Der Zimmermann vom DIW ist endlich zurückgetreten worden
Eigentlich war sein Rücktritt schon lange überfällig. Aber selbstherrlich wie er nun einmal ist, hat er geglaubt, er könne sich dadurch halten, dass er der neoliberalen Politik nach dem Maul redet und dass seine "wissenschaftliche Arbeit" für den Raubtierkapitalismus so wichtig sei, dass ihm all seine Verfehlungen nachgesehen würden. Aber das ist nun gründlich in die Hose gegangen. ["Der Zimmermann vom DIW ist endlich zurückgetreten worden" mehr »]
Fred Apostel der Telekom Staatsanwalt?
Die seltsame Amtsauffassung von Oberstaatsanwalt Fred Apostel war ja schon öfter Thema auf Duckhome. Aber nun beginnen sich auch andere zu wundern. ["Fred Apostel der Telekom Staatsanwalt?" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-14
Wir müssen sparen!
Studie: Wie gespalten die Kinderwelt in Deutschland ist
Bürgerarbeit - neuester Lösungsvorschlag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosen
Schwarz/Gelbes Sparpaket: Freibier für Millionäre
Splitterbomben-Anschlag auf Polizisten war nur ein Silvesterböller
Nach Griechenland: EU bereitet sich auf Rettungsaktion für Spanien vor
Europas Sparprogramme: Im alten neoliberalen Takt
Keine Anklage gegen Zumwinkel und Ricke: Schwere Vorwürfe gegen Staatsanwaltschaft
Behinderte müssen Haushaltabgabe für Rundfunk zahlen
Erst kappt Schwarz/Gelb die Öko-Förderung, anschließend stornieren Bauherren bundesweit Umbau-Aufträge
Längere Laufzeiten: Studie widerlegt Billigstrom-Versprechen der Atomriesen
Afghanistan: Große Rohstoffvorkommen ist nur Propaganda aus alten Studien
Kriegsähnliche Zustände ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-14" mehr »]
Studie: Wie gespalten die Kinderwelt in Deutschland ist
Bürgerarbeit - neuester Lösungsvorschlag zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosen
Schwarz/Gelbes Sparpaket: Freibier für Millionäre
Splitterbomben-Anschlag auf Polizisten war nur ein Silvesterböller
Nach Griechenland: EU bereitet sich auf Rettungsaktion für Spanien vor
Europas Sparprogramme: Im alten neoliberalen Takt
Keine Anklage gegen Zumwinkel und Ricke: Schwere Vorwürfe gegen Staatsanwaltschaft
Behinderte müssen Haushaltabgabe für Rundfunk zahlen
Erst kappt Schwarz/Gelb die Öko-Förderung, anschließend stornieren Bauherren bundesweit Umbau-Aufträge
Längere Laufzeiten: Studie widerlegt Billigstrom-Versprechen der Atomriesen
Afghanistan: Große Rohstoffvorkommen ist nur Propaganda aus alten Studien
Kriegsähnliche Zustände ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-14" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-06-13
Video-Interview mit Rechtswissenschaftler Prof. Lorenz Jarass
Vermögensstudie: Reiche sind reicher als vor der Finanzkrise
Der Unsinn, den Arbeitslosen das Elterngeld zu streichen
Kosten für Benzin und Heizöl steigen massiv
Die LINKE deckt auf: Väter oder Mütter verdienen im Schnitt 1.669 Euro im Monat
Nobelpreisträger Paul Krugman geißelt den europäischen Sparkurs
NRW: Spekulationen über rot-grüne Minderheitsregierung
Lkw-Maut wird auf vierspurige Bundesstraßen ausgeweitet
Lücken im Abwrackprämie-Gesetz: Export ins Ausland ist legal
Schöne Analyse der Berichterstattung von SPIEGEL und BILD
"Meine Vierte-Gewalt-Bilanz"
Video: Georg Schramm verlässt "Neues aus der Anstalt"
Sarrazins Äußerungen werden immer dümmer
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein: Ex-Telekom-Manager dürfen wieder ruhiger schlafen
Da sage noch einer, die Bürger wären Politikverdrossen ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-13" mehr »]
Vermögensstudie: Reiche sind reicher als vor der Finanzkrise
Der Unsinn, den Arbeitslosen das Elterngeld zu streichen
Kosten für Benzin und Heizöl steigen massiv
Die LINKE deckt auf: Väter oder Mütter verdienen im Schnitt 1.669 Euro im Monat
Nobelpreisträger Paul Krugman geißelt den europäischen Sparkurs
NRW: Spekulationen über rot-grüne Minderheitsregierung
Lkw-Maut wird auf vierspurige Bundesstraßen ausgeweitet
Lücken im Abwrackprämie-Gesetz: Export ins Ausland ist legal
Schöne Analyse der Berichterstattung von SPIEGEL und BILD
"Meine Vierte-Gewalt-Bilanz"
Video: Georg Schramm verlässt "Neues aus der Anstalt"
Sarrazins Äußerungen werden immer dümmer
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein: Ex-Telekom-Manager dürfen wieder ruhiger schlafen
Da sage noch einer, die Bürger wären Politikverdrossen ["Aufgelesen und kommentiert 2010-06-13" mehr »]
Obermann und seine soziale Marktwirtschaft
Telekom-Chef René Obermann ist ein Kapitalist wie aus dem Bilderbuch, was ihm schon Ende der achtziger Jahre die Wirtschaftswoche bescheinigte. Er ist am obersten Ende der Freßpyramide angekommen und hat in der Fernsehmoderatorin Maybrit Illner und Propagandistin der Neoliberalen auch die richtige Partnerin gefunden. Er ist weit genug von seinen Wurzeln entfernt um rücksichtslos und lachend über die Sorgen und Nöte der Mensche hinwegzugehen.
