon. Um zu den interessanten Informationen zu gelangen, müssen sie sich oftmals täglich durch ein Dickicht aus YouTube-Videos, unkommentierten Linklisten und Gedankenfetzen schlagen. Das ist anstrengend und auf Dauer frustrierend.
Ich war immer schon dafür Bibliotheken zu verbieten. Die meisten Menschen sind zu dumm, sie zu bedienen und stehen staunend vor so viel Büchern. Warum sollten die lernen wie man mit Katalogen umgeht. Das braucht doch kein Mensch. Es reicht doch die professionellen Lehrbücher zu lesen. Bibliotheksarbeit wird doch für kein Studium und keine Arbeit gebraucht. So sehen die Diplom- und Doktorarbeiten dann auch aus. Natürlich kann ich meine Informationen auch alle aus der Bild bekommen. So sehen häufig die Wahlergebnisse aus. Das ist wie mit den Millionen Fliegen, die sich einfach nicht irren können.
Leser mögen es, wenn man ihnen etwas vorbereitet und für sie ordnet. Ich spreche hier nicht über die Leser, die Blogs heute haben. Ich spreche über die Leser, die Blogs haben könnten, sofern es ihnen auf eine hohe Reichweite ankommt.
Ja. Man muss eine Vorauswahl für den unmündigen Leser treffen. Man muss ihn an die Hand nehmen. Deshalb haben ja auch die Printmedien ständig steigende Auflagen. Wie die Auflagen sinken? Sollte es Leute geben die ihre Informationen auch anders finden?
Da ein Blog in der Regel keine bekannte Marke hat und keinen Ruf, muss es gegenüber jedem neuen Leser wieder seine Kompetenz beweisen, bei jedem Artikel, auf jeder Seite.
Autorität kann man nicht erzeugen. Man bekommt sie verliehen. Glaubwürdigkeit ist etwas das man sich erarbeitet. Wie wir bei dem ehemaligen Nachrichtenmagazin Spiegel sehen, verliert man diese Glaubwürdigkeit auch schnell wieder. Der Stern beweist das beeindruckend. Aber was ist schlimm daran sich Autorität und Glaubwürdigkeit zu erarbeiten. Das muss man doch überall tun. Bei seinen Kunden, als Lehrer, als Vater, innerhalb seines Freundeskreises und man muss ständig weiterarbeiten, um es zu bleiben. Eine Marke zu verteidigen, ist übrigens deutlich schwieriger, als eine aufzubauen.
Zugleich wünsche ich mir, dass sehr viel mehr Menschen entdecken, dass es im Internet Möglichkeiten gibt, sich ausführlicher und fundierter zu informieren und sich mindestens eine zweite Meinung einzuholen. Aber das wird nur klappen, wenn es wenigstens einige Weblogs gibt, die ihren ursprünglichen Charakter behalten und trotzdem auf die Leser ein, zwei Schritte zugehen. Ich würde mich freuen, wenn viele Weblogs genau so bleiben wie sie heute sind, sich aber einige von ihnen aufmachen, mehr Leser zu gewinnen, aus der Enklave Blogosphäre ausbrechen und sich dorthin wagen, wo derzeit die alten Medien mit ihrer alten Arbeitsweise, ihrer alten Sicht der Dinge und ihren alten Ritualen alles beherrschen.
Alles soll bleiben wie es ist, nur schöner, größer, professioneller und anders. Das ist das Schlimme an den gutgemeinten Vorschlägen. Das Heimattheater von Kleinsiehstemichnicht am Rande des Nichts ist unbedeutend gegenüber den großen Häusern dieser Welt. Wenn man da jetzt einen bedeutenden Regisseur, der natürlich bedeutende Schauspieler und ein technisch ausgereiftes Haus braucht, einsetzen würde, dann hat man ein großes Theater in Kleinsiehstemichnicht am Rande des Nichts. Die Freizeitschauspieler sind verprellt, wie auch der Freizeitregisseur. Aber selbst wenn die noch den Mut haben, beim Raschenwirt im Hinterzimmer aufzutreten, wird man ihnen böse sein. Machen sie doch dem wichtigen großen Theater böswillige Konkurrenz.
Kleinsiehstemichnicht hat sich der großen weiten Welt geöffnet. Ob die allerdings auf diese Öffnung gewartet hat, ist fraglich. Sie kommt nicht nach Kleinsiehstemichnicht. Weshalb auch. Das was sie dort heute findet, das hat sie überall. Dafür muss sie nicht nach Kleinsiehstemichnicht am Rande des Nichts. Ja wenn dort noch das alte frische erdverbundene Heimattheater wäre, dann ...
Was wäre denn wenn wir einfach Klein-Bloggersdorf so lassen wie es ist. Es ist ja nicht gerade eintönig. Es schillert in allen Facetten. Von den tierisch professionellen Preisabgreifern, über die coolen Werbeeinnahmenverwalter bis zu den gutmenschigen Totalverweigerern die eigentlich sogar die Leitung ins Internet ablehnen, weil sie ja abhängig macht. Eine bunte Blumenwiese, die sich selbst ständig neu aussät. Die Schönheit des Einfachen. Freuen wir uns über die Leute die sich daran freuen können.
