Aufgelesen: 41
• Jetzt hat es mich auch erwischt…
• Spruch des Tages
• Spiegel-Polemik: Es ist doch zu albern!
• Die Meisterin des Ungefähren
• Warum funny-frisch weiterhin fette Kinder gebiert! ["Aufgelesen: 41" mehr »]
Es ist nicht alles Mist
Zwei Nachrichten machen wieder einmal Mut. Bei der einen handelt es sich zwar angeblich um ein Gerücht, das aber auch durch meine eigenen Quellen bestätigt wird:
Laut Bericht wollen sich die Automobilhersteller mit dem früheren Technikvorstand von SAP, Shai Agassi, verbünden und mit ihm zusammen Elektroautos anbieten, die mit Lithium-Ionen-Batterien ausgerüstet sind und mit einer Ladung rund 100 Meilen (160 km) weit fahren können. Agassis Rolle wäre es dabei, ein Netzwerk von Lade- und Austauschstationen für die Batterien in Israel aufzubauen – mit Unterstützung der israelischen Regierung.
In einem Interview von gestern, das das WSJ zitiert, wollte Renault Vorstandschef Carlos Ghosn eine solche bevorstehende Ankündigung nicht bestätigen. Er habe darin aber bestätigt, dass Renault/Nissan an geeigneten Batterien und Elektroautos arbeite und dass man erwogen habe, Elektroautos in überfüllten Großstädten zu testen. Man wolle Elektroautos in Städten wie London, Yokohama, Japan und Paris bis 2010 im großen Maßstab verkaufen, dabei sei auch die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungen denkbar.
Zunächst einmal müssen wir von der Logik her die Batterien vom Auto trennen, da sie sich anders als ein Tank nämlich auch verbrauchen. Die Batterie gehört also mit zum Treibstoff und muss fairerweise mit diesem verrechnet werden. Dann aber sind Elektroautos eher billiger als normale Fahrzeuge, vor allem wenn man bestehende Serienfahrzeuge nutzt. Überall da, wo normalerweise nicht mehr als 80 km für eine einfache Fahrt anliegen, also typisch in kleinen Ländern und in Städten sind solche System sinnvoll und praktisch sofort einsetzbar.
Was damit nicht gelöst werden kann, ist der Fernverkehr und auch die Herkunft des Stroms, bzw. dessen Produktionshintergrund bleiben offen. Das wird mit Biostrom in den meisten Ländern nicht zu machen sein, zumal hohe Leitungsverluste beim Transport, die Energiebilanz nochmal verschlechtern. Wind- und Sonnenergie, Biologische Energieproduktion, Wasserkraft im Binnenland und Gezeitenkraftwerke, wie auch Erdwärme und das Anzapfen von Thermalquellen sind überall möglich und sinnvoll aber unterschiedlich effizient. Ein Gezeitenkraftwerk an der Ostsee macht genau so wenig Sinn, wie ein Wasserkraftwerk im Brandenburgischen Luch.
Wir müssen also Energie dort produzieren, wo sie möglichst effizient und mit einem hohen Wirkungsgrad erzeugt werden kann. Für Windenergie sind das die Berge, Wüsten und Küsten. Sonnenkraftwerke gehören in die Bereiche in denen viel Sonne scheint. Also rund um den Äquator. So wie wir heute Gas, Öl und Kohle kaufen, können wir auch zusammen mit anderen Ländern in diesen Gebieten Energiefarmen betreiben. Dann allerdings wird elektrische Energie zu einem Transportproblem. Besser und viel effizienter wäre die Umwandlung in Wasserstoff und dessen Transport.
