13.03.2009 Auszug aus der Pressemitteilung von: WAI - Wissenschaftsforum Aviäre Influenza
Dr. Peter Petermann vom WAI warnt vor voreiligen Schlussfolgerungen:
"2008 wurde bekannt, dass es weltweit wiederholt zu falschen Ergebnissen bei Genanalysen von Influenza-Viren gekommen ist, meistens infolge einer Verunreinigung von Proben im Labor. Auch bei mehreren angeblichen Nachweisen von Vogelgrippe-Viren in Mitteleuropa besteht der begründete Verdacht auf eine Kontamination im Labor".
Der internationale Wasservogelexperte Dr. Johan H. Mooij verweist darauf, dass solche "Einzelbefunde" bisher nur extrem selten gefunden wurden:
„Seit 2005 wurden weltweit mehr als 350.000 lebende Wildvögel auf HPAI-H5N1 untersucht. Dabei gab es - einschließlich des aktuellen Falles - lediglich acht mal positive Laborbefunde (davon sechs 2005 in China), die jedoch in jedem einzelnen Fall mehr Fragen aufwerfen, als dass sie Antworten liefern.“
Hinweise auf eine versehentliche Kontamination von Proben gab es nach Erkenntnissen des WAI auch bei zwei früheren "Ausbrüchen" in Deutschland.
Das WAI fordert deswegen, die Laborbefunde vollständig zu veröffentlichen und auf grundlose Spekulationen zu verzichten.
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Beim WAI handelt es sich um ein politisch wie auch wirtschaftlich unabhängiges Forum, welches sich um Aufklärung der epidemiologischen Situation der Geflügelpest auf wissenschaftlicher Basis bemüht.
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