Yahoo, flickr, trigami, adical und Google
Heute also zensiert flickr. (Bei mir übrigens scheinbar nicht. Vielleicht suche ich auch nur die falschen Bilder?) Gestern war es Yahoos fröhliche Zusammenarbeit mit den Chinesischen Behörden und trigami, mit möglicherweise illegaler Werbung. Davor war es adical mit cisco und Yahoo. Google gibt jeden Tag neuen Grund für irgendwelche Klagen. Ich würde mal sagen wir haben ein Problem, das weit über das Problem mit der Werbung hinausgeht.
Wir nutzen Yahoo, flickr und Google. Wir alle täglich und immer wieder. Geht ja auch gar nicht anders. Einige von uns nutzen auch die Telekom die Fünfzigtausend um ihren Lohn betrügen wollen. War da nicht auch was mit Wordpress und dem INSM-Watchblog. Kann ich einen Reifen von Continental kaufen, wenn ich weiß, wie die mit Arbeitnehmern in Südamerika umgehen? Darf ich Aspirin nehmen oder unterstütze ich damit Generdbeeren in meiner Konfitüre? Darf ich ein Auto besitzen wenn das die Umwelt vergiftet? Darf ich noch furzen, oder kill mein Methan die Erde?
Das ist das Problem mit der Verantwortung. Sobald man anfängt nachzudenken und sich verantwortlich zu fühlen, wachsen die Mauern um einen herum. Selbst gezogene Mauern der Selbstbeschränkung. Zum Schluß habe ich mich in meinem eigenen Käfig gefangen. Dann mache ich nichts mehr, weil ich ja ständig gegen meine Regeln verstoßen würde um etwas zu tun und die, die ich bekämpfen will und meine bekämpfen zu müssen, kommen vor Lachen nicht mehr in den Schlaf, weil ich in meinem selbstgebauten Käfig festsitze.
Es kann also nicht die Lösung sein, mich selbst zu beschneiden, um damit auszudrücken, das ich ein Guter bin. Ich verwende ständig Einkaufstüten aus Leinen, aber wenn ich keine mithabe, oder sie umsonst bekomme wie beim Türken, dann nehme ich eben auch Plastik. Ohne mich deshalb schlecht zu fühlen. Ich fahre meistens mit der Bahn, weil das in Berlin schneller und trotz der Fahrpreise immer noch billiger ist, als ein Parkhaus oder Ticket. Ich verbrenne auch gerne Sprit, um mit der Familie ins Grüne zu fahren, Ritterspiele zu betrachten oder Kirschen zu klauen.
Ich bin gegen die Zensur durch Yahoo und dagegen, das die einfach chinesische Bürger verpetzen. Soll ich deshalb die Schreibgruppen oder andere Mailinglisten bei Yahoo verlassen, die denen eben kein Geld bringen. Das wäre doch bescheuert. Damit bestrafe ich nicht die, sondern mich. Also muss ich dagegen schreiben, wenn es mich stört. Das ist doch der Sinn des Bloggens. Anschreiben für und gegen die Welt. Bejubeln und abstrafen. Subjektiv, aber wenigstens ehrlich.
Man muss auch nicht jeden Scheiß mitmachen. Leute die flickr Content geben, haben das Recht ihren Content und sich zurückzuziehen und Leute, die denen auch noch Geld dazu geben, erst recht. Ich, der ich nur schamlos den Content anderer nutze, kann gegen die Zensur schreiben, aber niemanden zum Boykott auffordern. Das kann ich nur bei den Dingen die ich selber kaufe. Bei Bertelsmann zum Beispiel. Man muss auch nicht bei Google, technorati, feedburner oder blogscout seine Besucher und Links zählen lassen. Aber wer das eine will, der muss das andere mögen. Sagte meine dritte Schwiegermutter, die eine kluge Frau ist, obwohl ich ihre Tochter nie geheiratet habe.
Ich sage es mal ganz deutlich. Erfolgreichen Bloggern stehen Einnahmen für ihre Arbeit zu. Das ist keine Frage sondern eine Feststellung. Wenn diese Blogger für sich selbst sagen, das sie aus Gründen der persönlichen Unabhängigkeit und des eigenen Freiheitsgefühles auf diese Einnahmen verzichten, dann ist das ehrenhaft. Es ist aber nicht weniger ehrenhaft, nicht zu verzichten.
Wenn jemand wie ich keine Werbung macht, ist das nicht ehrenhaft sondern der Tatsache geschuldet, das sich bei meinen wenigen Besuchern, der Aufwand nicht lohnt. Hätte ich die Zahlen vom Spreeblick oder vom Parteibuch, hätte ich auch Werbung. Ganz ohne schlechtes Gewissen. Meine Arbeit ist vielleicht vergebens, aber nicht umsonst.
Natürlich wäre da auch Werbung bei, hinter der ich nicht stehen könnte. Schätzungsweise 99,5 Prozent. Na und? Muss ich denn die Geschäftspolitik der Telekom bejubeln, nur weil ich deren HotSpot nutze, oder aus einer öffentlichen Telefonzelle telefoniere? Sicher nicht. Ich werde weiter dagegen schreiben. Auch und gerade dann, wenn die auf meinem Blog werben. Google macht uns das doch vor. Es listet genauso brav seine Watchblogs, wie jeden anderen Kram. Das ist nicht die Eiche, der es egal ist welche Sau sich an ihr scheuert, sondern das ist das Geschäft von Google. Allen alles zu bieten was sie suchen. Bietet Google das nicht mehr, stößt ein anderer in die Lücke und kassiert.
