Als Erika Steinbach am 25. Juli 1943 in Rahmel geboren wurde, war das Gebiet von Hitlerdeutschland im Rahmen des verbrecherischen Angriffs auf Polen okkupiert worden, waren die deutschen Truppen dort nichts anderes als Besatzungstruppen, denen eine fast endlose Reihe von Kriegsverbrechen anzulasten ist. Ob der Vater der Steinbach, Feldwebel der Luftwaffe Wilhelm Karl Hermann, der 1941 nach Rahmel in Danzig-Westpreußen beordert wurde und sich dort bis Januar 1944 aufhielt, an Kriegsverbrechen beteiligt war, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall war er ein Besatzungssoldat und hielt sich illegitim in Rahmel auf.
Dass Erika Steinbachs Mutter ihm 1943 nach Rahmel folgte, kann ein Ausdruck der Liebe, aber auch ein Stück Landnahme gewesen sein. Die reichsdeutschen Arier sollten ja Wehrburgen des Ariertums bilden inmitten der minderwertigen Rassen. Die hatten damals schon ein ziemliches Ding am Kopf, wenn man sich die Chefarier Hitler, Göbbels und Göring so ansah. Eine ziemlich mickrige Gesellschaft. Aber nehmen wir an, dass Erika Hermann (geb. Grote) ihrem Mann aus Liebe folgte. Man soll ja immer das Gute annehmen, auch wenn die Entwicklung der kleinen Erika sehr dagegen spricht.
["Frau Steinbach ist keine Vertriebene sondern eine Lügnerin" mehr »]