Das ist eben so bei Leuten für deren Karrieresprünge es keine besonderen Gründe gab und die einfach nur, weil sie gerade da sind die Leiter hinauffallen. So gibt es bis heute keine Begründung warum ausgerechnet er seinen Ziehvater Ricke ablösen musste. Aber vielleicht haben die Heuschrecken im Telekomaufsichtsrat erkannt, dass Obermann den Ricke an Gemeinheit noch um Längen schlägt. ["Obermann und seine soziale Marktwirtschaft" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-04-16
NRW: SPD-Kandidatin Kraft schließt Bündnis mit LINKE definitiv aus
Deutsche Industrie baute 2009 rund 250.000 Stellen ab
Susanne Klatten: Ein Porträt der reichsten Frau Deutschlands
HSH-Nordbank: Vorstand kassiert 10-prozentige Gehaltserhöhung
Staatsanwalt lässt Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke laufen
Video: Interview mit Anti-Korruptionsbekämpfer Uwe Dolata
FDP-Chef Westerwelle hätte gerne Kinder gehabt
FDP-Steuerpläne entlasten Reiche stärker
Berlins sozialer Wohnungsbau geht an die Börse - und die LINKE stimmt zu
Nun auch im Atlantik: Gigantischer Müllstrudel aus Plastikresten
Thomas Kallay: Der Mann, der Hartz4 vors Bundesverfassungsgericht brachte
Deine Karriere bei der Bundeswehr - Jetzt Anmelden! ["Aufgelesen und kommentiert 2010-04-16" mehr »]
Deutsche Industrie baute 2009 rund 250.000 Stellen ab
Susanne Klatten: Ein Porträt der reichsten Frau Deutschlands
HSH-Nordbank: Vorstand kassiert 10-prozentige Gehaltserhöhung
Staatsanwalt lässt Klaus Zumwinkel und Kai-Uwe Ricke laufen
Video: Interview mit Anti-Korruptionsbekämpfer Uwe Dolata
FDP-Chef Westerwelle hätte gerne Kinder gehabt
FDP-Steuerpläne entlasten Reiche stärker
Berlins sozialer Wohnungsbau geht an die Börse - und die LINKE stimmt zu
Nun auch im Atlantik: Gigantischer Müllstrudel aus Plastikresten
Thomas Kallay: Der Mann, der Hartz4 vors Bundesverfassungsgericht brachte
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Aufgelesen und kommentiert 2010-03-31
Immer mehr Arbeitslosigkeit wird in Kurzarbeit versteckt
Die LINKE deckt auf: 80 Prozent aller Rettungsmilliarden gingen an Privatbanken
Mit einer Bankenabgabe gegen die nächste Krise
Finanzlobby - da kriegen wir die Krise!
105,5 Milliarden Euro neue Schulden: Haushaltsloch 2009 dramatisch gewachsen
Atommülllager Asse: Auch Misterium unter NRW-Chef Rüttgers (CDU) an Vertuschung beteiligt
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) will deutsche Volkslieder retten
Pharma-Lobby droht Rösler mit Job-Kahlschlag
Exportüberschuss: Musterschüler Deutschland, der auf Kosten anderer wirtschaftet
Auf das Gleichgewicht kommt es an
Die LINKE deckt auf: 200 Mio Euro Einnahmen durch Steuer-CD aus Liechtenstein
Trainer für Fortbildung sind selbst Niedriglöhner
Fast jeder vierte Arbeitnehmer hat seinen Job satt
Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch vom IAQ im Interview
CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE gegen Petition zur Einführung von Generalstreiks
Bahnprivatisierung: Regierung besetzt Mehrzahl ihrer Aufsichtsratsplätze mit Privatindustriellen
Afghanistan-Krieg: CIA plant Manipulation der europäischen Meinung
Neues von der Internet-Expertengruppe unserer Regierung ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-31" mehr »]
Die LINKE deckt auf: 80 Prozent aller Rettungsmilliarden gingen an Privatbanken
Mit einer Bankenabgabe gegen die nächste Krise
Finanzlobby - da kriegen wir die Krise!