Ich bin der Meinung, das die Autorenpersönlichkeit, die hinter einem Blog steht, und die kaufmännische Entscheidung Werbung zuzulassen, nichts miteinander zu tun haben. Das ändert sich erst, wenn die Werbung die Inhalte bestimmt. Es kann also nicht darum gehen die werbenden Blogger anzugreifen, und auch nicht um die Werbemakler, sondern es muss um die Firmen gehen, deren Verhalten wir für falsch und gemein halten. Wir müssen nicht die Werbetafel kritisieren sondern die Firma, für die geworben wird.
Die Freiheit zu werben, ist auch eine Freiheit. Genau wie die, nicht zu werben. Freiheit kann man nicht gegeneinander aufmessen.
Die Diktatur der demokratischen Parteien
“Politikverdrossenheit in Deutschland. Wohin führt uns die Parteiendemokratie? Kritiken, Analysen und Utopien sind gefragt!”
Wenn man die Titelzeile liest stoppt man unwillkürlich. Wie kann das zusammen passen? Demokratische Parteien üben eine Diktatur aus? Leider ist das die Realität in der unsere unsere politischen Parteien heute angekommen sind. Teils aus eigenem Verschulden, aber auch weil unser System kaum juristische Korrekturmöglichkeiten einsetzt, obwohl diese verfügbar wären. Recht das nicht angewandt wird, ist nicht vorhanden.
Die rechtliche Grundlage für unsere Parteien bildet das Grundgesetz:
Artikel 21
(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben.
(2) Parteien, die nach ihren Zielen oder nach dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen, die freiheitliche demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden, sind verfassungswidrig. Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.
(3) Das Nähere regeln Bundesgesetze.
Der Text im Grundgesetz hört sich sehr vernünftig an, also muss die Fehlentwicklung durch die Bundesgesetze gekommen sein. Jede Kassiererin muss gegenüber einem Vorgesetzten genau abrechnen. Fehlertoleranz annähernd Null. Die Politiker gleichen einer Kassiererin, nur das sie selbst bestimmen können, wieviel Geld sie für eigene Zwecke aus der Kasse nehmen und selbst den Rest nicht abrechnen müssen, sondern einfach ungezählt in einen großen Sack schütten. Es müssten schon Übermenschen sein, wenn das gut gehen sollte.
So schlimm das Finanzgebaren der Parteien auch ist, es ist zunächst nicht das Hauptproblem. Zunächst geht es darum, ob die Parteien in sich demokratisch sind. Formal sieht das zunächst so aus. Jeder ist entweder einfaches Mitglied mit gleichem Stimmrecht, oder auf irgendeine Art und Weise demokratisch in eine Funktion gewählt.
Genau da aber beginnt schon das Problem. Im Ortsverein geht es noch nach persönlichen Vorlieben, die Delegierten werden oft danach gewählt, ob sie wirklich die Mehrheit vertreten oder doch zumindest eine Art Mehrheitsmeinung vortragen und ein Stück weit durchsetzen können. Hier und in der Kommune kommt auch der größte Unterschied zwischen Parteipolitiker und Bürgerpolitikern zum tragen.
Dazu muss man zuerst wissen, das zwar alle Bürger in Kommunen wohnen und arbeiten, ihre Kinder dort zur Schule gehen, sie dort ihre Brötchen kaufen und ihre Steuern bezahlen. Diese Steuereinnahmen werden aber nicht direkt von der Kommune verteilt sondern gehen an Land und Bund und werden von dort aus nach weisem Ratschluss zurückverteilt. Das System steht also auf dem Kopf.
Kommunen haben dadurch praktisch nie das Geld, das sie brauchen. Sie müssen ständig Gelder und Fördergelder beantragen, selbst für ihre originären Aufgaben. Das hat auch nichts mit der jeweiligen konjunkturellen Lage oder der Einnahmesituation zu tun, sondern mit falscher Verteilung.
Deshalb werden in der Kommunalpolitik Leute benötigt, die den ständigen Mangel kreativ verwalten und im Prinzip zaubern können. Kluge Köpfe, die sich nicht auf den ausgelatschten Trampelpfaden bewegen, sondern kreative neue Lösungen suchen und finden und dabei meist auch Parteigrenzen überschreiten. Vieles bewegt sich hart an der Grenze des verwaltungstechnisch Erlaubten, manches dehnt die Vorschriften auch bis zum Zerreißen. Diese Art von Bürgerpolitikern hat praktisch nie eigene Interessen und ist deshalb auch gegen Bestechung weitgehend gefeit.
Aber solche Bürgerpolitiker haben einen Nachteil. Sie sind zu eigenständig. Schon auf der Kreistagsebene finden wir nur wenige von ihnen. Sie sind zu gefährlich, ihre Kreativität und ihr selbstverständliches Denken über Parteigrenzen hinweg, gefährden die Machtbasis anderer, die sich zu wehren wissen. Ab dem Kreistag sehen wir die Pofallas und Heils. Angepasste, gehorsame Parteisoldaten, die sich haargenau an die vorgegebene Mittellinie halten und diese niemals verlassen werden.
In den Kommunen sind diese Leute nutzlos und tauchen nur auf, wenn es wichtige Sitzungen gibt, bei denen sie gesehen werden wollen. Sie haben den Drang zu höherem. Spätestens ab der Bezirksebene sitzen sie alleine in allen Gremien. Sie ergattern die Ämter in Regierungsbezirken, den Ländern und im Bund. Alle vollständig auswechselbar und auf Linie getrimmt. Gleicher Anzug, gleiche Gedanken. Graue Masse die sich für einzigartig hält.