Bei dem Transport von Wasserstoff könnte uns die nächste gute Nachricht helfen:
Dennoch gibt es an Bord der 132 Meter langen «Beluga SkySails» um 16.55 Uhr eine Weltpremiere. Bei 53 Grad 42 Minuten nördlicher Breite und 8 Grad 18 Minuten östlicher Länge, rund 30 Kilometer von Bremerhaven entfernt, entfaltet sich über dem Bug des Frachters ein frei fliegender Zugdrachen. Er steigt an seinem Kunststoff-Halteseil zügig auf die Arbeitshöhe von 250 Metern. Seine Zugkraft erreicht drei Tonnen. Die Schiffsgeschwindigkeit liegt bei 3,5 Knoten.
«Damit zieht jetzt überwiegend der Kite den Dampfer», stellt Stephan Brabeck, Geschäftsführer Technik beim Hamburger Drachenkonstrukteur «SkySails», fest.
Noch liegt viel Arbeit vor den Konstrukteuren und Technikern des Kite, wie man den Zugdrachen nennt. Aber alle Erkenntnisse und Versuche aus der Vergangenheit zeige, das sich alle Probleme wirtschaftlich lösen lassen. Auch wenn es ein sehr langer und sehr harter Weg war um bis hierhin zu kommen. Die Idee ist bald 20 Jahre alt, aber gute Ideen werden in Deutschland ja meist nicht weiterentwickelt. Das es diesmal doch geklappt hat, ist nur der unglaublichen Hartnäckigkeit des Erfinders Stephan Wrage zu verdanken. Es wäre schön wenn wir mehr solche Leute hätten, die nicht nur gute Ideen haben, sondern auch das notwendige Durchhaltevermögen.
Die Segel werden größer werden und auf Dauer einen wesentlichen Anteil am Schiffsantrieb haben. Bei steigenden Energiepreisen, ist die Transportzeit nämlich nicht mehr ausschlaggebend, sondern die gesamten Transportkosten zu denen auch die Kapitalbindung während der Transportzeit gehört.
Anders als ein reiner Segler, ist diese Art von Schiff, ein normales Motorschiff, das nur einfach den Motor nicht, oder nur teilweise nutzt, wenn es segeln kann. Damit wäre ein Transport von Wasserstoff auch auf weite Entfernung preiswert und in kleineren Einheiten möglich. In Einheiten die auch deutsche Nordseehäfen oder die Ostseehäfen anlaufen könnten, also für eine Versorgung der kurzen Wege geeignet sind. Wenn wir allerdings Wasserstoff überall verfügbar haben, ist es fraglich, ob es Sinn macht, batteriebetriebene Fahrzeuge überhaupt noch einzusetzen oder direkt den Wasserstoff im Auto in Strom umzuwandeln. Ich tippe auf letzteres.
Natürlich ist Wasserstoff relativ gefährlich weil hochexplosiv. Wir haben aber heute schon Techniken, die es uns erlauben mit Wasserstoff genauso sicher umzugehen, wie mit Gas. Die Möglichkeiten sind alle da. Wenn wir jetzt handeln, können wir das noch aus einer Position der relativen Stärke heraus tun. Wenn wir abwarten bis das Öl wirklich zu Ende ist, dann müssen wir betteln gehen.
Wie wäre es denn mit einem Gesetz das ab 2015 dem Einsatz von Mineralölprodukten als Treibstoff in Deutschland verbietet. Das wäre ein Programm für Wirtschaftswachstum das keine Subventionen erfordert aber trotzdem viele Arbeitsplätze schafft. Wir könnten auch die Nutzung von Atomenergie, Öl, Erdgas und Kohle zur Stromerzeugung ab 2020 verbieten. Das würde noch mehr Arbeit schaffen. Es liegt nur an uns.
Natürlich werden die Umweltvernichter, die zum wahrscheinlich im Auftrag von Arcelor Mittal sogar in einem deutschen Blog gegen jeden Schutz der Umwelt schreiben, wieder laut aufjaulen. Lakshmi Narayan Mittal scheint ja eine zweite Erde in seinem Kofferaum zu haben, oder er hat andere Gründe um für Umweltvernichtung zu sein. Allerdings stört mich dieses Gejaule wenig. Mal sehen wann Herr Mittal es leid ist, sich hier und mittlerweile auch in Indien seine Haltung ständig vorwerfen zu lassen.