105,5 Milliarden Euro neue Schulden: Haushaltsloch 2009 dramatisch gewachsen
Atommülllager Asse: Auch Misterium unter NRW-Chef Rüttgers (CDU) an Vertuschung beteiligt
NRW-Ministerpräsident Rüttgers (CDU) will deutsche Volkslieder retten
Pharma-Lobby droht Rösler mit Job-Kahlschlag
Exportüberschuss: Musterschüler Deutschland, der auf Kosten anderer wirtschaftet
Auf das Gleichgewicht kommt es an
Die LINKE deckt auf: 200 Mio Euro Einnahmen durch Steuer-CD aus Liechtenstein
Trainer für Fortbildung sind selbst Niedriglöhner
Fast jeder vierte Arbeitnehmer hat seinen Job satt
Arbeitsmarktforscher Gerhard Bosch vom IAQ im Interview
CDU/CSU, FDP, SPD und GRÜNE gegen Petition zur Einführung von Generalstreiks
Bahnprivatisierung: Regierung besetzt Mehrzahl ihrer Aufsichtsratsplätze mit Privatindustriellen
Afghanistan-Krieg: CIA plant Manipulation der europäischen Meinung
Neues von der Internet-Expertengruppe unserer Regierung ["Aufgelesen und kommentiert 2010-03-31" mehr »]
Aufgelesen und kommentiert 2010-02-19
- BVerfg-Präsident Hans-Jürgen Papier wundert sich über Hartz4-Debatte
- Deutsches Lohndumping sprengt die Währungsunion
- Entweder Steuerparadies oder Musterschüler in Staatsfinanzen - Beides geht nicht
- Schwarz/Gelb plant weitere Steuersenkungen für Unternehmen
- Erneute Rufe nach einem Mindestlohn - von den Arbeitgebern!
- Das Märchen vom Absturz: Wer viel verdient, landet selten in Hartz4
- Vergleichsweise geringe Sozialleistungen in Deutschland für Langzeitarbeitslose
- BA-Vostand Heinrich Alt: "Die wenigsten wollen sich in die soziale Hängematte legen"
- Westerwelle heuchelt
- Tarifabschluss der IG Metall: Schlaue Füchse, diese Metaller
- Privatschulkette in Nöten: Phorms muss Schule in Hannover schließen
- Über 275.000 Euro für einen Kongress: Schleswig Holsteins FDP-Minister Garg unter Druck
- Neue Petition: Der Bundestag möge folgende Grundgesetzänderung beschließen... ["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-19" mehr »]
- Deutsches Lohndumping sprengt die Währungsunion
- Entweder Steuerparadies oder Musterschüler in Staatsfinanzen - Beides geht nicht
- Schwarz/Gelb plant weitere Steuersenkungen für Unternehmen
- Erneute Rufe nach einem Mindestlohn - von den Arbeitgebern!
- Das Märchen vom Absturz: Wer viel verdient, landet selten in Hartz4
- Vergleichsweise geringe Sozialleistungen in Deutschland für Langzeitarbeitslose
- BA-Vostand Heinrich Alt: "Die wenigsten wollen sich in die soziale Hängematte legen"
- Westerwelle heuchelt
- Tarifabschluss der IG Metall: Schlaue Füchse, diese Metaller
- Privatschulkette in Nöten: Phorms muss Schule in Hannover schließen
- Über 275.000 Euro für einen Kongress: Schleswig Holsteins FDP-Minister Garg unter Druck
- Neue Petition: Der Bundestag möge folgende Grundgesetzänderung beschließen... ["Aufgelesen und kommentiert 2010-02-19" mehr »]
Wie sich Herr Zumwinkel selbst ein Bein stellte
Es gibt Nachrichten, die sind so schön, dass man sich vor Lachen überhaupt nicht mehr beruhigen kann: Klaus Zumwinkel gab über lange Zeit den feinen Herrn, war höchstanständig, schuf das unanständige und betrügerische Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA Bonn), welches wohl eher der Einführung der Zwangsarbeit diente.
Das mit dem feinen Herrn Zumwinkel erledigte sich dann, als seine Liechtensteiner Familienstiftung aufkam, mit der er, der von den Armen alles forderte, wie es ja alle neoliberalen Kriminellen tun, die Mindestverpflichtung eines jeden Bürgers zur Steuerzahlung vermied. Seine Strafe war lächerlich, weil die deutsche Justiz stets nur gegen die Kleinen vorgeht und die Großen, wie Pierer und Ackermann, laufen lässt. ["Wie sich Herr Zumwinkel selbst ein Bein stellte" mehr »]
Das mit dem feinen Herrn Zumwinkel erledigte sich dann, als seine Liechtensteiner Familienstiftung aufkam, mit der er, der von den Armen alles forderte, wie es ja alle neoliberalen Kriminellen tun, die Mindestverpflichtung eines jeden Bürgers zur Steuerzahlung vermied. Seine Strafe war lächerlich, weil die deutsche Justiz stets nur gegen die Kleinen vorgeht und die Großen, wie Pierer und Ackermann, laufen lässt. ["Wie sich Herr Zumwinkel selbst ein Bein stellte" mehr »]
Der große Hartz-IV-Betrug
Wenn eine freiberufliche Künstlerin Einnahmen fest eingeplant habe, sie aber nicht vorab angebe“, begehe sie „Betrug“.