Früher gab es die Querdenker die aufgrund der eigenen Lebensgeschichte auch eigene Gedanken hatten. Egal ob Adenauer oder Wehner, ob Erhard oder Brandt. Sie existierten auch außerhalb ihrer politischen Existenz. Diese Leute sind in der Politik nicht mehr vorstellbar. Es gibt sie nicht mehr.
Das letzte Aufbäumen in der SPD-Fraktion gab es 2001, da stimmten 19 Abgeordnete gegen den Mazedonien-Einsatz und wurden von ihrem Dompteur Peter Struck mit Konsequenzen bedroht, zumal er glaubte es ginge nicht nur um Gewissensentscheidungen sonder die Abgeordneten hätten es gar gewagt, sich gegen den Diktator Struck und seine Mitdiktatoren zu wehren. In der FDP gab es noch Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die ihr Amt niederlegen musste, um ihre eigene Meinung behalten zu dürfen. In der CDU/CSU gab es schon lange keine eigenes Denken mehr und wenn in der sonstigen FDP überhaupt jemand denkt, ist mir das verborgen geblieben.
Wir haben also eine Situation in der die Parteiführung, die Mandatsträger in den Parlamenten von Bund und Ländern direkt bedroht und einschüchtert, um die Meinung zu bekommen, die von der Parteiführung für richtig erachtet wird. Das was im Bundestag noch direkt passiert, geschieht in den Landtagen über die Fraktionsführer und geht über die Bezirkschefs bis in die Kreise herunter.
Sollte sich in dieser Situation eine Kommune wirklich hinter einen Kandidaten stellen und versuchen den durchzuboxen, gibt es plötzlich Probleme bei der Mittelzuteilung. Da fehlen Begründungen, Anträge weisen Formfehler auf, besondere Umstände müssen geprüft werden. Die Strafe wäre tödlich und niemand wird die Gefahr auf sich nehmen.
Deshalb werden, in vorauseilendem Gehorsam, immer schon die "passenden" Kandidaten ausgewählt, wenn nicht schon von vornherein klare Wünsche der nächsthöheren Ebene vorliegen. Notfalls wird auch den Nichtwählbaren ein Amt im öffentlichen Dienst als Kompensation zugesagt.
Wer also heute unter den Gesichts- und Charakter- und Meinungslosen vorne ist, bestimmt die Regeln und das, was Meinung der Partei ist. Allerdings auch nicht ganz. Denn um im Parteivolk Ruhe zu halten, müssen neben Ämtern auch immer wieder Jobs außerhalb von Politik und Verwaltung gesucht werden, damit möglichst alle Wichtigen versorgt werden können. Ging das früher noch bei der Gewerkschaft, in genossenschaftlichen Einrichtungen, bei öffentlichen Banken und im Wohnungsbau, sind heute meist Jobs direkt in der Wirtschaft die einzige Möglichkeit.
Dieses Politikerparken lassen sich die Unternehmen und deren Verbände natürlich durch politisches Wohlverhalten der Parteien gut bezahlen. Göhner und Röttgen sind da nur ein kleiner Teil der sichtbaren Spitze des Eisberges. Natürlich müssen auch noch andere zumindest mit Geld für ihr Wohlverhalten bezahlt werden.
In einem Buch über das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland steht der hübsche Satz:
„Der Abgeordnete muss in der Bundesrepublik bei seiner Tätigkeit drei Größen im Auge behalten. Die erste bildet die Partei ... Als zweite Größe kommt die Fraktion ins Spiel . .. Das Parlament selbst stellt dann erst die dritte Größe dar.“
Der Wähler taucht nicht auf. Das muss er auch nicht. Er spielt nämlich keine Rolle. Zwar bestimmt er vordergründig, wieviele Abgeordnete eine Partei, in ein Parlament bekommt, aber wer sich einmal mit Überhangmandaten beschäftigt hat, weiß, das auch dieser Einfluss nur beschränkt ist.
Die Direktkandidaten bekommen ihr Mandat von der Partei. Genehme Kandidaten bekommen sichere Mandate und gute Listenplätze. Leute, die, die Parteiführung nicht will, bekommen Mandate in chancenlosen Wahlkreisen und Listenplätze auf die kein Mandat fallen kann. Sie sind reine Zählkandidaten, denen aber die Belohnung der Partei sicher ist.
Im Grunde genommen steht der größte Teil des zu wählenden Parlamentes schon fest, bevor der Wähler überhaupt zum Urnengang aufgefordert wird. Von Zeit zu Zeit gibt es Erdrutsche, aber im Normalfall läuft alles wie geplant. Es ist gleichgültig, ob der Bürger, wie in der DDR nur den Wahlzettel falten (kniffen) darf, oder ob er da rumkreuzen kann. Es hat beides keinerlei wichtige Auswirkung.
Wir haben also Wahlen, die keine Wahlen sind. Parteien die von der Spitze aus, wie militärische Einheiten geführt werden, obwohl sie angeblich frei und demokratisch gewählte Organe haben.
Es ist eine Diktatur der Demokraten. Weil die Demokratie nur als leere funktionslose Hülle übrig geblieben ist. Es ist nur noch der schöne Schein.