Der INSM direkt aufs Maul gehauen
Heute musste ich wirklich herzlich lachen. n-tv berichtet über den neuen Nobellpreisträger für Wirtschaft:
Wirtschaftsnobelpreis-Träger Eric Maskin hat davor gewarnt, die Gesundheitsversorgung und den Umweltschutz den Kräften des Marktes zu überlassen. "Der Markt arbeitet nicht besonders gut, wenn es um öffentliche Güter geht", sagte Maskin, der den Nobelpreis am Montag gemeinsam mit seinen Markttheoretiker-Kollegen Leonid Hurwicz und Roger Myerson erhielt.
Die Kernfrage sei, wie alle Bürger einer Gesellschaft nach ihren Präferenzen und im richtigen Maß mit diesen oft sehr wichtigen Gütern versorgt werden könnten. Dieses Problem werde nicht durch die Mechanismen des Marktes gelöst. Stattdessen könnten Steuern ein Mittel sein, um die Versorgung aller Bürger mit lebensnotwendigen Gütern zu gewährleisten.
Krawumms. Treffer versenkt. Mit diesen wenigen Worten hat Maskin die gesamte verlogene Lehre der neoliberalen und wirtschaftsfaschistischen Abzocker um INSM und Mohn/Bertelsmann widerlegt und denenso richtig aufs Maul gehauen.
Das ganze wird noch lustiger, wenn man bedenkt, das die ja gerade ihre Nobelpreisträger aus alten dummen Zeiten, Edmund Phelbs als Mietmaul, ihre alten Lügen wiederkauen ließen. Phelbs und die Betrüger und Mietmäuler aus der INSM interessiert es zwar nicht, ob Bürger leben oder sterben, denen geht es nur um die Maximierung ihrer schmutzigen Gewinne, ja sie nehmen die Not anderer, die sie verursachen, sogar billigend in Kauf. Auch Wirtschaftsfaschismus ist eine Form des Faschismus, die vorrangig einen inneren Feind braucht ,um die Menschen leichter ausbeuten zu können.
Natürlich wird diese Erkenntnis nichts ändern. Unsere Politiker werden weiterhin der INSM und Mohn/Bertelsmann erlauben, Steuern zu verkürzen um Desinformation zu verbreiten und Politiker bestechen zu können. Aber es ist doch schön, wenn die Lügengebäude unter schweren Erdbeben wackeln. Irgendwann kommt die Macht der Bürger dazu und bringt den gesamten Dreck zum Einsturz. Dann brauchen wir viele Zellen für die Täter.
Nun versucht es Steinbrück mit der Kreativwirtschaft
"Gib dem Kind einen Namen und lass es laufen.", war einer der vielen Sinnsprüche meiner Großmutter. Sie wollte damit sagen, das auch der älteste Käse mit einem neuen Namen, neu klingt und so aus einem ehemaligen Mißerfolg ein Erfolg werden kann. Erfolge sind genau das was Peer Steinbrück dringend brauchen könnte.
Sicher, er war sehr erfolgreich darin, den Armen zu nehmen und den Reichen zu geben. Aber das ist ja nur etwas für seine eigene Zukunftssicherung und nun auch weitgehend erledigt. In wenigen Jahren werden die meisten Deutschen Hartz IV Beihilfen zu ihrem Lohn beziehen und somit Hartz IV zu dem von der SPD gewünschten Mindestlohn werden. Er kann also beruhigt zu neuen Ufern aufbrechen, solange die CDU nicht die Koalition kündigt, weil es mit der FDP auch reicht.
Sein neues Thema ist Kreativwirtschaft. Damit meint er nicht die kreativen Formen der Steuerhinterziehung und Steuervermeidung, die seine Auftraggeber, mit seinem Wohlwollen so abziehen, sondern "Creative Industries", was eigentlich nur ein neuer Begriff für Kulturwirtschaft und damit etwas ziemlich altes ist.