meint der Bochumer ARGE Chef
Unerhört! Diese Hartz-IV-Abzocker! Veruntreuen Einnamen, die sie nicht haben! Die sollten sich mal von so Unternehmensberatern wie Zumwinkel coachen lassen, der weiss nämlich wie es richtig geht. Also das mit dem Veruntreuen von real-existierenden Einnahmen ...
["Der große Hartz-IV-Betrug" mehr »]
Die Masse will gar nichts verstehen!
Ich habe mir, ausgelöst durch ein kürzliches Telefonat, mal wieder die Frage gestellt, ob der deutsche Michel eigentlich noch alle Tassen im Schrank hat.
Der Gesprächspartner ist ein guter Bekannter und selbständig. Ich unterhalte mich gern beim Telefonieren (natürlich nur mit Leuten, wo ich eigentlich denke, dass die es raffen) auch mal über die politische Großwetterlage und möchte so den Nerv der Zeit bei den Leuten finden und treffen. Es ging bei dem Telefonat u.a. darum, was derjenige machen würde, wenn er als Selbständiger nicht mehr existieren kann, sprich, keine Umsätze mehr möglich sind, weil die Kunden kein Geld mehr haben, die Lieferungen zu bezahlen. Ich möchte mal hier hinzufügen, dass viele sogenannte Selbständige eigentlich Scheinselbständige trotz allem sind, weil sie nur immer für die gleichen Provisionsgeber die ganze Woche unterwegs sind. Die Gefahr, dass nachträglich bis zu 30 Jahren Sozialabgaben nachgefordert werden können, sieht keiner! Mein Bekannter antwortete mir in aller Ruhe, dass er immer etwas finden würde und davon ausgehe, dass es immer ein Weiterkommen gebe.
Um es kurz zu machen: Ich bin ich derart in Rage geraten, weil offensichtlich viele noch in Watte eingepackt denken, die Krise werde sie schon nicht treffen - und überhaupt, es ging doch immer irgendwie weiter. Mir ist klar, dass viele auch deshalb so denken, weil sie der Realität, besonders der, die kommen wird, nicht ins Auge sehen können oder wollen. Sie leben ein Leben von der Hand in den Mund, und das ist nicht finanziell gemeint!
["Die Masse will gar nichts verstehen!" mehr »]
Der Gesprächspartner ist ein guter Bekannter und selbständig. Ich unterhalte mich gern beim Telefonieren (natürlich nur mit Leuten, wo ich eigentlich denke, dass die es raffen) auch mal über die politische Großwetterlage und möchte so den Nerv der Zeit bei den Leuten finden und treffen. Es ging bei dem Telefonat u.a. darum, was derjenige machen würde, wenn er als Selbständiger nicht mehr existieren kann, sprich, keine Umsätze mehr möglich sind, weil die Kunden kein Geld mehr haben, die Lieferungen zu bezahlen. Ich möchte mal hier hinzufügen, dass viele sogenannte Selbständige eigentlich Scheinselbständige trotz allem sind, weil sie nur immer für die gleichen Provisionsgeber die ganze Woche unterwegs sind. Die Gefahr, dass nachträglich bis zu 30 Jahren Sozialabgaben nachgefordert werden können, sieht keiner! Mein Bekannter antwortete mir in aller Ruhe, dass er immer etwas finden würde und davon ausgehe, dass es immer ein Weiterkommen gebe.
Um es kurz zu machen: Ich bin ich derart in Rage geraten, weil offensichtlich viele noch in Watte eingepackt denken, die Krise werde sie schon nicht treffen - und überhaupt, es ging doch immer irgendwie weiter. Mir ist klar, dass viele auch deshalb so denken, weil sie der Realität, besonders der, die kommen wird, nicht ins Auge sehen können oder wollen. Sie leben ein Leben von der Hand in den Mund, und das ist nicht finanziell gemeint!
["Die Masse will gar nichts verstehen!" mehr »]
Aufgelesen 96
- Das Wesen der Zumwinkelei oder Justitia Praecox
- Hetze als mediales Spektakel
- FINANZKRISE: Crashkurs
- Obama-Regierung heizt Handelskonflikt mit China an
- Der Gaza-Hilfsaufruf, den die BBC zensiert
- Der doppelte Rentenskandal
- 4.000 Euro für Hightech-Bildschirm mit elf Zoll Diagonale
- Wieder Zensur im Netz, wieder bei Readers Edition und wieder zugunsten der Versicherungswirtschaft
["Aufgelesen 96" mehr »]
Zumwinkel - Elitenförderung durch die deutsche Justiz
Es kam, wie es nach Ackermann, Hartz, Pierer und all den anderen zu erwarten war. Die deutsche Justiz zeigte sich wieder einmal einem Leistungsträger (Leistungsträger ist ein anderes Wort für gnadenlosen Abzocker) gnädig. Zwei Jahre auf Bewährung, eine Million Geldstrafe. Das kann man mit Fug und Recht ein sehr mildes Urteil nennen.