Koma ist eben nicht gleich Koma
Das bezieht sich nicht auf unseren Bundesinnenminister, sondern, auf meinen gestrigen Bericht über Jan Grzebski, der nach den mir vorliegenden Berichten, nach 19 Jahren aus dem Koma aufgewacht sein sollte. Wie mir der Pixelroiber in einem Kommentar auf diese Geschichte mitteilte, war es leider nicht ganz so toll.
Der Spiegel berichtet, das sich Jan Grzebski nur die ersten vier Jahre im Koma befand und dann weitere 15 Jahre gelähmt war. Es handelt sich also um einen langen Heilungsprozess zurück ins Leben und nicht um ein plötzliches Aufwachen.
Natürlich ist auch das ein Grund zur Freude, wenn auch nicht ganz die Sensation des Guten, die wir in diesen Zeiten so gerne hätten.
Social Commerce
Die WiWo hat mal wieder ein Thema gefunden von dem sie zwar nichts versteht, über das sich aber so herrlich dummfaseln lässt. Social Commerce.
Ich bin ja immer wieder begeistert, wenn irgendjemand ein neues Schlagwort in die Landschaft wirft und jeder dieses dann nach eigenem Gusto für sich interpretiert.
Die Herrschaften vom Dealjäger werden uns hier als beispielgebend für etwas präsentiert, das wohl nur von denen und der WiWo als Social Commerce betrachtet wird. Das entscheidende Merkmal ist nämlich nicht ob Menschen einen billigen Preis ermitteln oder Maschinen, sondern die Beurteilung der Empfehlung.
Jemand der völlig mir unbekannt ist, dem glaube ich doch nicht deshalb, weil er mir drei Preise für eine Sache nennen kann, die unter meinem schnellsten Suchergebnis liegen. Der Witz bei Social Commerce besteht doch eigentlich darin, das mir ein Bekannter, dem ich vertraue, einen Tip gibt, den ich aufgrund des besonderen Vertrauensverhältnisses nicht hinterfragen muss.
Genau deshalb lässt sich daraus eben kein Geschäftmodell machen. Aber den Schnäppchenjägern wird ein Dealjäger reichen und der WiWo auch für ein paar Zeilen mit etwas Werbung drumherum.
Nach 19 Jahren aus dem Koma erwacht
Wie die FAZ und andere Medien übereinstimmend berichten, ist ein polnischer Bahnarbeiter, nach 19 Jahren aus dem Koma erwacht. Den Fernsehbildern nach zu urteilen ist er wirklich komplett wieder zurückgekehrt, obwohl er schwerste Kopfverletzungen hatte. Ich halte das für sehr bemerkenswert, zumal ich bisher immer davon ausgegangen bin, das es keinen Sinn macht länger als ein oder zwei Jahre zu warten.
„Ich bin jedes Mal wütend geworden, wenn jemand gesagt hat, dass Leute wie er Sterbehilfe erhalten sollten“, erklärte Gertruda Grzebska. „Ich habe daran geglaubt, dass Janek wieder gesund wird.“
Ist ein Satz den ich so schnell nicht vergessen werde. Natürlich kann man von diesem Fall nicht auf alle anderen schließen. Aber da steckt Hoffnung drin.
2. Juni 1967- 20 Uhr - Krumme Straße 66/67
Heute Abend um 20 Uhr jährt sich zum 40. Mal der Mord an Benno Ohnesorg, durchgeführt vom Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras, angestiftet von Axel Springer und seinen Menschenschindern.
Unsere Politik hat in diesen 40 Jahren nichts dazu gelernt. Menschenhasser wie Schäuble glauben immer noch daran, das sie auf ewig am längeren Hebel sitzen und werden dabei von Mohn/Bertelsmann und der INSM mit ihren Schergen unterstützt. Springer lügt nach wie vor, bekommt aber schon lange keine Bein mehr auf den Boden, befindet sich selbst im Todeskampf.
Das Rad der Geschichte berührt wieder mit der gleichen Stelle den Boden wie vor 40 Jahren. Die Gefahr, das ein Polizist, genau wie damals Heinz Kurras, die Nerven verliert ist riesengroß. Das Bild dieses Polizisten sollte jedem klarmachen, wie knapp wir an einer neuen Katastrophe vorbeigegangen sind. Ein verzweifelter, ängstlicher und sichtlich alleingelassener Polizist mit gezogener Waffe sollte uns alle warnen.
Natürlich hatte der schwarze Block zu diesem Zeitpunkt kein Recht mehr, die Demonstration in einen Krawall umzuwandeln. Natürlich hat Schäubles Polizeistaat mit seinen Maßnahmen genau diese Stimmung angeheizt und natürlich wäre es Wasser auf die Mühlen des Wolfgang Schäuble, wenn er es schafft, die Krawalle so weit anzuheizen, das er die Bundeswehr auf die Bürger schießen lassen kann. Der will nicht die gewalttätigen Demonstranten bekämpfen, sondern alle Bürger, die sich zu wehren wagen.
Wer als Demonstrant einen Polizisten in eine solche Lage bringt und Kollegen die einen Polizisten in einer solchen Lage alleine lassen, aber auch Polizeiführer und eine Bundesanwaltschaft, die nur auf Eskalation aus sind, müssen sich die Folgen gemeinsam ankreiden lassen. Der Schäuble ist weit weg von solchen Schauplätzen, der sitzt in seinem Rollstuhl vor dem Fernsehen und genießt den Anblick, wenn seine Saat des Mißtrauens und der Angst aufgeht.
