Ja, ja - unsere neoliberalen Eliten haben es auch nicht leicht. Was sollen sie nun machen? Die Banken, die Wirtschaft, der Außenhandel, das schöne Geld: runtergewirtschaftet. Ständig hat man nun Ärger am Hals und muss sich mit Kritik rumschlagen. Und die blöden Bürger wollen einem in Sachen Geld dreinreden. So weit kommt's noch. Bei den geistigen und intellektuellen Eliten sieht es übrigens auch nicht besser aus. Was werden sie nun machen, diese Leute, die nichts außer neoliberal gelernt haben, bzw. alles andere längst vergessen haben?
Aber so reibungslos lief es eigentlich gar nicht bei den Neoliberalen. Es wurden immer wieder mal Maßnahmen angeleiert, die die Kälte des schönen Lebens etwas mildern sollten. Mir fallen da spontan zwei ein. „Entschleunigung“, erinnert ihr euch? Dafür mußten natürlich gleich Experten auftreten und Seminare anbieten. Wie entschleunige ich mein Leben, und warum soll ich das tun? Ein zweites war der allgemeine Feng-shui-Hype. Wohnungen, Büros, alles mögliche wurde nach Feng-shui-Weisheit eingerichtet und umgeräumt, um dem „Energiefluss“ keine Hindernisse in den Weg zu stellen. Ich meine, dass man an solchen Geschichten erkennen kann, dass die neoliberale Elite die Probleme, die sie laufend produziert hat, auch erkannte. Und zumindest auf der subjektiven Ebene herumlaborierte. Für mehr stehen diese kleinen Beispiele nicht.
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