Wenn man bedenkt, dass extra eine Staatsanwältin aus dem Wege geräumt werden musste und Beweise auf wundersame Art nicht mehr zulässig waren, dann könnte man natürlich Manipulation vermuten, aber wer würde das bei der deutschen Justiz schon machen. Demnächst bekommen wir ja extra ein Gesetz für den großen Deal, damit die Justiz die oberen Zehntausend sofort freilassen kann. ["Zumwinkel - Elitenförderung durch die deutsche Justiz" mehr »]
Bewährungsstrafe für Zumwinkel in Steuerprozess
(AFP)
Bochum (AFP) - Wegen Steuerhinterziehung hat das Landgericht Bochum den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zumwinkel hatte vor Gericht gestanden, zwischen 2002 und 2006 knapp 970.000 Euro Steuern über eine Stiftung in Liechtenstein hinterzogen zu haben. Damit entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert hatte. Die Verteidigung hatte hingegen auf die Verdienste des ehemaligen Top-Managers verwiesen und auf eine Strafe "deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft" gedrungen.
Bochum (AFP) - Wegen Steuerhinterziehung hat das Landgericht Bochum den früheren Post-Chef Klaus Zumwinkel zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Zumwinkel hatte vor Gericht gestanden, zwischen 2002 und 2006 knapp 970.000 Euro Steuern über eine Stiftung in Liechtenstein hinterzogen zu haben. Damit entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Haftstrafe von zwei Jahren auf Bewährung gefordert hatte. Die Verteidigung hatte hingegen auf die Verdienste des ehemaligen Top-Managers verwiesen und auf eine Strafe "deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft" gedrungen.
Gerechtigkeit sieht anders aus: Zumwinkel schmiert (nicht ab)
(n-tv.de)
Was haben wir uns diesen Tag nicht herbeigesehnt. Ein Zumwinkeladvokat steht vor Gericht und soll büßen. Nun hat der Schlechtsteuerbetrüger auch noch so viel
Na Klaus, das läuft ja wie geschmiert, hm?
Seltsame Geschäfte mit Erpressern
Es ist ja schon seit langem bekannt, dass die in Rostock vor Gericht stehenden vermutlichen Erpresser der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) noch über einen großen Fundus an Belegen über deutsche Steuersünder verfügen. Allerdings war es nur schwer möglich, diese Daten von den Tätern entgegen zu nehmen, ohne als Nutznießer einer Erpressung dazu.stehen. Das wurde jetzt mit einem Trick gelöst. ["Seltsame Geschäfte mit Erpressern" mehr »]
Mit Verlaub, Herr Walser, sie sind ein dummer, alter Mann!
Das Alter nicht gerade weise macht, kann man ja häufig an den Äußerungen des Alt-Bundeskanzlers Schmidt ablesen, die immer mehr ins unterirdische abgleiten. Gegen Martin Walser wirkt er aber geradezu wie ein geistiger Artist. ["Mit Verlaub, Herr Walser, sie sind ein dummer, alter Mann!" mehr »]
UBS - Das Ende des Systems Schweiz?
Mark Branson, Finanzchef der UBS-Vermögensverwaltung, machte vor einem Ausschuss des US-Senats, den größten Kotau den ein Schweizer Banker wohl jemals gemacht hat, aber er erntete nur ein überhebliches Lächeln. Für jede Art von Unterwerfungsgesten ist es deutlich zu spät. ["UBS - Das Ende des Systems Schweiz?" mehr »]
Verbindungsdaten - Alltäglicher Skandal bei der Telekom
Es ist immer wieder schön, wie die Wellen hochschlagen in Deutschland, wenn irgendeinem etwas auffällt das schon lange so ist. Da hatten wir gerade die Kameraüberwachung bei Lidl. Ein aufgeklärter Mensch fragt sich sofort was an dieser Nachricht so aufregend ist. Die Kameras sind doch zu sehen. Überall an jeder Tankstelle, vor dem Damenklo. Hat denn wirklich irgendwer geglaubt die würden nicht benutzt. Warum hätte man sie dann wohl aufgehängt.
Unter unserem Innenminister Wolfgang "Geldkoffer" Schäuble, der nach eigenem Bekunden nicht vollständig durchgeknallt ist, und der Reisekanzlerin Angela Merkel ist es doch schon ein fataler staatsgefährdender Fehler, wen ein weggeworfener Kaugummi oder Zigarettenstummel nicht von Kameras überwacht und sofort geahndet wird. Am besten gleich durch den Einsatz von Flugzeugen, Panzern und Raketenwerfern der Bundeswehr.