Gebt dem Schäuble keine Chance. Demonstranten wie Polizisten. Ihr seid beide Bürger dieses Staates den der Schäuble zerstören will. Wehrt euch gemeinsam, in dem ihr Menschlichkeit und Vernunft zeigt.
Liebe Charlotte Knobloch,
das Sie und der Zentralrat der Juden, den iranischen Präsidenten Ahmadinedschad nicht leiden können, ist sehr gut verständlich. Mit seinem Leugnen des Holocaust hat er sich und dem Iran keinen Gefallen getan. Wobei ich allerdings nicht sicher bin, ob er wirklich weiß worüber er da redet, oder ob er nur seinen Hass auf Amerika, das er fälschlicherweise für ein von Juden regiertes Land hält, einfach mal eben erweitert hat.
Sicherlich ist er auch noch nicht besonders gut auf Israel zu sprechen, wozu er zumindest manch verständlichen Grund hat. Allerdings haben weder Israel noch der Islam begriffen, das der Konflikt für beide Seiten nur schief gehen kann und der wahre Sieger die amerikanischen Evangelikalen sein werden, die ja schließlich auf dem Boden Israels, die Schlacht um Armageddon schlagen wollen um entrückt zu werden, anstatt sterben zu müssen. Diese letzte aller Schlachten sieht weder ein Überleben der Juden, noch des Islams und schon gar nicht von solchen Scheinatheisten wie mir vor.
Liebe Frau Knobloch ich verstehe ihre Wut über Ahmadinedschad, aber wenn Sie ihn wirklich strafen wollen, dann sollten sie ihm zum Transrapid zuraten. Das kostet ein Heidengeld, nützt der deutschen Wirtschaft und wird vermutlich nie funktionieren. Aber selbst wenn es funktioniert wird es Jahre dauern bis es dem Sand gewachsen ist.
Aber selbst dann kann man mit dem Ding nichts anderes als Menschen sinnvoll transportieren, dann aber für sehr viel Geld. Was bedeutet das die Folgekosten den Iran noch einmal mit voller Wucht treffen.
Ich hätte allerdings noch eine bessere Idee, Frau Knobloch. Rufen Sie Präsident Ahmadinedschad an und erzählen Sie ihm, was die Strecke von Münchens Hauptbahnhof bis zum Flughafen kostet und wie die Folgekosten sein werden. Er wird Ihnen auf ewig dankbar und sicherlich eher bereit sein, einen Separatfrieden mit Israel zu schließen.
Dann können sie das beim Transrapid gesparte Geld, dafür ausgeben, viele palästinensisch-israelische Firmen mit Startkapital zu versorgen. Sie werden sehen nichts verbindet Menschen schneller als gemeinsame Verantwortung und gemeinsames Geldverdienen. Das überwindet vieles.
Mit freundlichen Grüßen
Jochen Hoff
Alles völlig ungefährlich
dpa meldet gerade, das, das Bundesamt für Verbraucherschutz in Berlin einen neuen Versuch unternimmt die Bevölkerung zu dezimieren. Diesmal wird es der BASF erlaubt Genkartoffeln in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auszubringen. Es gibt zwar noch nicht einmal eine EU-Zulassung und der Mist muss eigentlich nach der Ernte vernichtet werden, aber es ist alles völlig ungefährlich für Mensch und Tier, weiß dieses Bundesamt.
Wahrscheinlich haben die Herrschaften von diesem Bundesamt noch nie gesehen wie Kartoffeln gesetzt und geerntet werden. Sonst wüssten diese Herrschaften nämlich, das im Extremfall bis zu sieben Generatioen aus einer einmaligen Auspflanzung kommen können, da es leichter ist, eine Nadel in einem Heuhaufen zu finden, als alle Kartoffeln zu ernten.
Aber ich nehme an das die BASF alles getan hat um ein solch unverantwortliches Aussetzen genehmigt zu bekommen. Die einzige Möglichkeit zur Gegenwehr besteht darin, nichts mehr zu kaufen auf dem BASF steht. Vielleicht schaffen wir es BASF zu vernichten, bevor die uns vernichten.
Stoppt die Genmafia bevor die Genmafia euch stoppt.
Schleichwerbende Blogger Teil II
Am Dienstag hatte ich in der mir eigenen sachlichen ruhigen Art und Weise ohne Namen zu nennen darauf aufmerksam gemacht, was ich von gebloggter Schleichwerbung halte und wurde in einigen Kommentaren darüber aufgeklärt wie unrecht ich mit meiner Bewertung des cellity Angebotes habe.
Ich hatte leider keine Zeit (Töchterchen) meine eigenen Tests zu machen, empfehle aber Kosmar und Jodeleit zu lesen.
Die Idee von cellity hat damit einen schweren Schlag bekommen. Dabei könnte das Produkt durchaus gut sein, wenn es ehrlich beworben würde. Gerade in Klein-Bloggersdorf muss doch jederzeit damit gerechnet werden, das jemand aufpasst und über seine Ansichten berichtet.