Allerdings hat Steinbrück da ziemlich perfide Hintergedanken, wie bei allen Dingen, die er so präsentiert:
Seit es mit traditionellen Industriezweigen bergab geht, sei die "creative economy" mit einer neuen Klasse von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei, ihren Platz zu übernehmen.
Da liegt der verwesende Kern des Pudels und stinkt vor sich hin. Steinbrück hat sich damit abgefunden, das die von ihm und seiner verkommenen SPD durchgeführte Politik, die klassischen Betätigungsfelder der deutschen Industrie, mit staatlicher Unterstützung, in das Ausland transferiert hat. Nun möchte er uns vorgaukeln, das es einen neue Wirtschaft geben könnte, die jene ersetzt, die er vernichtet hat.
"Wenn ich dir die Arme abschlage und dir dann als Wiedergutmachung beibringe mit den Füßen zu essen, dann darfst du aber nicht mehr böse mit mir sein.", ist das Motto dieser Methode.
Nein seine kreative Klasse wird niemandem helfen. Nicht einmal sich selbst. Um sie zu unterhalten, bedarf es nämlich einer arbeitenden Klasse und einer kaufenden Klasse. Beide bekämpft Steinbrück bis aufs Blut und entzieht somit seiner kreativen Klasse, von vornherein die finanzielle Basis.
Aber Steinbrück muss nichts von Wirtschaft, Finanzen oder gar von Arbeit verstehen. Er ist deutscher Politiker. Eigentlich müsste er in diesen zwei Jahren seinen Taschen auch so gut gefüllt haben, das er endlich zurücktreten könnte. Er kann nämlich niemanden mehr verarschen. Er ist so durchschaubar wie Fensterglas und darf seine Kreativwirtschaft gleich wieder einpacken.
Neues und allzu Bekanntes
Im Adorno-Streit gab es für mich neue Erkenntnisse. Mit dem weiteren Briefwechsel ist die Sache für mich erledigt.
Ein neuer Beitrag spielt ein wenig mit den bekannten Systemtheorien und möchte alte Diskussionen neu beleben.
Ja und dann war noch der Parteitag.
Tag der Partei? Gedenktag der Partei? So etwas wie Muttertag ohne Mutter. Werte und Ziele für unser Land. Nein, nicht für morgen, für 2010. Ein gutes hat die neue SPD ja, man kann seine Parteitagsberichte schon Tage vorher schreiben. Anwesenheit ist nicht mehr erforderlich. Die Parteiführung legt die Parteitagsbeschlüsse rechtzeitig fest. Keine Überraschungen, keine Ideen, keine Inhalte. Die Luftnummer Scholz wird unter dem Beifall der Delegierten gegen die Luftnummer Benneter ausgetauscht. Müntefering wird Dompteur der schwindenden Restpartei. Schröder konzentriert sich auf die Regierungsarbeit. Was hat der Schröder eigentlich vorher gemacht? Um seine Partei hat er sich doch auch da nicht gekümmert.
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Ja und dann war noch der Parteitag.
Tag der Partei? Gedenktag der Partei? So etwas wie Muttertag ohne Mutter. Werte und Ziele für unser Land. Nein, nicht für morgen, für 2010. Ein gutes hat die neue SPD ja, man kann seine Parteitagsberichte schon Tage vorher schreiben. Anwesenheit ist nicht mehr erforderlich. Die Parteiführung legt die Parteitagsbeschlüsse rechtzeitig fest. Keine Überraschungen, keine Ideen, keine Inhalte. Die Luftnummer Scholz wird unter dem Beifall der Delegierten gegen die Luftnummer Benneter ausgetauscht. Müntefering wird Dompteur der schwindenden Restpartei. Schröder konzentriert sich auf die Regierungsarbeit. Was hat der Schröder eigentlich vorher gemacht? Um seine Partei hat er sich doch auch da nicht gekümmert.
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