Jedes Arbeitsgericht bestätigt eine Kündigung, wenn ein Mitarbeiter trotz Abmahnung während der Arbeitszeit seine privaten Mails abfragt oder gar auch außerhalb der Arbeitszeit nackte Tanten im Internet betrachtet. Selbstverständlich sind Privattelefonate innerhalb der Dienstzeit ein Kündigungsgrund und niemand regt sich darüber auf, dass die Firmen die Verbindungsdaten aus den eigenen Telefonanlagen speichern und verarbeiten.
Es müsste doch Heise völlig klar sein, wie das abläuft. Die Telefonnummern aller ein- und ausgehenden Telefonate werden gespeichert und mit der Kunden- und Lieferantendatei sowie dem Behördenverzeichnis gegengecheckt. Deshalb gibt es ja all die vielen Dateien.
So bleibt im Raster hängen, wer mit unbekannten Nummern telefoniert, Mitarbeiter die mit ihrer eigenen Telefonnummer telefonieren und all die jenigen, die mit unliebsamen Leuten wie ehemaligen Mitarbeitern oder Überwachungsbehörden telefonieren. Ein weiterer Check noch gegen KlickTel oder ein anderes Verzeichnis und es blieben relativ wenige Nummern je Mitarbeiter übrig, die notfalls manuell abgeprüft werden müssen. Mit ein wenig Ehrgeiz aber auch kein Problem.
Normalerweise kennt ein Unternehmen jeden mit dem ein Mitarbeiter telefoniert. Zwar kommen immer neue hinzu, aber tatsächlich sind es doch immer rund 200 Leute mit denen jemand telefonischen Kontakt hat. Bei dieser Überwacherei gibt es auch wenig Unrechtsbewusstsein. Man kann den Menschen nicht ständig durch die Medien ins Ohr brüllen, dass die Kontrolle der Verbindungsdaten und das Abhören, das Aufbrechen von Wohnungen und das Bespitzeln von Computern nur dem Schutz dient und dann erwarten das die sich nicht selber schützen.
Das was Schäuble, Beckstein, Wiefelspütz und Merkel ständig predigen kann doch nicht unrecht sein. Egal was irgendwelche Gerichte sagen. Schäuble macht es ja vor. Kaum sagt ein Gericht nein, sagt Schäuble dass ihn das Gericht mal kann und macht es andersherum. Es ist das alte Elend. Man kann Recht nicht teilen. Entweder gibt es ein Recht, dann gilt es auch für Innenminister, die sich selbst nicht für vollständig durchgeknallt halten und Geld von Waffenschiebern angenommen haben, oder es gilt für keinen.
Schäubles ständige Notstandsgesetzgebung hat das Recht zerstört. Mit einem zerstörten Recht könnten wir ja noch leben, aber gleichzeitig zerbarst das Rechtsempfinden. Wo es aber kein Rechtsempfinden mehr gibt wird Unrecht automatisch zu Recht. Da es in Deutschland keinen ernst zu nehmenden Widerstand gibt, und eben auch keine politische Opposition, keine freien Medien und vor allem keine verantwortliche handelnde Justiz ist die Rechtlosigkeit der natürliche Zustand.
Wenn wir uns dann den Fall Telekom mal etwas genauer ansehen, so unterscheidet er sich zunächst nur wenig von dem was Firmen und auch Behörden normalerweise tun, um ihre Angestellten und damit auch deren Familien und sonstige Kontakte zu bespitzeln. Alltag sozusagen. Das Besondere ist eigentlich nur, dass es sich um ein Telekommunikationsunternehmen handelt, das die Verbindungsdaten im Auftrag des Staates speichert.
Es hält also die Daten vor, die der Staat benutzen will um die Bürger zu bespitzeln. Durch die Bespitzelung lassen sich zwar keine echten Terroristen bekämpfen, aber der Widerstand der Bürger gegen die herrschende Kaste unterdrücken und schon ohne die eigentliche Verwendung der Daten lässt sich ein Klima der Angst erzeugen, das Solidarisierung verhindern soll. Vermutlich geht es im wesentlichen bei der Vorratsdatenspeicherung um die Erzeugung von Angst.
Nun hat die Telekom diese Daten und gleichzeitig das Problem, das sie ihr Missmanagement, ihren häufigen Betrug am Kunden sowie am Aktionär und den miesen Umgang mit den Mitarbeitern nicht in den eigenen Reihen halten kann. Irgendjemand hat ein Gewissen. Ein anderer quatscht aus Geltungssucht. Vielleicht wird aber einfach nur jemand ausgeforscht. Egal. Man möchte wissen wer redet.