Wenn irgendjemand mal ein Startup machen will, bei dem alle Fehler und Problem kommuniziert werden sollen, stehe ich zur Verfügung. Ich bin fest davon überzeugt, das der Kunde alles verzeiht und selbst Verbesserungsvorschläge macht, wenn wir ihn nur ernst nehmen. Der Kunde ist nicht böse. Aber er will dafür das er Geld bezahlt, nicht auch noch verachtet und für dumm gehalten werden.
Das viralste Marketing das ich kenne ist erstklassige Qualität, Freundlichkeit, Erreichbarkeit und das Ernstnehmen des Kunden. Ich habe meinen Vertriebsleuten immer gepredigt:
"Der Kunde ist der euer bester Freund. Er ist der einzige Freund den ihr habt. Nur er kann euch erfolgreich machen. Ich als Obermime muss auf Regeln achten, die Verwaltung würde euch am liebsten anketten und in Papier ersticken, die Softwareentwicklung möchte das ihr nichts zusagt, noch nicht einmal das sich das Scheißprogramm überhaupt laden lässt. Die Technik würde sich wünschen, das der Kunde den Rechner nicht einschaltet, aber wegen Verstaubungsgefahr doppelte Servicegebühren bezahlt. Eure Verkaufsleiter wollen nur wissen ob ihr deren Hintern auch über diesen Monat und dieses Quartal rettet. Vergesst die alle und mich sowieso. Geht raus. Geht zum Kunden. Verkauft unser Zeug, aber kommt mit den Vorstellungen eures Kunden wieder und macht euch hier für euren Kunden und dessen Interessen und Wünsche stark. Ihr braucht hier keine Freunde, wenn der Kunde euer Freund ist."
Ein Anästhesist auf Abwegen
Gestern Nachmittag war ich nahe daran die Operation meiner Tochter abzusagen. Dabei war ich doch eigentlich so glücklich, das wir einen Termin für die Operation beim besten Berliner Augenarzt hatten, der sie mit seinem Team auch schon vorher bestens versorgt hat. Termine sind da kaum zu bekommen. Nicht weil es um das große Geld geht, sondern weil einfach zu viele Patienten sich um die wenigen guten und fleißigen Ärzte drängeln.
Dabei hatte der Nachmittag eigentlich so gut angefangen. Meine Tochter hatte mich als Begleitperson bei dem Gespräch mit dem Anästhesisten auserkoren und Mutter sollte mit zur OP, wobei ich aber auch da mit geduldet gewesen wäre. Als Zusatz.
Also taperten wir beide los. Das ambulante OP-Zentrum ist zwei Querstraßen weiter auf einem kleinen Hügel. Fünf meiner Kinder wurden in dem Krankenhaus geboren. Unzählige Kinder von meinen Freunden, aber das Haus hat nachgelassen. Sehr nachgelassen. Ärztliche Inkompetenz und Unwilligkeit retten auch die netten Ordensschwestern und das tolle Personal nicht.
Ich merkte schon wie mein Töchterchen, das sonst eher wie ein Wasserfall plaudert - von wem mag sie das nur haben - immer ruhiger und schweigsamer wurde. Als wir vor dem Gebäude standen, stockte ihr Schritt. Also haben wir uns erst einmal draußen auf die Bank gesetzt, wir hatten ja Zeit. Wir haben es noch mal durchgekaut. Das man gegen das Schielen was machen muss, das die Brille, abkleben und diverse Prismenfolien es eben nicht gebracht haben. Ich könnte dem Papst ein Doppelbett verkaufen. Sie hat sogar wieder gelacht.
Wir also rauf zu Anmeldung. Andere Kinder vor uns, auch Erwachsene. Nettes Personal. Wir hatten unsere Papiere ausgefüllt. Alles in Butter. Nun mussten wir nur noch mit dem Anästhesisten reden. Während wir warteten spielte meine Tochter in der sehr gut eingerichteten Spielecke.
Es dauert auch nicht lange. Ein Doktor X rief uns auf und führte uns in einen kleinen Besprechungsraum. Töchterchen war nicht begeistert, aber der Arzt brauchte noch einmal ihre Versicherungskarte und sie durfte sie in den Leser stecken. Ein wenig Blutdruckmessen, abhören, ein kurzer Blick in die Unterlagen und dann ging es los.
"Also ich mache bei Kindern ja immer eine Akkupunktur, damit die Fäden an den Augen nicht so kratzen." erläuterte mir der Doktor, nachdem er schon die dritte Änderung an der Bestellung für den Beruhigungsdrink machte. Erst waren es 9, dann 8 und jetzt 7 x irgendwas. Mein Vertrauen wurde sichtlich kleiner. Aber er wusste was er wollte. "Leider bezahlt das ihre Krankenkasse nicht." Er sah mich abschätzend an, und ich konnte ihn rechnen sehen. Aber für 25 Euro, die sie privat bezahlen können wir das natürlich trotzdem machen. Es ist sehr sinnvoll."
Wer mich kennt, weiß das aus meinen Augen zu diesem Zeitpunkt schon Mord sprach. Aber das Doktorchen kannte mich natürlich nicht. Siegesgewiss grinste er mich an. Ich habe meine Entscheidung in Bruchteilen von Millisekunden gefällt und zurückgegrinst und ins Hemd zum Geld gegriffen. Aber auf die Art wollte der kleine Nutterich dann doch nicht bezahlt werden. "Nein Sie müssen nur hier unterschreiben, ich lege ihnen für morgen eine Quittung hin."