Vernünftige Menschen, die aber heutzutage in Deutschland nicht mehr Manager werden können, würden davon ausgehen, das solche Gespräche im privaten Umfeld, in der Kneipe oder mit dem Nachbarn über den Zaun erfolgen. Wenn jemand mit den Verträgen seines Arbeitgebers, dem auch noch das Netz gehört im Netz telefoniert, SMS verschickt, surft oder Mails verwendet und Manager ist, dann müsste der normalerweise wissen, das er keine geheime Kommunikation führen kann.
Aber da die Telekom selber davon ausgeht, das ihre Manager zu dumm sind, sich selbst die Hose zu zumachen, glauben sie auch, dass diese Manager die Gefahr nicht begreifen und von ihren Anschlüssen oder gar dem Diensttelefon mit Journalisten oder anderen bösen Feinden telefonieren. Das mutet intelligenten Menschen lächerlich an, aber mit diesem Denken kann man im Vorstand und Aufsichtsrat von DAX-Unternehmen landen. Was auch einiges erklärt.
Das die Telekom bei dieser Gemengelage nun einen Großangriff startet und alle Telefonate ihrer Leute mit Journalisten überprüfen lässt, überrascht da nicht. Natürlich hat man als Telekommunikationsunternehmen die Telefonnummern so ziemlich aller Journalisten, Redaktionen und eben auch die der meisten Privatwohnungen. Man hat auch Hebammen und Frauenärztinnen. Drogenberatungsstellen und Psychologen und selbstverständlich die Telefonseelsorge. Das alles ist Handwerk. Der Rest Arbeit.
Natürlich würden intelligente Menschen auch hier wieder vermuten, das kluge Journalisten Telefonnummern haben, die sich so einfach nicht herausfinden lassen, weil sie auf Freundinnen, Großtanten oder Bekannte laufen. Das eigene Mitarbeiter vielleicht von Freunden oder aus der Kneipe telefonieren oder nicht zuordnungsfähige Handys besitzen oder gar Voice over IP benutzen und Journalisten das gleiche tun.
All dies ficht die Leistungselite der Deutschen Telekom nicht an. Nachdenken war noch nie deren Stärke. Wozu auch. Die Deutsche Bank sorgt doch dafür, das niemand wirklich fallen kann. Die segnen mit den Stimmen der Aktionäre die sie vertreten alles ab. Darin sind andere Banken nicht anders. Es gibt eben keine Kontrolle und keine Verantwortung. Alle sind neoliberal.
Ob das Verfahren illegal ist. Wen interessiert es. Auch wenn Thomas Knüwer und andere beim Handelsblatt ganz erstaunt sind wie offen mit der Sache umgegangen wird, verblüfft das doch nur auf den ersten Blick:
Der Kollege Jens Koenen hat gerade bei der Blattkritik in der morgendlichen Ressortkonferenz etwas Kluges angemerkt: "Ich bin überrascht, wie offen die sind."
Die, das sind der ehemalige Telekom-Personalvorstand Heinz Klinkhammer sowie Ralph Kühn, Chef von Network Deutschland, jenem "Recherchedienst", der im Auftrag der Deutschen Telekom die Telefonverbindungen zwischen Aufsichtsräten und Journalisten durchleuchtete.
..
Bei der Telekom-Affaire aber geht das verdammt schnell. Dass Kühn und gerade Klinkhammer nicht nur Details verraten, sondern auch noch offen gegen Personen wie Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel schießen - das ist ungewöhnlich. Und es könnte der Frühindikator dafür sein, dass hier eine Schlammschlacht losbricht, wie sie die deutsche Wirtschaft vielleicht noch nie erlebt hat.
Ja. So kann man argumentieren wenn man daran glaubt das es in Deutschland Recht und Gesetz gibt. Man kann es aber auch ganz anders sehen. Das handelsblatt möge sich seine Archive ansehen. Es gibt in Deutschland keine Rechtssprechung gegen die Vorstandsebene von Großunternehmen. Normalerweise kommt es wie bei von Pierer gar nicht zur Anklage oder die Anklage wird im Rahmen von Rechtsgesprächen auf eine im Verhältnis minimale und bedeutungslose Geldbuße zusammengestutzt die dann eben keine Strafe ist.
Ackermann, Harz, Piech und Pierer blieben und bleiben folgenlos. Heinz Klinkhammer und Ralph Kühn können davon ausgehen, das sich Herr Obermann als unwissend darstellen wird, also den Piech macht. Das gleiche werden Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratslenker Klaus Zumwinkel versuchen.
Dadurch das Klinkhammer und Kühn so früh mit ihrer Geschichte draußen waren, wirken sie glaubwürdiger. Es besteht die Gefahr öffentlicher Proteste oder eines noch größeren Justizverdrusses wenn solche Leute allzu hart bestraft werden.
Es wird niemand glauben, dass die beiden aus eigenen Mutwillen gehandelt haben, was ebenfalls hilft. Das auch bei den Siemens Mitarbeitern die jetzt wegen Bestechung in Reihe verurteilten kein Eigeninteresse vorliegt, spielt hier keine Rolle. Bei Siemens geht es um große Politik. Natürlich kann man auch hier Ricke und Zumwinkel nicht verurteilen. Zumwinkel steckt bis über beide Oberarme im neoliberalen Sumpf.