Natürlich habe ich unterschrieben und war mit meiner Wut alleine. Die 25 Euro interessieren mich nicht. Er hätte auch fünfhundert haben können wenn es denn notwendig wäre. Allerdings hatte ich mit dem Augenarzt und Operateur schon alles notwendige abgesprochen. Der hatte mir Idioten erklärt, was genau er machen wird und ich habe brav so getan, also ob ich es verstanden hätte. Wenn ich dem einen Computer erkläre sieht der wahrscheinlich genauso blöd aus.
Nein, der miese kleine Anästhesist macht hier ein nettes kleines Nebenbeigeschäft und zwar eines der ganz sicheren Sorte. Ich hatte genau drei Möglichkeiten. Ich hätte ihm aufs Maul hauen und die Polizei wegen versuchter Erpressung rufen können. Ich hätte nein sagen können und riskieren das dieser Drecksack aus meinem süßen Töchterlein eine geistige Ruine macht, weil er seinen Nuttenlohn nicht gekriegt hat, oder ich musste gute Miene zum bösen Spiel machen.
Ich war feige, ich wollte nicht auf den OP-Termin verzichten. Das Risiko nein zu sagen, wäre ich nie eingegangen. Ich habe mich selbst geleimt. Vaterliebe war der Leim. Ansonsten ist es wahrscheinlich Mutterliebe auf die dieser "Arzt" setzt. Seine Leimruten sind unüberwindlich und gerade deshalb so gemein.
Ich habe die ganze Nacht überlegt ob ich nicht doch absagen soll. Ich war mir nicht sicher ob solch ein medizinischer Betrüger wenigstens sein Handwerk beherrscht. Bei mir standen alle Signale auf Rot. Es scheint gut gegangen, aber die Angst hat der Dreckskerl nie wieder gut machen.
Gäbe es ein Recht in Deutschland und nicht nur eine Justiz, dann dürfte dieser Kerl nie wieder an einen Patienten und würde wenigstens ein paar Jahre gesiebte Luft atmen. So wird sein Vorgesetzter meine E-Mail mit dem Hinweis auf diesen Artikel einfach übersehen, genau wie die Kassenärtzliche Vereinigung und die Staatsanwaltschaft.
Allerdings bin ich nicht so vergeßlich. Ganz und gar nicht.
Morgen, Morgen nur nicht heute, sagen alle faulen Leute.
Etwas fauleres und unfähigeres als deutsche Politiker wird sich wohl nur schwerlich finden lassen. Deshalb verwundert es auch niemanden, das aus den Spitzengesprächen der Koalition nichts als heiße Luft herauskommt. Der Bundesuterus von der Leyen kreiste und gebar nichts. Aber 2013 da will man dann richtig zur Sache kommen. Dann wird man aber sofort. Dann fangen wir gleich an.
Otto Reutter kannte das schon. Besser kann man die Arbeitsweise unserer Politkomiker auch heute nicht beschreiben.
Der Maurer von damals der wird schon noch irgendeinen guten Tag erwischt haben und nach vielen Tagen wird der Stein oben eingebaut sein. Bei unserer Politik ist das anders. Die werden nach vielen Tagen neu gewählt oder auch nicht. Aber egal, zuständig sind sie dann eh nicht mehr. Denn das war ja früher, zu anderen Zeiten und mit ganz anderen Leuten.
Es wird also keine zusätzlichen Krippenplätze geben, aber gut das man mal darüber gesprochen hat. Die Zeitung hat was zu berichten und Stoiber der abberufene Bayernchef auf und Beck der SPD-Chef den die SPD nicht ersetzen kann, weil sie niemanden mehr hat, die standen zusammen und verkündeten die Beerdigung.
Dabei haben sie gleich das Thema Mindestlohn mitbeerdigt. Aber im Ernst wer hätte anderes erwarten. Auslaufmodelle unter sich. Die würden weder Stein noch Leiter erkennen.
Die Steigerung von faul ist übrigens nicht faul, fauler am faulsten, sondern faul, stinkfaul, zum stinken zu faul und Politiker.
Ein Trost von Rosa Luxemburg
Der Besitzstandswahrer ist schwer an unserem Land und seiner Rolle darin erkrankt. Ich möchte ihm einen Trost mitgeben den schon Rosa Luxemburg den Genossen mitgab.
"Dein Kopf ist voller Sorgen um die schiefgehende Weltgeschichte und Dein Herz voller Seufzer um die Erbärmlichkeit der Scheidemänner und Genossen. Und jeder, der mir schreibt, stöhnt und seufzt gleichfalls. Ich finde nichts lächerlicher als das. Begreifst Du denn nicht, daß der allgemeine Dalles viel zu groß ist, um über ihn zu stöhnen? Ich kann mich grämen, wenn mir die Mimi krank wir, oder wenn Dir etwas fehlt. Aber wenn die ganze Welt aus den Fugen geht, da suche ich nur, zu begreifen, was und weshalb es passiert ist, und hab ich meine Pflicht getan, dann bin ich weiter ruhig und guter Dinge (...)
Schau z.B. wie ein Goethe mit kühler Gelassenheit über den Dingen stand. (...) Und wenn Du etwa sagst: Goethe war eben kein politischer Kämpfer, so meine ich: Ein Kämpfer muß erst recht über den Dingen zu stehen suchen, sonst versinkt er mit der Nase in jedem Quark.\"
(Rosa Luxemburg an Luise Kautsky)




