Das er wegen des Postmindestlohns in die Steuerhinterziehungsgeschichte kam, von der man jetzt auch nichts mehr hört, war ein klares Strafsignal, das sich weniger an ihn, als mehr an andere zur Abschreckung wandte. Sollte man ihn aber jetzt noch einmal durch die Mühle drehen wollen, könnte es sein, dass Zumwinkel Amok läuft und seine Kenntnisse über die neoliberalen Strukturen und die verschiedenen "wissenschaftlichen" Institute preisgibt.
Das würde der menschenverachtende Neoliberalismus in Deutschland und auch die beiden ihn tragenden Parteien nicht überleben. Deshalb wird es kein Verfahren und keine Schlammschlacht geben. Klinkhammer und Kühn werden sich hinter dem omminösen Mitarbeiter verbergen dürfen, der dann die alleinige Schuld tragen wird:
Klinkhammer sei von 1996 bis 2006 für die Konzernsicherheit verantwortlich gewesen. Ein Mitarbeiter dieser Abteilung sollte vor drei Jahren undichte Stellen im Konzern finden. "Dieser Auftrag, die Lücken für die Indiskretionen zu finden und zu schließen, ist an mir sowie am Chef der Konzernsicherheit vorbei aus dem Umfeld Ricke und Zumwinkel erteilt worden", sagte Klinkhammer der Zeitung. "Der Mann, der diesen Auftrag hatte, durfte weder mit mir noch mit seinem Chef darüber sprechen."
Ricke wies die Behauptungen gegenüber der Zeitung zurück: "Diese Vorwürfe sind unwahr und haltlos."
Zumwinkel hatte jede Verwicklung in die Abhör-Affäre bei dem Unternehmen bereits bestritten. "Herr Zumwinkel hat keinen persönlichen Auftrag und keinerlei Anweisungen gegeben", sagte sein Sprecher zu Reuters. Die Geschäfte eines Unternehmens führe der Vorstand. "Ein Aufsichtsratvorsitzender kann Mitarbeitern des Unternehmens keine Anweisungen geben", fügte er hinzu. Die angeblichen Datenspeicherungen seien - so es sie gegeben habe - nicht mit dem Einverständnis Zumwinkels erfolgt.
Natürlich hat auch Obermann nichts gewusst, auch wenn die Spatzen von den Dächern pfeifen, dass er vertuschen wollte. Aber Obermann ist ja nicht angreifbar. Er kann sich auf die Zwangsgebührenzahler bei der GEZ verlassen, die schon dafür sorgen das er öffentlich von allem reingewaschen wird. Maybritt Illner und ihrer neoliberalen Truppe sei dank.
Wenn jemand den real existierenden Neoliberalismus in Deutschland beschreiben möchte, kann er diesen Fall als exemplarisch ansehen. Formal ist von den Verantwortlichen keiner Schuld. Niemand gab einen Befehl. Wozu auch?
Wenn der Chef der Post AG und Aufsichtsratsvorsitzende wohlmöglich mit dem Vorstandsvorsitzenden zusammensitzt und beide dem Mitarbeiter X erklären: "Wissen Sie X, das ist natürlich ein heikles Thema. Muss unter der Decke bleiben. Aber zu unserem Schutz leider unumgänglich. X sie machen das schon. Sind ja ein findiges Kerlchen. X, Sie haben unser Vertrauen. Enttäuschen sie uns nicht. Und. X. Zu keinem ein Wort. Wenn jemand dumme Fragen stellt, verweisen sie auf uns. Bei uns traut sich keiner nachzufragen. X sie sind unser Mann!"
Wahrscheinlich haben die beiden neoliberalen Elitemenschen danach noch bei einem Glas über den dummen Herrn X gelacht. Ein Opferlamm. Dumm wie Stroh. Genauso wahrscheinlich ist der Herr X nach Hause gegangen und war ganz stolz, wollte aber nichts sagen und lechtzte trotzdem nach privater Anerkennung. Vielleicht sah er die Beförderung und das Geld schon vor sich.
Jetzt bekommt er die Härte des Gesetzes zu spüren. Die Richter und Staatsanwälte werden ihn tadelnd ansehen und fragen wie er das nur machen konnte und ihm sagen das er doch wissen gemusst hätte. Wenn er dann auf seine Chefs verweist, dann werden sie ihn hämisch grinsend fragen wo er denn den schriftlichen Auftrag hat und dann wird er gnadenlos verknackt. Schließlich sind wir ein Rechtsstaat. Hier herrscht ein besonderes Recht und eine besondere Ordnung.
An diesem System ist nichts mehr zu reparieren. Es ist ein Totalschaden. Da hilft nur ein Reboot und ein völliger Neuanfang.
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